CH484082A - Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbaziden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbaziden

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CH484082A
CH484082A CH299968A CH299968A CH484082A CH 484082 A CH484082 A CH 484082A CH 299968 A CH299968 A CH 299968A CH 299968 A CH299968 A CH 299968A CH 484082 A CH484082 A CH 484082A
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CH
Switzerland
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carbon atoms
aet
formula
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alkylene group
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CH299968A
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English (en)
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Bernard Bream John
Wolfgang Dr Picard Claude
John Snoxall Vernon
Rudolf Dr Fischer
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Wander Ag Dr A
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von   Thiosemicarbaziden   
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von neuen   Phenylalkylthiosemicarbaziden    der Formel :
EMI1.1     
 worin A eine gerade oder verzweigte Alkylengruppe mit höchstens 3   C-Atomen    bedeutet, die Reste   Ri    und Rz gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, Halogen oder 1 bis 3 C-Atome enthaltendes Alkyl darstellen, und   Ra    Wasserstoff oder   1    bis 3 C-Atome enthaltendes Alkyl bedeutet, sowie von   Säure-Additionssalzen    davon.



   Die genannten Verbindungen sind pharmakologisch aktive Stoffe, deren Eigenschaften auf Verwendbarkeit als   Antiphlogistika,    insbesondere als Antirheumatika, schliessen lassen.



   In der nachfolgenden Tabelle wird die   entzündungs-    hemmende Wirkung des erfindungsgemäss erhältlichen   l-ss-(2-Eluorphenyl)-äthylthiosemicarbazids    und   1-ss-(2-    Bromphenyl)-äthylthiosemicarbazids mit derjenigen des als   bestwirksam    bekannten Antiphlogistikums   Phenyl-    butazon   (3,      5-Dioxo-1, 2-diphenyl-4-n-butylpyrazolidin)    verglichen. Die antiphlogistische Wirkung wurde an Mäusen untersucht, bei welchen durch s. c. Injektion von Kaolin in die Hinterpfoten ein Ödem erzeugt worden war.

   Als Mass für die entzündungshemmende Wir  kung,    welche sich in einer Hemmung   dieses Ödems    äussert, ist in der Tabelle diejenige Dosis (ED   40)    an Wirksubstanz angegeben, bei welcher eine 40% ige Reduktion des Odems der behandelten Tiere gegenüber demjenigen der unbehandelten Kontrolltiere auftritt.



   Tabelle
Hemmung des   Kaolin-Odems    Wirksubstanz ED 40 mg/kg p. o.



   (Maus)   1 (2Fluorphenyl)-äthyl-    thiosemicarbazid 11   1-i3- (2-Bromphenyl)-Uthyl-    thiosemicarbazid 36 Phenylbutazon 73
Die gewünschten Verbindungen (I) werden erhalten durch Reduktion von   Thiosemicarbazonen    der Formel :
EMI1.2     
 worin   Rl, Ro und Rs    die genannte Bedeutung haben und A'eine der Alkylengruppe A entsprechende Alkylidengruppe darstellt. Die Reduktion erfolgt zweckmässig durch Behandeln mit komplexen Hydriden, z. B.



  Natriumborhydrid, durch Behandeln mit Metallen, insbesondere denen der ersten bis dritten Gruppe des Periodischen Systems, in alkoholischer Lösung, oder elektrolytisch. Die Reduktion mit Natriumborhydrid erfolgt   zweckmässig in Diäthylenglycoldimethyläther    in Gegenwart von wasserfreiem Aluminiumchlorid.



   Die als Ausgangsstoffe   benötigten Thiosemi-    carbazone der Formel II können z. B. durch Umsetzen von Carbonylverbindungen der Formel : 
EMI2.1     
 worin   RI,    R2, R3 und A'die genannte Bedeutung hat, oder reaktionsfähigen Derivaten davon   mit Thiosemi-      carbazid    erhalten werden.



   Die nach dem beschriebenen Verfahren erhaltenen   Phenylalkylthiosemicarbazide    entsprechend Formel I können sowohl als freie Basen als auch in Form ihrer Additionssalze mit geeigneten Säuren, wie   Halogen-      wasserstoffsäuren, Schwefelsäure, Salpetersäure, Phos-    phorsäure gewonnen und verwendet werden.



   Beispiel 1
1, 14 g Natriumborhydrid werden zu einer gerührten, warmen Lösung von 10, 1 g 2-Fluorphenylacetaldehydthiosemicarbazon (Smp. 172-173  C) in 40   ml    Di  äthylenglycoldimethyläther gegeben. Nach Kühlung    der Lösung wird vorsichtig eine Lösung von 1, 34 g wasserfreiem Aluminiumchlorid in 5 ml Diäthylenglycoldimethyläther zugetropft, wobei die Temperatur unter   50  C gehalten wird.    Das Reaktionsgemisch wird während   30    Minuten weitergerührt und anschliessend während 30 Minuten auf dem   Dampfbad    erwärmt. Nach Kühlung wird die Lösung auf 60 ml   Eis/Wasser,    entheltend 7 ml Eisessig, gegossen. Das Reaktionsgemisch wird bis zur Beendigung des Aufbrausens erwärmt und anschliessend eingedampft.

   Der Rückstand wird mit 500 ml Wasser verrieben, mit Wasser gewaschen und eingedampft. Nach Kristallisation aus Wasser erhält man 8, 2 g (80   %    der Theorie)   l-ssw      (2-Fluorphenyl)-äthylthio-      semicarbazid    in Form von weissen Nadeln vom Schmelzpunkt 153-156  C.



   Das in diesem Beispiel verwendete   2-Fluorphenyl-    acetaldehydthiosemicarbazon erhält man durch Umsetzen von   2-Fluorphenylacetaldehyd-Diäthylacetal    mit Thiosemicarbazid.



   Bei analogem Vorgehen wie im vorerwähnten Beispiel erhält man aus den entsprechenden Ausgangsstoffen weiterhin z. B. die in der nachfolgenden Tabelle angegebenen Produkte. In der   Tabelle haben Ri, Rs, Rg    und A die Bedeutung gemäss Formel   I.    In der Kolonne rechts bedeutet Aet Äthanol, Me Methanol und P   Petroläther.   



   Tabelle Beispiel Ri   R2    R3 A Schmelzpunkt der Base
2 H H H-CH2-153-156  C (aus wässr. Me)
3   2-Cl    6-Cl   H-CH2-156-160 C (aus Aet/H20)   
4   2-Br    H   H-CH2-116-118 C    (aus wässr.   P)   
5   2-CHs    6-CH3   H-CH2-161-163  C    (aus wässr. Aet)
6 H H H -(CH2)2- 120 C (aus wässr. Aet)
7 H H -CH3 -CH2- 136 C (aus wässr. Aet)
8 3-CH3 H   H-CH2-110 C    (aus wässr.

   Aet)
9 2-C2Hs   6-C2HS    H-CH2-212 C (aus Aet)
10 4-Cl H H -CH2- 142 C (aus Aet)
11 H2 H H-CH   (CH3)- 141-142  C    (aus Aet/H20)
12   4-CHg      H      H-CH2-150 C    (aus   wässr.    Aet)
13 H H   H-CH2-CH      (CH3)-158 C    (aus Aet)
14   2-C1 H H-CH2-103  C (aus wässr. Aet)   
15 2-Cl H H -(CH2)2- 121 C (aus   Essigester/Pe)   
16 H H H-CH (C2H5)- 120  (aus Aet)
17 3-Cl H H -CH2- 115-118 C (aus wässr. Aet)

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Phenylalkylthiosemi- carbaziden der Formel : EMI2.2 worin A eine gerade oder verzweigte Alkylengruppe mit höchstens 3 C-Atomen bedeutet, die Reste Ri und R gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, Halogen oder 1 bis 3 C-Atome enthaltendes Alkyl darstellen, und Rs Wasserstoff oder 1 bis 3 C-Atome enthaltendes Alkyl bedeutet, sowie von Säure-Additionssalzen davon, dadurch gekennzeichnet, dass man Thiosemicarbazone der Formel :
    EMI2.3 worin Rl, Rz und Rss die genannte Bedeutung haben und A'eine der Alkylengruppe A entsprechende Alkylidengruppe darstellt, reduziert, worauf man das erhaltene Reaktionsprodukt als freie Base oder in Form eines Säure-Additionssalzes isoliert.
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