CH489450A - Verfahren zur Herstellung von Hydrochinon - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hydrochinon

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CH489450A
CH489450A CH943768A CH943768A CH489450A CH 489450 A CH489450 A CH 489450A CH 943768 A CH943768 A CH 943768A CH 943768 A CH943768 A CH 943768A CH 489450 A CH489450 A CH 489450A
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CH
Switzerland
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sep
reaction
partial pressure
hydroquinone
atm
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CH943768A
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Inventor
Pino Piero Dr Prof
Giuseppe Dr Braca
Glauco Dr Sbrana
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Lonza Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C37/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
    • C07C37/11Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by reactions increasing the number of carbon atoms

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Hydrochinon    Im Schweizer Patent 442 346 steht ein Verfahren zur  Herstellung von Hydrochinon aus Acetylen, Kohlenmo  noxyd und Wasserstoff unter Schutz, das     im    wesentlichen  dadurch gekennzeichnet ist, dass die Reaktion in Ge  genwart von trimerem Rutheniumtetracarbonyl als Ka  talysator durchgeführt wird. Erfolgt die Umsetzung bei  Temperaturen von     100-250 C    und Gesamtdrücken von  100-350 at, wobei ein Molverhältnis CO zu H.. von 0,2  bis 10 angewendet wird, so liegen die Ausbeuten in der  Grössenordnung von 30%.  



  Es wurde nun gefunden, dass Ausbeutesteigerungen  von etwa     100 J    erreicht werden können, wenn man zu  Beginn der Reaktion einen bestimmten H2-Partialdruck  einstellt und diesen während der Reaktion aufrechter  hält.  



  Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Her  stellung von Hydrochinon durch Umsatz von Acetylen,  Kohlenmonoxyd und Wasserstoff bei Temperaturen von  100-30;)'C Lind Gesamtdrücken von 100-350 at in Gegen  wart von trimerem Rutheniumtetracarbonyl als Katalysa  tor und in Gegenwart eines organischen Lösungsmittels,  das dadurch     gekennzeichnet    ist. dass man die Reaktion  bei einem Wasserstoffpartialdruck, bezogen auf Raum  temperatur. von '1-l5 at durchführt und das bei Beginn  der Reaktion bestehende Partialdruckverhältnis durch  Nachpressen eines CO/H2-Gemisches im     stöchiometri-          schen    Verhältnis von 2 : 1 nach Massgabe des Verbrau  ches während der Reaktion aufrechterhält.  



  Vorzugsweise wird bei einem Wasserstoffpartial  druck von 5-10 at gearbeitet.  



  Die Molverhältnisse CO zu H._. liegen bei Beginn der  Reaktion zweckmässig zwischen 10 und 60, vorzugs  weise zwischen 12 und 28.  



  Der Katalysator kommt vorteilhaft in Mengen von  0,5 - 1 g pro Liter Lösung zur Anwendung.  



  Das trimere Rutheniumtetracarbonyl kann auch wäh  rend der Reaktion aus Verbindungen, welche bei Reak  tionsbedingungen in dieses Carbonyl überzugehen ver  mögen, z.B. Rutheniumacetylacetonat oder basisches  Rutheniumacetat, gebildet werden.  



  Als Lösungsmittel werden zweckmässig Kohlenwas  serstoffe, z.B. Benzol; Ketone, wie Aceton, Methylalkyl-    keton; Äther, wie Dioxan, Tetrahydrofuran; Ester, wie  Äthylacetat, verwendet. Obwohl die Menge des Lösungs  mittels nicht kritisch für die Durchführung der Reaktion  ist, soll das molare Verhältnis von Lösungsmittel zu  eingeführtem Acetylen möglichst zwischen 2 und 15 lie  gen.  



  Nach beendeter Reaktion werden zweckmässig das  organische Lösungsmittel und eventuell gebildete niedrig  siedende Reaktionsprodukte durch Destillation abge  trennt. Das Hydrochinon wird vorzugsweise aus dem  hochsiedenden Rückstand, welcher in Wasser praktisch  unlöslich ist und welcher das durch den Katalysator ein  gebrachte Ruthenium enthält, durch     Heisswasserextrak-          tion    abgetrennt.  



  Bei der Wiedergewinnung des Rutheniums aus dem  Rückstand der Heisswasserextraktion des Hydrochinons  wurde gefunden, dass der im Rückstand vorliegende  Rutheniumkatalysator noch katalytisch aktiv ist. Daher  kann der Rückstand als solcher direkt für weitere Um  sätze eingesetzt werden. Die Ausbeute an Hydrochinon  liegt in der selben Grössenordnung wie beim Einsatz von  frisch hergestelltem trimerem Rutheniumtetracarbonyl.  



  Das im Extraktionsrückstand vorliegende Ruthenium  kann durch Behandeln des Rückstandes mit Salzsäure.  Natriumhydroxyd, Natriumnitrat, Schwefelsäure,     Na-          triumbromat    oder durch Verbrennen des Rückstandes  in Luft als RuCl3, RuO@@, RuO4 bzw. RuO2 zurückge  wonnen werden. Die erhaltenen Rutheniumverbindungen  können dann nach dem Verfahren     gemäss    DBP 1 216 276  wieder in trimeres Rutheniumtetracarbonyl übergeführt  werden.

           Beispiel   <I>1</I>    In einen Schüttelautoklaven aus säurebeständigem  Material mit einer Kapazität von 485     um'    wurde ein  Glasröhrchen, dessen kapillare Spitze ausserhalb des Lö  sungsmittels bleibt, enthaltend 0,1 g trimeres     Ruthenium-          tetracarbonyl,    und eine Kugel aus säurebeständigem  Stahl, eingebracht. Der     Autoklav    wurde gekühlt. Nach  Entfernen der Luft wurden 177 g     Tetrahydrofuran,    5,55       NI    Acetylen eingebracht. Anschliessend wurde Wasser  stoff bis zu einem Druck von 10     at    eingedrückt und      anschliessend CO bis zu 130 at eingebracht.

   Der Auto  klav wurde unter Schütteln auf 200 C aufgeheizt. Der  Druck erreichte einen Wert von 212 at. Der Autoklav  wurde nun umgedreht, wodurch das den Katalysator ent  haltende Glasröhrchen zerbrach. Der Autoklav wurde an       ein    Druckreservoir, das ein Gemisch von CO und H., im  Vetrhältnis von 2:1 enthielt, angeschlossen und der ge  nannte Druck aufrechterhalten. Die Reaktion setzte so  fort ein. Nach 268 Minuten wurde der Autoklav schnell  abgekühlt und entspannt. Die entweichenden Gase wur  den analysiert; dabei konnte ein H2-Gehalt von 11%,  entsprechend 11 at (bei Zimmertemperatur), festgestellt  werden.  



  Das flüssige Reaktionsgemisch wurde dem Autokla  ven entnommen und bei Normaldruck destilliert. Der  Destillationsrückstand von 13,96 g wurde in Metha  nol gelöst und das Hydrochinon durch NMR Analyse,  Benzol als Standard,     bestimmt.    Es wurde eine Aus  beute von 58,5 erhalten.  



       Beispiele   <I>? - 7</I>  In nachfolgender     Tabelle    sind die Daten für die wei  teren Beispiele 2 - 7 aufgeführt. Die Durchführung der  Beispiele entspricht Beispiel 1, wobei jeweils 0,1 g     tri-          meres    Rutheniumtetracarbonyl als Katalysator eingesetzt  wurde und als Lösungsmittel jeweils 177 g     Tetrahydro-          furan    verwendet wurden.

    
EMI0002.0008     
  
    TABELLE
<tb>  Beispiel <SEP> C2H2 <SEP> Mole <SEP> CO-Partialdruck <SEP> H2-Partialdruck <SEP> Temperatur <SEP>  C <SEP> Reaktionszeit <SEP> Ausbeute
<tb>  eingesetzt <SEP> in <SEP> Atm. <SEP> bei <SEP> 20 C <SEP> in <SEP> Atm. <SEP> bei <SEP> 20 C <SEP> Min.
<tb>  2 <SEP> 0.237 <SEP> 128 <SEP> 3,5 <SEP> 220 <SEP> <B>1</B>80 <SEP> 53,2
<tb>  3 <SEP> 0.239 <SEP> 127 <SEP> 5 <SEP> 220 <SEP> 170 <SEP> 58,7
<tb>  4 <SEP> 0.242 <SEP> 125 <SEP> 7 <SEP> 220 <SEP> 86 <SEP> 45.4
<tb>  5 <SEP> 0.234 <SEP> 120 <SEP> 15 <SEP> 220 <SEP> 70 <SEP> 42,3
<tb>  6 <SEP> 0.235 <SEP> 125 <SEP> 7 <SEP> 200 <SEP> 265 <SEP> 56,2
<tb>  7 <SEP> 0,239 <SEP> 125 <SEP> 8 <SEP> 180 <SEP> <B><I>5i0</I></B> <SEP> 50.2

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Hydrochinon durch Umsatz von Acetylen, Kohlenmonoxyd und Wasserstoff bei Temperaturen von 100-3('0"C und Gesamtdrücken von 100-350 at in Gegenwart von trimerem Ruthenium- tetracarbonyl als Katalysator und in Gegenwart eines organischen Lösungsmittels, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion einem Wasserstoffpartialdruck, bezogen auf Raumtemperatur, von 1-15 at durchführt und das bei Beginn der Reaktion bestehende Partialdruck verhältnis durch Nachpressen eines CO/H2-Gemisches im stöchiometrischen Verhältnis von 2:1 nach Massgabe des Verbrauchs während der Reaktion aufrechterhält.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man mit einem Wasserstoffpartialdruck von 5-10 at arbeitet.
CH943768A 1963-08-15 1968-06-25 Verfahren zur Herstellung von Hydrochinon CH489450A (de)

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