CH490012A - Schädlingsbekämpfungsmittel - Google Patents

Schädlingsbekämpfungsmittel

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CH490012A
CH490012A CH1469869A CH1469869A CH490012A CH 490012 A CH490012 A CH 490012A CH 1469869 A CH1469869 A CH 1469869A CH 1469869 A CH1469869 A CH 1469869A CH 490012 A CH490012 A CH 490012A
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CH
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pesticides
formula
carbamate
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meta
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Application number
CH1469869A
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English (en)
Inventor
Erwin Dr Nikles
Ladislaus Dr Pinter
Original Assignee
Ciba Geigy
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D207/00—Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D207/02—Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D207/18—Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member
    • C07D207/20—Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to ring carbon atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


  



     Schadlingsbekämpfungsmittel   
Die vorliegende Erfindung betrifft   Schädlingsbe-    kampfungsmittel, die neue Carbamate als Wirkstoffe enthalten.
Diese Carbamate entsprechen der allgemeinen Formel
EMI1.1     
 worin die   Gruppe-N R    in ortho-oder   meta-Stellung    zur Carbamoyloxygruppe steht und einen 4 oder 5
Kohlenstoffatome enthaltenden Alkylen-oder Alke    nyleniminoring    darstellt, welcher durch ein O-Atom unterbrochen und durch eine oder mehrere niedere   Alkyl-    gruppen substituiert sein kann, worin ferner   Xi    in meta-oder para-Stellung zur Carbamoylgruppe steht und Wasserstoff, Halogen oder eine niedere Alkylgruppe bedeutet, X2 in meta-oder para-Stellung oder,

   falls die   Gruppe-N R metaständig    ist, auch in ortho-.



  Stellung zur Carbamoyloxygruppe steht und Wasserstoff, Halogen oder eine niedere Alkylgruppe bedeutet.



   Im besonderen betrifft die Erfindung   Schädlings-      bekämpfungsmittel,    die als Wirkstoffe Carbamate der Formel
EMI1.2     

EMI1.3     
 enthalten, worin R einen 4 oder 5 Kohlenstoffatome enthaltenden Alkylen-oder Alkenylenrest darstellt, der zusammen mit dem mit ihm verbundenen N-Atom einen
Ring bildet, welcher auch noch ein   O-Atom    enthalten und durch niedere Alkylgruppen substituiert sein kann.



   Die eingangs definierten Carbamate der Formel I besitzen insbesondere insektizide und akarizide Wirkung, sind daneben aber auch herbizid, bakterizid, fungizid und   molluskizid    wirksam.



   In den Schädlingsbekämpfungsmitteln wirken die Carbamate der Formel I bzw. II sehr stark gegen Stubenfliegen,   Blattläuse,    Raupen und Käfer, wie z. B.



  Kornkäfer und   Koloradokäfer.    In der Kontaktwirkung sind sie dem bekannten Wirkstoff     Carbaryla    (N-Methyl  a-naphthyl-carbamat)    stark überlegen. Besonders her   vorzuheben    ist die kräftige Wirkung gegen Phyllodromia germanica, Periplaneta americana, Blatta orientalis, Acheta domestica und Rhodnius prolixus. Die neuen Mittel sind deshalb gut geeignet zur Bekämpfung von Schädlingen im Hygienesektor oder in der Vorratshaltung.



   Durch besonders kräftige insektizide Wirkung zeichnen sich die Verbindungen der Formel II aus.



   Die Carbamate der Formel (I) können durch Umsetzen eines Phenols der Formel
EMI2.1     
 mit einer Verbindung, gebildet aus einem reaktionsfähigen Derivat der Kohlensäure und Methylamin oder mit einem reaktionsfähigen Derivat der Kohlensäure und danach mit Methylamin, hergestellt werden.



   Verfahrensgemäss kann man beispielsweise so vorgehen, dass man das angegebene Phenol bzw. ein Alkalisalz eines solchen mit Phosgen umsetzt und das erhaltene Chlorocarbonat oder Carbonat mit Methylamin zur Reaktion bringt.



   Man kann aber auch Methylamin vorerst mit Phosgen reagieren lassen und das erhaltene Carbaminsäurechlorid bzw. das daraus leicht entstehende Methylisocyanat mit der Phenolkomponente reagieren lassen.



  Ferner ist es möglich, ein von Methylamin abgeleitetes Urethan, vorzugsweise ein Alkylurethan, mit dem angegebenen Phenol reagieren zu lassen (Umesterung).



   Die erfindungsgemässen Schädlingsbekämpfungsmittel enthalten neben den Wirkstoffen noch einen oder mehrere der folgenden Zusätze : Trägerstoffe,   Lösungs-,      Verdünnungs-,      Dispergier-,    Netz-, Haft-und   Dünge-    mittel sowie weitere Schädlingsbekämpfungsmittel.



   Zur Herstellung von direkt   verspriihbaren    Lösungen der Verbindungen der allgemeinen Formel   (I)    kommen z. B. Mineralölfraktionen von hohem bis mittlerem Siedebereich, wie Dieselöl oder Kerosen,   Kohlenteeröl    und   Ole    pflanzlicher oder tierischer Herkunft, sowie Kohlenwasserstoffe, wie alkylierte Naphthaline, Tetrahydronaphthalin, in Betracht, gegebenenfalls unter Verwendung   von Xylolgemischen,    Cyclohexanolen, Ketonen, ferner chlorierten Kohlenwasserstoffen, wie Trichlor äthan und Tetrachloräthan, Trichloräthylen oder Triund Tetrachlorbenzolen. Mit Vorteil werden organische Lösungsmittel verwendet, deren Siedepunkt   über 100  C    liegt.



   Wässrige Applikationsformen werden besonders zweckmässig aus Emulsionskonzentraten, Pasten oder netzbaren Spritzpulvern durch Zusatz von Wasser bereitet. Als Emulgier-oder Dispergiermittel kommen nichtionogene Produkte in Betracht, z. B. Kondensationsprodukte von aliphatischen Alkoholen, Aminen oder Carbonsäuren mit einem langkettigen Kohlenwasserstoffrest von etwa 10 bis   20    Kohlenstoffatomen mit Athylenoxyd, wie das Kondensationsprodukt von Octadecylalkohol und 25 bis 30 Mol Äthylenoxyd oder dasjenige von technischem Oleylamin und 15 Mol Äthylenoxyd oder dasjenige von Dodecylmercaptan und
12 Mol Äthylenoxyd.

   Unter den anionaktiven Emulgiermitteln, die herangezogen werden können, seien erwähnt : das Natriumsalz des   Dodecylalkoholschwefelsäureesters,    das Natriumsalz der Dodecylbenzolsulfonsäure, das Kalium-oder   Triäthanolaminsalz    der Ölsäure oder der Abietinsäure oder von Mischungen dieser Säuren oder das Natriumsalz einer   Petroleumsulfonsäure.    Als kationaktive Dispergiermittel kommen quatemäre Ammoniumverbindungen, wie das Cetylpyridiniumbromid, oder das Dioxyäthylbenzyldodecylammoniumchlorid, in Betracht.



   Zur Herstellung von   Stäube-und    Streumitteln   kön-    nen als feste Trägerstoffe Talkum, Kaolin, Bentonit, Calciumcarbonat, Calciumphosphat, aber auch Kohle, Korkmehl, Holzmehl und andere Materialien pflanzlicher Herkunft herangezogen werden. Sehr zweckmässig ist auch die Herstellung der Präparate in granulierter Form. Die verschiedenen Anwendungsformen können in üblicher Weise durch Zusatz von Stoffen, welche die Verteilung, die Haftfestigkeit, die Regenbeständigkeit oder das Eindringungsvermögen verbes  sern,    versehen sein ; als soIche Stoffe seien erwähnt : Fettsäuren, Harz, Leim, Casein oder Alginate.



   Die erfindungsgemässen Mittel können für sich allein oder zusammen mit gebräuchlichen   Schädlingsbekämp-    fungsmitteln, insbesondere Insektiziden, Akariziden, Nematoziden, Bakteriziden, Fungiziden, Herbiziden usw., verwendet werden.



   Als Wirkstoffe kommen besonders in Frage :
1.   o- (l-Pyrrolidinyl)-phenyl-N-methylcarbamat,   
Smp.   105    bis 106  C ;
2.   o- (2-Methyl-l-pyrrolidinyl)-phenyl-N-methyl-    carbamat, zähes Harz ;
3.   o- (2, 5-Dimethyl-l-pyrrolidinyl)-phenyl-   
N-methylcarbamat, zähes Harz ;
4.   o- (4-Morpholinyl)-phenyl-N-methylcarbamat,   
Smp. 138 bis   140     C ;
5.   m- (l-Pyrrolidinyl)-phenyl-N-methylcarbamat    ;
6.   o- (3-Methyl-l-pyrrolidinyl)-phenyl-N-methyl-    carbamat ;
7.   o- (3, 4-Dimethyl-l-pyrrolidinyl)-phenyl-   
N-methylcarbamat ;
8.   o-(1-X3-pyrrollinyl)-phenyl-N-methylcarbamat    ;

  
9.   o-(3-Methyl-1-Z13-pyrrollinyl)-phenyl-   
N-methylcarbamat ;    10.      o- (1-Piperidyl)-phenyl-N-methylcarbamat    ;
11.   m-      m-(1-A3-pyrrollinyl)-phenyl-N-methylcarbamat.   



   Beispiel 1 Stäubemittel
Gleiche Teile eines der Wirkstoffe 1 bis 11 werden mit gefällter Kieselsäure vermischt und fein vermahlen.



  Durch Vermischen mit Kaolin oder Talkum können daraus Stäubemittel mit der gewünschten Konzentration an Aktivsubstanz hergestellt werden. Im allgemeinen werden Präparate mit 1 bis 5 Wirkstoffgehalt bevorzugt.



  Spritzpulver
Zur Herstellung eines Spritzpulvers werden beispielsweise die folgenden Komponenten gemischt und fein vermahlen :
50 Teile eines der Wirkstoffe   1    bis 11
20 Teile Hisil (hoch adsorptive Kieselsäure)
25 Teile Bolus (Kaolin)
3, 5 Teile Reaktionsprodukt aus   p-tert.-Octylphenol    und Athylenoxyd
1, 5 Teile   I-benzyl-2-stearyl-benzimidazol-6,    3' disulfosaures Natrium.



  Emulsionskonzentrat
Gut lösliche Wirkstoffe können auch als Emulsionskonzentrat nach folgender Vorschrift formuliert werden : 
20 Teile Wirkstoff
70 Teile Xylol
10 Teile einer Mischung aus einem Reaktionspro dukt eines Alkylphenols mit Athylenoxyd und
Calciumdodecylbenzolsulfonat werden gemischt.



   Beim Verdünnen mit Wasser auf die gewünschte
Konzentration entsteht eine   spritzfähige    Emul sion.



   Beispiel 2
Der Wirkstoff Nr.   1    wurde in Staubform gegen verschiedene Schädlinge geprüft.

Claims (1)

  1. Nach 24 Stunden Expositionszeit wurden folgende Resultate erhalten : Grenzkonzentration (mg/m2) der ioo%igenAbtotung Phyllodromia germanica 12 Periplaneta americana 6 Blatta orientais 50 Acheta domestica 50 Rhiodnius prolixus 100 Formica sufa 100 PATENTANSPRUCH I Schädlingsbekämpfungsmittel, enthaltend als aktive Komponente mindestens ein Carbamat der Formel EMI3.1 worin die Gruppe EMI3.2 in ortho-oder meta-Stellung zur Carbamoyloxygruppe steht und einen 4 oder 5 Kohlenstoffatome enthaltenden Alkylen-oder Alkenyleniminoring darstellt, welcher durch ein O-Atom unterbrochen und durch eine oder mehrere niedere Alkylgruppen substituiert sein kann, worin ferner Xi in meta-oder para-Stellung zur Carbamoyloxygruppe steht und Wasserstoff,
    Halogen oder eine niedere Alkylgruppe bedeutet, X2 in meta-oder para-Stellung oder, falls die Gruppe-N R metaständig ist, auch in ortho-Stellung zur Carbamoyloxygruppe steht und Wasserstoff, Halogen oder eine niedere Alkylgruppe bedeutet.
    UNTERANSPRUCHE 1. Schädlingsbekämpfungsmittel gemäss Patentanspruch I, das noch einen oder mehrere der folgenden Zusätze enthält : Lösungs-, Verdünnungs-, Dispergier-, Netz-, Haft-, Düngemittel oder weitere Schädlingsbe- kämpfungsmittel.
    2. Schädlingsbekämpfungsmittel gemäss Patentanspruch I, enthaltend als aktive Komponente ein Carbamat der Formel EMI3.3 worin R die im Patentanspruch I gegebene Bedeutung hat.
    3. Schädlingsbekämpfungsmittel gemäss Patentanspruch I, enthaltend als aktive Komponente ein Carbamat der Formel EMI3.4 worin R die im Patentanspruch I gegebene Bedeutung hat.
    4. Schädlingsbekämpfungsmittel gemäss Patentanspruch I, enthaltend als aktive Komponente ein Carbamat der Formel EMI3.5 PATENTANSPRUCH II Verwendung des Schädlingsbekämpfungsmittels nach Patentanspruch I zur Bekämpfung von Insekten und Vertretern der Ordnung Acarina.
CH1469869A 1966-09-02 1966-09-02 Schädlingsbekämpfungsmittel CH490012A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2003024220A1 (de) * 2001-09-17 2003-03-27 Bayer Cropscience Ag Delta 1-pyrroline als schädlingsbekämpfungsmittel

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2003024220A1 (de) * 2001-09-17 2003-03-27 Bayer Cropscience Ag Delta 1-pyrroline als schädlingsbekämpfungsmittel
US7074785B2 (en) 2001-09-17 2006-07-11 Bayer Cropscience Ag Δ1-pyrrolines used as pesticides

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