CH490414A - Verfahren zur Herstellung eines Imidazolderivates - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Imidazolderivates

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CH490414A
CH490414A CH82069A CH8206966A CH490414A CH 490414 A CH490414 A CH 490414A CH 82069 A CH82069 A CH 82069A CH 8206966 A CH8206966 A CH 8206966A CH 490414 A CH490414 A CH 490414A
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CH
Switzerland
Prior art keywords
nitro
imidazole
formula
epoxypropyl
compound
Prior art date
Application number
CH82069A
Other languages
English (en)
Inventor
Duschinsky Robert
Gamaliel Beaman Alden
Paul Tautz William
Original Assignee
Hoffmann La Roche
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D233/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings
    • C07D233/54Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D233/66Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D233/91Nitro radicals

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines Imidazolderivates    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung  von 1-(2',3'-Epoxypropyl)-2-nitro-imidazol der Formel  
EMI0001.0000     
    und von Säureadditionssalzen der Verbindung der For  mel I, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbin  dung der Formel  
EMI0001.0001     
    worin X1 Halogen oder eine abspaltbare     Sulfonyloxy-          gruppe    bedeutet, oder ein Salz einer solchen Verbindung  mit Alkalihydroxyd behandelt. Auch kann das Umset  zungsprodukt, falls als Base anfallend, in Säureaddi  tionssalze übergeführt werden.  



  Die     als    Ausgangsmaterial verwendete     Verbindung     der Formel II kann z. B. dadurch hergestellt werden,    dass man 2-Nitroimidazol mit einem entsprechenden  1,2-Epoxy-3-substituierten-propan umsetzt.  



  Wenn der Substituent X1 von Verbindungen der  Formel II eine Sulfonyloxygruppe (wie die Tosyloxy-,  Mesyloxy- oder Phenylsulfonyloxy-gruppe) bedeutet,  wird diese Gruppe unter Bildung von     1-(2',3'-Epoxy-          propyl)-2-nitro-imidazol    abgespalten.  



  Die Abspaltung kann vorzugsweise mit einem wäss  rigen Alkalimetallhydroxyd, z. B. wässrigem Natriumhy  droxyd, durchgeführt werden. Verbindungen der Formel  II, worin X1 ein Halogenatom bedeutet, können er  wünschtenfalls unter denselben Reaktionsbedingungen  der Dehydrohalogenierung unterworfen werden, wobei  sich ebenfalls 1-(2',3'-Epoxypropyl)-2-nitroimidazol bil  det.  



  Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhält  liche Verbindung als auch ihre Säureadditionssalze sind  wirksam gegen Bakterien, pathogene Hefen und Proto  zoen und können dementsprechende Verwendung fin  den, z. B. zur Behandlung von durch Trichomonas  vaginalis oder Histomonas malegradis verursachten In  fektionen. 1-(2',3'-Epoxypropyl)-2-nitro-imidazol zeich  net sich ohne besonders hohe Aktivität gegen     Trichomo-          nas    vaginalis aus.  



  Die Produkte können als Heilmittel in Form phar  mazeutischer Präparate Verwendung finden, welche sie  in Mischung mit einem für die enterale oder parenterale  Applikation geeigneten pharmazeutischen, organischen  oder anorganischen inerten Trägermaterial enthalten.  Die pharmazeutischen Präparate können in fester Form  oder in flüssiger Form vorliegen. Gegebenenfalls enthal  ten sie Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-,  Netz- oder     Emulgiermittel,        Salze    zur Veränderung des       osmotischen    Druckes oder Puffer. Sie können auch noch  andere therapeutisch     wertvolle    Stoffe enthalten.      Im nachfolgenden Beispiel sind die Temperaturen     in     Celsiusgraden angegeben.  



       Beispiel     250 ml einer 10 %igen wässrigen     Natriumhydroxyd-          Lösung    werden bei Raumtemperatur     gerührt    und mit  38,13 g fein pulverisiertem 1-(2'-Nitro-1'-imidazolyl)-     3-          chlor-2-propanol    versetzt. In 1-2 Minuten tritt Lösung  ein und nach 2-3 Minuten     bildet    sich ein neuer  kristalliner     Niederschlag.    Das Gemisch wird 5-15  Minuten bei Raumtemperatur gerührt und dann in  einem Trockenreisbad abgekühlt, bis es zu gefrieren  beginnt.

   Dann wird das Gemisch     filtriert.    Die feste  Substanz wird mit 40 ml     eisgekühltem    Wasser gewa  schen, aufgeschlämmt in 50     ml    eiskaltem,     destilliertem     Wasser, wiederum     filtriert,    mit zweimal je 40     ml    eiskal  tem Wasser gewaschen und     schliesslich    getrocknet. Die  schwach gelbe kristalline Substanz     schmilzt    bei  53-55 . Die vereinigten Filtrate (incl. Waschflüssigkei  ten) werden zweimal mit je 600 ml Chloroform extra  hiert und das Chloroform     wird    bei Raumtemperatur  eingedampft.

   Der erhaltene kristalline Rückstand wird in  50 ml     destilliertem    Wasser bei 60  gelöst, die Lösung  mit Tierkohle behandelt, und das Filtrat abgekühlt. Das  erhaltene 1-(2',3'-Epoxypropyl)- 2-nitro-imidazol  schmilzt bei 53,5-55 . Das als Ausgangsstoff verwen  dete 1-(2'-Nitro-1'-imidazolyl)- -3-chlor-2-propanol  kann wie     folgt    erhalten werden:  Eine Mischung enthaltend 52,3 g pulverisiertes, sub  limiertes 2-Nitro-imidazol, 315 ml Epichlorhydrin und  5,25 g wasserfreies Kaliumcarbonat wird unter Rühren  erhitzt. Das Gemisch wird 10 Minuten unter lebhaften  Sieden gehalten und dann filtriert. Das unlösliche Mate  rial wird mit siedendem Aethanol gewaschen. Aus dem  abgekühlten Filtrat erhält man 65,3 g rohes Produkt.

    Nach Umkristallisation dieses Rohprodukts aus 1100 ml  siedendem Aethanol erhält man 59,1 g gelbe Kristalle  vom Schmelzpunkt 156-158 . Das     Epichlorhydrin-          filtrat    wird zur Trockene eingedampft und die dabei  resultierenden 12,5 g fester Substanz unter Zusatz von  Tierkohle aus Aethanol umkristallisiert. Die aus der  Umkristallisation des Rohprodukts erhaltenen     Aethanol-          filtrate    werden zur Trockene eingedampft und der  Rückstand unter Verwendung von Tierkohle umkristal  lisiert. Man erhält so gelbes kristallines     1-(2'-Nitro-1'-          imidazolyl)-    3-chlor-2-propanol vom Schmelzpunkt       156-158 .  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 1-(2',3'-Epoxy- propyl)-2-nitro-imidazol der Formel EMI0002.0029 dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel II g i EMI0002.0030 worin X1 Halogen oder eine abspaltbare Sulfonyloxy- gruppe bedeutet, oder ein Salz einer solchen Verbindung mit Alkalihydro xyd behandelt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man die erhaltene Verbindung der Formel I in ein Säureadditionssalz überführt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, .dass man ein 1-(2'- Nitro-1'-imidazolyl)- 3-halogen-2-propanol mit wässri- gem Alkalimetallhydroxyd in 1-(2',3'-Epoxypropyl)- 2- nitro-imidazol überführt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteran sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man 1- (2-Nitro-1'-imidazolyl)-3-chlor-2-propanol durch Ab spaltung von Chlorwasserstoff in 1-(2',3'-Epoxypropyl)- 2-nitro-imidazol überführt.
CH82069A 1965-04-09 1966-03-14 Verfahren zur Herstellung eines Imidazolderivates CH490414A (de)

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