CH490895A - Einrichtung zum Waschen von Textilmaterialien in voller Breite - Google Patents

Einrichtung zum Waschen von Textilmaterialien in voller Breite

Info

Publication number
CH490895A
CH490895A CH63667A CH63667A CH490895A CH 490895 A CH490895 A CH 490895A CH 63667 A CH63667 A CH 63667A CH 63667 A CH63667 A CH 63667A CH 490895 A CH490895 A CH 490895A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
washing
guide roller
laundry
liquor
roller
Prior art date
Application number
CH63667A
Other languages
English (en)
Inventor
Jiri Dipl Ing Hrboticky
Original Assignee
Vyzk Ustav Zuslechtovaci
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Vyzk Ustav Zuslechtovaci filed Critical Vyzk Ustav Zuslechtovaci
Priority claimed from CH1109865A external-priority patent/CH446247A/de
Publication of CH490895A publication Critical patent/CH490895A/de

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B5/00Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating
    • D06B5/02Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating through moving materials of indefinite length
    • D06B5/10Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating through moving materials of indefinite length using centrifugal force
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B3/00Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
    • D06B3/10Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics
    • D06B3/12Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics in zig-zag manner over series of guiding means
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B3/00Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
    • D06B3/10Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics
    • D06B3/20Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics with means to improve the circulation of the treating material on the surface of the fabric
    • D06B3/201Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics with means to improve the circulation of the treating material on the surface of the fabric the treating material being forced through the textile material

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description


  Einrichtung zum Waschen von Textilmaterialien in voller Breite    Gegenstand der Erfindung bildet eine Einrichtung  zum Waschen von Textilmaterialien in voller Breite,  mit welcher das Waschgut     abwechselnd    von einer hori  zontalen     Führungswalze    eines senkrecht angeordneten       Führungswalzensystems    auf eine andere horizontale       Führungswalze    eines zweiten, zum erstgenannten par  allel und versetzt angeordneten     Führungswalzensystems     umgelenkt und von unten nach oben gegenläufig zur  Waschflotte geführt wird, mit Auftragsrohren für     di;     Waschflotte.  



  Bei den bekannten Einrichtungen wird das Wasch  gut durch die Waschflotte gezogen, wobei das Gewebe  über ein Walzensystem geführt wird, das einerseits den  Einzug verlängert und damit auch den Kontakt der  Flotte mit dem Waschgut und anderseits eine Flotten  strömung bewirkt, welche die Diffusion der löslichen  Bestandteile aus dem Waschgut in die     Waschflotte    und  weiters die     Emulgierung,        Dispergierung    und Beseitigung  der unlöslichen Bestandteile unterstützt. Diese Einrich  tungen ergeben einen verhältnismässig niedrigen Wasch  wirkungsgrad. Es ist weiterhin bekannt, diese Einrich  tungen durch Intensivierungselemente zu ergänzen, z. B.

    mit verschiedenen Typen von     Schlagwalzen,        Turbovibra-          toren    und     Ultraschall-Generatoren    zu versehen, so dass  man eine erhöhte     Durchströmung    des Textilmaterials  mit der Waschflotte erhält. Es ist weiterhin bekannt,  die Waschwirkung bei gegenläufigen Gewebebahnen  durch ein wiederholtes     Abquetschen    des Waschgutes  nach mehrmaligem     Durchnässen    zu verbessern.  



  Durch die angeführten Einrichtungen erzielt man  eine mehr oder weniger verbesserte Waschwirkung.  Neuerdings wendet man zur Intensivierung des     Wa-          schens    hohe Temperaturen der Waschflotte an, oder  man zieht das Gewebe durch sich verengende und er  weiternde, mit der Flotte gefüllte Schlitze in gerader  oder auf verschiedene Weise gekrümmte Richtung hin  durch. Diese Schlitze können gegebenenfalls einen säge  artigen oder anders gewellten Querschnitt aufweisen.  Weiter bedient man sich des Einflusses der Zentrifugal  kraft, um die Waschflotte durch einen grossen Gewebe-         bereich    zu pressen.

   Ausserdem nützt man die Wirkung  einer durch Düsen unter hohem Druck der Oberfläche  des Gewebes zugeführten Waschflotte, das hierdurch  mechanisch beansprucht wird, oder den Einfluss einer       Niederfrequenz-Vibration    auf das Gewebe im Bad aus.  Die Mehrzahl dieser intensiven Waschvorgänge ist un  vorteilhaft infolge der hohen Ansprüche an den     Energie-          oder    Wasserverbrauch bei verhältnismässig niedrigem  Waschwirkungsgrad.  



  Es sind auch Einrichtungen bekannt, bei welchen  in bestimmtem Masse ein Druckgradient auf der dem       Arbeitswalzenmantel    zugekehrten     Waschgutfläche    ge  bildet wird. Diese bekannte Einrichtung ist in eine Flüs  sigkeit getaucht, die einen Gegendruck zu der durch das  Waschgut gedrückten Flotte ausübt. Bei dieser Einrich  tung ist daher die Intensität der radialen Strömung, das  bedeutet die     Durchströmung    des Waschgutes durch die  Flotte, verhältnismässig gering.  



  Mittels einer anderen bekannten Einrichtung sollen  unterschiedliche Geschwindigkeiten der     Waschflotten-          und        Waschgutbewegung    erzielt werden. Bei dieser Ein  richtung kann die Waschflotte in geringem Mass durch  das Waschgut in radialer Richtung penetrieren. Es wird  aber kein intensiver Wascherfolg angestrebt. Auch bei  dieser Einrichtung wirkt der durch das Waschgut hin  durchtretenden Waschflotte der Druck eines flüssigen  Mediums entgegen.  



  Mit einer weiteren     bekannten    Einrichtung wird die  erhöhte Waschwirkung dadurch erzielt, dass das Wasch  gut mittels eingebauter Spritzanlagen wiederholt benetzt  und danach abgequetscht wird, wodurch die Waschflotte  aus dem Waschgut beseitigt wird. Mit dieser Einrichtung  findet keine eigentliche     Durchströmung    des     Waschgutes     durch die Flotte statt, denn es wird lediglich die im  Waschgut     festgehaltene    Flüssigkeit herausgequetscht.  



  Diese Nachteile werden durch die erfindungsge  mässe Einrichtung beseitigt, bei der die Auftragsrohre  seitlich und parallel zu den Führungswalzen angeordnet  sind und die Führungswalzen mindestens eines Systems      angetrieben sind und mit einer Winkelgeschwindigkeit  von 20-200 -     z/sec.        -'    rotieren.  



  Die Waschflotte kann über die ganze Breite dem  Waschgut z. B. an den Stellen zugeführt werden, die  von der Berührungsstelle des Waschgutes mit der Man  teloberfläche der Führungswalze z. B. um den Wert  des Walzenhalbmessers entfernt ist. Das Waschgut kann  wiederholt der radialen Durchdringung der     Waschflotte     ausgesetzt werden.  



  Bei der erfindungsgemässen Einrichtung kann ein  durch Einströmen in einen keilförmigen Hohlraum zwi  schen Walze und Waschgut sich bildender     überdruck     das     Hindurchströmen    der Waschflotte durch das Wasch  gut intensivieren. Diesem     überdruck    wird mit Vorteil  kein Gegendruck von der Aussenseite der Führungswal  zen her entgegengesetzt. Deshalb wird die Intensität der  radialen Strömung sehr gross, und die durch das Wasch  gut hindurchtretende Flotte kann in einen keinen Wider  stand leistenden Raum ausmünden.

   Mit der neuen Ein  richtung kann der     Waschflottenfluss    quantitativ festge  stellt werden, weil das ganze, auf die einer Führungs  walze zugekehrte     Waschb        tfläche    aufgetragene Wasch  flottenvolumen durch das Waschgut hindurchgedrückt  wird und dann vom     Führungswalzenumfang    abspritzen  kann. Die abgespritzte     Waschflottenmenge    ist wiederum  quantitativ bestimmbar und kann entsprechend in einer  Stufe des Waschzyklus verwendet werden.

   Mit der  neuen Einrichtung kann weiterhin eine Konzentration  der Verunreinigungen in jeder Stufe des Waschvorganges  in zulässigem Bereich durch einen Zusatz von frischer  Waschflotte erreicht werden, da in jeder Stufe des  Waschzyklus die Eigenschaften der Waschflotte genau  bestimmt werden können. Man kann daher auch die       Waschflottenqualität    auf jeder Stufe des Waschvorganges  mit Zugabe einer Lösung der entsprechenden chemi  schen Substanz abändern     (puffern)    und somit eine neue  Wirkung, z. B. eine Oxydation oder     Versäuerung,    hervor  rufen.

   Mit der neuen Einrichtung ist es weiterhin mög  lich, dass auf einer bestimmten Stufe des Waschvorgan  ges die ganze verbrauchte Waschflotte abgeleitet und  auf der nächsten Stufe durch eine frische Waschflotte       ers-.tzt    wird.  



  Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes  ist in der Zeichnung schematisch dargestellt. Es zeigen:       Fig.    1 ein Schema des Grundprinzips,       Fig.    2 eine Ansicht der Anordnung eines Auftrag  rohres,         Fig.    3 eine Gesamtansicht der Einrichtung,       Fig.4    eine Teilansicht der Waschkolonnenanord-         nung,          Fig.5    die Anordnung der Lagerung und des An  triebs der     Führungswalzen,          Fig.6a,    b, c, d eine Ansicht der verschiedenen  Ausführungen der Oberflächen von Führungswalzen,  im Falle a auch im     Seitenriss.     



  In     Fig.    1 ist eine Führungswalze 1 dargestellt, die  bis     8/1o    ihres Umfanges von Waschgut 2 umspannt  wird, das sich mit einer beträchtlichen     Geschwindigkeit     bewegt, so dass es die durch ein Auftragsrohr 3 aufge  tragene Waschflotte in den keilförmigen Hohlraum mit  reisst, welcher von der     Oberfläche    der Führungswalze 1  und dem zugeführten Waschgut 2 gebildet wird. Infolge  der Umlenkung des Waschgutes über die Führungswalze  1 wird z. B. das Gewebe des Waschgutes 2 etwas weit  maschiger und ermöglicht damit und unter zusätzlicher  Wirkung der Zentrifugalkraft das Durchdringen der    Flotte durch das Waschgut. Die Waschflotte spritzt  dann infolge der Zentrifugalkraft von der Walze 1 ab.  



  In     Fig.    2 befindet sich das Auftragsrohr 3 in einer  Entfernung a von der Berührungslinie des Waschgutes 2  mit der Oberfläche der     Führungswalze    1. Die Entfer  nung a ist z. B. grösser als der Halbmesser der Führungs  walze 1. Durch diesen Abstand a erhält man eine sehr  intensive Durchdringung des     Waschgutes    mit der Flotte.

    Wenn das Auftragsrohr von der     Führungswalze    weiter  entfernt wird, so erzielt man eine weitere Erhöhung des  radialen     Flottendurchflusses    durch das Waschgut da  durch, dass die auf das Waschgut aufgebrachte und  durch seine Bewegung mitgerissene Flotte ein grösseres  Zeitintervall zur Verfügung hat, um eine Geschwindig  keit zu erreichen, die sich der     Waschgutgeschwindigkeit     nähert.  



  Die Einrichtung     (Fig.3,    4) setzt sich aus einer  Waschkolonne und einer     Verweilkammer    zusammen, die  wegen ihrer Form als      J-Box     bezeichnet wird. Die  Waschkolonne besteht aus zwei senkrechten, gegenein  ander angeordneten Systemen von     Führungswalzen    la,       1b.    Die Führungswalzen la,     1b    sind von kleinem Durch  messer, d. i. in einem Bereich von 15-200 mm.

   Sie bil  den eine wellenartige Bahn für das hindurchzuziehende  Waschgut, zu welchem Zweck vorteilhaft der Vertikal  abstand der Achse der     Führungswalze        lb    des linken Sy  stems von der Achse der nächsten Führungswalze la des  rechten Systems dem Durchmesser der Führungswalzen  1 entspricht. Das System der     Führungswalzen        lb    wird  von einem Elektromotor 10 mittels einer Stehwelle 9  angetrieben, die durch die ganze Waschkolonne hin  durchgeht und Zahnräder 8 trägt, welche in die Ver  zahnungen der Räder 7     eingreifen,    die an der Welle der       Führungswalze        1b        (Fig.5)    angeordnet sind.

   Die Füh  rungswalzen la werden in der dargestellten Ausführung  vom Waschgut mitgenommen, können jedoch gleichfalls  in analoger Weise angetrieben werden.  



  Parallel zu jeder Führungswalze 1 und vor derselben  (in Richtung des     Waschgutdurchlaufes)    ist innerhalb  der Waschkolonne je ein Auftragsrohr 3 angeordnet,  wobei alle Rohre eine mit den Führungswalzen 1 über  einstimmende Länge haben, so dass sie die Zuführung  einer regelbaren Menge der Waschflotte auf das Wasch  gut im Augenblick vor seinem Anhaften an die Füh  rungswalze 1     in    der vollen Breite gewährleisten.

   Diese  Auftragsrohre 3 sind an die nicht gezeichnete Wasch  flottenleitung angeschlossen. über jeder Führungswalze  1 sind Spritzbleche 4 mit einem Ende an einen Zapfen  schwenkbar aufgehängt, welche die Waschflotte auf  fangen und diese neuerlich entweder auf das Waschgut  in den Raum zum Auftragsrohr 3 der gegenüberliegen  den Führungswalze abführen oder sie     abwärts    auf die  Aussenseite des Spritzbleches der unteren Führungswalze  1 desselben Systems richten. Zu diesem Zweck sind die  Spritzbleche in geeigneter Weise geformt und verfolgen  zuerst den Umriss der     Führungswalze    1 und dann par  allel zu einer Tangente an diese.

   Am oberen Ende der  Spritzbleche ist je ein Arm 5 angeordnet, welcher ge  lenkartig von einer Zugstange 6 erfasst ist, die durch die  ganze Waschkolonne von oben nach unten läuft, so dass  die gebogenen Spritzbleche 4 von einer Stelle aus be  tätigt und in eine beliebige Lage im Bereich der bereits  erwähnten Randstellungen eingestellt werden können.  



  Die mechanische Wirkung beim Waschen kommt  dadurch zustande, dass das Waschgut beim Durchgang  durch die     Waschkolonne    an den     Führungswalzen    einer       Biegungsbeanspruchung    unterworfen wird, und zwar ab-      wechselnd in der einen oder anderen Richtung. Seine  Oberfläche wird dabei einmal auf der     Vorder-    und das  andere Mal auf der Rückseite beim Kontakt mit den  Walzenoberflächen     mechanischen    Stosswirkungen ausge  setzt, die zusammen mit der radialen Strömungsenergie  der Waschflotte den     Waschprozess    intensivieren.  



  Die ganze Waschkolonne ist durch einen Mantel 24  abgeschlossen, welcher unten mit einem     Ablass    25 für  die verunreinigte Waschflotte versehen ist und im oberen  Teil, über den Systemen der Führungswalzen 1, mit  einer für das Waschgut bestimmten Austrittsöffnung 27,  bei der ein     Quetschwalzenpaar    12 mit einer Rinne 26  für die Ableitung der ausgequetschten Waschflotte zu  rück in die Waschkolonne angeordnet ist. Im unteren  seitlichen Teil der Waschkolonne ist im weiteren eine  Eintrittsöffnung mit Zugwalzen 20 angeordnet, denen  ein Faltenglätter 19 vorgeschaltet ist.

   Die Verweil  kammer ist in Form einer üblichen      J-Box     13 darge  stellt, und zwar in der bekannten Ausführung, bei wel  cher das Waschgut 2 zwischen den einzelnen Durch  gängen durch die Waschkolonne verweilt, was den       Waschprozess    beträchtlich unterstützt, wie bereits er  läutert wurde. Die Führungswalzen 1 können entweder  glatt oder vorteilhaft mit einer     aufgerauhten    Oberfläche  und mit Vertiefungen nach den     Fig.        6a-6b    ausgebildet  sein. Die Auftragsrohre 3 können an der den Führungs  walzen 1 zugekehrten Seiten z. B. mit einem Schlitz,  einer Reihe von Öffnungen oder mit Düsen versehen  sein.  



  Das Waschgut wird infolge der Führungswalzen nur  dermassen gespannt, dass kein Ablösen von der Walzen  oberfläche, aber auch kein Aufwickeln auf die Ober  fläche eintritt. Die Berührungsdauer des Waschgutes mit  der Oberfläche der Führungswalze, die proportional  der     Umspannlänge    des Waschgutes auf dieser Walze ist,  beeinflusst unmittelbar das Flottenvolumen, welches von  der äusseren Oberfläche des Waschgutes durch die Wir  kung dar Zentrifugalkraft abspritzt.

   Wenn die Führungs  walzen zur Hälfte vom Waschgut umschlungen werden,  erhält man eine günstige Abstimmung zwischen der  Zeitdauer, während welcher die Zentrifugalkraft auf  das Waschgut auf der Führungswalze einwirkt, und  einer relativ niedrigen Bauhöhe der Maschine, und  gleichzeitig wird die Forderung auf die Schaffung eines  genügenden Raumes für den Einbau der Auftragsrohre  erfüllt.  



  Die beschriebene Waschkolonne und die Verweil  kammer bilden eine komplette Wascheinheit, welche ent  weder selbständig in einem geschlossenen Zyklus im  unterbrochenen Verfahren arbeitet, oder man schaltet  mehrere Einheiten hintereinander zu einem Aggregat.  Das unterbrochene Verfahren ermöglicht die Vornahme  einer beliebigen Anzahl von Waschzyklen     (Waschen-          Verweilen)    bis zum Erreichen des geforderten Effektes  bei niedrigen Anschaffungskosten, die Schaltung zu  einem Aggregat ermöglicht ein kontinuierliches Waschen  bei höherer Leistung.  



  Das Waschgut 2 wird von einer Palette 14 abgenom  men, von der es durch eine Bremsvorrichtung 15 über  einen Faltenglätter 16 durch den Zug der Walzen 17,  der     Zugwalzen    18, über den     Faltenglätter    19 und die  Führungswalzen 20 in die Waschkolonne läuft. Hier  wird das     Waschgut    2 abwechselnd um die erste ange  triebene     Führungswalze        1b    des einen Systems geführt,  von wo es z.

   B. auf die frei drehbare Führungswalze la  des zweiten Systems und sodann wieder auf die nächste  Führungswalze     1b    des ersten System übergeht und der-         art    fortlaufend abwechselnd mit der Ober- und dann  mit der     Untereseite    einen Teil des Umfangs vorteilhaft  die Hälfte des Umfanges jeder Führungswalze 1 um  spannt. Beim Durchgang des Waschgutes durch die  Kolonne wird es vor der Umlenkung um jede Führungs  walze 1 durch je ein Auftragsrohr 3 mit der Waschflotte  bespritzt, gegebenenfalls auch zusätzlich mit der Wasch  flotte, die mittels der gebogenen Spritzbleche 4 von den  oberen Führungswalzen 1 auf das Waschgut geleitet  wird.

   Da die Führungswalzen 1 verhältnismässig schnell  mit einer Winkelgeschwindigkeit von 20-200 .     .-r/sec-1     rotieren, wird' der     Waschprozess    infolge der hohen Zen  trifugalkraft stark intensiviert. Die durch das Waschgut  2 hindurchgedrückte und auf die gebogenen     Spritz-          bleche    4 gespritzte Waschflotte wird gemäss der Einstel  lung dieser Spritzbleche auf das Waschgut 2 abgelenkt,  gegebenenfalls nach     unten    in den unteren Teil der  Waschkolonne.

   Das Waschgut 2 läuft sodann durch  das     Quetschwalzenpaar    12 und wird in die     J-Box    13  zum Verweilen gelagert, wo es hindurchläuft, sodann  wird es neuerlich in die Waschkolonne derselben Ein  richtung geführt, gegebenenfalls bei einem kontinuier  lichen Prozess in die Waschkolonne der weiteren, in den  Waschaggregat angeordneten Einheit. Andernfalls wird  das Waschgut 2 nach Beendigung des Waschprozesses  vom     Quetschwalzenpaar    12 durch ein Paar von Füh  rungstrommeln 21 geführt und mittels eines     Staplers    22  auf eine Palette 23     abgelegt.     



  Es ist wesentlich, dass die starke radiale Flotten  strömung durch das Waschgut zusammen mit     s:iner     mechanischen Beanspruchung sowohl an der Oberfläche  als auch innerhalb des Gewebes dadurch ausgenützt  wird, dass das Waschgut mit einer hohen Geschwindig  keit über eine Führungswalze von geringem Durch  messer geführt wird, wobei die Waschflotte in den  Raum zwischen der Walzenoberfläche und dem Wasch  gut in Richtung seiner Bewegung     zugeführt    wird. Durch  die Wirkung der hohen     Waschgutgeschwindigkeit,    die  der Umfangsgeschwindigkeit der Führungswalze ent  spricht, wird die Flotte in den Raum zwischen deren  Oberfläche und dem Waschgut mitgerissen, von wo sie  durch den entstandenen Druck radial durch das Wasch  gut hindurchgedrückt wird.

   Durch die zusätzliche Wir  kung der Zentrifugalkraft spritzt die durch das Waschgut  gedrückte Flotte vom auf der Führungswalze umge  lenkten     Waschgut    nach aussen. Bei der wiederholten  Führung des Waschgutes durch das System der Füh  rungswalzen und durch die wiederholte Einwirkung der  aufgetragenen Waschflotte auf das Waschgut     vervi.-l-          facht    sich die Wirkungsweise des erwähnten Prinzips.  



  Mit der beschriebenen Einrichtung wird eine hohe  Waschwirkung bei einem minimalen Verbrauch an  Waschflotte und relativ niedrigen Verbrauch an elek  trischer Energie erreicht. Die Einrichtung ermöglicht  das Waschen nach dem beschriebenen Verfahren bei  hohen Waschgeschwindigkeiten von z. B. 100     m/min     und höher. Diese Einrichtung ist von einfacher Kon  struktion und verwendet keine Vibrationen, welche bei  den bekannten Waschmaschinen den Werkstoff ermü  den.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zum Waschen von Textilmaterialien in voller Breite, mit welcher das Waschgut abwechselnd von einer horizontalen Führungswalze eines senkrecht angeordneten Führungswalzensystems auf eine andere horizontale Führungswalze eines zweiten, zum erstge nannten parallel und versetzt angeordneten Führungs- walzensystems umgelenkt und von unten nach oben ge genläufig zur Waschflotte geführt wird, mit Auftragsroh ren für die Waschflotte, dadurch gekennzeichnet, dass die Auftragsrohre (3) seitlich und parallel zu den Füh rungswalzen (la, lb)
    angeordnet sind und die Führungs- walzen mindestens eines Systems angetrieben sind und mit einer Winkelgeschwindigkeit von 20-200 - @/sec.-@ rotieren. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Führungswalzen (la, 1b) einen Durchmesser im Bereich von 15-200 mm haben. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass über jeder Führungswalze (la, 1b) ein gebogenes Spritzblech (4) mit einem Ende aufge hängt ist zum Auffangen und Umlenken des abge- spritzten Waschwassers, welche Spritzbleche die Füh rungswalzen von der Aussenseite umgeben und im Be reich von zwei Grenzlagen verstellbar sind, wobei sie in der einen Lage mit ihren freien Enden zu den Auf tragsrohren (3) der unterhalb versetzt angeordneten Führungswalzen des benachbarten Systems weisen und in der zweiten Lage zur Aussenseite (4) der unteren Führungswalze (1) desselben Systems weisen (Fig.4). 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Auftragsrohre (3) in je einem vor jeder Führungswalze (la, 1b) liegenden Keilspalt liegen, der vom Walzenmantel und einer Tangentenebene (2) an den Walzenmantel gebildet wird, und dass die Tan- gentenebene der Bahn des Waschgutes entspricht.
CH63667A 1964-08-08 1965-08-06 Einrichtung zum Waschen von Textilmaterialien in voller Breite CH490895A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CS450564 1964-08-08
CH1109865A CH446247A (de) 1964-08-08 1965-08-06 Verfahren zum Waschen von bahnförmigen Textilmaterialien in voller Breite

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH490895A true CH490895A (de) 1970-05-31

Family

ID=25707771

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH63667A CH490895A (de) 1964-08-08 1965-08-06 Einrichtung zum Waschen von Textilmaterialien in voller Breite

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH490895A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2734527A1 (de) Anlage zur behandlung mit fluessigkeiten von schlauchtextilwaren
DE524094C (de) Vorrichtung zum Breitnassbehandeln von Geweben
EP0132604A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Behandeln von strangförmigem Textilgut
DE1710477A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Breitveredeln von bahnfoermigen Materialien,insbesondere Textilbahnen,auf nassem Wege
CH490895A (de) Einrichtung zum Waschen von Textilmaterialien in voller Breite
DE2524249C3 (de) Vorrichtung zur Verweilbehandlung von Textilbahnen
DE1811380C3 (de) Vorrichtung zur Herstellung von Faservliesstoffen
CH446247A (de) Verfahren zum Waschen von bahnförmigen Textilmaterialien in voller Breite
DE1460454A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Waschen von Textilmaterialien in voller Breite
DE2820471C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Naßbehandeln von strangförmigem Textilgut
DE3801138C2 (de) Vorrichtung zur kontinuierlichen Behandlung einer breit geführten Gewebebahn
DE2104917C3 (de) Vorrichtung zum Naßbehandeln von Endlosmaterial
DE2200312C3 (de) Vorrichtung zum Waschen von textlien Warenbahnen
CH625001A5 (en) Apparatus for the wet treatment of tubular textile material.
DE2217359C3 (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen Entspannen von Gewebe in Längs- und Querrichtung
DE262082C (de)
DE720640C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Breitnassbehandeln laufender Textilbahnen im Wanderstapel
AT227218B (de) Anlage zur Naßbehandlung von Textilfasern u. dgl.
DE2424438C3 (de) Teilgeflutete Vorrichtung für die NaBbehandlung von strangförmigem Textilgut, insbesondere Textilmeterware
DE2005350A1 (de) Vorrichtung zur kontinuierlichen Breit behandlung von Textilbahnen
DE1610883A1 (de) Vorrichtung mit wenigstens einer Siebtrommel zum Nassbehandeln von fluessigkeitsdurchlaessigen Guetern
CH515079A (de) Verfahren zum Waschen von bahnförmigen Textilmaterialien in voller Breite
DE2621738A1 (de) Vorrichtung zum fluessigkeitsbehandeln von textilen stoffbahnen
CH497924A (de) Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung einer Textilbahn mittels einer Flüssigkeit
DE2461647A1 (de) Reinigungsstrasse fuer gewebebahnen

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased