CH515079A - Verfahren zum Waschen von bahnförmigen Textilmaterialien in voller Breite - Google Patents

Verfahren zum Waschen von bahnförmigen Textilmaterialien in voller Breite

Info

Publication number
CH515079A
CH515079A CH566769A CH566769A CH515079A CH 515079 A CH515079 A CH 515079A CH 566769 A CH566769 A CH 566769A CH 566769 A CH566769 A CH 566769A CH 515079 A CH515079 A CH 515079A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
liquor
web
washing
roller
stage
Prior art date
Application number
CH566769A
Other languages
English (en)
Inventor
Hrboticky Jiri
Original Assignee
Vyzk Ustav Zuslechtovaci
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Vyzk Ustav Zuslechtovaci filed Critical Vyzk Ustav Zuslechtovaci
Publication of CH515079A publication Critical patent/CH515079A/de

Links

Classifications

    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B3/00—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
    • D06B3/10—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics
    • D06B3/20—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics with means to improve the circulation of the treating material on the surface of the fabric
    • D06B3/201—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics with means to improve the circulation of the treating material on the surface of the fabric the treating material being forced through the textile material

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description


  Verfahren zum Waschen von bahnförmigen Textilmaterialien in voller Breite    Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Ver  fahren zum Waschen von bahnförmigen Textilmateria  lien in voller Breite gemäss Patentanspruch des Haupt  patentes Nr. 446 247.  



  Der Patentanspruch des Hauptpatentes betrifft ein  Verfahren zum Waschen von bahnförmigen Textil  materialien in voller Breite unter Führung derselben  gegenläufig zur Waschflotte, welches dadurch gekenn  zeichnet ist, dass das Waschgut ubwechselnd jeweils auf  einer seiner beiden Oberflächen mit einem Film dieser  Waschflotte versehen wird, indem diese Waschflotte  immer auf die Oberfläche des zu einer Führungswalze  zugeführten Waschguts raufgetragen wird, und wobei  das Waschgut zu einer anderen Führungswalze weiter  geführt und der Film der Waschflotte infolge Reibung  in den keilförmigen, von der Führungswalzenoberfläche  und der ihr zugekehrten Oberfläche des Waschguts ge  bildeten Hohlraum mitgerissen und unter zusätzlicher  Wirkung der Zentrifugalkraft durch das Waschgut hin  durchgedrückt wird.  



  Es ist bekannt, dass man zum Waschen von Textil  bahnen in voller Breite vertikal angeordnete Waschstu  fen anwenden kann, die eine Waschkolonne bilden.  Durch diese Kolonne läuft die Textilbahn von unten  nach oben, und in jeder Stufe wird sie der Wirkung der  Waschflotte ausgesetzt, welche sie in voller Breite  durchdringt und durch Schwergewicht durch die Ko  lonne von der höheren Stufe des einen zu der niedrige  ren Stufe des zweiten Systems herabfliesst. Das Durch  dringen der Waschflotte durch die Textilbahn wird ge  mäss der schweizerischen Patentschrift Nr. 446 247 da  durch erreicht, dass die Waschflotte auf die Innenseite  der Bahn aufgebracht wird, die der Umlenkwalze, über  die die Bahn im breiten Zustand geführt wird, zuge  kehrt ist.

   Dis Waschflotte wird durch die laufende Bahn  mitgerissen und in den keilförmigen Raum zwischen der  Walze und der Bahn befördert; durch entstehenden    Stauchdruck wird sie durch die Textilbahn hindurch  gepresst und spritzt dann unter Wirkung der Gravitation  und der Zentrifugalkraft von der Aussenseite der Bahn  ab.    Eine mehrmalige gegenstromartige Ausnutzung der  Flotte wird gemäss der genannten Patentschrift da  durch erreicht, dass die abspritzende Flotte in voller  Breite durch die längs jeder Umlenkwalze auf beiden  Seiten der Waschkolonne angeordneten Auffangorgane  aufgefangen wird und dass jedes Auffangorgan die  Flotte von einer höheren Umlenkwalze des einem zur  niedrigeren Umlenkwalze des zweiten Umlenkwalzen  systems überführt, bis die Flotte von der höchsten zur  niedrigsten Waschstufe gelangt.  



  Die Grösse der radialen Strömung der Waschflotte  durch die durchlässige Textilbahn, die an der Stelle  stattfindet, wo diese Textilbahn die Oberfläche der  Umlenkwalze zu berühren beginnt, hängt von einer  Vielzahl von Veränderlichen ab, von denen z. B. die  lineare Bahngeschwindigkeit, die Viskosität der Wasch  flotte, die Menge derselben, die auf die Innenseite der  Bahn aufgebracht wird, und vor allem die Durchfluss  resistenz der Textilbahn zu nennen sind.  



  Die damit entstandenen Probleme werden nach dem  etwa durch die belgische Patentschrift Nr. 474 411, die  Schweizer Patentschrift Nr. 378 835 oder 457 341, die  deutsche Patentschrift Nr. 963 053 oder die britische  Patentschrift Nr. 956 184 bekannten Stand der Technik  in der Weise gelöst, dass die Materialbahn auf den be  kannten Vorrichtungen einem Abquetschten unterzogen  wird, wobei die Flotte praktisch vollständig aus der  Bahn herausgequetscht wird. Die Einwirkung der  Waschflotte in der Zwischenzeit, während des Laufes  der Materialbahn zur weiteren Waschflotte, wird da  durch unmöglich gemacht.  



  Mit der steigenden Durchflussresistenz der Bahn  und     mit    der steigenden Viskosität der     Waschflotte         nimmt die in jeder Stufe durch die Bahn hindurchge  presste Flottenmenge ab. Die Steigerung der linearen  Bahngeschwindigkeit und ein grösseres Einfüllen des  keilförmigen Raumes zwischen der Bahn und der Um  lenkwalze mit der Waschflotte wirkt im Gegensinn.  Durch Variation der erwähnten Parameter kann man  also die Flottenmenge beeinflussen, die auf der Aussen  seite der durchlässigen über die Umlenkwalze geführ  ten Materialbahn hervortritt. Diese Menge spritzt bzw.  fliesst jedoch jedenfalls von der Aussenseite der Bahn  nicht vollkommen ab, denn ein bestimmter Teil hält  durch Adhäsion an der Aussenseite der Bahn fest und  wird zur höheren Waschstufe fortgetragen.

   Die Fluss  gestaltung der Flotte auf der Aussenseite der Material  bahn wird vor allem durch das Verhältnis der Gravita  tion und der durch Drehen der Umlenkwalze entstehen  den Zentrifugalkraft und durch die Viskosität und  Oberflächenspannung der Flotte sowie durch die Be  schaffenheit der Bahnoberfläche bestimmt.  



  Alle angegebene Parameter beeinflussen also das  Verhalten der Flotte auf der Aussenseite der Bahn, was  sich darin äussert, in welchem Masse die durchgepresste  Flotte abspritzt bzw. abfliesst und mit welchen Mitteln  man die abspritzende bzw. abfliessende Flotte auffan  gen und der gewählten Stelle zuführen kann.  



  Bei einer genügenden Flottenmenge auf der Aussen  seite der Bahn und gleichzeitig bei einer kleinen Zen  trifugalkraft fliesst die Flotte von der Unterseite der  Umlenkwalze frei ab. Durch Erhöhung der lineraren  Bahngeschwindigkeit bei kleinen Werten der Zentri  fugalkraftkomponente erfolgt eine Verschiebung des  Anfanges des Albspritzens in Richtung der Bahnbewe  gung, was eine Ausbreitung des Flottenfilms über eine  grössere Aussenseitenfläche der Bahn bewirkt und die  Flottenfilmdichte vermindert, was ein Verwischen der  Grenzen dieses Films auf der Bahn zur Folge hat. Das  Herabsetzen der Flottenmenge auf der Aussenseite der  Bahn ruft ebenfalls eine Verschiebung der     Abspritz-          stelle    in Richtung der Bahnbewegung und eine sukzes  sive Verminderung der Dichte des Flottenfilms hervor.

    Bei einer bestimmten Minimalmenge der Flotte auf der  Aussenseite der Bahn tritt ein Abspritzen der Flotte  nicht mehr ein, denn der dünne Flottenfilm hält an der  Bahn durch Adhäsion und läuft mit der Bahn zur  höheren Waschstufe. Die Steigerung der linearen Bahn  geschwindigkeit und das Herabsetzen der Flottenmenge  auf der Aussenseite der Bahn verschlechtern also oder  verhindern gar eine Wiederbenutzung der Flotte in den  folgenden Stufen. Positiv wirkt dagegen eine Steigerung  der Zentrifugalkraftkomponente und eine Erhöhung der  Flottenmenge auf der Aussenseite der Bahn, die eine  Erhöhung der Dichte des abspritzenden Flottenfilms  und seine Verschiebung in Gegenrichtung der Bahnbe  wegung hervorrufen. Analog wirkt sich der Einflluss der  Viskosität und der Obenflächenspannung der Flotte aus.

    Diese festgestellten Tatsachen erweisen sich als Nach  teile und erschweren vor allem den Bau einer Universal  maschine. Zugleich beeinflusst das Verhalten der Flotte  auf der Aussenseite der Bahn auch das Mass, in dem       man        in        der     man in der Behandlungskolonne einen vollkommenen  Stufenkontakt sowohl bei Anwendung des Gegenstrom  prinzips als auch bei dessen Nichtanwendung erzielen  kann.  



  Hauptzweck der Erfindung ist, ein dieses unter  schiedliche Verhalten der abspritzenden Waschflotte  behebendes Verfahren zu finden, welches gleichzeitig    die auffangbare Flottenmenge von den das Abspritzen  beeinflussenden Parametern unabhängig zu machen er  möglicht. Ferner ist die Behandlungsflotte von der  Aussenseite der Materialbahn trotz Einwirkung von  unterschiedlichen Einflüssen immer an der gewählten  Stelle der Materialbahn abzutrennen und weiter ist es  sicherzustellen, dass die in jeder Stufe aufgefangene  Flottenmenge mit der durch die Materialbahn hin  durchgepressten Flottenmenge annähernd gleich ist, und  zu ermöglichen, das Abführen der Flotte auch bei  unterschiedlichen Bedingungen konstant zu halten.  



  Dies wird bei einem Verfahren zum Waschen von  durchlässigem bahnförmigen Textilmaterialien, im brei  ten Zustand gemäss Patentanspruch des Hauptpatentes  erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass infolge Adhä  sion auf der der Führungswalzenoberfläche abgewand  ten Oberfläche des Waschgutes festgehaltene, vorgängig  durch dieses hindurchgedrückte Waschflotte entfernt  wird, solange das Waschgut noch auf dieser Führungs  walze aufliegt.  



  Ohne Rücksicht auf die unterschiedliche Durch  lässigkeit der Materialbahn, auf die angewendete     Durch-          laufgeschwindmgkeit    derselben durch die Waschkolonne  und auf die anderen beeinflussenden Tatsachen, wie  z.B. die Viskosität der Waschflotte, kann auf diese  Weise ein einstellbares, gleichmässiges Abtrennen der  Flotte in der gewählten Stelle der über die Umlenk  walze laufenden Materialbahn erreicht werden.  



  Dabei soll die durch die Materialbahn auf die  Aussenseite hindurchgepresste Waschflotte un einer be  stimmten Stelle und in geforderter Menge beseitigt,  nicht aber das Abquetschen der Materialbahn erreicht  werden, so dass hier nicht Verfahren einbezogen wer  den, bei denen das Abquetschen erfolgt. Im vorliegen  den Fall wird die in den Poren der Textilbahn ver  bleibende Waschflotte nicht in derselben Stufe durch  Abquetschen beseitigt, sondern erst in der nächsten  Stufe durch neue Flotte verdrängt.  



  Das Verfahren gestattet gegenüber der bekannten  Lösung gemäss der schweizerischen Patentschrift Nr.  446 247 die Zone, in der in jeder Waschstufe das Ab  spritzen der durch die Bahn hindurchgedrungenen  Waschflotte erfolgt, so genau abzugrenzen, dass diese  nun von der linearen Bahngeschwindigkeit, der Rota  tionsgeschwindigkeit der Umlenkwalze, der Durchfluss  resistenz der durchlässigen Materialbahn, der Ober  flächeneigenschaften derselben sowie von der Menge,  Viskosität und Oberflächenspannung der Waschflotte  ganz unabhängig ist. Diese Abgrenzung ermöglicht ein  Auffangen der in jeder Stufe abfliessenden Waschflotte  und ein Überführen derselben zur nächsten Stufe oder  deren Abführen nach aussen, wenn sie dem Wasch  prozess entzogen werden soll, im grossen Umfange der  erwähnten Parameter.

   Auch bei Bedingungen, unter  denen die Flotte sich nicht von selbst von der Bahn  trennt, ist eine Abtrennung möglich. Bei Bedingungen,  unter denen sich die Flotte von selbst abscheidet, er  möglicht es das beschriebene Verfahren, ein günstigeres  Flottenflussverhältnis zu erzielen. Es ermöglicht leicht  ein Flottenflussverhältnis 1 : 1 schon vom Flottenver  hältnis 1 : 1,5 an zu erzielen, was für hohe Flottener  sparnisse und für Behandlung vorn Textilbahnen von  grosser Durchflussresistenz wichtig ist.

   Im Vergleich zur  bekannten Technik ist dabei rauch ein definierbares Auf  fangen     der        in        jeder        Stufe    abfliessenden     Waschflotte        unter          Verwendung        eines        einfacheren        und    dem doppelten       Zweck    dienenden     Auffangorgans    möglich.      Durch das zwangläufige Abtrennen der hindurchge  pressten Waschflotte fliesst diese auf kürzestem Wege  nach unten, was deren Auffangen und Zuführen zur  gewählten Stelle wesentlich erleichtert.

   Ein weiterer  Vorteil liegt in der Tatsache, dass man durch das Ab  streifen mit wesentlich geringeren Flottenmengen arbei  ten kann, ohne befürchten zu müssen, dass ihr Abtrennen  überhaupt nicht erfolgt. Solch ein Fall wurde weder  bei der absichtlichen Herabsetzung der auf die Bahn  aufzubringenden Flotte, noch bei der Behandlung von  Bahnen, die eine Wasserdurchflussresistenz, die dem  Durchfluss von 10 l/m2 sec bei 17  C und einem Über  druck von 10 cm Wassersäule entspricht, und mehr  aufweisen, festgestellt. Im allgemeinen bedeutet das,  dass die Möglichkeit besteht, den spezifischen Flotten  verbrauch weiter herabzusetzen und dass auch wenig  durchlässige bahnförmige Textilmaterialien auf der er  wähnten Vorrichtung behandelt werden können.  



  Eine proportionale Erhöhung der Waschwirkung  wird dadurch erreicht, dass die Materialbahn wieder  holt der Wirkung des Zyklus - des Durchpressens der  Waschflotte und deren Abtrennung - unterworfen wird,  wobei die Flotte einmal von der Vorderseite, ein ander  Mal von der Rückseite der Textilbahn hindurchgepresst  wird.  



  Durch die Bahn durchtretende Flotte wird quanti  tativ aufgefangen und im Gegenstromprinzip der näch  sten Stufe zugeführt. Dadurch wird das Prinzip des  Stufenkontakts unter Verwendung von Gegenstrom  durch Schwergewicht in der ganzen vertikal orientierten  Waschkolonne realisiert.  



  Für weitere Ausführungen seien vorerst die Be  griffe  Flottenverhältnis  und  Flottenflussverhältnis   festgelegt.  



  Als Flottenverhältnis wird im weiteren die Bezie  hung Warenmenge W (kg) zu Waschflotte F (l), also  W : F verstanden, wobei W das Trockengewicht der  zu behandelnden Materialbahn in einem Abschnitt von  dem Anfang der Berührungszone der auf die jeweils  einer Umlemkwalze zugewendete Seite der Material  bahn aufzubringenden Waschflotte in einer Waschstufe  bis zum analogen Anfang in der nächstliegenden höhe  ren Waschstufe ist und F die Gesamtmenge der in dem  genannten Abschnitt wirkenden Waschflotte bezeichnet,  bestehend aus der Menge der in der betreffenden Stufe  aufzubringenden Flotte, die mit M1 bezeichnet ist, und  aus der Menge, der in der vorgehenden Waschstufe nicht  abgetrennten und in den genannten Abschnitt von der  Materialbahn mitgetragenen Waschflotte, die mit M2  bezeichnet ist.  



  Weiter ist mit M3 die Menge der aufzubringenden  Waschflotte bezeichnet, die auf die von der Umlenk  walze ebgewendete Seite der Materialbahn in dem ge  nannten Abschnitt hindurchgepresst wird; dann stellt  das Verhältnis M3 : M2 das Flottenflussverhältnis vor.  Es gibt praktisch das Mass an, in dem in der jeweiligen  Waschstufe die von der Materialbahn mitgetragene  Waschflotte umgewandelt wird. Ein Flottenflussverhält  nis gleich oder grösser als 1 : 1 stellt ein vollständiges  Ersetzen der mitgetragenen (alten) durch die durch  pressende (neue) Flotte dar.  



  Das beschriebene Verfahren ermöglicht ein Flotten  flussverhältnis 1 : 1 schon ab einem Flottenverhältnis  von 1: 1,5 leicht zu erzielen, was für eine hohe  Flottenersparnis und für eine Behandlung von Mate  rialbahnen von grosser Durchflussresistenz wichtig ist.  Arbeitet man mit einem sehr geringen Flottenflussver-    hältnis und gleichzeitig mit einem sehr geringen Flotten  verhältnis, z. B., wie oben angegeben, 1 : 1 und 1 : 1,5,  so wird verhältnismässig schnell das Gleichgewicht zwi  schen den in der Flotte gelösten oder dispergierten und  den an dem zu behandelnden Material gebundenen Sub  stanzen erreicht.

   Bei dem Auswaschen von Substanzen,  die eine erhöhte Affinität zu den Fasern aufweisen,  oder wenn die Gefahr der Redeposition der gelösten  oder dispergierten Substanz auf die Faser besteht, ist  es vorteilhaft, die durch die Bahn auf die von der  Umlenkwalze abgewendete Seite hindurchgepresste und  sowie auch von ihr zwangläufig abgetrennte Flotte aus  dem weiteren Waschprozess zu eliminieren. So wird  ein Stufenkontakt ohne Gegenstrombenutzung realisiert.  



  Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes  sollen anhand der Zeichnung veranschaulicht werden.  Es zeigen:  Fig. 1 fünf aufeinanderfolgende, mit walzenartigen  Abstreiforganen versehene Behandlungsstufen bzw.  -zonen und  Fig. 2 eine mit rakelartigem Abstreiforgan ver  sehene Behandlungsstufe bzw. -zone.  



  Fig. 1 zeigt den oberen Teil einer Behandlungs  kolonne, gebildet von einem Tragrahmen 1, auf dem  ein Elektromotor 2 angeordnet ist, der einen Teil in  der Figur nicht dargestellter Ward-Leonardscher Ge  triebe bildet. Von einem Antriebskettenrad 3 wird die  Bewegung mittels Kette auf ein anderes Antriebsrad 4  und von dort mittels eingeschalteter Zahnräder 5, die  in die Zahnräder 6 eingreifen, auf die Umlenkwalzen 7  übertragen, die mit den Zahnrädern 6 das Ganze bil  den. Die Umlenkwalzen 8 des rechten lotrechten Sy  stems werden von der Textilbahn T getrieben, die durch  die Kolonne abwechselnd im Zickzack von unten nach  oben läuft. Gegen die Umlenkwalzen 7 und 8 werden  mittels eines hydraulischen, pneumatischen oder ande  ren Anpresselementes 9 die Abstreifwalzen 10 ange  presst, die durch Reibung bzw.

   Berührung mit den  Umlenkwalzen 7, 8 mittels Textilbahn T mitgetrieben  werden. Das oberste Paar der Umlenkwalze 7 und  der Abstreifwalze 10 kann als Ausgangsabquetschstuhl  dienen. Die Flotte wird von dem quer angeordneten und  nur schematisch dargestellten Spritzröhren 11 und 12  aufgebracht, die mit einer in oder Figur nicht abgebilde  ten Einrichtung zum Einstellen des Flottendurchflusses  versehen sind. Unter jedem Paar der Umlenkwalze 7  bzw. 8 und der Abstreifwalze 10 über seine ganze Breite  entlang ist ein Planauffangorgan 13 ungeordnet, das in  Zapfen 14 in zwei Grenzlagen ausschwenkbar ist, wobei  es in der einen, die mit Vollinie gezeichnet ist, von  aussen der Kolonne nach innen, in der anderen, die  gestrichelt gezeichnet ist, von innen der Kolonne nach  aussen geneigt ist.

   Die Änderung der Lage der Auf  fangorgane wird durch Höhenstellung der Steuerungs  stangen 15 betätigt, die durch die Führungsbüchsen 16  durchgehen. Die Steuerungsstangen 15 tragen die Büch  sen 17, durch welche die Bolzen 18 durchgehen, die  dort gleitfähig gelagert sind und einen Teil der Auf  fangorgane 13 bilden.

   Sind die Auffangorgane 13 von  aussen oder Kolonne ins Innere geneigt, ist nur das  Spritzrohr 11 tätig, und alle unten liegenden Wasch  stufen der Kolonne werden mit der Flotte beschickt,  die durch die Textilbahn hindurchgepresst und in den       Waschprozess    von neuem     mittels        Auffangorgan    13 zu  geführt     wird.    Bei     umgekehrter    Richtung     sind        wiederum     :die     Spritzröhren    11 und 12     tätig.         In Fig. 2 ist als Abstreiforgan eine elastische Rakel  19 dargestellt, die im Schlitze 20 über die ganze  Länge des Hebels 21 mit Schrauben 22 befestigt ist.

    Der Hebel 21, teilweise im Schnitt gezeichnet, ist um  die Welle 23 drehbar, die mit dem Tragrahmen 1 der  Maschine über den Arm 24 fest verbunden ist. Die  Rakel 19, die gegen die Textilbahn T und die Umlenk  walze durch das Eigengewicht des Hebels 21 gepresst  ist, ist aus einer elastischen Folie hergestellt, die derart  schmiegsam ist, dass die Rakel gleichmässig über die  ganze Länge der Umlenkwalze 7 zur Aussenseite der  Textilbahn T anliegt, von der sie den anhaftenden    Film der hindurchgepressten Behandlungsflotte ent  nimmt. Die Flotte, durch den Vorsprung 25 des Hebels  21 gelenkt, fliesst auf das Auffangorgan 13 ab.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Waschen von bahnförmigen Textil materialien gemäss Patentanspruch des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass infolge Adhäsion auf der der Führungswalzenoberfläche abgewandten Oberfläche des Waschgutes festgehaltene, vorgängig durch dieses hindurchgedrückte Waschflotte entfernt wird, solange das Waschgut noch auf dieser Führungswalze aufliegt.
CH566769A 1968-04-26 1969-04-15 Verfahren zum Waschen von bahnförmigen Textilmaterialien in voller Breite CH515079A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CS309968 1968-04-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH515079A true CH515079A (de) 1971-11-15

Family

ID=5370078

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH566769A CH515079A (de) 1968-04-26 1969-04-15 Verfahren zum Waschen von bahnförmigen Textilmaterialien in voller Breite
CH566769D CH566769A4 (de) 1968-04-26 1969-04-15

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH566769D CH566769A4 (de) 1968-04-26 1969-04-15

Country Status (5)

Country Link
AT (1) AT283255B (de)
CH (2) CH515079A (de)
DE (1) DE1919289A1 (de)
FR (1) FR2022092A6 (de)
GB (1) GB1209417A (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
IT1230300B (it) * 1989-07-05 1991-10-18 Sperotto Rimar Spa Apparecchiatura per il trattamento ad umido in continuo di tessuti trama catena e di tessuti a maglia.

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE963053C (de) * 1955-02-25 1957-05-02 Dr Karl Henkel Vorrichtung zum Breitwaschen von Textilerzeugnissen
DE1110601B (de) * 1956-04-18 1961-07-13 Du Pont Verfahren und Vorrichtung zum Waschen von abwechselnd ueber obere und untere Umlenkwalzen kontinuierlich gefuehrter Textilbahnen, insbesondere aus regenerierter Cellulose
GB866755A (en) * 1958-08-27 1961-04-26 Advance Linen Services Ltd Apparatus for washing web towelling or other strip textile material
DE1829418U (de) * 1961-02-07 1961-04-13 Konrad Peter A G Vorrichtung zum kontinuierlichen behandeln von gewebebahnen mit fluessigkeit.
CH446247A (de) * 1964-08-08 1968-03-15 Vyzk Ustav Zuslechtovaci Verfahren zum Waschen von bahnförmigen Textilmaterialien in voller Breite

Also Published As

Publication number Publication date
FR2022092A6 (de) 1970-07-31
CH566769A4 (de) 1971-07-30
DE1919289A1 (de) 1969-12-18
GB1209417A (en) 1970-10-21
AT283255B (de) 1970-07-27

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2200357A1 (de) Einrichtung zum kontinuierlichen Auftrag von Fluessigkeiten auf Warenbahnen
DE2342618B1 (de) Torfpresse
DE1710477C3 (de) Vorrichtung zum Breitveredeln von bahnförmigem Textilgut
DE4023487C2 (de) Vorrichtung zum Tränken einer textilen Warenbahn
EP0853156A2 (de) Absaugvorrichtung und Vorrichtung zur Behandlung von textilen Flächengebilden
DE2820471C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Naßbehandeln von strangförmigem Textilgut
DE1610884A1 (de) Verfahren und Anordnung zum Nassbehandeln von Textilbahnen u.dgl.
CH504906A (de) Einrichtung zum Waschen von bahnförmigen Textilmaterialien in voller Breite
DE1460454B2 (de) Verfahren und vorrichtung zum fortlaufenden waschen von bahnfoermigem textilgut
DE2200312C3 (de) Vorrichtung zum Waschen von textlien Warenbahnen
DE102011008000A1 (de) Walzen-Applikator
DE3103359C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum gleichmäßigen Aufbringen einer kleinen Menge eines Behandlungsmittels in Schaumform
CH692360A5 (de) Vorrichtung zum Beschlichten einer bahnförmig geführten Fadenschar.
DE19736483A1 (de) Abquetscheinheit für eine Textilschlichtemaschine
DE2718035A1 (de) Fluessigkeitsuebertragungsvorrichtung
DE2109009A1 (de) Vorrichtung zur Naßbehandlung einer Textilbahn
DE2252979B1 (de) Filterpresse
DE1919289A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Nassbehandlung von durchlaessigen bahnfoermigen Materialien,insbesondere Textilmaterialien
DE6926139U (de) Vorrichtung zum behandeln von bahn- oder streifenmaterial.
CH684813B5 (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen Auftragen einer Flüssigkeit auf eine Textilbahn.
DE1460353A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Nassbehandeln von Textilgut
DE1788415U (de) Vorrichtung zum waschen von warenstraengen.
DE2461647A1 (de) Reinigungsstrasse fuer gewebebahnen
DE2850696A1 (de) Vorrichtung zur diskontiuierlichen nassbehandlung, insbesondere zum faerben, von endlos gefuehrtem, strangfoermigem textilmaterial
DE9203504U1 (de) Vorrichtung zum Auftragen einer Behandlungsflüssigkeit

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased