CH492766A - Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen

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CH492766A
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amino
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Peter Dr Bitterli
Schuermann Alfons
Ernst Dr Zaugg
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Sandoz Ag
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/44Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring
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    • C09B62/507Azo dyes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen der vermutlichen Formel
EMI1.1     
 worin F den Rest eines Farbstoffes, jedes der Symbole   Rt,    R2, R3, R4 und   R5    unabhängig voneinander Wasserstoff, niedrigmolekulares Alkyl oder Halogen oder   Rt    und R4 zusammen die zur Bildung eines zweifach ungesättigten carbocyclischen oder heterocyclischen Ringes notwendigen Atome,    X -M-CO-(CH2)m-1 -NRC < CH""'CH-    R Wasserstoff oder gegebenenfalls substituiertes, nied   rigmolekulares    Alkyl, m eine ganze Zahl von 1 bis 4 und n 1 oder 2 bedeuten.



   Das Verfahren zur Herstellung der Reaktivfarbstoffe der Formel (I) ist dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol einer Aminoverbindung der Formel    FNHR)n    (II) mit n Mol einer Verbindung der   Fonn,eil   
EMI1.2     
 worin   Y CO(CH2)r      Oder    -CO-CH-CH-, und Z Chlor oder Brom bedeuten, umsetzt.



   Das Verfahren eignet sich für alle Klassen von wasserlöslichen Farbstoffen und von in Wasser schwer löslichen Dispersionsfarbstoffen. Die Aminogruppe kann gegebenenfalls durch Alkyl-, Hydroxyalkyl-, Alkoxyalkyl-, Halogenalkyl- oder Phenylalkylreste monosubstituiert sein. Die Aminogruppe kann direkt an einen armonatischen Kern des Farbstoffmoleküls oder indirekt über eine aliphatische Kette und gegebenenfalls ein Brückenglied an das Farbstoffmolekül gebunden   seien.   



  Als aliphatische Ketten seien die folgenden genannt:
EMI1.3     
  -CH2-CH2-CH2- und  -CH2-CH9-CH2-CH2-
Als Brückenglieder kommen beispielsweise folgende in Betracht:
EMI1.4     
 wobei R' für Wasserstoff,   niedrigrnolekulares    Alkyl oder   Hydroxylalkyl,    CycloaLkyl, Aryl oder Aralkyl stehen kann, oder
EMI1.5     
 worin R" für einen Acylrest steht.  



     Erwähnenswerte    Beispiele von geeigneten Farbstoffen der Formel (II) sind Aminomono- und Aminopolyazofarbstoffe, Aminostyrylfarbstoffe, Aminonitrofarbstoffe, Aminohydroxychinophthalonfarbstoffe, Aminoanthrachinonfarbstoffe und Aminophthalocyaninfarbstoffe.



  Die Aminomono- und Aminopolyazofarbstoffe können koordinativ gebundene Metallatome, beispielsweise Chrom, Kobalt, Nickel oder Kupfer, aufweisen. Es können auch solche Aminoazofarbstoffe mit einer Verbindung der Formel (III) umgesetzt werden, welche metallisierbare Gruppierungen aufweisen. Derartige Farbstoffe werden z. B. nach der Kondensation in Substanz metallisiert oder aber in metallfreier Form nach einer der üblichen Methoden mit der Faser zur Reaktion gebracht, wobei die erhaltenen Färbungen mit metallabgebenden Mitteln nachbehandelt werden können.



   Erwähnenswerte wasserlösliche Aminofarbstoffe sind z. B. in der schweizerischen Patentschrift Nr. 359 228 auf Seiten 1 bis 6 beschrieben.



   Erwähnenswerte Dispersionsfarbstoffe mit einer gegebenenfalls monosubstituierten Aminogruppe sind z. B. in den Beispielen 23 bis 33 der schweizerischen Patentschrift Nr. 371 849 beschrieben.



   Die Umsetzung der als Ausgangsprodukte zur Anwendung gelangenden, eine Aminogruppe enthaltenden wasserlöslichen Farbstoffe mit einer Verbindung der Formel (III) wird zweckmässig in wässrigem oder wässrig-organischem Medium bei Temperaturen von   20     bis   100     C, vorzugsweise bei   40     bis 600 C bei schwach saurer, neutraler bis schwach alkalischer Reaktion, vorzugsweise im pH-Bereich von 4 bis 8, ausgeführt. Bei der Umsetzung werden zwei Äquivalente Halogenwasserstoff abgespalten: eines intermolekular aus der Säurehalogenidgruppe und der Aminogruppe und eines intramolekular aus der Kohlenwasserstoffkette, wobei vermutlich ein doppelt ungesättigtes System entsteht (vgl.   Formel 1).   



   Zur Neutralisation des Halogenwasserstoffs wird der Reaktionslösung oder -suspension entweder zu Beginn ein säurebindendes Mittel beispielsweise Natriumacetat, zugesetzt, oder man fügt während der Umsetzung in kleinen Portionen Natrium- oder Kaliumcarbonat bzw. -bicarbonat in fester pulverisierter Form oder als konzentrierte wässrige Lösung hinzu. Als Neutralisationsmittel eignen sich aber auch wässrige Lösungen von Natrium- oder Kaliumhydroxid. Der Zusatz von geringen Mengen eines Netz- oder Emulgiermittels zur Reaktionslösung bzw. -suspension kann die Umsetzungsreaktion beschleunigen.



   Die Verbindung der Formel (III) kann als solche in konzentrierter Form oder auch in Lösung in einem inerten organischen Lösungsmittel wie Benzol, Chlorbenzol, Methylbenzol, Dimethylbenzol, Aceton oder Dioxan eingesetzt werden.



   Die Umsetzung der als Ausgangsprodukte zur Anwendung gelangenden, eine Aminogruppe enthaltenden, in Wasser schwer löslichen Dispersionsfarbstoffe mit der Verbindung der Formel (III) kann in wässriger Suspension, in wässrig-organischer Suspension oder Lösung oder in einer Lösung in inerten organischen Lösungsmitteln ausgeführt werden. In wässrigem oder   wässrig-organischem    Medium ist die Arbeitsweise gleich wie oben beschrieben. Arbeitet man in rein organischem Medium, so ist es vorteilhaft, ein tertiäres Amin, wie z. B. Dimethyl- oder Diäthylaminobenzol, Pyridin oder ein Pyridinbasengemisch als säurebindendes Mittel dem Reaktionsgemisch zuzusetzen.



   Die fertigen wasserlöslichen Reaktivfarbstoffe können aus ihren gegebenenfalls vorher neutralisierten Lösungen oder Suspensionen mit Natrium- oder Kaliumchlorid ausgesalzen oder mit Säure ausgefällt, hierauf abgesaugt, gewaschen und getrocknet werden.



   Die Isolierung der Dispersionsfarbstoffe kann durch eine der grundlegenden Operationen, wie   z.B.    Filtration, Einengen des Lösungsmittels, Fällung aus dem Lösungsmittel mit einem geeigneten Medium, erfolgen.



   Die erfindungsgemäss erhaltenen wasserlöslichen Reaktivfarbstoffe eignen sich zum Färben von Leder, zum Färben, Klotzen und Bedrucken von Fasern pflanzlicher und tierischer Herkunft, von Fasern aus regeniererter Cellulose, von Caseinfasern, von animalisierten Cellulosefasern, von synthetischen Polyamidfasern sowie von Gemischen dieser Fasern. Die erhaltenen, einer alkalischen Nachbehandlung bei gegebenenfalls erhöhter Temperatur unterworfenen und anschliessend geseiften Färbungen besitzen gute Licht-, Wasch-, Walk-, Schweiss-, Wasser- und Sodakochechtheiten.



   Die Fixierung der neuen Farbstoffe auf der Faser kann schon bei Raumtemperatur in einem alkalischen Bad durchgeführt werden.



   Gegenüber den nächstvergleichbaren Reaktivfarbstoffen mit einer Vinylsulfonylgruppe besitzen die neuen Farbstoffe den Vorteil, dass sie schon bei Raumtemperatur statt bei etwa   600 C    auf Cellulosefasern fixiert werden und dass ihre so erhaltenen Färbungen bessere Nassechtheit, insbesondere bessere Sodakochechtheit, besitzen.



   Die erfindungsgemäss erhaltenen Dispersionsfarbstoffe eignen sich zum Färben,   Klotzen    und Bedrucken hydrophober Fasern und Fasergemische, sowie geformter Gebilde aus derartigen Fasern, beispielsweise von Fasern oder Gebilden aus Celluloseäthern und -estern und von vollsynthetischen Fasern oder Gebilden, z. B.

 

  solchen aus linearen Polyestern, Polyurethanen, Polyacrylnitril und deren Mischpolymerisaten sowie von Gemischen aus diesen Fasern oder Gebilden, vorzugsweise aber von synthetischen Polyurethan- und Polyamidfasern und von basisch modifizierten Polyacrylnitrilfasern. Die Färbungen besitzen gute Licht-, Schweiss-,   Wasch-,    Walk-, Sublimier-, Plissier-, Thermofixier- und Meerwaserechtheiten.



   Die Applikation der Dispersionsfarbstoffe auf die hydrophoben Fasern geschieht vorteilhaft in der in der schweizerischen Patentschrift Nr.   371 849    auf Seite 7, Zeilen 61-100 angegebenen Weise.



   In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
29 Teile des Farbstoffs der Formel
EMI2.1     
  werden bei 600 in 200 Teilen Wasser und der zur Ein stellung des pH-Wertes auf 5 nötigen Menge 30   zeiger   
Natriumhydroxidlösung gelöst. Unter gutem Rühren werden nun bei 600 in Portionen 18 Teile
3-(4',2'-Dichlor-2'-butensulfonyl) benzol- 1-carbonsäurechlorid eingetragen. Gleichzeitig lässt man in dem Mass 2 N Natriumcarbonatlösung zutropfen, dass der pH-Wert der Lösung bei 4-6 konstant bleibt. Nach beendeter
Umsetzung wird der Farbstoff durch Zusatz von 40 Tei len Natriumchlorid ausgesalzen, abfiltriert, mit
20%iger Natriumchloridlösung gewaschen und im
Vakuum bei 603 getrocknet.



   Das für die Acylierung verwendete Säurechlorid wird wie folgt erhalten: 122 Teile Benzol-1-carbonsäu re-3-sulfonsäurechlorid werden in Acetonitril als
Lösungsmittel, in Gegenwart von Kupfer-I-chlorid, mit
88,5 Teilen 2-Chlor-butadien zu    3-(2', 4'-Dichlor-2'-buten    sulfonyl)-benzolcarbonsäure vom Schmelzpunkt 172-173  umgesetzt. Aus dieser wird nach bekannter Methode mit Thionylchlorid das Säurechlorid vom Schmelzpunkt 86-87  erhalten.



   Die folgende Tabelle enthält weitere Reaktivfarbstoffe welche nach den Angaben des Beispiels 1 erhältlich sind. Die dabei verwendeten Säurechloride sind
EMI3.1     

EMI3.2     

Beispiel Ausgangsfarbstoffe Säurechlorid Nuance
Nrn.



   2 2-(4'-Amino-2'-methyl-phenylazo)- I blaustichig-rot naphthalin-4, 8-disulfonsäure
3   1-Amin*7-pphenylazo-8-hydroxy-    II blaustichig-rot naphthalin-3,6,2'-trisulfonsäure
4 1-Amino;7-(4'-methyl-phenylazo)-8- III blaustichig-rot    hydroxyn aphtltalin-3, 6,2'-trisulfonsäure   
5 Kupferkomplex aus   1-Amino7-(2'-    IV violett    hydroxyphenylazo)-8-hydroxy-       naphthalin-    4,7,2trisulfonsäure:

  :
6 1-Hydroxy-2-(5'-aminowphenylazo)- II scharlach    naphthalin-4, 7, 2-trisulfonsäure   
7   1-Amino-3-methylbenzol    - >    4,4'-Mamino-3,3'-    III scharlach dimethyl-1,1'-diphenyl,6,6'-disulfonsäure - > 
1-Hydroxynaphthalinffisulfonsäure
8   1-Hydroxy-2-phenylazo-6-aminoW      1    orange    naphthalin-3,2'4isulfonsäure   
9 1-Amino;

  ;4-(3'-amino-phenylamino)- II blau    anthrachinon-2,4'-disulfonsäure   
10 Phthalocyaninsulfonsäure-(3'-amino)- II   türkisblau    phenylamid-trisulfonsäure 11 1-Amino-7-(5'-amino-phenylazo)-8- I hlaustichig-rot hydroxynaphthalin-3, 6,2'-trisulfonsäure      Färbevorschrilt   
Baumwollgewebe wird bei Raumtemperatur mit einer   2 obigen    Lösung des Farbstoffs aus Beispiel 1 imprägniert, auf eine Trockengewichtszunahme von 80    lo    abgequetscht und getrocknet. 

  Zur Fixierung wird das Gewebe während 1 Stunde bei 250 in einer Lösung, welche im Liter 300g kalziniertes Natriumsulfat und 5 g kalziniertes Natriumcarbonat enthält, bei einem Flottenverhältnis von 1:30 umgezogen, dann herausgenommen, mit kaltem und mit warmem Wasser gespült, 20 Minuten bei 1000 in einer 0,3 %igen Seifenlösung in destilliertem Wasser geseift, wieder gespült und getrocknet. Man erhält eine blaue licht- und nassechte Färbung. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen der vermutlichen Formel EMI4.1 worin F den Rest eines Farbstoffes, jedes der Symbole R1,R2,R3, R4 und R; unabhängig voneinander Wasserstoff, niedrigmolekulares Alkyl oder Halogen, oder R1 und R4 zusammen, die zur Bildung eines zweifach ungesättigten carbocyclischen oder heterocyclischen Ringes notwendigen Atome, x -NR- CCF-(CH2)--m1 -NR-CCHCH=CH- R Wasserstoff oder gegebenenfalls substituiertes niedrigmolekulares Alkyl, m eine ganze Zahl von 1 bis 4 und n 1 oder 2 bedeuten.
    dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol einer Aminoverbindung der Formel F-(NH-R)11 (II) mit n Mol einer Verbindung der Formel EMI4.2 worin Y CO(CH2)m-1 Oder -CO-CH=-H-, und Z Chlor oder Brom bedeutet, umsetzt.
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