CH493608A - Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen

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CH493608A
CH493608A CH1393165A CH1393165A CH493608A CH 493608 A CH493608 A CH 493608A CH 1393165 A CH1393165 A CH 1393165A CH 1393165 A CH1393165 A CH 1393165A CH 493608 A CH493608 A CH 493608A
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amino
compound
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halogen atom
cyanuric
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CH1393165A
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Wurster Rudolf
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Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/02Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/04Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring to a triazine ring
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Description


  
 



  (Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 441 563) Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen der Formel
EMI1.1     
 worin X Methylamino, Aethylamino, oder Dimethylamino und Y Monochlortriazinyl oder   Dichlortriazinyl    bedeuten.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man, durch Umsetzung von 1 Mol eines Cyanurhalogenids mit je 1 Mol 1-Amino-3-acetylaminobenzol,   1 -Amino-8-hydroxynaphthalin-3,6-disul-    fonsäure, eines Amins der Formel H-X und Kupplung mit 1 Mol der Diazoverbindung aus 1-Aminobenzol-2sulfonsäure in beliebiger Reihenfolge, eine Verbindung der Formel
EMI1.2     
 herstellt, in der so erhaltenen Verbindung die Acetylgruppe, z. B. durch Verseifung, abspaltet und 1 Mol der die freie Aminogruppe enthaltenden Verbindung mit 1 Mol 2,4,6-Trichlortriazin oder 2,4-Dichlortriazin substituiert in Stellung 6 acyliert.



   Der Substituent Y in der Formel (I) kann der 4,6 Dichlor-1,3,5-triazinyl-2-rest oder ein Monochlortriazinylrest der Formel  
EMI2.1     
 sein, worin R eine niedrigmolekulare gegebenenfalls weitersubstituierte Alkoxygruppe, eine gegebenenfalls substituierte Phenoxygruppe, eine Aminogruppe, eine niedrigmolekulare gegebenenfalls durch -OH, -COOH,   -SO3H      oder -O-Alkyl    substituierte Monoalkyl- oder Dialkylaminogruppe, eine   Cycloalkylaminogruppe,    eine Arylalkylaminogruppe, eine gegebenenfalls durch niedrigmolekulare Alkyl-, Alkoxy- oder Alkylsulfonylreste, Aminosulfonylreste, Halogenatome, Carbonsäureund/oder Sulfonsäurereste substituierte Arylaminogruppe, eine gegebenenfalls durch niedrigmolekulare Alkyl- oder Alkoxyreste, Halogenatome,

   Carbonsäure- und/oder Sulfonsäurereste substituierte N-Alkyloder N-Hydroxyalkyl-N-arylaminogruppe bedeutet, wobei Alkyl und Hydroxyalkyl niedrigmolekular sind.



   Bevorzugte Substituenten R sind z. B. Methoxy, Aethoxy, Phenoxy, 2-, 3- oder 4-Methylphenoxy, 4 Chlorphenoxy, 4-Carboxyphenoxy, 4-Sulfophenoxy, Amino, Methylamino, Dimethylamino, Athylamino, Di äthylamino, 2-Hydroxyäthylamino, 2- oder 3-Hydroxypropylamino, Di-(2-hydroxyäthyl)-amino, Di-(2- oder 3hydroxypropyl)-amino, 2-Methoxy- oder 2-Aethoxy äthylamino, 3-Methoxypropylamino,   4-Methoxybutyl-    amino,   Carboxymethylamino,    2-Carboxyäthylamino, N Methyl- oder   N-Aethyl-N-carboxymethyl-amino,    N-Methyl- oder N-Aethyl-N-2-carboxyäthyl-amino, 1 Carboxyäthylamino, 2-Sulfoäthylamino, N-Methyl-N-2sulfoäthylamino, Cyclohexylamino, 4-Methyl-cyclohexylamino, Benzylamino, Phenyläthylamino, Phenylamino, 2-, 3- oder 4-Methylphenylamino, 4-Chlorphenylamino, 2- oder 4-Methoxy- bzw.

   2- oder 4 Aethoxyphenylamino, 4-Methylsulfonyl- oder 4 Aethylsulfonylphenylamino, 4-Aminosulfonyl- oder 4 Methylaminosulfonylphenylamino, 2- oder 4-Carboxy   phenylamino,    3- oder 4-Sulfophenylamino 2- Carboxy4-sulfophenylamino, 2,4- oder 2,5-Di-sulfophenylamino, Mono- oder Disulfonaphthyl-1- oder -2-amino, N-Methyl-, N-Aethyl- oder N-2-hydroxyäthyl-N-phenylamino, N-Methyl- oder N-Aethyl-N-sulfophenylamino, N-Me   thyl-N-4-methylphenyl amino,    N-Methyl-N-4-chlorphenylamino, N-Methyl-N-4-methoxy-phenylamino.



   Das Verfahren kann   in    verschiedener Weise ausgeführt werden, z. B. so, dass man zuerst ein Halogenatom eines Cyanurhalogenids mit der 1-ständigen Aminogruppe der   1-Amino-8 < hydroxynaphthalin-3,6-disulfonsäure    umsetzt, hierauf die Diazoverbindung der 2-Amino   benzol-1-sulfonsäure    in ortho-Stellung zur Hydroxygruppe des Zwischenproduktes kuppelt, im erhaltenen Farbstoff ein zweites Halogenatom der Cyanurverbindung gegen den Rest eines primären oder sekundären Amins mit insgesamt höchstens 2 Kohlenstoffatomen und das dritte Halogenatom gegen den Rest des 1 Amino-3-acetylaminobenzols austauscht, die Acetylaminogruppe verseift und dann die freie Aminogruppe des letzteren mit 2,4,6-Trichlortriazin oder 2,4-Dichlortriazin substituiert in Stellung 6 acyliert,

   oder dass man zuerst ein Halogenatom eines Cyanurhalogenids mit der 1-ständigen Aminogruppe der 1-Amino-8-hydroxy   naphthalin-3,6-disulfonsäure,    dann ein Halogenatom des erhaltenen Umsetzungsproduktes mit einem primären oder sekundären Amin mit insgesamt höchstens 2 Kohlenstoffatomen umsetzt, hierauf die Diazoverbindung der   1-Aminobenzol-2-sulfonsäure    in ortho-Stellung zur Hydroxygruppe des Zwischenproduktes kuppelt, und im erhaltenen Farbstoff das dritte Halogenatom gegen den Rest des 1-Amino-3-acetylaminobenzols austauscht, die Acetylaminogruppe verseift, worauf man die freie Aminogruppe mit 2,4,6-Trichlortriazin oder 2,4 Dichlortriazin substituiert in Stellung 6 acyliert, oder dass man zuerst ein Halogenatom eines Cyanurhalogenids mit einem primären oder sekundären Amin mit insgesamt höchstens 2 Kohlenstoffatomen,

   dann ein Halogenatom des erhaltenen Umsetzungsproduktes mit der 1-ständigen Aminogruppe der   l-Anino-8-hydroxy-    naphthalin-3,6-disulfonsäure umsetzt, hierauf die Diazoverbindung der 1-Aminobenzol-2-sulfonsäure in ortho Stellung zur Hydroxygruppe des Zwischenproduktes kuppelt, und im erhaltenen Farbstoff das dritte Halogenatom gegen den Rest des 1-Amino-3-acetylaminobenzols austauscht, die Acetylaminogruppe verseift, worauf man die freie Aminogruppe mit 2,4,6- Trichlortriazin oder 2,4-Dichlortriazin substituiert in Stellung 6 acyliert, oder dass man die Diazoverbindung der 1-Aminobenzol-2sulfonsäure in ortho-Stellung zur Hydroxygruppe der 1   Amino-8-hydroxynaphthalin-3 , 6-disulfonsäure    kuppelt, hierauf die 1-ständige Aminogruppe mit einem Cyanurhalogenid umsetzt,

   im erhaltenen Farbstoff ein zweites Halogenatom der Cyanurverbindung gegen den Rest eines primären oder sekundären Amins mit insgesamt höchstens 2 Kohlenstoffatomen und das dritte Halogenatom gegen den Rest des 1-Amino-3-acetylaminobenzols austauscht, die Acetylaminogruppe verseift, und dann die freie Aminogruppe des letzteren mit 2,4,6-Trichlortriazin oder 2,4-Dichlortriazin substituiert in Stellung 6 acyliert oder dass man durch Umsetzung der drei Halogenatome eines Cyanurhalogenids in beliebiger Reihenfolge mit 1-Hydroxy-8-aminonaphthalin-3,6-disulfonsäure, mit einem primären oder sekundären Amin, das insgesamt höchstens 2 Kohlenstoffatome enthält, und mit 1-Amino-3-acetylaminobenzol die Verbindung der Formel (II) erhält, diese kuppelt, die Acetylaminogruppe verseift und dann die freie Aminogruppe mit 2,4,6-Trichlortriazin oder 2,4-Dichlortriazin substituiert in Stellung 6,

   umsetzt.



   Der Ersatz des ersten Halogenatoms der Cyanurverbindung wird zweckmässig bei tiefer Temperatur, z. B.



  bei   0"    bis   10 CC,    und im pH-Bereich von 3 bis 8, vorzugsweise zwischen 4 und 5, ausgeführt. Der Ersatz des zweiten Halogenatoms geschieht vorteilhaft bei mässig erhöhter Temperatur, z. B. bei Temperaturen von   30     bis   85 cm,    und im pH-Bereich von 4 bis 7, während das dritte Halogenatom erst bei Temperaturen von   80"    bis 95   C",    vorteilhaft bei etwa 90   "C,    und im pH-Bereich von 4 bis 7, gegen den Rest des 1-Amino-3 acetylaminobenzols ausgetauscht wird.

 

   Die Kupplung der Diazoverbindung der 1-Aminobenzol-2-sulfonsäure mit der Kupplungskomponente wird vorteilhaft bei Temperaturen von   0     bis 20   OC,    vorzugsweise bei   0"    bis   10     C, und im pH-Bereich von 4 bis 9, vorzugsweise von 6 bis 8, ausgeführt.  



   Die Verseifung der Acetylaminogruppe erfolgt zweckmässig in stark alkalischer Lösung, z. B. in einer Alkalihydroxydlösung, in der Wärme, bei Temperaturen zwischen   70"    und 100   "C.   



   Die Acylierung mit dem 2,4,6-Trichlortriazin wird zweckmässig bei tiefer Temperatur, z. B. bei   0     bis 10   OC    und im pH-Bereich von 3 bis 6, vorzugsweise zwischen 4 und 5, ausgeführt.



   Die Acylierung mit dem 2,4-Dichlortriazin substituiert in Stellung 6 geschieht vorteilhaft bei mässig erhöhter Temperatur, z. B. bei Temperaturen von   30     bis 80   OC    im pH-Bereich von 4 bis 7.



   Statt der Acylierung mit einem 2,4-Dichlortriazin, welches in 6 Stellung substituiert ist, auszuführen, kann man auch die Acylierung mit 2,4,6-Trichlortriazin ausführen und den erhaltenen Farbstoff, welcher eine 4,6 Dichlortriazinyl-2-gruppe trägt, mit einer Hydroxy- oder Aminoverbindung bei mässig erhöhter Temperatur z. B.



  bei 300 bis 80   OC    und bei pH-Werten von etwa 4 bis 7 kondensieren.



   Da sowohl beim Ersatz der Halogenatome des Cyanurhalogenids als auch bei der Kupplung und bei der Acylierung mit 2,4,6-Trichlortriazin oder 2,4-Dichlortriazin substituiert in Stellung 6 Säure freigesetzt wird, muss zur Einhaltung des günstigen pH-Bereiches ein säurebindendes Mittel zugesetzt werden. Dieser Zusatz kann am Anfang der Umsetzung z. B. in Form eines als Puffer wirkenden Salzes, wie Natrium- oder Kaliumacetat, oder in kleinen Portionen während der Umsetzung stattfinden, wobei man Natrium-bicarbonat, -carbonat, -hydroxid, -metasilicat oder auch Borax oder Trinatriumphosphat als wässerige Lösungen oder in Pulverform verwenden kann. Selbstverständlich können die Kalium- oder   Lithiumverbindungen    an Stelle der   Natriumverbindungen    eingesetzt werden.



   Man arbeitet vorteilhaft in wässrigem Medium, doch können einige Umsetzungen, z. B. zwischen dem Cyanurhalogenid und dem primären oder sekundären Amin auch in wässrig-organischem oder rein organischem Medium stattfinden.



   Als Cyanurhalogenid verwendet man das Cyanurbromid oder vorzugsweise das Cyanurchlorid.



   Nach Beendigung der Umsetzung wird der fertige Farbstoff gegebenenfalls nach Neutralisation seiner Lösung oder Suspension ausgesalzen, abgesaugt, gegebenenfalls gewaschen und getrocknet.



   Die neuen Reaktionsfarbstoffe besitzen eine gute Löslichkeit in Wasser, gute Verträglichkeit mit Salzen und Hartwasser, gute Reaktivität mit vegetabilischen Fasern sowie tierischen und synthetischen Polyamidfasern und reservieren Cellulose-21/2- und -triacetat, Polyester-, Polyacrylnitril-, Polyvinylchlorid-, Polyvinylacetat- und   Polyalkylenfasern.    Zudem lässt sich der unfixierte Farbstoffanteil aus den Färbungen leicht auswaschen.



   Sie eignen sich zum Färben von Leder, zum Färben, Klotzen und Bedrucken von Fasern tierischer Herkunft, z. B. Wolle, Seide, von synthetischen Polyamidfasern, z. B. Nylon, von Cellulosefasern, z. B. Baumwolle, Leinen und von Fasern aus regenerierter Cellulose, z. B.



  Viskosereyon, Kupferreyon, Zellwolle, sowie von Gemischen und/oder Gebilden aus diesen Fasern und insbesondere zum Färben von Cellulosefasern nach dem Ausziehverfahren, da sie in Gegenwart von Neutralsalzen ein gutes Aufziehvermögen auf die Cellulosefasern aufweisen.



   Die Fixierung der Farbstoffe auf den Cellulosefasern wird im allgemeinen in alkalischem Medium und durch Hitzebehandlung ausgeführt, doch kann bei Verwendung von starken Alkalien wie Natriumhydroxid oder silicat die Fixierung auch bei Temperaturen von   20     bis 40   "C    erfolgen. Wenn die Reaktivgruppe eine Dichlortriazinylgruppe ist, kann man die Fixierung schon mit Natriumcarbonat oder -bicarbonat bei Raumtemperatur ausführen. Der Zusatz gewisser   quatemierbarer    Amine wie Trimethylamin, Triäthylendiamin oder asymetrisches Dimethylhydrazin, vorzugsweise in stöchiometrischen Mengen, beschleunigt die Fixierung sodass die Fixiertemperatur herabgesetzt oder die Fixierdauer verkürzt werden kann.



   Die Färbungen auf Cellulosefasern besitzen gute Lichtechtheiten und gute Nassechtheiten (Wasch-, Wasser-, Meerwasser-, Schweiss-, Sodakoch- und Verkochechtheiten) sowie gute Reib-, Essigsäure-, Chlorbadewasser- und Trockenreinigungsechtheiten und sind beständig gegen alkalische hydrolytische Einflüsse.



   In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
Zu einer Suspension von 92 Teilen Cyanurchlorid in 800 Teilen Wasser trägt man 159 Teile 1-Amino-8hydroxynaphthalin-3,6-disulfonsäure ein. Dabei wird die Suspension rasch sauer. Durch Zugabe einer 20   0logen    Lösung von 54 Teilen Natriumcarbonat wird der pH Wert bei 3,5 gehalten. Die Temperatur wird während des Vorganges bei   0     bis 30 gehalten. Der Endpunkt der etwa 4 Stunden dauernden Kondensation kann im Chromatogramm erkannt werden.



   Die inzwischen, durch langsame kontinuierliche Zugabe von 32,8 Teilen Natriumnitrit als etwa 25    loige    Lösung zu 82 Teilen 1-Aminobenzol-2-sulfonsäure suspendiert in 300 Teilen Wasser und 57,5 Teilen 30   O/oiger    Chlorwasserstoffsäure in etwa 20 Minuten bei einer Temperatur von   0     bis   3 ,    bereitete Diazosuspension wird innert 3 Minuten zur Kupplungskomponente zugegeben. Die Temperatur beträgt   0-30.    In ungefähr 40 Minuten wird der pH-Wert durch Zugabe von etwa 160 Teilen einer 20   0logen    Natriumcarbonatlösung auf 6,5 gestellt. Man rührt noch 30 Minuten nach, um die Kupplung zu beenden.



   Darauf gibt man zu obiger Farbstofflösung eine neutrale etwa 5   O/oige    Lösung von 38.2 Teilen Monome   thylaminhydrochlorid    in ungefähr 3 Minuten hinzu.



  Man erwärmt nun innert 100 Minuten auf   80-850;    dabei wird durch Zugabe von 43 Teilen Natriumcarbonat als 20   o/oige    Lösung der pH-Wert zwischen 6 und 7 gehalten. Die Kondensation wird chromatographisch verfolgt. Der Monochlortriazinylfarbstoff fällt während der Kondensation kristallin aus, löst sich jedoch wieder bei weiterem Aufheizen auf etwa   90".    Man stellt das Volumen auf 4300 Volumenteile und den pH-Wert auf 6. Zu dieser 900 warmen Lösung gibt man innert 45 Minuten 630 Teile Natriumchlorid zu, lässt die Suspension in 1 Stunde auf   60     abkühlen und saugt den Farbstoff ab.

 

   Das erhaltene   l-hydroxy-2-phenvlazo-8-(4"-chlor-    6"-methylamino-1", 3", 5"-triazinyl-2"-amino)-naphthalin-3,6,2'-trisulfonsaure Natrium - in Form des feuchten   Filterrückstandes - wird    in 4300 Teilen Wasser bei   80"    gelöst. Man versetzt die Lösung mit 75   Teilen 1-Amino-3-acetylaminobenzol, rührt das Gemisch mehrere Stunden bei   80-850    unter Zugabe von Natriumcarbonat, um den pH-Wert bei etwa 5 zu halten. Wenn kein Natriumcarbonat mehr verbraucht wird, versetzt man die Lösung mit 500 Teilen 30   0/obiger    Natriumhydroxidlösung und erhitzt sie einige Stunden
Die 39,2 Teilen des Farbstoffes der Formel auf   80-90",    um die Acetylgruppe abzuspalten.

  Nach Beendigung der Verseifung neutralisiert man das überschüssige Alkali mit konzentrierter Salzsäure, salzt den Aminofarbstoff bei etwa   800 aus,    lässt das Gemisch erkalten und saugt den Niederschlag nach dem Erkalten ab.
EMI4.1     




  entsprechende Menge des feuchten Filterrückstandes wird in etwa 500 Teilen Wasser bei   50-600    gelöst. Die Lösung wird auf Raumtemperatur abgekühlt und langsam zu einer auf   0-3"    gehaltenen Suspension von 9,5 Teilen Cyanurchlorid in 100 Teilen Eiswasser zugegeben. Durch Zugabe von 20   O/oiger    Natriumcarbonatlösung sorgt man dafür, dass der pH-Wert im Bereich 4 bis 6 bleibt. Man rührt das Gemisch solange bei   0-3",    bis kein Ausgangsfarbstoff mehr nachweisbar ist, stellt es auf den pH-Wert 7 ein, salzt den Farbstoff aus, saugt ihn ab, mischt ihn mit einem Phosphatgemisch vom pH Wert 7 und trocknet bei   30-40"    im Vakuum. Man erhält ein braunrotes Pulver, welches sich in Wasser mit roter Farbe löst.



   Färbevorschrift
Man bereitet ein Färbebad aus 4 Teilen des nach obenstehendem Beispiel hergestellten Farbstoffes in 2000 Teilen Wasser von   20     und 40 Teilen   kalziniertem    Natriumsulfat. Man geht nun mit 100 Teilen Baumwollsatin ein, gibt 20 Teile kalziniertes Natriumcarbonat zu und zieht die Baumwolle bei   20-25"    um. Nach 10 bzw. 20 Minuten gibt man jeweils 40 Teile kalziniertes Natriumsulfat zu. Der substantive Farbstoff ist nun auf die Faser gezogen, wo er durch einstündiges Weiterbehandeln bei   20-25"    fixiert wird. Nach dem üblichen Spülen wird das Gewebe getrocknet. Man erhält eine schön rote, sodakochechte Färbung von guter Lichtechtheit.



   Beispiel 2
31,9 Teile   1 -Amino-8-hydroxynaphthalin-3,6-disul    fonsäure werden in 300 Teilen Wasser suspendiert und durch Zugabe von 30   0loiger    Natriumhydroxidlösung bis zur neutralen Reaktion gelöst. Diese Lösung gibt man innert   21/2 Stunden    zu einer Suspension, welche man durch Eintragen von 18,45 Teilen gemahlenem Cyanurchlorid in 150 Teilen Eiswasser erhalten hat. Während der Umsetzung wird die Temperatur bei   0-30    gehalten und der pH-Wert durch Zutropfen einer verdünnten Natriumcarbonatlösung auf   3,0-3,5    eingestellt.



  Nach beendeter Reaktion gibt man 9,7 Teile 350/oige Monomethylamidlösung, die man durch Zugabe von 30   O/o-    iger Salzsäure auf einem pH-Wert von 6,5 bis 7,5 gestellt hat, hinzu. Anschliessend erwärmt man das Reaktionsgemisch während 11/2 Stunden auf eine Temperatur von   55-60"    und hält den pH-Wert durch Zutropfen von verdünnter Natriumcarbonatlösung zwischen 5,0 und 6,0. Nachdem die Kondensation beendet ist, gibt man 15 Teile 3-Amino-1-acetylaminobenzol hinzu und erwärmt das Reaktionsgemisch während 2-3 Stunden auf   90-95".    Der pH-Wert wird durch Zutropfen einer verdünnten Natriumcarbonatlösung zwischen 6,0 und 7,0 gehalten. Nach beendeter Reaktion wird die Lösung auf   10-15"    abgekühlt.



   Anschliessend gibt man innert 30 Minuten bei einer Temperatur von   10-150    eine eiskalte Diazosuspension hinzu, die man auf übliche Weise durch diazotieren von 17,3 Teilen 1-Aminobenzol-2-sulfonsäure erhalten hat.



  Während der Kupplung wird der pH-Wert durch Einstreuen von Natriumbicarbonat zwischen 6,0 und 7,0 gehalten. Nach beendeter Reaktion wird der Farbstoff durch Zugabe von Natriumchlorid ausgefällt und abfiltriert.



   Die feuchte Farbstoffpaste wird in 500 Teilen 5   O/oiger    Natriumhydroxidlösung gelöst, die Lösung auf   80-850    erwärmt und solange bei dieser Temperatur gehalten, bis die Entacetylierung beendet ist. Danach wird die Farbstofflösung auf Raumtemperatur abgekühlt und durch Zugabe von 30   0/obiger    Salzsäure auf pH 6,5 gestellt. Anschliessend wird der Farbstoff durch Einstreuen von Natriumchlorid ausgefällt, filtriert und in 400 Teilen Wasser wieder gelöst.

  Durch erneutes Ausfällen mit Hilfe von Natriumchlorid und anschliessender Filtration wird der Farbstoff von Verunreinigungen befreit. 78,3 Teile des Trinatriumsalzes des nach obigen Angaben erhaltenen Farbstoffes werden in 400 Teilen Wasser gelöst und die Lösung innert 2-3 Stunden zu einer Suspension getropft, welche man durch Eintragen von 18,45 Teilen gemahlenem Cyanurchlorid in 150 Teilen Eiswasser erhalten hat. Während der Kondensation wird die   Temperatur bei 03     gehalten und der pH-Wert durch Zutropfen einer verdünnten Natriumcarbonatlösung auf   3,0-3,5    eingestellt. Nach beendeter Kondensation wird der Farbstoff durch Zugabe von Natriumchlorid ausgefällt, abfiltriert und im   Vakuum bei   30-400    getrocknet. Der getrocknete Farbstoff löst sich in Wasser mit roter Farbe.



   Beispiel 3
39,2 Teile des Farbstoffs (IV) werden in der im
Beispiel 1 angegebenen Weise mit 9,5 Teilen Cyanur chlorid umgesetzt. Der durch Aussalzen und Absaugen erhaltene Filterkuchen wird in 600 Teilen Wasser bei    60     gelöst und bei dieser Temperatur mit einer Lösung aus 9 Teilen 1-Aminobenzol-3-sulfonsäure in 100 Teilen
Wasser und 6,7 Teilen   300/obiger    Natriumhydroxidlö sung versetzt. Man rührt bei 600 und hält den pH-Wert zwischen 4 und 6 durch Zutropfen einer   200/eigen    Natriumcarbonatlösung. Wenn die Umsetzung beendet ist, wird die Lösung neutralisiert und klärfiltriert und aus dem Filtrat der Farbstoff ausgesalzen.

  Nach Absaugen, Waschen mit Natriumchloridlösung, Trocknen bei    80"    im Vakuum und Mahlen stellt der neue Farbstoff ein braunrotes Pulver dar, welches sich im Wasser mit roter Farbe löst und Cellulosefasern nach der Färbevor schrift von Beispiel 1 in brillanten, licht- und nassechten
Tönen färbt.



   Beispiel 4
39,2 Teile des Farbstoffs (IV) in Form eines feuchten Filterkuchens werden in 350 Teilen Wasser bei   60     gelöst. Nach Zugabe von 8,3 Teilen 2,4-Dichlor-6   amino-1.3,5-triazin    in fein pulverisierter Form rührt man das Gemisch einige Stunden bei 600 und hält den pH-Wert auf etwa 5 durch Zutropfen einer 20   0logen   
Natriumcarbonatlösung. Nach Beendigung der Umsetzung wird die Lösung neutralisiert und klärfiltriert. Der durch Aussalzen, Absaugen und Trocknen bei 800 im Vakuum isolierte Farbstoff ist ein braunrotes Pulver, das sich in Wasser mit roter Farbe löst und Cellulosefasern in leuchtenden roten licht- und nassechten Tönen färbt.



      Färbevorschrijt   
Man bereitet ein Färbebad aus 4 Teilen des nach obenstehendem Beispiel hergestellten Farbstoffes in 2000 Teilen Wasser von 400 und 40 Teilen kalziniertem Natriumsulfat. Man geht nun mit 100 Teilen Baumwollsatin ein, gibt 20 Teile kalziniertes Natriumcarbonat zu und erhitzt im Verlaufe von 20 Minuten auf   900.    Wenn die Temperatur 650 und 900 erreicht hat, gibt man jeweils 40 Teile kalziniertes Natriumsulfat zu. Der substantive Farbstoff ist nun auf die Faser gezogen, wo er durch einstündiges Weiterbehandeln bei   90"    fixiert wird. Nach dem üblichen Spülen wird das Gewebe getrocknet. Man erhält eine schön rote, sodakochechte
Färbung von guter Lichtechtheit.



   Man erhält den gleichen Farbstoff, wenn man im
Beispiel 3 die   1 -Aminobenzol-3-sulfonsäure    durch die entsprechende Menge Ammoniak ersetzt. Wenn man an Stelle des 2,4-Dichlor-6-amino-1,3,5-triazin die entspre   ohende    Menge,   2,4-Dichlor-6-methoxy-l ,3 $-triazin    ver wendet, so erhält man einen Farbstoff mit ähnlichen
Eigenschaften.



   Die nachstehende Tabelle enthält weitere Farbstoffe der Formel (I), welche nach den Angaben der Beispiele
1 bis 4 hergestellt und durch die Substituenten X und Y sowie durch den Farbton der Färbungen auf Baumwolle gekennzeichnet sind.



  Bei- Substituent X Substituent Y Farbton auf spiel = Rest von = Rest von Baumwolle Nr.



   5 Dimethylamin 2,4,6-Trichlor- blaustichig rot    1,3,5-triazin   
6 Dimethylamin   6-Amino-2,4Zi-    blaustichig rot    chlor-1,3,5-    triazin
7 Dimethylamin   6-Metlioxy-26-sli-    blaustichig rot chlor-1,3,5-tri azin
8 Monomethylamin   6-Phenoxy-2,4 < di-    blaustichig rot    chlòr-1,3,5-    triazin
9 Monomethylamin   6-Phenyl amino -2,4-    blaustichig rot    dichlor-1 ,3,5-tri- azin-4'-sulfonsäure   
10 Monomethylamin   6 -Methylamino-2 4-    blaustichig rot dichlor-1,3,5 triazin
11 Monomethylamin 6-(2'-Hydroxyäthyl- blaustichig rot amino)-2,4-dichlor    1,3,5-triazin   
12 Monomethylamin 6-(2'-Hydroxyäthyl- blaustichig rot amino)-2,4-dichlor     

   1,3,5-triazin    

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen der Formel EMI6.1 worin X Methylamino, Aethylamino oder Dimethylamino und Y Monochlortriazinyl oder Dichlortriazinyl bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man durch Umsetzung von 1 Mol eines Cyanurhalogenids mit je einem Mol 1-Amino-3 -acetylaminobenzol, 1-Amino-8-hydroxy- naphthalin-3,6-disulfonsäure, eines Amins der Formel FI-X und Kupplung mit 1 Mol der Diazoverbindung aus 1 -Aminobenzol-2-sulfonsäure in beliebiger Reihenfolge, eine Verbindung der Formel EMI6.2 herstellt,
    in der so erhaltenen Verbindung die Acetylgruppe abspaltet und 1 Mol der die freie Aminogruppe enthaltenden Verbindung mit 1 Mol 2,4,6-Trichlortnazin oder 2,4-Dichlortriazin substituiert in Stellung 6 acyliert.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zuerst ein Halogenatom eines Cyanurhalogenids mit der 1-ständigen Aminogruppe der 1 Amino-8-hydroxynaphthalin-3,6 disulfonsäure umsetzt, hierauf die Diazoverbindung der 1-Aminobenzol-2-sulfonsäure in ortho-Stellung zur Hydroxygruppe des Zwischenproduktes kuppelt, im erhaltenen Farbstoff ein zweites Halogenatom der Cyanurverbindung gegen den Rest eines primären oder sekundären Amins mit insgesamt höchstens 2 Kohlenstoffatomen und das dritte Halogenatom gegen den Rest des 1-Amino-3-acetylaminobenzols austauscht, die Acetylaminogruppe verseift und dann die freie Aminogruppe mit 2,4,6 Trichlortriazin oder 2,4-Dichlortriazin substituiert in Stellung 6 acyliert.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Ersatz des ersten Halogenatoms der Cyanurverbindung bei Temperaturen von 0 bis 10 "C und im pH-Bereich von 3 bis 8 ausführt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Ersatz des zweiten Halogenatoms der Cyanurverbindung bei Temperaturen von 300 bis 85 "C und im pH-Bereich von 4 bis 7 ausführt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Ersatz des dritten Halogenatoms der Cyanurverbindung bei Temperaturen von 700 bis 95" und im pH-Bereich von 4 bis 7 ausführt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kupplung bei Temperaturen von 0 bis 20 "C im pH-Bereich von 4 bis 9 ausführt.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Acylierung mit 2,4,6-Trichlortriazin bei Temperaturen von 0 bis 10 OC und im pH Bereich von 3 bis 6 ausführt.
    7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Acylierung mit 2,4-Dichlortriazin substituiert in Stellung 6 bei Temperaturen von 30 bis 80 OC und im pHzBereich von 4 bis 7 ausführt.
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