CH493908A - Isolieranordnung aus Giessharz - Google Patents
Isolieranordnung aus GiessharzInfo
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Description
Isolieranordnung aus Giessharz Die Erfindung betrifft eine Isolieranordnung mit einem Kern aus glasfaserverstärktem Giessharz und einem Giessharzmantel, die beispielsweise für auf Zug und Umbruch beanspruchte Isolatoren sowie für Mastausleger und Isoliertraversen bestimmt ist. Für Hochspannungszwecke und Ausseninstallation ist es bekannt, Giessharzisolatoren zu verwenden, die einem mechanisch festen Kern aus glasfaserverstärktem Giessharz und einem durch Umguss erzeugten witte rungs- und kriechstromfesten Mantel bestehen. Hierbei bereitet die Kopplung der kraftübertragenden Armierungen mit dem Glasfaserstrang besondere Schwierigkeiten. Für derartige Isolatoren ist es bekannt, Glasfaserstränge zu Schlingen zusammenzufassen, die mittels Haken oder Bolzen die beiden Armaturen verbinden. Die hierbei nicht zu vermeidenden Umlenkungen des Glasfaserquerschnitts führen zum Verlust eines Grossteils der Festigkeit. Ferner sind auch Isolatoren aus einem mit Giessharz imprägnierten Glasfaserstab bekannt, an dessen Enden hülsenförmige Armaturen durch Eindrükken befestigt sind. Hierbei besteht die Gefahr, dass durch die erforderliche Druckanwendung die Enden des Glasfaserstabes durch Risse beschädigt werden. Gemäss der Erfindung werden die genannten Nach- teile dadurch beseitigt, dass der einen rechteckigen Querschnitt aufweisende Kern an seinen verbreiterten, vom Giessharzmantel freigelassenen Enden mit die Anschlussarmaturen bildenden Kappen versehen ist die mit dem Kern verbunden sind und dessen Enden dicht umschliessen. Bei zweiteiligen Kappen sind diese durch Schrauben bolzen fest um das verbreiterte Kernende zusammengepresst. Hierbei können die Schraubenbolzen durch die verbreiterten Enden gehen oder neben diesen angeordnet sein. Besonders vorteilhaft ist es, die zweiteiligen Kappen mit Stegen auszubilden. Einteilige Kappen, die sich in verarbeitungstechnischer Hinsicht als besonders vorteilhaft erwiesen haben, beinhalten zweckmässigerweise ebenfalls Nuten, die vorgegossen sind und die beim Aufsetzen der Kappe auf die verbreiterten Kernenden den Nuten in den Kernenden gegenüber stehen. Die Kernenden sind mit den Kappen vorteilhafterweise durch eingepresste Federbuchsen verbunden. Ein zwischen Kappe und Kern sich bildender möglicher Hohlraum kann mit einer Klebekombination ausgespritzt werden. Hierdurch wird ein Eindringen von Feuchte zwischen Kappe und Kern verhindert und gleichzeitig die Adhäsion zwischen Kappe und Kern verbessert. Der rechteckige Glasfasernkern, der im Press- oder im Imprägnierverfahren hergestellt wird, besteht vorteilhafterweise aus Glasfasermatten, die, verglichen mit Glasfasergeweben und Rovings, eine grössere Sicherheit gegen einen elektrisohen Durchschlag gewährleisten. Zur Bildung der Glasmatten können aromatische oder cycloaliphatische Giessharzsysteme verwendet werden. Der durch Umguss erzeugte Mantel weist zweckmässigerweise einen rechteckigen oder ovalen Querschnitt auf. Er kann aus einem freiluftbeständigen Giessharzsystem, z. B. einem cycloaliphatischen Harz-Härter-System hergestellt werden, das entsprechende mineralische Füllstoffe, z. B. Quarzmehl oder Aluminiumoxydtrihydrat, enthalten kann. Zur Verbesserung des Verbundes des Harz-Härter-Systems mit dem Füllstoff und zur Herabsetzung der Feuchteaufnahme können dem Umgussharz Haftvermittler, z. B. Silane, zugesetzt werden. Als Kleber können getüllte cycloaliphatische Giessharzsysteme, z. B. mit Quarzmehlfüllung verwandt werden. Um Glimmerscheinungen, die durch mögliche Lufteinschlüsse beim Einspritzen des Klebers zwischen Kappe und Glasfaserstrang hervorgerufen werden, auszuschalten, können als Füllstoff auch elektrisch leitende Werkstoffe, z. B. Kupfer-, Messing-, Aluminium- oder Stahlpulver, verwandt werden. In den Figuren 1 bis 6 sind Beispiele der Erfindung näher erläutert. Die Fig. 1 und 2 zeigen einen auf Zug beanspruchten Isolator, der aus einem rechteckigen glasfaserverstärkten Kern 1 besteht, der an seinen Enden 2 entsprechend verbreitert ist. Der Kern 1 ist von einem Mantel 3 mit Schirmen 4 umgossen. Das verbreiterte Ende 2 bleibt von dem Umguss frei. Für die Bildung der Armatur ist eine aus den beiden Teilen 5 und 6 bestehende metallische Kappe vorgesehen, welche das Kernende völlig dicht umschliesst. Um eine einwandfreie, sichere Verbindung zwischen der aus den Teilen 5 und 6 bestehenden Kappe und dem Ende des Glasfaserkernes 1 zu erzielen, ist das Ende 2 an seinen beiden Breitseiten mit vier Rillen 7 und 8 versehen, in welche entsprechende Stege 9 und 10 der beiden Kappenteile 5 und 6 eingreifen. Die beiden Kappenschalen werden durch vier Schraubenbolzen 11 und 12, die seitlich der Kernenden angeordnet sind, zusammengepresst. Hierdurch wird eine sichere Verbindung der Armatur mit dem Glasfaserkern erreicht, ohne dass es erforderlich ist, die Enden 2 des Glasfaserkernes mit besonders grossen Haftflächen zu versehen. Zur Abdichtung zwischen den Berührungsflächen der beiden Kappenteile 5 und 6 ist eine Dichtungseinlage 13 vorgesehen. Ausserdem sind die beiden Kappenteile 5 und 6 gegenüber dem Kern durch einen Ring 14 abgedichtet. Durch Anziehen der Schrauben 11 und 12 mittels eines Drehmomentschlüssels kann eine gezielte und gleichmässige Haftung der Kappe auf dem Ende des Glasfaserkerns erreicht werden, die man gegebenenfalls noch durch einen Kleber unterstützen kann. Im Kopf 15 der Kappe ist eine Aufnahme 16 für einen Klöppelanschluss vorgesehen. Man kann die Kappe auch mit einer Schraubhülse ausbilden. Die Fig. 3 und 4 zeigen eine Ausbildung, bei der ein glasfaserverstärkter Kern 1 vorgesehen ist, der mit einem Mantel 3 mit Schirmen 4 umgeben ist. Auch hier hat der Glasfaserkern einen rechteckigen Querschnitt und weist ein verbreitertes Ende 17 auf, das von einer aus den Teilen 18 und 19 gebildeten metallischen Kappe umgeben ist. Die Befestigung der Kappenteile auf dem Kernende 17 erfolgt mittels der Idurch diese hindurchgehenden beiden Schrauben 20. Auch hier sind, wie bei der Ausführung nach den Fig. 1 und 2, eine Dichtungseinlage 13 und ein Dichtungsring 14 vorgesehen. In der Kappe befinden sich ebenfalls Aufnahmen 16 für einen nicht dargestellten Klöppelanschluss. In den Fig. 5 und 6 ist eine weitere Konstruktion erläutert, die ebenfalls einen glasfaserverstärkten Kern 1 besitzt, der mit dem Mantel 3 und Schirmen 4 umgeben ist. Wiederum hat der Glasfaserkern einen rechteckigen Querschnitt und weist ein verbreitertes Ende 21 auf, über das einteilige Kappen 22 dergestalt aufgesteckt werden, dass sich die im Kern 1 vorgepresste Haibbohrung 23 mit den sich in den Kappen vorgegossenen Halbbohrungen 24 gegen überstehen. Hierdurch ergeben sich kreisförmige Hohlräume, in die Federbuchsen aus Stahl 25 eingepresst werden. Der zwischen Kern und Kappe sich bildende Hohlraum 26 wird, wie die Enden der rohrförmigen Federbuchsen 27, mit einer Kleberkombination ausgefüllt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHIsolleranordnung mit einem Kern aus glasfaserverstärktem Giessharz und einem Giessharzmantel, dadurch gekennzeichnet, dass der einen rechteckigen Querschnitt aufweisende Kern an seinen verbreiterten, vom Giessharzmantel freigelassenen Enden mit die Anschlussarmatur bildenden Kappen versehen ist, die mit dem Kern verbunden sind und dessen Enden dicht umschliessen.UNTERANSPRÜCHE 1. Isolieranordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern an seinen verbreiterten Enden mit einteiligen Kappen versehen ist, die mit dem Kern verbunden sind und die Enden dicht umschliessen.2. Isolleranordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern an seinen verbreiterten Enden mit zweiteiligen Kappen versehen ist, die mit dem Kern verbunden sind und ,die Enden dicht umschlies- sen.3. Isolieranordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Kernenden und Kappen mit Halbbohrungen oder Nuten versehen sind und dass in diese Hohlräume zur Befestigung des Kernes an die Kappen Federbuchsen eingepresst sind.4. Isolieranordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass beide Kappenteile durch Schraubenbolzen zusammengepresst sind, ,die neben den verbreiterten Kernenden angeordnet sind.5. Isolieranordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die die Kappenteile zusammenpressenden Schraubenbolzen durch das verbreiterte Kernende hindurchgehen.6. Isolieranordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zweiteilige Kappen mit Stegen in Nuten der beiden Breitseiten der Kernenden eingreifen.7. Isolieranordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenraum zwischen den Kappen und den Kernenden mit einem Kleber ausgefüllt ist, der einen elektrisch leitenden Füllstoff enthält.8. Isolieranordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Giessharzmantel einen rechtekkigen oder ovalen Querschnitt aufweist.9. Isolieranordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern aus mit Giessharz gebundenen Glasfasermatten gebildet ist.
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1969
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