Vorrichtung zur Herstellung von Schlauchgewirk mit einer laufmaschensicheren Kante
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung von Schlauchgewirk mit einer laufmaschensicheren Kante, enthaltend einen Nadelzylinder, in dem Zylinder verschiebbare Nadeln und Vorrichtungen, die mit den Nadeln zur Maschenbildung zusammenwirken und Mittel zum Wirken von Abschlussmaschenreihen einschliessen.
Die Erfindung ist im besonderen auf eine Verbesserung der Maschine zur Herstellung von Strümpfen gerichtet, die in der USA-Patentschrift Nr. 3 340706 beschrieben ist.
Gemäss dieser Patentschrift werden Strümpfe gewirkt, die das besondere Kennzeichnen aufweisen, dass die Spitzentaschen durch Verdrehen des Gewirks hergestellt sind, um einen Verschluss der Tasche ohne Zuhilfenahme des üblichen Kettelvorganges zu erzielen. Zur Ausführung dieser Art von Spitzentaschen wird der Strumpf vorzugsweise gewirkt, indem mit der Spitze begonnen wird und dann die Fuss-, Fersen- und Längenteile gewirkt werden, worauf die Bildung des Doppelrandes folgt. Der Doppelrand umfasst ein Paar von Schichten, wobei die Endmaschenreihe der zuletzt gewirkten Schicht auf die Nadeln zum Schliessen des Randes übertragen wird. Der Arbeitsvorgang kann aber nicht durch diese übertragung beendet werden, das Wirken muss vielmehr fortgesetzt werden, um eine kurze Leiste zu bilden, da sich sonst die übertragenen Maschen unmittelbar auflösen würden.
Nach der genannten Patentschrift hat die Leiste ein laufmaschenfestes Gefüge und kräuselt sich dermassen, dass dadurch ein wirksamer Widerstand gegen Auflaufen der Maschen geschaffen wird. Jedoch kann im Gebrauch des Strumpfes ein Maschenlaufen auftreten, das die Auflösung der Maschen in einem solchen Ausmass verursacht, dass diese Auflösung auch die Übertragungslinie erreicht und so ein Aufgehen des Doppelrandes zur Folge hat.
Der Strumpf kann in der in der genannten Patentschrift beschriebenen Weise bis zur Bildung der Leiste gewirkt werden. Nach der Übertragung geht das Wirken mit laufmaschensicheren Maschen weiter und nach einer Anzahl von Maschen reihen wird ein elektrisches Heizelement unter Strom gesetzt und in den Nadelkreis in die Nähe der Leiste gebracht. Kurz zuvor werden durch entsprechende Auswahl der Schlossteile die Nadeln in der Nähe des Heizelements nach unten gezogen und die Platinen zur Maschenfreigabe zurückgezogen. Die Maschinendrehzahl wird herabgesetzt und die Warenspannung verkleinert, so dass die gewirkten Kanten des Gewirks, die sich einwärts vom Nadelkreis erstrecken, eine gewellte Form mit Spitzen und Tälern annehmen.
Die zugeführte Hitze bringt die am Heizelement liegenden Maschenreihen zum Schmelzen, wobei eine grössere Verschmelzung und Verformung an den Spitzen stattfindet und so die Wirkung wie bei einer perforierten Reisslinie entsteht. Nach genügender Schmelzung werden die Nadeln freigemacht, und das Gewirk wird abgeworfen. Die zuletzt gewirkte Kante oder der Abfallring ausserhalb der Schmelzzone kann dann leicht abgetrennt und entfernt werden. Die natürliche Kräuseltendenz bewirkt, dass sich die verbleibende Leiste aufwärtskräu selt und so beinahe unsichtbar wird.
Damit das Gefüge des Gewirks im geschmolzenen Teil, der an der Leiste nach dem Abtrennen des Abfallringes verbleibt, erhalten wird, kann es wünschenswert sein, abwechselnde Reihen aus verschiedenen Arten von Garn zu wirken, von denen eine Reihe eher zum Schmelzen neigt als andere. Dies kann erreicht werden durch Verwendung eines Garnes, das einen niedrigeren Schmelzpunkt als das andere Garn hat, oder dadurch, dass ein Garn mit niedrigerem Titer und demselben Schmelzpunkt verwendet wird, wobei das Garn mit niedrigerem Titer eher zum Schmelzen neigt als das Garn mit höherem Titer.
Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer geeigneten Vorrichtung zur Erreichung der oben dargelegten Ziele. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der folgenden Beschreibung nebst Zeichnungen.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung enthält eine Vorrichtung zum Zuführen von Wärme zum Gewirk wäh rend des Wirkens der Abschlussmaschenreihen, durch welche Erweichung des Garnes in einer Schmelzzone an einer Maschenreihe bewirkt wird.
Nachstehend ist die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen beispielsweise erläutert.
Fig. ]A, 1B und 1 C sind in der Reihenfolge von oben nach unten aufeinander folgende Teilzeichnungen eines senkrechten Schnittes durch eine Ausführungsform der beschriebenen Vorrichtung;
Fig. 2 ist ein Teilschnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1A;
Fig. 3 ist eine schematische Darstellung der elektrischein Schaltung für das Heizelement;
;
Fig. 4 ist eine Teilansicht von oben, die die Anord nung des Gewirks bei der Bildung der Leistenkante zeigt,
Fig. 5 zeigt eine Abwiddung der Schlossteile, die die Nadeln und Stösser antreiben, wobei auch andere zuge hörig Teile gezeig werden, und
Fig. 6 ist eine Ansicht, teilweise im Schnitt, die besonders gewisse pneumatisch arbeitende Elemente der Maschine zeigt.
Von der Wirkmaschine ist nur so viel gezeigt, wie es für das Wesen der vorliegenden Erfindung von Bedeu ung ist. Hinsichtlich anderer l'4erkmale der Maschine und jZlltfr Arbeitsweise wird auf die vorgenannte Patentschrift Bezug genommen. Diese bringt Einzelheiten zu der Herstelluiag der verdrehten Spitzentasche und anderer Teile des Strumpfes, einschliesslich der Bildung des Do1atrekalldes, die der Leistenbildung vorangeht, welche für die Erf;ndung von wesentlicher Bedeutung sind. Es sei zunächst auf die Besonderheiten der Konstruktion hinlrel iesen, die im wesentlichen in dieser Patentschrift dargestellt sind.
Der Nadelzylinder 2, der zum Rundlauf und zum Perldelgang ng angetrieben werden kann, ist mit Schlitzen zur Aufnahme der verschiebbaren Zungennadeln 4 versehen, die mit den üblichen Füssen 5 ausgerüstet sind. Die Anordnung der Nadeln im Nadelkreis ist in der Patentschrift beschrieben. Unter den Nadeln sind einzeln in denselben Schlitzen die Zwischenstösser 6 mit den Füssen 7 gelagert und unter diesen die üblichen Musterstös ser 8, die mit mustergemäss entfernbaren Füssen 10 sowie mit oberen Füssen 12 und unteren Füssen 14 versehen sind. Diese Musterstösser sind kippbar und bei 16 mit Kippunkte versehen, über denen sie mit Enden 18 versehen sind, die mit Schlossteilen in Eingriff kommen, welche die unteren Enden zur Auswahl nach aussen kippen.
Diese Musterstösser werden nicht nur für die üblichen Mustervorgänge ausgewählt, sondern auch zu dem Zwecke, eine Nadelauswahl für verschiedene Sonderarbeiten vorzunehmen, z.B. beim Einstellen der Maschine für den Stmmpfanfang oder dgl. Die Antriebsnocken für die Auswählfüsse 10 werden später erwähnt, ohne jedoch in eine ausführliche Besprechung der üblichen Schalter oder Kontrollmittel einzutreten.
Eine Platinenscheibe 20 und ein Platinenring 22, die beide zum Rundlauf und zum Pendelgang mit dem Nadelzylinder eingerichtet sind, tragen die Platinen 24, die mit den üblichen Füssen 26 versehen sind, auf welche normale Schlossteile in der Platinenschlosskappe 28 einwirken. Diese Platinen sind mit Schnäbeln und Kanten versehen und werden in der üblichen Weise an den beiden Systemen oder Wirkstellen angetrieben.
Der Zungenring ist bei 30 gezeigt und trägt die Armkonstruktion, die zum Tragen verschiedener, in der Patentschrift gezeigter Teile dient. Der Zungenring ist üblicherweise schwenkbar gelagert, so dass er angehoben werden kann, wobei er die von ihm getragenen Teile mitbewegt.
Eine Übertragungsscheibe 34 ist mit Schlitzen zur Aufnahme der übertragungswerkzeuge 40 versehen. Diese Werkzeuge 40 werden von zwei Seite an Seite angeordneten Gliedern gebildet. Die Werkzeuge sind mit Füssen versehen, von denen die den langfüssigen Nadeln zugeteilten hohen Füsse mit 42 bezeichnet sind, während die den kurzfüssigen Nadeln zugeteilten niedrigen Füsse mit 44 angegeben sind. Die verschiedene Länge der Füsse dient lediglich dazu, die richtige Vorschub- und Rückzugbewegung der antreibenden Schlossteile zu ermöglichen. Die Schlosskappe 36 trägt bestimmte Schlossteile und ausserdem den äusseren Schlossring 38.
Im weiteren Verlauf der Beschreibung der an sich im Grunde üblichen Werkzeuge der Maschine wird nunmehr auf die Fig. 5 Bezug genommen, die in Abwicklung verschiedene Schlossteile und andere Werkzeuge zeigt.
Der Zungenring 30 ist an der Haupti4ilstel1e mit einer Kehlplatte 46 versehen, von der aus Garne von den üblichen Fadenführern zugeführt werden, von denen lediglich einer bei 48 in tätiger Stellung gezeigt ist.
Übliche Garnwechselvorrichtungen werden verwendet, um Garne verschiedener Gewichte oder Sorten nach Wunsch auszuwechseln. An der Hilfswirlcstelle ist eine ähnliche Kehlplatte 50 vorgesehen, an der ebenfalls die auswechselbaren Fadenführer gelagert sind, von denen nur einer bei 52 angegeben ist. An den beiden Wirkstellen sind Düsen 54 und 56 angebracht, um Luftströme einwärts gegen das Gewirk zu lenken und dadurch seine Lage zu überwachen und die gewünschte Spannung zu erzeugen.
Die Schlossteile und die anderen auf die Nadelfüsse einwirkenden Elemente sind von üblicher Bauart. Ein fester Schlossteil 58 ist zum Anheben der Nadeln auf Fanghöhe vorhanden. Dahinter liegen radial verschiebbare Schlossteile 60 und 62, die je nach Laufrichtung die Nadeln in Freigabehöhe anheben oder auf Randhöhe senken können. Ein fester Schlossteil 64 hebt die Nadeln auf Fanghöhe. Der an der Hauptwirkstelle liegende Mitteischlossteil 66 wird flankiert von den Wirkschlossteilen oder Abschiagteilen 68 und 70 für den Vorwärtsbzw. Rückwärtslauf sowie von den entsprechenden Leitschlossteilen 72 und 74. Ein Schlossteil 76 hinter dem Schlossteil 68 dient zum Anheben der Nadeln auf Fanghöhe. Ein anderer mit 78 bezeichneter Schlossteil dient zum Anheben der Nadeln auf eine niedrigere Freigabehöhe.
Dahinter liegt ein Schlossteil 80, der die Nadeln auf Fanghöhe senkt. Diesem folgt ein weiterer Schlossteil 82, der zum Anheben der Nadeln auf Freigabehöhe dient. Alle diese Schlossteile 76, i8, 80 und 82 sind radial beweglich.
Ein Paar getrennter Schlossteile 84 und 86 bilden zusammen den Abschlagschlossteil an der Hauptwirkstel- le. Dem Abschlagteil 86 ist ein Leitschlossteil 88 zugeordnet, hinter welchem der schon erwähnte Schlossteil 58 liegt.
Ein radial verschiebbarer Schlossteil 90 liegt hinter dem Schlossteil 64 und dient zum Senken der Nadeln.
Die üblichen Umschaltschlossteile 92 und 94, die beide radial verstellbar sind, sind ebenfalls vorhanden. Der Nadelsenkfinger ist bei 96 angegeben, während die Anhebefinger 98 und 100 in untätiger Stellung dargestellt sind. Bemerkt sei, dass die Fersenherstellung im wesentlichen in der üblichen Weise stattfindet, obwohl die Reihenfolge umgekehrt ist, wobei der untere oder vorde re Teil der Ferse zuerst gewirkt wird und danach der obere oder hintere Teil. Wie im einzelnen in der Patentschrift beschrieben ist, wird die Ferse einsystemig gewirkt. Selbstverständlich können auch übliche Vorkehrungen für das zweisystemige Wirken vorgesehen werden.
Bei 102 und 104 sind die üblichen Schlossteile zum Senken der Zwischenstösser 6 durch Einwirken auf ihre Füsse 7 vorgesehen.
Herkömmliche Nockenhebel 106 sind vor der Hauptwirkstelle zur Auswahl der Musterstösser durch Einwirken auf ihre Füsse 10 vorhanden. Die Nockenhebel 106 schwenken die unteren Enden der Musterstösser einwärts. Die so eingeschwenkten Stösser lassen den Stösseranhebeschlossteil 108 aus, der auf die Füsse 14 derjeni- gen Musterstösser einwirkt, die nicht eingeschwenkt sind.
In ähnlicher Weise sind Musterwählhebel 110 zwischen der Haupt- und der Hilfswirkstelle vorhanden und sind einem Schlossteil 112 zum Anheben der Stösser zugeteilt.
Wächternocken 114 und 116 für die Stösser sind in üblicher Weise angeordnet. Schlossteile 118 und 120 sind vor den Auswählnockenhebeln 106 und 110 zum Einwirken auf die oberen Enden 18 der Musterstösser vorhanden, um ihre unteren Enden für die Auswahl nach aussen zu schwenken.
Wie in den Fig. 1A und 2 dargestellt, umfasst die Heizvorrichtung den ortsfesten Arm 122, der am Zungenring befestigt ist. Ein H-förmiger Block trägt die übrigen Teile der Vorrichtung und ist auf einem Drehzapfen 126 gelagert, auf dem er durch eine Schraube 128 in Stellung gehalten wird. Durch diese Anordnung kann die Vorrichtung eingestellt und die Stellung des Heizele ments 134 bestimmt werden. Eine Nut ist in den Zungenring eingearbeitet, um Platz für die Vorrichtung zu schaffen. Ein Schieber 130 ist in hinterstochenen parallelen Schlitzen 132 in dem Block 124 verschiebbar.
Das Heizele,ment ist als eine im allgemeinen U-förmige Schlaufe ausgebildet, die in zwei parallele Elektroden 136 von grösserem Durchmesser eingehängt ist, welche ihrerseits in Anschlussblöcke 138 aus Messing eingelassen und durch Schrauben 140 festgeklemmt sind. Anschlussklemmen 142 sind an den Anschlussblöcken 138 durch Schrauben 144 befestigt. Ein T-förmiges Glied 145 aus Faserstoff oder dgl. dient als Isolator zwischen den Ansdilussblöcken 138 und dem Schieber 130. Schrauben befestigen die Anschlussblöcke 138 und den Schieber 130 an dem Isolator 146 derart, dass die erforderliche Isolation zwischen den leitenden Metallteilen aufrechterhalten wird.
Die Arbeitsstellung des Heizelements 134 ist, wie in der Fig. 1A gezeigt, durch Einstellschrauben 148 einstellbar, die sich genen den Block 124 abstützen. Stellschrau heu 150 halten die Einstellschrauben 148 in Stellung.
Ein üblicher Bowdenzug 152, dessen Hülle an dem ortsfesten Arm 122 befestigt ist, wird durch die herkömmlichen Verbindungsteile gespannt, die durch Nokken auf der Hauptmustertrommel betätigt werden, um die Feder 154 zusammenzupressen und die Schiebereinrichtung in Arbeitsstellung zu bringen. Das Heizelement 134 wird radial aufwärts aus dem Nadelkreis in seine untätige Stellung nach entsprechender Schaltbewegung der Hauptmustertrommel dadurch bewegt, dass man das Bowdenzugkabel freigibt, so dass die Feder 154 die Schiebereinrichtung nach auswärts bewegt, wie später erläutert wird.
Die elektrische Schaltung ist in der Fig. 3 dargestellt.
Klemmen 156 der Wechselstromleitung sind durch einen Hauptschalter 158 mit der Primärwicklung eines Transformators 160 verbindbar, der möglichst als Spannungsstabilisator ausgebildet ist, um eine regulierte Leistung von der Sekundärstufe zu dem veränderlichen Induktor 162 zu gewährleisten, der von Hand auf Lieferung eines Spannungswertes eingestellt werden kann, wobei die Einstellvorrichtung üblicherweise als verstellbarer Abgreifer 166 ausgebildet ist.
Die Leistung wird durch einen normalerweise geschlossenen Schalter 168, der mit der iiblichen Abschaltvorrichtung der Maschine in Verbindung steht, und durch einen zweiten Serienschalter 170 zu dem Tiefschalttransformator 172, der die gewünschte Leistung mit niedriger Spannung abgibt, zu dem Heizelement geliefert, das nach Fig. 3 herkömmlicherweise als Widerstand ausgebildet ist. Der Schalter 172 ist zu den Zeiten geschlossen, in denen das Heizelement unter Strom gesetzt werden soll, und zwar geschieht dies durch Nocken schaltung seitens der Hauptnockentrommel der Maschine.
Das Heizelement 134 besteht zweckmässigerweise aus einem temperaturbeständigen Material, z.B. aus einer Nickel-Chrom-Legierung, und kann mit der beschriebenen Einstellung auf irgendeine Temperatur betrieben werden, die geeignet ist, das gewünschte Ausmass an Schmelzwirkung zu erzeugen.
Wie aus den Fig. 1A und 4 hervorgeht, ist die Platinenschlosskappe bei 174 genutet, um einen Platz zur Lagerung eines ortsfesten Armes 176 zu schaffen. Zum Zurückziehen der Platinen ist ein Platinenschlossteil 178 an einem radial beweglichen Schieber 180 angebracht, der sich durch die Nut 174 erstreckt. Der Schieber 180 wird in üblicher Weise durch Nocken der Haupttrommel mittels e;nes Bowdenzuges 182 und einer Anschlagschraube 184 überwacht und geschaltet. Der Platinenschlossteil 178 ist normalerweise ausser Tätigkeit und wird in Tätigkeit gesetzt, um die Platinen zurückzuziehen, kurz bevor das Heizelement 134 in Tätigkeit gesetzt wird.
Wie aus der Fig. 5, die die Anlage des Schlossringes zeitz hervorgeht, werden zu derselben Zeit, in der der Platinenschlossteil betätigt wird, und kurz vor der Ein fiihrung des Heizelements 134 die Nadeln in dem Bereich des Heizelements 134 durch den Schlossteil 62 auf Randhöhe gesenkt und bleiben auf dieser Höhe, bis sie durch die Schlossteile 64 und 70 angehoben werden.
Nach Fig. 4 wird das Heizelement 134, nachdem die Platinen und die Nadeln zurückgezogen worden sind, in seine tätige Stellung in den Nadelkreis geschoben. Zu derselben Zeit wird die Spannung des gewirkten Strumpfes herabgesetzt, so dass das Material von sich aus bestrebt ist, sich zu falten und zu kräuseln sowie Spitzen und Täler in der Leiste 186 zu bilden, wie in der Fig. 4 durch Schattierungen gezeigt ist. Es versteht sich, dass zu diesem Zeitpunkt die Übertragung bereits stattgefunden hat und dass dieser Teil der Leiste 186 bereits nach der Übertragung gewirkt ist. Die Übertragungsreihen sind bei 188 gezeigt, während 190 die Innenseite des Doppelrandgewirks bezeichnet, wie sie gegen die obere Kante und einwärts in das Aufnahmerohr zusammengezogen ist.
Das Gewirk ist weiterhin bei 192 angedeutet.
Die Spannvorrichtung ist teilweise in den Fig. 1A, 1B und 1C gezeigt. Das rohrförmige Stück 200 tritt an die Stelle des trichterförmigen Gliedes 220 nach der genannten Patentschrift. Langgestreckte Luken 202 sind gegen über der Saugluftöffnung 204 in dem Zylinderanheberohr 205 vorhanden. Ein Klemmring 206 dient dazu, das Aufnahmerohr 207 zu tragen und es konzentrisch zu halten, sowie ferner dazu, ein geschlossenes Ende für eine Kammer 208 zu bilden. Das rohrförmige Stück 200 ist an dem Klemmring 206 durch Schrauben 210 befestigt. Das Rohr 200, der Ring 206 und das Aufnahmerohr 207 werden vom Nadelzylinder aus angetrieben und drehen sich mit ihm.
Ein Ring 212, der an dem Zylinderanheberohr 205 durch Schrauben 214 befestigt ist, dient als geschlossenes Ende für eine Kammer 216. Obwohl ein Saugzug oder Unterdruck zu den erforderlichen Zeiten von den Luken 206 durch die Kammer 216 auf die Kammer 208 ausgeübt werden kann, wird eine ortsfeste Flanschbuchse 218 durch den Ring 212 getragen und dient als ein Lager, das dem Teil 230 der genannten Patentschrift entspricht.
Die Buchse 218 und das Rohr 220 entsprechen den Teilen 228 und 226, die in der Patentschrift dargestellt und beschrieben sind.
Wie in der Fig. 6 dargestellt ist, die eine schematische Wiedergabe der pneumatischen Spannvorrichtung bringt, wird die Saugluftquelle durch einen motorgetriebenen Zentrifugalsauger 230 gebildet. Der übliche Teil der Vorrichtung umfasst ein Saugrohr 230, eine Kammer 234 und das Aufnahmerohr 220. Nach dem Abpressen wird der Strumpf in die Kammer 234 befördert. Durch Betätigung mittels einer Bewegung der Hauptnockentrommel wird ein Ventil 236 geschlossen und eine Klappe 237 geöffnet, um den Strumpf in einen Sammelbehälter fallen zu lassen.
Um Saugzug in der Doppelrandkammer 208 zu erzeugen, sind ein Zweigrohr 238 und ein Ventil 240 vorhanden. Während des ersten Teils des Randwirkens bewirkt eine Schaltbewegung der Hauptnockentrommel die Öffnung des Ventils 240, um die Saugwirkung auf das Aufnahmerohr 220 und die Kammer 208 zu verteilen.
Die Einstellung des Ventils 240 ist veränderbar, um eine ausreichende Spannung auf den Rand zu sichern, wobei die Einstellung von dem Gewicht des Gewirks abhängt.
Kurz vor der Übertragung und zur Verhinderung des Hängenbleibens des Gewirks an den Scheibenvorsprüngen werden die Ventile 240 und 236 geschlossen, so dass keine Spannung auf das Gewirk ausgeübt wird. Die Spannung wird auch durch Schliessen dieser Ventile während des Wirken der Leiste abgeschaltet. Unmittelbar nach dem Absprengen wird das Ventil 236 geöffnet, um den fertigen Strumpf in die Kammer 234 zu saugen.
Zusätzlich an der Spannung des Randes durch die Saugluft strömt Luft unter Druck durch die Düsen 54 und 56 (Fig. 5), um das Einlegen der Anfangsreihen der Randleiste in die Kammer 208 zu unterstützen.
Bei der Herstellung eines Strumpfes dieser Art verläuft der Arbeitsvorgang vom Anfang bis zum Beginn des Doppelrandes in der in der genannten Patentschrift beschriebenen Weise und braucht nicht noch einmal erläutert zu werden. Während dieser Wirkarbeit wird die Spannung des Gewirks mittels Saugluft durch das Rohr 220 aufrechterhalten, wobei das Ventil 236 offen, das Ventil 240 dagegen geschlossen ist.
Der Rand wird in der in der Patentschrift beschriebenen Art begonnen, und das Wirken des Randes wird in der dort beschriebenen Weise fortgesetzt. In der beschriebenen Vorrichtung jedoch werden nach dem Beginn des Randwirkens beide Ventile 236 und 240 geöffnet, und Luftstrahlen werden durch die in der Fig. 5 gezeigten Düsen 54 und 56 erzeugt. Der Erfolg ist der, dass die den Doppelrand bildende Gewirksehlaufe in geeigneter Lage gehalten und so in den Bereich 208 eingeführt wird.
Insbesondere wird die Spannung auf das Gewirk ausge übt, während dieses auf den Nadeln erzeugt wird.
Kurz bevor die übertragung der Maschen von den Scheibenwerkzeugen auf die Nadeln stattfinden soll, werden beide Ventile 236 und 240 durch eine Schaltbewegung der Hauptnockentrommel der Maschine geschlossen, um die Saugwirkung zu unterbrechen. Der Zweck der Spannungswegnahme gerade vor der übertragung ist die Vermeidung des möglichen Hängenbleibens irgendwelcher Teile des Gewirks an den Übertragungswerkzeugen. Die Saugwirkung unterbleibt nun während der Bildung der Leiste. Bei der bevorzugten Arbeitsweise wird die Leiste zweisystemig gewirkt, und zwar entweder mit oder ohne laufmaschensichere Bindung in der Weise, wie sie in der genannten Patentschrift dargestellt und beschrieben ist. Natürlich können mehr oder weniger Systeme oder Wirkstellen je nach Maschinenart verwendet werden.
Wenn auch eine laufmaschensichere Bindung wegen des zusätzlichen Effektes zu bevorzugen ist, so wird doch der Schmelz- oder Schweissvorgang hauptsächlich als Laufmaschensicherung vorgesehen, und das laufmaschensichere Gefüge ist daher von geringerer Bedeutung. Im allgemeinen ist es für die beiden Zwecke, nämlich sowohl für den zusammenhängenden Arbeitsgang als auch für die Erzeugung einer brauchbaren Verschmelzung des Gefüges wünschenswert, das Wirken mit dem schwereren Garn fortzusetzen, das auch zum Wirken des Randes verwendet wird. Der Gebrauch des schwereren Garnes an dieser Stelle hat sowohl eine bessere Verschmelzung des Gefüges als auch eine grössere Festigkeit zur Folge. Das verwendete Garn kann irgendein schmelzbares thermoplastisches Garn sein, etwa ein beliebiges Nylongarn, wie es normalerweise zum Wirken von Strümpfen verwendet wird.
Wahlweise können auch andere thermoplastische Garne benutzt werden, auch in verschiedenen Kombinationen, wie später im einzelnen beschrieben werden soll.
Wenn die Übertragung beendet ist und das Wirken der Leiste beginnt, wird eine Anzahl von Maschenreihen gewirkt, bevor das Heizelement in Tätigkeit gesetzt wird, um zu ermöglichen, dass sich die Übertragungsreihen weiter einwärts vom Nadelkreis wegbewegen. Nachdem eine Anzahl von Reihen gewirkt ist, wird der Schlossteil 178 in Arbeitsstellung gebracht, um die besondere Zurückziehung der Platinen vorzunehmen, und die Nadeln werden bis auf die Rand stellung in dem Bereich gesenkt, in welchem sie an dem Heizelement 134 vorbeigehen, wie oben beschrieben. Während das Heizelement in Stellung ist, wird das Wirken fortgesetzt, so dass sich die neuerdings gebildeten Reihen nacheinander unter dem Heizelement vorbeibewegen, um allgemein die Breite der Schmelzzone zu bestimmen. Erst wenn das Heizelement zurückgezogen ist, wird das Wirken beendet und der Strumpf abgeworfen.
Wenn das Heizelement 134 in die Arbeitsstellung gebracht wird, ist es in bezug auf die Ware so gelagert, dass es die hochstehenden Teile der Leiste angreift. Wie oben erwähnt und in Fig. 4 gezeigt ist, hat das Gewirk infolge Fehlens der Spannung das Bestreben, sich zu kräuseln und eine Wellenform anzunehmen, welche für die in Frage stehende Arbeitsweise besonders vorteilhaft ist. Wenn sich die Leiste ihrer Vollendung nähert, wird der Schalter 170 geschlossen, um den Starkstrom durch das Heizelement 134 zu leiten und dieses auf die gewünschte Temperatur zu bringen, die für die besonde- ren, in der Leiste verwendeten Garne geignet ist.
Im allgemeinen hat man für notwendig befunden, das Heiz element 134 nur für eine verhältnismässig kurze Zeitperiode auf der besonderen Schmelztemperatur zu halten, die durch Einstellung des variablen Induktors 162 eingestellt ist. Üblicherweise wird die kürzeste Zeit bestimmt durch ein Glied der Schaltkette oder durch die bei gängigen Maschinen typischen vier Umdrehungen des Nadelzylinders.
Während des Schmelzvorganges ist das Heizelement so eingestellt, dass es im allgemeinen nur die Spitzen der Leiste berührt, obwohl ein tatsächliches Berühren nicht erforderlich ist. Wenn niedrigere Schmelztemperaturen gewünscht werden, kann das Heizelement auch so eingestellt werden, dass es alle Teile des Gewirks berührt. Wenn das Heizelement nur die Spitzenteile berührt, wird eine stärkere Schmelzung an diesen Punkten stattfinden und in grösserem Umfang zum stellenweisen Aufschmelzen führen. Infolgedessen werden aufgrund der natürlichen Neigung der Faser kleine Öffnungen in das Gewirk geschmolzen, die sich ähnlich wie eine Perforation auswirken.
Jedoch ist es wichtig, dass das Schmelzen ausreicht, um ein tatsächliches Verkleben, wenn nicht eine vollständige Verschweissung in einer zusammenhängenden Zone der Leiste zu erzielen, so dass jedes Maschenlaufen von diesem Punkte aus wirksam unterdrückt wird. Selbstverständlich hat der Schmelzvorgang ein Sprödewerden des Garnes bewirkt, wodurch die Entfernung des Abfallringes, wie oben beschrieben, unterstützt wird.
Nach Beendigung der Leistenherstellung wird das Absprengen des Gewirks durch Zurückziehen der Garne und Freimachen aller Nadeln durchgeführt. Das Ventil 236 ist dann geöffnet, während das Ventil 240 geschlossen bleibt, wodurch der abgesprengte Strumpf durch das Rohr 220 in die Kammern 234 gezogen wird. Das Wirken kann dann unmittelbar durch Neueinstellung der Maschine für den nächsten Schrumpfanfang wieder aufgenommen werden.
Von dem fertigen Strumpf kann von Hand der Endteil der Leiste abgerissen werden. Dieser Vorgang kann, wenn auch nicht notwendigerweise, an einer bestimmten Maschenreihe durchgeführt werden. Das Gefüge der Leiste ist hinter dem Teil, der als Kante dient, geschwächt, da die Leiste, wenn sie von der Maschine kommt, an vielen Stellen, wie oben beschrieben, gewöhnlich perforiert ist und an den verbleibenden Stellen ganz geschwächt ist, so dass die Entfernung dieses Teiles der Leiste einfach ist.
Nach der Entfernung dieses Restteiles oder Abfallringes der Leiste können verschiedene Garnenden gebrochen sein, wo die Maschen getrennt worden sind. Jedoch wird das Vorhandensein dieser Enden keine Neigung zum Maschenlaufen verursachen, selbst wenn die Garne an diesem Punkte nicht ganz geschmolzen sein sollten, weil das Schmelzen über eine genügende Anzahl von Reihen stattfindet, damit eine ausreichende Verschmelzung oder Verklebung zwischen den sich berührenden Garnen eintritt, um wirksam das Maschenlaufen zu verhindern.
Obwohl deswegen dieser geschmolzene Teil etwas rauher und weniger biegsam wegen der natürlichen Neigung der Leiste zum Kräuseln erscheinen mag, wird der restliche Teil zu einer ringsumlaufenden Rolle oder Krause eingerollt, so dass die rauhe Kante gut versteckt liegt und wirksam gegen Abnützung durch Reibung oder andere Einflüsse geschützt ist, welche die Kante zu zerstören trachten und so das Maschenlaufen ermöglichen würden.