Mähmaschine zum Mähen eines Randstreifens an Strassenrändern
Die Erfindung betrifft eine Mähmaschine zum Mähen eines Randstreifens an Strassenrändern, die lösbar an einem Strassendienstfahrzeug angeordnet ist.
Zum Mähen von Strassenrändern werden verschiedene Arten von Mähwerken eingesetzt. Bei solchen Arbeiten ist es unvermeidbar, dass ein Teil des abgeschnittenen Grases auf die Strasse fällt. Dies tritt besonders dann auf, wenn zum Mähen der Strassenränder rotierende Mähwerk, z. B. sogenannte Sichelmäher, verwendet werden. Besonders bei nassem Wetter macht sich dieser Umstand störend bemerkbar, und die Strassenbauverwaltungen müssen deshalb oft zusätzliches Personal einsetzen, um das auf der Fahrbahn liegende Gras von Hand oder mit Kehrmaschinen von der Fahrbahn zu entfernen.
Bei Handrasenmähern ist es bekannt, das abgeschnittene Gras durch die Wirkung der Messer über einen Austrittskanal gerichtet wegzuschleudern, vorzugsweise in einen mitgeführten Auffangsack oder dgl. Die derart ausgebildeten Mähwerk vermögen das abgeschnittene Gras jedoch nur unvollkommen dem Auffangbehälter zuzuführen, da das von den rotierenden Messern erfasste Gut primär ungerichtet nach allen Seiten weggeschleudert wird, und der Leitkanal das Schnittgut nur teilweise in eine gewünschte Richtung befördern kann.
Abgesehen davon ist die Anwendung dieses bekannten Prinzips bei Mähwerken für Strassenränder auch deswegen nicht anwendbar, weil die Strassenrandstreifen nur selten in einer Ebene mit der Strasse liegen bzw. meistens auch in sich selbst uneben sind. Eine bisher nicht bekannte - Anordnung eines Gebläses am Mähwerk gegebenenfalls zusammen mit einem Auffangbehälter würde jedoch einen unwirtschaftlichen fertigungstechnischen Mehraufwand, insbesondere wegen des sich ergebenden Mehrgewichts für die Aufhängung des Mähwerks und unter Umständen auch für das Strassenfahrzeug selbst ergeben.
Die Erfindung vermeidet die bisher unvermeidliche Strassenverschmutzung durch das abgeschnittene Gras dadurch, dass ein Gebläse in Fahrtrichtung hinter der Mähvorrichtung angeordnet ist und eine einen auf der Strasse zum Strassenrand hin strömenden Luftstrom bewirkende Luftaustrittsöffnung aufweist.
Das Luftgebläse der erfindungsgemässen Mähmaschine welches unabhängig vom Mähwerk selbst am Fahrzeug angebracht sein kann, ist praktisch in allen Fällen ohne weiteres an dieses anschliessbar, da fast alle für Mäharbeiten an den Strassenrändern eingesetzten Fahrzeuge eine hintere Zapfwelle besitzen, so dass das Luftgebläse schwierigkeitslos an der Heckseite des Fahrzeuges angeordnet werden kann. Das Gebläse löst jedoch das Problem der Strassenverschmutzung auch in äusserst wirksamer und überraschender Weise. Denn da es gleichzeitig mit dem Antrieb des Mähgerätes betrieben wird, werden die vom Frontmähwerk oder auch einem Seitenmähwerk auf die Strasse geschleuderten Grasteilchen unmittelbar während der Vorwärtsfahrt des Fahrzeuges vom Luftstrom erfasst und von der Strasse weg in das Bankett hineingeworfen.
Es erfolgt also eine Beseitigung des die Strasse verunreinigenden Schnittgutes, ehe dieses in irgendeiner Form die Möglichkeit bekommt, sich weiter auszubreiten.
Durch das Gebläse wird im übrigen auch die Strasse gleichzeitig von dort lagerndem Schmutz gereinigt. Die geschilderte, höchst wirksame Reinigungswirkung wird ohne besonderen technischen Aufwand und ohne jeden Einsatz von zusätzlichem Personal erzielt. Das Luftgebläse kann ohne weiteres so ausgebildet werden, dass es mit wenigen Handgriffen an der Rückseite des Fahrzeuges befestigt bzw. wieder entfernt werden kann. Es kann getrennt oder gemeinsam mit dem Mähwerk antreibbar sein.
Um eine ganz besonders vollkommene Strassenrei- nigung zu erzielen, ist es zweckmässig, die Luftaustrittsöffnung des Gebläses, jenseits des von der Mähvorrichtung mit abgemähtem Gras bestreuten Strassenbereichs anzuordnen. Auf diese Weise wird auch nicht der geringste Teil des Schnittgutes auf der Fahrbahn verbleiben. Es kann hierbei allerdings notwendig sein, dass die Luftaustrittsöffnung des Gebläses über die der Strassenmitte zugewandte Seite des Trägerfahrzeuges hinausgezogen werden muss. Dies lässt sich technisch jedoch ohne weiteres dadurch bewerkstelligen, dass man vom Gebläse ein entsprechendes, vorzugsweise gekrümmtes Rohr ableitet.
Da die Streubreite des abgeschnittenen Grases je nach Mähwerk und auch jeweiligem Zustand des Grases, des Randstreifens, der Witterung usw. unterschiedlich ist, ist es weiterhin zweckmässig, die Position der Luftaustrittsöffnung des Gebläses bezüglich der Entfernung vom Strassenrand einstellbar zu machen. Es kann dann auf die jeweils herrschenden Verhältnisse durch Verstellung des Gerätes. unmittelbar Rücksicht genommen werden.
Bei genügend kräftigen Trägerfahrzeugen kann das Gebläse zwar getrennt vom Mähwerk, jedoch vor den Vorderrädern des Trägerfahrzeuges am Fahrzeug angeordnet sein. Dadurch wird das Gras zurückgeblasen, ehe die Räder des Fahrzeuges darüber hingerollt sind.
Andererseits wird der Antrieb des Mähwerks dennoch nicht durch den Gebläseantrieb verkompliziert.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Die Figur zeigt die Ansicht von oben eines Strassenfahrzeuges mit Frontmähwerk und Gebläse am Heck.
Das Fahrzeug 1 bewegt sich auf der Strasse 12 längs des Randstreifens 5. An der Frontseite weist das Fahrzeug 1 ein an einer Tragevorrichtung 2 aufgehängtes Mähwerk 4 auf, welches von der vorderen Zapfwelle des Fahrzeuges über einen Antrieb 3 betätigt wird. Der bereits gemähte Streifen des Randstreifens ist mit 11 gekennzeichnet.
In der Figur ist nun auch zu erkennen, wie vom Mähwerk 4 ein grosser Teil des geschnittenen Grases in den 13ereich 6 der Strasse 12 geschleudert wird, was insoweit eine Verschmutzung der Strasse bewirkt. Um dem entgegenzuwirken, ist am Heck des Fahrzeuges 1 das bei 8 von der hinteren Zapfwelle des Fahrzeuges 1 angetriebene Gebläse 7 angeordnet.
Das Gebläse 7 weist die Luftaustrittsöffnung 9 auf, welche einen auf der Strasse zum Strassenrand hin strömenden Luftstrom 10 bewirkt.
Der Luftstrom 10 erfasst im wesentlichen alles im Bereich 6 der Strasse liegende Schnittgut und schleudert es zurück auf den Randstreifen bzw. in das Bankett. Hier kann es dann ohne Schaden liegenbleiben und gegebenenfalls zu passender Zeit von entsprechen- den Vorrichtungen maschinell oder auch manuell entfernt werden.