CH495342A - Verfahren zur Herstellung von Hydrazinderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hydrazinderivaten

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CH495342A
CH495342A CH1066769A CH1066769A CH495342A CH 495342 A CH495342 A CH 495342A CH 1066769 A CH1066769 A CH 1066769A CH 1066769 A CH1066769 A CH 1066769A CH 495342 A CH495342 A CH 495342A
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CH
Switzerland
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formula
ethanol
methylallyl
carried out
reaction
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CH1066769A
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English (en)
Inventor
Edward Paget George
Nellie Richardson Dora
Leonard Walpole Arthur
Original Assignee
Ici Ltd
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/13Amines
    • A61K31/15Oximes (>C=N—O—); Hydrazines (>N—N<); Hydrazones (>N—N=) ; Imines (C—N=C)
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/21Esters, e.g. nitroglycerine, selenocyanates
    • A61K31/27Esters, e.g. nitroglycerine, selenocyanates of carbamic or thiocarbamic acids, meprobamate, carbachol, neostigmine

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Hydrazinderivaten
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Hydrazinderivaten, welche für die Änderung des endokrinen Zustandes bei Mensch und Tier wertvoll sind.



   Nach dem Verfahren gemäss der Erfindung werden Hydrazinderivate der Formel:    R1-NH-CS-NH-NH-CS-NHR2    worin R1 und   R    je einen Alkenylrest mit mindestens 3 Kohlenstoffatomen bedeuten, wobei diese Alkenylreste gleich oder verschieden sein können und zusammen mehr als 6 Kohlenstoffatome enthalten, hergestellt, indem man eine Verbindung der Formel:
R,-NCS oder R1-NH-CSSR5 worin R1 die obige Bedeutung besitzt und   R    für einen Methyl- oder Äthylrest steht, mit einem Thiosemicarbazid der Formel:    H2N-NH-CS-NHR2    worin   R    die obige Bedeutung besitzt, umsetzt.



   Der Alkenylrest   Rl    bzw. R2 ist vorzugsweise ein Allylrest, welcher durch einen bis 3 Kohlenstoffatome enthaltenden Alkylrest substituiert sein kann; insbesondere bedeutet der Alkenylrest einen durch einen   z-Me-    thylrest substituierten Allylrest.



   Geeignete Alkenylreste sind z.B. der Allyl-, a-Me   thylallyl-"8-Methylallyl-, r-Methylallyl-. But-3-enyl-, -    -Äthylallyl-,   y-Äthylallyl,      a-n-Propylallyl-,    y-n-Propylallyl-,   asr-Dimethylallyl-lz-Äthyl-,3-methylallyl-    und Pent   -$enylrest.   



   Wenn das Verfahren gemäss der Erfindung mit einer Verbindung der Formel R1-NCS durchgeführt wird, kann man in einem Verdünnungsmittel oder Lösungsmittel, beispielsweise in Äthanol, arbeiten; vorzugsweise arbeitet man in siedendem Äthanol.



   Wenn das Verfahren gemäss der Erfindung mit einer Verbindung der Formel R1-NHCSSR5 durchgeführt wird, bildet sich aus dieser unter den Reaktionsbedingungen eine Verbindung der Formel   Rl-NCS.    Bei dieser Verfahrensvariante arbeitet man mit Vorteil in siedendem Wasser.



   Wenn R1 und R2 denselben Alkenylrest bedeuten, kann man auch ein Isothiocyanat der Formel R1-NCS mit Hydrazin umsetzen, wobei sich zunächst das Thiosemicarbazid der Formel H2N-NH-CS-NHR1 bildet, welches dann nach dem Verfahren gemäss der Erfindung mit einem zweiten Molekül Isothiocyanat unter Bildung eines symmetrischen Hydrazinderivats reagiert.



   Wie bereits erwähnt, besitzen die erfindungsgemäss erhältlichen Hydrazinderivate wertvolle Eigenschaften zur Änderung des endokrinen Zustandes bei Mensch und Tier. Insbesondere hemmen sie die gonadotrope Hypophysenfunktion und eignen sich daher zur Behandlung des Sexualzyklus und dessen Abweichungen; unter anderem können sie auch zur Regulierung des Östrus (Brunst) bei Haustieren verwendet werden. Für diese Zwecke können sie in Form von pharmazeutischen oder veterinären Präparaten verwendet werden.



   Die pharmazeutischen und veterinären Präparate können in einer für orale oder für parenterale Verwendung geeigneten Form vorliegen. Die Präparate können beispielsweise auch in Form von Mischungen mit Tierfutter oder in Form von als Beigabe zu Tierfutter geeigneten Mischungen vorliegen.



   In den folgenden Beispielen sind die Teile Gewichtsteile.



   Beispiel I
Eine Lösung von 5,65 Teilen   cc-Methylallyl-isothio-    cyanat in 10 Teilen Äthanol wird tropfenweise in eine ge kühlte Lösung von 1,25 Teilen Hydrazinhydrat   (100%in)     in 10 Teilen Äthanol eingerührt. Das Gemisch wird während 30 Minuten unter Rückfluss erhitzt, hierauf mit Kohle versetzt und das Gemisch filtriert. Das Filtrat wird gekühlt und filtriert und der Rückstand mit Äthanol gewaschen und getrocknet. Auf diese Weise erhält man nach dem Umkristallisieren aus Äthanol   Nl,N2-Bis-(oc-      -methylallyl-thiocarbamoyl)-hydrazin,    Smp.   186 - 1870    C.



   Das Methylallyl-isothiocyanat, welches als Ausgangsmaterial verwendet wird, kann man dadurch erhalten, dass man   -Methylallylbromid    und Ammoniumthiocyanat miteinander umsetzt, wobei bei dieser Umsetzung eine Umlagerung unter Bildung von   os-Methylallyl-iso-    thiocyanat stattfindet.



   Beispiel 2
Man wiederholt das Verfahren gemäss Beispiel 1 wobei aus   ,3-Methylallyl-isothiocyanat      Nl,N2-Bis-(p-me-    thylallyl-thiocarbamoyl)-hydrazin, Smp. 200 bis 2010 C (unter Zers.) erhalten wird.



   Beispiel 3
Eine Mischung von 6,5 Teilen 4-Allylthiosemicarbazid, 5,52 Teilen   tx-Methylallylisothiocyanat    und 25 Teilen Äthanol wird am Rückfluss während 1 Stunde erhitzt. Die Mischung wird gekühlt und filtriert und der Rückstand mit Äthanol gewaschen, getrocknet und aus Äthanol kristallisiert. Auf diese Weise erhält man N1 -Allylthiocarbamoyl   - N2'K-    methylallylthiocarbamoyl-hydrazin, Smp.   196-198     C (unter Zers.).

 

   Beispiel 4
Die bereits beschriebene Verfahrensweise wird unter Einsatz der geeigneten Thiosemicarbazide und der geeigneten Isothiocyanate durchgeführt, wobei man die in folgender Tabelle angeführten Verbindungen erhält:   R2 R: Smp. (OC) Kristallisiert aus      p-Methylallyl    Allyl 195-196 (Zers.) Äthanol But-3-enyl Allyl 194-196        Äthanol y-Methylallyl Allyl 184-186        50% wässr. Äthanol   x,^V-Dimethylallyl    Allyl 186-188   Äthanol   cc-n-Propylallyl    Allyl 174-175   50% wässr. Äthanol   y-n- Propylallyl    Allyl   174-176      Äthanol   s-Äthyl-3-methylallyl    Allyl 178-180        50% wässr. Äthanol Pent-4-enyl Allyl 178-180   n    Äthanol 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Hydrazinderivaten der Formel: R1-NH-CS-NH-NH-CS-NHR worin Rl und R je einen Alkenylrest mit mindestens 3 Kohlenstoffatomen bedeuten, wobei diese Alkenylreste gleich oder verschieden sein können und zusammen mehr als 6 Kohlenstoffatome enthalten, dadurch geLennzeich- net, dass man eine Verbindung der Formel: R1-NCS oder Rl-NH-CSSR5 worin R, für einen Methyl- oder Äthylrest steht, mit einem Thiosemicarbazid der Formel: EI2N-NH-CS-NHR2 umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet dass die Umsetzung in einem Verdünnungsmittel oder Lösungsmittel durchgeführt wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung mit der Verbindung der Formel R1-NCS in Äthanol durchgeführt wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung mit der Verbindung der Formel R1-NH-CSSR5 in Wasser durchgeführt wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung bei der Siedetemperatur des Verdünnungsmittels oder Lösungsmittels durchgeführt wird.
CH1066769A 1959-06-17 1960-06-16 Verfahren zur Herstellung von Hydrazinderivaten CH495342A (de)

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DE1468071A1 (de) 1972-08-31

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