Verfahren zur Herstellung von Pyridoxal-5-Phosphat
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein neu artiges Verfahren zur Herstellung von Pyridoxal
5-phosphat.
In diesem Verfahren werden neuartige Zwischen produkte verwendet und/oder gebildet.
Pyridoxal-5-phosphat ist als Medikament eine sehr nützliche Substanz. Es sind eine Anzahl von Verfahren zu dessen Herstellung bekannt, z. B. durch Oxydation oder Umaminierung von Pyridoxamin-5-phosphat (E. A. Peterson et al., Journal of the American Chemical Society, Band 76, 169 (1954) und R. F. Long, Bri- tish Patent No. 749 800), oder durch Phosphorylierung von Pyridoxal nach dem Schützen seiner Aldehydgruppe und nachfolgendes Entfernen der Schutzgruppe (P. Karrer et al., Helvetica Chimica Acta, Band 34, 1834 (1951); G. Schorre, U. S. Patent No. 3 124 587, und Murakami et al., Japanisches Patent No.
472 627).
Diese bekannten Verfahren sind alle von Pyridoxal oder Pyridoxamin als Ausgangsmaterial abhängig. Wie dem Fachmann bekannt ist, sind Pyridoxal und Pyri doxamin teuer, da beide aus Pyridoxin hergestellt wer den. Somit ist natürlich das durch eines der bekannten
Verfahren hergestellte Pyridoxal-5-phosphat hoch im
Preis.
Ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher die Beschaffung eines Verfahrens zur wirtschaft lichen Herstellung von Pyridoxal-5-phosphat.
Ein anderer Gegenstand der Erfindung ist die Beschaffung eines Herstellungsverfahrens für Pyridoxal5-phosphat aus billigen Ausgangsmaterialien ohne die Verwendung von kostspieligen Substanzen, wie Pyridoxin, Pyridoxal oder Pyridoxamin.
Das Verfahren der Erfindung kann durch das folgende Reaktionsschema dargestellt werden:
EMI1.1
EMI2.1
worin Rl und R gleich oder ungleich sein können und niedrigere Alkylgruppen mit einem bis fünf Kohlenstoffatomen darstellen und R3 stellt eine Cyclohexyloder Benzylgruppe dar.
Das Verfahren der Erfindung schliesst die folgenden Stufen ein: Zur Reaktion Bringen von 4-Methyl-5-niedriges Alkoxyoxazol (I) mit 2,5-Di-niedriges alkoxy-2,5-dihydrofuran (II) zur Bildung eines Adduktes (III), Behandlung des Adduktes mit einem Alkalimetallhydroxyd zur Bildung von 1 ,3-Dihydro-1 ,3-di-niedriges alkoxy-6 methylfuro [3 ,4-c]-pyridin-7-ol (IV), nachfolgende Hydrolysierung des Produktes mit einer Säure zu 2-Methyl-3-hydroxypyridin4,5-dicarboxaldehyd (V), zur Reaktion Bringen des Produktes mit 2-Cyclohexylaminoäthanthiol oder 2-Benzylaminoäthanthiol (VI) zur Bildung von 2-(3-Hydroxy-5-formyl-2-methyl-4pyridyl)-3-Cyclohexylthiazolidin oder 2-(3-Hydroxy-5-formyl-2-rnethyl-4- pyridyl)-3-Benzylthiazolidin (VII) beziehungsweise,
Reduzieren des Produktes zu 2-(3-Hydroxy-5-hydroxymethyl-2-methyl-4 pyridyl)-3-Cyclohexylthiazolidin oder 2-(3 -Hydroxy-5-hydroxymethyl-2-methyl- 4-pyridyl)-3-Benzylthiazolidin (VIII) beziehungsweise, Phosphorylieren des Produktes mit einer Mischung von Orthophosphorsäure und Phosphorpentoxyd, Erhitzen der Reaktionsmischung unter Wasserzusatz und darauffolgende Behandlung der Mischung mit einem Alkalimetallhydroxyd, wodurch das erwünschte Pyridoxal-5-phosphat (X) erhalten wird.
So wie kurz oben beschrieben, haben die Erfinder überraschenderweise die folgenden unerwarteten Tatsachen entdeckt.
Erstens kann die neue Verbindung (V) mit guter Ausbeute und auf einfache Weise ausgehend von der Reaktion zwischen (I) und (II) synthetisch hergestellt werden, obwohl die Herstellung eines Pyridinderivates mit zwei benachbarten Aldehydgruppen allgemein als schwierig angesehen wurde.
Zweitens bildet die Reaktion von 2-Methyl-3-hydroxypyridin- 4,5-dicarboxaldehyd (V) mit 2-Cyclohexylaminoäthanthiol oder 2-Benzylaminoäthanthiol (VI) ausschliesslich das 4-Thiazolidinyl-5-formylpyridinderivat (VII) mit nahezu quantitativer Ausbeute ohne Bildung irgendeines Nebenproduktes und diese selektive Reaktion findet von allen verschiedenen untersuchten Aminoäthanthiolderivaten nur mit 2-Cyclohexylaminoäthanthiol und 2-Benzylaminoäthantiol statt. Z. B. bildet die Reaktion von (V) mit Aminoäthanthiol kein Thiazolidinderivat sondern ein harziges Produkt. Die Reaktion von (V) mit 2-Methylaminoäthantiol bildet ebenfalls eine beträchtliche Menge von Nebenprodukt (in der Hauptsache das 4,5-Dithiazolidinylpyridinderivat) neben dem 4-Thiazolidinyl-5-formylpyridinderivat.
Ferner wird bei der Reaktion von (V) mit 2-Phenyla- minoäthanthiol das 4-Thiazolidinyl-5-formylpyridinderivat mit nur etwa 20 0/obiger Ausbeute erhalten. Somit ergibt die Verwendung von 2-Cyclohexylaminoäthanthiol oder 2-B enzylaminoäthanthiol eine unerwartet hohe Ausbeute der Bildung von 4-Thiazolidinyl-5-formylpyridinderivat (VII) und macht dadurch die vorliegende Erfindung zu einem vorteilhaften Verfahren zur Herstellung von Pyridoxal-5-phosphat.
Drittens ist die Aldehydgruppe in der 5-Stellung einer Verbindung der Formel (VII) leicht reduzierbar zur Bildung einer Verbindung der Formel (VIII) mit ausgezeichneter Ausbeute.
Die vorliegende Erfindung wurde auf Grund der obigen Entdeckungen vervollkommnet. Gemäss dem Verfahren der Erfindung wird das Pyridoxal-5-phos; phat in vorteilhafter Weise über die neuartigen Zwischenprodukte der Formeln (III), (IV), (V), (VII) und (VIII) hergestellt.
Eines der Ausgangsmaterialien für das Verfahren der Erfindung ist eine Verbindung der Formel (I), worin Rl eine gerade- oder verzweigtkettige niedrige Alkylgruppe ist, wie die Methyl, Methyl, Propyl, Isopro pyl oder Butyl Gruppe, und nach dem Verfahren, das von Harris et al. im Journal of Organic Chemistry, Band 27, 2705 (1962) beschrieben ist, leicht hergestellt werden kann.
Das andere Ausgangsmaterial für das Verfahren der vorliegenden Erfindung ist eine Verbindung der Formel (II), worin R2 eine gerade- oder verzweigtkettige niedrige Alkylgruppe ist, wie eine Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl oder Butyl Gruppe, und nach dem von Clauson-Kaas et al. in Acta Chemica Scandinavica, Band 6, 531 (1952) oder von Hufford et al. im Journal of the American Chemical Society, Band 74, 3014 (1952) beschriebenen Verfahren leicht hergestellt werden kann. Die nach den obigen Verfahren hergestellte Verbindung der Formel (II) ist eine Mischung von Cis- und Transstereoisomeren, die beide durch Destillation isoliert werden können. Im Verfahren der vorliegenden Erfindung kann sowohl die Cis- wie die Transform verwendet werden, wenn sich auch erwiesen hat, dass die Cisform mit (I) leichter reagiert als die Transform.
Im Verfahren der vorliegenden Erfindung wird (II) vorzugsweise als eine Mischung von Cis- und Transform verwendet und die in den darauffolgenden Stufen erhaltenen Produkte (III) und (IV) können in Bezug auf die zwei Alkoxygruppen Mischungen von Cis- und Transformen sein.
Es muss beigefügt werden, dass das Verfahren der vorliegenden Erfindung angewandt werden kann, ohne auf die oben erwähnte Stereoisomerie zu achten.
Die Reaktion von (I) mit (II) zur Herstellung von (III) findet bei Raumtemperatur statt, wird aber vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen 500 C und 200 C durchgeführt, im besonderen zwischen 1000 C und 1500 C. Die Verwendung eines Lösungsmittels ist nicht unbedingt wesentlich, aber eines der üblichen organischen Lösungsmittel, wie Äthanol, Benzol, Toluol oder Xylol, kann verwendet werden. Bei der Reaktion kann eine geringe Menge von Hydrochinon zugesetzt werden, um Nebenreaktionen wie Polymerisation wirksam zu verhindern. Es ist auch wünschenswert, die Reaktion in einem inerten Gas, wie Stickstoff oder Argon, durchzuführen.
Zwar ist es möglich, die Reaktion unter Verwendung von einem Mol (II) pro Mol (I) durchzuführen, im allgemeinen aber ist vorzuziehen, (II) im Überschuss zu verwenden, z. B. 3 bis 15 Mol pro Mol von (I). Auf diese Art kann (III) durch das Umsetzen von (I) mit (II) bei einer Temperatur zwischen 1000 C und 1500 C während einer bis 15 Stunden mit guter Ausbeute erhalten werden.
Das Konzentrieren im Vakuum der so erhaltenen Reaktionsmischung bildet ein Addukt der Formel (III) als Rückstand und eine Mischung der nichtumgesetzten Ausgangsmaterialien (I) und (II) wird als Destillat zurückgewonnen. Der Rückstand kann theoretisch acht Arten von Stereoisomeren, bezogen auf den Endo-Exb Einschluss und die Cis-Trans-Isomerie der Dialkoxygruppen am Tetrahydrofuranring, enthalten. Falls R1 eine Äthylgruppe und R2 eine Meiylgruppe ist, ergibt das Umkristallisieren aus Ligroin eine Verbindung aus dem Rückstand mit einem Schmelzpunkt von 1130 C, und die Reinigung der Mutterlauge mittels Tonerde Chromatographie und und nachfolgendes Umkristallisieren aus Petroläther ergibt eine andere Verbindung mit einem Schmelzpunkt von 750 C.
Auf Grund der Resultate der Elementaranalysen und Spektraldaten wird angenommen, dass die erstere Verbindung ein Endo-Addukt und die letztere ein Exo-Addukt ist und dass beide Verbindungen Cis-Dimethoxygruppen entsprechend der Formel (III) besitzen. Bei der praktischen Durchführung des Verfahrens der Erfindung ist es jedoch nicht notwendig, diese kristallinen Substanzen zu isolieren, sondern das Rohprodukt, das wie weiter oben beschrieben durch Konzentrieren der Reaktionsmischung erhalten wird, kann in der nächsten Stufe verwendet werden.
Die nichtumgesetzten Ausgangsmaterialien (I) und (II) werden durch das Konzentrieren der Reaktionsmischung leicht als Destillat zurückgewonnen und können nach ergänzenden Zusätzen von (I) und (II) wieder verwendet werden. Daher kann durch die Wiederho lung des obigen Vorganges das Addukt (III) mit hoher Ausbeute erhalten werden.
Das Addukt (III) kann durch die Behandlung mit einem Alkalimetallhydroxyd, wie Natriumhydroxyd oder Kaliumhydroxyd, leicht in eine Verbindung der Formel (IV) umgewandelt werden. Die Reaktion verläuft glatt in einem geeigneten Lösungsmittel, wie Wasser, Methanol, Äthanol, Dioxan oder Mischungen derselben, bei Temperaturen, die zwischen der Raumtemperatur und 100" C liegen. Es ist besonders erwünscht, (III) mit Natrium- oder Kaliumhydroxyd in einem niedrigen aliphatischen Alkohol, wie Methanol oder Äthanol, bei Temperaturen zwischen 60 C und 800 C zu behandeln. Durch dieses Verfahren wird (IV) in praktisch quantitativer Ausbeute erhalten.
Wenn R2 eine Methylgruppe ist, ergibt eine Umkristallisierung des Rohproduktes aus Methanol eine Verbindung vom Schmelzpunkt 165-1660 C, die der Formel (IV) entspricht, welche Cis-Dimethoxygruppen am Dihydrofuranring besitzt, wie durch die NMR (magnetische Kernresonanz) Spektralanalyse nachgewiesen wurde.
Sodann wird (IV) mit einer Säure, wie Salzsäure, Schwefelsäure oder Essigsäure in Wasser, oder in einer Mischung von Wasser und einem mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel, wie Methanol, Äthanol oder Dioxan, bei einer Temperatur zwischen Raumtemperatur und 100" C hydrolisiert. Auf diese Art wird quantitativ eine Verbindung der Formel (V) gebildet, jedoch wird das Produkt im allgemeinen als ein cyclisches Monohydrat von (V) isoliert, das heisst 1,3-Dihydro-1,3-dihydroxy-6methylfuro-3,4-pyridin-7-ol, welches durch die folgende Formel dargestellt wird:
EMI4.1
Die NMR Spektralanalyse zeigt das Vorhandensein eines Gleichgewichts zwischen der Dialdehydstruktur (V) und dessen cyclischem Monohydrat.
Praktischen Durchführungen des erfindungsgemässen Verfahrens nach ist jedoch eine Isolierung des Produktes nicht notwendig und die durch die Hydrolyse erhaltene Reaktionsmischung kann zweckdienlich für die nächste Stufe verwendet werden.
Die Reaktion zwischen (V) und (VI) wird in einem Lösungsmittel, wie Wasser, einem organischen Lösungsmittel, z.B. Methanol, Äthanol oder Dioxan, oder deren Mischung bei einer Temperatur von Raumtemperatur bis zu 100 C durchgeführt. Die beiden Komponenten (V) und (VI) können entweder als freie Basen oder als saure Salze verwendet werden und am günstigsten in im wesentlichen äquimolaren Mengen.
Im Falle, in welchem die freien Basen von (V) und (VI) verwendet werden, verläuft die Reaktion glatt bei Temperaturen zwischen Raumtemperatur und 1000 C.
Wenn eines oder beide der (V) und (VI) als saure Salze verwendet werden, werden dieselben durch Neutralisierung mit einem Alkalimetallhydroxyd, Carbonat oder Hydrocarbonat vor oder nach dem In-Kontakt Bringen der beiden freigesetzt. Auf diese Weise bildet sich die Verbindung (VII) mit ausgezeichneter Ausbeute und kann im Reinzustand abgetrennt werden. In der praktischen Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens kann die Verbindung (VII) ohne abgetrennt zu werden vorteilhaft der nächsten Reaktion unterworfen werden.
Zur Reduktion von (VII) zu (VIII) können die üblichen Verfahren angewandt werden. Zum Beispiel die Reduktion von (VII) mit Natriumborhydrid, Alu- miniumisopropoxyd in Isopropanol oder Zinkpulver in wässeriger Essigsäure bildet (VIII) mit ausgezeichneter Ausbeute.
In der letzten Stufe, der Phosphorylierung, wird eine Mischung von Orthophosphorsäure und Phosphorpentoxyd als phosphorylierendes Mittel verwendet.
Das Reagens wurde von R. E. Ferrel et al., im Journal of the American Chemical Society, Band 70, 2101 (1948) beschrieben. Auf diese Art wird die Verbindung (VIII) durch Erhitzen unter Rühren während einer bis 10 Stunden bei Temperaturen zwischen 40 und 800 C durch dieses Reagens leicht phosphoryliert.
Es wird angenommen, dass das durch die Phosphorylierung entstandene Produkt (IX) eine Verbindung ist, die durch die folgende Formel dargestellt wird:
EMI4.2
worin R4 eine Polyphosphorsäuregruppe darstellt und R5 die gleiche Bedeutung hat, wie weiter oben definiert. Das resultierende Produkt wird ohne Abtrennung durch Hydrolyse sowohl der Polyphosphorsäuregruppe als auch des Thiazolidinringes in die Verbindung (X) umgewandelt. Die Reaktion wird durch Erhitzen der Reaktionsmischung unter Zusatz von Wasser durchgeführt, um zuerst die Poiyphosphorsäuregruppe in eine Monophosphorsäuregruppe umzusetzen, und sodann durch Behandlung mit einem Alkalimetallhydroxyd den Thiazolidinring zu hydrolysieren.
Dazu wird die obgenannte Phosphorylierungsmischung unter Zusatz von Wasser während 30 Minuten bis zu einer Stunde auf eine Temperatur zwischen 900 C uund 1000 C erhitzt und darauffolgend bei Raumtemperatur mit einem Alkalimetallhydroxyd, wie Natrium- oder Kaliulllhydro; xyd, behandelt, zur Einstellung des pH der Lösung auf 10 oder mehr.
Zur Abtrennung des Endproduktes (X) kann die aus der obigen Hydrolyse entstehende Lösung, z. B.
unter Verwendung von Aktivkohle oder einem Ionenaustauschharz, wie Amberlite CG-50 oder Amberlite IR-120 (Handelsmarken von Rhom & Haas Co.), gereinigt werden. Die bevorzugte Methode im Verfahren der vorliegenden Erfindung ist jedoch der Zusatz einer organischen Base, wie 4-Aminoantipyrin, a-Naphtylamin oder ss-Naphtylamin, zur oben- aus der Hydrolyse erhaltenen Lösung, Neutralisierung der Lösung mit einer Säure, wie Salzsäure oder Essigsäure, zur Ausfällung des Produktes (X) als Schiffsche Base, Abtrennen der Schiffschen Base, Zersetzung derselben mit einer wässerigen Lösung eines Akalimetallhydroxyds, wie Natrium- oder Kaliumhydroxyd, Entfernen der freigesetzten organischen Base aus der Lösung,
Behandlung der Lösung mit einem Ionenaustauschharz oder Neu tralisierung mit einer Säure und darauffolgendes Verdampfen der entstandenen Lösung, wodurch Pyridoxal5-phosphat von hoher Reinheit und mit guter Ausbeute erhalten wird.
Die hier folgenden Beispiele werden nur zur Illustration aufgeführt und nicht im Sinne einer Beschränkung.
Beispiel 1
Eine Mischung von 5 g 4-Methyl-5-äthoxyoxazol und 50 g 2,5-Dimethoxy-2,5-dihydrofuran wurde unter Stickstoff in einer abgeschlossenen Röhre während 8 Stunden auf 1200 C bis 1300 C erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde unter reduziertem Druck de stilliert, 47 g einer Mischung von nichtumgesetztem 4-Methyl-5-äthoxyoxazol und 2,5-Dimethoxy-2,5-dihydrofuran wurden als Destillat zurückgewonnen und 7,0 g eines rohen Adduktes wurde als halbkristalliner Rückstand erhalten. Ein Teil des Rückstandes wurde in Benzol gelöst, durch eine Tonerdesäule gelassen und nach dem Verdampfen des Lösungsmittels aus Ligroin umkristallisiert und ergab farblose Kristalle des Endo-Adduktes (III), Schmelzp. 1130 C.
Analyse: Berechnet als C12H19O5N: C, 56,0t2; H, 7,44; N, 5,44 Gefunden: C, 56,04; 11, 7,54; N,5,55
Die durch Abtrennung vom Endo-Addukt erhaltene Mutterlauge wurde abgedampft, der Rückstand in Petroläther gelöst wurde auf Tonerde chromatographiert und mit Petroläther, dem ansteigende Mengen Benzol zugesetzt wurden, eluiert. Aus dem Petroläther Benzol (9:1 und 1:1) Auszug wurde nach dem Umkristallisieren aus Petroläther ein anderes Produkt vom Schmelzp. 75 C erhalten, welches einem Exo-Addukt (III) entspricht.
Analyse: Berechnet als C12H19O5N: C, 56,02; H, 7,44; N, 5,44 Gefunden: C, 55,65; H, 7,46; N, 5,52
Drei Gramm des oben erhaltenen Adduktes vom Schmelzpunkt 113 C wurde in einer 5 0/obigen Lösung von Kaliumhydroxyd in Methanol, 60 ml, während 6 Stunden am Rückfluss erhitzt Die Reaktionsonischung wurde mit konzentrierter Salzsäure neutralisiert und ein anorganischer Niederschlag wurde abfiltriert. Das Filtrat wurde konzentriert und ergab einen kristallinen Rückstand, welcher mit Chloroform ausgezogen wurde.
Durch Verdampfen des Auszugs wurden 2,3 g 1,3-Dihydro-1,3-dimethoxy-6methylfuro [3 ,4-c]-pyridin-7-ol erhalten. Durch Umkristallisierung aus Methanol wurde ein reines Produkt mit einem Schmelzpunkt von 1650-1660 C erhalten.
Analyse: Berechnet als CtoHtSO4N: C, 56,86; In, 6,20; N, 6,63 Gefunden: C, 57,21; H, 6,17; N, 6,74
In der gleichen Art, wie für das Addukt vom Schmelzp. 1130 C beschrieben, wurde das oben erhaltene Addukt mit dem Schmelzp. 750 C mit einer Kaliumhydroxyd-Methanollösung behandelt und ergab die gleiche Verbindung 1 ,3-Dihydro-1,3-dimethoxy-6- methylfuro [3,4-c] pyridin-7-ol, Schmelzp. 1650 C.
Eine Lösung von 0,42 g des oben erhaltenen 1 ,3-Dihydro-1, 3-dimethoxy-6- methylfuro-[3 ,4-c] pyridin-7-ol in 5 ml 10 0/obiger Salzsäure wurde während 10 Minuten auf 1000 C erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde bei niedriger Temperatur unter reduziertem Druck konzentriert und ergab einen farblosen kristallinen Rückstand von 2-Methyl-3-hydroxypyridin-4,5- dicarboxaldehyd-Monohydradhydrochlorid, d. h.
1,3-Dihydro-1,3-dihydroxy-6methylfuro[3,4-c]pyridin 7-ol-Hydrochlorid, welches keinen bestimmten Schmelzpunkt zeigte. Maximale Ultraviolettabsorption: 288 m in normal Salzsäure.
Analyse: Berechnet als C8l1,O4N. HC1:
C, 43,74; H, 4,59; N, 6,38; a, 16,14 Gefunden: C, 43,98; H, 4,62; N, 6,37; Cl, 16,48
0,5 g des oben erhaltenen 2-Methyl-3-hydroxypyridin-4,5dicarboxaldehyd-Monohydradhydrochlorids wurde in einer minimalen Menge Wasser gelöst, unter Eiskühlung mit einer normalen Natriumhydroxydlösung auf pH 7 neutralisiert, der Niederschlag wurde durch Zentrifugieren abgetrennt und mit kaltem Wasser gewaschen. Das Produkt wurde aus wenig Wasser umkristallisiert und unter reduziertem Druck bei einer Temperatur unter 500 C getrocknet und ergab ein weisses kristallines festes Produkt, welches 1,3-Dihydro-1,3-dihydroxy-6-methyl- furo[3,4-c]pyridin-7-ol mit 1,5 Mol Kristallwasser entsprach. Es besass keinen scharfen Schmelzpunkt.
AnaLyse: Berechnet als C8HeON. 1 ,SH2O: C,45,71; H, 5,75; N,6,66 Gefunden: C, 45,16; H, 5,23; N,6,29
0,46 g des oben erhaltenen 2-Methyl-3-hydroxypyridin-4,5- dicaroxaldehyd-Monohydrathydrochlorids wurden in 6 ml Wasser gelöst undg dieser Lösung 0,32 g 2-Cyclohexylaminoäthanthiol in 3 ml 1N Salzsäure zugesetzt. Die Lösung wurde auf 40"-50"C erhitzt und pH mit konzentrierter Natriumhydroxydlösung auf 7-8 eingestellt. Eine ölige Substanz wurde abgetrennt und mit Chloroform extrahiert. Der Auszug wurde über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und abgedampft und ergab einen kristallinen Rückstand.
Die Umkristallisierung aus Aceton ergab 2-(3-Hydroxy-5-formyl-2-methyl-4- pyridyl)-3-cyclohexylthiazolidin, Schmelzp. 107-109" C.
Analyse: Berechnet als C16H22ON2S: C,62,71; H,7,24; N,9,14; S,I0,46 Gefunden: C, 62,601; Ehe7,22; N, 8,901; S, 10,17
Eine Lösung von 0,42 g des oben erhaltenen 2-(3 -Hydroxy-5-formyl-2-methyl-4pyridyl)-3-Cyclohexylthiazolidin in wässerigem Methanol wurde mit 0,07 g Natriumborhydrid behandelt und während einer Stunde bei Raumtemperatur stehen gelassen. Das Verdampfen des Methanols aus der Reaktionsmischung fällte 2-(3-Hydroxy-5-hydroxymethyl-2-methyl-4pyridyl)-3-Cyclohexylthiazolidin quantitativ aus. Dieses zeigte einen Schmelzp. von 198-200 C.
Umkristallisieren aus Aceton erhöhte den Schmelzp.
auf 199-20O,5 C.
Analyse: Berechnet als C25H24O2N2S:
C, 62,30; H, 7,84; N, 9,08; S, 10,40 Gefunden: C, 62,69; H, 8,04; N, 8,90; S, 10,26
0,62 g des so erhaltenen 2-(3-Hydroxy-5-hydroxymethyl-2-methylz 4-pyridyl-)-3-Cyclohexylthiazolidin wurde einer Mischung von 3,0 g 85 0/obiger Orthophosphorsäure und 2,5 g Phosphorpentoxyd zugesetzt und die Mischung wurde während 5 Stunden unter Rühren auf 600 C erhitzt. Nach dem Abkühlen wurde die Reaktionsmischung mit 20 mol Wasser versetzt und während 30 Minuten auf 1000 C erhitzt. Die Lösung wurde auf Raumtemperatur abgekühlt und zur Adsorption des Produktes 3,0 g Aktivkohle zugesetzt.
Die Aktivkohle wurde gründlich mit Wasser gewaschen und mit 200 ml IN Natriumhydroxyd ausgezogen. Der Auszug wurde unter reduziertem Druck auf ein kleines Volumen konzentriert, auf eine Säule (3,2X60 cm) eines sauren Ionenaustauschharzes, Amberlit CG-50, gegossen und mit Wasser eluiert. Pyridoxal-5-phosphat enthaltende Fraktionen wurden gesammelt und unter reduziertem Druck bei tiefer Temperatur auf ein kleines Volumen konzentriert ist und dann in einem Kühlschrank stehen gelassen. Ausgeschiedene weisse Kristalle wurden abfiltriert und ergaben 0,32 g Pyridoxal5-phosphat-Monohydrat; dieses war in jeder Beziehung mit einem authentischen Muster von Pyridoxal-5-phosphat-Monohydrat identisch.
Beispiel 2
Eine Lösung von 2,6 g 4-Methyl-5-äthoxyoxazol und 26 g 2,5-Dimethoxy-2,5-dihydrofuran wurden während 20 Stunden unter Stickstoff in einem verschlossenen Rohr auf 1000 C erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde unter reduziertem Druck konzentriert und ergab 3,0 g eines Adduktes als Rückstand und eine Mischung von nichtumgesetzten 4-Methyl-5-äthoxyoxazol und 2,5-Dimethoxy-2,5-dihydrofuran als Destillat. Das Addukt wurde in 60 ml einer 5 0/obigen Lösung von Kaliumhydroxyd in Methanol gelöst und diese Lösung unter Rückfluss während 40 Stunden erhitzt. Nach dem Abkühlen wurde die Reaktionsmischung mit konzentrierter Salzsäure neutralisiert, zur Abtrennung von anorganischer Substanz, die abfiltriert wurde. Das Filtrat wurde zu einem kristallinen Rückstand abgedampft, welcher mit Chloroform extrahiert wurde.
Der Extrakt wurde konzentriert und ergab 1,96 g 1 ,3-Dihydro-1 ,3-dimethoxy-6- methylfuro[3,4-cypyridin-7-ol.
2,8 g des so erhaltenen 1 ,3-Dihydro-1 ,3-dimethoxy- 6-methylfuro [3 ,4-c] -pyridin-7-ol wurden in 40 mm 10 0/obige Salzsäure gelöst und diese Lösung wurde während 10 Minuten auf 100" C erhitzt.
Sodann wurde die Lösung abgekühlt, mit konzentrierter Natriumhydroxydlösung auf pH 7-8 eingestellt, 80 ml Methanol zugesetzt und die Mischung auf 40-50 C erhitzt, 2,22 g 2-Cyclohexylaminoäthanthiol in 10 ml Methanol zugegeben und während 30 Minuten auf dieser Temperatur gehalten. Danach wurde die Mischung auf Raumtemperatur abgekühlt, mit 0,25 g Natriumborhydrid versetzt und bei Raumtemperatur während einer Stunde stehen gelassen. Durch Verdampfen des Methanol von der Reaktionsmischung bildete sich ein Niederschlag, der abfiltriert wurde und 3,38 g 2-(3-Hydroxy-5-hydroxymethyl-2-methyl 4-pyridyl)-3-Cyclohexylthiazolidin ergab, Schmelzp. 199-200" C.
0,62 g 2-(3-Hydroxy-5-hydroxymethyl-2-methyl4-pyridyl)-3-Cyclohexylthiazolidin, das oben erhalten wurde, wurde mit einer Mischung von 3,0 g 850/obiger Orthophosphorsäure und 2,5 g Phosphorpentoxyd während 3 Stunden bei 500 C ge scIrüttelt, dann wurden 20 ml Wasser zur Reaktionsmi schung gegeben und die Lösung während 30 Minuten auf 1000 C erhitzt, abgekühlt und durch Zusatz von 8 g Natriumhydroxyd in 40ml Wasser alkalisch gestellt. Die Lösung wurde mit 0,40 g 4-Aminoantipyrin behandelt und pH der Lösung mit konzentrierter Salzsäure auf 3 eingestellt, sodann wurde die Lösung über Nacht in einem Kühlschrank stehen gelassen. Die ausgeschiedene Schiffsche Base wurde durch Filtrieren gesammelt, mit Wasser gewaschen, in 10 ml 2N Natriumhydroxyd gelöst und zur Entfernung von 4-Aminoantipyrin mit Benzol extrahiert.
Die wässerige Schicht wurde mit Salzsäure neutralisiert, unter reduziertem Druck bei tiefer Temperatur zu einem kleinen Volumen konzentriert und über Nacht in einen Kühlschrank gestellt. Die ausgeschiedenen Kristalle wurden abfiltriert und ergaben 0,28 g Pyridoxal-5-phosphat Monohydrat.
Beispiel 3
Eine Lösung von 2,54 g 4-Methyl-5-äthoxyoxazol und 26 g 2,5-Dimethoxy-2,5-dihydrofuran wurde während 4 Stunden in einem Einschlussrohr unter Stickstoff auf 1300 C erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde unter reduziertem Druck konzentriert und ergab als Rückstand ein Addukt. Eine Mischung von nichtumgesetztem 4-Methyl-5-äthoxyoxazol und 2,5-Dimethoxy-2,5-dihydrofuran wurde als Destillat zurückgewonnen. Zum Destillat, das ungefähr 50 /o des verwendeten 4-Methyl-5-äthoxyoxazol enthält, wurden 1,27 g 4-Methyl-5-äthoxyoxazol hinzugefügt und die Lösung wurde durch Zusatz einer angemessenen Menge von 2,5-Dimethoxy2,5-dihydrofuran auf das ursprüngliche molare Verhältnis eingestellt und wieder während 4 Stunden im Einschlussrohr unter Stickstoff auf 1300 C erhitzt.
Dieses Reaktionsverfahren wurde zehnmal wiederholt und ergab 24,5 g eines Adduktes. Dieses Produkt wurde in 500 ml einer 5 obigen Kaliumhydroxyd Methanollösung gelöst und die Mischung während 5 Stunden unter Rückfluss erhitzt. Nach dem Abkühlen wurde die Reaktionsmischung mit konzentrierter Salzsäure neutralisiert, die ausgefallene anorganische Substanz wurde durch Filtrieren abgetrennt und das Filtrat unter reduziertem Druck konzentriert und ergab 1 ,3-Dihydro-1 ,3-dimethoxy-6- methylfuro [3 ,4-c] pyridin-7-ol als eine krisltalline Masse.
Das oben erhaltene Produkt wurde in 250 ml 10 0/obiger Salzsäure gelöst, diese Lösung wurde während 10 Minuten auf 100" C erhitzt, sodann unter Eiskühlung mit konzentrierter Natriumhydroxydlösung auf pH 7-8 eingestellt, mit 300 ml Methanol versetzt und wieder auf 40-50 C erhitzt, mit einer Lösung von 14,5 g 2-Cyclohexylaminoäthanthiol in 20 ml Methanol behandelt und während 30 Minuten auf dieser Temperatur gehalten. Dieser Mischung wurden bei Raumtemperatur 1,70g Natriumborhydrid zugesetzt und diese Lösung wurde während einer Stunde geschüttelt. Das Verdampfen des Methanols aus der Reaktionsmischung ergab einen Niederschlag, welcher durch Filtrieren abgetrennt wurde und 23,1 g 2,-(3-Hydroxy-5-hydroxymethyl-2-methyl4-pyridyl)-3-Cyclohexylthiazolidin ergab, Schmelzpunkt 196-1980 C.
0,62 g des oben erhaltenen 2-(3-Hydroxy-5-hydroxymethyl-2-methyl4-pyridyl)-3-Cyclohexylthiazolidin wurde mit einer Mischung von 3,0 g 85 0/obiger Ortho- phosphorsäure und 2,5 g Phosphorpentoxyd während 5 Stunden bei 500 C geschüttelt, die Lösung wurde sodann mit 20 ml Wasser versetzt und während 30 Minuten auf 1000 C erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde in eine Lösung von 8 g Natriumhydroxyd in 40 ml Wasser geleert und so alkalisch gemacht, 0,40 g 4-Aminoantipyrin zugesetzt, dann mit Salzsäure auf pH 3 eingestellt und über Nacht im Kühlschrank stehen gelassen. Die ausgefallene Schiffsche Base wurde abfiltriert, mit Wasser gewaschen und in 2N Natriumhydroxyd, 10 ml, gelöst.
Die Mischung wurde zur Entfernung des entstandenen 4-Aminoantipyrin mit Benzol extrahiert und die wässerige Schicht wurde auf eine Ionenaustauschharz-Säule, Amberlit CG-50, gegossen und mit Wasser ausgezogen. Fraktionen, die Pyridoxal5-phosphat enthielten, wurden gesammelt, unter reduziertem Druck bei tiefer Temperatur auf ein kleines Volumen konzentriert und über Nacht im Kühlschrank stehen gelassen. Der Niederschlag wurde abfiltriert und ergab 0,37 g Pyridoxal-5-phosphat-Monohydrat.
Beispiel 4
Eine Mischung von 0,64 g 4-Methyl-5-äthoxyoxazol, 6,5 g 2,5-Dimethoxy-2,5-dihydrofuran und 20 mg Hydrochinon in 10 ml Benzol wurde unter Rückfluss während 40 Stunden erhitzt. Das Konzentrieren der Reaktionsmischung ergab 0,60 g eines Adduktes in der Form eines halbkristallinen Rückstandes.
Der Rückstand wurde in der gleichen Art wie im Beispiel 1 behandelt und ergab.
1 ,3-Dihydro-1 ,3-dimethoxy-6- methylfuro [3 ,4-c]pyridin-7-ol.
0.42 g des oben erhaltenen 1 ,3-Dihydro-1,3-di-methoxy-6 methylfuro[3 , 4cJpyridin-7ol wurden in 5 ml einer 100/oigen Salzsäure gelöst und während 10 Minuten auf 1000 C erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde abgekühlt und mit einer konzentrierten Natriumhydroxydlösung auf pH 7-8 eingestellt, sodann 0.32 g 2-Cyclohexylaminoäthanthiol zugesetzt und während 10 Minuten auf 5040 C erhitzt.
Das abgeschiedene Öl wurde mit Chloroform extrahiert, der Extrakt über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und eingedampft und ergab 2-(3-Hydroxy-5-formyl-2-methyl-4 pyridyl)-3-Cyclohexylthiazolidin als kristallinen Rückstand. Das Produkt wurde in 50 ml Isopropanol gelöst und unter Rückfluss während 24 Stunden erhitzt mit 0.61 g Aluminiumisopropoxyd. Der durch Abdampfen des Lösungsmittels erhaltene Rückstand wurde in Wasser aufgenommen und die Mischung mit Salzsäure auf pH 2 angesäuert und dann mit einer Natriumcarbonatlösung auf pH 7 neutralisiert. Die Mischung wurde mit Chloroform extrahiert, der Extrakt über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und dann abgedampft und ergab 0.41 g 2-(3-Hydroxy-5-hydroxymethyl-2-methyl-4 pyridyl)-3-Cyclohexylthiazolidin als kristallinen Rückstand, Schmelzp. 199-2000 C.
In gleicher Art wie im Beispiel 3 beschrieben wurden 0.62 g des oben erhaltenen 2-(3-Hydroxy-5-hydroxy-methyl-2-methyl4-pyridyl)-3-Cyclohexylthiazolidin phosphoryliert und hydrolysiert und ergaben 0.37 g Pyridoxal-5-phosphat-Monohydrat.
Beispiel 5
Eine Mischung von 2.6 g 4-Methyl-5-äthoxyoxazol und 37 g 2,5-Diisopropoxy-2,5-dihydrofuran wurde während 20 Stunden unter Stickstoff in einem Einschlussrohr auf 1000 C erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde unter reduziertem Druck konzentriert und ergab als Rückstand ein rohes Addukt und eine Mischung von nichtumgesetztem 4Methyl-5-äthoxyoxazol und 2,5-Diisopropoxy-2, 5-dihydrofuran wurde zurückgewonnen. Das Addukt wurde in einer 5 obigen Kaliumhydroxyd Methanollösung gelöst und die Mischung wurde während 5 Stunden am Rückfluss erhitzt. Nach dem Abkühlen wurde die Mischung zur Abtrennung der anorganischen Substanz mit konzentrierter Salzsäure neutralisiert und filtriert. Das Filtrat wurde im Vakuum zur Trockne konzentriert und der Rückstand mit Chloroform extrahiert.
Der Extrakt wurde verdampft und ergab 1.25 g 1 ,3-Dihydro-1 ,3-diisopropoxy-6- methylfuroI3 ,4-c]pyridin-7-ol welches nach dem Umkristallisieren aus Aceton einen Schmelzp.153-154 C zeigte.
Analyse: Berechnet als Cl4EI;104N: C, 62,90; H, 7,92; N, 5,24 Gefunden: C, 62,64; H, 7,85; N, 5,29
0.5 g des oben erhaltenen 1 ,3-Dihydro-1 ,3-diisopropoxy-6- methylturo3 ,4-c]pyridin-7-ol wurde in 6 ml 10 0/oiger Salzsäure gelöst und die Lösung während 10 Minuten auf 100" C erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde unter reduziertem Druck zur Trockensubstanz konzentriert und ergab 2-Methyl-3 -hydroxypyridin-4,5 dicarboaldehyd-Monohydrat-hydrochlorid als ein farbloses kristallines Produkt, als Rückstand.
In der gleichen Art, wie im Beispiel 1 beschrieben wurde, wurde das oben erhaltene 2-Methyl-3-hydroxypyridin-4,5 dicarbonaldehyd-Monohydrathydrochlorid behandelt und ergab Pyridoxal-5-phosphat3Monohy- drat.
Beispiel 6
In der gleichen Art, wie im Beispiel 1 beschrieben, wurde 1 ,3-Dihydro-1 ,3-dimethoxy-6- methylluro[3 ,4-c]pyridin-7oI hergestellt. 0.42g des wie oben erhaltenen Produktes wurde in 5 ml 10 0/obiger Salzsäure gelöst und während 10 Minuten auf 100" C erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde abgekühlt, mit einer Natriumhydroxydlösung auf pH 7-8 gestellt und nach Zusatz von 0.32 g 2-Cyclohexylaminoäthanthiol während 10 Minuten auf 50-60 C erwärmt. Der abgekühlten Reaktionsmischung wurden 3 ml Eisessig und 0.15 g Zinkpulver zugesetzt und diese Mischung wurde während einer Stunde bei 5-100C geschüttelt. Die Reaktionsmischung wurde unter reduziertem Druck zur Trockensubstanz abgedampft und der Rückstand mit Wasser behandelt und mit Chloroform extrahiert.
Der Chloroformextrakt wurde nach dem Waschen und Trocknen über wasserfreiem Natriumsulfat abgedampft und ergab einen Rückstand, welcher aus Aceton umkristalli, siert wurde und 0.20 g 2-(3-Hydroxy-5-hydroxymethyl-2-methyl-4pyridyl)-3-Cyclohexylthiazolidin ergab.
0.62 g 2-(3 -Hydroxy-5-hydroxymethyl-2-niethyl-4- pyridyl) -3 -Cyclohexylthiazolidin, die oben erhalten wurden, wurden bei 500 C während 5 Stunden mit einer Mischung von 3.0 g 85 obiger Orthophosphorsäure und 2.5 g Phosphorpentoxyd geschüttelt. Der Reaktionsmischung wurde unter Kühlung 20ml Wasser zugesetzt und die Lösung während 30 Minuten auf 1000 C erhitzt, abgekühlt und durch Zusatz von 8 g Natriumhydroxyd in 40 ml Wasser alkalisch gemacht. Der Lösung wurden 0.29 g a-Naphtylamin zugesetzt, der pH der Lösung mit Salzsäure auf 3 eingestellt und diese Mischung wurde über Nacht im Kühlschrank stehen gelassen und ergab eine Schiffsche Base als Niederschlag.
Der Niederschlag wurde in gleicher Art wie im Beispiel 3 aufgearbeitet und ergab 0.37 g Pyridoxal-5-phosphat-Monohydrat.
Beispiel 7
So wie im Beispiel 1 beschrieben, wurde 2-(3-Hydroxy-5-hydroxymethyl-2-methyl-4 pyridyl) -3 -Cyclohexylthiazolidin hergestellt. 0.62g des obigen Produktes wurden bei 600 C während 3 Stunden mit einer Mischung von 3.0 g 5 0/obiger Orthophosphorsäure und 2.5 g Phosphorpentoxyd geschüttelt. Die Mischung wurde abgekühlt mit 10 ml Wasser versetzt und mit 8 g Natriumhydroxyd in 40 ml Wasser alkalisch gemacht. Die Lösung wurde auf eine Säule von Amberlit CG-50 (3.2X11 cm) geleert und mit Wasser ausgezogen. Der Auszug wurde mit der entsprechenden Menge konzentrierter Salzsäure auf eine N Salzsäurekonzentration gestellt, während 30 Minuten auf 800 C erhitzt und sodann mit 3 g Aktivkohle behandelt.
Die Aktivkohle wurde gründlich mit Wasser gewaschen und mit 300ml 1.5 0/oigem Ammoniakwasser ausgezogen. Der Auszug wurde unter reduziertem Druck auf ein kleines Volumen konzentriert, auf eine Säule (3.2X60 cm) von Amberlit CG-50 geleert und mit Wasser ausgezogen.
Die Pyridoxal-5-phosphat enthaltenden Fraktionen wurden gesammelt, unter reduziertem Druck bei tiefer Temperatur auf ein kleines Volumen konzentriert und über Nacht im Kühlschrank stehen gelassen. Das auskristallisierte kristalline Pulver wurde abfiltriert und ergab 0.36 g Pyridoxal-5-phosphat-Monohydrat.
Beispiel 8
In der im Beispiel 1 beschriebenen Art wurde 1,3-Dihydro-1,3-dimethoxy-6- methylturo[3 ,4c]pyridin-7ol hergestellt. 2.11 g des obigen Produktes wurden in 30 ml 10 0/oiger Salzsäure gelöst und während 10 Minuten auf 1000 C erhitzt, abgekühlt und mit einer Natriumhydroxydlösung auf pH 8 eingestellt. Nach Zusatz von 50 mol Methanol wurde die Mischung auf 50 C erhitzt, mit 1.67 g 2-Benzylaminoäthanthiol behandelt und bei gleicher Temperatur während 30 Minuten gerührt. Durch Verdampfen von Methanol aus der Reaktionsmischung schied sich eine ölige Substanz ab, welche mit Chloroform extrahiert wurde. Der Extrakt wurde durch eine Tonerdesäule für kleine Mengen durchgelassen, zur Trockensubstanz abgedampft und ergab eine kristalline Festsubstanz.
Das Produkt wurde aus Äthylacetat umkristallisiert und ergab2.4g 2-(3-Hydroxy-5-formyl-2-methyl-; pyridyl)-Benzylthiazolidin, Schmelzp. 119.5-120.50 C.
Analyse: Berechnet als Ct,Ht802N2S:
C, 64,94; H, 5,77; N, 8,91; S, 1O,20 Gefunden: C, 64,73; H, 6,01; N, 8,76; S, 10,16
Zu einer Lösung von 0.31 g des oben erhaltenen 2-(3-Hydroxy-5-formyl-2-methyl-4pyridyl)-3-Benzylthiazolidin in 20 ml 50 0/obigem wässerigem Methanol wurde 0.07 g Natriumborhydrid zugesetzt und diese Mischung während einer Stunde bei Raumtemperatur stehen gelassen. Verdampfen des Methanols aus der Reaktionsmischung ergab mit quantitativer Ausbeute 2-(3-Hydroxy-5-hydroxymethyl-2-methyl-4- pyridyl)-3-Benzylthiazolidin als kristallinen Niederschlag vom Schmelzp.
170-1720 C. Ein reines Muster wurde durch das Umkristallisieren aus Aceton erhalten, Schmelzp.
171-172 C.
Analyse: Berechnet als Cr,002N2S: C, 64,53; H, 6,37; N, 8,85; S, 10,13 Gefunden: C, 64,58; II, 6,27; N, 9,18; S, 9,91
0.63 g des oben erhaltenen 2-(3-Hydroxy-5-hydroxymethyl-2-methyl-4pyridyl)-3-Benzylthiazolidin wurde mit einer Mischung von 3.0 g 85 0/obiger Orthophosphorsäure und 2.5 g Phosphorpentoxyd während 4
Stunden bei 500 C gerührt. Der Reaktionsmischung wurden 20 ml Wasser zugesetzt und die Lösung wäh rend 40 Minuten auf 100" C erhitzt, abgekühlt und mit
3.0 g Aktivkohle behandelt. Die Kohle wurde gründlich mit Wasser gewaschen und das Produkt mit 200 ml 1N Natriumhydroxyd ausgezogen.
Der Auszug wurde unter reduziertem Druck auf ein kleines Volumen konzentriert, auf eine Säule (3.2X60 cm) von Amberlit CG-50 gegossen und mit Wasser ausgezogen.
Die Pyridoxal-5-phosphat enthaltenden Fraktionen wurden gesammelt, bei tiefer Temperatur und unter reduziertem Druck auf ein kleines Volumen konzentriert und über Nacht im Kühlschrank stehen gelassen.
Die ausgeschiedenen Kristalle wurden gesammelt und ergaben 0.31 g Pyridoxal-5-phosphat-Monohydrat. Das Produkt entsprach einem authentischen Muster von Pyridoxal-5-phosphat-Monohydrat.
Beispiel 9
In der im Beispiel 1 beschriebenen Art wurde 1 ,3-Dihydro-1 ,3-dimethoxy-6- methylfuroE3,4-c)pyricrul-7-ol hergestellt. 2.11 g des oben erhaltenen Produktes wurden in 30 ml 10 0/obiger Salzsäure gelöst und die Lösung während 10 Minuten auf 100" C erhitzt, abgekühlt und mit einer Natriumhydroxydlösung auf pH 8 gestellt.
Nach Zugabe von 50 ml Methanol wurde die Mischung auf 40-50 C erhitzt, mit 1.70 g 2-Benzylaminoäthanthiol behandelt und bei gleicher Temperatur während 30 Minuten gerührt. Nach dem Abkühlen wurden 0.19 g Natriumborhydrid zugesetzt und die Mischung während 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen gelassen. Durch Abdampfen von Methanol aus der Reaktionsmischung entstand ein kristalliner Niederschlag, welcher abfiltriert und mit Aceton gewaschen wurde und2.4g 2-(3-Hydroxy-5-hydroxymethyl-2-methyl-4 pyridyl)-3-Benzylthiazolidin ergab, Schmelzp. 168-1700 C.
In der im Beispiel 8 beschriebenen Art wurde das oben erhaltene 2-(3-Hydroxy-5-hydroxymethyl-2-methyl-4 pyridyl)-3 -Benzylthiazolidin phosphoryliert und hydrolysiert und ergab Pyridoxal5-phosphat-Monohydrat.
Beispiel 10
Nach im Beispiel 8 beschriebener Art wurde 2-(3 -Hydroxy-5-hydroxymethyl-2-methyl-4pyridyl)-3-Benzylthiazolidin hergestellt. 0.63 g des obigen Produktes wurde mit einer Mischung von 3.0 g 85 0/o & er Orthophosphor- säure und 2.5 g Phosphorpentoxyd bei 500 C während 3 Stunden geschüttelt. Der Reaktionsmischung wurden 20ml Wasser zugesetzt und die Lösung während 30 Minuten auf 1000 C erhitzt, abgekühlt, durch Zusatz von 8 g Natriumhybxyd in 40 mol Wasser alkalisch gemacht und sodann wurde die Mischung mit 0.40 g 4-Aminoantipyrin behandelt, mit Salzsäure auf pH 3 gestellt und über Nacht im Kühlschrank stehen gelassen. Die abgeschiedene Schiffsche Base wurde durch Filtrieren gesammelt, mit Wasser gewaschen und in 10 ml 2N Natriumhydroxyd gelöst.
Die Mischung wurde mit Benzol extrahiert, um das gebildete 4-Ami nonntipyrin zu entfernen, und die wässerige Schicht wurde mit Salzsäure neutralisiert, bei niederer Temperatur auf ein kleines Volumen unter reduziertem Druck konzentriert und über Nacht im Kühlschrank stehen gelassen. Die abgeschiedenen Kristalle wurden abfiltriert und ergaben 0.2Tg Pyridoxal-5-phosphat-Monohydrat.
Beispiel 11
Nach der im Beispiel 8 beschriebenen Art wurde 2-(3¯E{ydroxy-5-hydroxymethyl-2-methyl-4- pyridyl)-3-Benzylthiazol.idin hergestellt. 0.63 g des oben erhaltenen Produktes wurden unter Rühren während 3 Stunden mit einer Mischung von 3.0 g 85 0/obiger Orthophosphorsäure und 2.5 g Phosphorpentoxyd auf 600 C erhitzt. Der Reaktionsmischung wurden 20 ml Wasser zugesetzt und die Lösung während 30 Minuten auf 1000 C erhitzt, abgekühlt und mit 8 g Natriumhydroxyd in 40 ml Wasser alkalisch gemacht. Sodann wurde die Mischung mit 0.29 g a-Naphthylamin behandelt, mit Salzsäure auf pH 3 eingestellt und über Nacht im Kühlschrank stehen gelassen. Die abgeschiedene Schiffsche Base wurde durch Filtrieren gesammelt, mit Wasser gewaschen und in 10 ml 2N Natriumhydroxyd gelöst.
Die Mischung wurde zur Entfernung des gebildeten -Naphtylamins mit Benzol extrahiert und die wässerige Schicht wurde auf eine Säule (3.2 X 60 cm) von Amberlit CG-50 gegossen und mit Wasser ausgezogen. Die Pyridoxal5-phosphat enthaltenden Fraktionen wurden gesammelt, bei tiefer Temperatur unter reduziertem Druck auf ein kleines Volumen konzentriert und über Nacht im Kühlschrank stehen gelassen. Die ausgeschiedenen Kristalle wurden durch Filtrieren gesammelt und ergaben 0.35 g Pyridoxal-5-phosphat-Monohydrat.