Einrichtung mit Vervielfältiger, zum Abdrucken von ganzseitigen, zeilen- oder abscbnittweisen Texten von auf einem der Druckelemente angeordneten Druckformen auf Karten
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung mit Vervielfältiger, zum Abdrucken von ganzseitigen, zeilen- oder abschnittweisen Texten von auf einem der Druckelemente angeordneten Druckformen direkt oder über Offsetzylinder auf Karten, wobei der Druck zeilenweise durch entsprechende Steuerung des Verviellältigers erfolgt, mit einem korrespondierenden Datenträger, auf dem die druckfähig geschriebenen Angaben ausserdem ganz oder teilweise mittels mechanisch, elektrisch, op ti'sch oder magnetisch abtastbarer Registrierungen dargestellt sind,
sowie mit einer dem Vervielfältiger zugeordneten Vorrichtung zum Abtasten dieser Registrierungen, die ganz oder teilweise zwischenzeitlich gespeichert werden.
Es sind Rotationsvervielfältiger bekannt geworden, bei denen die Impulse der Abtastvorrichtung auf ein dem Rotationsvervielfältiger zugeordnetes Stanzwerk geleitet werden und das Bedrucken und Lochen der Karten zwangsläufig nacheinander mit ideen übereinstimmenden Angaben erfolgte, bevor sie zur Ablage kamen.
Gemäss der Erfindung wird der Antrieb der Transportvorrichtung für den Datenträger in der Abtastvorrichtung durch einen von Hand oder von einem Maschinenfunktionsteil des Vervielfältigers betätigten Schalter in Gang gesetzt, und der Datenträger läuft unter gleichzeitiger ,elektromagnetischer Abhebung der Abtastorgane der Abtastvorrichtung bis zur ersten abzutastenden Zeile der Registrierungen ein, wo er durch eine im Datenträger angeordnete besondere Registrierung angehalten wird.
Die Erfindung kann so ausgestaltet sein, dass der motorische Antrieb ;der Transportvorrichtung für den Datenträger mittels einer Zahnradübersetzung und eines zwischengeschalteten Malteserkreuzgetriebes zeilenweise dadurch erfolgt, dass der Anfangsimpuls von der Lochvorrichtung und der Endimpul,s durch das treibende Organ indes Malteserkreuzgetriebes an den Motor gegeben wird, wobei vorzugsweise ein Bremsmotor verwendet wird, dessen Bremsvorrichtung ebenfalls vom treibenden Organ des Malteserkreuzgetriebes betätigt wird.
Zweckmässigerweise kann die Erfindung weiterhin derart ausgebildet sein, dass nach Abtastung der letzten registrierten Zeile die Transportvorrichtung für den Datenträger durch einen von Hand oder vom Vervielfältiger betätigten Schalter einen Anfangsimpuls erhält, der den Datenträger aus Ider Abtastvorrichtung hinaustransportiert und der Endimpuis durch den mit dem Datenträger selbst zusammenarbeitenden Schalter erzeugt wird.
Die von den Abtastorganen der Abtastvorrichtung abgetasteten Registrierungen laufen zweckmässigerweise in einen pyramidenartig aufgebauten Decoder oder Speicher ein. Dies bewirkt eine gleichzeitige Decodierung und Speicherung der Werte zwecks Weiterleitung, z. B.
an die Lochvorrichtung des Vervieifältigers.
Des weiteren kann die Einrichtung derart ausgebildet sein, dass die erste abgetastete Zeile von Registrierungen des Datenträgers in ein während der Verarbeitung des ganzen Datenträgers nicht zu löschendes Speicherwerk oder Decoder einläuft und die folgenden abgetasteten Zeilen des Datenträgers in einen anderen Decoder oder Speicher durch Umschaltung der Wirkung der Abtastorgane nacheinander einlaufen, die dann durch die Ausführungldos nächsten Schrittes der Transportvorrichtung des Datenträgers gelöscht und durch die Registrierungen der folgenden Zeile neu eingestellt werden.
Die Abtastvorrichtung kann ein weiteres Steuerelement zur Steuerung des Vervielfältigers in Abhängigkeit von der Abtastvorrichtung derart wirksam aufweisen, dass bei Nichtvorhandensein eines Datenträgers in der Abtastvorrichtung die Auslösung der Eintourenkupplung des Vervielfältigers mittels eines Steuerschalters für die Eintourenkupplung gesperrt wird.
In den Zeichnungen ist die Erfindung in einigen bei spielsweisen Ausführungen dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 die Einrichtung in schematischer Darstellung von der Erstellung der Druckform bis zur Ablage der bedruckten und gelochten Karte;
Fig. 2 einen Datenträger in Kartenform;
Fig. 3 die Seitenansicht einer Abtastvorrichtung unter Fortlassung der linken Seitenwand;
Fig. 4 die Draufsicht nach Fig. 3;
Fig. 5 den elektrischen Schaltplan für die Steuerung der Abtastvorrichtung;
Fig. 6 den elektrischen Schaltplan zur Decodierung der Zeileninformationen;
Fig. 7 den elektrischen Schaltplan zur Decodierung und Speicherung der Kopfinformationen;
Fig. 8 den elektrischen Schaltplan von der Auswertung der Informationslochungen bis zum Unterspannungsetzen eines einer Lochvorrichtung zugeordneten Magneten.
In der Fig. 1 ist das gesamte Verfahren schematisch von der Erstellung der Druckform 1 auf einer Schreibvorrichtung 2 sowie die gleichzeitige Erstellung des Datenträgers 3 auf einer mit der Schreibvorrichtung 2 durch das Kabel 4 elektrisch gekoppelten Lochvorrichtung 5 bis zur Ablage der bedruckten und gelochten Karte 6 dargestellt.
Insbesondere finden bei der Erfindung solche Vervielfältiger Verwendung, bei denen der zeilenweise Druck durch entsprechend gesteuertes Zusammenwirken der Druckelemente erfolgt. Es können jedoch auch solche Vervielfältiger verwendet werden, bei denen der zeilenweise Druck durch Steuerung anderer Teile des Vervielfältigers, z. B. Klemmvorrichtungen, Abdeckungen oder der Anfeuchtung bzw. Farbgebung, erzielt wird.
Insbesondere können Vervielfältiger, welche als Spiritusumdruckvervielfältiger arbeiten, verwendet werden, jedoch können auch Flachtdruck- oder Hochdruckvervielfältiger, welche nach dem direkten oder indirekten lithographischen Prinzip oder Hochdruckverfahnen, z. B. Rasterprägefolienverfahren, arbeiten, Verwendung finden.
Die Lochvorrichtung 5 kann auch als Schreibvorrichtung ausgeführt werden, um die Registrierungen für das optische Lesen bzw. die Registrierungen für das magnetische Lesen vornehmen zu können. Über das Kabel 7 werden die vom Datenträger 3 mittels der Abtastvorrichtung 8 abgelesenen Werte in den Decoder 39 leingegeben, von dem sie über das Kabel 40 zum Lochkartenstanzer 41 weitergeleitet werden.
Der Druckzylinder 42, der mit der Gegendruckwalze 130 zusammenarbeitet, wird durch den unter Spannung gesetzten Magneten 114 derart ausgelöst, dass der um den Lagerpunkt 115 schwenkende Auslösehebel 116 die Sperrklinke 117 der nicht dargestellten Eintourenkupplung freigibt und der Druckzylinder 42 eine Umdrehung ausführt. Über den Schaltknopf 118 wird gesteuert, ob der Vervielfältiger im Vervielfältigungs- oder im Zeilendruckverfahnen ar betet. Bei geschlossenem Schalter 119 ist das Verviel- fältigungsverfahren eingeschaltet, und der Druckzylinder 42 kann bei nicht betätigtem Öffner 120, der zur Fig. 5 noch näher erläutert wird, über den Fussschalter 121 ausgelöst werden.
Beim Eintritt ,der durch die auf dem Druckzylinder 42 befestigte Druckform 1 bedruckten Karte 6 in ,den Lochkartenstanzer 41 wird dieselbe gelocht und dann zur Ablage transportiert.
In der Fig. 2 ist ein Datenträger 3 in Kastenform dargestellt, der, wie beispielhaft dargestellt, als DIN-A4 Format ausgaführt werden kann. Dieser Datenträger 3 birgt wesentliche organisatorische Vorteile in sich. Die zahlenmässige Einteilung 49 von Kopf, 1 bis 32 bedeutet, dass die waagerecht hinter jeder Zahl der Einteilung 49 bzw. hinter Kopf liegenden Markierungsfelder 50 zusammen die Kopfinformation bzw. die Werte für die betreffende Zeile ergeben. In dem aufgeführten Beispiel sind für jede Zeile, wie an der zahlenmässigen Einteilung 51 veranschaulicht ist, 20 Stellen zugeordnet, die sich jeweils zwischen den Wertigkeiten von 0 bis 9 bewegen, z. B. im 4er-Code. Der für die Abtastung erforderliche Bürstensatz 52 setzt sich aus 81 Bürsten 53 zusammen. Die Stellen sind, wie z.
B. !dargestellt, durch einen 4er-Code verschlüsselt, wobei die Wertigkeit der einzelnen Stellen durch die Anordnung der Informationslochungen 54 innerhalb des Stellenkomplexes gebildet wird. Eine Bürste 53 ist dem Steuerloch 55 zugeordnet, und eine Bürste 53 arbeitet mit dem Datenträger 3 direkt zusammen. Die Funktion dieser beiden Bürsten wird zu Fig.S näher sserläutert. Für den zeilenweisen Transport des Datenträgers 3 sind die Transportlöcher 56 vorgesehen.
In den Fig. 3 und 4 ist eine Abtastvorrichtung dargestellt, welchfe Idie Informationslochungen 54 des Datenträgers 3 auswertet bzw. zu einem Decoder weiterleitet und den Datenträger 3 zeilenweise transportiert.
Über das auf der Welle 9 des Bremsmotors 10 befestigte Zahnrad 11 wird das auf der Welle 12 befestigte Zahn- rad 13 angetrieben und gleichzeitig das ebenfalls auf der Welle 12 befestigte treibende Rad 14 eines bekannten Malteserkreuzgetriebes in Drehung gesetzt.
Die Rolle 15 des treibenden Rades 14 greift in einen der Schlitze 16 des getriebenen Rades 17 des Malteserkreuzes ein und bewegt es solange in Pfeilrichtung, bis die Rolle 15 wieder aus Idem betreffenden Schlitz 16 heraustritt und das getriebene Rad mittels der Sperrtrommel 18 sofort zum Stillstand gebracht wird, wobei das treibende Rad 14 durch den wieder ausgeschalteten, auf der Grundplatte 38 befestigten Bremsmotor 10 in seiner in Fig. 2 dargestellten Grundstellung verharrt. Durch die zu Fig. 5 noch näher erläuterten Schalter 47 und 48 wird der ortsfiest gelagerte Magnet 122 gesteuert, welcher mit der an seinem Anker befestigten Bremsbacke 123 und dem an dem Zahnrad 11 befestigten Bremszylinder 124 sowie mit der Feder 125 zusammenarbeitet.
Das Zahnrad 19, welches ebenso wie das getriebene Rad 17 auf der Welle 20 befestigt ist, überträgt die ausgeführte Drehbewegung auf das auf der Welle 21 befestigte Zahnrad 22, wobei die ebenfalls auf der Welle 21 befestigten Transporträder 23 und 24 mit dem daraufliqjoenden Datenträger 3 einen Zeilenschritt in Pfeilrichtung A ausführen. Über die auf sdien Lagerstiften 25 und 26 befestigte Bürste 52 werden die von dem Datenträger 3 abgelesenen Werte in einen Decoder eingegeben, wie zu Fig. 6 noch näher be schieben wird. Die Bürste 52 wird dadurch die Druckfedern 43 und 44 auf den Datenträger 3 gedrückt.
Wird der in dem Lagerwinkel 45 gelagerte Magnet 46, wie zu Fig. 5 noch näher beschrieben wird, unter Spannung gesetzt, so hebt sich die Bürste 52, um die Lagerstifte 25 und 26 drehend, von zudem Datenträger 3 ab.
Der Datenträger 3 wird in den Führungsleisten 27, 28, 29 und 30, welche an Iden Seitenwänden 31 und 32 befestigt sind, geführt. Um ein Oxydieren der auf der Welle 21 drehbar gelagerten Kontaktwalze 33 zu unterbinden, wird während der Drehbewegung des Zahnrades 22 über das auf dem Lagerbolzen 34 gelagerte Zwi schenradpaar 35 und 36 das mit der Kontaktwalze 33 fest verbundene Zahnrad 37 in Pfeilrichtung A angetrieben. Die Auslegung Ider einzelnen Zahnräder wird so getroffen, dass die Drehbewegung der I(ontaktwalze 33 bei einem Zeilenschritt des Datenträgers 3 grösser als die oder Transporträder 23 und 24 ist.
Sollen die Transporträder 23 und 24 mit dem daraufliegenden Datenträger 3 einen Schritt entgegen der Pfeilrichtung A ausführen, so kann Ider Bremsmotor 10 über einen nicht dargestellten Taster so ausgelöst werden, dass seine Drehrichtung entgegen der vorher beschriebenen Richtung verläuft.
In der Fig. 5 ist der elektrische Schaltplan für die Steuerung Ider Abtastvorrichtung dargestellt. Nach dem Schliessen des Hauptschalters 57 zieht über den geschlossenen Schalter 58 das Relais 59 an, welches den ihm zugeordneten Halteschalter 60 schliesst, und über den geschlossenen Schalter 126 spricht das Relais 127 an, welches den Öffner 120 betätigt. Das Relais 61 zieht an und betätigt idie Öffner 62 und 63 und die Halteschalter 64 und 74 der Fig. 8. Das Relais 65 kann nicht unter Spannung gesetzt und durch den geöffneten Halteschalter 66 wider Motor 10 nicht betätigt werden. Durch ein kurzes Niederdrücken der Taste 67 fällt das Relais 61 ab, und der Offner 63 wird geschlossen.
Das Relais 65 wird unter Spannung gesetzt und der Halteschalter 66 geschlossen, wodurch Ider Magnet 122 der Fig. 3 und 5 unter Spannung gesetzt und die Bremsbacke 123 der Fig. 3 von dem Bremszylinder 124 der Fig. 3 abgehoben wird.
Der Motor 10 ruft nun den zu Fig. 3 und Fig. 4 beschriebenen Transport des Datenträgers 3 und ein gleichzeitiges Öffnen des Schalters 58 so lange hervor, bis dieser mit der Kopfinformation in den Wirkungsbereich der Bürste 52 der Fig. 2 gelangt. Beim Schliessen des Öffners 63 wurde ebenfalls der Halteschalter 74 der Fig. 8 geöffnet, so dass die Kopfinformation des vorherigen Datenträgers 3 jetzt gelöscht wird, wobei vorausgesetzt wird, dass der Hauptschalter 57 beim Wechsel der Datenträger nicht geöffnet worden ist. Beim Öffnen des Schalters 67 wurde der Schalter 68 geschlossen, der Magnet 46 unter Spannung gesetzt und somit die zu Fig. 3 und 4 beschriebene Schwenkbewegung der Bürste 52 hervorgerufen.
Ist die Kopfinformation in den Wir kungsbereich der Bürste 52 eingetreten, so wird gleichzeitig Ider Schalter 58 mittels des Steuerloches 55 des Datenträgers 3 geschlossen. Über das Relais 59 und den Halteschalter 60 wird das Relais 61 wieder unter Spannung gesetzt und der Öffner 63 betätigt. Das Relais 65 wird wieder spannungslos, der Halteschalter 66 geöffnet und der Motor 10 dadurch das Abfallen des Magneten 122 zum Stillstand gebracht, so dass die Kopfinformation des Datenträgers 3 unter der Bürste 52 verharrt. Bei abgefallenem Relais 61 ist der Öffner 62 geschlossen und das Relais 69 unter Spannung gesetzt, wodurch der Halteschalter 75 der Fig. 8 geschlossen ist und die zu Fig. 8 beschriebene Funktion erfüllt.
Durch den transportierten Datenträger 3 wurdle der Schalter 126 geöffnet, das Relais 127 fällt ab und der Öffner 120 geschlossen. Es ist jetzt möglich, durch Betätigen Ides z. B. Fussschalters 121 trotz geöffnetem Schalter 119, dessen Funktion zu Fig. schon erläutert wurde, den Vervielfältiger für das Zeilendruckverfahren auszulösen. Dies ist erst dann nicht mehr möglich, wenn der Schalter 126 infolge des Auslaufens des Datenträgers 3 aus der Abtastvorrichtung wieder geschlossen wird, das Relais 127 anzieht und den öffner 120 betätigt. Durch die bedruckte Lochkarte 6 wird ein vor der Lochvorrichtung angeordneter Schalter geschlossen und dadurch über lein bekanntes RC-Glied ein Relais kurzzeitig angesprochen.
Der dem Relais zugeordnete Halteschalter 70 wird geschlossen, und das Relais 71 zieht an, wodurch die beiden Halteschalter 72 und 73 ebenfalls geschlossen werden. Der Halteschalter 70 öffnet sich infolge des abfallenden Relais wieder, so dass sich das Relais 71 über den Halteschalter 72 selbst hält. Das Relais 65 zieht an und schliesst den Halteschalter 66. Der Motor 10 transpor tiert den Datenträger 3 nun so weit, bis die Markierungslochungen der 1. Zeile in dem Wirkungsbereich der Bürste 52 stehen. Beim Verlassen der in Fig. 3 dargestellten Grundstellung hat das treibende Rad 14 den Schalter 47 geöffnet und den Schalter 48 geschlossen.
Das Relais 71 fällt ab, und der Halteschalter 72 und 73 öffnen sich wieder. Über den geschlossenen Schalter 48 wird das Relais 65 so lange unter Spannung gehalten, bis das Malteserkreuz 17 wieder in seiner Grundstellung steht und der Datenträger 3 einen Zeilenschritt ausgeführt hat. Der Schalter 47 wird geschlossen, der Schalter 48 geöffnet, das Relais 65 fällt ab, der Halteschalter 66 wird geöffnet, und der Motor 10 und der Magnet 122 werden spannungslos. Soll der Datenträger 3 aus der Abtastvorrichtung ausgeworfen werden, wird die Taste 67 kurz betätigt.
Das Relais 61 fällt ab, der Öffner 63 wird geschlossen, und der Motor 10 transportiert den Datenträger 3 in bekannter Weise so lange, bis dieser aus dem Wirkungsbereich des Schalters 58 heraustritt, das Relais 61 durch den geschlossenen Schalter 58, dem Relais 59 sowie dem Halteschalter 60, anzieht, und dieses den Öffner 63 betätigt, wodurch der Motor 10 wieder spannungslos wird.
In der Fig. 6 ist Ider Schaltplan zum Speichern und Decodieren von einer Stelle der Zeileninformation dargestellt. Über die Bürsten 53, 53a, 53b und 53c werden die Informationslochungen 54 der Fig. 2 bzw. die Infor mationsiochung 54 eines Markierungsfeldes 50 abgetastet, die in Fig. 2 dargestellt sind. Ist in einem Markie rungsfeld 50 idas erste der vier Felder gelocht, so wird dieses Informationsloch 54 von der Bürste 53 erfasst.
Der Stromkreis zum Relais 76 wird durch die Bürste 53, die mit dler Kontaktwalze 33 der Fig. 3 und Fig. 4 in Berührung steht, geschlossen. Das Relais 76 zieht an und schwenkt den Schalter 77. Über die Schalter 77, 78, 79 und 80 wird ein Magnet 100 der Fig. 8 einer Lochvorrichtung unter Spannung gesetzt, der mit einem Lochstempel zusammenarbeitet, welcher der Wertigkeit eins einer bekannten Lochkarte zugeordnet ist. Erhält das Relais 81 über die Bürste 53a Spannung, so wird über die Schalter 77, 82, 83 und 84 ein Magnet 100 angesprochen, welcher der Wertigkeit zwei zugeordnet ist.
Werden die Relais 76 und 81 unter Spannung gesetzt, so wird ein Magnet 100 (Fig. 8) der Wertigkeit drei über die Schalter 77, 78, 85 und 86 angesprochlen. Zieht das Relais 87 der Bürste 53b an, so wird über die Schalter 77, 82, 88 und 89 die Wertigkeit vier angesprochen. Ziehen die Relais 76 und 87 an, so wird über die Schalter 77, 78, 79 und 90 die Wertigkeit fünf angesprochen.
Ziehen die Relais 81 und 87 an, so wird über die Schalter 77, 82, 83 und 91 die Wertigkeit sechs angesprochen.
Beim Anziehen der Relais 76, 81 und 87 wird über die Schalter 77, 78, 85 und 92 Idie Wertigkeit sieben angesprochen. Zieht das Relais 93 der Bürste 53c an, so wird über die Schalter 77, 82, 88 und 94 die Wertigkeit acht angesprochen. Werden die Relais 76 und 93 unter Spannung gesetzt, so wird über die Schalter 77, 78, 79 und 80 die Wertigkeit neun angesprochen. Wird kein Relais angesprochen, so erfolgt über die Schalter 77, 82, 88 und 94 das Unterspannungsetzen eines Magneten 100 (Fig. 8), welcher Ider Wertigkeit null zugeordnet ist.
Wird der Datenträger 3 um eine Zeile weitertransportiert, so lesen die Bürsten 53, 53a, 53b und 53c das darunterliegende Markierungsfeid 50 der nächsten Zeile ab, wobei beim Zeilenschritt des Datenträgers 3 die Relais 76, 81, 87 und 93 abfallen und entsprechend der Informa tionslochung 54 bzw. Informationsiochungen 54 des Markierungsfeldes 50 der neuen Zeile wieder anziehen.
In der Fig. 7 ist der Schaltplan zum Speichern und Decodieren von einer Stelle der Kopfinformation dargestellt. Die Decodierung erfolgt in der gleichen Weise wie die zu Fig 6 schon beschrieb!ene Decodierung einer Stelle der Zeileninformation. Wird über die Bürsten 53, 53a, 53b und 53c ein- oder mehrere der Relais 76, 81, 87 und 93 unter Spannung gesetzt, so wird der bzw. die dem unter Spannung stehenden Relais 76, 81, 87 und 93 zugeordneten Schalter 95, 96, 97 und 98 geschlossen.
Führt der Datenträger 3 der Fig. 2 einen oder mehrere Zeilenschritte aus, so werden die eingegebenen Werte nicht gelöscht, da sichqdie betreffenden Relais über die ihnen zugeordneten Schalter selbst halten. Über dien Taster 99, Ider von Hand betätigt werden kann, erfolgt die Löschung wider Kopfinformation. Ein anderes Ausführungsbeispiel ist, den Taster 99 zu seinem bestimmten Zeitpunkt durch ein mechanisches Teil der Abtastvorrichtung zu betätigen.
In der Fig. 8 ist wider Verlauf der durch die Bürsten 53, a, b usw. vom Datenträger 3 der Fig. 2 abgelesenen Informationen bis zur Unterspannungsetzung der Magneten 100 dargestellt. Die von den Bürsten 53a, b, c und d abgelesene Information des ersten Markierungsfel- des 50 der Kopfzeile der Fig. 2 wird in den Kopfdecodierer 101 eingegeben, der in der Fig. 7 in Form eines Schaltbildes dargestellt ist. Wenn man davon ausgeht, dass die Lochkarte 6 in 4 Stanzhüben von je 14 Stellen gestanzt wird, so lesen Idie Bürsten 53e, f, g und h die Informationen des 15. Markierungsfeldes der Kopfzeile ab, von denen sie dann in den Kopfdecodierer 102 eingegeben werden. Die Schalter 104 werden nacheinander geschlossen.
Je nach Ider durch die Bürsten in einen der Kopf- bzw. Zeilendlecodierer eingegebenen Wertigkeit wird beim Schliessen des der eingegebenen Wertigkeit zugeordneten Schalters 104 entsprechend des ersten bzw. zweiten Stanzhubes der Schalter 105 oder 106 usw.
geschlossen, so dass einer der Magneten 100 unter Spannung gesetzt wird, der den bekannten Einstellvorgang einer der nicht dargestellten Stempelstangen vornimmt.
Wie aus dem Datenträger 3 der Fig. 2 ersichtlich, kann jede Lochkarte 6 mit zwanzig Kopfinformationen und mit zwanzig Zeileninformationen versehen werden.
Zusätzlich können in jede Lochkarte 6 maximal sechzehn variable Informationen -eingegeben werden. In dem aufgeführten Beispiel sind die Schalter 109, durch welche die gewünschtle Wertigkeit einer Stelle programmiert werden kann, dargestellt. Die einmal programmierten Werte der variablen Informationen bleiben bis zum Eingeben eines neuen Wertes das durch Schliessen eines anderen Schalters 109 erfolgt, bestehen.
Die Bürsten 53a, b, c und d tasten jeweils die Werte des 1. Markierungsfeldes 50 indes Datenträgers 3 der Fig.
2 ab und geben diese inden Kopfdecodierer 101 bzw.
in -den Zeilendecodierer 103 lein.
Der Transport des Datenträgers 3 und das Öffnen des Halteschalters 74 sowie das damit verbundene Löschen der Kopfinformation des vorherigen Datenträgers 3 erfolgt, wie zu Fig. 5 beschrieben. Kommt die Kopfzeile des Datenträgers 3 in den Wirkungsbereich der Bürsten 53, so wird der Schalter 74 wieder geschlossen und die abgelesenen Informationen durch die durch den an der Kontaktwalze 33 der Fig. 3 anliegenden Schleif- kontakt 110 unter Spannung stehenden Bürsten 53 in die Kopfdecodierer 101, 102 usw. sowie in den Zeilendecodierer 103 usw. eingegeben. Wird die erste Zeile des Datenträgers 3 in den Wirkungsbereich der Bürsten 53 gebracht, so erfolgt ein Öffnen des Schalters 75.
Die in dem Zeilendlecodierer 103 usw. enthaltenen Kopfwerte werden dadurch gelöscht, und die abgelesenen Informationen der ersten Zeile werden in die Zeilendecodierer 103 usw. eingegeben. Über die Haltespannungen 111 und 112 werden die Kopfzeilenwerte in den Kopfdecodierern 101, 102 usw. so lange gespeichert, bis ein neuer Datenträger 3 in die Abtastvorrichtung eingelegt wird.