CH495965A - Verfahren zur Herstellung von Steroiden der Östranreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Steroiden der Östranreihe

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CH495965A
CH495965A CH249865A CH249865A CH495965A CH 495965 A CH495965 A CH 495965A CH 249865 A CH249865 A CH 249865A CH 249865 A CH249865 A CH 249865A CH 495965 A CH495965 A CH 495965A
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hydroxy
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alkyl
keto
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CH249865A
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Maurits Dr Siegmann Cornelius
Nicolaas Van Luit Pie Johannes
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Organon Nv
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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Steroiden der Östranreihe
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung biologisch-aktiver Steroide. Besonders in den Pregnanreihen sind in 16-Stellung alkylierte Steroide bekannt, in welchen sowohl die 1 6a-, wie die   1 6ss-Alkylverbindungen    bedeutende biologische Wirkungen haben. Gewisse Vertreter dieser Gruppen, wie das   1 6a-Methyl-    und das   1 6fl-Methyl-9a-fiuor-prednisolon,    haben sich als von grossem therapeutischem Wert erwiesen, und zwar auf Grund ihrer Eigenschaften als Glucocorticoide und Antiphlogistica. In anderen Reihen, wie beispielsweise in der Östranreihe, wurden bisher derartig wertvolle 16-alkylierte Verbindungen nicht aufgefunden.



   Es ist besonders überraschend, dass die in   1 613-Stel-    lung alkylierten Derivate wesentlich weniger aktiv sind als die korrespondierenden   1 6a-Alkylverbindungen,    die anabolische, androgene, progestative, die Ovulation verhindernde und die Schwangerschaft schützende Wirkungen haben.



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung der erwähnten neuen 16a-Alkylsteroide der   Östranreihe    der Formel:
EMI1.1     
 worin   R1 = H oder Acyl = = H oder eine Alkyl-, Alkenyl- oder Alkinylgruppe    mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und P und Q Wasserstoff oder die Methyl- oder   Äthyl-    gruppe sind.



   Diese Verbindungen werden nach der Erfindung hergestellt, indem von einem Gemisch aus den   1 6u-    und   1 6p-Alkylisomeren    einer Verbindung der Formel
EMI1.2     
 ausgegangen wird, worin X für einen niedrigeren aliphatischen Kohlenwasserstoffrest steht, und dass man einerseits aus dem Isomerengemisch das entsprechende   1 6a-Alkyhsomere    abtrennt und anderseits eine Reduktion des aromatischen Ringes A mit einem Alkalimetall in flüssigem Ammoniak und anschliessend eine Säurebehandlung durchführt.



   Die Erfindung bezieht sich im weiteren auch auf die Verwendung erhaltener in   1 7a-Stellung    unsubstituierter   174-Hydroxy-steroide    zur Herstellung von in 17a Stellung substituierten Derivaten davon, indem man die   1 7ss-Hydroxygruppe    in den Verfahrensprodukten zur 17-Oxogruppe oxydiert und diese 17-Oxoverbindungen mit einer Metallverbindung eines Alkans, Alkens oder Alkins mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen umsetzt.



   Das Gemisch aus dem   1 6a-    und dem   1 6ss-Alkyl-    isomeren kann auf verschiedene Weise erhalten werden.



   Eine dieser Methoden besteht darin, dass man Östron selbst oder einen seiner 3-Ester oder 3-Äther in Anwesenheit einer Base mit einem Keton umsetzt, so dass man die entsprechende   1 6-Alkylidenverbindung    erhält, die daraufhin in ein Gemisch aus der entsprechenden 1 6a- und   1 6ssAlkylverbindung    übergeführt wird, indem man zuerst die 17-Ketogruppe und dann die 16-Alkylidengruppe reduziert.



   Eine andere Methode, die sich insbesondere für die Herstellung der 16-Methylverbindungen eignet, besteht darin, dass man Östron oder eines seiner funktionellen Derivate mit Hilfe einer Mannich-Reaktion mit Formaldehyd und einem Amin, z. B. Dimethylamin oder Morpholin umsetzt, worauf man die Aminogruppe durch Wasserdampfdestillation oder durch Behandlung  mit Silikagel abspaltet und die so erhaltene   1 6-Methy-      len-17-Ketoverbindung    wie oben zu den 16-Alkylidenverbindungen reduziert.



   Die 16-Alkylidengruppe kann reduziert werden durch Behandlung mit Wasserstoff in Anwesenheit eines Metallkatalysators wie Platin oder Palladium.



   Man kann die   1 6-Alkylverbindungen    auch so herstellen, dass man auf das entsprechende   17-Ketosteroid    eine Oxalylesterkondensation anwendet und das so erhaltene Produkt mit einem Alkylhalogenid behandelt.



  Schliesslich kann man auch   16ssMethyl-östron    oder eines seiner funktionellen Derivate einer Isomerisation unterwerfen.



   Das durch eine der beschriebenen Methoden erhaltene Isomerengemisch wird nun in der Regel vor der Oxydation getrennt, um das gewünschte   1 6-Alkyl-    isomere zu isolieren. Die Trennung kann durchgeführt werden mit Hilfe einer der üblichen Methoden, z. B.



  Extraktion, Kristallisation oder auf chromatographischem Wege. Besonders die letzte   Trennmethode    hat sich als wirkungsvoll erwiesen. Als Absorbens benutzt man dabei gewöhnlich Aluminiumoxyd oder Silikagel und als Eluans und anderen einen aromatischen Kohlenwasserstoff, wie Benzol, Xylol oder Toluol oder einen aliphatischen Äther, wie Dimethyläther, Dioxan oder Tetrahydrofuran oder einen halogenierten aliphatischen Kohlenwasserstoff, wie Chloroform, oder auch Petroläther oder Äthylacetat oder Gemische aus diesen Lösungsmitteln.



   Das Mengenverhältnis zwischen dem   rl-    und dem   3-Isomeren    in dem Gemisch hängt davon ab, auf welche Art dieses hergestellt wurde, jedoch auch von der Natur des 16-Alkylsubstituenten. In den   1 6-Methyl-    verbindungen sind die beiden Isomeren in praktisch gleicher Menge anwesend, jedoch herrscht bei längeren   1 6-Alkylketten    das   1 6a-Alkylisomere    vor.



   Es wurde gefunden, dass es bei chromatographischer Trennung des   1 6c    und des   16ss-Alkylisomeren    zweckmässig ist, zunächst die 1 7-Ketogruppe zu reduzieren oder die Trennung mit einem   17ss-Hydroxy-17a-alkyl-    derivat durchzuführen.



   Die resultierenden 16a-Alkylöstradiolderivate, die in   17a-Stellung    noch eine Alkyl- oder Alkenyl- bzw.



  Alkinylgruppe aufweisen können, werden nun vorzugsweise durch    Birch-Reduktion? >     in die entsprechenden   J4 - 3 - Ke.o    -1 6a - alkylöstrenverbindungen übergeführt.



  Diese Verbindungen sind an sich schon wertvoll aufgrund ihrer biologischen Eigenschaften, können jedoch auch als Ausgangsprodukte für die Herstellung der entsprechenden 3-Desoxosteroide benutzt werden.



   Man kann, wie gesagt, eine   1 7a-Alkylgruppe,    falls eine solche noch nicht vorhanden ist, in die Endprodukte einführen, und zwar durch Oxydation der erhaltenen   1 7ss-Hydroxyverbindung    und nachfolgende   Alkylle-    rung.



   Im Falle einer   17a-Alkylierung    einer   J4-3,17-Di-      keto-16ct-alkylverbindung    ist es zweckmässig, die 3-Ketogruppe zunächst vorübergehend zu schützen, beispielsweise durch einen Enoläther oder einen Enolester.



   Die in 17a-Stellung einzuführende Alkylgruppe ist ein gesättigter oder ungesättigter aliphatischer Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Als Beispiele seien die folgenden Gruppen erwähnt: Methyl,   Äthyl,    Propyl, Isopropyl, Butyl, Vinyl, Propenyl, Allyl,   Methallyl,      Äthinyl,    Propinyl, Propargyl oder Butinyl.



   Die Alkylierungsreaktion kann so durchgeführt werden, dass man an die 17-Ketogruppe der betreffenden   1 6a-Alkylöstrenverbindung    ein Metallderivat eines ge   sättigten    oder ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffes addiert. Das Metallderivat kann ein Magnesiumhalogenid, z. B. das Magnesiumbromid, des betreffenden Kohlenwasserstoffes sein.



   Die   1 7fl-Hydroxy-17a-alkinylverbindungen    können auch dargestellt werden durch eine Additionsreaktion zwischen dem entsprechenden 17-Ketosteroid und einem 3fach ungesättigten Kohlenwasserstoff in Anwesenheit eines Alkalimetalles oder eine Alkaliverbindung, wie eines Alkalimetallalkoholates, oder durch Addition einer Metallverbindung eines 3fach ungesättigten Kohlenwasserstoffes an die 1 7-Ketogruppe des Ausgangsproduktes; diese Metallverbindung kann eine Alkalioder Erdalkalimetallverbindung sein.



   Zur Herstellung einer gesättigten 17a-Alkylverbindung kann man auch ein   Metallderivat    eines gesättigten Kohlenwasserstoffs, insbesondere ein Alkaliderivat, wie Methyllithium oder   Äthyllithium    verwenden.



   Die so erhaltenen   L-14-3-0xo-16a-alkyl-17P-hydroxy-    östren-verbindungen, die in 17a-Stellung alkyliert sein können, können gegebenenfalls an der   17ss-Hydroxyl-    gruppe verestert werden. Zur Esterbildung wird vorzugsweise eine gesättigte oder ungesättigte organische Carbonsäure mit 1-18 Kohlenstoffatomen benutzt.



   Als Beispiele für geeignete Säuren seien die folgenden erwähnt:
Essigsäure, Propionsäure, Valeriansäure, Önanthsäure, Caprylsäure, Caprinsäure, Laurinsäure, Decylensäure, Cyclohexylbuttersäure, Phenylpropionsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Malonsäure und Bernsteinsäure.



   Die Veresterung kann in üblicher Weise durchgeführt werden durch Umsetzung der   17ss-Hydroxyver-    bindung mit der entsprechenden Säure oder einem ihrer Derivate, wie dem Anhydrid oder einem Halogenid, z. B. dem Säurechlorid.



   Bei der oben beschriebenen Methode wurde aus praktischen Gründen zunächst eine Trennung durchgeführt zwischen dem   16p-Alkylisomeren    und dem gewünschten 16a-Alkylisomeren, worauf das resultierende   16a-Alkylisomere    den obgenannten Umsetzungen unterworfen wurde. Man kann natürlich die Trennung auch in einer anderen Phase der Synthese durchführen, jedoch ist dies umständlicher.



   Beispiel 1
Zu einer siedenden Suspension von 10 g   LiAlH4    in 1 Liter Tetrahydrofuran wurde eine Lösung von 10 g   3 -Methoxy-    17   -keto-16-methylen-A18510)-östratn.en    in 800 ml Tetrahydrofuran hinzugefügt und das Reaktionsgemisch 2 Stunden im Sieden gehalten. Nach Abkühlen wurden 100 ml Wasser zugeführt und das Gemisch über  Hyflo  abgesaugt. Der Rückstand wurde mit Chloroform gewaschen und das Filtrat im Vakuum zur Trockene eingedampft, und der Rückstand aus   Aceton/Äther    umkristallisiert. Man erhielt 8,20 g   
3-Methoxy-1 7fi-hydroxy-1 o-methylen-
A1'8,5(10)-östratrien.   

 

  (F.   13P1360    C;   kiD    =   -14       [CHCli\.)   
5 g dieser Verbindung wurden in 500 ml absolutem   Äthanol    gelöst und 1,2 g Platinoxyd zugefügt. Nun wurde das Reaktionsgemisch hydriert, wobei die Reaktion abgebrochen wurde, nachdem 0,6 Liter H2 aufgenommen worden waren. Beim Aufarbeiten wurde eine Mischung aus   3-Methoxy-1 6a-    und   3-Methoxy-16,ll'-      methyl-17ss-hydroxyw 335't0)-östratrien    erhalten.  



   5 g dieser Mischung wurden über 150 g Silikagel in Petroläther/Benzol (1:1) chromatographiert und ergaben nach dem Eluieren drei Fraktionen. Die dritte Fraktion (1,5) enthielt das reine   3-Methoxy-17,8-      hydroxy-16a-methyl-zlt,35(t )-östratrien.   



   Zu 300 ml flüssigem Ammoniak wurde eine Lösung von 1 g dieser Verbindung in 100 ml Tetrahydrofuran hinzugefügt. Bei   -40  C    wurden dem Gemisch 3 g Lithium zugefügt und diese dann bei dieser Temperatur noch 3 Stunden weitergerührt, worauf tropfenweise 30 ml absolutes Äthanol zugegeben wurden. Nach Abdampfen des Ammoniak wurde das Gemisch in Wasser ausgegossen und einer Extraktionsbehandlung in 60 ml Methanol unterworfen, worauf 35 ml 3n HC1 zugefügt werden. Das Gemisch wurde nun 20 Minuten unter Rückfluss gehalten, in Wasser ausgegossen und mit Methylenchlorid extrahiert. Nach Umkristallisieren wurde das   43 -Keto-1 6a-methyl- 1 7P-hydroxy-östren    erhalten.



   Zu einer Lösung von 2,25 g dieser Verbindung in 16 ml Pyridin wurden 3,8 Essigsäureanhydrid zugefügt.



  Die Lösung wurde 7 Stunden bei 350 C gerührt, worauf 30 ml Wasser zugegeben wurden. Nun wurde das Gemisch weitere 2 Stunden gerührt und dann nach Zugabe von 100 ml Wasser mit Äther extrahiert. Der Ätherextrakt wurde mit 2n HC1 und ln Natriumhydroxyd gewaschen, über Natriumsulfat vorgetrocknet und dann zur Trockene eingedampft. Das Produkt erwies sich nach Umkristallisieren aus Methanol als das 17-Acetat des   #4-3-Keto-16α-methyl-17ss-hydroxy-östrens.   



   Auf die gleiche Weise wurden die 17-Ester der Trimethylessigsäure, der Capronsäure und der   ss-Phenyl-    propionsäure hergestellt.



   Zu einer Lösung von 1,16 g   d4-3-Keto-16a-methyl-      174-hydroxy-östren    in 10 ml Pyridin wurden unter Rühren 2 ml Caprinsäurechlorid zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 15 Stunden bei Raumtemperatur gehalten, worauf 20 ml Wasser zugegeben wurden. Nun wurde die Lösung noch 2 Stunden gerührt und wiederum 100 ml Wasser zugefügt, worauf das Gemisch mit   Äther    extrahiert wurde. Der Extrakt wurde wie oben, bei der Herstellung des 17-Acetats, weiterbehandelt und ergab das 17-Decanoat des   J4-3-Keto-16a-      methyl- 1 7fl-hydroxy-östrens.   



   Auf die gleiche Weise wurden das   17-Onanthat    und das 17-Palmitat hergestellt.



   Beispiel 2
Zu einer Lösung von 10,3 g   zl4-3-Keto-16a-methyl-      17ss-hydroxy-östren    in 1 Liter Aceton wurden tropfenweise bei 100 C 10 ml einer 8n   CrO3-Lösung    zugegeben.



  Das Gemisch wurde bei dieser Temperatur 10 Minuten gerührt und dann mit Methylenchlorid extrahiert. Der anfallende Rückstand wurde über 50 g Silikagel in Benzol filtriert. Nach Umkristallisierung des Rückstandes aus einem Gemisch aus Äther und Petroläther erhielt man das   #4-3,17-Diketo-16α-methyl-östren.   



   5 g dieser Verbindung wurden gelöst in 30 ml Dioxan und 6 ml   Äthylorthoformiat    und eine Lösung von 60 mg p-Toluolsulfonsäure in 6 ml Dioxan und 2 ml absolutem Äthanol zugegeben. Das Gemisch wurde 1 Stunde gerührt, worauf noch 2 ml Pyridin zugefügt wurden. Nun wurde das Gemisch im Vakuum zur Trockene eingedampft und der Rückstand aus Äthanol umkristallisiert. Man erhielt den 3-Enoläthyläther des   #4-3,17-Diketo-16α-methyl-östrens.   



   In Stickstoffatmosphäre bei   0     wurden 5,5 g 3-Enol äther von   J4-3,17-Diketo-16a-methyl-östren    zu einer Lösung von Allylmagnesiumbromid hinzugefügt, welch letztere hergestellt worden war durch Zugabe von 16 g Magnesium und 300 ml Äther zu einer Lösung von 24 ml Allylbromid in 24 ml Äther. Das Reaktionsgemisch wurde 5 Stunden bei   0     gerührt und dann über Nacht bei Raumtemperatur gehalten. Am nächsten Morgen wurde dem Gemisch   10 %ige    Schwefelsäure bei   0     zugefügt, die Ätherschicht abgetrennt, mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum zur Trockene eingedampft.

  Der Rückstand wurde einer chromatographischen Behandlung über 300 g Silikagel in Benzol/Äther (4:1) unterworfen und ergab das   d4-3-Keto- 16a-methyl-      1 7fl-hydroxy- 1 7o-allyl-östren.   



   Die Veresterung dieser Verbindung gemäss Beispiel 1 ergab das 17-Butyrat bzw. 17-Caprylat bzw.



     17p-Phenylpropionat.   



   Auf die oben beschriebene Weise wurde der 3-Enol äther des   A4-3,17-Diketo-16a-methyl-östrens    überführt in die entsprechenden   n4-3-Keto-      1 6a - methyl - 17ss -      hydroxy-17a-methyl-    bzw. -17a-äthyl- oder -17a-butylverbindungen.



   Beispiel 3
10 g   östron-3-äthyläther    wurden gelöst in 200 ml Benzol, worauf bei 300 C 10 ml Diäthyloxalat und 6 g einer   50 siegen    Suspension von NaH in   Ö1    zugefügt wurden. Das Gemisch wurde 5 Stunden bei 450 gerührt und auf   0     abgekühlt, worauf ihm 15 ml Methanol und 500 ml Wasser zugefügt wurden. Die entstehenden zwei Schichten wurden getrennt und die Wasserschicht mit Petroläther ausgewaschen, mit 2n HC1 angesäuert und weiter extrahiert. Der Rückstand aus dem Extrakt wurde in 300 ml Aceton gelöst, worauf 40 ml Äthyljodid und 12 g Kaliumcarbonat zugefügt wurden. Dann wurde das Gemisch 24 Stunden unter Rühren im Sieden gehalten, abgekühlt und über    Hyflos    abgesaugt.

  Das Filtrat wurde auf ein kleines Volumen eingeengt, in Wasser ausgegossen und das Gemisch mit Methylenchlorid extrahiert. Der Rückstand aus dem Extrakt wurde gelöst in einer Lösung aus 2 g Natrium und 200 ml Äthanol, 24 Stunden bei Raumtemperatur gehalten, in Wasser ausgegossen und das Gemisch mit Methylenchlorid extrahiert. Eine Lösung des Extraktrückstandes in einem Gemisch aus Petroläther und Benzol   (2:1)    wurde über 110 g Aluminiumoxyd filtriert, worauf aus dem Eluat eine Mischung aus   1 6a-Äthyl-    und   16ss-Äthyl-östren-3-äthylenäther    erhalten wurde.



   Diese Mischung wurde mit Hilfe der in den vorigen Beispielen beschriebenen Methoden über   "4-3-Keto-16α-      äthyl-17ss-hydroxy-östren in -1 A4-16a-Äthyl-17ss-hydroxy-    östren überführt.



     (F. 132-1340 C; [a]D = 0  CHCl51.)   
Die Veresterung dieser Verbindung nach der in Beispiel 1 beschriebenen Methode führte zu den   1 7-Estern    der Essigsäure, der Önanthsäure, der Palmitinsäure und der   ss-Phenylpropionsäure.   

 

   Durch Oxydation der   1 7ss-Hydroxygruppe    mit Chromsäure und nachfolgende Alkylierung wurde die obige Verbindung übergeführt in die entsprechenden    17ss-Hydroxy-17a-äthyl-,      17ss-Hydroxy-17a-allyl-    und    17ss-Hydroxy-    7a-äthinyl-verbindungen.



   Auf analoge Weise wurden das   24-3-Keto-16a-(l-      methyl-propyl)-l 7/S-hydroxy-östren,    das   z14-3-Keto-16a-      (1-äthyl-propyl)- 1 7ss-hydroxy-östren    und die entspre chenden 3-Desoxo-Verbindungen hergestellt.  



   Beispiel 4
Gemäss Beispiel 1 wurde das 3-Methoxy-17-keto   16-isopropyliden-#1,3,5(10)-östratrien    mit LiAlH4 zu der entsprechenden   17ss - Hydroxy    - Verbindung reduziert.



  (F.   183-1850 C;    [a]D = +340   [CHC13]),    worauf diese Verbindung übergeführt wurde in das   d33s5(l0)-3-Meth-      oxy- 16a-isopropyl- 17ss - hydroxy - östratrien, und zwar    durch Reduktion mit Sauerstoff in Anwesenheit von PtO2. Das erhaltene Produkt war noch verunreinigt mit einer kleinen Menge der entsprechenden   1 6ss-Isopropyl-    verbindungen.



   Dieses Gemisch aus der 16a- und der   1 6ss-Isopro-    pylverbindung wurde auch erhalten durch Behandeln von   3-Methoxy- 1 6ss-Isopropyl- 1 7-keto-A 5,5(10)-östratrien    mit KOH in Methanol (oder mit HC1 in Essigsäure) und nachfolgende Reduktion mit   LiAlH4    und chromatographische Trennung.



   10 g des oben erwähnten Gemisches wurden gelöst in 800 ml Tetrahydrofuran und auf   -400    gekühlt, worauf 3 Liter flüssiges Ammoniak und dann langsam 20 Lithium zugegeben wurden. Das Reaktionsgemisch wurde nun 2 Stunden bei   M00    gerührt, worauf das überschüssige Lithium mit 200 ml Äthanol entfernt wurde. Nach Abdampfen des Ammoniaks wurde das Gemisch behandelt wie in Beispiel 1, worauf der erhaltene Rückstand in 1 Liter Methanol, dem 350   ml    3n   HCl    zugefügt worden waren, gelöst wurde. Die Lösung wurde 20 Minuten unter Rückfluss gehalten, in Wasser ausgegossen und das wässrige Gemisch mit Methylenchlorid extrahiert.

  Nach Umkristallisieren wurde das   #4-3-Keto-16a-isopropyl-17ss-hydroxy-östren    (F. 89 bis 910 C;   [ajr =      +40      [CHCl3])    erhalten.



   Die Veresterung dieser Verbindung ergab die 17-Ester der Essigsäure, der Trimethylessigsäure, der   ssPhenylpropionsäure    bzw. der Caprinsäure.



   Beispiel 5
Gemäss Beispiel 2 wurde das A4-3-Keto-16a-iso   propyl-17ssöstren    in die entsprechenden   1 7Hydroxy-    17a-äthinyl- bzw.   1 7fl-Hydroxy- 1 7a-allylverbindungen    übergeführt.



   PATENTANSPRUCH I
Verfahren zur Herstellung von 16a-Alkylsteroiden der Östranreihe der allgemeinen Formel worin
EMI4.1     
   R1    = H oder Acyl R2 = H oder eine Alkyl-, Alkenyl- oder Alkinylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und P und Q Wasserstoff oder die Methyl- oder Äthyl gruppe sind, dadurch gekennzeichnet, dass man ausgeht von einem Gemisch aus dem 16a- und   16A-Alkylisomeren    einer Verbindung der allgemeinen Formel
EMI4.2     
 in wercher X für einen niedrigeren aliphatischen Kohlenwasserstoffrest steht, einerseits aus dem Isomerengemisch das entsprechende   1 6a-Alkylisomere    abtrennt und anderseits eine Reduktion des aromatischen Rings A mit einem Alkalimetall in flüssigem Ammoniak und anschliessend eine Säurebehandlung durchgeführt.



   UNTERANSPRÜCHE
1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man das Gemisch durch Extraktion, Kristallisation und/oder Chromatographie trennt.



   2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierung der gewünschten 16a-Alkyl-17ss-Hydroxyverbindung durch chromatographische Trennung über Aluminiumoxyd oder Silikagel erfolgt.

 

   3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man eine erhaltene 17-Hydroxyverbindung zur entsprechenden 17-Acyloxyverbindung verestert.



      PATENTANSPRUCH II   
Verwendung einer nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I erhaltenen   1 7-Hydroxy-Steroidverbin-    dung zur Herstellung der entsprechenden   1 7fl-Hydroxy-    17a-alkyl- bzw. -alkenyl- bzw. -alkinyl-verbindung, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltene 17 Hydroxyverbindung durch Oxydation in die 17-Ketoverbindung umwandelt und diese mit einer Metallverbindung eines Alkans oder Alkens bzw. Alkins mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen umsetzt.

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **.
    Beispiel 4 Gemäss Beispiel 1 wurde das 3-Methoxy-17-keto 16-isopropyliden-#1,3,5(10)-östratrien mit LiAlH4 zu der entsprechenden 17ss - Hydroxy - Verbindung reduziert.
    (F. 183-1850 C; [a]D = +340 [CHC13]), worauf diese Verbindung übergeführt wurde in das d33s5(l0)-3-Meth- oxy- 16a-isopropyl- 17ss - hydroxy - östratrien, und zwar durch Reduktion mit Sauerstoff in Anwesenheit von PtO2. Das erhaltene Produkt war noch verunreinigt mit einer kleinen Menge der entsprechenden 1 6ss-Isopropyl- verbindungen.
    Dieses Gemisch aus der 16a- und der 1 6ss-Isopro- pylverbindung wurde auch erhalten durch Behandeln von 3-Methoxy- 1 6ss-Isopropyl- 1 7-keto-A 5,5(10)-östratrien mit KOH in Methanol (oder mit HC1 in Essigsäure) und nachfolgende Reduktion mit LiAlH4 und chromatographische Trennung.
    10 g des oben erwähnten Gemisches wurden gelöst in 800 ml Tetrahydrofuran und auf -400 gekühlt, worauf 3 Liter flüssiges Ammoniak und dann langsam 20 Lithium zugegeben wurden. Das Reaktionsgemisch wurde nun 2 Stunden bei M00 gerührt, worauf das überschüssige Lithium mit 200 ml Äthanol entfernt wurde. Nach Abdampfen des Ammoniaks wurde das Gemisch behandelt wie in Beispiel 1, worauf der erhaltene Rückstand in 1 Liter Methanol, dem 350 ml 3n HCl zugefügt worden waren, gelöst wurde. Die Lösung wurde 20 Minuten unter Rückfluss gehalten, in Wasser ausgegossen und das wässrige Gemisch mit Methylenchlorid extrahiert.
    Nach Umkristallisieren wurde das #4-3-Keto-16a-isopropyl-17ss-hydroxy-östren (F. 89 bis 910 C; [ajr = +40 [CHCl3]) erhalten.
    Die Veresterung dieser Verbindung ergab die 17-Ester der Essigsäure, der Trimethylessigsäure, der ssPhenylpropionsäure bzw. der Caprinsäure.
    Beispiel 5 Gemäss Beispiel 2 wurde das A4-3-Keto-16a-iso propyl-17ssöstren in die entsprechenden 1 7Hydroxy- 17a-äthinyl- bzw. 1 7fl-Hydroxy- 1 7a-allylverbindungen übergeführt.
    PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von 16a-Alkylsteroiden der Östranreihe der allgemeinen Formel worin EMI4.1 R1 = H oder Acyl R2 = H oder eine Alkyl-, Alkenyl- oder Alkinylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und P und Q Wasserstoff oder die Methyl- oder Äthyl gruppe sind, dadurch gekennzeichnet, dass man ausgeht von einem Gemisch aus dem 16a- und 16A-Alkylisomeren einer Verbindung der allgemeinen Formel EMI4.2 in wercher X für einen niedrigeren aliphatischen Kohlenwasserstoffrest steht, einerseits aus dem Isomerengemisch das entsprechende 1 6a-Alkylisomere abtrennt und anderseits eine Reduktion des aromatischen Rings A mit einem Alkalimetall in flüssigem Ammoniak und anschliessend eine Säurebehandlung durchgeführt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man das Gemisch durch Extraktion, Kristallisation und/oder Chromatographie trennt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierung der gewünschten 16a-Alkyl-17ss-Hydroxyverbindung durch chromatographische Trennung über Aluminiumoxyd oder Silikagel erfolgt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man eine erhaltene 17-Hydroxyverbindung zur entsprechenden 17-Acyloxyverbindung verestert.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung einer nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I erhaltenen 1 7-Hydroxy-Steroidverbin- dung zur Herstellung der entsprechenden 1 7fl-Hydroxy- 17a-alkyl- bzw. -alkenyl- bzw. -alkinyl-verbindung, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltene 17 Hydroxyverbindung durch Oxydation in die 17-Ketoverbindung umwandelt und diese mit einer Metallverbindung eines Alkans oder Alkens bzw. Alkins mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen umsetzt.
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