CH495973A - Verfahren zur Gewinnung von reinem Acetyldigoxin in der a-Form - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von reinem Acetyldigoxin in der a-Form

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CH495973A
CH495973A CH122968A CH122968A CH495973A CH 495973 A CH495973 A CH 495973A CH 122968 A CH122968 A CH 122968A CH 122968 A CH122968 A CH 122968A CH 495973 A CH495973 A CH 495973A
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acetyldigoxin
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acetyldigitoxin
acetylgitoxin
separation
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CH122968A
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Marianne Dr Koenigstein
Josef Dr Schlaeger
Drexler Kurt
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Heilmittelwerke Wien Ges Mit B
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Description


  
 



  Verfahren zur Gewinnung von reinem Acetyldigoxin in der   a-Form   
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von reinem Acetyldigoxin in   der,x-Form,    einem Herzglykosid, aus einem Glykosidgemisch, das als Hauptmenge Acetyldigitoxin, Acetylgitoxin und Acetyldigoxin enthält.



   Derartige Gemische fallen an, wenn man die Lanatoside A, B und C, erhalten aus Folia Digitalis lanata, nach bekannten Methoden fermentativ abbaut [vgl. z.B.



  A. Stoll und W. Kreis, Helv. 17, 592 (1934)] oder die Droge vorerst durch Stehenlassen der Blätter mit Wasser bei Zimmertemperatur fermentiert und aus dem daraus gewonnenen Extrakt das Gemisch der Sekundär-Glykoside analog dem Verfahren nach der deutschen Patentschrift Nr. 708 431 isoliert.



   Eine Variante des letztgenannten Verfahrens zur Gewinnung von Digoxin und Acetyldigitoxin ist in der österreichischen Patentschrift Nr. 232 189 beschrieben und besteht in einer Extraktion der getrockneten Digitalis lanata Blätter mit Wasser bei 35 bis 450C während 6 bis 8 Stunden und nachfolgende Extraktion des wässrigen Extraktes mittels organischer Lösungsmittel. Die unter diesen verhältnismässig intensiven Bedingungen der wässrigen Extraktion stattfindende weitgehende Entacetylierung des empfindlichen Acetyldigoxins stört hier nicht, weil als eines der Endprodukte die acetylfreie Verbindung erwünscht ist.

  Die Extraktion der wässrigen Phase erfolgt mit einem Gemisch von Benzol und Butanol, worauf das aus der organischen Lösung gewonnene rohe Glukosidgemisch in wässrig-methanolischer Lösung mit Benzol extrahiert und die wässrig-methanolische Phase durch Extraktion mit Chloroform und Desacetylierung des so gewonnenen Glukosidgemisches und dessen Trennung auf Digoxin, die Benzol-Phase auf Acetyldigitoxin, weiterverarbeitet wird.



   Im Gegensatz dazu betrifft das erfindungsgemässe Verfahren die Gewinnung von Acetyldigoxin, u. zwar ausschliesslich in der pharmazeutisch wertvollen    -Form,    aus einem als Hauptmenge Acetyldigitoxin, Acetylgitoxin und Acetyldigoxin enthaltenden Glykosidgemisch.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man das Acetyldigitoxin, Acetylgitoxin und Acetyldigoxin enthaltende Gemisch durch fermentativen Abbau aus einem Extrakt von Folia Digitalis lanata gewinnt und dieses Gemisch in Alkohol, vorzugsweise Methanol, löst, die Lösung in Wasser und einem chlorierten Kohlenwasserstoff, wie z.B. Chloroform oder Methylenchlorid verteilt, und nach kurzem Stehenlassen das sich aus der Kohlenwasserstoffphase abscheidende a-Acetyldigoxin isoliert. Falls erforderlich, kann das so gewonnene Produkt ein zweites Mal der angeführten Verteilungsoperation unterworfen werden. Das gewünschte Endprodukt wird in einer Reinheit von 90 bis 95% erhalten.



   Die Verteilung wird vorzugsweise bei einer Temperatur von etwa 250C vorgenommen.



   Mit Hilfe des erfindungsgemässen Verfahrens wird die Gewinnung des pharmazeutisch wertvollen und in Reinzustand bisher nur äusserst schwierig zugänglichen   cc-Acetyldigoxins    auf überraschend einfache Weise ermöglicht.



   Anhand der folgenden Ausführungsbeispiele wird das erfindungsgemässe Verfahren näher erläutert.



   Beispiel 1
5 g eines Gemisches, das nach einer der eingangs erwähnten bekannten fermentativen Methoden aus Folia Digitalis lanata erhalten wurde und hauptsächlich Acetyldigitoxin, Acetylgitoxin und Acetyldigoxin enthält, letzteres in einer Menge von ca. 60%, werden in 300 ml Methanol gelöst und die Lösung bei ca. 250C in 3000 ml Wasser und 375 ml Chloroform ein einziges Mal verteilt.



  Das Acetyldigoxin kristallisiert in seiner   x-Form    nach kurzem Stehenlassen aus der Chloroformphase, Abtrennung durch Filtration ergibt eine Ausbeute von ca. 3 g.

 

   Um einen noch höheren Reinheitsgrad des Produktes zu erhalten, wird das so gewonnene   Ix-Acetyldigoxin    ein zweites Mal dem oben beschriebenen Verteilungsverfahren unterworfen. Die Endausbeute beträgt ca. 1,5 g an   a-Acetyldigoxin,    welches nach papierchromatographischer Untersuchung einen Reinheitsgrad von über 90% aufweist.  



   Beispiel 2
5 g eines ähnlichen Gemisches wie in Beispiel 1, welches hauptsächlich Acetyldigitoxin, Acetylgitoxin und Acetyldigoxin enthält, letzteres in einer Menge von ca.



  60%,werden in 300 ml Methanol gelöst und die Lösung bei ca. 250C in 3000 ml Wasser und 1000 ml Methylenchlorid ein einziges Mal verteilt. Die weitere Aufarbeitung erfolgt wie in Beispiel 1 angegeben. Es wird eine Endausbeute von 1 g   x-Acetyldigoxin    in praktisch reinem Zustand erhalten. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von Acetyldigoxin in der form mit einem Reinheitsgrad von mindestens 90%, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Glykosid-Gemisch, das als Hauptmenge Acetyldigitoxin, Acetylgitoxin und Acetyldigoxin enthält, durch fermentativen Abbau aus einem Extrakt von Folia Digitalis lanata gewinnt und dieses Gemisch in Alkohol löst, die Lösung in Wasser und einem chlorierten Kohlenwasserstoff verteilt, u. nach kurzem Stehenlassen das sich aus der Kohlenwasserstoffphase abscheidende,x-Acetyldigoxin isoliert.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Alkohol Methanol eingesetzt wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als chlorierter Kohlenwasserstoff Methylenchlorid eingesetzt wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das gewonnene Produkt ein zweites Mal der angeführten Verteilungsoperation unterworfen wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilung bei einer Temperatur von etwa 250C vorgenommen wird.
CH122968A 1967-02-07 1968-01-26 Verfahren zur Gewinnung von reinem Acetyldigoxin in der a-Form CH495973A (de)

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AT267763B (de) 1969-01-10
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CS165972B2 (de) 1975-12-22
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