CH496426A - Sitz- oder Liegepolster sowie Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
Sitz- oder Liegepolster sowie Verfahren zu dessen HerstellungInfo
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Description
Sitz- oder Liegepolster sowie Verfahren zu dessen Herstellung
Die Erfindung betrifft ein Sitz- oder Liegepolster aus nebeneinander angeordneten Federn, die mindestens auf einer Stirnseite von einer Platte aus Holz, Papier, Metall, weichfederndem Kunststoff, Schaumstoff oder Gummi abgedeckt sind, sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung.
Bei Sitz- oder Liegepolstern aus verbundenen und verspannten Federn genügt der Ausgleich zwischen den einzelnen Federn oft nicht, so dass an der Oberfläche des Polsters örtlich differente Federdrücke auftreten.
Dagegen weist diese Art von Polstern eine gute Wärmeisolierung auf, was bei Polstereinheiten aus Weichschaumstoffen nicht der Fall ist, wo man aber eine gleichmässige Federwirkung erhält. Es wurde bereits eine Kombination vorgeschlagen, wobei aber die Federn unter sich verbunden wurden und die Verbindung zwischen Federn und Schaumstoffplatte fehlte oder nur mangelhaft war. Auch wies das so hergestellte Polster einen geringen Steifheitsgrad auf.
Ziel der Erfindung ist ein Polster der beschriebenen Art ohne diese Nachteile. Es zeichnet sich dadurch aus, dass die Federn an ihren Auflagestellen mit der abdekkenden Platte mindestens teilweise in einer erhärteten Klebstoffmasse eingebettet sind, welche Masse in haftender Verbindung mit der Platte steht.
Vorteilhafterweise kann die Klebstoffmasse aus einem aufgeschäumten Klebstoff auf der Basis von Polyurethan oder Polyester oder anderen Kunststoffen bestehen. Diese Klebstoffmasse bringt eine gute und schonende Verbindung zwischen metallischer Feder und abdeckender Platte aus Weichschaumstoff. Gleichzeitig erhält man aber noch eine gewünschte horizontale Versteifung, und das extreme Durchdrücken einzelner Federringe wird verhindert.
Durch das Einbetten der Stirnwindungen in die beispielsweise streifenförmig angeordnete Klebstoffmasse sind für die Federn keine horizontalen Metallverbindungen notwendig. Der Drahtverbrauch für die einzelnen Federn ist geringer, da die Federn niedriger sind und zudem einen kleineren Durchmesser aufweisen. Der Drahtaufwand für die beiden Knoten der Federn fällt ebenfalls weg. Auch sind die Querfedern, die die einzelnen Federn üblicherweise verbinden, durch den erfindungsgemässen Aufbau ebenfalls überflüssig geworden.
Bei Bett-Liegepolster hat sich eine Gewichtsverminderung von etwa 4 kg ergeben. Durch die Verbindung der Federn mit der Schaumstoffplatte ist nur ein Minimum an Polstermaterial notwendig. Die Federn sind fest eingebettet und durch die Schaumstoffplatte hindurch nur schlecht spürbar. Da die einzelnen Federn sich nicht direkt berühren, hat man bei Belastung eine absolute Geräuschlosigkeit.
Das erfindungsgemässe Polster findet nicht nur Anwendung bei Federkerumatratzen oder Polstersitzgruppen, sondern beispielsweise als Sitzpolster in der Eisenbahn und im Auto.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht auf ein Polster,
Fig. 2 eine Schnittansicht nach der Linie II-II in Fig. 1 und
Fig. 3 in grösserem Massstabe einen Längsschnitt durch einen Klebstoffstreifen mit eingebetteter Stirnwindung einer Feder.
Das Polster besteht aus zwei Platten 1 aus Weichschaumstoff, zwischen welchen die metallischen, sich nicht berührenden Federn 2 angeordnet sind. Auf den Innenseiten der Platten 1 befinden sich Streifen 3 einer erhärteten, mit der Plattenoberfläche verbundenen Klebstoffmasse, in welche die Stirnwindungen 4 der Feder eingebettet sind.
Die Platten 1 können sowohl aus weichfederndem Kunststoff, Schaumstoff, Gummi, als auch aus Holz, Papier, Metall oder dergleichen bestehen, wobei für besondere Fälle nur auf einer Seite, normalerweise auf zwei Seiten, eine Platte angeordnet ist. Im dargestellten Beispiel ist die Illebstoffmasse 3 in parallelen Streifen angeordnet. Sie kann aber auch über die ganze Fläche der abdeckenden Platte 1 punktförmig aufgetragen verteilt sein, oder die Streifen können gekreuzt zueinander liegen. Als Klebstoffmasse 3 eignet sich vorzugsweise ein aufgeschäumter Klebstoff auf Basis Polyurethan oder Polyester oder ein anderer Kunststoff. Die Platte 1 kann auch vollständig mit der Klebmasse 3 abgedeckt sein, wodurch man eine zusätzliche Versteifung der Platte erhält.
Zu diesem Zwecke genügt es aber auch schon, die Zwischenräume zwischen den Federreihen wie Klebstoffmasse zu bedecken.
Eine vorzugsweise Herstellmöglichkeit des Polsters besteht darin, dass auf die Platte 1 die Klebstoffmasse 3 in flüssigem bis zähflüssigem Zustand aufgebracht wird - z. B. durch Ausgiessen aus einem sich über die ganze Breite des Polsters erstreckendem Gefäss mit Ausguss öffnungen, unter welchem Gefäss die Platte durchwandert - worauf die Federn 2 mit ihren Stirnwindungen in die Masse eingedrückt und so lange gehalten werden, bis die Klebstoffmasse erhärtet ist.
Das Auftragen der Klebstoffmasse 3 auf die Platte 1 kann durch Ausgiessen, Aufspritzen oder Aufstreichen erfolgen. Statt dem Einpressen der Stirnwindungen 4 in die Klebstoffmasse, können diese Windungen direkt mit der streifenförmigen Klebstoffmasse 3 auf die Platte 1 geklebt werden.
Damit sich die Federn schlussendlich in der genau gewünschten Lage befinden, können sie zuerst auf einer festen Unterlage genau positioniert und gemeinsam in die Klebstoffmasse eingedrückt werden.
Falls die Federn 2 an ihren Stirnwindungen 4 Knoten aufweisen, werden diese vorteilhafterweise in die Klebstoffmasse eingebettet, so dass sie die abdeckende Platte 1 nicht beschädigen können.
PATENTANSPRUCH 1
Sitz- oder Liegepolster aus nebeneinander angeordneten Federn, die mindestens auf einer Stirnseite von einer Platte aus Holz, Papier, Metall, weichfederndem Kunststoff, Schaumstoff oder Gummi abgedeckt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Federn (2) an ihren Auflagestellen mit der abdeckenden Platte (1) mindestens teilweise in einer erhärteten Klebstoffmasse (3) eingebettet sind, welche Masse in haftender Verbind'ung mit der Platte steht.
UNTERANSPRÜCHE
1. Polster nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoffmasse (3) aus einem aufgeschäumten Klebstoff auf der Basis von Polyurethan oder Polyester besteht.
2. Polster nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die den Federn (2) zugewendete Seite der abdeckenden Platte (1) fast vollständig mit der Klebstoffmasse (3) überdeckt ist und die stirnseitigen Windungen (4) der Federn (2) vollständig in der Masse (3) eingebettet sind.
3. Polster nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die den Federn (2) zugewendete Seite der abdeckenden Platte (1) parallel oder gekreuzt zueinander liegende Streifen der Kleb stoffmasse (3) aufweist, in welche Teile der Stirnwindung (4) der Federn eingebettet sind.
4. Polster nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Federreihe auch noch Klebstoffmasse (3) auf der abdeckenden Platte (1) angeordnet ist.
5. Polster nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnwindungen der Feder vollständig in der Klebstoffmasse eingebettet sind.
6. Polster nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoffmasse (3) punktweise und mit einem Teil der Stirnwindung (4) der Feder eingebettet auf der abdeckenden Platte (1) angeordnet ist.
7. Polster nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei annähernd parallele oder parallel zueinander liegende, abdeckende Platten (1) mit dazwischenliegenden, sich nicht berührenden Federn (2) angeordnet sind, deren Stirnwindungen (4) mindestens teilweise in der Klebmasse (3) der Platte (1) eingebettet sind.
8. Polster nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass alle Metallknoten der Stirnwindungen (4), die gegen eine abdeckende Platte (1) anliegen, in Klebstoffmasse (3) eingebettet sind.
PATENTANSPRUCH II
Verfahren zur Herstellung eines Sitz- oder Liegepolsters nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass über die ganze Fläche der abdeckenden Platte Streifen von flüssiger bis zähflüssiger Klebstoffmasse aufgebracht und sofort hernach die Federn mit ihrer Stirnfläche darin eingepresst und gehalten werden bis zum Erhärten der Klebstoffmasse.
UNTERANSPRÜCHE
9. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufbringen der Klebstoffmasse etappenweise erfolgt.
10. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufgiessen der Streifen mittels eines über die ganze Breite der Platte sich erstreckenden Gefässes mit Öffnungen erfolgt.
11. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Federn auf einer stabilen Unterlage positioniert und in die vergossene Klebstoffmasse eingedrückt werden.
12. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Verkleben der Stahlfedernstirnseiten mit Weichschaumstoff als abdeckende Platte mittels eines aufgeschäumten Klebstoffes auf Basis Polyurethan oder Polyester oder anderer Kunststoffe erfolgt.
13. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoffmasse auf die abdekkende Platte aufgespritzt, aufgegossen oder aufgestrichen wird.
**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **. zueinander liegen. Als Klebstoffmasse 3 eignet sich vorzugsweise ein aufgeschäumter Klebstoff auf Basis Polyurethan oder Polyester oder ein anderer Kunststoff. Die Platte 1 kann auch vollständig mit der Klebmasse 3 abgedeckt sein, wodurch man eine zusätzliche Versteifung der Platte erhält. Zu diesem Zwecke genügt es aber auch schon, die Zwischenräume zwischen den Federreihen wie Klebstoffmasse zu bedecken.Eine vorzugsweise Herstellmöglichkeit des Polsters besteht darin, dass auf die Platte 1 die Klebstoffmasse 3 in flüssigem bis zähflüssigem Zustand aufgebracht wird - z. B. durch Ausgiessen aus einem sich über die ganze Breite des Polsters erstreckendem Gefäss mit Ausguss öffnungen, unter welchem Gefäss die Platte durchwandert - worauf die Federn 2 mit ihren Stirnwindungen in die Masse eingedrückt und so lange gehalten werden, bis die Klebstoffmasse erhärtet ist.Das Auftragen der Klebstoffmasse 3 auf die Platte 1 kann durch Ausgiessen, Aufspritzen oder Aufstreichen erfolgen. Statt dem Einpressen der Stirnwindungen 4 in die Klebstoffmasse, können diese Windungen direkt mit der streifenförmigen Klebstoffmasse 3 auf die Platte 1 geklebt werden.Damit sich die Federn schlussendlich in der genau gewünschten Lage befinden, können sie zuerst auf einer festen Unterlage genau positioniert und gemeinsam in die Klebstoffmasse eingedrückt werden.Falls die Federn 2 an ihren Stirnwindungen 4 Knoten aufweisen, werden diese vorteilhafterweise in die Klebstoffmasse eingebettet, so dass sie die abdeckende Platte 1 nicht beschädigen können.PATENTANSPRUCH 1 Sitz- oder Liegepolster aus nebeneinander angeordneten Federn, die mindestens auf einer Stirnseite von einer Platte aus Holz, Papier, Metall, weichfederndem Kunststoff, Schaumstoff oder Gummi abgedeckt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Federn (2) an ihren Auflagestellen mit der abdeckenden Platte (1) mindestens teilweise in einer erhärteten Klebstoffmasse (3) eingebettet sind, welche Masse in haftender Verbind'ung mit der Platte steht.UNTERANSPRÜCHE 1. Polster nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoffmasse (3) aus einem aufgeschäumten Klebstoff auf der Basis von Polyurethan oder Polyester besteht.2. Polster nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die den Federn (2) zugewendete Seite der abdeckenden Platte (1) fast vollständig mit der Klebstoffmasse (3) überdeckt ist und die stirnseitigen Windungen (4) der Federn (2) vollständig in der Masse (3) eingebettet sind.3. Polster nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die den Federn (2) zugewendete Seite der abdeckenden Platte (1) parallel oder gekreuzt zueinander liegende Streifen der Kleb stoffmasse (3) aufweist, in welche Teile der Stirnwindung (4) der Federn eingebettet sind.4. Polster nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Federreihe auch noch Klebstoffmasse (3) auf der abdeckenden Platte (1) angeordnet ist.5. 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Polster nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass alle Metallknoten der Stirnwindungen (4), die gegen eine abdeckende Platte (1) anliegen, in Klebstoffmasse (3) eingebettet sind.PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung eines Sitz- oder Liegepolsters nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass über die ganze Fläche der abdeckenden Platte Streifen von flüssiger bis zähflüssiger Klebstoffmasse aufgebracht und sofort hernach die Federn mit ihrer Stirnfläche darin eingepresst und gehalten werden bis zum Erhärten der Klebstoffmasse.UNTERANSPRÜCHE 9. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufbringen der Klebstoffmasse etappenweise erfolgt.10. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufgiessen der Streifen mittels eines über die ganze Breite der Platte sich erstreckenden Gefässes mit Öffnungen erfolgt.11. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Federn auf einer stabilen Unterlage positioniert und in die vergossene Klebstoffmasse eingedrückt werden.12. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Verkleben der Stahlfedernstirnseiten mit Weichschaumstoff als abdeckende Platte mittels eines aufgeschäumten Klebstoffes auf Basis Polyurethan oder Polyester oder anderer Kunststoffe erfolgt.13. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoffmasse auf die abdekkende Platte aufgespritzt, aufgegossen oder aufgestrichen wird.
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