CH496527A - Vibrowalzanlage zur Herstellung von Stahlbetonbauteilen - Google Patents
Vibrowalzanlage zur Herstellung von StahlbetonbauteilenInfo
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Description
Vibrowalzanlage zur Herstellung von Stahlbetonbauteilen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vibrowalzanlage zur Herstellung von Stahlbetonbauteilen, vorzugsweise von Platten und Tafeln, wobei die Herstellung von Stahlbetonbauteilen auf einem sich ununterbrochen bewegenden, endlosen, formenden Band erfolgt, über dessen oberes Arbeitstrum eine Schlitzkammer zum beschleunigten Erhärten der Betonbauteile angeordnet ist, und mit der Kammer nachfolgenden Mitteln zur Vergütung der Oberfläche der Betonbauteile. Bekannt sind Vibrowalzanlagen zur Fertigung von Stahlbetonbauteilen auf einem sich kontinuierlich bewegenden, formenden Band mit einer auswechselbaren Seitenschalung und Einrichtungen zum Glätten und Verdichten des Betons, hinter denen in Richtung des technologischen Prozesses eine Einrichtung zum Abstreifen und zur Rückgabe des abgestreiften Betons sowie eine mit dem Antrieb des formenden Bandes kinetische ver bundene Walz- und Kalibriervorrichtung und eine hinter dieser angeordnete Erhärungsschlitzkammer montiert sind, die das obere Arbeitstrum des formenden Bandes umfasst und ausserdem ein kontinuierliches endloses Deckband aufweist, das die Endrollen und Belastungswalzen (Thermobelastung) überdeckt, wobei am Ausgangsende des formenden Bandes der Anlage Voreilund Kipprollgänge zum Abnehmen des Fertigerzeugnisses angeordnet sind. Das Vergüten der Oberfläche des Erzeugnisses wird bei den bekannten Anlagen dieser Art durch sich drehende und horizontal bewegende Korundsteine bewerkstelligt. Falls beim Vergüten ein Bespritzen des Betons mit speziellen Lösungen und Emulsionen durchgeführt wird, sind die bestehenden Mechanismen zum Vergüten der unteren Oberfläche des Erzeugnisses nicht mehr geeignet. Die sich dabei ergebende Oberfläche kann lediglich glatt sein. Der Produktionsprozess selbst ruft eine Verunreinigung des Raumes hervor und gewährleistet nicht die für ein nachfolgendes Anstreichen erforderliche Oberflächenqualität. Es wird zur Beseitigung der oben angeführten Nachteile vorgeschlagen, im Endteil der Anlage mindestens ein endloses Band mit Andrückwalzen anzuordnen, vor welchem eine Vorrichtung zur Zugabe einer die Sichtfläche erzeugenden Masse vorgesehen ist, die eine Deckschicht am fertigen Bauteil bildet. Um die Fertigteile mit einer oberen und unteren vergüteten Oberfläche herzustellen, ist es zweckmässig, je ein endloses Band mit einer Vorrichtung zur Zugabe der die Sichtfläche erzeugenden Masse oberhalb und unterhalb des sich auf dem formenden Band bewegenden Bauteils aufzustellen. Zweckmässig kann das Triebwerk für das obere endlose Band mit dem formenden Band und das für das untere mit dem Voreilrollgang kinematisch verbunden sein. Das obere endlose Band' ist zweckmässigerweise unmittelbar am Ausgang der Schlitzkammer und das untere zwischen dem Voreil- und dem Kipprollgang angeordnet. Vorzugsweise können vor den Vorrichtungen zur Zugabe der die Sichtfläche erzeugenden Masse Elemente angeordnet sein, welche mittels eines feuchtigkeitsaufnehmenden Mediums, beispielsweise Heissluft, auf die Oberflächen des in der Schlitzkammer wärmebehandelten Erzeugnisses einwirken. Der Rahmen jedes endlosen Bandes kann vorteilhaft am Stützgerüst mittels Regelsehrauben befestigt sein, wobei zwischen Rahmen und Gerüst einstellbare Druckfedern angeordnet sein können. Der bei solcher konstruktiver Ausführung der Vibrowalzanlage erzielte technische Effekt besteht zunächst darin, dass die auf dieser hergestellten Platten und Tafeln zwei gleichzeitig erzeugte vergütete Oberflächen aufweisen, d. h. die Einsatzbereitschaft wird erhöht. Dabei kann die deckende Sichtschicht nicht nur eine glatte, sondern auch eine durch ein Muster geprägte Oberfläche haben. Ausserdem ist es dabei nicht nötig, schnell verschleissende Korundsteine zu verwenden. Auch der un produktive Arbeitsaufwand für Fertigbearbeitung wird herabgesetzt. Die oben angeführten Vorteile sind ferner auch dadurch möglich, dass die nach dem Vibrowalzverfahren gefertigten Stahlbetonbauteile ununterbrochen aus der Kammer der beschleunigten Wärmebehandlung ausgegeben werden und eine Temperatur von 70-90 haben. Letzterer Umstand ermöglicht es, verhältnismässig billige, die Sichtflächen erzeugende Massen zu verwenden, deren Abbindezeit bei Normaltemperaturen ununterbrochene Zugabe der Masse unter das formende Band ermöglicht. Nachstehend wird die vorliegende Erfindung anhand des Ausführungsbeispiels und der beigelegten Zeichnung, auf welcher die Vibrowalzanlage in schematischer Darstellung (Längsschnitt) gezeigt sit, näher erläutert. Der Hauptteil der Vibrowalzanlage ist das endlose, formende Band 1, das die auswechselbare Seitenschalung 2 trägt und die Sternräder 3 und 4 der Spannund Triebstation, die auf einem massiven Metallrahmen 5 montiert sind, umfasst. Der freie Abschnitt des Kopfteils des formenden Bandes 1 ist zur Befestigung der Bewehrungsgerüste 6 am Band bestimmt. Ferner sind die Einrichtungen 7 und 8 zum Glätten und Verdichten des Betons, die Einrichtung 9 zum Abstreifen und zur Rückgabe des. Betons sowie die mit dem formenden Band kinematisch verbundene Walz- und Kalibriereinrichtung 10 vorgesehen. Näher am Ende des formenden Bandes 1 ist die Schlitzkammer 11 für das beschleunigte Erhärten des Betons angeordnet. Die Kammer 11 umfasst das obere Arbeitstrum des formenden Bandes 1 und weist das innerhalb dieser Kammer angeordnete endlose Deckband 12 auf, das über die Endrollen 13 und die Andrückwalzen 14 (Thermobelastung) läuft. Zur Abnahme von Stahlbetonfertigteilen sind hinter dem formenden Band 1 der Voreilrollgang 15 und der Kipprollgang 16 aufgestellt. Auf Abschnitten zwischen der Kammer 11 und der Walz- und Kalibriervorrichtung 10 sind Glättvorrichtungen 17 angeordnet. Das die Oberfläche der Stahlbetonbauteile 18 vergütende endlose Band 19 ist am Ausgang der Kammer 11 montiert, wobei nahe der Antriebsstation des Bandes 19 eine Vorrichtung 20 zur kontinuierlichen Zuführung der die deckende Sichtfläche erzeugenden Masse und vor der erwähnten Vorrichtung ein Element 21 angeordnet ist, welches mit Hilfe eines feuchtigkeitsaufnehmenden Mediums, beispielsweise Heissluft, auf die Oberfläche des Erzeugnisses einwirkt, nachdem die Wärmebehandlung in der Kammer 11 beendigt ist. Das endlose Band 19 läuft über Endrollen 22, deren Wellen 23 in auf dem Rahmen 24 angeordneten Lagern ruhen. In demselben Rahmen 24 sind gegen das untere Arbeitstrum des Bandes 19 gerichtet, Andrückwalzen 25 angeordnet. Der Rahmen 24 selbst ist an einem auf dem Rahmen 5 aufliegenden Stützgerüst 26 mittels Regelschrauben 27 aufgehängt. Zwischen dem Rahmen 24 und dem Gerüst 26 be finden sich einstellbare Druckfedern 28. Ein weiteres, die untere Fläche der Stahlbetonbauteile 18 vergütendes endloses Band 29 ist zwischen dem Voreilrollgang 15 und dem Kipprollgang 16 angeordnet. Vor dem Band 29 sind ebenfalls Vorrichtungen 30 und 31 zur ununterbrochenen Zugabe der die Sichtfläche erzeugenden Masse und zur Zufuhr des wasseraufnehmenden Mediums vorgesehen. Der die Endrollen 32 und' Andrückwalzen 33 tragende Rahmen 34 ist über Regelschrauben 35 auf dem Stützgerüst 36 abgestützt. Zwischen Gerüst 36 und Rahmen 34 sind ebenfalls einstellbare Druckfedern 37 vorgesehen. Die Triebwerke des oberen endlosen Bandes 19 und des unteren endlosen Bandes 29 sind mit dem formenden Band 1 bzw. dem Voreilrollgang 15 kinematisch verbunden. Die Bänder 19 und 29 können eine polierte oder geprägte Arbeitsfläche aufweisen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHVibrowalzanlage zur Herstellung von Stahlbetonbauteilen mit einem sich ununterbrochen bewegenden, endlosen, formenden Band, über dessen oberes Arbeitstrum eine Schlitzkammer zum beschleunigten Erhärten der Betonbauteile angeordnet ist, und mit der Kammer nachfolgenden Mitteln zur Vergütung der Oberfläche der Betonbauteile, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vergütung der Oberfläche im Endteil der Anlage mindestens ein endloses Band mit Andrückwalzen angeordnet ist, vor welchem eine Vorrichtung zur Zugabe einer die Sichtfläche erzeugenden Masse vorgesehen ist, die eine Deckschicht am fertigen Bauteil bildet.UNTERANSPRÜCHE 1. Vibrowalzanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass endlose Bänder mit Vorrichtungen zur Zugabe der die Sichtfläche erzeugenden Masse von oben sowie von unten gegen die Betonbauteile vorgesehen sind.2. Vibrowalzanlage nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Triebwerk des oberen, endlosen Bandes mit dem formenden Band, und das Triebwerk des unteren Bandes mit dem Voreilrollgang verbunden ist.3. Vibrowalzanlage nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich das obere endlose Band unmittelbar am Ausgang der Schlitzkammer, und das untere zwischen dem Voreil- und dem Kipprollgang befindet.4. Vibrowalzanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass vor den Vorrichtungen für die Zugabe der die Sichtfläche erzeugenden Masse Elemente angeordnet sind, welche mittels eines feuchtigkeitsaufnehmenden Mediums, beispielsweise Heissluft, auf die Oberfläche des in der Schlitzkammer wärmebehandelten Erzeugnisses einwirken.5. Vibrowalzanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Rahmen der endlosen Bänder zur Erzeugung der Deckschicht am Stützgerüst durch Regelschrauben befestigt ist.6. Vibrowalzanlage nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Rahmen und Stützgerät einstellbare Druckfedern angeordnet sind.
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