CH496763A - Kunstharzmasse - Google Patents

Kunstharzmasse

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CH496763A
CH496763A CH1273965A CH1273965A CH496763A CH 496763 A CH496763 A CH 496763A CH 1273965 A CH1273965 A CH 1273965A CH 1273965 A CH1273965 A CH 1273965A CH 496763 A CH496763 A CH 496763A
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Dien Chi Kang
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Description


  
 



  Kunstharzmasse
Zu den Kunststoffen gehören sowohl thermoplastische Polymerisate, wie beispielsweise Polystyrol, Polymethylmethacrylat, Polyvinylchlorid und   Polyvinylidenchlorid    und Mischpolymerisate aus Polyvinylchlorid und Vinylidenchlorid, Polyäthylen, Polypropylen, Fluorkohlenwasserstoffpolymerisate, Celluloseester und -äther und Mischpolymerisate, die wenigstens eine der oben genannten monomeren Verbindungen enthalten, als auch wärmehärtende Kunststoffe, wie Silikone, Harnstoffformaldehyd-, Melaminformaldehyd-, Melaminharnstoff- und Phenolformalde   hyd-llarze.    Thermoplastische Kunststoffe werden zumindest bei der ersten Anwendung von Wärme und Druck fliessfähig und werden daher in grossem Umfange für die Herstellung von Formkörpern   verwendet.   



   Für die Einfärbung solcher Kunststoffe, insbesondere für die Herstellung klarer, glasartiger gefärbter Produkte steht nur eine   beschränlsate    Anzahl von   FarS    stoffen zur Verfügung. Viele der früher zum Einfärben von Kunststoffen verwendeten Farbstoffe genügen den derzeit an solche Farbstoffe zu steilenden Forderungen nicht mehr, weil bei der Verarbeitung solcher Kunststoffe derzeit höhere Temperaturen und Drücke, bei denen diese Farbstoffe ihren Farbton, ihre Echtheit oder andere erwünschte Eigenschaften verlieren, angewandt werden als früher.



   Die meisten organischen Pigmente sind bei den derzeit bei der Verarbeitung thermoplastischer Kunststoffe angewandten Bedingungen nicht stabil, so dass zur Einfärbung thermoplastischer Kunststoffe anorganische Substanzen, wie Russ, Eisenoxyde und Cadmiumselenide, verwendet worden sind. Anorganische Pigmente ergeben jedoch keine Färbungen mit dem für viele   Zwecke    erwünschten Glanz und bzw. oder der erwünschten Klarheit.



   Die Anzahl organischer Pigmente, die sich zum Einfärben solcher Kunststoffe eignet, wird ausserdem auch dadurch beschränkt, dass es zu Umsetzungen zwischen dem Pigment und den Katalysatoren, Antioxydationsmitteln, Konservierungsmitteln, Fungiciden, Vulkanisierungsmitteln und anderen Zusätzen zu solchen Kunststoffen kommen kann, wobei diese Umsetzungen umso mehr ins Gewicht fallen, je höhere Temperaturen und Drücke bei der Verarbeitung des Kunststoffes angewendet werden.



   Die Erfindung betrifft eine Kunstharzmasse, die ein thermoplastisches Kunstharz und in Mischung mit diesem ein Anthrachinonderivat als Farbe enthält, die hohen Temperaturen von beispielsweise bis zu 3710 C ausgesetzt werden kann.



   Die   Kunstharzmasse    gemäss der   Eifindung    ist dadurch   gekennzswhnet,    dass die Farbe ein   a-PhenylthioW      anthracliiaon    der Formel
EMI1.1     
 ist, in welcher jeder Rest X Wasserstoff, Alkylamino, Anthrachinylamino oder ein Phenylthiorest der Formel
EMI1.2     
 ist, wobei Y Wasserstoff, Halogen, Alkyl oder Alkoxy ist, Z Wasserstoff, Halogen, Alkyl oder Alkoxy ist und in einer   p%Stellung    des Anthrachinonmoleküls steht, m gleich 0, 1, 2 oder 3 ist und n gleich 0, 1, 2, 3 oder 4 ist.  



   Die a-Phenylthioanthrachinone eignen sich überraschend gut zum Einfärben oder Pigmentieren von Kunststoffen und insbesondere von Thermoplasten, die durch Polymerisieren einer ungesättigten organischen monomeren Verbindung erhalten werden und insbesondere solchen, die in ungefärbter Form klare, praktisch wasserweisse, glasartige Feststoffe sind, wie Polystyrol und Polymethylmethacrylat. Sie sind überraschend stabil und ändern bei den normalen Verarbeitungsverfahren ihre Farbe nicht, wenn sie solchen Kunststoffen oder den monomeren Verbindungen, aus denen die Polymerisate gebildet werden, zugemischt werden.

  Ausserdem haben die a-Phenylthioanthrachinone keine antikatalytische Wirkung auf die monomeren Verbindungen, beispielsweise Methylmethacrylat, die in ihrer Anwesenheit polymerisiert werden, und werden ihrerseits von den bei einer solchen Polymerisation verwendeten Katalysatoren nicht angegriffen.



  Gemäss der Erfindung eingefärbte Kunststoffe weisen schöne und klare Töne von ausgezeichneter Echtheit und Dauerhaftigkeit, die ihren Glanz auch unter Witterungseinflüssen behalten, auf, und die Farbe ist auch bei einer Verarbeitung und Verformung bei hohen Temperaturen von beispielsweise bis zu   3710 C,    wie Pressverformen, Spinnen und Extrudern, und auch bei Anwesenheit von Zusätzen, wie Peroxyden, stabil.



   Es können also unsubstituiertes l-Phenylthioanthrachinon, 1   ,4-Bis(phenylthio)-anthrachinon,      1 ,5-Bis(phenylthio)-anthrachinon,    1,8-Bis(phenylthio)-anthrachinon und 1   ,4,5,8-Tetrakis-(phenylthio)-anthrachinon,    sowie substituierte a-Phenylthioanthrachinone, in denen (a) einer oder mehrere der Phenylthioreste selbst mit 1-3 Halogen atomen, Alkyl- oder Alkoxyresten substituiert ist und bzw. oder (b) der Anthrachinonrest weiterhin in   a-Stellung    1-3 Substituenten, die substituierte Phenylthioreste der obigen   Klass    ae),   Alkylaminoreste    und: bzw. oder Anthrachinylaminoreste sind, trägt und bzw.



  oder c) der Anthrachinonkern in den ss-Stellungen 1-4 Halogenatome, Alkyl- oder Alkoxyreste trägt, verwendet werden. Die Halogenatome können Fluor-, Chloroder Bromatome sein, und die Alkyl- oder Alkoxyreste enthalten gewöhnlich je 1-12 Kohlenstoffatome.



   Diejenigen Verbindungen, in denen wenigstens zwei der Reste X und Y und alle Reste Z Wasserstoff sind und insbesondere diejenigen, in denen jeder der Benzolkerne des Anthrachinonmoleküls einen Phenylthiorest trägt, d. h. die 1,5- und 1,8-Bisderivate, sind wegen ihrer überlegenen Lichtechtheit bevorzugt. Von diesen ist wiederum das 1,8-Bis-(phenylthio)-anthrachinon der Formel
EMI2.1     
 bevorzugt, da es nicht nur thermoplastische Kunststoffe in klaren gelben Tönungen von ausgezeichneter Wärme festigkeit und   Lichtechtheit      eingefärbt,    sendern ausserdem ein überraschend starkes Färbevermögen besitzt.

  D. h. gleiche Gewichtsmengen von 1,8-Bis (phenylthio)-anthrachinon und 1,5-Bis-(phenylthio)anthrachinon erzeugen zwar ähnliche rötlich-gelbe Töne von gleicher   Wärmefesfigkeit,    die Farbtiefe, die mit dem 1,8-Isomeren erzielt wird, ist jedoch etwa doppelt so gross wie die mit dem 1,5-Isomeren erzielte.



   Ein weiterer Vorteil der bevorzugten Klasse von a-Phenylthioanthrachinonen ist ihre Löslichkeit in den Kunststoffen sowie in einer Anzahl der üblichen   organt-    schen Lösungsmittel, wie beispielsweise Aceton, Toluol und Äthylacetat. Durch die erfindungsgemässe Verwendung dieser Pigmente zum Einfärben von Kunststoffen, die in ungefärbtem Zustand klare, glasartige Feststoffe sind, insbesondere Polystyrol und Polymethylmethacrylat, können klare, leuchtend-gelbe bis rötlich-gelbe glasartige Produkte, deren Farbe sich bei ihrer Verarbeitung bei hohen Temperaturen und bei Bestrahlung mit Sonnenlicht nicht verändert und die auch unter Witterungseinflüssen ihren Glanz und ihre Klarheit behalten, erzeugt werden.



   Die Zumischung der a-Phenylthioanthrachinone zu den vorgeformten Kunststoffen oder den monomeren Verbindungen oder Gemischen monomerer Verbindungen kann nach bekannten Verfahren erfolgen. Beispielsweise können Pellets, Granalien oder Stäbe, d. h.



  in üblichen Formen des Handels, aus dem Kunststoff mit einem Oberflächenüberzug aus dem Pigment versehen werden, indem man sie in einer Mischapparatur mit dem zerkleinerten Pigment vermischt, und das mit einem solchen Überzug versehene Polymerisat kann dann beispielsweise in eine Pressverformungsmaschine, einen Extruder oder eine Fadenspinnvorrichtung eingebracht werden. Alternativ kann eine wässrige Paste oder eine Lösung des   a-Phenylthioanthrachinons    mit dem   zerkleinerten    Polymerisat vermischt und das getrocknete Gemisch nach Entfernung von Wasser oder Lösungsmittel, gewünschtenfalls unter weiterem Mischen, beispielsweise in einem Bandmischer, in eine Pressform oder eine andere Verformungsmaschine eingebracht werden.

  Das a-Phenylthioanthrachinon kann aber auch in dem Monomeren oder Comonomeren gelöst und das Gemisch dann polymerisiert und verformt werden, was in einer oder mehreren Verfahrensstufen erfolgen kann, wie es auf diesem Gebiet üblich ist.



   Vorzugsweise wird ein Gemisch des a-Phenylthioanthrachinons, vorzugsweise in im wesentlichen reinem und feinverteiltem Zustand, und dem Kunststoff in zerkleinerter Form, beispielsweise mit einem Polystyrol- oder Polymethylmethacrylat-granulat, hergestellt. Durch Umwälzen des Gemisches in bekannter Weise wird der Kunststoff mit einem Oberflächenüber   zug    aus dem Pigment versehen und dann in eine Ver   formungsapparatur,    beispielsweise eine Pressform, einen Extruder oder eine Spinnmaschine oder eine Kombination solcher Vorrichtungen, die bei einer Temperatur zwischen etwa   2W"    und etwa   3160 C      betrie-    ben wird, eingebracht. 

  Die erhaltenen gefärbten   Formt    körper weisen einen klaren, leuchtend gelben bis rötlich-gelben Farbton auf, der keine Anzeichen einer Veränderung erkennen lässt.



   Ein anderes Verfahren besteht darin, dass das a-Phenylthioanthrachinon in der monomeren Verbindung, beispielsweise dem Monomethylmethacrylat, die einen Polymerisationskatalysator, beispielsweise Benzoylperoxyd, enthält, gelöst oder suspendiert wird und die Lösung dann in üblicher Weise erwärmt wird, um die Polymerisation einzuleiten. Das dabei gebildete gelbgefärbte Polymerisat kann dann in irgendeiner zweckmässigen Weise, beispielsweise durch Extrudern,   Pressverformen oder Spinnen, verformt werden. Die dabei erhaltenen Gegenstände haben praktisch die gleichen Eigenschaften wie diejenigen, die durch Pigmentieren erhalten werden.



   Die zum Einfärben eines Kunststoffes verwendete Menge an a-Phenylthioanthrachinon kann in einem weiten Bereich variieren und hängt von der gewünschten Farbtiefe und davon ab, welches Phenylthioanthrachinon verwendet wird. D. h. die verwendete Menge kann ausserordentlich gering sein und die obere Grenze für die Menge ergibt sich nur aus der Verträglichkeit des verwendeten a-Phenylthioanthrachinons mit dem einzufärbenden Kunststoff.



   Fertige Formkörper mit hellen Farbtönen können bereits mit a-Phenylthioanthrachinon in einer Menge von nur 0,0001 Teil je 100 Gew.-Teile Kunststoff   oder    Kunststoffmasse erzielt werden. Zur Erzielung tiefer Töne können Mengen bis zu 5,0 oder mehr Teilen je 100 Gew.-Teile Kunststoff verwendet werden. Beispielsweise können 0,5 bis 5,0 Teile und   vorzugsweise    1,0 bis 3,0 Teile a-Phenylthioanthrachinon mit 100 Teilen monomerer Verbindung oder Polymerisat vermischt werden. Produkte mit hellerem gelbem Ton können dann erhalten werden, wenn man eine solche, in einem tiefen Ton eingefärbte Masse, nach der üblichen Verarbeitung und Zerkleinerung mit nichtpigmentiertem Kunststoff vermischt und das Gemisch dann weiter verarbeitet, beispielsweise indem man es pressverformt, extrudert oder verspinnt.



   Die a-Phenylthioanthrachinone können nach verschiedenen Methoden, von denen einige bekannt sind,   hergestellt    werden.   Beispielsweise    können   l-Phenyl-    thioanthrachinone, 1,4- und 1,5-Bis-phenylthio)anthrachinone und ihre Alkyl- und Alkoxysubstitutionsprodukte hergestellt werden, wie in der deutschen Patentschrift 116 951, Annales de   Chemie,    (12), 10, Seite 716 und in den USA-Patentschriften   1 062 990,      2 109    464 und 3 018 154 beschrieben. Beispielsweise kann ein geeignetes Anthrachinon mit einem ersetzbaren Substituenten in der   adtellung,    in die der Phenyl thiorest eingeführt werden soll, mit einem geeigneten Thiophenol kondensiert werden.

  Die Kondensation kann dadurch bewirkt werden, dass man die Reaktionsteilnehmer in einem alkoholischen Reaktionsmedium, wie Methanol, äthanol, Isopropanol, Isobutanol, n-Butanol,   Diäthylenglykolmonoäthyläther,    Äthylenglykolmonoäthyläther oder Gemischen davon, das auch ein   Säurebindungsmittel,    wie Natriumhydroxyd, Kaliumhydroxyd, Natriumcarbonat, Pyridin, N,N-Diäthylanilin oder Gemische davon, enthält, erhitzt. Das dabei gebildete a-Phenylthioanthrachinon, das sich sofort nach seiner Bildung von dem Reaktionsgemisch ab   scheidet,    kann dann isoliert werden, beispielsweise indem man es abfiltriert.

  So können die a-Phenylthioanthrachinone hergestellt werden, indem man ein a-Chlor- (oder Brom- oder Nitro-)-anthrachinon oder ein Anthrachinon, das noch weitere Substituenten in aund bzw. oder ss-Stellungen trägt, wie ein Alkylaminoanthrachinon oder ein 4,4'-Halogen-1,1'-anthrimid, mit einer ausreichenden Menge an einem niedrigmolekularen Alkohol, um eine gleichmässige Aufschlämmung zu bilden, vermischt, der Aufschlämmung eine Lösung von Thiophenol oder   o-,    m- oder p-Thiocresol oder einem Thioxylenol oder einem halogenierten Thiophenol, Thiocresol oder Thioxylenol oder einem Alkoxyderivat davon in einem niedrigmolekularen Alkohol, der ausserdem Kaliumhydroxyd oder Natriumhydroxyd oder Kaliumcarbonat enthält, zusetzt, das Gemisch zum Sieden erhitzt und am Rückfluss kocht, bis die Umsetzung beendet ist, die Aufschlämmung dann filtriert,

   den Filterkuchen mit warmem Wasser alkalifrei wäscht und trocknet. Alternativ können von den entsprechenden a-Phenylthioanthrachinonsulfonsäuren, beispielsweise durch Erhitzen mit Schwefelsäure, die Schwefelgruppen entfernt werden oder aPhenylthioanthrachinone können halogeniert werden, d. h.



  ein Phenylthioanthrachinon kann beispielsweise in Lösung in Nitrobenzol oder einem anderen Lösungsmittel bromiert werden.



   Die   a-Phenylthioanthracliinone    werden vorzug weise in feindisperser Form verwendet und können leicht in bekannter Weise, beispielsweise durch Feinstvermahlung oder Vermahlen mit Sand in dieser Form erhalten werden.



   Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung. Teile und Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht.



   Beispiel I
Eine Anzahl Gemische aus je 100 Teilen Polystyrolpellets und 0,05 Teilen 1,8-Bis-(phenylthio)-anthrachinon wurde der folgenden Behandlung unterworfen:
Jedes Gemisch wurde in einen Metallbehälter eingebracht, der dann verschlossen und 5 Minuten mechanisch umgewälzt wurde, so dass die Pellets mit dem Pigment überzogen wurden. Die mit dem Überzug versehenen Pellets wurden dann in einen Laboratoriumsextruder eingebracht, und der Extruder wurde bei verschiedenen Temperaturen in dem Bereich von   160-316  C    wie in der folgenden Tabelle angegeben, betrieben. Die Masse wurde 5 Minuten in dem Extruder gehalten und dann mit geringer Geschwindigkeit zu einem Stab von 0.3 cm Durchmesser extrudert. Die erhaltenen Stäbe waren in einem klaren glänzenden Rötlich-Gelb eingefärbt und liessen keine   Anderung    des Farbtons erkennen.

  Die Stäbe wurden zu Pellets zerkleinert und die verschiedenen Massen aus gefärbten Pellets wurden in eine Spritzgussmaschine, die bei etwa   204"C    betrieben wurde, eingebracht und in dieser zu Platten von 5 X 7,5 X 0,6 cm verpresst. Diese Platten wurden 320 Stunden im Fade-Ometer gehalten und dann mit Platten, die nicht im Fade-Ometer gehalten wurden, verglichen. Es zeigte sich, dass die Farbe nicht merklich verändert war.

 

   Zum Vergleich wurden gefärbte Polystyrolstangen in der gleichen Weise, jedoch unter Verwendung von 0,05 Teilen des im Handel erhältlichen Kunststoffarbstoffs Colour Index Solvent Yellow 40 anstelle des   1 ,8-Bis-(phenylthio)-anthrachinons    hergestellt. Die Intensität der Farbe der erhaltenen Stäbe betrug nur etwa die Hälfte derjenigen der mit   1,8-Bis-(phenylthio)-    anthrachinon gefärbten Stäbe.



   Ausserdem war die Farbe der Stäbe verändert wie in der Tabelle angegeben.



   Änderung der Farbe *
Extrusions- 1,8-Bis-(phenyl- Colour Index temp.,        C thioanthrachinon   SolventYellow40   
160 keine keine
204 keine keine    Änderung der Farbe *
Extrusions- 1,8-Bis-(phenyl- Colour Index temp., 0   C    thioanthrachinon   SolventYellow40   
260 keine stark
288 keine sehr stark
316 keine sehr stark  * Die Farbänderung wurde nach der folgenden Skala be wertet: keine, geringe, merkliche, beträchtliche, starke, sehr starke.



   Beispiel 2
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei jedoch anstelle von Polystyrol eine gleiche Menge   Polymethylmethacrylat    ( Plexiglass -Colour 100 Formula A)   verwendet    wurde. Das mit dem Oberflächenüberzug versehene Polymerisat wurde bei etwa   177     C extrudert und bei etwa   163     C verformt. Trotz der beim Extrudern angewandten verhältnismässig hohen Temperatur von 1770 C zeigte das pigmentierte Polymerisat nach dem Extrudern keine Veränderung der Farbe. Auch wenn die in der Spritzgussmaschine erhaltene Tafel 320 Stunden im Fade-Ometer gehalten wurde, änderte sich die Farbe nicht merklich.



   Beispiel 3
Ein Gemisch von 100 Teilen Monomethylacrylat, 0,1 Teilen Benzoylperoxyd und 0,1 Teil 1,8-Bis-(phe   ntrlthio)-anthrachinon    wurde auf dem Dampfbad bis zum kräftigen Sieden erhitzt. Dann wurde das Gemisch von dem Dampfbad genommen und, nachdem die Umsetzung abgeklungen war, in einem warmen   (60  C)    Ofen für 16 Stunden gehalten. Danach wurde die Polymerisation beendet, indem   rnan    die Masse noch eine Stunde auf dem Dampfbad erwärmte. Das in dieser Weise erhaltene pigmentierte Polymerisat wurde wie in Beispiel 2 beschrieben zu Stäben extrudert, wobei klare, glasartige glänzend rötlich-gelb gefärbte Stäbe erhalten wurden.

  Die Polymerisation war durch die Anwesenheit des   1, 8-Bi(phenylthio)-anthrachinons    in der   Monomerenmasse    nicht merklich beeinträchtigt worden, und die Anwesenheit des Peroxyds bewirkte   keine    Veränderung der Farbe des pigmentierten Polymerisats.



   Beispiel 4
Ein Gemisch von 100 Teilen   Polystyrolpellets    und 0,05 Teilen 1-Phenylthio-anthrachinon wurde dem Verfahren von Beispiel 1 unter Anwendung einer Extrusionstemperatur von 3160 C und einer Spritzgusstemperatur von etwa 2040 C unterworfen. Man erhielt ein klares, leuchtend gelbgefärbtes Polystyrol, dessen Farbe etwas grünlicher gelb aber weniger intensiv als die unter den gleichen Bedingungen in Beispiel 1 erhaltene war. Trotz der angewandten hohen Temperaturen war keine Änderung der Farbe feststellbar.



      Beispiel 5   
Wenn anstelle des in Beispiel 4 verwendeten 1-Phenylthioanthrachinons eine gleiche Menge 1,5-Bis (phenylthio)-anthrachinon verwendet wurde, so wurde ein leuchtend rötlich-gelb   gefärbte    Polystyrol erhalten, dessen Farbton dem unter gleichen Bedingungen in Beispiel 1 erhaltenen glich, dessen Farbintensität jedoch beträchtlich geringer war. Trotz der angewandten hohen Temperaturen war keine   Anderung    der Farbe feststellbar.



   Beispiel 6
Ein Gemisch von 100 Teilen Polystyrolpellets und 0,05 Teilen   4-Methylamino-1-phenylthio-anthrachinon    wurde dem Verfahren von Beispiel 1 unterworfen, wobei eine Extrusionstemperatur von   288     C und eine Spritzgusstemperatur von etwa 2040 C angewandt wurde. Man erhielt klares, leuchtend violett gefärbtes Polystyrol. Trotz der angewandten hohen Temperaturen war keine Änderung der Farbe feststellbar.



   Auch wenn die Einzelheiten der obigen Beispiele etwas abgeändert werden, werden gleiche Ergebnisse erzielt. Beispielsweise können die Temperaturen verändert werden. Bei Verwendung von Polystyrol können Temperaturen von 140 bis   3160 C    und bei Verwendung von Polymethylmethacrylat Temperaturen von 149 bis etwa 2040 C angewandt werden. Wenn die gefärbten Polymerisate durch Polymerisation der monomeren Verbindungen hergestellt werden, so können bei Verwendung von monomerem Styrol Temperaturen zwischen etwa 49 und etwa   1490 C    und bei Verwendung von Monomethylmethacrylat Temperaturen zwischen etwa 38 und etwa   121"    C angewandt werden.



   Anstelle der in den Beispielen verwendeten a-Phenylthioanthrachinone können die gleichen Mengen an den folgenden   a-Phenylthioanthrachinonen    verwendet werden: 1 ,4-Bis-(phenylthio)-anthrachinon, l-(o oder ,- oder p-Methyl-phenylthio)-anthrachinon,   1-(o-    oder m- oder   p-Chlorphenylthio)-anthrachinon,      1-(o-    oder m- oder p-Methoxyphenylthio)-anthrachinon, 1-(o- oder m- oder   pw thoxyphenylthio)-anthrachinon, 1-(4'-Butylphenylthio)-anthrachinon, 1 -(4'-Nonylphenylthio)-anthrachinon, 1-(4'-I)odecylphellyltllio)-anthrachinon, 1-(Dimethylphenylthio)-anthrachinon,    1-(6'-Isopropyl-3'-methylphenylthio)-anthrachinon,

   die entsprechenden 1,4- 1,5- und 1   ,8-Bis-(subst.phenylthio)-anthrachinone,    die entsprechenden   1 ,4,5,8-Tetrakis-(subst.phenylthio)-anthrachinone 4,4'-Bis-(phenylthio)-1 1 '-dianthrimid    und bromierte   1,4-Bik    oder   1,5-Bis-    oder   1 ,8-Bis-(phenylthio)-anthrachinone.   

 

   Anstelle der in den Beispielen verwendeten Polymerisate und monomeren Verbindungen können auch andere Materialien gemäss der Erfindung eingefärbt werden, beispielsweise Polyäthylen, Polypropylen, Polybutylen, fluorhaltige Polymerisate, Polyvinylchlorid, Polyvinylmischpolymerisate, Polyacrylnitril,   Acrylnitrilmischpolymerisate      Polyamide, wie die Nylonarten, Silicone und Celluloseester   und -äther.   



   Die gefärbten Polymerisate können zu   Gegenstän-    den der verschiedensten Formen und Grössen, einschliesslich Presslingen, Folien, Filmen, Fasern und Fäden, verarbeitet werden. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE
    I. Kunstharzmasse, die ein thermoplastisches Kunstharz und in Mischung mit diesem ein Anthrachinonderivat als Farbe enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbe ein a-Phenylthioanthrachinon der Formel EMI5.1 ist, in welcher jeder Rest X Wasserstoff, Alkylamino, Anthrachinylamino oder ein Phenylthiorest der Formel EMI5.2 ist, wobei: Y Wasserstoff, Halogen, Alkyl oder Alkoxy ist, Z Wasserstoff, Halogen, Alkyl oder Alkoxy ist und in einer ss-Stellung des Anthrachinonmoleküls steht, m gleich 0, 1, 2 oder 3 ist und n gleich 0, 1, 2, 3 oder 4 ist.
    II. Verfahren zur Herstellung der Kunstharzmasse gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das a-Phenylthioanthrachinon der angegebenen Formel dem Kunstharz oden den Vorstufen, aus denen dieses Kunstharz gebildet wird, beigemischt wird.
    III. Verwendung der Kunstharzmasse gemäss Patentanspruch I zur Herstellung von Formgebilden, die mindestens teilweise aus der Kunstharzmasse bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunstharzmasse bei einer Temperatur bis 371 C geformt wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Masse nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbe 1-Phenylthioanthrachinon oder 1,8-Bis-(phenylthio)-anthrachinon ist.
    2. Masse nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff in ungefärbter Form ein klarer, praktisch wasserweisser, glasartiger Thermoplast ist.
    3. Masse nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunstharz Polystyrol oder Polymethylmethacrylat ist.
    4. Masse nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie 0,0001-5 Teile des -Phenylthioanthrachinons auf jeweils 100 Gewichtsteile Kunstharz enthält.
    5. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass fein zerteiltes a-Phenyltbanthrachi- non mit dem Kunstharz vermischt wird.
    6. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Phenylthioanthrachinon mit Styrol gemischt und die Polymerisation durch Erwärmen der Mischung auf eine Temperatur von 49l49o C durchgeführt wird.
    7. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das a-Phenylthioanthrachinon mit Monomethylmethacrylat vermischt und die Polymerisation durch Erwärmen des Gemisches auf eine Temperatur von 39-121 C durchgeführt wird.
    8. Verwendung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunstharzmasse durch Pressverformen, Extrudieren oder Spinnen geformt wird.
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