CH497254A - Verfahren und Einrichtung zum Herstellen von platten- oder balkenförmigen Betonkörpern - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Herstellen von platten- oder balkenförmigen BetonkörpernInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B28—WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
- B28B—SHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
- B28B3/00—Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor
- B28B3/02—Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor wherein a ram exerts pressure on the material in a moulding space; Ram heads of special form
- B28B3/022—Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor wherein a ram exerts pressure on the material in a moulding space; Ram heads of special form combined with vibrating or jolting
-
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Description
Verfahren und Einrichtung zum Herstellen von platten- oder balkenförmigen Betonkörpern Gegenstand des Hauptpatentes ist ein Verfahren und eine Einrichtung zum Herstellen von platten- oder balkenförmigen Betonkörpern. Gemäss diesem Verfahren wird der Beton bei liegend angeordneter, oben offener Form in letztere eingefüllt, worauf die gefüllte Form vibriert und ihre Offenseite abgeschlossen wird, und wonach die geschlossene Form um wenigstens annähernd 900 in Stehlage gedreht und erneut vibriert wird. Gemäss einem besonderen Ausführungsmerkmal dieses Verfahrens wird der beim Vibrieren eintretende Schwund der Betonfüllung bei stehender Form durch stirnseitiges Nachfüllen kompensiert. Lässt man das Nachfüllmaterial durch an der betreffenden Stirnseite der Form vorgesehene Öffnungen in letztere einfliessen, so muss genau darauf geachtet werden, dass einerseits der durch den Schwund entstandene Hohlraum tatsächlich vollständig gefüllt wird und dass anderseits das Nachfüllmaterial nicht bis in die genannten Einfüllöffnungen hineinragt, da letzteres, nach dem Erhärten des Betons, das Ausformen erschweren und zudem keine einwandfrei ebene Körperfläche ergeben würde. Zur Vermeidung dieses Nachteils wird beim Verfahren nach vorliegender Erfindung zusätzlich vorgesehen, dass das Nachfüllmaterial vorerst bis über die Nachfüllöffnung hinaus eingefüllt und anschliessend mechanisch durch die Nachfüllöffnung hindurch komprimiert und gleichzeitig unter Verschliessen der Nachfüllöffnung auf das Niveau der Innenseite der diese Öffnung aufweisenden Formstirnwand zurückgedrängt wird. Die zur Durchführung des Verfahrens dienende Einrichtung nach dem Hauptpatent besitzt einen liegend füllbaren Formkasten, einen am letzteren fixierbaren Abschlussdeckel für die obere Offenseite des Kastens, Mittel zum Drehen des Formkastens aus der Horizontallage in eine Stehlage und Mittel zum Vibrieren des Formkastens sowohl in der Horizontallage als auch in der Stehlage. Gemäss einer besonderen Ausführungsform dieser Einrichtung besitzt die in Stehlage des Formkastens oben liegende Stirnwand des letzteren wenigstens eine abschliessbare Nachfüllöffnung. Diese Einrichtung ist zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens zusätzlich dadurch gekennzeichnet, dass über der mit wenigstens einer Nachfüllöffnung versehenen Formkastenstirnwand ein Nachfüllkanal geschaffen ist, in welchem wenigstens ein senkrecht zur genannten Stirnwand hin und her bewegbarer und mit seinem Querschnitt in die Nachfüllöffnung passender Kolben angeordnet ist, der in seiner einen Endlage mindestens bündig mit der Stirnwandinnenseite in die Nachfüllöffnung hineinragt und in seiner andern Endlage unter Freigabe dieser Öffnung im Abstand von der Stirnwand liegt. Diese Ausbildung der Einrichtung gestattet es, nach dem Drehen des Formkastens in die Stehlage über den Nachfüllkanal den beim Vibrieren entstehenden Hohlraum unter der oberen Stirnwand des Formkastens zu füllen; ein genaues Bcmessen der Nachfüllmenge ist nicht erforderlich, sondern es wird so viel Material zugeführt, dass dieses durch die Nachfüllöffnung hindurch bis in den Nachfüllkanal hineinreicht; beim anschliessenden Absenken des bzw. der Kolben wird einerseits der Formkasteninhalt vom Überschussmaterial im Nachfüllkanal abgetrennt und anderseits wird das im Formkasten verbleibende Nachfüllmaterial mindestens um den Betrag, der dem Volumen der Nachfüllöffnung in der Stirnwand entspricht, komprimiert; gleichzeitig wird vermieden, dass in die Nachfüllöffnung bzw. -öffnungen hineinragende Materialzapfen entstehen die nicht nur das Ausschalen erschweren, sondern auch die Bildung einer glatten Stirnfläche am Balken oder an der Platte verunmöglichen. Im folgenden ist das erfindungsgemässe Verfahren an Hand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel der ebenfalls Erfindungsgegenstand bildenden Einrichtung zeigt, beispielsweise erläutert; in der Zeichnung zeigt: Fig. 1 schematisch in Seitenansicht und teilweise im Vertikaischnitt die Einrichtung mit liegendem Formkasten und Fig. 2 in grösserem Massstab einen Vertikalschnitt durch die Nachfüllvorrichtung. In Fig. 1 sind mit 1 zwei Sockel (nur einer sichtbar) bezeichnet, die je eine Stütze 2 tragen, in welchen eine Tragkonstruktion 3 um eine horizontale Achse 4 schwenkbar gelagert ist. An einem Stützarm 5, der vom einen Stirnende der Tragkonstruktion 3 hochragt, ist ein Pressbügel 6 angelenkt, dessen freies Ende mittels einer Spannvorrichtung 7 (z. B. Gewindespindel und Mutter) mit dem andern Stirnende der Tragkonstruktion verbunden ist. Am rahmenartigen Pressbügel 6 sind wenigstens annähernd in ihrer Längsmitte schwenkbar gelagerte Pressbalken 8 aufgehängt. Zwischen Tragkonstruktion 3 und Pressbalken 8 ist der mit einer abnehmbaren Deckplatte 9a abgeschlossene Formkasten 9 angeordnet. Dem Pressbügel 6 ist eine an der Trag konstruktion 3 abgestützte, pneumatische oder hydraulische Kolbenvorrichtung 10 zugeordnet, mittels welcher sich der Pressbügel 6 mit den Pressbalken 8 nach Lösen der Spannvorrichtung 7 in Pfeilrichtung a hochkippen lässt. Eine analoge Kolbenvorrichtung 11, die an einem Sockel 1 abgestützt ist, greift an der Tragkonstruktion 3 an; mit ihr lässt sich der ganze Aufbau um die Achse 4 in Pfeilrichtung b in die Stehlage des Formkastens 9 drehen. Die entsprechenden Auszuglagen der beiden Kolbenvorrichtungen 10 und 11 sind in Fig. 1 mit gestrichelten Linien angedeutet. Die nach dem Drehen des Aufbaus in die Stehlage des Formkastens 9 oben liegende Stirnwand 9b des Formkastens 9 ist mit einer Reihe von im Abstand voneinander liegenden, zylindrischen Nachfüllöffnungen 12 versehen. Wie besonders deutlich aus Fig. 2 ersichtlich, sind Boden- und Deckplatte des Formkastens 9 unter Bildung eines durch ein Längsprofil 13 nach aussen abgeschlossenen Nachfüllkanals 14 über die Stirnwand 9b hinaus verlängert. In diesen seitlich bis auf eine Zuführöffnung abgeschlossenen Kanal 13 ragen in axialer Flucht mit den Nachfüllöffnungen 12 Zylinderführungen 15, in welchen je ein durch entsprechende Öffnungen im Längsprofil 13 nach aussen ragender Kolben 16 geführt ist. Das äussere Stirnende jedes Kolbens 16 trägt eine Führungsgabel 17, deren gegeneinander gebogene Arme einen Umfangsflansch 1 8a einer Exzenterscheibe 18 hintergreifen, so dass der Kolben 16 m dauernder Berührung mit dieser Exzenterscheibe 18 bleibt. Die Exzenterscheiben 18 sitzen auf einer zur Formkastenstirnwand 9b parallelen Achse 19, die in nicht gezeichneter Weise mit einem Antriebsmechanismus zum Drehen der Exzenterscheiben 18 in Vcrbindung steht. Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende: Bei hochgekipptem Pressbügel 6 und abgenommener Deckplatte 9a wird der liegend angeordnete Formkasten 9 mit Beton gefällt. Die Exzenterscheiben 18 und die Kolben 16 befinden sich dabei in ihrer in Fig. 2 mit gestrichelten Linien dargestellten inneren Endlage, so dass die Nachfüllöffnungen 12 der Formkastenstirnwand 9b geschlossen sind. Nach dem Aufsetzen der Deckplatte 9a, dem Absenken und Verriegeln des Pressbügels 6 und dem Vibrieren des gefüllten Formkastens wird der ganze auf den Stützen 2 gelagerte Aufbau mittels der Kolbenvorrichtung 11 um die Achse 4 in die Stehlage des Formkastens (Fig. 2) gedreht, wo das Vibrieren weitergeführt wird. Anschlie ssend werden die Kolben 16 mittels den auf der Achse 19 sitzenden Exzenterscheiben in ihre äussere, in Fig. 2 mit ausgezogenen Linien gezeichnete Endlage bewegt, wodurch die Nachfüllöffnungen 12 geöffnet und der unter der Stirnwand 9b beim Vibrieren entstandene Hohlraum Init dem Nachfüllkzanal 14 in Verbindung gesetzt wird. Nun kann dem Kanal 14 Nachfüllmaterial zugeführt werden, das durch die Öffnungen 12 in den genannten Formkastenhohlraum eindringt; es wird zweckmässig so viel Material zugeführt, dass sein Niveau über der Stirnwand 9b liegt. Anschliessend werden die Kolben 16 mittels der Exzenterscheiben 18 abgesenkt, wobei sie die Öffnungen 12 abschliessen und das in den Formkasten eingedrungene Nachfüllmaterial um das Volumen der zylindrischen Nachfüllöffnungen komprimieren. An sich genügt es, den Vorschub der Kolben 16 so zu wählen, dass ihre freie Stirnfläche in der unteren Kolbenendlage mit der Innenfläche der Stirnwand 9b bündig ist; der Kolbenvorschub kann aber auch etwas grösser sein, um eine stärkere Kompression des Nachfüllmaterials zu erzielen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHEI. Verfahren zum Herstellen von platten- oder balkenförmigen Betonkörpern, bei welchem der Beton bei liegend angeordneter, oben offener Form in letztere eingefüllt wird, worauf die gefüllte Form vibriert und ihre Offenseite abgeschlossen wird, wonach die geschlossene Form um wenigstens annähernd 900 in Stehlage gedreht und erneut vibriert wird, und wonach der beim Vibrieren eintretende Schwund der Betonfüllung bei stehender Form durch stirnscitiges Nachfüllen kompensiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Nachfüllmaterial vorerst bis über die Nachfüllöffnung hinaus eingefüllt und anschliessend mechanisch durch die Nachfüllöffnung hindurch komprimiert und gleichzeitig unter Verschlie ssen der Nachfüllöffnung auf das Niveau der Innenseite der diese Öffnung aufweisenden Formstirnwand zurückgedrängt wird.II. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1, die einen liegend füllbaren Formkasten besitzt, einen am letzteren fixierbaren Abschlussdeckel für die obere Offenseite des Kastens, Mittel zum Drehen des Formkastens aus der Horizontallage in eine Stehlage und Mittel zum Vibrieren des Form kastens, sowohl in der Horizontallage als auch in der Stehlage, wobei die in Stehlage des Formkastens oben liegende Stirnwand des letzteren wenigstens eine abschliessbare Nachfüllöffnung besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass über der mit wenigstens einer Nachfüll öffnung versehenen Formkastenstirnwand ein Nachfüllkanal geschaffen ist, in welchem wenigstens ein senkrecht zur genannten Stirnwand hin und her bewegbarer und mit seinem Querschnitt in die Nachfüllöffnung passender Kolben angeordnet ist,der in seiner einen Endlage mindestens bündig mit der Stirnwandinnenseite in die Nachfüllöffnung hineinragt und in seiner andern Endlage unter Freigabe dieser Öffnung im Abstand von der Stirnwand liegt.UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Formkastenstirnwand (9b) eine Reihe von im Abstand voneinander liegenden zylindrischen Nachfüllöffnungen (12) besitzt, wobei die mit diesen Öffnungen zusammenwirkenden Kolben (16) durch auf einer gemeinsamen Achse sitzende Exzenterscheiben (18) hin und her bewegbar sind.2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der NachfüHkanai (14) nach aussen durch ein Längsprofil (13) mit den Nachfüllöffnungen entsprechenden Bohrungen abgeschlossen ist, wobei die mit ihrem äusseren Ende durch die genannten Bohrungen nach aussen ragenden Kolben (16) in vom Längsprofil (13) in den Nachfüllkanal hineinragenden Zylinderführungen (15) geführt sind.3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das äussere Kolbenende eine Gabel (17) trägt, deren gegeneinander gebogene Arme einen Umfangsflansch (18a) der zugeordneten Exzenterscheibe (18) hintergreifen.
Priority Applications (5)
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