CH498016A - Sanitäre Vorrichtung zur Aufnahme von Abfall - Google Patents
Sanitäre Vorrichtung zur Aufnahme von AbfallInfo
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Description
Sanitäre Vorrichtung zur Aufnahme von Abfall Die Erfindung betrifft Verbesserungen an aufstellbaren sanitären Vorrichtungen zur Aufnahme von Abfall oder dgl. In eine solche sanitäre Vorrichtung, die einen Behälter für Abfall mit anstössigem Geruch oder mit bakteriellem Gehalt aufweist, wird gewöhnlich zur Desinfektion eine Menge eines keimtötenden Mittels in den Behälter eingegossen und befindet sich auf dem Boden desselben. Die Aufgabe der Erfindung besteht im wesentlichen darin, eine Vorrichtung vorzusehen, mit der der Abfall in einfacher und hygienischer Weise in den verschliessbaren Behälter eingebracht werden kann. Die erfindungsgemässe Vorrichtung besteht aus einer sanitären Vorrichtung mit einem zur Aufnahme von Abfall dienenden Behälter, der eine verschliessbare Eingangsöffnung besitzt und ist dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss des Behälters eine Abdeckung und eine in einem Winkel zu dieser angeordnete Platte aufweist, wobei Flansche zwischen der Abdeckung und der Platte entlang jeder Seite der Platte vorgesehen sind und die Abdeckung an einem oberen Abschnitt des Behälters derart angelenkt ist, dass zum Einführen des Abfalls in den Behälter der Abfall bei angehobener Abdeckung auf die Platte gelegt und durch Senken der Abdeckung und Schliessen des Behälters von der zur Aufnahme des Abfalls bei angehobener Abdeckung dienenden Platte in den Behälter fallen kann. Um ein keimtötendes Mittel in den Behälter zu bringen, so dass eine Beschleunigung bei der Desinfektion des Abfalls erzielt wird, kann der Behälter mit einer Einrichtung, um eine Flüssigkeit während des Öffnens und/oder während des Schliessens der Eingangsöffnung in dem Behälter zu verteilen, welche Einrichtung aus einem perforierten Vorratsbehälter bestehen kann, der so befestigt ist, dass beim Öffnen und/oder beim Schliessen der Eingangsöffnung eine Bewegung des Vorratsbehälters mit der Flüssigkeit verursacht wird, um damit die Flüssigkeit in den Behälter zu verteilen. Vorzugsweise ist der Vorratsbehälter zur Aufnahme einer Flüssigkeit geeignet und weist einen Abschnitt auf, der mit einer Vielzahl von Perforationen versehen ist, die in einer Grössenordnung liegen, dass normalerweise ein Durchdringen der Flüssigkeit durch diese Perforationen auf Grund der Oberflächenspannung der Flüssigkeit verhindert wird, und ein Auslaufen nur bei einer Bewegung des Vorratsbehälters stattfinden kann. Nach einem weiteren Vorschlag kann der Vorratsbehälter aus einem Beutel bestehen, vorzugsweise aus Kunststoffmaterial wie z.B. Polyäthylen; er kann dar über hinaus ein absorbierendes Material wie z.B. Schaumgummi aufnehmen. Beispielsweise kann der Vorratsbehälter aus plastischem Material bestehen wie Polyäthylen und er kann die Form eines Zylinders besitzen, der an einem Ende einen überstehenden Abschnitt aufweist, der mit Perforationen versehen ist. Ein derart ausgebildeter Vorratsbehälter wird mit dem hervorstehenden Abschnitt zuunterst befestigt, so dass ein Auslaufen der Flüssigkeit selbst dann eintreten kann, wenn der Vorratsbehälter fast leer ist. Vorteilhaft wird der Vorratsbehälter an der unteren Seite der Platte befestigt, so dass der Vorratsbehälter beim Gebrauch des Behälters nicht sichtbar ist und das Öffnen und Schliessen des Deckels ein Auslaufen der Flüssigkeit verursacht. Weitere vorteilhafte Einzelheiten des Erfindungsgegenstandes sind aus der Zeichnung ersichtlich, in der die Vorrichtung an Hand einer bevorzugten Ausführungsform erläutert ist. Es zeigt: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der aufstellbaren sanitären Vorrichtung nach der Erfindung; Fig. 2 einen Schnitt durch den oberen Abschnitt des Behälters der Vorrichtung nach Fig. 1; und nach der Fig. 3 11-11; Fig. 3 einen Schnitt nach III-III der Fig. 2; Fig. 4 eine Ansicht ähnlich der der Fig. 2, aber nach einer zweiten Ausführungsform gemäss der Erfindung; und Fig. 5 eine Ansicht in der Richtung des Pfeiles A der Fig. 4. Fig. 1 bis 3 zeigt eine aufstellbare Vorrichtung für sanitäre Tücher, Binden od.dgl., die aus einem zylindri schen Behälter 1 mit einem oberen Abschnitt 2 aus Plastik-Material besteht. Auf diesen oberen Abschnitt 2 ist ein Doppel-Klappen-Deckel 3 aus rostfreiem Stahl, der eine öffnung 4 freigibt, gelenkartig auf- und zuklappbar befestigt und bildet die Schliessvorrichtung des Behälters 1. Der Deckel besteht aus einer Abdeckung 5 und einer Platte 6, die in einem Winkel daran befestigt ist und durch einen Flansch 7 festgehalten wird. Der Deckel 3 mit dem Knopf 8 kann aus der Stellung nach Fig. 1 in der die Platte 6 parallel zum oberen Abschnitt 2 des Behälters liegt, in eine Stellung gedreht werden, wie sie Fig.2 zeigt, in der die Abdeckung 5 auf dem oberen Abschnitt 2 dichtend zu liegen kommt. Die aufstellbare sanitäre Vorrichtung enthält eine Einrichtung, um eine Flüssigkeit in den Behälter 1 beim öffnen und Schliessen des Deckels 3 zu verteilen, die Vorrichtung besteht aus einem Polyäthylenbeutel 9, der absorbierenden Schaumgummi 10 enthält, welcher mit einer keimtötenden Flüssigkeit imprägniert ist; der untere Abschnitt des Beutels 9 weist eine Vielzahl von Perforationen 11 auf. Der Beutel 9 wird durch einen Splint 12 getragen, der durch die durchbohrten Ansätze 13 und 14, die an der Unterseite der Platte 6 befestigt sind, reicht. Der Ansatz 14 hat eine Nut (nicht gezeigt), damit man den Splint herausziehen kann. Im Gebrauchsfall wird eine Menge einer keimtötenden Flüssigkeit in den Behälter 1 in üblicher Weise eingefüllt und befindet sich am Boden desselben. Wenn die Vorrichtung für Aufstellzwecke verwendet wird, wird der Deckel 3 an dem Knopf 8 aufgeklappt und zwar in der Richtung, wie sie der Pfeil B der Fig. 2 angibt, wodurch der Beutel 9 zu einer Bewegung um den Splint 12 veranlasst wird, und die keimtötende Flüssigkeit durch die Perforationen 11 dringt. Das Auslaufen der Flüssigkeit erhöht sofort die Konzentration der Desinfektion innerhalb des Behälters und wenn der Deckel geöffnet wird, wird jeder anstössige Geruch unter der Wahmehmungsgrenze gehalten. Der Abfall wird dann auf der Platte 6 gelegt und danach wird der Deckel 3 geschlossen. Beim Schliessen des Deckels fällt der Abfall auf den Boden des Behälters und ein teilweises Auslaufen der keimtötenden Flüssigkeit tritt ein. Dieses zusätzliche Auslaufen unterstützt die Desinfektion des Abfalls. Es sei zusätzlich hervorgehoben, dass die keimtötende Flüssigkeit dampfförmig durch die Perforationen 11 durchtreten kann. Die Fig. 4 und 5 zeigen eine der ersten Ausführungsform ähnliche Anordnung, die Auslaufvorrichtung besteht aber aus einem zylindrischen Vorratsbehälter 14, der an der Unterseite der Platte 6 mittels eines Bandes 15 befestigt ist. Der Vorratsbehälter 14 besitzt eine Verlängerung 16, die mit einer Vielzahl von Perforationen 17 versehen ist. Der Vorratsbehälter wird mit einer keimtötenden Flüssigkeit 18 gefüllt. Eine Menge einer keimtötenden Flüssigkeit wird in den Behälter auf übliche Weise geschüttet und befindet sich auf dem Boden desselben. Im Gebrauchsfalle und zum Zwecke des Aufstellens wird der Deckel 3 geöffnet und dadurch wird eine kreisförmige Bewegung des Vorratsbehälters 14 hervorgerufen und das flüssige Desinfektionsmittel wird durch die Perforationen 17 der Verlängerung 16 zum Austritt gebracht. Das Austreten der Flüssigkeit erhöht sofort die Konzentration des Desinfektionsmittels in dem Behälter und wenn der Deckel geöffnet wird, verbleiben anstössige Gerüche unter der Wahrnehmungsgrenze. Der Abfall wird dann auf die Platte 6 gelegt und der Deckel wird dann geschlossen. Beim Schliessen des Deckels 3 fällt der Abfall auf den Boden des Behälters und es wird ein Auslaufen der keimtötenden Flüssigkeit verursacht Dieses zusätzliche Auslaufen unterstützt die Desinfektion des Abfalls. Ein Vorteil bei der Verwendung der Vorrichtung nach der Erfindung ist, dass mit jeder Benutzung dieser Vorrichtung die Freigabe einer keimtötenden Flüssigkeit verbunden ist. Auf diese Weise wird zu dem Zeitpunkt, an dem anstössige Gerüche wahrnehmbar werden, und wenn neuer Abfall in den Behälter gegeben wird, eine Flüssigkeit freigegeben, die ein übertönendes und keimtötendes Geruchsaroma hat. Die Verteilungseinrichtung nach der Erfindung kann somit dazu beitragen, die Flüssigkeit zu vermehren, die in bekannten Vorrichtungen verwendet wird, und sie stellt eine schnelle Behandlungsmethode für Abfall in dem Behälter dar gegenüber herkömmlichen Vorrichtungen, in denen Abfall unter atmosphärischen Bedingungen behandelt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHSanitäre Vorrichtung mit einem zur Aufnahme von Abfall dienenden Behälter, der eine verschliessbare Eingangsöffnung besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss des Behälters eine Abdeckung und eine in einem Winkel zu dieser angeordnete Platte aufweist, wobei Flansche zwischen der Abdeckung und der Platte entlang jeder Seite der Platte vorgesehen sind und die Abdeckung an einem oberen Abschnitt des Behälters derart angelenkt ist, dass zum Einführen des Abfalls in den Behälter der Abfall bei angehobener Abdeckung auf die Platte gelegt und durch Senken der Abdeckung und Schliessen des Behälters von der zur Aufnahme des Abfalls bei angehobener Abdeckung dienenden Platte in den Behälter fallen kann.UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter mit einer Einrichtung ausgerüstet ist, um eine Flüssigkeit während des öffnens und/oder während des Schliessens der Eingangsöffnung in dem Behälter zu verteilen, welche Einrichtung aus einem perforierten Vorratsbehälter besteht, der so befestigt ist, dass beim Öffnen und/oder beim Schliessen der Eingangsöffnung eine Bewegung des Vorratsbehälters mit der Flüssigkeit verursacht wird, um damit die Flüssigkeit in den Behälter zu verteilen.2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsbehälter einen Abschnitt aufweist, der mit einer Vielzahl von Perforationen versehen ist, die in einer Grössenordnung liegen, dass normalerweise ein Durchdringen der Flüssigkeit wegen der Oberflächenspannung der Flüssigkeit verhindert wird.3. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsbehälter aus einem Beutel aus Kunststoff mit mehreren Perforationen besteht.4. Vorrichtung nach Unteranspruch -3, dadurch gekennzeichnet, dass der Beutel ein poröses Material enthält.5. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsbehälter die Form eines Zylinders hat, der an dem einen Ende einen perforierten überstehenden Abschnitt besitzt und dass der Vorratsbehälter mit dem überstehenden Abschnitt nach unten angeordnet ist, um ein Austreten der Flüssigkeit auch dann noch zu ermöglichen, wenn der Vorratsbehälter fast leer ist.6. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsbe hälter an der inneren Seite der Platte befestigt ist, so dass der Vorratsbehälter beim Gebrauch des Behälters von aussen nicht sichtbar ist und ein Öffnen und Schliessen des Deckels das Austreten der Flüssigkeit zur Folge hat.
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