CH498412A - Schmalfilmgerät für Kassetten - Google Patents
Schmalfilmgerät für KassettenInfo
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Description
Schmalfilmgerät für Kassetten Die Erfindung betrifft ein Schmalfilmgerät, für in mindestens zwei verschiedenen Kassettentypen angeordneten Filmvorratsspulen, mit zwei unterschiedlichen Ge triebeeinrichtungen zum Antrieb dieser Spulen, wobei diese Getriebeeinrichtungen durch den Funktionswahlschalter des Gerätes steuerbar sind. Es ist nun einerseits möglich, das Schmalfilmgerät mit zwei räumlich getrennten Aufnahme einrichtungen für die unterschiedlichen Kassettentypen auszustatten, wobei jedem Kassettentyp der entsprechende Antrieb zugeordnet ist. Anderseits bestünde auch die Möglichkeit, die Kassettenantriebs- und Halteeinrichtung in einem vom Gerät trennbaren Aggregat unterzubringen, so dass bei Verwendung verschiedener Kassettentypen jeweils die zugehörigen Aggregate zum Einsatz gelangen. Beiden Konstruktionen ist aber der Nachteil gemeinsam, dass sie einen ausserordentlich hohen konstruktiven Aufwand bedingen. Ein weiterer Nachteil ist das relativ grosse erforderliche Gerätevolumen. Die Nachteile der beiden oben beschriebenen Lösungen werden erfindungsgemäss durch eine Umschalteinrichtung entsprechend den verschiedenen Kassettentypen vermieden, welche in einer ersten Einstellung die Antriebsverbindung einer Getriebeeinrichtung unterbricht, in einer zweiten Einstellung die Antriebsverbindung dieser Getriebeeinrichtung herstellt. In einer vorteilhaften Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes bringen die Umschalteeinrichtungen die verschiedenen Fixiereinrichtungen der Kassetten in Übereinstimmung mit der Kassettenantriebseinrichtung wechselweise zur Wirkung. In einer anderen Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes bringt die Umschalteeinrichtung die verschiedenen Zentriereinrichtungen für die Kassetten in Überein stimmung mit der Kassettenantriebseinrichtung wechselweise zur Wirkung. Die Bedingung des Gerätes kann dadurch besonders vereinfacht werden, wenn gemäss einer vorteilhaften Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes die Umschalteeinrichtung durch mindestens einen Taster gesteuert ist, der mit einer nur für eine der Kassettentypen spezifischen Fläche dieser Kassette zusammenwirkt. Damit ist es möglich, ohne weiteres Zutun durch Aufsetzen der Kassette die entsprechende Fixier- und Halteeinrichtung sowie Antriebsmittel der Kassette zur Wirkung zu bringen. Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles und unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Fig. 1 zeigt schematisch in Ansicht einen Schmalfilmprojektor für Kassettenladung; Fig. 2 veranschaulicht teilweise im Schnitt ein Detail des in Fig. 1 dargestellten Projektors in grösserem Massstab; Fig. 3 und 4 zeigen Einzelheiten des in Fig. 2 dargestellten Projektorenteiles in einer Blickrichtung gemäss den Pfeilen III bzw. IV in Fig. 2. In einem Schmalfilmprojektor 1 ist eine Filmkassette 2 angesetzt, die in ihrem Inneren eine Filmvorratsspule 3 trägt. Die Kassette 2 weist an ihrer Basis eine Öffnung 4 auf, der eine Filmabnahmeeinrichtung gegenüberliegt. Diese ist auf einem schwenkbaren Hebel 5 angeordnet und wird durch einen Riemen 6 angetrieben. Sie besteht im wesentlichen aus einem Riementrieb 7 und einem Abstreifer 8, welche durch Verschwenken des Hebels 5 in die Kassettenöffnung eingeführt werden können und an den Wickel der Filmvorratsspule 3 angepresst werden. Durch den Riementrieb 7 wird der Filmwickel 3 im Uhrzeigersinn angetrieben, wobei der Abstreifer 8 den Filmanfang vom Filmwickel ablöst und aus der Kassette herausführt. Durch Filmführungseinrichtungen wird der Filmanfang unter Bil dung einer Filmschleife einer Filmbühne 9 zugeführt, in welcher er durch ein nicht dargestelltes Greifersystem intermittierend angetrieben wird. Durch ein Beleuchtungssystem 10 wird der in einem Filmfenster der Filmbühne 9 befindliche Film beleuchtet und durch ein Projektionsobjektiv 11 auf einem nicht dargestellten Schirm abgebildet. Der Film durchläuft eine weitere Ausgleichschleife und gelangt schliesslich zu einer Aufwickelspule 12, auf welche er aufgerollt wird. Die verschiedenen Filmführungseinrichtungen sowie der Greifer samt seinem Antrieb sind bekannt und stellen keinen Gegenstand der Erfindung dar, so dass darauf verzichtet werden konnte, diese Elemente im einzelnen darzustellen und zu beschreiben. Die Steuerung des Einfädelvorganges und der verschiedenen Projektorfunktionen erfolgt mit Hilfe eines Schalters 13. Nach Vorführung des Filmes wird dieser in die Filmkassette 2 zurückgespult. Dabei wird die im Kassetteninneren angeordnete Filmspule 3 durch ein Reibrad 14 an ihrem Umfang im Uhrzeigergegensinn angetrieben. Neben der in Fig. 1 dargestellten Kassette 2 gibt es eine weitere Kassettentype, die sich grundsätzlich von der oben beschriebenen dadurch unterscheidet, dass die im Kassetteninneren angeordnete Filmspule zum Rückwickeln des Filmes zentral durch einen Spulendorn angetrieben wird. Bei Verwendung dieser Kassettentype muss daher das Reibrad 14 beim schnellen Rückwickel- betrieb in der in Fig. gezeigten Ruhelage arretiert werden. Zur Anpassung des Gerätes an die verschiedenen Kassettentypen ist an der Geräteoberseite ein Wahlschalter 15 :angeordnet. Der Wahlschalter 15 ist an einer Welle 16 schwenkbar und axial verschiebbar gelagert. Der Schalter 15 ist in einem Durchbruch 17 des Projektorgehäuses geführt, welcher einen langen, normal zur Achse der Welle 16 gerichteten Schlitz 17a umfasst. Im axialen Abstand von dem langen Schlitz 17a ist ein kurzer Schlitz 17b vorgesehen. Eine Feder 18 ist bestrebt, den Wahlschalter 15 im Uhrzeigersinn zu verschwenken. Der Wahlschalter 15 ist mit einem Hebel 19 verbunden, der an einem freien Ende die Reibrolle 14 trägt. Diese Reibrolle wird durch einen Riementrieb 21, sowie durch weitere, im einzelnen nicht dargestellte, Antriebselemente angetrieben. Der Hebel 19 trägt ferner einen Fortsatz 20, der einerseits einer Schubstange 22 und andererseits einer um eine Achse 23 schwenkbaren Platine 24 gegenüberliegt. Die Schubstange 22 ist mit Langlöchern 25, 26 an ortsfesten Bolzen 27, 28 geführt und wird durch eine Feder 29 an eine Nocke 30 angepresst, welche auf der Welle des Betriebsartenschalters 13 angeordnet ist. Wird dieser, von der in Fig. 2 dargestellten Position ausgehend entgegen dem Uhrzeiger verdreht, so fällt die Schubstange 22 in die Ausnehmung 31 der genannten Nocke ein und gibt damit den Hebel 19 frei. Befindet sich der Wahlschalter 15 in der in Fig. 3 in vollen Linien gezeigten Position, so verschwenkt die Feder 18 den Hebel 19 im Uhrzeigersinn, bis das Reibrad 14 an den Umfang der Spulenflansche der Filmvorratsspule anliegt. Gleichzeitig wird der Antrieb der genannten Reibrolle eingeschaltet, so dass die Filmvorratsspule im Uhrzeigersinn mit hoher Geschwindigkeit angetrieben und damit der Film auf diese zurückgewickelt wird. Hat sich der Wahlschalter 15 hingegen in der in Fig. 3 strichliert dargestellten Position befunden, so kann die Feder 18 den genannten Schalter der entsprechend geringen Tiefe von Schlitz 17b nur um einen kleinen Winkel verschwenken, so dass die Reibrolle 14 bei dieser Einstellung des Wahlschalters 15 in ihre Ruhestellung arretiert wird. Die an der Welle 23 schwenkbar gelagerte Platine 24 ist abgekröpft und trägt zwei Fortsätze 32 und 33. Diese korrespondieren mit entsprechenden Ausnehmungen 34, 35 an der Basis der Kassette 2 und orientieren und fixieren die Kassette 2 gegenüber den Filmabnahmeeinrichtungen und der Reibrolle 14. Da die Kassetten der zweiten Kassettentype die Ausnehmungen 34 und 35 nicht aufweisen, würden die Fortsätze 32 und 33 der Platine 24 die Anbringung von Kassetten der zweiten Kassettentype unmöglich machen. Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung übergreift nunmehr der Fortsatz 20 des Hebels 19 die Platine 24, so dass bei einer axialen Verstellung des Umschaltehebels 15 die Platine 24 gegen die Kraft einer Feder 36 aus dem Bereich der Kassette ausgeschwenkt wird. In dieser Position des Wahlschalters 15 können daher Kassetten der zweiten Kassettentype aufgesetzt werden. Werden die Kassetten dieses Typs in Richtung des Teiles 37 (siehe Fig. 4) an das Gerät angesetzt, wenn sich der Wahlschalter 15 in der in Fig. 3 in vollen Linien gezeigten Position befindet, so schlägt die Kassette mit ihrer Seitenwand an die Fortsätze 32 und 33 der Platine 24 und verschwenkt diese nach hinten. Gemäss einer weiteren Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes kann diese Verstellbewegung benutzt werden, um den Kassettenwahlschalter unmittelbar durch Aufsetzen der verschiedenen Kassettentypen zu betätigen. Hierzu ist es lediglich notwendig, die Platine 24 in geeigneter Weise formschlüssig mit dem Kassettenwahlschalter zu koppeln. Auf der Welle des Betriebsartenschalters 13 ist eine weitere Nocke 38 vorgesehen, der eine Schubstange 39 gegenüberliegt. Diese wird einerseits mit einem Langloch 40 an einen ortsfesten Stift 41 geführt, und ist andererseits an eine Kurbel 42 angelenkt, welche an einer Welle 43 schwenkbar gelagert ist. Eine Feder 44 ist bestrebt, die Schubstange 39 an den Nocken 38 anzupressen. Auf der Kurbel 42 ist ein Zahnrad 34 gelagert, welches mit einem Zahnrad 46 kämmt, das auf der Welle 43 drehbar gelagert ist. Das Zahnrad 46 ist mit einer Schnurrolle 47 verbunden, über welche der Treibriemen 6 läuft, der den Riementrieb 7 antreibt. Das Zahnrad 45 liegt ferner einem ortsfest gelagerten Zahnrad 48 gegenüber, welches durch den Antriebsmotor des Gerätes ständig angetrieben wird. Wird der Betriebsartenschalter 13 im Uhrzeigersinn verschwenkt, so fällt die Schubstange 39 in die Ausnehmung 49 der Nocke 38 ein. Dadurch wird die Kurbel 42 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt, bis das Zahnrad 45 die Antriebsverbindung zwischen dem Zahnrad 48 und dem Zahnrad 46 herstellt. Dadurch wird über den Treibriemen 6 der Riementrieb 7 angetrieben. Über die schematisch dargestellte Reibungskupplung 50 wird vom Zahnrad 46 auch der Hebel 5 im Uhrzeigergegensinn angetrieben und damit der Riementrieb 7 und der Filmabstreifer 8 durch die Öffnung 4 in der Basis der Kassette in diese eingeführt. Nach Beendigung des Filmeinfädelvorganges wird der Betriebsartenschalter 13 um einen Schritt im Uhrzeigersinn weitergedreht, wobei die Schubstange 39 wieder aus der Vertiefung 49 der Nokke 38 ausgehoben wird. Damit wird die Antriebsverbindung zum Zahnrad 46 unterbrochen, wodurch der Riementrieb stillgesetzt wird und gleichzeitig durch eine nicht dargestellte Feder der Hebel 5 in seine Ausgangsposition zurückkehrt. Die Erfindung ist nicht auf das oben dargestellte Beispiel beschränkt. Im Rahmen des durch den Patentanspruch skizzierten allgemeinen Erfindungsgedankens sind vielmehr eine Reihe von Abänderungen möglich.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHSchmalfilmgerät, für in mindestens zwei verschiedenen Kassettentypen angeordneten Filmvorratsspulen, mit zwei unterschiedlichen Getriebeeinrichtungen zum Antrieb dieser Spulen, wobei diese Getriebeeinrichtungen durch den Funktionswahlschalter des Gerätes steuerbar sind, gekennzeichnet durch eine Umschalteinrichtung entsprechend den verschiedenen Kassettentypen, welche in einer ersten Einstellung die Antriebsverbindung einer Getriebeeinrichtung unterbricht, in einer zweiten Einstellung die Antriebsverbindung dieser Getriebeeinrichtung herstellt.UNTERANSPRÜCHE 1. Schmalfilmgerät nach Patentanspruch, bei welchem eine Getriebeeinrichtung eine Reibrolle aufweist, welche die Vorratsspule am Umfang mindestens eines Spulenflansches antreibt, wobei die Reibrolle durch den Funktionswahlschalter an die Spule anlegbar und von dieser abhebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschalteinrichtung die Verstellung der Reibrolle in ihre Arbeitsposition, in welcher sie an der Spule anliegt, in einer ersten Einstellung zulässt, die Reibrolle jedoch in einer anderen Position in ihrer Ruhelage sperrt, in welcher diese von der Spule abgehoben ist.2. Schmalfilmgerät nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibrolle auf einem Träger gelagert ist, an welchem eine Feder angreift, die bestrebt ist, die Reibrolle an die Spule anzupressen, wobei der Funktionswahlschalter den Träger der Reibrolle in mindestens einer Stellung derselben gegen die Kraft der Feder in eine Ruhestellung verstellt, in einer anderen Stellung freigibt, wobei der Träger mit einem Hebel verbunden ist, der als Umschalter entsprechend den Kassettentypen dient und mit Steuerflächen zusammenwirkt, welche eine Verstellbewegung des Hebels und damit des Trägers der Reibrolle zulassen, wenn sich der Hebel in einer Einstellung entsprechend eines ersten Kassettentyps befindet, die Verstellbewegung derselben jedoch blockiert, wenn sich der Hebel in einer Einstellung entsprechend eines anderen Kassettentyps befindet.3. Schmalfilmgerät nach Patentanspruch mit unterschiedlichen Fixiereinrichtungen für die verschiedenen Kassettentypen, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschalteinrichtung derart ausgebildet ist, dass sie die verschiedenen Fixiereinrichtungen in Übereinstimmung mit der Kassettenantriebseinrichtung wechselweise zur Wirkung bringt.4. Schmalfilmgerät nach Patentanspruch mit unterschiedlichen Zentriereinrichtungen für die verschiedenen Kassettentypen, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschalteinrichtung derart ausgebildet ist, dass sie die verschiedenen Zentriereinrichtungen in Übereinstimmung mit der Kassettenantriebseinrichtung wechselweise zur Wirkung bringt.5. Schmalfilmgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschalteinrichtung durch mindestens eine Abtasteinrichtung gesteuert ist, die mit einer, nur für eine der Kassettentypen spezifischen Fläche dieser Kassette zusammenwirkt.
Priority Applications (7)
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Applications Claiming Priority (1)
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Family
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Family Applications (1)
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1969
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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