Maschine zum Ernten von Weintrauben, mit einer Folgesteuereinrichtung und Abtastmechanismen
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Ernten von Weintrauben, mit einer Folgesteuereinrichtung und Abtastmechanismen, die mit einem hydraulischen Ausführungsmechanismus verbunden sind, der die Stellung des Arbeitsgerätes der Maschine ändert.
Es sind Maschinen zum Abtasen der Rebenkonturen durch ein Arbeitsgerät von Weinbaumaschinen, insbesondere zum Abtasten des Vorhanges des Deckenspaliers bekannt, bei welchen der Abtastmechanismus des Arbeitsgerätes der Erntemaschine mit einem hydraulischen Ausführungsmechanismus verbunden ist. Das Arbeitsgerät kann z. B. ein Schneidgerät sein. Mit diesem kann z. B. der junge Zuwachs der Weinstöcke beschnitten werden und dient somit durch Stutzen der Pflanzen zur Pflege dieser Kulturen. Das Schneidgerät kann aber auch so ausgebildet sein, dass mit ihm die Weintrauben geerntet werden.
Diese bekannte Maschine weist einen Abtastmechanismus auf, welcher zum Verhindern von Beschädigungen am z. B. als Schneidgerät ausgebildeten Arbeitsgerät durch Anlenkung des Schneidgerätes vom Balken, an dem das Spalier gezogen wird, mit einer als Schirm dienenden Walze versehen ist, die zum Zusammenwirken mit dem Spalier bestimmt ist.
Der Nachteil der bekannten Maschine besteht darin, dass mit dieser das raummässige Abtasten der komplizierten Konfiguration der Reben nicht gewährleistet ist.
Insbesondere ist das Raumabtasten des ungleichmässig unter der Last der Trauben durchhängenden Deckenspaliers bei ungleichmässig angezogenen Spanndrähten des Deckenspaliers nicht zufriedenstellend gelöst. Mit der bekannten Maschine kann auch ein Ausgleich von Schrägstellungen des Arbeitsgerätes in bezug auf das Deckenspalier wegen Unebenheiten des Erdbodens nur unzureichend erfolgen.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, eine Maschine zu schaffen, mit der die genannten Nachteile behoben werden können.
Die erfindungsgemässe Maschine ist dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Arbeitsgerät zwei Abtastmechanismen angeordnet sind, welche mit zwei hydraulischen Verteilern des Hydrosystems des Antriebs des Arbeitsgerätes verbunden sind, wobei die Verteiler auf dem Arbeitsgerät angeordnet sind.
Im folgenden wird die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Grundschaltschema der Maschine mit Folgesteuereinrichtung zum Abtasten des Deckenspaliers durch das Schneidgerät einer Weintraubenerntemaschine,
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel der Verbindung des Abtastmechanismus mit einem Stössel eines Schieberverteilers sowie die Einstellung des Kraftaufwandes am Einlauf des Schneidgerätes zum Deckenspalier durch eine gefederte Schraube,
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel der Einstellung des Kraftaufwandes am Einlauf des Schneidgerätes zum Deckenspalier, welche Einstellung mittels eines Kompensators durchgeführt wird,
Fig. 4 den Kompensator in der Stellung bei der maximalen Belastung des Schneidgerätes durch das Deckenspalier.
Die Maschine mit Folgesteuereinrichtung zum Abtasten des Deckenspaliers durch ein Arbeitsgerät wird im folgenden beschrieben.
Die Folgesteuereinrichtung weist auf: die auf dem Tragbalken 3 eines Schneidgerätes 4 der Weintraubenerntemaschine montierten Abtastmechanismen 1 und 2; die auf dem Tragbalken 3 starr befestigten Verteiler 5 und 6; einen Ausführungsmechanismus 7, durch welchen das Schneidgerät 4 auf einem Rahmen 8 der Weintraubenerntemaschine beweglich angeordnet und welcher mit den Verteilern 5 und 6 verbunden ist; ein Hydrosystem 9 des Antriebes, welches die Zuführung der Flüssigkeit zu den Verteilern 5 und 6 sowie dem Hydroantrieb 10 gewährleistet, durch den das Schneidgerät 4 angetrieben wird, und Blockierungsvorrichtungen 11 und 12.
Die Abtastmechanismen 1 und 2 der Folgesteuer- einrichtung sind in Form von gebogenen Platten 13, 14 ausgebildet, die mit ihrem einen Ende mit einer Konsole 15, 16 des Tragbalkens 3 gelenkig verbunden sind. Im Mittelteil der gebogenen Platten 13, 14 sind an den Innenwandungen derselben Gelenke 17, 18 vorhanden, an welchen mit ihrem einen Ende Stangen 19, 20 angelenkt sind, aber die anderen Enden derselben mit Stösseln 21, 22 der Schieber von Verteilern 5 und 6 verbunden sind. Zwischen den Innenwandungen der Platten 13, 14 und dem Tragbalken 3 sind Federn 23, 24 angeordnet, welche die Platten 13, 14 in die Ausgangsstellung bringen.
Die gebogenen Platten 13, 14 sind oberhalb des Schneidgerätes 4 und zumindest annähernd hinter den Kanten der Schneiden 25 desselben angeordnet.
Das Schneidgerät 4 ist in Form von zwei Scheiben 26 und 27 mit einem Keilriemen 28 ausgebildet, auf welchem die Schneiden 25 festgemacht sind.
Die Scheibe 26 des Schneidgerätes 4 wird durch einen Hydroantrieb 10 angetrieben. Die Scheibe 27 ist spannbar ausgeführt. Zwischen den Scheiben 26 und 27 sind nicht dargestellte Stützscheiben angeordnet.
Es ist ganz klar, dass das Schneidgerät 4 auch eine andere Konstruktion aufweisen kann.
Die Verteiler 5 und 6 sind mit zwei Schiebern versehen und an dem Tragbalken 3 des Schneidgerätes starr befestigt, wodurch eine Verbindung bei der Zusammenwirkung der Abtastmechanismen 1 und 2 mit dem Deckenspalier gewährleistet wird.
Der Ausführungsmechanismus 7 weist zwei Kraftzylinder 29, 30 mit Stösseln 31, 32 sowie zwei Führungen 33, 34 mit Stösseln 35, 36 auf.
Die Kraftzylinder 29, 30 sind mit dem Rahmen 8 der Maschine und die Stössel 31 und 32 mit dem Tragbalken 3 gelenkig verbunden. Die Kraftzylinder 29, 30 sind mit dem Hydrosystem des Antriebs über die Verteiler 5 und 6 verbunden.
Die Führung 33 ist mit dem Rahmen 8 der Maschine und der Stössel 35 ist mit dem Tragbalken 3 gelenkig verbunden.
Die Führung 34 ist mit dem Rahmen 8 und der Stössel 36 mit dem Tragbalken 3 gelenkig verbunden.
Das Hydrosystem weist auf: eine Zahnradpumpe 37, ein Steuerungspult 38, einen Filter 40 zur feinen Ölreinigung, einen Behälter 42, für die Betriebsflüssigkeit, ein Rohrleitungssystem 43 und ein Schutzventil 44.
Die Blockierungsvorrichtungen 11 und 12 weisen gebogene Platten 45, 46 auf, die mit einem Ende mit den Konsolen 47, 48 des Tragbalkens 3 gelenkig verbunden sind. Im Mittelteil der gebogenen Platten 45, 46 sind an ihren Innenseiten Gelenke 49, 50 vorhanden, an denen mit einem Ende die Stangen 51, 52 angelenkt sind. Am anderen Ende der Stangen sind Stangen 53, 54 angeschlossen, die mit dem einen Arm von Kipphebeln 55, 56 gelenkig verbunden sind, deren anderer Arm mit Schiebern 57, 58 der Verteiler 5, 6 in Verbindung stehen.
Zwischen den Innenflächen der gebogenen Platten 45, 46 und dem Tragbalken 3 sind Federn 59, 60 zum Zurückbringen dieser Platten in die Ausgangsstellung während des Betriebes angeordnet.
Ein Ausführungsbeispiel der Abtastmechanismen 1 und 2 ist in der Fig. 2 dargestellt. Da bei ist die gebogene Platte 13, 14 mit dem auf dem Tragbalken 3 befestigten Schutzgehäuse 61 gelenkig verbunden und weist einen Hebel 62 auf, welcher mit der sich gegen den Stössel 21 und 22 des Schiebers eines der Verteiler 5, 6 abstützenden Hülse 63 verbunden ist. Im Inneren der Hülse 63 ist eine Feder 64 untergebracht, welche sich mit dem einen Ende gegen die Regulierschraube 65 der mit dem Schutzgehäuse 61 starr verbundenen sowie teleskopisch in die Hülse 63 eintretenden Hülse 66 abstützt.
Die Regulierschraube 65 ist zur Änderung des Stützungswiderstandes am Einlauf für das Deckenspalier bestimmt.
Ein Ausführungsbeispiel der automatischen Ände- rung der Stützkraft am Einlauf für das Deckenspalier ist in der Fig. 3 dargestellt.
Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die Änderung der Stützkraft am Deckenspalier durch einen Kompensator 67 bewerkstelligt, der ein Gehäuse 68 aufweist, in dessen Innern ein Metallbalg 69 mit einem Stössel 71, eine Feder 72 und eine Reguliermutter 76 untergebracht sind. Der Stössel 71 ist durch eine Feder 73 mit der gebogenen Platte 13, 14 des Abtastmechanismus 1, 2 gekuppelt.
Der Metallbalg ist mit dem Raum 74 desselben über die Rohrleitung von kleinem Querschnitt am Boden des Gehäuses 68 mit dem Verteiler 5, 6 und dem Kraftzylinder 29, 30 verbunden.
In der Fig. 4 ist der Kompensator 67 in einer sol- chen Stellung dargestellt, wo sich die Federn 72 und 73 maximal zusammendrücken. Zu diesem Zeitpunkt ist die Abstützkraft am Einlauf auf das Deckenspalier maximal erreicht, was dem grössten Gewicht des auf dem Dach befindlichen Ernteertrages entspricht.
Im folgenden wird die Wirkungsweise der Maschine erläutert.
Bei der Einfahrt der Weintraubenerntemaschine in Zwischenräume von Reihenpflanzen wird von einer Bedienungsperson durch das Steuerungspult 38 der Hydroantrieb und die Folgesteuereinrichtung in Betrieb gesetzt. Dabei wird die Druckflüssigkeit von der Zahnradpumpe 37 dem Verteiler 5, 6 zugeführt. Da zu diesem Zeitpunkt keine Berührung des Schneidgerätes 4 mit dem Spalier erfolgt, so befinden sich die gebogenen Platten 45, 46 der Blockierungsvorrichtungen 11, 12 sowie die gebogenen Platten 13, 14 der Abtastmechanismen unter Einwirkung der Federn 23, 24 und 59, 60 in der oberen Endstellung. Dabei befinden sich die Stössel 21, 22 der Schieber der Verteiler 5, 6 ebenfalls in der oberen Endstellung, und deshalb soll die Betriebsflüssigkeit den unteren Räumen der Kraftzylinder 29, 30 zugeführt werden, infolgedessen der Balken 3 nach oben geführt wird.
Der Aufstieg der Enden des Balkens 3 erfolgt noch nicht, weil keine Druckflüssigkeit zum Hydrozylinder 29, 30 fliessen kann, weil die Schieber 57, 58 der Verteiler 5, 6 die Eingangsöffnungen verschliessen.
Am Anfang des Startes der Weintraubenerntemaschine über die Zwischenraumoberfläche von Reihenpflanzen des Weingartens schwenken die gebogenen Platten 45, 46 das Deckenspalier berührend und um die Gelenke der Konsole 47, 48 und schieben über die Stangen 53, 54 und 55, 56 die Schieber 57, 58 der Verteiler der Blockierungsvorrichtungen 11, 12 ein. Dabei wird der Zugang der Druckflüssigkeit zu den Stösseln 21, 22 der Schieber der Abtastmechanismen 1, 2 sichergestellt. Die gebogenen Platten 13, 14 der Abtastmechanismen sind am Anfang der Arbeit durch die Federn 23, 24 nach oben gebracht.
Die Stössel 21, 22 der Schieber sind ebenso nach oben gebracht, und sobald durch die Schieber 57, 58 der Blockierungsvorrichtungen der Zugang der Druckflüssigkeit zu den Stösseln 21, 22 der Schieber der Abtastmechanismen 1, 2 geöffnet wird, wird der Druck der Betriebsflüssigkeit den unteren Räumen der Kraftzylinder 29, 30 übergeben, und der Balken 3 mit dem Schneidgerät 4 und die gebogenen Platten 13, 14 sowie 45, 46 fangen an zu steigen, bis die gebogenen Platten 13, 14 und 45, 46 an das Deckenspalier angelegt sind.
Nachdem der Balken 3 zusammen mit dem Schneidgerät 4 mit dem Deckenspalier in Berührung gekommen ist, und während des fortlaufenden Aufstieges des Balkens wird der Druck des Deckenspaliers auf die gebogenen Platten 13, 14 sowie 45, 46 vergrössert. Dabei fängt der Balken 3 zusammen mit dem Schneidgerät an, die Weinreben mit dem Ernteertrag zu heben, indem das Deckenspalier vor den Kanten der Schneiden 25 des Schneidgerätes 4 in eine Linie geebnet wird.
Gleichzeitig werden die gebogenen Platten 13, 14 der Abtastmechanismen, das Dach berührend, bei entspannten Federn 23, 24 zum Stehen gebracht, aber beim fortlaufenden Aufstieg des Balkens 3 fangen sie an, in bezug auf diesen Balken zu sinken, d. h. sich um die Gelenke der Konsolen 15, 16 zu schwenken. Dabei drücken die Stangen 19, 20 auf die Stössel 21, 22 der Schieber, wobei die Federn 23, 24 zusammengepresst werden, und drücken die Stössel 21, 22 in bezug auf die Gehäuse der Verteiler 5, 6 nach unten, indem die Zuführung der Druckflüssigkeit zu den Kraftzylindern 29, 30 verschlossen wird. Damit hört der Aufstieg des Balkens 3 mit dem Schneidgerät 4 zusammen auf, aber die Schneiden 25 des Schneidgerätes 4 sind auf dem Niveau der Fruchtstengel von Weintrauben eingestellt.
Im weiteren wird bei der fortschreitenden Bewegung der Weintraubenerntemaschine über die Zwischenraumoberfläche von Reihenpflanzen des Weingartens der Folgesteuerverlauf selbsttätig in folgender Weise durchgeführt:
Fängt der Vorhang des Deckenspaliers im Wege der Weintraubenerntemaschine an durchzuhängen, so wird in diesem Falle der Druck des Deckenspaliers auf die gebogenen Platten 13, 14 vergrössert. Dieser Druck wirkt gegen die Kraft der Federn 23, 24, und die gebogenen Platten 13, 14 schwenken um ihre Anlenkstellen an den Konsolen 15, 16 und bewegen die Stössel 21, 22 der Ventile 5, 6 durch die Stangen 19, 20 nach unten. Dadurch wird der Druckflüssigkeit der Zugang zu den oberen Räumen der Hydrozylinder 29, 30 geöffnet, und der Balken 3 zusammen mit dem Schneidgerät 4 beginnt zu sinken.
Sobald der Druck des Deckenspaliers auf die gebogenen Platten 13, 14 durch das Absinken des Balkens 3 mit dem Schneidgerät 4 vermindert wird, so bewegen sich die Stössel 21, 22 infolge der Kraft der Federn 23, 24 über die Stangen nach oben, wodurch die Zuführung der Druckflüssigkeit in die Kraftzylinder aufhört und somit der Balken 3 stehen bleibt.
Wie es aus der Beschreibung der Funktion des Folgesteuersystems ersichtlich ist, sind die Abtastmechanismen und die gebogenen Platten 45, 46 der Blockierungsvorrichtungen durch die Federn 23, 24 und 59, 60 an das Deckenspalier konstant angedrückt.
Dabei werden die gebogenen Platten 45, 46 in bezug auf das Deckenspalier mit den gebogenen Platten 13, 14 der Abtastmechanismen 1, 2 nach oben bzw. nach unten verschoben, aber die Grösse dieser Bewegung ist derart gewählt, dass dabei der Zufluss von Druckflüssig keit zu den Verteilern 5, 6 nicht unterbrochen wird.
Ist während der fortschreitenden Bewegung der Weintraubenerntemaschine zwischen den Reihenpflanzen des Weingartens einmal infolge von Ausfall von Sträuchen kein Deckenspalier vorhanden, so springen die gebogenen Platten 45, 46 der Blockierungsvorrich- tungen infolge der Federn 59, 60 nach oben, wodurch sich die mit diesen Platten verbundenen Stangen 53, 54 nach oben bewegen und über die Kipphebel 55, 56 die Stössel 57, 58 nach unten bewegt werden, wodurch die Zuführung der Druckflüssigkeit zu den Abtastmechanismen 1, 2 aufhört. Die Betriebsflüssigkeit wird in beiden Räumen der Kraftzylinder 30 gesperrt, und der Balken 3 zusammen mit dem Schneidgerät 4 bleibt in bezug auf das Deckenspalier unbeweglich, wodurch eine Beschädigung des Deckenspaliers und des Schneidgerätes 4 verhindert wird.
Dasselbe erfolgt ebenso bei der Ausfahrt der Weintraubenerntemaschine aus den Zwischenräumen von Reihenpflanzen, wenn ebenfalls keine Abstützung für die Platten 13, 14 der Abtastmechanismen 1, 2 und die Platten 45, 46 der Blockierungsvorrichtungen 11, 12 vorhanden ist.
Da auf dem Balken 3 die zwei Abtastmechanismen 1, 2, die zwei Blockierungsvorrichtungen 11, 12, welche die zwei Verteiler 5, 6 steuern, sowie die zwei Hydrozylinder 29, 30 vorhanden sind, können die beiden Enden dieses Balkens 3 unabhängig voneinander nach oben oder nach unten bewegt werden, wodurch ein Ausgleich der ungleichmässigen Höhe des Deckenspaliers und ein Ausgleich einer Schrägstellung der Weintraubenerntemaschine wegen Unebenheiten des Erdbodens in den Zwischenräumen von Reihenpflanzen ermöglicht wird.
Die verstellbare Kraft der gebogenen Platten 13, 14 der Abtastmechanismen 1, 2 und folglich die Unterstützungskraft des Deckenspaliers hängt von der Härte der Federn 23, 24 ab. Wird der Ernteertrag am Deckenspalier schwer sein, so wird zum Ausgleich desselben vor den Kanten der Schneiden 25 des Schneidgerätes ein grösserer Kraftaufwand am Spaliereinlauf erforderlich. Bei einem geringeren Ernteertrag ist eine kleinere Kraft am Einlauf für das Deckenspalier erforderlich.
Die Einstellung der Kraft zur Abstützung des Dekkenspaliers wird vor Arbeitsbeginn der Weintraubenerntemaschine durchgeführt, wenn der Ernteertrag des Weingartens bekannt ist.
In der Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel einer Regu liereinrichtung dargestellt. Zur Steigerung der Unterstützungskraft für das Deckenspalier genügt es, die Feder 64 stärker vorzuspannen (in der Fig. 2 ist die Zweckbestimmung der Feder 64 dieselbe wie die der Feder 23, 24 in der Fig. 1), zu welchem Zweck die Regulierschraube 65 im Uhrzeigersinn verschraubt wird.
Zur Verminderung der Unterstützungskraft für das Deckenspalier ist es erforderlich, die Feder 64, 23, 24 (Fig. 1) weniger vorzuspannen, indem die Schraube 65 gegen den Uhrzeigersinn gedreht wird. In der Ausgangslage wird etwa eine mittlere Vorspannung der Feder vorgenommen.
Bei den erheblichen Schwankungen des Ernteertrages bei den einzelnen Weintraubensträuchern und wegen den Zwischenräumen zwischen benachbarten Reben ist es erforderlich, die Unterstützungskraft für das Decken spalier oft zu regulieren. In der Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel der Reguliereinrichtung mit einer selbsttätigen Änderung der Unterstützungskraft proportional zum Gewicht des am Deckenspalier befindlichen Ernteertrages dargestellt.
In diesem Falle funktioniert das Folgesteuersystem in folgender Weise:
Beim Anheben des Balkens 3 wird die Druckflüssigkeit vom Verteiler 5 her dem unteren Raum b des Kraftzylinders 29 zugeführt, wodurch der Kolben 31 des Kraftzylinders verschoben wird. Gleichzeitig damit sird die Druckflüssigkeit über die einen kleinen Querschnitt aufweisende Rohrleitung 75 dem inneren Hohlraum 74 des Kompensators 67 zugeführt, wodurch der Metallbalg auseinandergezogen wird. Dabei wird die Feder 72 des Kompensators 67 zusammengedrückt, aber der Stössel 71 nach oben geschoben. Berührt zu diesem Zeitpunkt die Platte 13 das Deckenspalier, so erfolgt ein Zusammendrücken der Feder 23 der Platte
13. Der Druck auf das Deckenspalier wird dabei vergrössert.
Sobald der Druck im Metallbalg 69 durch die Kraft der Feder 72 ausgeglichen ist, wird die Verschiebung des Stössels 71 nach oben eingestellt, aber die Feder 23 verstärkt zusammengedrückt, bis eine durch die Regulierung vorbestimmte Federspannkraft erreicht wird und der Druck auf das Deckenspalier bis zur vorbestimmten Wertgrösse angestiegen ist.
Bei der Erreichung dieser vorbestimmten Unterstützungskraft am Deckenspalier vom Balken 3 zusammen mit dem Schneidgerät 4 und während des fortdauernden Anstieges des Balkens 3 wird der Druck des Deckenspaliers auf die Platte 13 die Vorspannkraft der Feder 23 übersteigen und die Platte 13 nach unten drücken. Dabei sinkt der Stössel des Schiebers 21 und sperrt die Zuführung der Druckflüssigkeit zum Kraftzylinder. Der Anstieg des Balkens hört dadurch auf.
Im weiteren wird bei der fortschreitenden Bewegung der Weintraubenerntemaschine die Abstützkraft am Einlauf des Spaliers das Gewicht auf dem Balken 3 vergrössern und über den Stössel 31 des Kraftzylinders 29, auf welchem dieser Balken angeordnet ist, auf den Raum b des Kraftzylinders wirken. Der zugenommene Druck b im Kraftzylinder 29 pflanzt sich über die Rohrleitung 75 bis zum Metallbalg 69 fort. Der Metallbalg dehnt sich aus, wodurch die Feder 72 des Kompensators 67 und die Feder 73 der Platte 13 des Abtastmechanismus zusammengedrückt werden.
Da der Kompensator 67 durch die Rohrleitung 75 mit dem Raum des Kraftzylinders 29 in Verbindung steht, der Stössel des Schiebers 21 des Verteilers 5 sich aber in Neutralstellung (es erfolgte keine Anderung der Höhe des Deckenspaliers in bezug auf die Erdoberfläche) befindet, wird die Platte 13 ihre Stellung in bezug auf das Deckenspalier nicht ändern, sondern noch stärker an dasselbe angedrückt. In diesem Fall ist zum Absenken des Balkens 3 vom Deckenspalier nach unten eine grössere Anpresskraft an die Platte 13 erforderlich, d. h. die am Einlauf für das Deckenspalier auftretende Kraft vergrössert sich in diesem Fall proprotional zum zugenommenen Gewicht eines grösseren Ernteertrages auf dem entsprechenden Abschnitt des Deckenspaliers.
Je grösser das Gewicht des Ernteertrages ist, desto stärker wird also die Unterstützungskraft durch den Balken 3.
Die am Einlauf auftretende Kraft muss aber begrenzt werden, um Beschädigungen des Deckenspaliers oder des dieses haltenden Daches zu vermeiden, wenn die Weintraubenerntemaschine ein Erdhäufchen anfährt oder das Deckenspalier stark durchhängt. Bei der Konstruktion des Kompensators ist das in der Fig. 4 berücksichtigt, wobei die maximale zulässige Grösse der Abstützkraft am Deckenspalier durch die Reguliermut- ter 76 und die Vorspannung der Feder 72 des Kompen sators 67 reguliert wird.
Die Feder 72 des Kompensators 67, zusammengedrückt bis zur gegenseitigen Berührung ihrer Windungen, kann nicht mehr die Feder 24 der Platte 13 des Abtastmechanismus 1 zusammendrücken. Übersteigt deshalb in diesem Falle der Druck des Deckenspaliers die Spannkraft der Feder 23, so schwenkt die Platte 13 um ihre Anlenkstelle an der Konsole 15, wodurch der Stössel 21 des Verteilers 5 nach unten geschoben und die Druckflüssigkeit dem oberen Raum a des Kraftzylinders 29 zugeführt wird, wodurch der Balken 3 abgesenkt wird.
Beim Senken des Balkens 3 wird der Druck der Betriebsflüssigkeit im unteren Raum b des Kraftzylinders 29 verringert, und folglich fällt der Druck im Metallbalg 69. Dadurch entspannt sich die Feder 72 des Kompensators 67, wodurch der Stössel 71 nach unten bewegt wird. Dadurch wird die Spannkraft der Feder 23 verringert und folglich die Unterstützung des Deckenspaliers verringert.
Beim Senken des Balkens 3 bleibt die Platte 13 am Deckenspalier angedrückt, und deshalb erfolgt eine Verschiebung des Verteilers 5 gegenüber dem Stössel 21.
Diese Verschiebung erfolgt so lange, bis der Stössel 21 die Kanäle beim Verteiler 5 überdeckt, wobei die Zuführung der Druckflüssigkeit zum Kraftzylinder 29 und damit das Absenken des Balkens 3 eingestellt wird.
Es soll bemerkt werden, dass jeder Abtastmechanismus mit einem Kompensator versehen werden kann.
Auf dem Balken 3 werden zwei Kompensatoren dieser Art angebracht, und deshalb wird die Unterstützung des Deckenspaliers durch die beiden gebogenen Platten 13, 14 unabhängig voneinander für jeweils den Teil des Deckenspaliergewichtes, der auf einer dieser Platten liegt, ausgeführt.
Der Ernteertrag von Weintrauben verteilt sich über die Breite des Deckenspaliers gewöhnlich unregelmässig, aber durch den Einsatz von zwei Kompensatoren verbessert sich wesentlich die Qualität des eingebrachten Ernteertrages, weil dadurch das Deckenspalier vor den Kanten der Schneiden 25 des Schneidgerätes besser geebnet wird.