<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zum Abtasten des Spalierverlaufes von Rebenkulturen, sowie zur Übertragung der Bewegungen der Abtastorgane auf das
Arbeitsgerät einer Weinbaumaschine
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abtasten des durch Arbeitsgeräte von Weinbaumaschinen, insbesondere durch das Schneidgerät einer Weinlesemaschine zu bearbeitenden Spalierverlaufes von Rebenkulturen, sowie zur Übertragung der Bewegungen der Abtastorgane auf das Arbeitsgerät, wobei die Abtastorgane mit dem Stellmechanismus über ein Hydrauliksystem verbunden sind.
Die bekannten Vorrichtungen der genannten Art haben den Nachteil, dass sie bei einem unter der Last des zu erntenden Gutes ungleichmässig durchhängenden Dach des Spaliers und der dabei ungleichmässig ziehenden Spanndrähte, sowie auch bei auf Grund der Unebenheiten des Erdbodens auftretender Schrägstellungen des Schneidgerätes, ein einwandfreies Beschneiden der Oberfläche des Spaliers bzw. Abtrennen des Erntegutes nicht gewährleisten.
Bekannt ist auch eine Konstruktion, bei der die Weintrauben durch ein über dem Spalier geführtes Druckorgan an das mit der Weintraubenerntemaschine verbundene Schneidgerät herangeführt werden. Dies hat jedoch den Nachteil, dass das Spalier einer erhöhten Spannung ausgesetzt wird, was zu einer Streckung der gespannten Drähte führt und an den Stützpfeiler ein Kippmoment hervorruft.
Ziel der Erfindung ist daher eine Vorrichtung der eingangs angeführten Art, welche die aufgezeigten Mängel vermeidet und demnach ein einwandfreies Beschneiden der zu bearbeitenden Oberfläche des Spaliers durch die Arbeitsorgane der Weinbaumaschine, insbesondere die genaue Unterbringung des Schneidgerätes einer Weintraubenerntemaschine über die Fruchtstengel der Weintrauben, unabhängig vom ungleichmässigen Durchhängen des Daches des Spaliers unter der Last der Weintrauben, sowie der Schrägstellung der Maschine auf Grund der Unebenheiten des Erdbodens in den Zwischenräumen der Reihenpflanzungen des Weingartens, gewährleistet.
Erreicht wird dies erfindungsgemäss dadurch, dass die Abtastorgane, sowie mit diesen verbundene Schiebersteuerungen des Hydrauliksystems am Schneidgerät befestigt sind, welches an der Maschine mittels Stellorgane räumlich bewegbar angebaut ist.
Nach einem Merkmal der Erfindung können die Abtastorgane als gelenkig abgefederte gekrümmte Platten ausgebildet sein, wobei jede mittels einer Zugstange mit einer Schieberstange der Schiebersteuerung verbunden und oberhalb des Schneidgerätes etwas hinter seinen Schneidklingen befestigt ist und dass die Stellorgane Arbeitszylinder aufweisen, denen mindestens je eine mit dem Maschinenrahmen verbundene Führung für eine am Schneidgerät angelenkte Stange zugeordnet ist.
Nach andern Merkmalen der Erfindung können an der Oberseite des Schneidgerätes, etwas hinter seinen Schneidklingen, Sperrvorrichtungen angeordnet und als gelenkig abgefederte, über ein
<Desc/Clms Page number 2>
Zuggestänge und Hebelgestänge mit den Schiebern der Schiebersteuerungen verbundene, gekrümmte Platten ausgebildet sein, die ein getrenntes Aus- und Einrücken der Abtastorgane in ihre Betriebsstellung ermöglichen. Die Platten der Sperrvorrichtungen können an einem Tragbalken des Schneidgerätes neben den Platten der Abtastorgane befestigt sein.
Die letzteren können wieder mit den Schieberstangen der Schiebersteuerungen mittels teleskopartig angeordneter Hülsen verbunden sein, zwischen denen Federn angeordnet sind, wobei die einen Hülsen mit dem das Schneidgerät tragenden Balken und die andern Hülsen mit den Platten der Abtastorgane starr verbunden sind.
Gemäss weiteren Erfindungsmerkmalen können die Federn mit ihrem einen Ende am Boden der Hülsen und mit ihrem andern Ende gegen Schrauben abgestützt sein, mit deren Hilfe die Kraft, mit der das Spalier der Rebenkultur angehoben wird, einstellbar ist. Die erwähnten Schrauben können in den am Tragbalken befestigten Hiilsen angeordnet und am Ende der Schrauben Auflageteller zum Abstützen der Federn vorgesehen sein. Zur Einstellung der Kraft, mit welcher das Spalier der Rebenkultur angehoben wird, können Kompensatoren vorgesehen sein, die mit den freien Enden der Platten der Abtastorgane verbunden sind und mit den Schiebersteuerungen, sowie den Arbeitszylindern der Stellorgane in Wirkverbindung stehen.
Jeder Kompensator kann ein Gehäuse aufweisen, dessen Hohlraum mit der Schiebersteuerung, sowie mit dem unteren Teil des Arbeitszylinders in Verbindung steht und mittels einer Stange über eine Feder mit dem freien Ende der Platte verbunden ist.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispieles, welches in den Zeichnungen schematisch dargestellt ist, näher erläutert. In diesen zeigt Fig. 1 das Schaltschema der Vorrichtung zum Abtasten des Spalierverlaufes von Rebenkulturen, sowie zur übertragung der Bewegungen der Abtastorgane auf die Schneidgeräte einer Weintraubenerntemaschine, Fig. 2 die Vorrichtung gemäss Fig. 1 in Draufsicht, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2, Fig. 4 im Längsschnitt die Vorrichtung zur automatischen Einstellung der Kraft zum Anheben des Daches des Spaliers mittels des Kompensators und Fig. 5 den Kompensator in der Stellung der maximalsten Belastung des Schneidgerätes durch das Dach des Spaliers.
Die gemäss Fig. 1 in Verbindung mit einer Weintraubenerntemaschine im Schema gezeigte Vorrichtung besitzt Abtastorgane-1, 2-- die auf einem Tragbalken --3-- eines Schneidgerätes - der Maschine montiert sind. Am Tragbalken --3-- sind Schiebersteuerungen --5,6-befestigt und mit den Abtastorganen-1, 2- gegenseitig gekuppelt. Die Vorrichtung weist ausserdem
EMI2.1
--7-- auf,noch ein Hydrauliksystem-9-, welches die Zuführung des flüssigen Druckmediums zu den Steuerungen-5, 6- und den hydraulischen Antrieb --10-- für das Schneidgerät--4-- gewährleistet, sowie Sperrvorrichtungen-11, 12- vorgesehen.
Die Abtastorgane-1, 2-- sind als gelenkig abgefederte gekrümmte Platten-13, 14- ausgebildet, die mit ihrem einen Ende an eine Konsole --15,16-- des Tragbalkens --3-- angelenkt sind. Im Mittelteil der gekrümmten Platten-13, 14-- sind an den Innenwandungen derselben Gelenke --17,18-- vorgesehne, über die jede der beiden Platten mittels einer Zugstange-19, 20-
EMI2.2
angeordnet, welche die Platten jeweils in ihre Ausgangsstellung zurückbringen.
Das Schneidgerät - weist zwei Drehscheiben-26, 27- mit einem Keilriemen --28-- auf, an dem die Schneidklingen-25-festgemacht sind.
EMI2.3
--26-- des Schneidgerätes --4-- wird--10-- bewegt. Die Scheibe --27-- ist zwecks Spannung des Keilriemens-28-verschiebbar.
Zwischen den beiden Drehscheiben-26, 27-- sind noch Stützscheiben vorgesehen, die in den Zeichnungen weggelassen wurden. Die Stellorgane-7-weisen Arbeitszylinder-29, 30- mit Kolbenstangen-31, 32- auf, denen mindestens je eine mit dem Maschinenrahmen-8verbundene Führung --33, 34-- für eine am Schneidgerät --4-- angelenkte Stange --35,36-zugeordnet ist. Die Kolbenstangen-31, 32- wie auch die Stangen-35, 36- sind mit dem Tragbalken --3-- gelenkig verbunden.
Das Hydrauliksystem --9-- weist eine Zahnradpumpe-37--, ein Steuerungspult-38--, ein Filter --40-- für die Ölreinigung, einen Behälter --42-- für die Betriebsflüssigkeit, eine Rohrleitungsanlage --43-- und ein Schutzventil-44-auf.
Die Sperrvorrichtungen-11, 12- sind ebenfalls an der Oberseite des Schneidgerätes --4--, etwas hinter seinen Schneidklingen --25-- angeordnet und sind als abgefederte, mittels Gelenke
<Desc/Clms Page number 3>
--49, 50-- über ein Zuggestänge-51, 53 : 52, 54-- und Hebelgestänge--55, 56-- mit den Schiebern--57,58--derSchiebersteuerungen--5,6--verbundene, gekrümmtePlatten--45,46-ausgebildet, die ein getrenntes Aus- und Einrücken der Abtastorgane --1,2-- in ihre Betriebsstellung ermöglichen. Die Platten --45,46-- der Sperrvorrichtungen --11,12-- sind mit einem Ende neben den Platten-13, 14- der Abtastorgane-1, 2-- mit Konsolen-47, 48- des Tragbalkens --3-- gelenkig verbunden.
Die Abfederung und Zurückbringung der Platten--45, 46-- in ihre Ausgangsstellung während des Betriebes erfolgt auch in diesem Falle wieder durch zwischen ihnen und dem Tragbalken --3-- angeordnete Federn --59,60--.
Bei den in den Fig. 2 und 3 dargestellten Abtastorganen --1,2-- sind die gekrümmten Platten
EMI3.1
teleskopartig angeordneter Hülsen--63, 66-- verbunden, zwischen denen sich Federn-64befinden, wobei die einen Hülsen --65-- mit den das Schneidgerät --4-- tragenden Balken --3-- und die andern Hülsen --63-- mit den Platten --13,14-- der Abtastorgane --1,2-starr verbunden sind.
Die Federn --64-- sind mit ihrem einen Ende am Boden der Hülsen --63-- und mit ihrem andern Ende gegen Schrauben --65-- abgestützt, die in den am Tragbalken-3-befestigten Hülsen --66-- angeordnet sind und mit deren Hilfe die Kraft, mit der das Spalier der Rebenkultur angehoben wird, einstellbar ist. Am Ende dieser Schrauben --65-- sind Auflageteller zum Abstützen der Federn --64-- vorgesehen.
Zur automatischen Einstellung der Kraft, mit welcher das Dach des Spaliers einer Rebenkultur angehoben wird, sind die in den Fig. 4 und 5 dargestellten Kompensatoren --67-- vorgesehen, die ein Gehäuse --68-- aufweisen, mit den freien Enden der Platten-13, 14- der Abtastorgane - -1, 2-- verbunden sind und mit den Schiebersteuerungen-5, 6-- sowie den Arbeitszylindern --29,30-- der Stellorgane --7-- in Wirkverbindung stehen. Zu diesem Zwecke weist das Gehäuse --68-- des Kompensators --67-- einen Hohlraum --74-- auf, der mit der Schiebersteuerung - -5, 6-- sowie mit dem unteren Teil des Arbeitszylinders-29, 30- in Verbindung steht. Im Hohlraum --74-- des Gehäuses --68-- ist ein Metallbalg --69-- angeordnet, der mittels einer
EMI3.2
In Fig. 4 ist der Kompensator --67-- in einer Stellung dargestellt, in der das Schneidgerät --4-- der maximalsten Belastung durch das Dach des Spaliers ausgesetzt ist.
Im folgenden wird die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Abtastvorrichtung in bezug auf die Weintraubenerntemaschine näher erläutert.
Bei der Einfahrt der Weintraubenerntemaschine in Zwischenräume von Rebenpflanzungen wird von der Bedienungsperson durch das Steuerungspult --38-- der hydraulische Antrieb und die Abtastvorrichtung in Betrieb gesetzt. Dabei wird von der Zahnradpumpe --37-- dem Druckraum der
EMI3.3
6-- Betriebsflüssigkeit zugefbhrt.Endstellung. Es soll daher die Druckflüssigkeit den unteren Hohlräumen der Arbeitszylinder - -29, 30-- zugeführt werden, damit der Tragbalken --3-- nach oben bewegt wird. Der Aufstieg der Enden des Tragbalkens --3-- erfolgt jedoch noch nicht, weil in die Arbeitszylinder noch keine Druckflüssigkeit gelangt, solange die Eingangsöffnungen durch die Schieber-57, 58- der Steuerungen --5,6-- überdeckt sind.
Zu Beginn des Startes der Weintraubenerntemaschine senken sich die Platten-45, 46- der Sperrvorrichtungen --11,12-- wenn sie das Dach des Spaliers berühren und um die Gelenke der Konsolen-47, 48- schwenken. Die Platten-45, 46- verschieben über die Zugstangen - -53, 54-- und Hebelstangen-55, 56-- die Schieber-57, 58- der Steuerungen der Sperrvorrichtungen-11, 12--.
Dabei wird die Zufuhr der Druckflüssigkeit in die Schiebersteuerung-5, 6- der Abtastorgane --1,2-- sichergestellt. Die Platten-13, 14- der Abtastorgane --1,2-- werden zu Beginn des Arbeitseinsatzes durch die Federn-23, 24- nach oben gedrückt. Die Stangen-21, 22- der Schieber sind ebenfalls nach oben gebracht und sobald durch die Schieber-57, 58- der Sperrvorrichtungen der Zugang der Betriebsflüssigkeit durch die Stangen--21, 22-- der
<Desc/Clms Page number 4>
Schiebersteuerungen-5, 6-- der Abtastorgane-1, 2-- geöffnet wird, beginnt der Druck in den unteren Hohlräumen der Arbeitszylinder--29, 30-- wirksam zu werden, der Tragbalken --3-- mit dem Schneidgerät-4--, den Platten-13, 14- und den Platten --45,
46-- beginnt zu steigen, wobei sämtliche Platten an das Dach des Spaliers gepresst werden.
Nachdem der Tragbalken --3-- samt dem Schneidgerät --4-- mit dem Dach des Spaliers in Berührung gekommen ist, wird während der weiteren Aufwärtsbewegung des Tragbalkens --3-- der
EMI4.1
werden die Platten --13,14-- der Abtastorgane --1,2-- wenn sie das Dach berühren und wenn die Starrheit der Federn--23, 24-- überwunden ist, zum Stehen gebracht, aber bei andauernder Aufwärtsbewegung des Tragbalkens --3-- beginnen sie in bezug auf diesen Balken wieder zu sinken, d. h. sich vorerst um die Gelenke der Konsolen-15, 16- zu verschwenken.
Dabei drücken die Zugstangen-19, 20- die Schieberstangen--21, 22-- bei gleichzeitigem Zusammenpressen der Federn--23, 24-- nach unten, wobei die Zuführung der Druckflüssigkeit zu den Arbeitszylindern - -29, 30-- unterbunden wird. Die Aufwärtsbewegung des Tragbalkens --3-- samt dem
EMI4.2
An Stellen längs des Weges der Weintraubenerntemaschine, an denen das Dach des Spaliers durchzuhängen beginnt, wird der Druck des Daches an die Platten-13, 14-- der Abtastorgane - -1, 2-- vergrössert. Dieser Druck überwindet die Starrheit der Federn-23, 24--, verschwenkt die
EMI4.3
14-Tragbalkens --3-- zusammen mit dem Schneidgerät-4--, beginnen zu sinken. Sobald der Druck des Spalierdaches an die Platten-13, 14- durch die Absenkung des Tragbalkens --3-- vermindert wird, werden die Schieberstangen-21, 22- unter Einwirkung der Federn-23, 24- durch die Zugstangen wieder nach oben gebracht, die Zuführung der Betriebsflüssigkeit zu den Arbeitszylindern hört auf und der Tragbalken bleibt stehen.
Die Abtastorgane und die Platten-45, 46- der Sperrvorrichtungen werden durch die Federn-23, 24 und 59, 60-- ständig an das Dach des Spaliers angedrückt. Dabei werden die Platten-45, 46- in bezug auf das Dach mit den Platten-13, 14-- der Abtastorgane-1, 2-- nach oben bzw. nach unten verschoben, aber die Grösse des Ganges derselben ist so gewählt, dass dabei keine überdeckung der Druckräume bei den Schiebersteuerungen --5, 6-- erfolgt.
Sind beim Bewegungsverlauf der Weintraubenerntemaschine auf dem Dach des Spaliers keine Weintrauben vorhanden, was bei Ausfall einzelner Reben eintreten kann, werden die Platten --45, 46-- der Sperrvorrichtungen, ohne auf Abstützung durch die Federn-50, 60- zu treffen, nach oben zurückgeschleudert, infolgedessen werden auch die mit denselben Platten gekuppelten Zugstangen-53, 54- sowie die Hebelstangen-55, 56-- umgekehrt und der Druck der Betriebsflüssigkeit auf die Schieberstangen-21, 22-- der Abtastorgane-1, 2- hört auf.
Der Zufluss der Betriebsflüssigkeit wird in beiden Druckräumen der Arbeitszylinder --30-- gesperrt und der Tragbalken --3-- mit dem Schneidgerät-4-bleibt in bezug auf das Dach des Spaliers unbeweglich, so dass eine Beschädigung des Schneidgerätes verhindert wird.
Dasselbe erfolgt bei der Ausfahrt der Erntemaschine aus den Zwischenräumen der Reihenpflanzungen der Reben, wo es keine Abstützung für die Platten --13,14-- der Abtastorgane --1,2-- und der Platten-45, 46- der Sperrvorrichtungen-11, 12- gibt.
EMI4.4
Sperrvorrichtungen, welche auch die beiden Schiebersteuerungen-5, 6-- betätigen, sowie die beiden Arbeitszylinder --29, 30-- angeordnet sind, können die Enden dieses Tragbalkens unabhängig voneinander verschoben werden, wodurch der Ausgleich des ungleichmässigen Durchganges des Dachspaliers und der Ausgleich der Schrägstellungen der Erntemaschine auf Grund der Unebenheiten des Erdbodens gewährleistet wird.
Die verstellbare Kraft der Platten --13,14-- der Abtastorgane --1,2-- und folglich die Kraft der Unterstützung des Daches des Spaliers hängt wesentlich von der Starrheit der Federn-23, 24- ab. Wird das Erntegut auf dem Dach schwer sein, dann ist zum Ausgleich desselben vor den Schneidkanten --25-- des Schneidgerätes --4-- ein grüsserer Kraftaufwand des Einzugs erforderlich. Die Einstellung der Kraft zur Unterstützung des Daches wird vor Beginn der Arbeit der
<Desc/Clms Page number 5>
Erntemaschine vorgenommen. Zur Steigerung der für die Unterstützung des Daches erforderlichen Kraft genügt es, die Feder --64-- vorzeitig zusammenzudrücken, zu welchem Zwecke die Regelschraube --65-- im Uhrzeigersinn eingeschraubt wird.
Zur Verminderung der Unterstützungskraft wird die Starrheit der Feder-64, 23, 24- durch Drehen der Regelschraube --65-- entgegen dem Uhrzeigersinn abgeschwächt. Bei der Regelung der Unterstützungskraft wird die Starrheit der Feder nur ungefähr eingestellt.
Bei den oft erheblichen Schwankungen des Ernteertrages bei den einzelnen Weinreben ist es erforderlich, die Unterstützung des Vorhanges des Spaliers häufig zu regeln. In Fig. 5 ist ein Ausführungsbeispiel der Regeleinrichtung mit selbsttätiger Änderung der Unterstützung des Spalierdaches proportional zum Gewicht des auf dem Dach befindlichen Erntegutes dargestellt. In
EMI5.1
wodurch die Kolbenstange --31-- desselben verschoben wird. Gleichzeitig gelangt die Betriebsflüssigkeit über die Rohrleitung --75-- zum Hohlraum --69-- des Kompensators --75--, wodurch der Metallbalg-69-auseinandergedrückt wird. Dabei wird die Federndes Kompensators --67-- zusammengedrückt und ie Stange --71-- nach oben geschoben.
Berührt die platte --13-- zu diesem Zeitpunkt das Dach des Spaliers, so erfolgt das Zusammendrücken der Feder --23-- der Platte-13-des Abtastorganes. Der Druck an das Dach wird dabei vergrössert. Sobald der Druck im Hohlraum des Balges --69-- durch die Starrheit der Feder --72-- ausgeglichen ist, wird die Verschiebung der Stange --71-- nach oben beendet, aber die Feder --73-- der Platte --13-- vorzeitig zusammengedrückt, indem die durch die Regelungen aufgegebene Starrheit und der Druck an das Dach des Spaliers einen bestimmtn aufgegebenen Wert angenommen hat.
Bei Erreichung einer bestimmten Unterstützung des Daches durch den Tragbalken --3-- wird der Druck des Daches auf die platte --13-- des Abtastorganes die Starrheit der Feder-23- übersteigen und diese Platte nach unten bringen. Dabei sinkt die Schieberstange --21-- und sperrt die Zuführung der Druckflüssigkeit zum Arbeitszylinder. Das Steigen des Tragbalkens hört auf.
Trifft die Erntemaschine auf einen Abschnitt, bei dem das Gewicht des Spalierdaches zunimmt, so wird sich auch der auf den Tragbalken --3-- ausgeübte Druck vergrössern und über die Kolbenstange 31 des Arbeitszylinders --29-- dem Druckraum b desselben und von diesem über die zum Hohraum des Balges --69-- führende Rohrleitung --75-- auf letzteren übertragen.
Der Balg --69-- beginnt sich zu strecken, wobei die Feder --72-- des Kompensators --67-und die Feder Platte --13-- zusammengepresst werden.
Da der Kompensator --67-- durch die Rohrleitung --75-- mit dem Druckraum des Arbeitszylinders --29-- in Verbindung steht, die Schieberstange --21-- der Steuerung --5-sich jedoch in der Neutralstellung befindet, wird die Platte ihre Stellung in bezug auf das Dach des Spaliers nicht ändern, sondern noch stärker an dasselbe andrücken. In iesem Falle ist zur Ableitung des Tragbalkens --3-- vom Dach her nach unten eine grössere Kraft des Andruckes an die Platte - 13-- erforderlich, d.h. die Kraft des Einzuges des Daches vergrössert sich proportional zum Gewicht eines grösseren Ernteertrages auf dem entsprechenden Abschnitt des Spalierdaches. Ein solcher Einzug hat allerdings eine bestimmte Grenze, um Beschädigungen des Daches zu vermeiden, wenn die Erntemaschine z.
B. einen Maulwurferdhaufen anfährt oder das Dach besonders stark durchhängt. Bei der Konstruktion des Kompensators gemäss Fig. 5 ist dies berücksichtigt, indem die maximal zulässige Grösse der Unterstützung des Daches durch die Regelmutter.--76-und die Starrheit der Feder --72-- des Kompensators --67-- einstellbar ist.
Wenn die Feder --72-- bis zur Berührung der Windungen zusammengedrückt wird, kann die Feder --24-- der Platte --13-- des Abtastorganes --1-- nicht mehr zusammengepresst werden. übersteigt daher in diesem Falle der Druck des Daches die Starrheit der Feder --23-- so erfolgt die Schwenkung der Platte --13-- um das Gelenk der Konsole die Schieberstange --21-- wird nach unten geschoben und die Druckflüssigkeit dem oberen Hohlraum a des Arbeitszylinders --29-- zugeführt, und in der Folge beginnt der Tragbalken --3-- zu sinken.
Beim Senken des Tragbalkens --3-- wird die Druckflüssigkeit im Hohlraum b des Arbeiszylinders --29-- verringert und folglich fällt auch der Druck im Hohlraum des Balges
EMI5.2
auch die Unterstützung des Daches.
Beim Absenken des Tragbalkens --3-- bleibt die Platte --13-- des Abtastorganes --1-- an das Dach des Spaliers gepresst, und es erfolgt eine Verschiebung der Schiebersteuerung --5-- in bezug
<Desc/Clms Page number 6>
auf die Schieberstange-21--. Diese Verschiebung erfolgt so lange, bis die Schieberstange-21-die Eintrittskanäle der Schiebersteuerung --5-- überdeckt, wobei die Zufuhr der Druckflüssigkeit in den Arbeitszylinder --29-- und die Ablenkung des Tragbalkens --3-- vom Dach her eingestellt wird.
Auf dem Tragbalken --3-- werden in der Praxis zwei solche Kompensatoren angebracht und daher wird die Unterstützung des Daches durch die beiden Platten-13, 14- differenziert von dem Teil des Gewichtes desselben für je eine dieser Platten abhängig ausgeführt.
Die Weintrauben verteilen sich nach der Breite des Daches gewöhnlich unregelmässig, aber beim Einsatz einer Konstruktion mit zwei Kompensatoren verbessert sich die Qualität des eingebrachten
EMI6.1
--25-- desSchneidgerätes --4-- besser geebnet wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Abtasten des durch Arbeitsgeräte von Weinbaumaschinen, insbesondere durch das Schneidgerät einer Weinlesemaschine zu bearbeitenden Spalierverlaufes von Rebenkulturen sowie zur übertragung der Bewegungen der Abtastorgane auf das Arbeitsgerät, wobei die Abtastorgane mit
EMI6.2
dass die Abtastorgane (1, 2) sowie mit diesen verbundene Schiebersteuerungen (5, 6) des Hydrauliksystems (9) am Schneidgerät (4) befestigt sind, welches an der Maschine mittels Stellorgane (7) räumlich bewegbar angebaut ist.
EMI6.3