CH499668A - Verfahren zur Herstellung leicht wasserlöslicher Farbstoffixierer - Google Patents

Verfahren zur Herstellung leicht wasserlöslicher Farbstoffixierer

Info

Publication number
CH499668A
CH499668A CH1362369A CH1362369A CH499668A CH 499668 A CH499668 A CH 499668A CH 1362369 A CH1362369 A CH 1362369A CH 1362369 A CH1362369 A CH 1362369A CH 499668 A CH499668 A CH 499668A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
parts
preparation
triacryloyl
triazine
dye
Prior art date
Application number
CH1362369A
Other languages
English (en)
Inventor
Erhard Dr Rexroth
Original Assignee
Basf Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DEB84282A external-priority patent/DE1259897B/de
Application filed by Basf Ag filed Critical Basf Ag
Publication of CH499668A publication Critical patent/CH499668A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/44Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/465Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring the reactive group being an acryloyl group, a quaternised or non-quaternised aminoalkyl carbonyl group or a (—N)n—CO—A—O—X or (—N)n—CO—A—Hal group, wherein A is an alkylene or alkylidene group, X is hydrogen or an acyl radical of an organic or inorganic acid, Hal is a halogen atom, and n is 0 or 1

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung leicht wasserlöslicher Farbstoffixierer
Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung leicht wasserlöslicher Farbstoffixierer aus 1,3,5   Tnacryloyl-hexahydro-s-triazin.   



   Nach einem aus der schweizerischen Patentschrift Nr. 389 568 bekannten Verfahren kann man Textilmaterial, z. B. Baumwollgewebe, mit Farbstoffen, die umsetzungsfähige Wasserstoffatome enthalten, waschecht färben oder bedrucken, wenn man die Behandlung in Gegenwart von 1,3,5-Triacryloyl-hexahydro-s-triazin und alkalisch wirkender Mittel durchführt. Eine Färbung von 1/3 bis 1/1 Richttyptiefe erzielt man dabei je nach Art des Farbstoffes und Färbebedingung mit 10 bis 18 Gramm 1,3,5-Triacryloyl-hexahydro-s-triazin je Liter Flotte.



   Da die Löslichkeit des genannten Farbstoffixierers in Wasser in dem gleichen Bereich liegt, sie beträgt je nach der Kristallstruktur und der Reinheit des 1,3,5 Triacryloyl-hexahydro-s-triazins 12 bis 20 Gramm/Liter, kann die Herstellung entsprechender Färbebäder Schwierigkeiten bereiten. Auch können Ausfällungen in der Färbeflotte auftreten, die zu Störungen beim Färben Anlass geben, da die Färbebäder in der Regel noch löslichkeitsvermindernd wirkende Stoffe enthalten, wie den Farbstoffen als Stellmittel beigemischte anorganische Salze. Infolge der begrenzten Wasserlöslichkeit des Farbstoffixierers ist es auch nicht möglich, die häufig für ein rationelles Arbeiten in der Praxis erwünschten konzentrierten Vorratslösungen herzustellen.



   Verwendet man anstelle von   1,3, 5-Triacryloyl-hexa-    hydro-s-triazin wasserlösliche Derivate dieser Verbindung, z. B. die aus der belgischen Patentschrift Nr.   631 928    bekannten, durch Umsetzung von einem Mol 1,3,5-Triacryloyl-hexahydro-s-triazin mit 2,2 Mol Äthanolamin oder dem Schwefelsäureester des Äthanolamins erhältlichen Produkte, so treten die genannten Schwierigkeiten nicht auf, man erhält aber nicht so farbstarke Färbungen und Drucke.



   Es wurde nun gefunden, dass man leicht wasserlösliche Farbstoffixierer mit hoher Fixierwirkung erhält, wenn man   1,3 ,5-Triacryloylhexahydro-s-triazin    in einem Lösungs- oder Verdünnungsmittel bei Temperaturen zwischen 50 und 100   OC    mit, bezogen auf 1 Mol 1,3,5 Triacryloyl-hexahydro-s-triazin, 1/15 bis 2/3 Gramm äquivalent an nicht alkalischen farblosen Verbindungen, die sich an Doppelbindungen anlagern können, behandelt.



   Farblose Verbindungen, die sich an Doppelbindungen anlagern können, sind z. B. -NH- oder HS-Gruppen enthaltende Verbindungen, wie primäre oder sekundäre aliphatische Amine, bei denen die Alkylreste 1 bis 4 Kohlenstoffatome und gegebenenfalls Hydroxylgruppen enthalten können, oder niedrigmolekulare aliphatische Mercaptoverbindungen. Im einzelnen seien genannt: Methylamin, Dimethylamin,   Methylamin,    Diäthylamin, Äthanolamin, Diäthanolamin, Thioglykol, Thioglykolsäure, das Trimethylaminsalz der Thioglykolsäure oder Thioharnstoff.



   Nach dem neuen Verfahren wird das 1,3,5-Triacryloyl-hexahydro-s-triazin in einem Lösungs- oder Verdünnungsmittel bei Temperaturen zwischen 50 und 100   "C,    vorzugsweise 70 bis   950C,    mit den genannten additionsfähigen Verbindungen behandelt. Dabei verwendet man auf 1 Mol 1,3,5-Triacryloyl-hexahydro-striazin 1/15 bis 2/3 Grammäquivalent, vorzugsweise 1/6 bis 1/3 Grammäquivalent, von den additionsfähigen Verbindungen. Als Lösungsmittel oder Verdünnungsmittel kommen ausser Wasser beispielsweise Athylenchlorid, Chloroform und andere Chlorkohlenwasserstoffe, ferner Benzine, aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzol und Toluol in Betracht. Die Umsetzung ist nach höchstens 2 bis 3 Stunden beendet. Bei einer Umsetzungstemperatur von 90   OC    ist sie nach etwa 5 bis 30 Minuten abgeschlossen.

  Die dabei erhältlichen Lösungen oder Suspensionen, vor allem die wässrigen Lösungen können ohne Isolierung der Umsetzungsprodukte unmittelbar zur Herstellung von Färbebädern oder Druckpasten verwendet werden. Man kann die neuen Farbstoffixierer aber auch durch Entfernen des Lö     sungsmittels,    z. B. durch Trocknung im Vakuum isolieren.



   Die nach dem neuen Verfahren erhältlichen Farbstoffixierer zeichnen sich beim Färben oder Bedrucken von Textilmaterial mit Farbstoffen, die umsetzungsfähige Wasserstoffatome enthalten, durch einen sehr guten Fixiereffekt aus.



   Auf Grund ihrer guten Wasserlöslichkeit, die 80 bis 100 Gramm/Liter bei 25   "C    beträgt, lösen sie sich ohne Schwierigkeiten in allen Färbebädern und Farbstoff   flotten    in der zur Erzielung farbechter Färbungen erforderlichen Konzentration und sind auch zur Anfertigung konzentrierter Vorratslösungen geeignet.



   Die in den Beispielen genannten Teile und Prozentzahlen sind Gewichtseinheiten. Raumteile verhalten sich zu den Gewichtsteilen wie das Liter zum Kilogramm.



   Beispiel 1
Man erwärmt 80 Teile 1,3,5-Triacryloyl-hexahydros-triazin zusammen mit 1 bis 10 Teilen von 400/oigen wässrigen Lösungen von Methylamin, Dimethylamin,   Äthylamin    oder Diäthylamin innerhalb von 5 bis 10 Minuten auf 90   "C    und kühlt das Gemisch auf Zimmertemperatur ab. Man erhält eine klare Lösung, die sich auch nach 1 bis 2 Tagen nicht verändert und hervorragend zur Herstellung von Färbeflotten geeignet ist.



   Mit einer Färbeflotte, die auf 1000 Raumteile 125 Teile einer der nach diesem Beispiel erhältlichen Lösungen, 10 Teile des Farbstoffs der Formel
EMI2.1     
 10 Teile Natriumcarbonat und 50 Teile Harnstoff enthält, wird Baumwollgewebe imprägniert. Das imprägnierte Gewebe wird auf 80    /o      mottenaufnahmen    abgequetscht, bei 100   OC    getrocknet und 4 Minuten bei 100   OC    gedämpft. Nach dem Spülen und Seifen erhält man eine farbstarke gelbe Färbung.



   Beispiel 2
Man erwärmt 80 Teile 1,3,5-Triacryloyl-hexahydros-triazin zusammen mit 8 Teilen einer 800/oigen wässrigen Lösung von Thioglykolsäure, 25 Teilen einer 400/oigen wässrigen Lösung von Trimethylamin und 887 Teilen Wasser auf 90   OC.    Man lässt die Mischung abkühlen und erhält eine klare Lösung, die nach 1 bis 2 Tagen noch beständig ist.



   Giesst man 125 Teile dieser Lösung in eine Farb   stofflösung,    so dass sich das in Beispiel 1 genannte Rezept einstellt, und färbt man Baumwollgewebe mit dieser Flotte, so erhält man farbstarke Färbungen.



   Ein ähnlich gutes Ergebnis wird erhalten, wenn man bei der Herstellung des Farbstoffixierers 80 Teile 1,3,5   Triacryloyl-hexahydro-s-triazin    unter den obengenannten Bedingungen mit einer Lösung, die aus 1 Teil Thioharnstoff, 0,2 Teilen Natriumhydroxyd und 918,2 Teilen Wasser oder aus 1 Teil Natriumsulfid 600/oig und 919 Teilen Wasser besteht, behandelt.

 

   Beispiel 3
Man erwärmt 80 Teile 1,3,5-Triacryloyl-hexahydros-triazin zusammen mit 5 Teilen einer   500/obigen    wässrigen Lösung von   Methylamin    und 915 Teilen Wasser 5 Minuten auf 90   OC    und trocknet die Lösung im Vakuum bei 40   OC.    Man erhält ein kristallines Produkt, das bei Zimmertemperatur eine Wasserlöslichkeit von 78 Gramm/Liter aufweist und sich in den Fixiereigenschaften nicht nachteilig von dem unbehandelten Ausgangsprodukt unterscheidet. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Ilerstellung leicht wasserlöslicher Farbstoffixierer, dadurch gekennzeichnet, dass man 1,3,5-Triacryloyl-hexahydro-s-triazin in einem Lösungsoder Verdünnungsmittel bei Temperaturen zwischen 50 und 100 OC mit, bezogen auf 1 Mol 1,3,5-Triacryloyl- hexahydro-s-trazin, 1/15 bis 2/3 Grammäquivalent an nicht alkalischen farblosen Verbindungen, die sich an Doppelbindungen anlagern können, behandelt.
CH1362369A 1965-10-28 1966-10-13 Verfahren zur Herstellung leicht wasserlöslicher Farbstoffixierer CH499668A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB84282A DE1259897B (de) 1965-10-28 1965-10-28 Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Farbstoffixierer
CH1482966A CH499673A (de) 1965-10-28 1966-10-13 Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Farbstoffixierer

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH499668A true CH499668A (de) 1970-11-30

Family

ID=25715169

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1362369A CH499668A (de) 1965-10-28 1966-10-13 Verfahren zur Herstellung leicht wasserlöslicher Farbstoffixierer

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH499668A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2626495C2 (de)
CH600564A5 (de)
DE1135589B (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE1106897B (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen
EP0531849B1 (de) Verfahren zum Nachbleichen gefärbter Rohcellulose
EP0024677B1 (de) Wasserlösliche Phthalocyaninverbindungen, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Farbstoffe
DE1223082B (de) Verfahren zur Herstellung von organischen Farbstoffen
CH499668A (de) Verfahren zur Herstellung leicht wasserlöslicher Farbstoffixierer
EP0591108B1 (de) Verfahren zum Färben von wollhaltigen Fasermaterialien
AT214892B (de) Verfahren zur Fertigstellung von Textilfärbungen
DE633691C (de) Verfahren zur Verbesserung der Echtheitseigenschaften von Faerbungen mit substantiven Farbstoffen auf celulosehaltigen Materialien
CH366050A (de) Verfahren zur Herstellung neuer organischer Verbindungen
DE943075C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Disazofarbstoffen und deren Metallkomplexverbindungen
CH499673A (de) Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Farbstoffixierer
DE3704809A1 (de) Mischungen von monoazofarbstoffen
DE1239266B (de) Verfahren zum Faerben und bzw. oder Bedrucken von Textilgut
DE632083C (de) Verfahren zur Herstellung saurer Farbstoffe der Anthrachinonreihe
DE2512462C2 (de) Verfahren zum bedrucken oder klotzfaerben von polyester, cellulose-triacetat, cellulose 2 1/2 acetat und deren mischungen
DE894245C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Salzen der 1, 4-Diamino-benzolsulfonsaeure-N, deren Aminogruppe in der 1-Stellung des Benzol-kerns durch einen Kohlenwasserstoffrest substituiert ist
DE1029965B (de) Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Phthalocyaninreihe
DE1619370A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Farbstoffzubereitungen
DE767677C (de) Verfahren zur Verbesserung der Echtheitseigenschaften von Faerbungen mit substantiven Farbstoffen auf Cellulosefasern
US2205417A (en) Nitrosamine addition product
AT217160B (de) Mittel zum Färben von menschlichen Haaren
DE2056009C (de) Verfahren zum gleichmäßigen und streifenfreien Färben von synthetischem Polyamidfasermaterial

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased