CH500754A - Verfahren zum Trocknen von Acetylengas oder Wasserstoffgas - Google Patents
Verfahren zum Trocknen von Acetylengas oder WasserstoffgasInfo
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Description
Verfahren zum Trocknen von Acetylengas oder Wasserstoffgas Es ist bekannt, Acetylengas oder Wasserstoffgas vor dem Abfüllen in Stahlilaschen mit Calciumchlorid zu trocknen. Mit dieser Arbeitsmethode gelingt es nicht, den gewünschten Trocknungsgrad zu erzielen. Ausserdem ist sie sehr aufwendig. Die Trocknung von z. B. Acetylengas wurde später hin dadurch verbessert, dass anstelle von Calciumchlorid Materialien wie Kieselgel oder Aluminiumgel benützt werden. Wenn der Trocknungseffekt damit auch wesentlich verbessert wird, so zeigen sich doch auch bei dieser Arbeitsweise beachtliche Nachteile. So müssen Kieselgel oder Tonerdegel aus dem Trocknungsbehäl- ter herausgenommen und in einem Trocknungsschrank regeneriert werden. Für diesen Zweck ist es jedoch erforderlich, vor dem Regenerieren die Trockenmasse zuerst acetylenfrei zu blasen und sie nach dem Einfüllen mit Acetylen so lange zu spülen, bis der gewünschte Reinheitsgrad erreicht ist. Ausserdem kann bei diesem Verfahren nicht verhindert werden, dass durch das Spülen verhältnismässig viel Acetylen verloren geht. Weiterhin kühlt sich in Anwesenheit des Gels beim Verdrängen des Acetylens durch Stickstoff oder Schutzgas die Gasmischung sehr stark ab, so dass gelegentlich eine Vereisung erfolgt. Anderseits tritt bei der Verdrängung von Stickstoff durch Acetylen eine starke Erhitzung ein. Diese Temperaturschwankungen sind bei den bekannten Anlagen aber nicht zu beeinflussen, wodurch ein verhältnismässig grosses Gefahrenmoment gegeben ist. Es wurde nun ein Verfahren zum Trocknen von Acetylengas oder Wasserstoffgas gefunden, das diese Mängel beseitigt und bei dem das Acetylengas bzw. Wasserstoffgas verdichtet und in hintereinandergeschalteten Abscheidern von Öl und Wasser befreit wird. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass das auf diese Weise vorbehandelte Acetylengas oder Wasserstoffgas in einem nachgeschalteten Trockenbehälter, der mit Kieselgel oder Tonerdegel gefüllt ist, bei einer Temperatur von 8400, vorzugsweise 1 0#300 : C, und einem Druck des Acetylengases von 8-25 atü und des Wasserstoffgases bis 200 atü behandelt und die Regenerierung von Kieselgel oder Tonderdegel mit Acetylengas oder Wasserstoffgas bei geringem Überdruck und bei Temperaturen von 70-1800 C, vorzugsweise 70 bis 1600 C, im Trockenbehälter durchgeführt wird. Als Kieselgel, z. B. Silicagel bzw. Tonerdegel eignen sich sowohl die üblichen Körnungen wie auch Materialien, die durch besondere Vorbehandlung eine gleichmässige Form erhalten haben. Für das Verfahren ist es nicht erforderlich, dass besondere Einbauten in dem Trockenbehälter für die genannten Gele vorhanden sind. Es genügt eine Schüttung, die je nach Bedarf ganz oder teilweise ausfüllt. Der besondere Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens liegt darin, dass sowohl die Trocknung wie auch die Regenerirung der Gele in demselben Behälter durchgeführt werden kann. Dabei ist es bei der Regenerierung zweckmässig, wenn ein geringer Überdruck, beispielsweise bis 0,5 atü eingehalten wird. Zur Vermeidung von Gefahren ist es bei Acetylengas erforderlich, dass eine Sicherheitsvorrichtung eingebaut wird, die verhindert, dass im Gasraum des Trockners gleichzeitig ein Druck von mehr als 0,5 atü und eine Temperatur von mehr als 400 C vorhanden ist. Für die Trocknung von Acetylen wird durch den Trockenbehälter Acetylengas oder bei der Trocknung von Wasserstoff Wasserstoffgas durchgehlasen, wobei sich das Acetylengas etwas erwärmt. Da die Trocken- masse bei steigender Temperatur in seiner Wirkung schwächer wird, wird die auftretende Wärmemenge durch eine Kühlung abgeführt. Dadurch erhöht sich der Trockeneffekt und die Beiadefähigkeit des Trockenmittels. Für diesen Zweck eignen sich die bekannten Ausrüstungen wie beispielsweise Mantelheizungen. Bei der Durchführung der Regenerirung der Gele ist es zweckmässig, zur Abkürzung dieser Arbeitsstufe mit derselben Vorrichtung zu heizen. Das Verfahren kann beispielsweise wie folgt ausgeführt werden: Im Behälter 1 wird z. B. Acetylen hergestellt und über Leitung 6 dem Kompressor 2 zugeführt, in dem es auf maximal 25 atü verdichtet wird. Über Leitung 7 wird es den Abscheidern 3 zugeleitet, in denen das Gas von Wasser und Öltröpfchen in bekannter Weise befreit wird. Über die Leitung 8 wird das so vorbehandelte Acetylengas dem Trockner 4 zugeführt, der mit einer Aussenmantelheizung 9 ausgerüstet ist. Der Trokkenbehälter 4 ist zylindrisch und besitzt einen verhältnismässig geringen Querschnitt und eine grosse Höhe. Beispielsweise kann das Verhältnis von Durchmesser und Länge mindestens 1: 5 bis 1: 50 betragen, wobei der Durchmesser nicht grösser als 400 mm sein darf. Das Trockengut ist in dem Behälter lose geschüttet. In den Trockenbehälter wird eine Temperatur von 8 bis 40C C und ein Druck von 8-25 atü aufrechterhalten. Das so behandelte Acetylengas erreicht durch diese Behandlung einen Taupunkt zwischen -49 und -70 C, der mittels Alnor-Taupunkt-Messgerät oder Trockeneisgerät festgestellt wird. Die Regenerierung wird durchgeführt, ohne die Trockenmasse aus dem Trockenbehälter zu entfernen. Zu diesem Zweck wird in dem Behälter 5 Acetylengas auf eine Temperatur von 70-150 C erhitzt und über Leitung 10 dem Trockenbehälter 4 oben zugeführt. Dabei wird drucklos oder gegebenenfalls mit einem Überdruck von bis 0,5 atü gearbeitet. Über Leitung 11 kann das am unteren Ende des Trockenbehälters 4 abziehende Acetylengas dem Kompressor 2 wieder zugeführt werden. Auf diese Weise gelingt es nahezu ohne Verlust an Acetylen zu arbeiten. Mit der Mantelheizung wird bei der Trocknung durch Zufuhr von Wasser gekühlt, bei der Regenerierung durch Wasserdampf geheizt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHVerfahren zum Trocknen von Acetylengas oder Wasserstoffgas, wobei das Acetylengas bzw. das Wasserstoffgas verdichtet und in hintereinandergeschalteten Abscheidern von Öl und Wasser befreit wird, dadurch gekennzeichnet, dass das auf diese Weise vorbehandelte Acetylengas oder Wasserstoffgas in einem nachgeschalteten Trockenbehälter, der mit Kieselgel oder Tonerdegel gefüllt ist, bei einer Temperatur von 86r0O C und unter einem Druck des Acetylengases von 8-25 atü und des Wasserstoffgases bis 200 atü behandelt und die Regenerierung von Kieselgel oder Tonerdegel mit Acetylengas bzw. Wasserstoffgas bei geringem Überdruck und bei Temperaturen von 70-180 C im Trockenbehälter durchgeführt wird.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Trockenbehälter bei der Trocknung gekühlt und bei der Regenerierung erhitzt wird.2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die vorbehandelten Gase im nachgeschalteten Trockenbehälter bei 10-30 C behandelt werden.3. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regenerierung von Kieselgel oder Tonerdegel bei Temperaturen von 70-160 C durchgeführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEW0044852 | 1967-09-25 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=7604242
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|---|
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Also Published As
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