CH500931A - Verfahren zur Herstellung von 2,4-disubstituierten Phenylketonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2,4-disubstituierten Phenylketonen

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CH500931A
CH500931A CH801268A CH801268A CH500931A CH 500931 A CH500931 A CH 500931A CH 801268 A CH801268 A CH 801268A CH 801268 A CH801268 A CH 801268A CH 500931 A CH500931 A CH 500931A
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dependent
chloride
disubstituted
isomer
acylating agent
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Robert Van Helden
Medema Dirk
Everhard Poel Dirk
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Shell Int Research
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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von   2,4-disubstituierten    Phenylketonen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 2,4-disubstituierten Phenylketonen durch Acylierung der entsprechenden   m-disubstituierten    Benzole.



  Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von   2',4'-Dihalogenacetophenonen    durch Acetylierung von   m-Dihaiogenbenzolen.   



   Es ist aus J. Indian Chem.   Soc.    24 (1947) 373-374 bekannt, ein Dichlorbenzol mit Acetylchlorid in Gegenwart von Aluminiumchlorid umzusetzen, wobei Dichloracetophenone in guten Ausbeuten erhalten werden.



  Dementsprechend wurde aus   m-Dichlorbenzol    das 2',4' Dichloracetophenon in einer   Maximalausbeute    von 70 % der Theorie erhalten. Unter den gleichen Bedingungen ergab das p-Isomere 50 % der theoretischen Ausbeute an isomeren   2',5 QDichloracetophenon.   



   Das   2',4'-Dichioracetophenon    und ähnliche 2,4disubstituierte Phenylketone haben sich als sehr wertvolle Verbindungen erwiesen, z. B. als Biocide und insbesondere als Zwischenprodukte zur Herstellung von Vinylphosphaten mit insecticiden Eigenschaften, wie das hochaktive Diäthyl-2-chlor- 1   -(2,4-dichlorphenyl)    vinyl-phosphat. Diese Verbindungen sollten vorzugsweise keine   2,5 -disubstituierten    Phenylisomeren oder nur vernachlässigbar kleine Mengen davon enthalten, Es sind   daher    bisher nur reine Ausgangsmaterialien, z. B. m-Dichlorbenzol, verwendet worden.



   Es wurde überraschenderweise gefunden, dass bei der Durchführung der Acylierung von m-disubstituierten Benzolen in Gegenwart des p-Isomeren diese letztere Verbindung überhaupt nicht reagiert oder nur in sehr kleinen Mengen. Von den gebildeten Ketonen sind gewöhnlich weniger als 1,5 % vom p-Isomeren abgeleitet, selbst wenn diese Verbindung relativ zum m-Isomeren im Überschuss vorlag. Es können darüber hinaus hervorragende Ausbeuten bis 85 % oder mehr der Theorie erhalten werden.



   Dies ist von besonderer Wichtigkeit, da Mischungen der m- und p-disubstituierten Derivate in der Regel viel leichter erhältlich sind als die m-Isomeren alleine. Beispielsweise können sie in vielen Fällen durch Isomerisierung des entsprechenden p-Isomeren, z. B. unter dem Einfluss von Aluminiumchlorid und Wasser, erhalten werden. In der Regel werden nur kleine Mengen, falls überhaupt, etwas des   Isomeren    gleichzeitig gebildet.



  Diese Verbindungen können falls gewünscht leicht aus dem erhaltenen Reaktionsgemisch entfernt werden, z. B.



  durch Destillation, während es sehr schwierig ist, das Gemisch von m- und p-Isomeren in deren Komponente aufzutrennen. Das   p-Isomere    ist ein billiges handels übliches Produkt, das z.   13.    durch Chlorieren oder   Bro-    mieren von Benzol oder eines monohalogenierten Derivats davon und anschliessender Abtrennung von o-Dihalogenbenzol, z. B. durch Kristallisation oder Destillation, hergestellt werden kann.



   Ein wichtiges Merkmal der selektiven Acylierung ist ausserdem die Tatsache, dass ausser der Bildung   wert-    voller Verbindungen, die von m-Isomeren abgeleitet sind, nicht umgesetztes p-Isomeres aus dem Reaktionsgemisch wiedergewonnen werden kann. Es wird   vor-    zugsweise nach Reinigung, falls dies notwendig ist, wieder verwendet, um durch Isomerisierung neues Ausgangsmaterial herstellen zu   können    z. B. mit Alumi   niumchlorid    und Wasser.



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 2,4-disubstituierten Phenylketonen der Formel
EMI1.1     
 in der R ein organischer Rest ist und jeder der Substituenten X' und X" ein Halogenatom, eine Alkoxy- oder   Aryloxygruppe darstellen, dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein m-disubstituiertes Benzolderivat der Formel
EMI2.1     
 das zusammen mit dessen p-Isomeren vorliegt und wobei in der Formel die Substituenten X' und X" die genannte Bedeutung haben, durch Behandeln mit einem entsprechenden Acylierungsmittel und einem Friedel Crafts-Katalysator selektiv acyliert.



   In den Formeln (T) und (II) bedeuten die Substituenten X' und X" gewöhnlich Halogenatome, wie Chlor, Brom oder Fluor   undloder    Äthergruppen, wie Methoxy-, Athoxy- oder höhere Alkoxygruppen mit bis zu 12 Kohlenstoffatomen,   Phenexygruppen    und deren Derivate. Halogenatome insbesondere haben sich als sehr geeignet erwiesen. X' und X" können gleich oder voneinander verschieden sein. Identische Substituenten sind jedoch bevorzugt. Geeignete Ausgangsmaterialien sind z. B. Gemische, die die m- und p-Isomeren von Chlor-, Fluor-, Chlorbrom-,   Chlormethoxy-,    Dimethoxy-, Difluor-,   Dichior-    und/oder Dibrombenzol enthalten oder daraus bestehen. Insbesondere sollen die entsprechenden Isomeren von   Dichior-    und Dibrombenzol genannt werden.

  Insbesondere haben die Dichlorbenzole hervorragende Ergebnisse gebracht.



   Die relativen Mengenverhältnisse der m- und p Isomeren, die im Ausgangsmaterial vorliegen, können erheblich schwanken, z. B. von 25:1 bis 1:10. Vorzugsweise liegt dieses m/p-Verhältnis innerhalb 4:1 und 1 : 4 und insbesondere zwischen 3 : 1 und 1 : 3.



   Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das Ausgangsmaterial durch Isomerisierung eines o- oder p-Dihalogenbenzols oder eines Gemisches von zwei oder mehr isomeren   Dihalogenben    zolen, wie die o- und   p-Dihalogenbenzole    oder deren Gemische erhalten. Aus dem erhaltenen Gemisch kann das o-Isomere, falls es darin vorhanden ist, leicht entfernt werden, z. B. durch Destillation, da die anderen Isomeren flüchtiger sind. Dies ist jedoch nicht immer notwendig, weil kleine Mengen dieses Isomeren häufig geduldet werden können, z. B. weniger als 4,5 %, bezogen auf das Gesamtgemisch der vorhandenen Isomeren. Die Isomerisierung kann z.

  B. durch Erhitzen mit einer katalytischen Menge einer Lewissäure, vorzugsweise mit   AlCl1    oder   Alb1,    in Gegenwart einer kleinen Menge Wasser durchgeführt werden.   Aiumi-      niumchlorid    und Wasser im Molverhältnis 1:1 haben sich als besonders geeignet erwiesen.



   Zur Isomerisierung kann man in geeigneter Weise das Gemisch der Dihalogenbenzole verwenden, die durch Halogenierung von Benzol oder einem Monohalogenbenzol, z. B. mit Chlor oder Brom, gemäss bekannten Verfahren hergestellt worden sind. So kann ein Gemisch, bei dem o- und p-Dichlorbenzole vorherrschen, leicht durch Durchleiten eines   Chiorstroms    in flüssiges Benzol bei   0     C in   Gegenwart    von   Aiumi-    niumchlorid oder Eisenchlorid als Katalysator erhalten werden. Das m-Isomere wird überhaupt nicht oder nur in Spuren bei diesen Umsetzungen erhalten. Ein Verfahren, das zu einem Gemisch der o-, m- und p-Isomeren führt, wird durch Halogenieren von Benzol oder eines   Haiogenbenzois    in der Gasphase z.

  B. unter Durchleiten der Reaktionsteilnehmer durch ein erhitztes Rohr bei Temperaturen von 300 bis 5000 C durchgeführt.



   Es hat sich als besonders vorteilhaft gezeigt, von einem p-Dihalogenbenzol, insbesondere p-Dichlorbenzol, auszugehen. Die Isomerisierung dieser Verbindungen in der flüssigen Phase ergibt nämlich unter geeigneten Bedingungen nur kleine Mengen des ungewünschten   o-Isomeren,    das ausserdem in vielen Fällen im Ausgangsmaterial gemäss der Erfindung geduldet werden kann. Ausserdem sind die p-Isomeren im allgemeinen billig und im Handel erhältlich oder aus deren Isomergemischen leicht gewinnbar, z. B. durch Kristallisation oder Destillation.



   Da gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren das   p-Isomere    nicht oder nicht in   merklichen    Mengen in das acylierte Produkt umgewandelt wird, wird   vorzugs-    weise dieses nicht umgesetzte Isomere erneut zur   Hef-    stellung von frischem Ausgangsmaterial verwendet, gewöhnlich nach einer Reinigung z. B. mit konzentrierter Schwefelsäure bei Raumtemperatur oder mit Alumi   niumchlorid    bei erhöhter Temperatur.



   Die Art des Restes R in der Formel (I) hängt vom verwendeten Acylierungsmittel ab, das mit dem mdisubstituierten Benzolderivat der   Formel    (II) verwendet wird. R stellt gewöhnlich einen Kohlenwasserstoffrest dar, der substituiert oder nicht-substituiert sein kann, z. B. mit ein oder mehreren Halogenatomen. Im allgemeinen ist das Acylierungsmittel ein Säurehalogenid oder ein Säureanhydrid, das von einer aliphatischen oder aromatischen Carbonsäure abgeleitet ist. Beispiele sind die Säurechloride, Säurebromide und Säureanhydride von Essigsäure, Propionsäure,   cz -Dimethyl-    propionsäure und Benzoesäure, die in der Kohlenstoffkette oder im Ring, falls gewünscht, halogeniert sein können.

  In diesen Fällen stellt der Rest R dementsprechend eine Methyl-,   iithyl-,      l,l-Dimethyläthyl-    oder Phenylgruppe oder ein Halogenderivat davon dar. Bevorzugte Acylierungsmittel sind Acetylchlorid, Acetylbromid, Mono- und   Dichioracetylchlorid,    Di- und Trifluoracetylchlorid, a-Chlorisobutyrylchlorid und Essigsäureanhydrid.   Acetylchiorid    hat sich als besonders geeignet erwiesen.



   Es wurde als vorteilhaft gefunden, etwa äquivalente Mengen des Acylierungsmittels und des m-disubstituierten Benzols (II) zu verwenden. Geeignete verwendbare Mengen liegen daher zwischen 0,8 und 1,2 Mol Acylierungsmittel je Mol des m-disubstituierten Benzols (II) und insbesondere zwischen 0,95 und 1,10 Mol je Mol
Bevorzugte Friedel-Crafts-Katalysatoren sind das Chlorid und das Bromid von Aluminium. Hervorragende Ergebnisse sind mit   AiCl    erhalten worden. Um maximale Ausbeuten der gewünschten Phenylketone (I) zu erhalten, sollten wenigstens äquivalente Mengen des Friedel-Crafts-Katalysators und des m-disubstituierten Benzolisomeren verwendet werden. Vorzugsweise wird ein   Überschuss    des Friedel-Crafts-Katalysators verwendet. 

  Die relativen Mengen liegen gewöhnlich zwischen
1,0 und 3,0   Mol    je Mol des m-disubstituierten Benzols.



   Hervorragende Ergebnisse wurden mit Mengen von
1,0 bis 1,4 Mol je Mol erhalten.



   Die Reaktion mit Dihalogenbenzolen wird vorzugsweise durch Zusetzen des Acylierungsmittels mit einem Gemisch der m- und p-disubstituierten Benzole und  des   Friedel-Crafts-Katalysators    durchgeführt. Wenn von einem Äther ausgegangen wird, ist es jedoch erwünscht, ein Gemisch des Friedel-Crafts-Katalysators und des Acylierungsmittels zu den disubstituierten Benzolen zuzufügen.



   Falls gewünscht, kann ein inertes Lösungs- oder Verdünnungsmittel verwendet werden, wie Schwefelkohlenstoff oder Nitrobenzol. Daneben können in diesem Zusammenhang die p-disubstituierten Benzole erwähnt werden, die Komponenten des Ausgangsgemisches gemäss der Erfindung sein können, wie z. B. p Dichlorbenzol. Wenn von Dihalogenbenzolen ausgegangen wird, ist es in der Regel nicht notwendig, ein Lösungs- oder Verdünnungsmittel zuzufügen.



   Die Reaktionstemperaturen liegen gewöhnlich zwischen 25 und 2000 C. Vorzugsweise wird die Umsetzung bei Temperaturen von 80 bis 1300 C, insbesondere von 90 bis 1150 C durchgeführt. Es ist im allgemeinen ratsam, die Temperatur allmählich oder in Zwischenräumen auf den genannten Wert ansteigen zu lassen.



   Die Reaktion verläuft glatt bei Atmosphärendruck.



  Höhere oder niedrigere Drücke können jedoch ebenfalls verwendet werden.



   Das   erfindungsgemässe    Verfahren kann absatzweise oder kontinuierlich durchgeführt werden.



   Eine besonders brauchbare Anwendung des neuen Verfahrens gemäss der Erfindung ist die Herstellung von   21,4'-Dichloracetophenon    durch Umsetzung eines Gemisches von m- und p-Dichlorbenzol mit   Acetyl-    chlorid und   AUCH.    Das Ausgangsmaterial wird leicht aus   p-Dichlofbenzol    durch Isomerisierung mit äquimolaren Mengen von Aluminiumchlorid und Wasser und, falls notwendig, anschliessender Entfernung des o-Isomeren, das weniger flüchtig als die anderen Isomeren ist, durch Destillation des Gemisches hergestellt. Nach der Acylierung kann das nicht umgesetzte p-Isomere aus dem Reaktionsprodukt gewonnen und nach   Reini-    gung mit H2SO4 erneut zur Herstellung neuen Ausgangsmaterials durch Isomerisierung verwendet werden.



   Die erfindungsgemäss hergestellten Phenylketone können als solche z. B. als Biocide verwendet werden oder sie können als Zwischenprodukte bei chemischen Reaktionen   verwendet    werden. Das 2',4'-Dichloracetophenon kann beispielsweise leicht in der Seitenkette chloriert werden zum   a, a, 2',4'-Tetrachioracetophenon,    das dann mit Triäthylphosphit zu einem überaus wirksamen Insecticid umgesetzt werden kann.



   Beispiel 1 Isomerisierung von   p-Dichlofbenzol    a) In einen Reaktionsbehälter mit mechanischem Rührer, Thermometer und Rückflusskühler wurde ein Gemisch von 103 g (0,7 Mol)   p-Dichiorbenzol,    4,67 g (0,035 Mol)   AlCl3    und 0,6 g (0,035 Mol) Wasser unter Rühren 2 Stunden auf 1600 C erhitzt. Das erhaltene rohe Reaktionsprodukt wurde nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur als Ausgangsmaterial für die Acylierung gemäss Beispiel 2 verwendet.



   Eine Probe des Produkts wurde auf 600 C gekühlt und mit Wasser behandelt. Die organische Schicht wurde abgetrennt und durch Gaschromatographie analysiert. Sie bestand aus   41,4 %    m-Dichlorbenzol und   58,62      p-Dichlorbenzol,    während kein o-Isomeres gefunden werden konnte.



   Wenn weitere 2 Stunden erhitzt wurde, enthielt das Gemisch   51,4 %    m-Isomeres,   46,1 %    p-Isomeres und 2,5 % o-Isomeres.



   b) In einem ähnlichen Experiment, das bei 1700 C durchgeführt wurde, während die doppelte Menge Aluminiumchlorid und Wasser verwendet wurde, wurde ein Reaktionsgemisch erhalten, das nach 2stündigem Erhitzen folgende Zusammensetzung hatte:   57 %    des m-Isomeren, 38,7   % des    p-Isomeren und   4,3 %    des   o-Isomseren.   



   Beispiel 2 Herstellung von 2',4'-Dichloracetophenon a) Ein Gemisch aus 20 g (136 mMol) m-Dichlorbenzol, 30 g (204 mMol)   p-Dichlorbenzol    und 23,6 g (177 mMol) wasserfreies   AlCla    wurde bei 500 C gerührt, bis das Gemisch homogen war. Das Ausgangsmaterial wurde gemäss Beispiel 1 a) hergestellt und als solches nach Auffüllen mit   ASC13    verwendet.



   Aus einem Scheidetrichter, der unter die Oberfläche des Reaktionsgemisches reichte, wurden dann 10,15 g (129 mMol) Acetylchlorid in 20 Minuten unter Rühren zugegeben. Während dieser Zugabe wurde ein Chlorwasserstoffstrom entwickelt und die Temperatur stieg auf etwa 800 C. Die Temperatur wurde anschliessend auf 1100 C erhöht und das Rühren 5 Stunden bei dieser Temperatur fortgesetzt.



   Das Reaktionsgemisch wurde dann auf Raumtemperatur gekühlt und in Eiswasser gegossen. Nach Extraktion mit Chloroform wurde der Extrakt mehr   mals    mit Wasser gewaschen und über Natriumsulfat getrocknet und anschliessend das Lösungsmittel abgedampft unter Verwendung eines   Rotationsverdamp-    fers. Die Destillation des Reaktionsprodukts im Vakuum ergab folgende Fraktionen:
24,5 g Destillat bei 64 bis 700 C/12 mm Hg (Dichlorbenzol),
5,5 g Destillat bei 70 bis 1230 C/12 mm Hg  (12 Gew.% Dichlorbenzol + 78 Gew.% Dichloracetophenone),
14,2 g Destillat bei 123 bis 1240 C/12 mm Hg   (Dichloracetophenone)    und
2,7 g Rückstand.



   Durch gaschromatographische Analyse wurde folgender Gehalt der   Destillatfraktionen    festgestellt:
17,7 g 2',4'-Dichloracetophenon,
0,7 g   2', 6'-Dichloracetophenon,   
0,28 g   2',5'-Dichloracetophenon,   
23,4 g   p-Dichiorbenzol und   
1,7 g   desm-Isomeren.   

 

   Dementsprechend bestand nur 1,5 % der Dichloracetophenone aus dem 2',5'-Isomeren. Es war 91,4 % des   m-Dichlorbenzols    umgesetzt worden und die Selek   tivität    zum gewünschten   2',4'-Dichioracetophenon    betrug 77,3   Mol%.   



   b) In analoger Weise wie gemäss Beispiel 2 a) wurde ein Gemisch aus 40 g (272 mMol) m-Dichlorbenzol, 15 g (104 mMol) p-Dichlorbenzol und 47 g (354 mMol)   AlCl3    mit 21,8 g (278 mMol) Acetylchlorid umgesetzt.



  Das Reaktionsprodukt wurde anschliessend mit Petrol äther (Kp. 60 bis 800 C) extrahiert. Die Destillation des Reaktionsprodukts im Vakuum ergab folgende Fraktionen:
15 g Destillat bei 54 bis 550 C/8 mm Hg (Dichlorbenzoe,  
46,9 g Destillat bei 119 bis   1250 C/8    mm Hg (1   Gew.    Dichlorbenzol + 99   Gew.%    Dichloracetophenon) und
4,75 g Rückstand.



   Die gaschromatographische Analyse ergab folgende Zusammensetzung der Destillatfraktionen:
45,1 g 2',4'-Dichloracetophenon,
1,0 g   2',6'-Dichloracetophenon,   
0,29 g   2',5'-Dichloracetophenon,   
14,7 g p-Dichlorbenzol und
0,65 g des m-Isomeren.



   Dementsprechend bestand nur 0,6 % der gebildeten Dichloracetophenone aus dem 2',5'-Isomeren. Es waren 98,4   m    des m-Dichlorbenzols umgesetzt und die Selektivität gegenüber dem gewünschten 2',4'-Dichloracetophenon betrug 89,2 Mol%.



   Die Ausgangsmaterialien können leicht durch Rektifizierung im Vakuum entfernt werden.



   Beispiel 3 Herstellung von 2',4'-Dimethoxyacetophenon
Ein Gemisch aus 4,32 g (55 mMol) Acetylchlorid und 4,32 g (32,5 mMol)   AlCI3    wurde etwa 10 Minuten auf 400 C erhitzt. Die viskose flüssige Masse, die sich bildete, wurde dann mit 10   mi    Nitrobenzol verdünnt und die Lösung auf   Raumtemperatur    abgekühlt. Diese Lösung wurde tropfenweise über eine halbe Stunde zu einem äquimolaren Gemisch von 7,6 g (55 mMol) jeweils von m- und p-Dimethoxybenzol gelöst in 15 ml Nitrobenzol zugetropft, während das Gemisch auf Raumtemperatur gehalten wurde. Nach weiterem 2stündigem Rühren wurde das Reaktionsprodukt in Eiswasser gegossen.



   Die organische Phase wurde mit Äther extrahiert, der Extrakt mehrmals mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel durch Eindampfen im Rotationsverdampfer entfernt. Die Destillation des Reaktionsprodukts im Vakuum ergab folgende Fraktion:    36,5 g    Destillat bei 85 bis 880 C/12 mm Hg und
4,8 g Destillat bei 90 bis 1250 C/0,2 mm Hg.

 

   Entsprechend der gaschromatographischen Analyse hatten die Destillatfraktionen die folgende Zusammensetzung:
3,4 g 2',4'-Dimethoxyacetophenon,
0,04 g   2',5'-Dimethoxyacetophenon,   
9,58 g Dimethoxybenzol,
24,1 g Nitrobenzol.



   Dementsprechend bestand nur 1,3 % des Dimethoxyacetophenons aus dem   2',5'-Isomeren.   



   Aus diesen Ergebnissen wurde eine Umsetzung von m-Dimethoxybenzol von   746    und eine Selektivität zum 2',4'-Dimethoxyacetophenon von 49,2   Mol    berechnet. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von 2,4-disubstituierten Phenylketonen der allgemeinen Formel EMI4.1 worin R ein organischer Rest und die Substituenten X' und X" jeweils ein Halogenatom, eine Alkoxy- oder Aryloxygruppe bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein m-disubstituiertes Benzolderivat der allgemei- nen Formel EMI4.2 in der die Substituenten X' und X" die genannte Bedeutung haben, in Gegenwart des p-Isomeren selektiv durch Behandeln mit einem entsprechenden Acylie- rungsmittel und einem Friedel-Crafts-Katalysator acyliert.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in den Formeln die Substituenten X' und X" Halogenatome darstellen.
    2. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Substituenten X' und X" identisch sind.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Halogenatome X' und X" Chloratome sind.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewichtsverhältnis der isomeren m- und p-disubstituierten Benzole des Ausgangsmaterials 4: 1 bis 1 : 4 beträgt.
    5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewichtsverhältnis 3 :1 bis 1: 3 beträgt.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Acylierungsmittel Acetylchlorid, Acetylbromid, Mono- oder Dichloracetylchiorid, Dioder Trifluoracetylchlorid, a-Chlorisobutyrylchlorid oder Essigsäureanhydrid verwendet.
    7. Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass man Acetylchlorid als Acylierungsmittel verwendet.
    8. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass man 0,8 bis 1,2 Mol des Acylierungsmittels je Mol des mdisubstituierten Benzoiderivats verwendet.
    9. Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man 0,95 bis 1,10 Mol des Acylierungsmittels je Mol des m-disubstituierten Benzolderivats verwendet.
    10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Friedel-Crafts-Katalysator Aluminiumchlorid verwendet.
    11. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass man 1,0 bis 1,4 Mol des Friedel-Crafts-Katalysators je Mol des m-disubstituierten Benzolisomeren verwendet.
    12. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Reaktionstemperatur im Bereich von 80 bis 1300 C anwendet.
    13. Verfahren nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Reaktionstemperatur im Bereich von 90 bis 1150 C anwendet.
    14. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch von m- und p Dichlorbenzol selektiv mit Acetylchlorid und Alumi- niumchlorid umsetzt.
CH801268A 1967-06-01 1968-05-30 Verfahren zur Herstellung von 2,4-disubstituierten Phenylketonen CH500931A (de)

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