CH500951A - Verfahren zur Herstellung von Dicarbamaten und deren Verwendung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dicarbamaten und deren Verwendung

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CH500951A
CH500951A CH603868A CH603868A CH500951A CH 500951 A CH500951 A CH 500951A CH 603868 A CH603868 A CH 603868A CH 603868 A CH603868 A CH 603868A CH 500951 A CH500951 A CH 500951A
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CH
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virus
dicarbamate
alkyladamantanes
derivs
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CH603868A
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Emery Moore Robert
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Sun Oil Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C271/00Derivatives of carbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C271/06Esters of carbamic acids

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Dicarbamaten und deren Verwendung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Alkyldiestern der Dicarbaminsäurederivate bestimmter Alkyladamantanen. Bei diesen Dicarbamaten ist jede Carbamatgruppe an das Adaman   tangrundgeriist    in einer   Brückenkopfstellung    gebunden, es handelt sich also um Dialkylester der 5,7-Dialkyladamantan-l   ,3-dicarbaminsäure.   



   Die käfigartige Struktur des Adamantangrundgerüstes kann auf verschiedene Arten wiedergegeben wer   den an    eine davon ist die folgende Projektionsformel:
EMI1.1     

Man kann aus dieser Formel ersehen, dass das Adamantan aus drei kondensierten   Cyolohexanrin-    gen besteht, die so angeordnet sind, dass vier Brückenkopfkohlenstoffatome liegen, die einander äquivalent sind.



   Es wurde bereits von Stetter und Mitarbeitern in Chem. Ber., 95, 2302-2304 (1962) die Herstellung der Methylester der   l-Adamantan-carbaminsäure    beschrieben und in dieser Arbeit wurde diese Verbindung als   N-[Adamantyl-( 1)] -methylurethan    bezeichnet. Bei dieser Herstellung wurde die   Hofmannsche      Säureamidumiagerung    angewandt, indem das entsprechende   Adamantyiamid    mit Brom und wässrigem Natriumhydroxyd umgesetzt wurde, wobei man das 1 Isocyanato-adamantan erhielt, das durch Abfiltrieren aus der Reaktionsmischung abgetrennt wurde.

  Dieses Isocyanat wurde dann mit   Methanol    in Anwesenheit von Natriumhydroxyd als Katalysator umgesetzt und man erhielt dabei den   Methylcafbamatester.    Stetter und Mitarbeiter beschrieben in Chem. Ber., 93, 226-230 (1960) auch die Herstellung dieser Verbindungen durch direkte Umwandlung des   Adamantyiamids    in das Carbamat, indem man Methanol, Natrium und Brom als Reagenzien verwendete.



   2
In der USA-Patentschrift Nr. 3 203 970 wird die Herstellung von Adamantan-isocyanat beschrieben und in dieser Patentschrift wird auch erwähnt, dass dieses Isocyanat in die entsprechenden Carbaminsäureester durch Umsetzung mit Alkohol in Anwesenheit von Pyridin umgewandelt werden kann.



   Adamantanderivate, bei denen zwei Carbamatgruppen an den   Adamantankern    gebunden sind, wurden jedoch bisher nicht beschrieben.



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Dicarbamats, das die For
EMI1.2     
 aufweist, worin R ein Methyl- oder   Äthylrest    ist und R1 eine Alkylgruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen ist.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man
1,3-Diisocyanato-5,7-dimethyladamantan oder    1,3 -Diisocyanato-5 -methyl-7-äthyladamantan    mit einem Alkanol mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen in Anwesenheit eines Katalysators umsetzt und aus der Reaktionsmischung das entsprechende 1,3-Dioarbamatprodukt gewinnt. Vorzugsweise werden Verbindungen hergestellt, in denen der Rest R1 ein Methyl-,   Sithyl-    oder Propylrest ist.



   Ferner betrifft die Erfindung die Verwendung der nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Verbindungen der Formel I zur Bekämpfung von Viren bei Pflanzen.



   Vorzugsweise werden die Verbindungen der Formel I mit einem inerten Trägermaterial vermischt verwendet.  



   Die Verbindungen der Formel I können sowohl im Pflanzentest gegen den Tabakmosaik-Virus als auch im Mäusetest gegen verschiedene andere Virusarten Antivirusaktivität besitzen.



   Eine Herstellungsart der beim erfindungsgemässen Verfahren als Ausgangsmaterial verwendeten Diisocyanate besteht darin, dass man die   Ausgangskohllenwasser-    stoffe in die 1,3-Diamine umwandelt und diese mit Phosgen unter Bildung des entsprechenden 1,3-Diisocaanats umsetzt. Ein derartiges Verfahren   zur    Herstellung der   1,3-Diisocyanato-5,7-dialkyladamantane    wird in der Schweizer Patentschrift Nr. 491 090 beschrieben. Diese Umsetzung zur Umwandlung von Diaminen in   Diisova-    naten ist prinzipiell bekannt und beispielsweise im Bulletin HR-2, 20. Januar 1956 der DuPont Elastomer Chemicals Departement beschrieben und auch in den in dieser Arbeit zitierten Literaturstellen.



   Nach dem erfindungsgemässen Verfahren wird das 1,3-Diisocyanat in das gewünschte Dicarbamat übergeführt, indem man es mit einem   Alkohol    mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, insbesondere mit Hilfe eines Alkohols mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, umsetzt, wobei man vorzugsweise entweder eine Säure oder eine Base als Katalysator verwendet. Der jeweils eingesetzte   A1-      kohol    bestimmt die Bedeutung der Reste R1 in dem erhaltenen Esterprodukt. Es können bei dieser Umsetzung sowohl primäre, als auch sekundäre, als auch tertiäre Alkohole verwendet werden und die in dem Esterprodukt erhaltenen Gruppen R1 werden dann dementsprechend über primäre, sekundäre oder tertiäre Kohlenstoffatome gebunden sein.



   Um das erfindungsgemässe Verfahren näher zu erläutern, wird nun die Umwandlung des   l-Methyl-3-    äthyladamantans in den   zweifachbräckenkopfständigen    Dicarbaminsäure-dimethylester beschrieben. Der als Ausgangsmaterial verwendete Kohlenwasserstoff kann in das 1,3-Dinitroderivat umgewandelt werden und dieses kann nach dem in der USA-Patentschrift Nummer 3 258 498 beschriebenen Verfahren in das 1,3   Diamino-5-methyl-7-äthyladamantan    umgewandelt werden.

  Das erhaltene Diamin kann in Form eines   Breites    in ortho-Dichlorbenzol mit Phosgen behandelt werden, während die Mischung unter Rückfluss gekocht wird, so dass man das Diisocyanat nach dem folgenden Reaktionsschema erhält:
EMI2.1     

Das 1,3-Diisocyanat wird gewonnen und dieses kann dann in den Dimethylester der
5-Methyl-7-äthyladamantan-   1,3 -dicarbamins äure    umgewandelt werden. Diese Umsetzung kann so durchgeführt werden, dass man das Diisocyanat mit Methanol vermischt und eine geringe Menge an konzentrierter Chlorwasserstoffsäure oder an   Dibutylzinndichiorid    als Katalysator zusetzt.

  Die Reaktion läuft bei Zimmertemperatur rasch nach dem folgenden Reaktionsschema ab:
EMI2.2     

Vorzugsweise wird ein Überschuss an Methanol angewandt, um zu verhindern, dass die Reaktionsmischung fest wird und um zu gewährleisten, dass die Reaktion vollständig abläuft. Das Dicarbamatprodukt ist ein wei   sser    kristalliner Feststoff, der durch Abkühlen und Abfiltrieren der Mischung gewonnen werden kann. Das Produkt kann durch Umkristallisieren aus Methanol oder Äthanol gereinigt werden.



   Die Dicarbamate der Formel   1    sind im allgemeinen weisse Pulver, die Schmelzpunkte über 1000 C    ufwei-    sen. Sie sind in Lösungsmitteln, wie z. B. verschiedene Äther, Aceton, niedere Alkohole, Benzol, Toluol, Dimethylformamid und ähnlichem, löslich. Wie bereits erwähnt wurde, weisen die Verbindungen der Formel I sowohl im Pflanzentest, als auch im   Tieftest    unerwartete   Antivirusraktivitäten    auf. Insbesondere weisen diese Verbindungen hemmende Eigenschaften gegen den Tabakmosaik-Virus auf, der grossen Schaden bei verschiedenen Nutzpflanzen verursacht, wie zum Beispiel bei   Tabakpfianzen    und Tomatenpflanzen.

  Beim Versuch mit Mäusen zeigen die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Verbindungen eine Aktivität als   Antivirusmittei,    insbesondere gegen   Columbia-SKPolio-    Virus und sie sind in der Lage, eine hemmende Wirkung gegen andere   Virusarten,    wie z.B. den Herpes Simplex-Virus auszuüben.

 

   In den folgenden, zur näheren Veranschaulichung des erfindungsgemässen Verfahrens dienenden Beispielen ist der   Stammkohienwasserstoff,    von dem sich dann die verwendeten   Diisocyanrate    und die daraus hergestellten Dicarbamate ableiten das   1,3-Dimethyladaman-    tan. Dieses 1,3-Dimethyladamantan wird in der Folge abgekürzt als  DMA  geschrieben.



   Beispiel 1 Herstellung des Dimethyldiesters der DMA-Di   carbamidsüure   
Eine Mischung aus 2,46 g (0,01 Molen) des 1,3   Diisocyanato-DMA    und 1,0 g (0,031 Molen) Methanol wurde erwärmt und ein Tropfen konzentrierter Salzsäure wurde zugegeben. Es trat sofort eine exotherme Reaktion auf und ein weisses kristallines Produkt begann  sich zu bilden. In kurzer Zeit liess die exotherme Reaktion nach und die Umsetzung war vollständig. Das feste Produkt wurde aus der Mischung durch Filtrieren gewonnen und es wurde durch Umkristallisieren aus Äthanol gereinigt. Die Ausbeute betrug etwa 90 % der theoretischen Menge. Der Schmelzpunkt des so erhaltenen DMA-1,3-dimethylcarbamats ist in der Tabelle I angegeben. Die Struktur dieses Produkts wird durch das IR- und das   NMR-Spektrum    bestätigt.



   Beispiele 2 bis 6 Herstellung anderer   Dialkyl-diestef   
Im wesentlichen nach der in Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensweise wurden fünf andere Versuche durchgeführt, wobei anstelle des Methanols andere Alkohole eingesetzt wurden. Die in diesen Beispielen verwendeten Alkohole waren:  Äthanol,   n-Propanol,    Isopropanol,    n-Butylalkohol    und   n-Octyialkohol.   



  Bei den Synthesen mit den drei zuletzt genannten Alkoholen wurde Dibutylzinndichlorid (0,01 g) als Katalysator anstelle der Salzsäure verwendet. Bei den Umsetzungen wurden Ausbeuten an dem erwünschten   Pfo-    dukt erzielt, die in der Nähe der quantitativen Ausbeuten lagen. Die Schmelzpunkte des so erhaltenen Produkts sind in Tabelle I angegeben.



   Tabelle I
Beispiel Alkylgruppe des Schmelzpunkt der erhaltenen
Nr. Esters (R1) Dicarbamate in   C   
1 CH3 160
2   CH5    111
3 n-C3H7 161
4 i-C3H7   170180    (Zersetzung)
5   n-C4Hg    124
6   n-CsH17    103
Beispiel 7 Testung auf viricide Wirksamkeit an Pflanzen
Das nach Beispiel 1 hergestellte DMA-1,3-dimethylcarbamat wurde auf seine viricide Wirksamkeit gegen den   Tabakmosaik-Virus    geprüft, wobei Tabakpflanzen der Sorte Nicotiana glutinosa aus Samen unter Gewächshausbedingungen gezüchtet wurden. Diese Pflanzen befanden sich im Stadium des Wachstums der ersten echten Blätter.

  Die Diesterverbindung wurde in eine zur Aufbringung auf die Pflanze geeignete Form gebracht, indem man sie in Aceton löste und die Mischung in Wasser bei einer standardisierten Konzentration dispergierte. Die Tabakpflanzen wurden zuerst mit einer standardisierten Menge einer wässrigen Mischung in solcher Weise gesprüht, dass eine vollständige Bedeckung der Pflanzenoberfläche gewährleistet ist und sie wurden dann an der Luft getrocknet. Ein Inoculum wurde hergestellt, indem man Tabakblätter, die mit dem Virus infiziert waren, extrahierte und dann dem Extrakt feinverteiltes Carborundum zumischte. Die behandelten trockenen Pflanzen wurden inokuliert, indem man die   Extraktmiscbung    auf sie aufsprühte und die Oberflächen der Blätter leicht rieb, so dass eine Zerstörung von Epidermiszellen durch das Carborundum gewährleistet ist.

  Eine Reihe von Kontrollpflanzen wurde in der gleichen Weise inokuliert, ohne dass sie vorher der beschriebenen Behandlung unterzogen wurden. Die Pflanzen wurden sodann auf ihre Infektion durch den Virus beobachtet und die Stärke der Infektion wurde durch eine tatsächliche Zählung der Infektionsherde bestimmt. Die bei der Zählung der behandelten Pflanzen erhaltenen Ergebnisse wurden mit denjenigen der Kontrollpflanzen verglichen. Es stellte sich heraus, dass das DMA-1,3-dimethylcarbamat eine   62% ige    Schützung gegen eine Infektion durch den Tabakmosaik-Virus gewährleistet. Andere Dicarbamate, die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellt wurden, wurden in gleicher Weise verwendet und diese Verbindungen zeigten auch eine Antivirusaktivität gegen den Tabakmosaik-Virus.



   Beispiel 8 Virus-Tests an Mäusen unter Verwendung des Dimethylesters der   1,3-DimethyladamSantan-    dicarbaminsäure
Eine Serie von Virus tests an Mäusen wurde durchgeführt, um das   DMA-1,3-dicarbamat,    das nach Beispiel 1 hergestellt wurde, nämlich den entsprechenden Dimethylester, auf seine Antivirus-Aktivität gegen den Virus Columbia SK-Polio und den Herpes-Simplex Virus durchzuführen. Bei diesen Tests wurde ein Vergleich zwischen Mäusen, die mit der in Frage kommenden Verbindung behandelt wurden und mit dem Virus inokuliert wurden und einer Kontrollgruppe an unbehandelten Mäusen, die in der gleichen Weise inokuliert wurden, durchgeführt. Die Menge des angewandten Virus es war diejenige, die bei den Tieren der Kontrollgruppe innerhalb 21 Tagen eine 50%ige Sterblichkeit hervorruft.

  Das Virus-Inokulum wurde intraperitoneal (innerhalb des Bauchfells) verabreicht. In manchen Fällen wurde die Droge oral verabreicht (PO), in anderen Fällen subkutan (SC) und in wieder anderen Fällen intraperitoneal (IP). Die Art der Verabreichung wird in Tabelle II durch die erwähnten Abkürzungen angegeben. In manchen Fällen wurde auch die Droge vor der Inokulierung verabreicht und dies wird mit PRE angezeigt. In anderen Fällen erfolgte die Verabreichung der Droge nach der Inokulierung, wie dies durch POST veranschaulicht wird, und in noch anderen Fällen wurde die Droge sowohl vor der Inokulierung als auch nach der Inokulierung angewandt. Diese Fälle werden mit PRE + POST bezeichnet.

  Die bei diesen Versuchen erzielten Ergebnisse wurden nach einer alphabetischen Klassifizierung benotet, wobei die Buchstaben A, B, C die folgende Bedeutung   aufweisen:   
A = gute Aktivität mit verlängerter mittlerer
Lebensdauer der behandelten Mäuse,
B = geringere, aber statistisch bedeutende
Aktivität,
C = keine bedeutende Aktivität.



   Unter den Ergebnissen sind manche   Wiederhoiungs-    tests enthalten, die zu verschiedenen Zeitpunkten ausgeführt werden. Die Ergebnisse sind in der Tabelle II veranschaulicht.  



   Tabelle II
Anwendung der Droge   verwendeter    Virus Art der Anwendung Zeipunkt der Anwendung Gesamtdosis in mg/kg Benotung Columbia SK Polio SC PRE   +    POST 0,15 C        SC 0,3 0,3 A    SC   1,5 A    SC POST 0,15 C    Sc      so      0,3 C    SC   1,5 C    SC PRE + POST 0,3 C         IP PRE 0,1 A    IP   1,0 A    SC    PER + POST 3,0 A      IP    PRE 0,1 C
IP   1,0 C         SC PRE + POST 0,3 A        SC 3,0 3,0 A HerpesSimplex PO POST 0,04 C      PO 0,4    C      PO    4,0 C    SC   0,03 C        SC 0,3 0,3 C    SC   3,0 C    SC   3,0 A    SC 0,3 0,3 A      SC    PRE + POST 3,0 C
SC 0,3 0,3 C    SC 

   POST 0,03 B
SC   so      0,03 C    SC   3,0 C    SC   0,3 C      SC      3,0 C      SC      0,3 C
Die in Tabelle II angegebenen Ergebnisse zeigen, dass der Dimethylester bei Mäusen einen hemmenden Einfluss gegenüber dem Virus   Oolumbia    SK-Polio aus übt und dass durch diese Verbindung die Lebensdauer der mit diesem Virus infiszierten Mäuse verlängert wird. Die bei dem anderen in der Tabelle aufscheinenden Virus erzielten Ergebnisse zeigen ein gewisses Ausmass von Schutz, das durch die Verwendung der erwähnten Verbindungen gegen den Herpes-Simplex-Virus erzielt wird. Der Schutz ist jedoch geringer als im Fall des Virus Columbia SK-Polio. Dieser Dimethylester wurde auch auf seine Aktivität gegen die Virusarten Influenza-NWS und Vaccinia (IHD) geprüft. 

  Die Verbindung zeigte jedoch keine bedeutende Aktivität gegen diese beiden speziellen Virus arten. Die dabei erzielten Ergebnisse sind hier nicht angeführt.



   Beispiel 9 Virus-Test an Mäusen unter Verwendung des Di-n-propylesters der 1,3-Dimethyladamantandicarbaminsäure
Eine andere Serie von Virustests wurde an Mäusen im wesentlichen nach der in Beispiel 8 beschriebenen Weise durchgeführt, jedoch unter Verwendung des Di-n-propylesters des Beispiels 3. Die Versuche ergaben beim Virus Columbia   SK-Polio    und bei dem   Influenza    NWS-Virus positive Antivirusaktivität, wie dies aus Tabelle III zu ersehen ist. Jedoch ergaben die Versuche mit Herpes-Simplex-Virus überhaupt keine positive Wirksamkeit und die dabei erzielten Ergebnisse sind in der Tabelle nicht angeführt.  



   Tabelle III
Anwendung der Droge verwendeter Virus Art der Anwendung Zeitpunkt der Anwendung Gesamtdosis in mg/kg Benotung   Columbia      5K    Polio SC PRE + POST 0,3 C    SC      so      3,0 A Influenza NWS   SC       >     0,3 A    so so   3,0 C   
Die bei den in den Beispielen 8 und 9 durchgeführten Versuchen erzielten Ergebnisse zeigen an, dass die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Dicarbamat-Verbindungen bei Mäusen eine Antivirus Aktivität gegen verschiedene Virusarten aufweisen können. Dicarbamate der oben angegebenen Gruppe, die   R-Gruppen    laufweisen, die keine Methyl- und keine n-Propylgruppen sind, weisen auch in den Tierversuchen eine hemmende Wirkung auf verschiedene Virusarten auf.



   PATENTANSPRUCH 1
Verfahren zur Herstellung eines   Dicarbamats,    das die Formel
EMI5.1     
 aufweist, worin R eine Methyl- oder   Äthylgruppe    und R1 eine Alkylgruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen ist, dadurch gekennzeichnet, dass man    1 ,3-Diisocyanato-5,7-dimethyladamantan    oder
1,3-Diisocyanato-5-methyl-7-äthyladamantan mit einem Alkanol mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen in Anwesenheit eines Katalysators umsetzt und aus der Reaktionsmischung das entsprechende 1,3-Dicarbamatprodukt gewinnt.

 

   UNTERANSPRÜCHE
1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung mit einem   A1-    kanol mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen durchführt.



   2. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Katalysator ein saurer oder basischer Katalysator, insbesondere Salzsäure oder   Dibutylzinndichiorid    ist.



   PATENTANSPRUCH II
Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellten Verbindungen der Formel I zur Bekämpfung von Viren bei Pflanzen. 

Claims (1)

  1. UNTERANSPRUCH
    3. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Verbindungen der Formel I mit einem inerten Trägermaterial vermischt verwendet.
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