CH504462A - Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Coumermycins A1 und Coumermycins A2 - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Coumermycins A1 und Coumermycins A2

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CH504462A
CH504462A CH570668A CH570668A CH504462A CH 504462 A CH504462 A CH 504462A CH 570668 A CH570668 A CH 570668A CH 570668 A CH570668 A CH 570668A CH 504462 A CH504462 A CH 504462A
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CH
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coumermycin
tetrahydropyranyl
tri
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acid
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Application number
CH570668A
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Edward Jr Nettleton Donald
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Bristol Myers Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H17/00Compounds containing heterocyclic radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
    • C07H17/04Heterocyclic radicals containing only oxygen as ring hetero atoms
    • C07H17/06Benzopyran radicals
    • C07H17/065Benzo[b]pyrans
    • C07H17/075Benzo[b]pyran-2-ones

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Coumermycins   At    und Coumermycins A2
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen und nützlichen Derivaten der Antibiotika Coumermycin A1 und Coumermycin A2 (in der USA Patentschrift 3 201 386 beschrieben). Es handelt sich dabei um die Di-, Tri- und Tetra-tetrahydropyranyläther von Coumermycin A1 und   A.   



   Coumermycin A1 (worin R Methyl ist) und Coumermycin A2 (worin R gleich H ist)
EMI1.1     
 sind wirksam bei der Hemmung des Wachstums von grampositiven Bakterien. Beide sind nicht toxisch und zeigen eine therapeutische Wirkung bei Mäusen, die von grampositiven Bakterien befallen sind. Ein grösserer Nachteil der Coumermycins jedoch ist ihre geringe Absorbierung und die entstehenden niedrigen Blutspiegel. Bemühungen zur Beseitigung dieser Nachteile durch die chemische Änderung der Stammoleküle führten zur Entdeckung neuer und heilkräftiger Tetrahydropyranyläther dieser Verbindungen, die auch als chemische Zwischenprodukte bei der Synthese neuer antibiotischer Substanzen dienlich sein können.



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel I
EMI1.2     
  worin   R    und R3 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff oder
EMI2.1     
 sind, und R Wasserstoff oder Methyl ist, das darin besteht, dass eine Verbindung der Formel
EMI2.2     
 worin R entweder Wasserstoff oder Methyl ist, mit einem molaren   Überschuss    an Dihydropyran und einer katalytischen Menge einer Säure umgesetzt wird.



   Das Verfahren wird zweckmässig so durchgeführt, dass im wesentlichen reines Coumermycin A1 oder Coumermycin A2 mit einem Überschuss an Dihydropyran in Gegenwart eines Säurekatalysators und eines inerten Lösungsmittels vermischt wird, wobei Gemische von Mono-, Di-, Tri und Tetratetrahydropyranylätherderivaten von Coumermycin A1 bzw.   A    erhalten werden. Dabei kann das Coumermycin mit Dihydropyran in verschiedenen molaren Verhältnissen vermischt werden, vorzugsweise jedoch in einem Verhältnis von einem Mol Coumermycin zu mehr als 20 Mol Dihydropyran.



   Die Zugabe einer geeigneten Säure zum Coumermycin-Dihydropyrangemisch als Katalysator ist wesentlich.



  Die verwendete Säure wird gewöhnlich aus einer der folgenden Gruppen ausgewählt:
1. Konzentrierte Mineralsäuren, wie Schwefelsäure, Phosphorsäure, Phosphorigsäure oder Salzsäure.



   2. Acrylsulfonsäure der allgemeinen Formel
EMI2.3     
 worin A, B und C jeweils gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, Halogen, eine niedermolekulare Alkyl-, niedermolekulare Alkoxy-, Nitro-, Aryl- oder Cyanogruppe sind.



   3. Lewissäuren, wie   SnCl4,      AlCl3,    BF3,   ZnC12    oder FeCI3.



   4. Säureharze in ihrer sauren Form (H+), wie die Phenolsulfonsäuren, Polystyrolsulfonsäuren, Polystyrolphosphorigsäuren, Polystyrolphosphonsäuren, Acrylcarbonsäuren, Polystyrolnuklearsulfosäuren, Methacrylcarbonsäure oder besonders Makroreticularpolystyrolsulfosäure (Amberlyst 15, Rohm und Haas).



   5. Aktivierte Carbonsäure, wie   F3C-C02H,      F2CHCO.2-    H oder
EMI2.4     
 worin A, B und C gleich oder verschieden sind und Nitro, Fluor, Cyano oder Wasserstoff sind.



   6. Alkylsulfosäuren der Formel    R-(CH2)XS03H    worin R eine Aryl-, substituierte Aryl-, niedermolekulare Alkyl- oder substituierte niedermolekulare Alkylgruppe ist und worin X eine ganze Zahl von einschliesslich 0 bis 6 ist.



   Die Menge der als Katalysator verwendeten Säure wird im allgemeinen durch die Reaktionsbedingungen, die Hauptmasse des Katalysators und durch die Menge, bei der die optimale Ausbeute des Produktes erhalten wird, bestimmt.



   Da Dihydropyran eine Flüssigkeit ist und als Lösungsmittel wirkt, kann die Umsetzung mit oder ohne Verwendung eines weiteren Lösungsmittels durchgeführt werden. Es wird gewöhnlich ein inertes Co-Lösungsmittel verwendet, um die Löslichkeit der Reaktionsteilnehmer zu erhöhen und die Viskosität des Gemisches herabzusetzen. Geeignete inerte Co-Lösungsmittel sind Tetrahydrofuran, Dioxan, Diäthyläther, die   Dipropyläther,    die Dibutyläther, Benzol, Xylol und Toluol.  



   Die Umsetzung ist exotherm. Ihre Temperatur kann sorgfältig geprüft werden oder sie kann ihren eigenen Grad suchen, ohne dass sich wesentliche Unterschiede im Endergebnis zeigten. Das Verfahren wird normalerweise bei einer Temperatur von   0     bis 1000C, vorzugsweise im Temperaturbereich von 100 bis 600C, während einer Zeitspanne durchgeführt, die von der verwendeten Temperatur und dem gewünschten Substitutionsgrad abhängt.



  Die Reaktionszeit kann zwischen ungefähr 15 Minuten und ungefähr 200 Stunden schwanken.



   Wie schon erwähnt, bilden sich bei Durchführung des Verfahrens Gemische von Mono-, Di-, Tri- und Tetrasubstituierten-Tetrahydropyranyläther-derivaten der Coumermycine. Das Verhältnis der Produkte im Reaktionsgemisch jedoch hängt weitgehend von den Reaktionsbedingungen und ganz besonders von der Art der Abtrennung und der Reinigung desselben ab.



   Wenn die Umsetzung bei erhöhten Temperaturen von 600 bis 800C zwei bis vier Stunden lang oder bei geringeren Temperaturen für eine längere Zeitspanne bei streng wasserfreien Bedingungen mit nachfolgender Reinigung in Abwesenheit von polaren Lösungsmitteln durchgeführt wird, so wird ein Produkt erhalten, das aus 80 bis 99% reinem   2',2',4,4-0,0,0,0-Tetratetrahydropyranylcoumer-    mycin besteht. Die anderen möglichen Tetrahydropyranylcoumermycine werden gewöhnlich in der folgenden Ordnung ihrer relativen Konzentration vorgefunden: 2',2',4 -O,O,O-Tritetrahydropyranylcoumermycin    >     2',2'-0,0 -Ditetrahydropyranylcoumermycin    >     2'-O-Monotetrahydropyranylcoumermycin    >     Coumermycin.



   Wenn die Umsetzung bei niedrigeren Temperaturen oder für eine kürzere Zeitspanne oder unter nicht wasserfreien Bedingungen durchgeführt wird, so nimmt das Verhältnis des   2',2',4,4-O,O,O,O-Tetratetrahydropyranyl-    coumermycin im Gemisch ab und das Verhältnis der anderen Tetrahydropyranyläther nimmt zu.



   Die Tetrahydropyranylhälfte, die an eine oder beide 4-0-Stellungen des Coumermycinmoleküls gebunden ist, ist in Gegenwart von polaren Lösungsmitteln ziemlich unbeständig. Wenn   2',2',4,4-O,O,O,O-Tetratetrahydro-    pyranylcoumermycin oder   2',2',4-0,0,0-Tritetrahydro-    pyranylcoumermycin aus einem heissen alkoholischen Lösungsmittelsystem kristallisiert oder umkristallisiert, werden die   4-0-Tetrahydropyranylätherfunktionen    zu 4 Hydroxylfunktionen gespalten und ergeben reines 2',2' -O,O-Ditetrahydropyranylcoumermycin. Die   2'-G-Tetra-    hydropyranylätherfunktionen sind im allgemeinen beständig, wenn die Kristallisierung in Abwesenheit saurer Sub stanzen durchgeführt wird.

  Die Trennung der Gemische der Tetrahydropyranylätherderivate kann durch fraktionierte Verteilungsreinigung vorgenommen werden. Das
Material ist praktisch geeignet als ein Gemisch von Di-, Tri- und Tetratetrahydropyranylcoumermycin od. es kann aus einem heissen alkoholischen Lösungsmittelsystem kri stallisiert werden und ergibt reines   2',2'-O,O-Ditetrahy-    dropyranylcoumermycin zur Verwendung als ein Zwi schenprodukt bei seiner abschliessenden Umwandlung zu einem biologisch aktiven Mittel.



      2',2' - 0,0 - Ditetrahydropyranylcoumermycin, 2',2',4-     -O,O,O-Tritetrahydropyranylcoumermycin und 2',2',4,4    -O,O,O,O-Tetratetrahydropyranylcoumermycin    als reine
Grössen oder deren Gemische sind wertvoll als Zwischen produkte bei der Herstellung von äusserst reinem Cou mermycin A1 oder A2. Das Mischen einer der obigen Verbindungen oder deren Gemische in einem alkoholi schen Lösungsmittel in Gegenwart einer katalytischen Menge einer Säure (ausgewählt aus den oben beschriebenen) bewirkt die Abspaltung aller   Tetrahydropyranylbin    dungen im Molekül.

  Anschliessende Isolierung des Produktes ergibt gereinigtes Coumermycin A1 oder A2, je nach dem Ausgangsmaterial.   2',2'-0,0-Ditetrahydropyr-    anylcoumermycin, 2', 2',   4-0,0,0-    Tritetrahydropyranylcoumermycin oder   2',2',4,4 -0,0,0,0-    Tetratetrahydropyranylcoumermycin als reine Grössen oder deren Gemische sind ebenfalls wertvoll als Zwischenprodukte bei der Herstellung von neuen und biologisch aktiven Verbindungen. 

  Die Behandlung einer der obigen Verbindungen oder eines Gemisches von zwei oder aller drei Verbindungen mit einem Acylierungsmittel wird das Coumermycinmolekül an einer oder beiden a-Amidbindungen zwischen dem Coumarin und den Pyrroldicarbonsäurehälften abspalten und Verbindungen der folgenden Formeln bilden:
EMI3.1     
 plus
EMI3.2     
 und/oder
EMI3.3     
 worin R Wasserstoff oder Methyl und R4 niedermolekulares Alkyl oder Aryl ist.  



   So kann eine Acylierungsabspaltung der Di-, Tri- oder Tetratetrahydropyranyläther von Coumermycin A1 oder deren Gemische durchgeführt werden, indem die obigen mit Benzoylchlorid, Benzoylbromid oder Benzoesäureanhydrid in Pyridin umgesetzt werden. Erhitzen des Gemisches bei Temperaturen unter dem Siedepunkt während mehrerer Stunden oder Halten des Gemisches bei Raumtemperatur während mehrerer Tage bewirkt die Herstellung eines Materials der Formel
EMI4.1     

Bei den verwendeten Reaktionsbedingungen werden alle Tetrahydropyranylhälften, die an die 4-0-Stellung gebunden sind, zu Hydroxyl gespalten.

  Weitere Behandlung des Produktes durch Vermischen in einem alkoholischen Lösungsmittel in Gegenwart einer katalytischen Menge einer Säure (von den oben beschriebenen) bewirkt die Spaltung der 2'-O-Tetrahydropyranylätherbindungen und ergibt   N-Benzoyl-3-amino-4-hydroxy-8-methyl-743 -      -0-(5-Methyl-2-pyrrolylcarbonyl)noviosyloxy]coumarin   
EMI4.2     
 das antibiotische Aktivität bei Säugetieren gegen Staphylococcus aureus zeigt.



   Die Standardprüfung von Coumermycin A1 wurde auf Petriplatten, die unter Verwendung von 10 ml Baltimore Biological Laboratories (BBL) Basisagar und einer Oberschicht von 4 ml BBL Samenagar hergestellt wurden und die mit Staph. aureus A.T.C.C. 6538 P. geimpft wurden, durchgeführt. Die Platten werden 18 Stunden lang bei 300C gebrütet. Es wird eine Standardsaktivitätskurve für Coumermycin Al bestimmt, indem Konzentrationen im Bereich von 0,07 bis 1,5 ug/ml verwendet werden.



   In der vorliegenden Erfindung soll die Verwendung des Wortes Coumermycin, ohne besonders Coumermycin A1 oder A2 zu nennen, entweder Coumermycin Al oder A2 oder deren Gemische bedeuten, wobei die genannten Verbindungen in diesem Verfahren chemisch äquivalent sind.



   In den bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung hat R die oben angegebene Bedeutung (und ist besonders Methyl) und   R    und R3 sind Wasserstoff.



   Beispiel I    2',2'-0,0-Ditetrahydropyranylcoumermycirz    A,
Fein gemahlenes Coumermycin A1,   5,5 g    (die freie Säure, gereinigt durch Umkristallisieren als das Natriumsalz), wird in 50 ml Dihydropyran (DHP) aufgeschlämmt und eine Spur von p-Toluolsulfosäure (2-3 mg) wird zugesetzt. Das Gemisch wird in einem Stöpselkolben bei wasserfreien Bedingungen bei 250C   3·    Stunden lang magnetisch umgerührt; die Lösung des Feststoffes wird nach zwei Stunden beendet.



   Die Lösung wird bei Mindesttemperatur (unter 400C) im Vakuum zur Trockne verdampft und der Rückstand wird in siedendem Aceton (30 ml) gelöst. Heisses Äthanol wird langsam unter Umrühren und Erhitzen zugesetzt, bis 100 ml zugegeben sind. Das Produkt kristallisiert beim Abkühlen über Nacht und ergibt 5,3 g (84%) feine kubische Kristalle. Weitere 810g   (13(7o)    trennen sich als eine zweite Ernte aus der Mutterlösung nach 24stündigem Stehen bei -50C ab.



   Eine Probe (1,7 g) wird zweimal aus Aceton-Äthanol umkristallisiert u. ergibt eine reine Probe (1,5 g), Schmelzpunkt : Zersetzung über   200oC.   



  Analyse für   C6sH750 52Ns    ber.: C 61,06 H 5,91 N 5,47 gef.: C 61,00 H 5,83 N 5,56 Neutrales Äquivalent: gefunden 623; berechnet 634.



   Beispiel 2    2',2'-0,0-Ditetrahydropyranylcoumermycin A1   
Coumermycin A1 (5,5 g) wird mit 50 ml Tetrahydrofuran (THF) bei Raumtemperatur bis zur völligen Lösung umgerührt. Dihydropyran (25 ml) und anschliessend der Katalysator Amberlyst 15   (H + )    Harz (enthält weniger als 0,5%   H3O)    werden zugesetzt. Unter fortgesetztem Umrühren werden weitere 25 ml Dihydropyran zugesetzt.



  Etwas Coumermycin wird als Gel abgetrennt.



   Die exotherme Umsetzung wird bei 300 bis 350C durch Verwendung eines Eiswasserbades gehalten und nach einer bis zwei Stunden kehrt das Gel allmählich zur Lösung zurück. Sobald die Lösung erreicht ist, verringert sich die exotherme Umsetzung. Es wird weiterhin zwei bis 3 Stunden lang umgerührt (die gesamte Umsetzungszeit beträgt ungefähr vier Stunden), wobei die Lösung dunkler wird und eine orangen-braune Farbe annimmt.



   Das Amberlystharz wird durch Filtrieren entfernt und die Lösung wird im Vakuum zu einem Sirup konzentriert. Bei der Verdünnung des Sirups mit Methanol (500 ml) bildet sich ein kristalliner Feststoff, der mit ein wenig Methanol gewaschen und anschliessend getrocknet wird und 6,06 g (93%) des Produktes ergibt.



   Das rohe Produkt wird in einem Gemisch von Methanol (20ml) und Methylenchlorid (20ml) gelöst. Die Lösung wird zum Sieden gebracht und Methanol wird zum Flockungspunkt zugesetzt (es sind ungefähr   30ml    erforderlich). Beim Abkühlen des Gemisches wird Methylenchlorid in solchen Mengen zugesetzt, dass es ausreichend ist, eine klare Lösung bei Raumtemperatur (22,50C) zu halten.  



   Beim Stehen kristallisiert das Produkt langsam in feinen Nadeln. Ausbeute: 3,96g (62%). Weitere 1,26g (20%) werden aus der Mutterlösung durch Verdünnung mit Methanol erhalten.



   Die Reaktionstemperatur kann ohne Kühlen ansteigen, ohne dass dies einen Nachteil mit sich brächte. Bei Umsetzungen in grösserem Masse kann die Reaktionswärme in der Tat vorteilhaft sein. Bei Versuchen mit grossen Mengen wurde das Reaktionsgemisch 24 Stunden lang gerührt, währenddessen das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur abkühlte (gewöhnlich in den ersten 6 Stunden). In den meisten Fällen wurde das Material nach der ersten Methanolausfällung für weitere Arbeit verwendet. Wenn dieses Material mehr als 2 ug/mg Aktivität durch Coumermycin A1 Prüfung hat oder wenn bedeutende Mengen Coumermycin (Rf   zur    0,3) und/oder seine Monotetrahydropyranylderivate (Rf = 0,45 - 0,50) vorgefunden werden, so wird es in das Verfahren zurückgegeben.

  Die Rf-Werte werden erhalten, indem dünnschichtige Chromatographieplatten, die aus Silicagel in einem Lösungsmittelsystem aus   9 : 21:    8 (Volumenteilen) Methylacetat: 2-Propanol: konzentrierter   NH4OH    hergestellt wurden, verwendet werden.



   Beispiel 3
Di-, Tri-   und      Tetratetrahydropyranykoum erniycin-       A1-Gemisch    und seine Abtrennung
Coumermycin A1 wird mit Tetrahydrofuran bei Raumtemperatur bis zur Lösung umgerührt. Dihydropyran und anschliessend Amberlyst 15 (H+) Harz (enthält weniger als 0,5%   H3O)    werden zugesetzt. Unter fortgesetztem Umrühren wird weiteres Dihydropyran zugegeben. Es bildet sich ein Gel, der sich nach ein bis zwei Stunden wieder löst. Es wird weiterhin bei Raumtemperatur über Nacht gerührt, währenddessen die Lösung nachdunkelt und eine orangen-braune Färbung annimmt.



   Das Amberlystharz wird durch Filtrieren entfernt und die Lösung wird im Vakuum zu einem Sirup konzentriert. Die Verdünnung des Sirups mit einer Mindestmenge Methanol ergibt einen rohen Feststoff (85 bis 95% Theorie). Der Feststoff wird im Vakuum getrocknet.



  Dünnschichtige Chromatographie zeigt an, dass der Feststoff aus mindestens drei Zonen (Rf 0,6 - 0,7) besteht.



   Mit einer Probe des Gemisches (15 g) wird eine Craig fraktionierte Verteilungsabtrennung durchgeführt. Bei Verwendung 1/2 Volumens obere Phase zu einem Volumen untere Phase und 1001 Übertragungen von einem System von 5:1: 5:1 von   CCl4:      CHCl3:      CH3OH:      H20    werden 97,5% des Feststoffes gewonnen. Es wurden folgende Ausbeuten aus den grösseren Konzentrationen erhalten, die durch ultraviolette Absorbierung bei 345   m,u    bestimmt wurden:   2',2',4,4-0,0.0,0-Tetratetrahydropyranyl      coumermycln    Al
Der tetrasubstituierte Tetrahydropyranyläther von
Coumermycin A1 wurde aus Röhren 21 durch 40 als ein reiner kristalliner Feststoff, 3,68 g,   Schmelzpunkt:Zer-    setzung über 2000C gewonnen.



   Analyse für   C75H91N5024:    ber.: C 62,27 H 6,34 N 4,84 gef.: C   62,03    H 6,31 N 4,94   2',2',4-0,0,0-Tritetrahydropyranylcoumermycin A1   
Der trisubstituierte Tetrahydropyranyläther von Coumermycin A1 wurde aus Röhren 41 durch 70 als ein reiner kristalliner Feststoff, 3,8 g, Schmelzpunkt: Zersetzung über 2000C gewonnen.



  Analyse für   C70H3N5O3:    ber.: C 61,71 H 6,14 N 5,14 gef.: C 61,65 H 6,19 N 5,34   2,2' -0, O-Ditetrahydropyranylcoumermycin    Al
Der disubstituierfe Tetrahydropyranyläther von Coumermycin A1 wurde aus Röhren 71 durch 100 als ein reiner kristalliner Feststoff, 1,8 g, Schmelzpunkt: Zersetzung über 2000C, gewonnen. Das Produkt war in seinen physikalischen Eigenschaften mit dem zuvor charakterisierten Material identisch.



     2' -O-Monotetrahydropyranytcoumermycin    Al
Der monosubstituierte Tetrahydropyranyläther von Coumermycin A1 wurde aus Röhren 101 durch 130 als ein reiner kristalliner Feststoff, 1,6 g, Schmelzpunkt : Zersetzung über   2000C,gewonnen.   



  Analyse für   CGoH65N502l    ber.: C 60,35 H 5,66 N 5,86 gef.: C 60,42 H 5,81 N 5,83
Coumermycin Al wurde in nicht umgesetztem Zustand aus Röhren 300 durch 499, 1,5 g, Schmelzpunkt: Zersetzung 240 bis 2450C, gewonnen, wobei dieses Produkt in seinen physikalischen Eigenschaften mit dem zuvor charakterisierten Material identisch ist.



   Beispiel 4    2',2'-0,0-Ditetrakydropyranylcoumermycin    Al
Coumermycin A, wird bei Raumtemperatur mit Tetrahydrofuran bis zur Lösung umgerührt. Es werden Dihydropyran und einige Tropfen konzentrierte   H3SO4    zugesetzt und es wird weiterhin ungefähr vier Stunden lang umgerührt. 5 g feinpulvriges   Na2CO3    werden zur Zerstörung der Säure zugesetzt. Dekantieren und nachfolgendes Entfernen des Lösungsmittels im Vakuum ergibt einen Sirup, der bei Verdünnen mit Methanol   zd    einem Feststoff kristallisiert. Umkristallisieren des Feststoffes aus Methanol, einem Methanol-halogenierten Kohlenwasserstoffgemisch oder Methanol-Acetongemisch ergibt ein reines Produkt, Schmelzpunkt : Zersetzung über 2000C, das mit dem zuvor charakterisierten Material identisch ist.

 

   Beispiel 5    2',2'-0,0-Ditetrahydropyranylcoumermycin    Al
Coumermycin A1 (1110,06g,   1,0 Mol)    wird in einem Gemisch von 11,2 Liter trockenes Tetrahydrofuran und 11,2 Liter trockenes Dihydropyran aufgeschlämmt. p Toluolsulfosäuremonohydrat (22,2 g) wird zugesetzt und die Lösung wird 20 Stunden lang bei Raumtemperatur umgerührt. Die Lösung wird auf 1/3 des Volumens im Vakuum bei weniger als 400C konzentriert, gefiltert und das Filtrat wird in 134 Liter trockenes Methanol bei   OOC    gegossen. Das Produkt kristallisiert, wenn es 30 Minuten lang bei   0     bis 50C umgerührt wird. Es wird durch Filtrieren gesammelt.

  Der Filterkuchen wird zu jeder Zeit durch trockenes Lösungsmittel bedeckt, während er mit  10 Liter trocknes, kaltes Methanol und anschliessend mit 5 Liter Petroleumäther gewaschen wird. Umkristallisieren aus heissem Methanol ergibt den gewünschten   2',2'-0,0-    -Ditetrahydropyranyläther, Smp. : Zersetzung über 2000C.



  Das Produkt ist in seinen Eigenschaften mit dem zuvor charakterisierten Material identisch.



   Beispiel 6    2',2'-O,O-Ditetrahydropyranylcoumermycin    A, über    2',2',4,4-0,0,0,0-  -Tetratetra/lydropyranylcoumermycin A1   
Reines   2',2',4,4 - O,O,O,O-Tetratetrahydropyranylcou-    mermycin A1, das nach dem Beispiel 3 erhalten wurde, wird in heissem Methanol gelöst, die Lösung wird im Vakuum konzentriert, der Feststoff kristallisiert beim Abkühlen und ergibt reines 2',2'-O,O-Ditetrahydropyranylcoumermycin A1, Schmelzpunkt: Zersetzung über 2000C, das mit dem zuvor charakterisierten Material identisch ist.



   Beispiel 7    2',2'-0,0-Ditetrafiydropyranylcountewnycin      A1    über    2',2',4-0,0,0-Tritetrahydropyranylcollmermycin    Al
Reines   2',2',4-O,O,O-Tritetrahydropyranylcoumermy-    cin A1, das nach dem Beispiel 3 erhalten wurde, wird in heissem Methanol gelöst, die Lösung wird im Vakuum konzentriert, der Feststoff kristallisiert beim Abkühlen und ergibt reines   2',2'-O,O-Ditetrahydropyranylcoumer    mycin A1, Schmelzpunkt : Zersetzung über 2000C, das mit dem zuvor charakterisierten Material identisch ist.



   Beispiel 8    2',2'-0,0-Ditetrakydropyranylcoumermycin    A2
Es wird nach der in Beispiel 1 beschriebenen, allgemeinen Arbeitsweise vorgegangen, mit dem Unterschied, dass das Coumermycin A1 durch Coumermycin   A    ersetzt wird, wobei 2' ,2'-O,O-Ditetrahydropyranylcoumermycin A2, Schmelzpunkt: Zersetzung über 2000C, erhalten wird.



   Beispiel 9    2',2',4-0,0,0-Tritetrakydropyranylcoumermycin    A2 und   2',2',4,4-0,0,0,0-       -Tetratetrahydropyranylcoumermycin    A2
Es wird nach der in Beispiel 3 beschriebenen, allgemeinen Arbeitsweise vorgegangen, mit dem Unterschied, dass das darin verwendete Coumermycin A1 durch Coumermycin   A3    ersetzt wird, wobei   2',2',4-O,O,O-Tritetra-    hydropyranylcoumermycin A2 (Schmelzpunkt Zersetzung über 2000C) und   2',2',4,4-O,O,O,O-Tetratetrahydropyr-    anylcoumermycin   A2    (Schmelzpunkt : Zersetzung über 2000C) erhalten werden.



   Erläuternde Arbeitsweise I
Reinigung von Coumermycin Al über seine    Tetrahydropyranyläth er   
Ein Gemisch von 2',2'-O,O-Ditetrahydropyranylcoumermycin A1,   2',2' ,4-O,O,O-Tritetrahydropyranylcoumer-    mycin A1 und   2',2',4,4-O,O,O,O-Tetratetrahydropyranyl-    coumermycin A1 wird zu gereinigtem Coumermycin A1 aufgespalten, indem das Äthergemisch in Methylalkohol zusammen mit einer katalytischen Menge p-Toluolsulfosäure gelöst und anschliessend mehrere Stunden lang gerührt wird. Das so erhaltene gereinigte Coumermycin A1 ist von höherer Qualität und schneidet bei einem Vergleich mit Coumermycin A1, das nach anderen Reinigungsverfahren hergestellt wurde, günstig ab.



   Erläuternde Arbeitsweise 2
Herstellung von   N-Benzoyl-3-amino-4-hydroxy-     -8-methyl-7-[3-0-(5-methyl-2-pyrrolylcarbonyl)    noviosyloxy]coumarin   
16g eines Gemisches von Di-, Tri- und Tetratetrahydropyranylcoumermycin A1 werden in 35 ml frisch destilliertes Pyridin gelöst. Benzoylchlorid (6,6 ml) wird der gerührten Lösung bei 250C während einer Zeit von 10 Minuten unmittelbar und sorgfältig zugesetzt und die Lösung wird bei Raumtemperatur insgesamt 124 Stunden lang umgerührt. Die tief orangefarbene Lösung wird im Vakuum auf ungefähr 50 ml konzentriert und in 2000 ml kräftig gerührtes Eiswasser gegossen. Der pH-Wert wird mit 6 N Salzsäure (500ml) auf 5,0 eingestellt und anschliessend wird bei   Go    bis 50C eine Stunde lang umgerührt.

  Die entstehenden rosafarbenen, unregelmässigen Feststoffe werden im Vakuum gefiltert, mit Wasser gewaschen, im Vakuum getrocknet und ergeben 19,6 g Feststoff; sein Staphylococcus aureus-Plattenversuch entspricht 0,51 ug/mg (verglichen mit dem Standard-Coumermycin A1).



   Die Behandlung des Feststoffes unter Verwendung der   Tetrahydropyranyläther-Abspaltungsreaktion,    die in der erläuternden Arbeitsweise 1 beschrieben wurde, ergibt 19 g eines roten kristallinen Rückstandes, Staphylococcus aureus-Plattenversuch entspricht 8,5 ug/mg. Fraktionierte Kristallisierung aus einem Äthylacetat-Petroleumäthergemisch ergibt 5,6 g eines hellgelben kristallinen Produktes, Schmelzpunkt: erweicht sich bei 1900C unter kräftiger Zersetzung bei 2300 bis   235oC.   

 

   Der Staph. aureus-Plattenversuch entspricht 54 ug/mg.



  Analyse für   C31H32010N2:    ber.: C 62,83 H 5,45 N 4,73 gef.: C 63,49 H 5,78 N 4,43
Anfängliche Studien mit Laboratoriumstieren zeigen, dass bei oraler oder intramuskularer Verabreichung Blutspiegel hervorgerufen werden, die von therapeutischer Wirksamkeit sind.



   Obwohl in der vorliegenden Beschreibung verschiedene Ausführungsformen der Erfindung in Einzelheiten angeführt wurden und zur Erläuterung herausgearbeitet wurden, wird es dem Fachmann klar sein, dass die Erfindung für weitere Ausführungsformen geeignet ist und dass viele der angegebenen Einzelheiten weitgehend ge ändert werden können, ohne von der grundsätzlichen Auffassung und dem Umfang der Erfindung abzugehen. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel EMI7.1 worin R2 und R3 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff oder EMI7.2 sind und R Wasserstoff oder Methyl ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung der Formel EMI7.3 mit einem molaren Überschuss an Dihydropyran und einer katalytischen Menge einer Säure umgesetzt wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man von Coumermycin A1 ausgeht und im Endprodukt R2 Wasserstoff und R3 EMI7.4 ist.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man von Coumermycin A1 ausgeht und im Endprodukt R3 Wasserstoff und R2 EMI7.5 ist.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man von Coumermycin A1 ausgeht und im Endnrodukt sowohl R2 als auch R3 EMI8.1 sind.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man von Coumermycin A1 ausgeht und im Endprodukt sowohl R2 als auch R3 Wasserstoff sind.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mit mindestens 20-fachem molarem Überschuss an Dihydropyran arbeitet.
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