CH504990A - Triebdrehgestell für Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge - Google Patents
Triebdrehgestell für Fahrzeuge, insbesondere SchienenfahrzeugeInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
- B61C9/00—Locomotives or motor railcars characterised by the type of transmission system used; Transmission systems specially adapted for locomotives or motor railcars
- B61C9/38—Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with electric motor propulsion
- B61C9/48—Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with electric motor propulsion with motors supported on vehicle frames and driving axles, e.g. axle or nose suspension
- B61C9/50—Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with electric motor propulsion with motors supported on vehicle frames and driving axles, e.g. axle or nose suspension in bogies
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Description
Triebdrehgestell für Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Triebdrehgestell für Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge, mit mindestens zwei Motoren.
Bei modernen Schienentriebfahrzeugen, insbeson dere bei leistungsstarken Triebwagen, kann von der Möglichkeit Gebrauch gemacht werden, die Elektrb motoren für den Radantrieb im zwischen den Radsätzen und den Drehgestell-Längsträgern zur Verfügung ste henden Raum unterzubringen.
Es war bisher üblich, die Motoren so einzubauen, dass sie in gleicher Drehrichtung drehen und ihre Achsen mindestens annähernd parallel zu den Radachsen verlaufen. Bei einer kompakten Anordnung der Trieb- motoren und ihrer festen Verbindung mit Drehgestell Längsträgern, wobei die Motorgehäuse am Kräftefluss des Drehgestells beteiligt werden können, machen sich jedoch Ungleichförmigkeiten bei pulsierendem Gleichstrom, die etwa 20 S betragen, störend bemerkbar, da sie zu Drehschwingungen des Drehgestellrahmens um eine den Motorenachsen etwa parallele Achse führen.
Bei Wechselstromantrieb sind die Ungleichförmigkeiten noch grösser und damit erhöht sich die Schwingungsgefahr.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Schwingungsgefahr auszuschliessen oder mindestens stark einzuschränken.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass zum Verhüten von Drehschwingungen die zwei Motoren mit entgegengesetzten Drehrichtungen arbeiten.
Üblicherweise sind pro Triebdrehgestell zwei Motoren vorgesehen.
Die Erfindung wird anschliessend beispielsweise anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Grundriss eines Drehgestells mit zwei längs eingebauten Motoren,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie A-A der Fig. 1,
Fig. 3 ein Triebdrehgestell schematisch von der Seite mit zwei quer eingebauten Motoren.
Die beiden Antriebsmotoren 1 sind untereinander durch eine Flanschverbindung 3 und mit Drehgestell Längsträgern 4 durch Flanschverbindungen 5 fest verbunden (Fig. 1 und 2). Die Antriebsmotoren 1 treiben über Kardanwellen 6 Achsgetriebe 7, welche auf Radsätzen 8 abgestützt sind. Hilfsquerträger 9 steilen eine weitere Verbindung zwischen den beiden Längsträgern 4 dar. Die Hillfsquerträger 9 sind aber nur so stark dimensioniert, dass beim Ausbau von einem oder beiden Motoren 1 die Form des Drehgestells im wesentlichen erhalten bleibt.
Im Betriebszustand bilden die Statorgehäuse 2 der Motoren die kräfteübertragende Verbindung zwischen den beiden Längsträgern 4. Es ist auch möglich, die Hilfsquerträger 9 so auszubilden, dass sie als Zuggurten zusammen mit den als Druckgurten wirkenden Statorgehäusen 2 der Motoren 1 die Verbindung zwischen den beiden Drehgestell-Längs trägern 4 bilden.
Bei einer anderen Ausführungsform können an steile der Hüfsquerträger 9, welche sich in der Nähe der Motoren 1 befinden, Kopfquerträger 11 des Drehgestellrahmens oder die Radsätze 8 über Lager und Achs büchsführung, die Verbindung zwischen den beiden DrehgesteilLLängsträgern 4 übernehmen.
Die Hiifsquerträger 9 können über Federn so mit den Längsträgern 4 verbunden werden, dass beim Ausbau der Motoren 1 automatisch das für das Heraus- heben der Motoren 1 nötige Spiel entsteht. In diesem Fall sind im betriebsbereit montierten Zustand die Hilfs- querträger 9 mit ihren elastischen Gliedern unter einer gewissen Dfuckspannung.
Ausser der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Anordnung der Motoren 1 mit mindestens annähernd parallel zur Längsachse liegenden Motorachsen ist es auch möglich, die Motoren mit annähernd parallel zur Querachse des Drehgestells liegenden Motorachsen einzubauen (Fig. 3).
In beiden Fällen besteht darüber hinaus die Möglichkeit, zwischen den Motoren 1 einen weiteren leichten Längsoder Querträger einzubauen.
Gemäss Fig. 3 sind zwischen einem hinteren Räderpaar 21 und einem vorderen Räderpaar 23 zwei Motoren 25 und 27, deren Achsen zu den Radachsen parallel verlaufen, angeordnet. Für die Vorwärtsfahrt drehen die Räder 21 und 23 in der Uhrzeigerrichtung, wobei die Bewegung des Fahrgestells in Richtung der Pfeile 29 und 31 erfolgt. Der Motor 25 dreht in Gegenuhrzeigerrichtung und treibt das Rad 21 direkt an, während der gegenläufig drehende Motor 27 für den Antrieb des Rades 23 über ein Zwischenfad- oder Zwischengetriebe 33 geschaltet werden muss.
Auch im Fal4e der längs eingebauten Motoren gemäss Fig. 1 und 2 heben die beiden in entgegengesetzten Richtungen drehenden Motoren die durch pulsierenden Gleichstrom oder Wechselstrom verursachten Ungleichförmigekeiten weitgehend auf. Dabei müssen allerdings die beiden getriebe gegengleich, d. h. mit gleichem Übersetzungsverhältnis, aber entgegengesetzter Antriebsdrehrichtung, gebaut sein.
Sowohl die längs als auch die quer angeordneten Motoren können entweder mit Wechsel- oder mit pulsierendem Gleichstrom betrieben werden.
Die mit diesen Massnahmen erzielbare Verminderung der Schwingungen des Drehgestellrahmens ergibt eine Verbesserung der Laufruhe des ganzen Fahrzeuges, was ganz besonders bei Personen-Triebwagen sehr erwünscht ist.
Bei Gleichstrom mit vernachlässigbarer Welligkeit verliert jedoch die Massnahme der gegenläufigen Drehungen ihren Zweck.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHTriebdrehgestell für Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge, mit mindestens zwei Motoren, dadurch gekennzeichnet, dass zum Verhüten von Drehschwingungen die zwei Motoren (25, 27) mit entgegengesetzten Drehrichtungen arbeiten.UNTERANSPRÜCHE 1. Triebdrehgestell nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorachsen mindestens annähernd parallel zur Längs- oder Querachse des Dlrehw gestells liegen.2. Triebdrehgestell nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Wechsel- oder pulsierender Gleichstrom die Motoren betreibt.3. Triebdrehgestell nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Statorgehäuse (2) mindestens eines Motors (1) als tragender Bestandteil des Drehgestells in dieses eingebaut ist.4. Triebdrehgestell nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Statorgehäuse (2) im betriebsfähigen Zustand mit mindestens einem Drehgestell Haupttfäger (4) fest verbunden ist.5. Triebdrehgesteli nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein mit dem Hauptträger (4) verbundener Hilfsträger (9) beim Ausbau des Motors (1) die Form des Drehgestells im wesentlichen aufrechterhält.6. Triebdrehgestell nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (1) zwischen zwei Hauptträgern (4) angeordnet ist.7. Triesbdrehgestell nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfsträger (9) in unmittelbarer Nähe des Motors (1) angeordnet ist.8. Triebdrehgestell nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfsträger (9) als Zug- und das Statorgehäuse (2) als Druckgurte der Querverbindung mindestens zweier Hauptträger (4) ausgebildet sind.9. Triebdrehgesteil nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen dem Hauptträger (4) und dem Hilfsträger (9) Federn umfasst, welche im betriebsbereiten Zustand des Drehgestells unter mechanischer Spannung stehen und beim Lösen der Motorverschraubungen durch entstehendes Spiel den Aus- und Einbau des Motors (1) erleichtern.10. Triebdrehgestell nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Haupt- als Längs- und der Hilfs- als Querträger ausgebildet sind.11. Triebdrehgestell nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass querverbindende Teile des Drehgestells, z. B. ein Drehgestell-Endquertfäger (11) und/oder ein Radsatz (8), als Hilfsquerträger ausgebildet sind.12. Triebdrehgestell nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Statorgehäuse (2) mindestens zweiter Motoren (1) fest miteinander verbunden sind.13. Triebdrehgestell nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen mindestens zwei Motoren (1) ein Längs- oder Querträger eingebaut ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT519668A AT281914B (de) | 1968-05-30 | 1968-05-30 | Triebdrehgestell für Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH504990A true CH504990A (de) | 1971-03-31 |
Family
ID=3573042
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH72469A CH504990A (de) | 1968-05-30 | 1969-01-17 | Triebdrehgestell für Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT281914B (de) |
| CH (1) | CH504990A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2827112A1 (de) * | 1978-06-13 | 1979-12-20 | Schweizerische Lokomotiv | Schienenfahrzeug mit zahnradantrieb |
-
1968
- 1968-05-30 AT AT519668A patent/AT281914B/de not_active IP Right Cessation
-
1969
- 1969-01-17 CH CH72469A patent/CH504990A/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2827112A1 (de) * | 1978-06-13 | 1979-12-20 | Schweizerische Lokomotiv | Schienenfahrzeug mit zahnradantrieb |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT281914B (de) | 1970-06-10 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |