CH505561A - Verfahren zum Herstellen eines mineralstoffhaltigen Produktes - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines mineralstoffhaltigen Produktes

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CH505561A
CH505561A CH559268A CH559268A CH505561A CH 505561 A CH505561 A CH 505561A CH 559268 A CH559268 A CH 559268A CH 559268 A CH559268 A CH 559268A CH 505561 A CH505561 A CH 505561A
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CH559268A
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Schanze Rudolf
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Flachsroeste Berching Gmbh
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
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Description


  
 



  Verfahren zum Herstellen eines mineralstoffhaltigen Produktes
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen eines   mineraistoffhaltigen    Produktes zur Beigabe bei der menschlichen und tierischen   Ernährung.   



   Mineralstoffgemische werden   hSauptsächllich    in der Tierernäherung eingesetzt, um den   Mineralstoffibedarf    der Tiere zu decken. Auch als Beigabe zur   mensch-      lochen      Ernäherung    finden Mineralstoffgemische aber ge   legentlich    Verwendung.



   Solche   Mineralstoffgelmische    bestehen aus überwiegend   anorganischen      Verbindungen      der    Elemente Ca, Na, Mg, Al, Si mit Sauerstoff, Chlor, Phosphorsäure und Kohlensäure. Daneben enthalten sie üblicherweise Spurenelemente, wie Fe, Cu, Co, Mn, Zn. Die blossen Mineralstoffgemische haben einen gestein artigen, staut bigen Charakter. Obwohl auf ihre Verabreichung in der Regel nicht verzichtet werden kann, weil sie zur Ge   sundheit    und Leistungsfähigkeit der Lebewesen dringend erforderlich sind, hat sich in der Praxis der Tierfütterung gezeigt, dass die erforderlichen Mengen irn   allgemeinen    ungern und meist in   unzureichendem    Masse aufgenommen werden.

  Dies   liegt    an der Staubbildung bei der   Aufnahme,    durch welche die Schleimhäute un   angenehm    gereizt werden, sowie an   dem      gesteinsar-    tigen, nahrungsfremden Charakter und dem meist un   angenehm GeschRmlack.   



   Es ist bekannt, diesem   Übel      dadurch    zu begegnen, dass dem Mineralstoffgemisch Melasse mechanisch beigemengt wird. Dies führt zwar zu einer einwandfreien Staubbindung, doch wird die   Aufnahvmefrowdigkeit    der Tiere durch die Melasse häufig nicht gesteigert. Dies   gilt besonders    in solchen   Cegenden,    wo Melasse auch sonst zu Futterzwecken vielfach eingesetzt wird, beispielsweise in Zuckerrübenanbaugebieten. Ausserdem kann das Vermischen mit Melasse infolge Lösung verschiedener Stoffe in   zudem    mit der Melasse zugeführten Wasser zu einer geschmacklichen Verschlechterung führen. Auch kann der durch   Idie    Melasse erhöhte Was   sergehalt    ungünstig für die Haltbarkeit zugesetzter Wirkstoffe, z.

  B. der Vitamine, sein. Mit Melasse gemischte   074inerailstoffgemische    sind   ausserdem    wegen ihrer   Kiels    rigkeit nur schwierig zu verpacken und zu transportieren.



   Der Erfindung liegt die Aufgabe   zugrunde,    ein mineralstoffhaltiges   Pfodulkt    zu schaffen, das die notwendigen Mineralien enthält und schon ohne Melassezusatz einen organischen, nahrungsähnlichen   Charak-    ter hat sowie bekömmlich und   schmackhaft    ist. Dies   wird      erfindulngslgemäss      dadurch    erreicht,   dass      ein    fertig zusammengestelites, trockenes Gemisch von Mineralstoffen mit einem eingedickten sauren   Milcherzeugnis      breiaftig    angerührt und dieser Brei   anschliessend    getrocknet wird.

  Insbesondere dann, wenn die saure Milch dem Mineralstoff in einer solchen Menge beigegeben wird, dass der   Anteil      der    Milchtrockenmasse im Mischstoff etwa 16-25 Gew.% beträgt, findet beim Vermengen der Mineralstoffe mit der sauren Milch eine noch nicht näher ergründete   chemische    Umsetzung statt.



  Bei dieser gehen die   zitratlösllNichen    Stoffe in Lösung.



  Nach dem Trocknen entsteht ein homogenes, neuartiges Produkt mit leicht körnigem Charakter, das   aage    nehm riecht, nicht staubt, weiss bis   cremefarbig    ist und den Eindruck eines organischen Stoffes macht. Wie Tierversuche gezeigt   haben,    wird   dieses    Produkt gerne aufgenommen. Es hat eine prozentual wesentlich höhere Appetenz auf die Tiere als   Idie    bisher bekannten Mineralstoffprodukte. Auch rein mengenmässig wird das   2-3-fache    gegenüber den   bekannten    Mineralstoffgemischen aufgenommen. Vorzugsweise wird beim Verfahren der Erfindung eingedickte Sauermolke verwendet.



  Die nach dieser Ausführungsform der Erfindung hergestellten mineralstoffhaltigen Produkte sind preiswert, da   die    zu verarbeitende Sauermolke ein   wolilfeiles    Erzeugnis ist und die verhältnismässig geringen Wassergehalte keine hohen Trocknungskosten verursachen.



  Diese   Ausführuntgsform    des erfindungsgemässen Verfahrens bietet   auch    eine günstige Möglichkeit zur Trocknung von   Sauermolken,    die sich in reiner Form aus technischen Gründen nicht trocknen lassen. Besonders haben sich die belkannten   Kartoffeltrookner    zum Durchführen des Trockenvorgangs als geeignet erwiesen. Für  diese meist ausschliesslich im   Saisonbetrieb    benutzten, sonst brachliegenden Geräte, bietet   das      erfindungslge-    mässe Verfahren eine zusätzliche kostentragende Nutzung.



   Zur Verbesserung der Staubbindung kann dem Mi   neralstoffgemisch    zusätzlich Fett   lund/eder    Lecithin, und zwar vorteilhafterweise in einer solchen Menge beigemischt werden, dass der Fett- bzw.   Leeithinanteil    im Endprodukt etwa 1-4 Gew.% beträgt.



   Zum Durchführen des erfindungsgemässen   Verfah    rens geht man folgendermassen vor:
Zunächst wird eine Mineralstoffvormischung geschaffen, die alle zur Versorgung des Organismus wesentlichen Bestandteile an Mineraistoffen enthält. Das fertiggestellte, trockene Gemisch wird mit eingedickter, konzentrierter saurer Milch, vorzugsweise Sauermolke, zu einer   flüssigen    bis   breiartigen    Masse verrührt. Dazu kann das   Mineraistoffgemisch    dem Milchkonzentrat zugeführt werden oder umgekehrt. Das so erhaltene NaPJgut, in welchem ein chemischer Umsetzungvorgang stattfindet, wird anschliessend getrocknet, wozu man es vorzugsweise einer Trocknungswalze mit oberer Auftragung zuführt, auf der der Wassergehalt des Gemenges verdampft wird.

  Dabei   entsteht    ein homogenes Produket, das keinen gesteinsartigen Charakter mehr hat, auf der Zunge zergeht und anregend und   bekömmlich    ist.



   Vor der Trocknung des   Nassgutes    kann eine Fett-, beispielsweise   Rindertaig-,      undioder      Leoithinlbeigabe    sowie eine Beigabe anderer Wirkstoffe, z.B. Vitamine, erfolgen. Letztere werden vom Trocknungsvorgang nicht beeinträchtigt, da dieser nur sehr   kurze    Zeit dauert.



   Das erzeugte Produkt ist gut lagerungsfähig, da es nur einen sehr geringen Wassergehalt aufweist. Infolge seines Gehalts an Milchsäure und Milchzucker ist das Produkt diätetisch wertvoll.   Mengenmässig    dient folgendes Ausführungsbeispiel zur Erläuterung des erfindungsgemässen Verfahrens:
25 kg eines trockenen Mineralstoffgemisches, das aus phosphorsaurem Kalk, kohlensaurem Kalk, Magnesiumoxyd, Natriumchlorid, Spurenelementen und Vitaminen besteht, wird mit 18 Litern einer   30-34 %    Trockenmasse enthaltenden Sauermolke vermengt. Hierzu werden noch 3 % Rindertalg   und    Lecithin im Verhältnis 1: 2 und geringe Mengen   an    Vitaminen gegeben. Dieses Gemenge wird etwa 15-20 Minuten im feuchten Zustand belassen und dann getrocknet und kann in dieser Form verfüttert werden.



   Das erfindungsgemäss hergestellte Stoffgemisch kann auch als Träger für Medikamente dienen. Infolge seiner appetitanregenden Eigenschaften bietet es sich zur Verabreichung an Tiere an, die infolge besonderer Umstände über das Futter medikamentös behandelt werden müssen, gleichzeitig aber geringe Neigung zur Futteraufnahme zeigen.

 

   Die Erfindung ist nicht   auf    die beschriebenen Verfahrensweisen beschränkt. Namentlich ist es möglich,   an Se Stelle von Sauermolke andere saure Milch, ins-    besondere Labmolke oder   Buttermiloh,    zu verwenden.



  Ferner kann das Minteralstoffgemisch bis zu etwa 50 % organischer Futtermittelstoffe und Stoffe mit Sonderwirkungen enthalten. Die Trocknung kann selbstverständlich auch auf anderen Geräten als Walzentrocknern erfolgen.



   Das nach der Erfindung hergestellte Produkt kann auch Menschen verabreicht werden. Da Menschen aber Mineralstoffe in Form von Tabletten in der Regel ohne Schwierigkeiten aufnehmen können, ist diese   Anwen    dung weniger interessant. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zum Herstellen eines mineralstoffhaltigen Produktes zur Beigabe bei der menschlichen und tieri- schen Ernährung, dadurch gekennzeichnet, dass ein fertig zusammengestelltes, trockenes Gemisch von Mineralstoffen mit einem eingedickten sauren Milcherzeugnis brelartig angerührt und dieser Brei anschliessend getrocknet wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eingedickte Sauermolke verwendet wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknung auf einem Walzentrockner mit Obenaufgabe erfolgt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das saure Milcherzeugnis dem Mineralstoffgemisch in einer Menge beigegeben wird, dass der Anteil der Milchtrockenmasse im Endprodukt etwa 16-25 Oew. 10 beträgt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Mineralstoffgemisch zusätzlich Fett beigemengt wird.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Mineralstoffgemisch zusätzlich Lecithin beigemengt wird.
    6. Verfahren nach Unteranspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Fett oder Lecithin in einer solchen Menge beigemengt wird, dass der Fett- bzw.
    Leeithinanteil im Endprodukt etwa 1-4 Gew. be trägt.
    7. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknung des Breies aus dem Mineralstoff- gemisch und dem sauren Mileherzeugnis erst dann erfolgt, wenn die zwischen der Milchsäure und den Mineralstoffen im feuchten Zustand ablaufenden chemischphysikalischen Umsetzungsvorgänge abgeschlossen sind.
    8. Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Brei aus Mineralstoffgeimisch und saurer Milch etwa 15 bis 20 Minuten im feuchten Zustand ist.
CH559268A 1967-04-17 1968-04-16 Verfahren zum Herstellen eines mineralstoffhaltigen Produktes CH505561A (de)

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EP0073173B1 (de) * 1981-08-21 1990-05-30 Monique née Perrier Lemonnier Aus wirbellosen Meerestieren extrahierte Produkte, deren Herstellung und Anwendungen als Arzneimittel, in Diätetik und Schönheitspflege
WO2004062378A1 (de) * 2003-01-13 2004-07-29 Deusa International Gmbh Salzmasse zur verwendung in oder als salzlecken

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