CH505565A - Tabakverarbeitungsverfahren - Google Patents

Tabakverarbeitungsverfahren

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CH505565A
CH505565A CH1017666A CH1017666A CH505565A CH 505565 A CH505565 A CH 505565A CH 1017666 A CH1017666 A CH 1017666A CH 1017666 A CH1017666 A CH 1017666A CH 505565 A CH505565 A CH 505565A
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Description


  
 



  Tabakverarbeitungsverfahren
Die Erfindung betrifft ein   Ta;bakverarbeitungsver-    fahren, insbesondere für die   Herstellung    von Zigaretten, sowie den nach diesem Verfahren verarbeiteten Tabak und ein Mittel zur Durchführung des Verfahrens.



   Krebs ist eine maligne Entwicklung   pathoiogisch    veränderter Zellen, die lokal beginnt, in benachbarten Gewebeteilen wächst und durch das Blut bzw. durch das   Lymphsystem    in den ganzen Körper streut. Derartige pathogene Zellen können sekundäre Tumoren in entfernten   Körperteilen    bilden. Diese   Erschesinungen    werden als Metastasen   bezeichnet.    Je nach Mass der   Bösartigkeit,    dem Ort und der Grösse solcher Tumoren kann der gesamte Organismus geschädigt werden.



   Die Fähigkeit bestimmter chemischer Wirkstoffe, insbesondere solcher, die chronische Reaktionen   erzen    gen, Krebs auszulösen ist ausführlich dokumentiert.



  Man ist sich auch heute   darüber    einig, dass in   Raucher    waren, insbesondere in Zigaretten,   derartige    carcinogene oder cancerogene Stoffe vorhanden sind bzw. gebildet werden können. Die als 3,4-Benzypyren bezeichnete Verbindung ist eines der stärksten im Tabak rauch ge   fundenen    Carcinogene und tritt   dort    in erheblich grösse   ren    Mengen auf, als alle   anderen    bisher identifizierten Verbindungen dieser Art. Die   kretbserzeugenden    Eigenschaften   dieses    Stoffes wurden schon seit längerem vermutet, da er auch im Kohlenteer, d. h. einer als   oancero-    gen bekannten Stoffmischung enthalten ist.



   Viele der   mehr    als 500 im Zigarettenrauch auf   gefundenen    Verbindungen zeigen einzeln keine cancerogene Wirkung. Es   wurde    jedoch   gefunden,    dass verschiedene   Ruchkomporenten    einen sogenannten   cow    cancerogenen oder synergistischen Effekt ausüben und den Rauch dadurch stärker cancerogen machen, als er   aufgrund    der reinen   Summenwirkung    der einzelnen Komponenten wäre.

  Dementsprechend könnte eine   Ausschaltung    oder erhebliche Verminderung der Wirkung eines der stärksten cancerogenen Stoffe, wie 3,4 Benzypyren, die   cancerogene    Wirkung des Rauches noch stärker !als der   Einzelwirkung      dieses    Stoffes entsprechend vermindern, weil auch seine Wechselwirkung mit den anderen Komponenten des Rauches verringert oder ausgeschaltet werden könnte.



   Die üblichen Testverfahren zur Bestimmung der   cancerogenen    Eigenschaften eines gegebenen Materials beruht auf der Behandlung von Versuchstieren, wie Mäusen, mit diesem Material. Jedes Mittel, das im Tierversuch Krebs   erzeugen    kann, ist auch als cancerogen für den Menschen verdächtig. Das relativ starke Ansprechen der Haut von Mäusen auf   cancerogene    Kohlenwasserstoffe, wie 3,4 Benzpyrin, macht diese   Versuchstiere    besonders   geeignet.   



   Obwohl die grössten Gefahren für die Gesundheit wahrscheinlich durch das Rauchen von Zigaretten und nur in geringerem   Masse    durch das Rauchen anderer   Rauchmittel,    wie   Zigarren    oder Pfeifen, bedingt sind, enthält   natürlich    jeder Tabakrauch verschiedene potentiell   cancerogene    Stoffe. Die vorliegende Erfindung ist   daher    auf die Verminderung der   oancerogenen    Wirkungen von Tabak allgemein gerichtet. Zur Vereinfachung wird jedoch im folgenden hauptsächlich auf das Zigaret   tenrauchen    Bezug   genomirien,    da hierdurch die vordringlichsten   medizinischen      Problém!e      bedingt    sind.



   Bisher gab es ausser   der    Rauchfilterung keine praktisch durchführbaren Methoden zur Ausschaltung bzw.



  erheblichen   Verminderung    der   cancerogenen    Eigenschaften von Zigarettenrauch. Es wurde nun aber ge   funden, dass    Verbesserungen bei Rauchmitteln, wie Zigaretten,   dadurch    erzielt werden können, dass der Tabak mit einem Mittel versehen wird, der eine Säure,   verzugs    weise eine organische Säure, wie eine   Polycarboxyl-    oxy-säure,   insbesondere    Zitronensäure, und chemisch   geben den es    Deuterium,   insbesondere      Deuterin moxyd,    enthält.

  Das Verfahren der Erfindung ermöglicht eine Verminderung oder Ausschaltung des 3,4-Benzpyrens,   das    normalerweise bei   der      Verbrennung    von Tabak auftritt und erzielt dies in einer einfachen und wirksamen Weise ohne merkliche   Beeinflussung    des   Rauchge-      schmacks    und ohne   esrhezóliche      Kostensteigerung,    weil die verwendeten Zubereitungen in geringen   Mengen    verwendet werden können und die Anlagekosten gering  sind.

  Schliesslich wird, was einer besonderen Bedin -gung bei der   Tahakbehandlung    entspricht, der Feuchtigkeitsgehalt des Tabaks durch die erfindungsgemässe Behandlung nicht über die normale Toleranz von 0,5   Oel.%,    die in der Industrie üblicherweise als   zu;    lässig gilt, erhöht.



   Es ist nicht geklärt, ob die Wirkung des erfindungsgemässen   Tabakverarbeitungsverfahrens    durch eine besondere Reaktion zwischen dem Mittel und dem Tabak, durch unbekannte Reaktionen bei der Pyrolyse eines in solcher Weise vorbehandelten   Tabaks    oder durch andere unbekannte Phänomene   bedingt    ist.



   Vorzugsweise wird zur erfindungsgemässen Verarbeitung von Tabak, welcher für die Herstellung von Zigaretten bestimmt ist, eine wässrige Lösung hergestellt, welche Zitronensäure und Deuteriumoxyd enthält, und auf den Tabak aufgesprüht. Gasförmiger Sauerstoff kann als Treibmittel oder Träger des versprühten Materials verwendet werden, doch zeigen vorläufige Testergebnisse, dass hierfür auch Stickstoff geeignet ist. Optimale Ergebnisse sind bisher bei   Velrweno      dung von praktisch reiner Zitronensäure (CGH807 ' H9O),    wie sie von der Firma E.   Merck,    Darmstadt (Deutschland) als Artikel   Nr.    244 erhältlich ist, erzielt worden.



  Dieses Produkt enthält ausser Zitronensäure die folgenden Anteile: wasserlöslicher Anteil max. 0,005 % Glührückstand (als Sulfat gewogen) max. 0,01    S    Chlorid max. 0,0005 % Sulfat max. 0,005 % Phosphat max. 0,001 % Oxalat max. 0,005   %    Tartrat max. 0,2 % Schwermetalle   (alsPb)    max. 0,0005 % Eisen max. 0,0003 % Calcium max. 0,0025 % Anstelle dieses speziellen Produktes können natürlich auch andere im Handel erhältliche   Zitronensäuren    verwendet werden.

  Obwohl anstelle von oder zusammen mit Zitronensäure auch andere Säuren verwendet werden können, müssen diese für den menschlichen Konsum in den   geringen    Mengen, in   welchen    sie den   Rau-      ch=r    allenfalls erreichen,   unschädlich    sein und sollen auch den Geschmack des Tabaks bzw. Rauches nicht nachteilig beeinflussen.



   Obwohl Deuteriumoxyd oder schweres Wasser erfindungsgemäss als Deuterium enthaltende Verbindung bevorzugt ist, ist für die Wirkung im wesentlichen das Deuterium atom oder   Deuterinmion    von Bedeutung. Es können aber auch andere organische oder anorganische Stoffe   verwendet    werden, in denen ein oder mehrere Wasserstoffatome   durch    Deuteriumatome ersetzt sind.



  Vorzugsweise sollten die Deuterium atome dissoziationsfähig sein, d. h. Deuteriumionen bilden können. Zahlreiche Deuterium enthaltende Stoffe der   genannten    Art sind bekannt, wie z. B. HDO, HDS, DoS,   NHdD,      NHD.,      NDs    und dergleichen. Ausserdem können Wasserstoffatome organischer Säuren durch das Deuteriumatom ersetzt werden, so dass anstelle der   Kom!bina-    tion von organischer Säure und Deuterium enthaltender Verbindung in dem   erfindungsgemäss    bevorzugten Mittel z. B. eine einzige Verbindung verwendet werden kann, die anstelle des normalen   Carboxylrestes    -COOH den entsprechenden Rest   -CO OD    enthält.



   Für das bevorzugte erfindungsgemässe Mittel wird ein relativ reines   Deuteriumoxyd    verwendet, wie es technisch von der Firma Merck als Artikel Nr. 2919 mit einem Gehalt von 99,75   S    schwerem Wasser erhältlich ist.



   Die bevorzugte Lösung wird bei   Raumtemperatur    oder zwischen 20 und 500 C unter Verwendung von destilliertem Wasser als Lösungsmittel hergestellt. Anstelle von destilliertem Wasser kann auch entionisiertes Wasser oder gutes Brunnen- oder Leitungswasser, verwendet werden. Eine   10gew.%'ige    Zitronensäurelösung wird mit 1-10   Ges.%    Deuteriumoxyd versetzt. Die organische Säure kann jedoch auch in anderen Konzentrationen   verwendet    werden, wobei auch die   Deute-    riumoxydmenge entsprechend verändert werden sollte.



   Die 10   %ige    acidische Lösung, die 1-10    Ó    schweres Wasser enthält, wird mit destilliertem Wasser verdünnt, bis ein pH von vorzugsweise zwischen 4 und 6 und optimal etwa 5 erreicht ist. Obwohl dieser pH-Wert etwas verändert werden kann, führt ein pH von erheblich unter 4 meist zu nachteiligen Wirkungen auf Ge   schmack    und Aroma des behandelten Tabaks bzw.



  Rauches. Für optimale Geschmackseigenschaften ist ein pH von etwa 5 zweckmässig. In ähnlicher Weise ist die obere pH-Grenze von 6 im Grunde durch praktische   Überlegungen    bedingt, und zwar dadurch, dass eine Lösung geringerer Acidität unerwünscht schwach wäre, so dass die Zugabe übermässiger Mengen dieser Lösung zur Tabakmischung erforderlich wäre, was zu einer nachteiligen Benetzung bzw. Befeuchtung des Tabaks führen würde.



   Die bevorzugte oben beschriebene Lösung kann bei normaler Raumtemperatur hergestellt und auf den Tabak in einer   Aromatisierungstromm el    aufgesprüht werden, die bei der Zigarettenherstellung in der Folge der üblichen Behanldlungseinrichtungen nach der Röstanlage und vor der   Wickelaniage    an einem Ort liegt, an welchem der erhitzte Tabak ausreichend   abgekühlt    ist, so dass die   Spruhlösung    nicht verdampft. Im allgemeinen ist ein Ort zweckmässig, bei welchem der Tabak eine Temperatur von etwa 300 C erreicht hat. Das Besprühen kann   normhalerweise    bei Raumtemperatur aber auch bei etwas höheren Temperaturen durchgeführt werden, wenn   dies    durch die im Herstellungsbetrieb herrschenden klimatischen Bedingungen erforderlich ist.



  Jedenfalls ist im allgemeinen eine Erwärmung der Lösung Vor dem Auftragen nicht erforderlich.



   Das quantitative Verhältnis der Lösung ist nicht kritisch, so lange wirksame Mengen der Wesentlichen Komponenten vorhanden sind, um die Verminderung der krebserzeugenden Eigenschaften zu bewirken. Bei Verwendung der oben   beschriebenen    bevorzugten Zubereitung werden etwa 300 ml der Lösung gleichmässig    uf    jeweils 100 kg Tabak in 2 min   verteilt.    Durch diese Behandlung wird der Feuchtigkeitsgehalt um etwa 0,4   Ges.%    erhöht, d. h. durchaus innerhalb der zulässigen technischen Grenze von 0.5   S.    Das Auftragen des beschriebenen Mittels auf den Tabak durch Versprühen hat sich aus praktischen Gesichtspunkten als am zweck   mässigsten    erwiesen. Man kann den Tabak auch in ein Bad der Zubereitung tauchen. 

  Bei einer entsprechenden Zusammensetzung der Zubereitung kann diese auch in Form eines Pulvers oder in Form eines unter Druck stehenden Gases auf den Tabak aufgetragen werden.



   Bei der bevorzugten Sprühbehandlung sollten die Teilchen eine solche Grösse haben, dass sie in der umgebenden Atmosphäre nicht schweben oder suspendiert  werden, sondern relativ   schnell    in direkten Kontakt mit dem Tabak   kommen.   



   Untersuchungen zeigen, dass 3,4-Benzpyren, das stärkste im   T'abakrauchkon'd'ensat      auftretende    cancerogene Material, durch die Behandlung von Tabak ge- mäss   der    Erfindung in irgendeiner Weise   desaktiviert    wird. Es ist möglich, dass die cocarcinogenen oder synergischen Wirkungen des 3,4-Benzpyrens mit den anderen Komponenten des   TSabakrauchs    durch die Wirkung der erfindungsgemässen Verarbeitung gestört wird.



  Jedenfalls konnte gezeigt werden, dass diese Behandlung   tatsächlich    zu einer   erhelulichen    Verminderung oder   Ausschaltung    der   careinogenen    Wirkungen von   Tabak    rauch führt. Die folgenden Testergebnisse sollen die Bedeutung der vorliegenden Erfindung   erläutesrn:   
Zwei Serien Zigaretten wurden hergestellt. Die erste Serie wurde in   wider    für   Idie    Herstellung normaler Filterzigaretten   üblichen    Weise   hergestellt    (Vergleichszigaret- ten). Die zweite Serie bestand aus Zigaretten gleicher Marke, deren Tabak jedoch in der oben beschriebenen bevorzugten Weise   verarbeitet    worden war.

  Ziel dieser Bestimmung war der Gehalt und die Wirkung der Zigaretten   ausweislich    chemischer und biologischer Untersuchungen.



   Die chemischen   Untersuchungen    beruhten auf dem Untersuchungsverfahren von Dr. Gernot Grimmer, ver öffentlicht in  Beiträge   zur      Tabakforschung ,    Hamburg, Nr. 3, Ausgust 1961, Seiten 107-116, unter dem Titel  Eine Methode zur   Bestimmung    von 3,4-Benzpyren in   TEabakrauchlkondensaten .   



   Die Untersuchungen nach der Methode von Grimmer an 4000 mechanisch gerauchten   Filterzigaretten    ergabeln das Vorliegen von 0,1 mg   carcinogenem    3,4 Benzpyren im Zigarettenrauch.   Diese    Menge 3,4-Benzpyren, die für   einel    Krebsgefahr im menschlichen Organismus ausreicht, wird in sieben Monaten von einem Raucher erreicht,   Ider    täglich den Rauch von 20 derartigen   Füterzigaretten    inhaliert.



   Mit Hilfe   wielderholtef    Dosen des   oarcinogelnen    3,4 Benzpyrens aus den abgerauchten   Vengleichszigaretten    der oben beschriebenen ersten Serie kann mit hohem Wahrscheinlichkeitsgrad bei weissen Mäusen ein   mali-    gner   Tumor    in der Nähe der   Auftragungsstelle    erzeugt   werden.    Das Versuchstier stirbt innerhalb weniger Wochen an diesem   Tumor.    Das   RauchkondensFat    von Zigaretten, deren Tabak erfindungsgemäss verarbeitet worden war, führte   dagegen    nicht zu Krebswachstum.



   In Fig. 1 sind die Ergebnisse der Versuche in vivo an fünf Gruppen von Mäusen, identifiziert durch die Buchstaben A bis einschliesslich E (Vertikalachse),   zu-    sammengestellt, die behandelt und während eines Zeitraums von 70 Tagen (Abszisse von Fig. 1) beobachtet wurden.   Insgesamt    wurden 150 ausgewachsene weisse Mäuse beiderlei Geschlechts für diese Versuche verwendet. Alle Tiere wurde abgesehen von der im folgenden beschriebenen Behandlung in genau gleicher Weise gefüttert und behandelt.



   Die Gruppe A bestand aus 30 Mäusen, denen in   traoutane    Injektionen des   carcinogenen    Materials aus dem Tabakrauchkondensat der Vergleichszigaretten an einer bestimmten Stelle des Rückens täglich während 10 Tagen verabreicht wurden. Die tägliche Verabreichung ist in Fig. 1 durch einen Stern (*) bezeichnet.



  Während des gleichen Zeitraums wurden 30 weitere Mäuse, als Gruppe B bezeichnet, mit dem   carcinogenen    Material aus dem Rauchkondensat der   VergleichsziOa-    retten durch Verabreichung in den Magen durch eine Drucksonde versehen.



   In beiden Fällen betrug die tägliche Dosis   po    Tier 0,1 mg   3,4-BIenz?yren    gelöst in   Öl.    Bei den   folgenden    Testen   wurde    die gleiche Dosis verabreicht.



   Weitere 30 Mäuse, bezeichnet als Gruppe C, wurden durch   intracubane      Injektionen    an bestimmten Teilen ihres Rückens täglich   während    10 Tagen mit 3,4-Benzpyren aus Zigaretten behandelt, die Tabak, der gemäss der Erfindung verarbeitet worden war, enthielten. 30 weitere Mäuse, als Gruppe D   bezeichnet,    erzielten 3,4-Benzpyren aus den Zigaretten, die   erfindungsgemäss    verarbeiteten Tabak enthielten, durch Drucksonde wäh   rend    des gleichen Zeitraums in   Iden    Magen verabreicht.



  Die Einführung des Materials aus den Zigaretten aus erfindungsgemäss   verarbeitetelm    Tabak   geschah    in   glei-    cher Weise, wie die Einführung des Materials aus   dem    Rauchkondensat der Vergleichszigaretten.



   Die restlichen 30 Mäuse,   bezeic.hnetlals    Gruppe E, wurden lediglich mit dem Lösungsmittel   zu    Vergleichszwecken behandelt, wobei die Verabreichung an 15 Mäuse intracutan und an die anderen 15 Mäuse durch Intubierung während   Ides    gleichen Zeitraums erfolgte.



   In Fig.   list    der Tod einer Maus in   einer    gegebenen Gruppe durch einen kleinen Kreis an dem Tage des   To-    des angegeben. Sofern die Maus   urämisoh    war, ist der Kreis in Fig. 1   ausgefüllt    und stellt einen schwarzen Punkt dar. Bei Magenruptur ist der Kreis in Fig. 1 mit einem Kreuz versehen.



   Während der ersten 10 Tage des Versuches, d. h.



  während der Zeit der Verabfolgung von 3,4-Benzpyren, starb kein Tier. Die 30 Mäuse   der    Gruppe A, die mit intracutanen Injektionen von   3,4qBenzpyren    aus dem Rauchkondensat unbehandelter Zigaretten versehen waren,   starben    zwischen dem 26. und dem 68. Tag nach   Versuchsbeginn,    wie   dies    in Fig. 1 zu erkennen ist.



  Alle diese Tiere zeigten eine deutliche Entwicklung von   Hauttumor.    Bei 14 Tieren dieser Gruppe deutete die Bestimmung des Reststickstoffes im Blutserum auf Urämie. Bei den restlichen Tieren dieser Gruppe war dies nicht der Fall.



   Die Tiere der Gruppe B, die mit   3,4-Benzpyren    aus dem Rauchkondensat   unbehandelter    Zigaretten durch den Magen behandelt worden waren, starben etwas früher, und zwar zwischen dem 28. und dem 53. Tag nach Versuchsbeginn. Bei 8 Tieren dieser   Gruppe    konnte Urämie festgestellt werden. Sieben der toten   Mäuse    zeigten an der Steile des Tumors einen   Magenriss.    Bei allen Tieren war der Magentumor ganz deutlich zu erkennen.



   Bei den Tieren der Gruppen C und D   wunde    weder   während    der Versuchs dauer noch   Idanach    die Bildung von   malignen    Tumoren festgestellt. Fernerhin konnte nach der Behandlung keine maligne Krankheitserscheinung   festgestellt    werden. Die Mäuse   Idler    Vergleichsgruppe   F,    die lediglich mit dem Lösungsmittel behandelt worden   waren,    zeigten bei   Beendigung    des Tests im Behandlungsgebiet keine Tumorbildung.

 

   Die oben   beschriebenen    in vivo Untersuchungen sind ein klarer Beweis dafür, dass die   cardnogenen    Eigenschaften   des    Tabakrauches durch das erfindungs   gefässe      Tabakverarbeitungsverfahren    erheblich vermindert waren.   Tatsächlich    zeigten die mit dem   normalef-    weise hoch carcinogenen Material   aus    dem Kondensat von   erfindungs'gemäss    verarbeitetem Tabak behandelten   Versuchstiere    keine Anzeichen von   Krebsbildung.     



   Beim Vergleich der Zigaretten aus erfindungsgemäss verarbeitetem Tabak mit den   Vergleichszigaretten    nach den üblichen Testmethoden auf Geschmack und Aroma wurden keinerlei   nachteilZige    Unterschiede festgestellt.



  Dies zeigt, dass die beschriebene Verarbeitung die Zigaretten in bezug auf Beurteilung durch Konsumenten der   Rauchmittei    in keiner Weise   verschlechtert    oder nachteilig beeinflusst haben.



      PATENTANSPRÜCHE       1.      Tabakverarbeitungsverfahreii,    dadurch gekennzeichnet, dass der Tabak mit einem Mittel versehen wird, das eine Säure und chemisch gebundenes Deuterium enthält, um -die Wirkungen des bei der Verbrennung von Tabak entstehenden   3,4-Benzpyrens    zu vermindern.



   II. Nach dem Verfahren gemäss   PFatentlanspruch    I verarbeiteter Tabak, dadurch gekennzeichnet, dass er mit einem Mittel versehen ist, das eine Säure und   ehe-    misch gebundenes Deuterium enthält.



   III. Mittel zur Durchführung   des    Verfahrens gemäss Patentanspruch I, dadurch   gekennzeichnet,    dass es   eine    Säure und chemisch gebundenes Deuterium enthält.



   IV. Anwendung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I für die   Herstellung    von Zigaretten aus dem behandelten Tabak.



      UNTERANSPRÜCHE   
1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel als Säure Zitronensäure enthält.



   2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel als chemisch gebundenes Deuterium   Deuteriumoxyd enthält.   



   3. Verfahren nach den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel eine wässrige Lösung ist.



   4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Lösung einen pH-Wert von 4-6, vorzugsweise von etwa 5 besitzt.

 

   5. Tabak nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Mischung von Zitronensäure und Deuteriumoxyd in einer Menge enthält, welche ausreicht, um den   3 ,4-Benzpyrengehalt    des bei der Ver   trennung    des Tabaks entstehenden Rauches zu   vernnn-    dern.



   6. Mittel nach Patentanspruch III, dadurch   gekenn-    zeichnet, dass es eine wässrige Lösung von Zitronensäure und   Deuteriumoxyd    ist.



   7. Mittel nach Unteranspruch 6,   dadurch    gekennzeichnet, dass es einen pH-Wert von   46,    vorzugsweise von etwa 5,   aufweist.   

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **.
    Beim Vergleich der Zigaretten aus erfindungsgemäss verarbeitetem Tabak mit den Vergleichszigaretten nach den üblichen Testmethoden auf Geschmack und Aroma wurden keinerlei nachteilZige Unterschiede festgestellt.
    Dies zeigt, dass die beschriebene Verarbeitung die Zigaretten in bezug auf Beurteilung durch Konsumenten der Rauchmittei in keiner Weise verschlechtert oder nachteilig beeinflusst haben.
    PATENTANSPRÜCHE 1. Tabakverarbeitungsverfahreii, dadurch gekennzeichnet, dass der Tabak mit einem Mittel versehen wird, das eine Säure und chemisch gebundenes Deuterium enthält, um -die Wirkungen des bei der Verbrennung von Tabak entstehenden 3,4-Benzpyrens zu vermindern.
    II. Nach dem Verfahren gemäss PFatentlanspruch I verarbeiteter Tabak, dadurch gekennzeichnet, dass er mit einem Mittel versehen ist, das eine Säure und ehe- misch gebundenes Deuterium enthält.
    III. Mittel zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Säure und chemisch gebundenes Deuterium enthält.
    IV. Anwendung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I für die Herstellung von Zigaretten aus dem behandelten Tabak.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel als Säure Zitronensäure enthält.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel als chemisch gebundenes Deuterium Deuteriumoxyd enthält.
    3. Verfahren nach den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel eine wässrige Lösung ist.
    4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Lösung einen pH-Wert von 4-6, vorzugsweise von etwa 5 besitzt.
    5. Tabak nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Mischung von Zitronensäure und Deuteriumoxyd in einer Menge enthält, welche ausreicht, um den 3 ,4-Benzpyrengehalt des bei der Ver trennung des Tabaks entstehenden Rauches zu vernnn- dern.
    6. Mittel nach Patentanspruch III, dadurch gekenn- zeichnet, dass es eine wässrige Lösung von Zitronensäure und Deuteriumoxyd ist.
    7. Mittel nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass es einen pH-Wert von 46, vorzugsweise von etwa 5, aufweist.
CH1017666A 1965-07-16 1966-07-13 Tabakverarbeitungsverfahren CH505565A (de)

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DE1965B0082871 DE1517262A1 (de) 1965-07-16 1965-07-16 Verfahren zur beseitigung der krebserzeugenden eigenschaften des 3,4 - benzpyrens im zigarettentabak
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