CH505771A - Verfahren zur Herstellung von Orcin - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Orcin

Info

Publication number
CH505771A
CH505771A CH1323468A CH1323468A CH505771A CH 505771 A CH505771 A CH 505771A CH 1323468 A CH1323468 A CH 1323468A CH 1323468 A CH1323468 A CH 1323468A CH 505771 A CH505771 A CH 505771A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
cresol
orcine
chloro
melt
water
Prior art date
Application number
CH1323468A
Other languages
English (en)
Inventor
Hellmuth Dr Pflugk
Original Assignee
Union Rheinische Braunkohlen
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Union Rheinische Braunkohlen filed Critical Union Rheinische Braunkohlen
Priority to CH1323468A priority Critical patent/CH505771A/de
Publication of CH505771A publication Critical patent/CH505771A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C37/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
    • C07C37/01Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by replacing functional groups bound to a six-membered aromatic ring by hydroxy groups, e.g. by hydrolysis
    • C07C37/02Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by replacing functional groups bound to a six-membered aromatic ring by hydroxy groups, e.g. by hydrolysis by substitution of halogen

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Orcin
Die bisher beschriebenen Syntheseverfahren für Orcin, das 3,5-Dihydroxytoluol, sind umständlich und aufwendig und erlauben es nicht, Orcin in grossem Massstab zu gewinnen. So wurde z.B. seine Herstellung durch Kalischmelze von 3,5-Dibromtoluol oder auch 5-Chlor- oder 5-Bromtoluolsulfonsäure bei 280-3000C, durch Diazotierung von 3-Oxy-5-aminotoluol oder durch Abspaltung der Carboxylgruppe aus 4,6-Dioxy-2-methylbenzoesäure beschrieben. Man erhält Orcin ferner neben anderen Produkten bei der Oxydation von m-Kresol mit Wasserstoffperoxid. Im DRP 20713 wird allgemein gesagt, dass man als Ausgangsmaterial für seine Herstellung Toluolderivate einsetzen soll, die in den m-Stellungen zur Methylgruppe in Hydroxyl umwandelbare Substituenten enthalten.

  Die bisher vorgeschlagenen Ausgangsprodukte für die Orcinsynthese sind also selbst verhältnismässig schwierig zu gewinnen und die Verfahrensweisen so aufwendig, dass Orcin bisher nur als Laborchemikalie zu betrachten ist.



   Es wurde nun gefunden, dass man auf sehr einfache Weise Orcin in grossem Massstab herstellen kann, wenn man Brom-m-kresol bzw. Chlor-m-kresol, dessen Halogenatom sich in 4- oder 6-Stellung befindet, mit Ätzalkalien einschmelzt. Dabei tritt überraschenderweise eine Umlagerung der Halogenatome von der o-Stellung in die m-Stellung auf, so dass sich als Hauptprodukt der Verseifung Orcin bilden kann. Es war ferner überraschend, dass die Umsetzungen gegebenenfalls schon bei verhältnismässig niedrigen Temperaturen, z.B. im Bereich von 150-1800C, durchgeführt werden können. Die Ausgangsprodukte der neuen Synthese, insbesondere das 4-Chlor -m-kresol und das 6-Chlor-m-kresol, sind verhältnismässig billig und werden in grossem Massstab hergestellt, da sie als Bakterizide und Fungizide Verwendung finden.



  Damit ist ein besonders einfacher Weg zur technischen Synthese des Orcins gegeben.



   Beispiel I
In einem Nickeltiegel wurden 400 g Ätzkali + 50 ml Wasser zum Schmelzen gebracht und bei ca. 1500C unter kräftigem Rühren 100 g   4-Chlor-m-kresol    portionsweise eingetragen. Danach wurde die Temperatur in der Schmelze auf 1750C erhöht und unter Rühren 8 Stunden konstant gehalten. Nach Abkühlen wurde die Schmelze in 500 ml Wasser gelöst und mit Mineralsäure kongosauer gemacht. Die saure Lösung wurde mit Äther extrahiert, das Lösungsmittel abdestilliert und der Rückstand, 86 g der Vakuumdestillation unterworfen. Es wurden 57 g = 65,5% der Theorie Orcin   (kit2    165-1720C) erhalten, aus dem nach dem Umkristallisieren aus Wasser Orcin-monohydrat mit einem Fp. 56-570C gewonnen wurde.

 

   Beispiel 2
In einem Nickeltiegel wurden 360 g Ätzkali + 40 ml Wasser zum Schmelzen gebracht und bei ca. 1500C unter kräftigem Rühren 80 g 6-Chlor-m-kresol portionsweise eingetragen. Danach wurde die Temperatur in der Schmelze auf 1700C erhöht und unter Rühren 5 Stunden konstant gehalten. Die weitere Aufarbeitung erfolgte   gemäss    Beispiel 1, jedoch wurde mit Butylacetat extrahiert und aus Chloroform umkristallisiert. Es wurden 27,2 g = 39% der Theorie Orcin mit einem Fp. 1040C erhalten.



   PATENTANSPRUCH



   Verfahren zur Herstellung von Orcin, dadurch gekennzeichnet, dass man Brom-m-kresol bzw. Chlor-m -kresol, dessen Halogenatom sich in 4- oder 6-Stellung befindet. mit Ätzalkalien einschmelzt.

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **.
    Verfahren zur Herstellung von Orcin Die bisher beschriebenen Syntheseverfahren für Orcin, das 3,5-Dihydroxytoluol, sind umständlich und aufwendig und erlauben es nicht, Orcin in grossem Massstab zu gewinnen. So wurde z.B. seine Herstellung durch Kalischmelze von 3,5-Dibromtoluol oder auch 5-Chlor- oder 5-Bromtoluolsulfonsäure bei 280-3000C, durch Diazotierung von 3-Oxy-5-aminotoluol oder durch Abspaltung der Carboxylgruppe aus 4,6-Dioxy-2-methylbenzoesäure beschrieben. Man erhält Orcin ferner neben anderen Produkten bei der Oxydation von m-Kresol mit Wasserstoffperoxid. Im DRP 20713 wird allgemein gesagt, dass man als Ausgangsmaterial für seine Herstellung Toluolderivate einsetzen soll, die in den m-Stellungen zur Methylgruppe in Hydroxyl umwandelbare Substituenten enthalten.
    Die bisher vorgeschlagenen Ausgangsprodukte für die Orcinsynthese sind also selbst verhältnismässig schwierig zu gewinnen und die Verfahrensweisen so aufwendig, dass Orcin bisher nur als Laborchemikalie zu betrachten ist.
    Es wurde nun gefunden, dass man auf sehr einfache Weise Orcin in grossem Massstab herstellen kann, wenn man Brom-m-kresol bzw. Chlor-m-kresol, dessen Halogenatom sich in 4- oder 6-Stellung befindet, mit Ätzalkalien einschmelzt. Dabei tritt überraschenderweise eine Umlagerung der Halogenatome von der o-Stellung in die m-Stellung auf, so dass sich als Hauptprodukt der Verseifung Orcin bilden kann. Es war ferner überraschend, dass die Umsetzungen gegebenenfalls schon bei verhältnismässig niedrigen Temperaturen, z.B. im Bereich von 150-1800C, durchgeführt werden können. Die Ausgangsprodukte der neuen Synthese, insbesondere das 4-Chlor -m-kresol und das 6-Chlor-m-kresol, sind verhältnismässig billig und werden in grossem Massstab hergestellt, da sie als Bakterizide und Fungizide Verwendung finden.
    Damit ist ein besonders einfacher Weg zur technischen Synthese des Orcins gegeben.
    Beispiel I In einem Nickeltiegel wurden 400 g Ätzkali + 50 ml Wasser zum Schmelzen gebracht und bei ca. 1500C unter kräftigem Rühren 100 g 4-Chlor-m-kresol portionsweise eingetragen. Danach wurde die Temperatur in der Schmelze auf 1750C erhöht und unter Rühren 8 Stunden konstant gehalten. Nach Abkühlen wurde die Schmelze in 500 ml Wasser gelöst und mit Mineralsäure kongosauer gemacht. Die saure Lösung wurde mit Äther extrahiert, das Lösungsmittel abdestilliert und der Rückstand, 86 g der Vakuumdestillation unterworfen. Es wurden 57 g = 65,5% der Theorie Orcin (kit2 165-1720C) erhalten, aus dem nach dem Umkristallisieren aus Wasser Orcin-monohydrat mit einem Fp. 56-570C gewonnen wurde.
    Beispiel 2 In einem Nickeltiegel wurden 360 g Ätzkali + 40 ml Wasser zum Schmelzen gebracht und bei ca. 1500C unter kräftigem Rühren 80 g 6-Chlor-m-kresol portionsweise eingetragen. Danach wurde die Temperatur in der Schmelze auf 1700C erhöht und unter Rühren 5 Stunden konstant gehalten. Die weitere Aufarbeitung erfolgte gemäss Beispiel 1, jedoch wurde mit Butylacetat extrahiert und aus Chloroform umkristallisiert. Es wurden 27,2 g = 39% der Theorie Orcin mit einem Fp. 1040C erhalten.
    PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von Orcin, dadurch gekennzeichnet, dass man Brom-m-kresol bzw. Chlor-m -kresol, dessen Halogenatom sich in 4- oder 6-Stellung befindet. mit Ätzalkalien einschmelzt.
CH1323468A 1968-09-04 1968-09-04 Verfahren zur Herstellung von Orcin CH505771A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1323468A CH505771A (de) 1968-09-04 1968-09-04 Verfahren zur Herstellung von Orcin

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1323468A CH505771A (de) 1968-09-04 1968-09-04 Verfahren zur Herstellung von Orcin

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH505771A true CH505771A (de) 1971-04-15

Family

ID=4390578

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1323468A CH505771A (de) 1968-09-04 1968-09-04 Verfahren zur Herstellung von Orcin

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH505771A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH505771A (de) Verfahren zur Herstellung von Orcin
DE938014C (de) Verfahren zur Herstellung kristallisierter Vanillylamide
DE955233C (de) Verfahren zur Herstellung von Pentaerythrittrichlorhydrin
DE2055494A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Thiobisphenolen
DE2237750C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Brenzcatechin
AT201248B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen 6-Hydroxy-3:5-cyclopregnan-20-ons
AT163638B (de) Verfahren zur Herstellung von Methylchlorphenoxyalkylcarbonsäureverbindungen
DE1294967B (de) Verfahren zur Herstellung von Orcin (3,5-Dihydroxytoluol)
DE921626C (de) Verfahren zur Herstellung von Xanthen-9-carbonsaeure
AT242124B (de) Verfahren zur Gewinnung von Naphthochinon-(1,4)
DE960538C (de) Verfahren zur Herstellung von 5-Benzyloxy-ª‰, 2-dinitrostyrolen
DE1135488B (de) Verfahren zur Herstellung von Diphenylolalkanen
DE919666C (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeuregruppen tragenden Kunstharzaustauschern auf phenolischer Grundlage
DE875803C (de) Verfahren zur Herstellung von Pentaerythritdichlorhydrin
DE736024C (de) Verfahren zur Herstellung sauerstoffhaltiger Anthracenabkoemmlinge
DE932125C (de) Verfahren zur Umlagerung von Naphthalsaeure in Naphthalin-2, 6-dicarbonsaeure
AT360019B (de) Verfahren zur herstellung von neuen piperidin- derivaten und deren salzen
DE2558148C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Bis-(N-acylaminomethyl)-äthern
DE568549C (de) Verfahren zur Darstellung von 2-Alkoxy-5-nitropyridinen
DE1568184A1 (de) Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls im Kern substituierter Zimtsaeure
DE487788C (de) Verfahren zur Darstellung der N-Oxyaethylderivate von Kernsubstitutionsprodukten und Homologen des 4-Amino-1-oxybenzols
DE753437C (de) Verfahren zur Herstellung von Umwandlungsprodukten des Cyclohexanonoxims
AT229318B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen 3-Methoxy-2-sulfanilamido-pyrazins
AT211803B (de) Verfahren zur Gewinnung von Pentaerythrit und Alkaliformiat aus den bei der Herstellung von Pentaerythrit anfallenden Mutterlaugen
CH295046A (de) Verfahren zur Herstellung von Korksäure.

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased