CH506680A - Verfahren zum Verhindern von Schnee- und Eisrutschungen von einem Gebäudedach - Google Patents

Verfahren zum Verhindern von Schnee- und Eisrutschungen von einem Gebäudedach

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CH506680A
CH506680A CH1109570A CH1109570A CH506680A CH 506680 A CH506680 A CH 506680A CH 1109570 A CH1109570 A CH 1109570A CH 1109570 A CH1109570 A CH 1109570A CH 506680 A CH506680 A CH 506680A
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CH
Switzerland
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fastening
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Application number
CH1109570A
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English (en)
Inventor
Andermatt Paul
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Andermatt Paul
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Publication of CH506680A publication Critical patent/CH506680A/de

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04DROOF COVERINGS; SKY-LIGHTS; GUTTERS; ROOF-WORKING TOOLS
    • E04D13/00Special arrangements or devices in connection with roof coverings; Protection against birds; Roof drainage ; Sky-lights
    • E04D13/10Snow traps ; Removing snow from roofs; Snow melters

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Buildings Adapted To Withstand Abnormal External Influences (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zum Verhindern von Schnee- und Eisrutschungen von einem Gebäudedach
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verhindern von Schnee- und Eisrutschungen von einem Gebäudedach sowie auf einen Satz von Bauelementen zur Durchführung des Verfahrens.



   Es ist bekannt, dass durch Schnee- und Eisrutschungen von Gebäudedächern Personen gefährdet und Sachschäden verursacht werden können. Um dieser Erscheinung zu begegnen, sind bisher lediglich Schneefänger in der Form von kleinen   Zäunen    bekannt geworden, die bei der Dachrinne und parallel zu dieser auf dem Dach angebracht werden. Mit solchen Zäunen können jedoch Rutschungen, insbesondere bei grossen auf einem Dach liegenden Schnee- und Eismassen, nicht mit Sicherheit verhindert werden, so dass der Hausbesitzer oft gezwungen ist, besondere Massnahmen (Entfernung des Schnees vom Dach und/oder Sperrung von Verkehrsflächen) zu ergreifen.



   Die Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Mängeln abzuhelfen.



   Es wurde erkannt, dass eine Mitursache von Schneeund Eisrutschungen von einem Gebäudedach häufig die im Inneren des Gebäudes erzeugte Wärme ist, welche in mehr oder weniger unmittelbarer Nachbarschaft der Dach oberfläche den Schnee mindestens vorübergehend zum Schmelzen bringen kann. Beim Wiedergefrieren kann sich im unteren Teil der Schneedecke eine zusammenhängende Eisschicht bilden. Eine solche Eisschicht und Schmelzwasser auf der Dachoberfläche begünstigen Rutschungen.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist nun dadurch gekennzeichnet, dass man auf dem Dach parallel zur Dach oberfläche ein Netz oder Gitter derart anbringt, und verankert, dass das Netz bzw. Gitter von der Dachoberfläche mindestens stellenweise einen Abstand hat, um den Abfluss von Schmelzwasser auf der Dachoberfläche unter dem Gitter zu ermöglichen.



   Durch den Abstand von der Dachoberfläche befindet sich das Netz bzw. Gitter, wenn auf der Dachoberfläche eine Schnee- und/oder Eisschicht liegt, mindestens stellenweise im Inneren dieser Schicht. Es kann dort einfrieren und die Schicht sicher verankern. Wenn unmittelbar auf der Dachoberfläche Schnee schmilzt, dann kann das Schmelzwasser unter der vom Netz bzw. Gitter getragenen Schicht abfliessen. Dadurch kann gleichzeitig ein Eindringen von durch Schnee und/oder Eis gestautem Schmelzwasser durch das Dach hindurch (z.B. bei einem Ziegeldach zwischen den Ziegeln hindurch) vermieden werden.



   Nachstehend werden anhand der Zeichnung Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 schematisch eine Teilansicht eines Ziegeldaches mit einem darauf ausgelegten und verankerten Netz oder Gitter,
Fig. 2 eine ähnliche Ansicht eines anderen Ziegeldaches und
Fig. 3 einen Vertikalschnitt durch das in Fig. 2 gezeigte Dach.



   Das in Fig. 1 schematisch dargestellte Dach besitzt eine Deckung aus Hohlziegeln 1, die im speziellen   FaU    sogenannte    Pfannen     sind. Auf die Ziegel 1 ist ein Netz oder Gitter 2 aus Stahldraht aufgelegt. Das Netz bzw.



  Gitter 2 besitzt eine Maschenweite von 2 bis 10 cm, vorzugsweise von etwa 4 bis 5 cm. Es liegt auf den Erhöhungen der Ziegel 1 auf und hat zwischen diesen Erhöhungen von der Dachoberfläche einen Abstand a von etwa 4 bis 5 cm. Allgemein sollte das Netz bzw.



  Gitter von der Dachoberfläche mindestens stellenweise einen Abstand von etwa 3 bis 10 cm haben, und zwar derart, dass durch die so gebildeten Zwischenräume, z.B.



  in der Fallinie verlaufende Rinnen, Wasser unter dem Netz bzw. Gitter abfliessen kann. Gewünschtenfalls könnte das Netz bzw. Gitter auf der Dachoberfläche durch besondere Abstandselemente abgestützt werden.



   Vorzugsweise erstreckt sich das Netz bzw. Gitter 2 über die ganze Oberfläche des Daches. Zur Verankerung und Befestigung des Netzes bzw. Gitters 2 dienen Befestigungshaken 3. Diese Haken sind zwischen den Ziegeln 1 hindurchgeführt und in nicht dargestellte Dachsparren eingeschlagen oder in anderer Weise an diesen befestigt. An den freien Enden der Haken 3 ist das Netz bzw. Gitter lösbar eingehängt, so dass es bei Nichtgebrauch, z.B. im Sommer, leicht abgenommen werden kann. Die Haken 3 können in mehreren horizon  talen Reihen übereinander angeordnet werden. Der Ab stand zwischen diesen Reihen kann beispielsweise etwa 1 Meter betragen. Innerhalb jeder Reihe können die Haken voneinander Abstände gleich den Abständen der Dachsparren haben, beispielsweise etwa 70 cm.



   Das in   Fig.2    und 3 schematisch dargestellte Dach besitzt eine Deckung aus Flachziegeln 4, die in bekannter Weise auf Dachsparren 5 (Fig. 3) abgestützt sind. Auf diesem Dach ist ein Netz bzw. Gitter 6 aus horizontalen und aus parallel zur Fallinie verlaufenden Drähten ausgelegt und lösbar befestigt. Die Befestigung erfolgt wieder mit Haken 3, die zwischen den Ziegeln 4 hindurchgeführt und in die Dachsparren 5 eingeschlagen werden.



   Das Netz bzw. Gitter 6 besitzt eine Maschenweite von 2 bis 10 cm, vorzugsweise etwa 5 cm, und es hat von der Dachoberfläche einen Abstand von etwa 4 bis 6 cm. Um diesen Abstand zu erhalten, sind Abstandelemente in der Form von Abbiegungen 7 der Netz- bzw. Gitterdrähte vorgesehen. Die Abbiegungen 7 stehen etwa senkrecht zur Ebene des Netzes bzw. Gitters 6 bzw. zur Dachoberfläche. Im dargestellten Beispiel besitzt jeder horizontale Draht des Netzes bzw. Gitters Abbiegungen 7 in gegenseitigen Abständen von etwa 40 cm.



   Versuche haben bestätigt, dass sich mit den beschriebenen Netzen bzw. Gittern Schnee- und Eisrutschungen von einem Gebäudedach mit grosser Sicherheit verhindern lassen. Wenn auf einem Dach Schnee liegt und ein derartiges Netz oder Gitter nicht vorhanden ist, dann kann in der Nähe der Dachoberfläche durch im Inneren des Gebäudes erzeugte Wärme der Schnee vorübergehend geschmolzen werden. Beim Wiedergefrieren bildet sich dann eine zusammenhängende Eisschicht, die auf der Dachoberfläche aufliegt und die gerne mit dem daraufliegenden Schnee abrutscht, insbesondere dann, wenn sich auf der Dachoberfläche erneut Schmelzwasser bildet. Wenn dagegen die beschriebenen Netze bzw.



  Gitter vorhanden sind, dann frieren diese in die auf dem Dach liegende Schnee- und Eisschicht ein und halten die Schicht fest. Wenn die Schicht von unten her geschmolzen wird, entstehen zwischen dem Netz bzw. Gitter und der Dachoberfläche in erwünschter Weise Hohlräume, durch welche das Schmelzwasser abfliessen kann, ohne für die Schnee- und Eisschicht einen Gleitfilm zu bilden.



  Da die vom Netz bzw. Gitter getragene Schicht nicht auf die Dachoberfläche fällt oder sinkt. wird auf dieser auch kein Schmelzwasser gestaut, welches sonst unter Umständen durch das Dach hindurch in das Gebäude eindringen und Schäden verursachen könnte.



   Die beschriebenen Netze bzw. Gitter können sehr leicht montiert u. gewünschtenfalls, z.B. in den schneefreien Jahreszeiten, wieder abgenommen werden. Man kann auch gefärbte Netze bzw. Gitter verwenden, die in der Farbe der Dachdeckung angepasst sind, z.B. ziegelfarbige oder eternitfarbige Netze bzw. Gitter, die dann aus etwa 50 m Entfernung kaum mehr sichtbar sind.



   Wenn mit sehr grossen Schneehöhen und Schneeverwehungen gerechnet werden muss, werden zweckmässig in das Netz bzw. Gitter noch Schneefangelemente mit Befestigungsfüssen und aufrecht stehenden Platten eingehängt. In Fig. 2 und 3 ist ein solcher Schneefänger beispielsweise dargestellt. Dieser besitzt zwei Befestigungsfüsse 8 in der Form von Drahtbügeln, welche in das Netz 6 eingehängt werden können. Die Befestigungsfüsse 8 sind an einer aufrecht stehenden Platte 9 angeschweisst.

 

  Die Platte 9 hat beispielsweise eine Höhe von etwa 15 cm und eine Breite von etwa 25 cm. Mehrere solche Schneefänger können unabhängig voneinander in beliebiger Anordnung in das Netz bzw. Gitter auf den Dach eingehängt werden.



   PATENTANSPRUCH I
Verfahren zum Verhindern von Schnee- und Eisrutschungen von einem Gebäudedach, dadurch gekennzeichnet, dass man auf einem Dach parallel zur Dachoberfläche ein Netz oder Gitter   (2;    6) derart anbringt und verankert, dass das Netz bzw. Gitter von der Dachoberfläche mindestens stellenweise einen Abstand hat um den Abfluss von Schmelzwasser auf der Dachoberfläche unter dem Netz bzw. Gitter zu ermöglichen. 

Claims (1)

  1. UNTERANSPRüCHE
    1. Verfahren nach Patentanspruch I, bei einem Dach aus schuppenartigen Elementen, z.B. Ziegeln (1; 4), die auf Dachsparren (5) abgestützt sind, dadurch gekennzeichnet, dass man zwischen den aufeinanderliegenden schuppenartigen Elementen (1: 4) Befestigungshaken (3) hindurchführt und in oder an den Dachsparren (5) befestigt, und dass man das Netz oder Gitter (2; 6) auf dem Dach an diesen Befestigungshaken (3) lösbar befestigt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man in dem Netz oder Gitter (2; 6) getrennt voneinander mehrere mit Befestigungsfüssen (8) und aufrecht stehenden Platten (9) versehene Schneefangelemente einhängt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Netz oder Gitter (2; 6) verwendet, welches mit einem der Farbe der Dachoberfläche angepassten Farbanstrich oder Kunststoffüberzug versehen ist.
    PATENTANSPRUCH II Satz von Bauelementen zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch ein Netz oder Gitter (2: 6) und Befestigungselemente (3) zum Befestigen des Netzes bzw. Gitters auf einem Gebäudedach.
    UNTERANSPRÜCHE 4. Satz von Bauelementen nach Patentanspruch II.
    dadurch gekennzeichnet, dass das Netz bzw. Gitter (6) Abstandselemente (7) zum Festlegen eines Abstandes von der Dachoberfläche aufweist.
    5. Satz von Bauelementen nach Unteranspruch 4 dadurch gekennzeichnet, dass das Netz bzw. Gitter (6) aus Drähten besteht und dass die Abstandselemente (7) von etwa senkrecht zur Netz- bzw. Gitterebene stehenden Abbiegungen der Drähte gebildet sind.
    6. Satz von Bauelementen nach Patentanspruch II oder Unteranspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (3) Haken sind, die zwischen schuppenartigen Elementen des Daches, z.B. Ziegeln (1; 4) hindurchführbar und in oder an Dachsparren (5) befestigbar sind und an denen das Netz bzw. Gitter (2; 6) in lösbarer Weise befestigbar ist.
    7. Satz von Bauelementen nach Patentanspruch II oder Unteranspruch 4 oder 5, gekennzeichnet durch in das Netz bzw. Gitter (2; 6) einhängbare Schneefangelemente mit Befestigungsfüssen (8) und mit Platten (9), die bei eingehängtem Element aufrecht stehen.
    8. Satz von Bauelementen nach Patentanspruch II oder Unteranspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Netz bzw. Gitter (2; 6) mit einem ziegelfarbigen oder eternitfarbigen Farbanstrich oder Kunststoffüberzug versehen ist.
CH1109570A 1970-07-22 1970-07-22 Verfahren zum Verhindern von Schnee- und Eisrutschungen von einem Gebäudedach CH506680A (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT378221B (de) * 1981-12-29 1985-07-10 Schulte Theo Schneefangvorrichtung
FR2790499A1 (fr) * 1999-01-26 2000-09-08 Edouard Salanove Arrets de neige pour toitures et couloirs d'avalanches
EP1969192A4 (de) * 2006-01-03 2011-10-19 Wachtmeister Isa Vorrichtung zum schutz gegen eis
AT509683A3 (de) * 2010-04-01 2012-06-15 Dal Col Spa Vorrichtung gegen schneefall, schneeverdichtung und entleerungsvorrichtung für ein schräges satteldach und ein entsprechendes system zur inbetriebsetzung derselben

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