Duschensprühkopf
Die Erfindung betrifft einen Duschensprühkopf, der über eine Mischbatterie mit einer Mischung aus heissem und kaltem Wasser gespeist wird.
Bei plötzlichem Druckabfall in der Kaltwasserleitung, zum Beispiel durch Entnahme kalten Wassers aus einer an das gleiche Leitungssystem parallel zur Duschanlage angeschlossenen Zapfstelle, sinkt die der Mischbatterie zufliessende Kaltwassermenge plötzlich ab. Das in den Sprühkopf strömende und aus ihm austretende Wasser wird daher zu heiss und zumindest als unangenehm empfunden oder führt sogar zu Verbrühungen der Haut. Es ist daher bekannt, Mischbatterien mit Temperaturfühlern auszurüsten, durch die die zu mischenden Mengen an heissem und kaltem Wasser gesteuert werden. Derartige mit Temperaturfühlern ausgerüstete Mischbatterien sind jedoch relativ teuer und aufwendig. Darüberhinaus hat es sich gezeigt, dass sie Strömungsverluste verursachen und ihrer Aufgabe nicht in allen Fällen gerecht werden können.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile der temperaturgesteuerten Mischbatterien, also besonders die bei ihnen auftretenden Verluste und die mit ihnen verbundenen, relativ hohen Anlagekosten, zu vermeiden und einen Sprühkopf zu schaffen, bei dem ein Austritt von zu heissem Wasser zumindest in Richtung auf den Körper der duschenden Person verhindert wird.
Die Erfindung ist gekennzeichnet durch eine von der Temperatur des zufliessenden Wassers gesteuerte Schliessvorrichtung, die oberhalb einer einstellbaren Temperatur die Wasserzufuhr zu den Sprühöffnungen des Sprühkopfes unterbindet und gleichzeitig in einen separaten Austritt leitet. Die Temperatur, bei der die auf den Körper gerichteten Öffnungen von der Wasserzufuhr abgeschnitten werden, beträgt beispielsweise 40-45 C.
Im Zusammenhang mit der Zeichnung wird die Erfindung im folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert, wobei
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemässen Sprühkopf wiedergibt, während
Fig. 2 einen Schnitt längs den Linien II-II von Fig. 1 darstellt.
Mit einem Anschlussstück 1, das in einem zentral durchbohrten Kugelkopf 2 endet, wird der Sprühkopf an eine nicht dargestellte Zuführleitung für das Mischwasser über ein Innengewinde 3 angeschraubt. An dem Kugelkopf 2 ist mit Hilfe einer Überwurfmutter 4 ein Zentralstück 5, durch Lösen und Anziehen der Mutter 4 in verschiedene Richtungen einstellbar, gehalten. Das Zentralstück 5 weist innen einen Hohlraum 6 auf, der im oberen Teil zur Aufnahme des Kugelkopfes 2 als Trichter 7 ausgebildet und mit einer Dichtung 8 ausgerüstet ist. In seinem Unterteil ist der Hohlraum domartig erweitert und durch einen mit einem Kranz von Öffnungen 10 versehenen Boden 9 abgeschlossen.
In eine mit einem Gewinde versehene Zentralbohrung des Bodens 9 kann in der domartigen Erweiterung des Hohlraumes 6 ein Temperaturfühler 11 eingeschraubt sein, der die Temperatur des durch die Zentralbohrung des Anschlussstückes 1 und durch den Hohlraum 6 strömenden Wassers misst. In bekannter Weise besteht der Temperaturfühler 11 aus einem sogenannten Wachsthermostaten. Dieser besitzt für den vorliegenden Zweck etwa im Bereich zwischen 40 bis 500 C eine relativ grosse Volumausdehnung, die im wesentlichen durch eine Änderung seines Aggregatzustandes hervorgerufen wird, und ober- bzw. unterhalb dieses Temperaturbereiches einen relativ kleinen Ausdehnungs-Koeffizienten.
An dem unteren Ende seiner Aussenseite trägt das Zentralstück 5 ein Gewinde 12, durch das das äussere Gehäuse 13 des Sprühkopfes an dem Zentralstück 5 gehalten ist. Ein in das Zentralstück 5 eingelegter O-Ring 14 dient als Abdichtung nach aussen.
Das Gehäuse 13, in das unten die mit Öffnungen 16 versehene Verteilplatte 15 für das Wasser mit Hilfe eines weiteren O-Ringes 17 flüssigkeitsdicht eingesetzt, zum Beispiel eingeschraubt, ist, besitzt in seinem Innern eine becherartige Trennwand 18, in deren Boden eine Leitung 19 einmündet, die durch das Gehäuse 13 hindurch nach aussen führt.
Das Innere 20 des Bechers 18, das zum Hohlraum 6 hin geöffnet ist, steht über verschliessbare Durchström öffnungen 21 mit dem von der Aussenwand des Gehäuses umschlossenen Raum 22 in Verbindung, der nach unten durch die Verteilplatte 15 abgeschlossen ist.
Als Verschlussorgan für die Öffnungen 21 dient ein als Schieber ausgebildeter Ventilkörper 23, der über eine Feder 24 auf den Boden der becherartigen Trennwand 18 abgestützt ist und mit dem Stellstift 25 des Temperaturfühlers 11 in Verbindung steht. Der Ventilkörper 23 trägt auf seinem äusseren Umfang einen Abdichtring 26 aus elastischem Material, der an der Innenwand des Bechers 18 gleitet und bei Ausdehnung des Elementes 11 die Öffnungen 21 flüssigkeitsdicht verschliesst.
Weiterhin besitzt der Ventilkörper 23 in gleicher Weise wie der Boden 9 des Zentralstückes 5 einen Kranz Öffnungen 27, durch die eine Strömungsverbindung zwischen dem Hohlraum 6 und dem Innern 20 des Bechers 18 hergestellt wird.
Während des Normalbetriebes, d. h. bei Wassertemperaturen unterhalb von 40-45 C, befindet sich der Ventilkörper 23 in der in Fig. 1 gezeigten Stellung.
In dieser Stellung kann das Wasser aus dem Innern 20 des Bechers 18 durch die Öffnungen 21 in den Raum 22 fliessen und von dort in der üblichen Weise aus dem Gehäuse 13 durch die Öffnungen 16 als Duschstrahl austreten. Eine geringe Wassermenge fliesst dabei auch durch die nicht abschliessbare Leitung 19, deren Austritt nicht auf den Körper der duschenden Person, sondern beispielsweise gegen die Wand, gerichtet ist.
Die Temperatur, bei der die Öffnungen 21 geschlossen werden, kann durch ein Drehen des Gehäuses 13 relativ zum Zentralstück 5 eingestellt und verändert werden, wobei diese beiden Teile relativ zueinander in Achsrichtung verschoben werden. Diese Verschiebung bewirkt eine mehr oder minder grosse Vorspannung der Feder 24.
Erhöht sich die Temperatur des in den Hohlraum 6 einfliessenden Wassers über den eingestellten Wert, so dehnt sich das Ausdehnungselement des Fühlers 11 relativ stark aus. Der gegenüber dem Fühlergehäuse bewegliche Stellstift 25 wird dadurch nach unten verschoben und verschiebt seinerseits dabei den Ventilkörper 23 gegen die Kraft der Feder 24 ebenfalls nach unten, wodurch die Öffnungen 21 verschlossen und die Wasserzufuhr zum Raum 22 und damit der Duschstrahl auf den Körper der duschenden Person unterbrochen wird.
Das durch den Hohlraum 6 zufliessende Wasser fliesst nunmehr gesamthaft durch die Leitung 19 ab, ohne dass es auf den Körper der duschenden Person trifft. Dieser dauernde Durchfluss durch den Sprühkopf, auch bei unterbrochenem Duschstrahl, erhöht die Funktionsfähigkeit des temperaturgesteuerten Sprühkopfes beträchtlich, da dadurch der Hohlraum 6 dauernd von frischem Wasser durchsetzt wird, so dass auch der Temperaturfühler 11 immer von frischem Wasser umspült ist und ohne grosse Verzögerungen auf Temperaturänderungen des zufliessenden Wassers anspricht, insbesondere auch bei Unterschreiten der eingestellten Temperatur den Duschstrahl wieder freigibt.
Vor dem Schliessen der Schlitze 21 unter Umständen noch in den Raum 22 übertretendes, zu heisses Wasser vermischt sich dort mit Wasser geringerer Temperatur. Auf diese Weise übernimmt das Volumen 22 die Aufgabe eines Puffers zur Überbrückung der Verzögerung des Temperaturfühlers 11 und verhindert dadurch, dass eine duschende Person auch nur vorübergehend mit zu heissem Wasser in Kontakt kommt.