CH508776A - Verwendung von Kondensationsprodukten zum Veredeln von Textilmaterialien - Google Patents

Verwendung von Kondensationsprodukten zum Veredeln von Textilmaterialien

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CH508776A
CH508776A CH865369A CH865369A CH508776A CH 508776 A CH508776 A CH 508776A CH 865369 A CH865369 A CH 865369A CH 865369 A CH865369 A CH 865369A CH 508776 A CH508776 A CH 508776A
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CH
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mono
atoms
heterocyclic
mol
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CH865369A
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Arthur Dr Buehler
Ulrich Schuetz Hans
Dieter Dr Maesezahl
Melvin Dr Harris
Guth Christian
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Ciba Geigy Ag
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/19Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with synthetic macromolecular compounds
    • D06M15/37Macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D06M15/39Aldehyde resins; Ketone resins; Polyacetals
    • D06M15/423Amino-aldehyde resins

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  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description


  
 



  Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 480 488 Verwendung von Kondensationsprodukten zum Veredeln von Textilmaterialien
Gegenstand des Hauptpatentes (Nr.   4wo 488)    ist die Verwendung von Kondensationsprodukten, wie sie erhalten werden, wenn man in wässerigem Medium bei Temperaturen von - 10 bis + 250 C und bei pH-Werten von 6 bis 9,   Molekularverhältnis    von   1:1,5    bis 1:

   0,5, eine farblose heterocyclische Verbindung, die mindestens 2 Stickstoffatome im   Heteroring    und mindestens 2 an Kohlenstoffatome des   Hetenoringes    gebundene Halogenatome aufweist, auf Thioharnstoff einwirken lässt und hierauf ohne Zwischenabscheidung pro Mol   ein gesetzte    heterocyclische Halogenverbindung 0,5 bis 1,5 Mol eines Monoalkanolamins zufügt, unter   Einhgal-    tung von pH-Werten von 6 bis 10 die Temperatur des Reaktionsmediums zuerst während mindestens 8 Stunden bei 30 bis 500 C und dann während mindestens 5 Stunden bei 60 bis 650 C hält, in Kombination mit Aminoplasten zur Veredlung von Textilmaterialien, insbesondere zur Erhöhung der Formbeständigkeit.



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun die Verwendung von Kondensationsprodukten zum Veredeln von Textilmaterialien, wie sie erhalten werden, wenn man in wässerigem Medium bei Temperaturen von -10 bis + 300 C jeweils im   Molekularverhältnis    von 1: 2 bis 1: 0,5, vorzugsweise 1:

  :1,5 bis 0,5, eine farblose heterocyclische Verbindung, die mindestens 2   Stickstoffatome    im   Heteroring    und mindestens 2 an Kohlenstoffatome des Heteroringes gebundene Halogenatome aufweist, mit a) Thioharnstoff oder einem Alkali- oder Ammoniumhydrogensulfid und b) einem Mono- oder Dialkanolamin mit höchstens 4 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise Mono- oder Di äthanolamin, umsetzt, dann bei Temperaturen zwischen 30 und 1000 C, vorzugsweise 45 bis 700 C, die Reaktion zu Ende führt und gegebenenfalls aus dem entstandenen Gemisch Wasser durch Destillation entfernt.



   Aus der belgischen Patentschrift Nr. 562 593 ist es bekannt, eine Verbesserung der Anfärbbarkeit von Textilmaterialien zu erreichen, wenn man das zu färbende Material vor oder nach dem eigentlichen Färbeprozess mit wasserunlöslichen Mono- oder Dihalogentriazinen imprägniert. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass man die Triazine direkt in die Farbstoff   zubereitlmg    einarbeitet, die neben weiteren Hilfsmitteln z. B. Harnstoff oder Thioharnstoff enthalten kann.



   Die französische Patentschrift Nr. 1 242 188 beschreibt ein Veredlungsverfahren für cellulosisches Fasermaterial mit organischen, stickstoffhaltigen Konden   sationsprodukten.    Man erhält verbesserte Reibechtheiten sowie Reissfestigkeiten des behandelten Materials, wenn man es bei Temperaturen bis 600 C mit einer Suspension aus Cyanurchlorid oder aus Cyanurchlorid und Harnstoff imprägniert und eventuell noch mit einem Aldehyd, wie Formaldehyd oder Glyoxal, nachbehandelt und anschliessend bei höheren   Temperaturen    härtet.



   Vulkanisierzubereitungen beschreibt die französische Patentschrift Nr. 967 251. Mono-, Di- oder Trichlortriazine dienen dabei als Vulkanisierbeschleuniger für thermisch härtbare Harnstoff-Formaldehyd-Aminoplaste.



   Neben den Triazinen sind auch Imidazolone bzw.



  die entsprechenden Thioverbindungen in Kombination mit einem Aminoplasten und einem sauren Katalysator als Imprägniermittel bekannt. Die USA-Patentschrift Nr. 3 079 279 beschreibt eine verbesserte Knitterechtheit und eine verminderte   Chiorretention    für die so veredelten cellulosischen   Textilmaterialien.   



   In den beschriebenen Verfahren zur Veredlung von cellulosehaltigem Textilmaterial werden die dazu benötigten Komponenten meist in mehreren Stufen auf das Fasermaterial aufgebracht, wo sie unter den unterschiedlichsten Reaktionsbedingungen miteinander und mit der Faser reagieren. So ausgerüstetes Material weist  neben einer erwünschten Eigenschaft meist erhebliche   N;achteile    auf, so besonders eine starke Verminderung der Festigkeit des   Textiimaterials.    Dieser Festigkeitsabfall ist im allgemeinen um so stärker, je höher der Gehalt an Aminoplast und je energischer die Härtung ist.



   Diese Nachteile können durch die neuen Kondensationsprodukte, die durch den Stand der Technik nicht nahegelegt werden und die in einer Stufe und unter weitgehend definierten, faserschonenden Bedingungen auf das Textilmaterial aufgebracht werden, weitgehend behoben oder doch auf ein tragbares Mass vermindert werden.



   Ausserdem zeigen die unter Verwendung der neuen   Kondensationsproduk    ausgerüsteten Textilfasern ein verbessertes Schmutzablösevermögen (Soil-Release).



   Die der Herstellung der Kondensationsprodukte als Ausgangsstoff zu verwendende heterocyclische Verbindung muss praktisch farblos sein und mindestens einen, vorzugsweise einen einzigen heterocyclischen Ring aufweisen, welcher überhaupt der einzige Ring der Verbindung sein oder z. B. noch einen aromatischen Sechsring ankondensiert enthalten kann. Es kommen hauptsächlich Verbindungen mit sechsgliedrigen Heteroringen in Betracht, insbesondere solche mit 2 bis 3 Stickstoffatomen und 4 bis 3 Kohlenstoffatomen im Ring, wie Pyridazin-, Pyrimidin-, Chinazolin- und insbesondere   1 ,3,5-Triazinverbindungen.    Diese Verbindungen enthalten mindestens 2 an Kohlenstoffatome des   Heterofinges    gebundene Halogenatome, z. B. Bromatome oder vorzugsweise Chloratome.

  Als Beispiele seien Trichlorpyrimidin, Tetrachlorpyrimidin, 2,4-Dichlorchinazolin2,4,6-triazin und vor allem   2,4,6-Trichlor- 1,3 5-triazin    (Cyanurchlorid) erwähnt.



   Als weitere Ausgangsstoffe werden Thioharnstoff oder Alkyl- und Ammoniumhydrogensulfide benötigt, ausserdem Mono- oder Dialkanolamine mit höchstens 4 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise Mono- oder Di äthanolamin.



   Die Umsetzung er folgt in wässerigem Medium, das neben dem Wasser noch organische Lösungsmittel, vor allem solche, die mit Wasser mischbar sind, enthalten kann. Erwähnt seien niedere Alkohole und Aceton.



   Eine bestimmte Reihenfolge der einzelnen Reaktionsstufen ist nicht vorgeschrieben, d. h. die heterocyclische Verbindung kann zuerst mit   der    schwefelhaltigen Verbindung oder zuerst mit dem Alkanolamin umgesetzt werden.



   Für die Umsetzung eines jeden Mols der Komponennen a) oder b) mit der heterocyolischen Verbindung wird 1 Mol Alkali - oder ein geringer Überschuss - in Form wässeriger   Alkalihydroxyd    oder Alkalicarbonatlösungen in das Reaktionsgemisch gegeben, und zwar entweder auf einmal oder portionenweise.



   Die Umsetzungen werden bei Temperaturen zwischen -10 und +300 C durchgeführt, wobei in Anwesenheit organischer Lösungsmittel unter   0  C    gearbeitet werden kann, während man beim Vorliegen rein wässeriger Reaktionsmedien mit Vorteil die Temperaturen auf 03 C oder etwas darüber erhöht.



   Es ist zweckmässig, die jeweils zweite Reaktionsstufe erst dann beginnen zu lassen, wenn die erste Umsetzung   wei.grehend    abgeschlossen ist. Dies ist etwa dann der Fall, wenn sich nach Zugabe der Alkalimenge bzw. ihrer letzten Portion im Reaktionsmedium ein pH-Wert von etwa 7 einstellt. Die Reaktion wird dann bei Temperaturen zwischen 30 und 1000 C, vorzugsweise zwischen 40 und 700 C, zu Ende geführt und kann nach 2 bis 3 Stunden abgeschlossen werden. Der pH-Wert des Reaktionsgemisches sollte während dieser Zeit im neutralen oder schwach alkalischen Bereich liegen. Ein Absinken des pH-Wertes verschlechtert die Löslichkeitseigenschaften des Reaktionsproduktes beträchtlich und kann durch Zugabe weiterer Mengen Alkali vermieden werden.



   Verwendet man Cyanurchlorid als Ausgangsstoff, so werden im allgemeinen je Mol dieser   Halogenverbin-    dung insgesamt etwa 4 Mol einsäurige Base, also z. B.



  3 Mol   Alkalihydroxyd    und 1 Mol   Alkanolamin,    verbraucht. Die Menge des als Reaktionsmedium dienenden Wassers kann in weiten Grenzen frei gewählt werden, zweckmässig so, dass einerseits das Reaktionsgemisch gleich von Anfang an gut rührbar ist und die Gefahr einer Erwärmung über die vorgeschriebenen Temperaturgrenzen vermieden wird, dass aber anderseits nicht durch unnötige Verdünnung die praktische Ausführbarkeit in Frage gestellt wird. Da die heterocyolischen Halogenverbindungen in der Regel in dem als Reaktionsmedium dienenden Wasser schwer löslich sind, empfiehlt es sich, sie vorher in einen möglichst feinteiligen Zustand überzuführen, was in an sich bekannter Weise durch Lösen in einem organischen, mit Wasser mischbaren Lösungsmittel wie Aceton und Austragen der Lösung auf Eis geschehen kann.

  Wie eingangs erwähnt, soll das Molekularverhältnis hetero   cyclische    Halogenverbindung zu der schwefelhaltigen Verbindung im Bereich von   1: 2 bis    1: 0,5, vorzugsweise 1:1,5 bis 1: 0,5, und das   Molekularverhältnis    heterocyclische Halogenverbindung zu Alkanolamin ebenfalls im Bereich von 1: 2 bis 1: 0,5, vorzugsweise 1:1,5 bis 1: 0,5, liegen. Insbesondere bei Cyanurchlorid werden besonders gute Ergebnisse erzielt, wenn man äquimolekulare oder hiervon nur wenig abweichende Mengen der drei   Reaktionsteilnehmer    einsetzt.



   Nach Abschluss der Reaktion kann das erhaltene Produkt ohne weiteres für den eingangs angegebenen Zweck verwendet werden. Im Hinblick auf die im allgemeinen nicht sehr hohe Konzentration des Gemisches am Ende der Umsetzung empfiehlt es sich jedoch, das Wasser unter vermindertem Druck teilweise oder vollständig abzudestillieren. In dieser Weise erhält man im allgemeinen beständige Produkte, die höchstens schwach gefärbt und in Wasser leicht und vollständig löslich sind.



   Als zu verwendendes Gut kommen vor allem Textilmaterialien aus Cellulose, gegebenenfalls in Kombination mit anderen Fasern,   z.B.    Polyesterfasern, in Betracht. Dementsprechend ist die bevorzugte Anwendung der erfindungsgemässen Produkte dadurch gekennzeichnet, dass man auf Textilmaterialien eine wässerige Zubereitung aufbringt, welche ein härtbares Aminoplastvorkondensat, einen Härtungskatalysator und ein Kondensationsprodukt der angegebenen Zusammensetzung enthält, und das getrocknete Textilmaterial durch Behandlung bei erhöhter Temperatur härtet.

 

   Unter Aminoplastvorkondensaten werden Anlage   rungsprodukte    von Formaldehyd an methylolierbare Stickstoffverbindungen verstanden. Genannt seien in diesem Zusammenhang   Amino-1,3,5-triazinb    wie am Stickstoff substituierte Melamine, z. B. Ammelin, Guanamine,   z.B.    Benzoguanamin, Acetoguanamin. Weiter kommen in Betracht: Symmetrische   Alkyltriazone,    Biuret, Thioharnstoff, Alkylcarbamate,   Guanidin,    Alkyloder Arylharnstoffe und -thioharnstoffe. Alkylenharnstoffe oder -diharnstoffe, z. B.   Äthylenharnstoff,    Propy     ienharnstoff,    Acetylendiharnstoff;   4,5-Dihydroxy-imida    zolidon-2 und dessen Derivate, z.

  B. das in 4-Stellung an der Hydroxylgruppe mit dem Rest    -CH2-CHCO-NH-CH OH      substimierte      4,5 -Dihydroxyimidazolidon-2.    Bevorzugt sind die Methylolverbindungen des Harnstoffes und des Melamins, wobei, insbesondere beim Melamin, niedriger oder höher methylolierte Verbindungen angewendet werden können. Die Anwendung von Verbindungen, deren Methylolgruppen z. B. mit Methylgruppen mehr oder weniger vollständig veräthert sind, ist ebenfalls möglich.



   Als Härtungskatalysatoren   können    die üblichen   sau-    ren oder potentiell sauren Verbindungen wie Ammoniumchlorid, Magnesiumchlorid, Zinkfluorborat verwendet werden.



   Besonders wertvolle Ergebnisse lassen sich auch erzielen, wenn bei der Ausrüstung der Textilmaterialien neben dem   Aminoplastvorkondensat,    dem Härtungsmittel und dem erfindungsgemässen Kondensationsprodukt noch ein   Eruffisionspolymerisat    zugesetzt wird, das   aus einem N-Methylolamid einer a: ss-äthylenisch un-    gesättigten Carbonsäure oder einem   Ather    eines solchen Methylolamides und einem Erdalkalisalz einer a: äthylenisch ungesättigten   Monocarbonsäure    hergestellt worden ist. Insbesondere die in wässeriger Emulsion erhältlichen Copolymerisate aus a) 0,25 bis 10 Gewichtsprozent eines Erdalkalisalzes einer a : ss-äthylenisch ungesättigten Monocarbonsäure (z.

  B.   Calciumacrylat),    b) 0,25 bis 30 Gewicht-sprozent eines N-Methylolamides oder   N-Methylolamidäthers    einer   a:e-unge-    sättigten Mono- oder Dicarbonsäure   (z. 13.    Acrylsäuremethylolamid,   Methacryls äuremethylolamid    oder die Methyläther dieser   Methylolamide)    c) 99,5 bis 60 Gewichtsprozent mindestens einer anderen copolymerisierbaren Verbindung   (z. 13.    eines Esters aus Acryl- oder Methacrylsäure und einem   Aika-    nol wie Methanol,   Äthanol,      n-13utanol,    Acrylsäuretertiär-butylamid, Vinylidenchlorid, Vinylacetat, Acrylnitril, Styrol).



   Je nach Zweck der Ausrüstung können die wässerigen Zubereitungen noch weitere Bestandteile enthalten, z. B. Hydrophobiermittel, geeignete optische Aufhellmittel, Netz- und Dispergiermittel oder   Flammschutz-    mittel, insbesondere Phosphorverbindungen wie Dialkyl   phosphono-propions äuremethylolamide.    In sehr vielen Fällen empfiehlt sich auch der Zusatz eines beispielsweise nichtionogenen   Weichgriffmittels,    z. B.   einer wäs-    serigen Emulsion eines durch   Stearinsäurealky301amid-    reste modifizierten Methylolmelaminalkyläthers.



   Die Mengenverhältnisse der einzelnen Stoffe in den wässerigen Zubereitungen können in weiten Grenzen schwanken und dem jeweiligen Zweck angepasst werden.



  Im allgemeinen ist es angezeigt, auf 10 Teile Amino   piastvorkondensat    1 bis 4 Teile Kondensationsprodukt aus heterocyclischer Halogenverbindung, Thioharnstoff und Alkanolamin zu verwenden. Im übrigen kann das Textilmaterial in üblicher an sich bekannter Weise behandelt werden. Man kann z. B. ungefärbtes oder gefärbtes Gewebe oder Gewirke am Foulard mit den Zubereitungen imprägnieren und, zweckmässig nach einer Zwischentrocknung bei Temperaturen bis   1000 C,    es einer trockenen Wärmebehandlung bei Temperaturen von 140 bis 1800 C während 2 bis 20 Minuten unterwerfen, wobei die Höhe der Temperatur und die Zeitdauer dem Zweck der Behandlung entsprechend gewählt werden, der z.

  B. in einer Nassechtheitsverbesserung für direkt ziehende Farbstoffe, einer   Knitterfestausrüstung    oder einer dauerhaften Formgebung (Permanent Press) bestehen kann. Die Ausrüstung kann auch mit einem   Färbevorgang    kombiniert werden,   z.B.    in der Weise, dass die Foulardflotte noch einen Farbstoff enthält, der zufolge besonderer Substituenten gegenüber der Faser oder insbesondere gegenüber dem Aminoplastvorkondensat reaktionsfähig ist und aufgrund dieser Eigenschaft bei der Wärmebehandlung oder schon vorher auf dem Substrat fixiert wird.



  Herstellungsvorschriften
A. 18,5 g (0,1 Mol) Cyanurchlorid werden in 100   cm:3    Aceton gelöst, die Lösung wird   auf    0,1 Liter Wasser und 0,1 kg Eis ausgetragen und das ausgefällte Cyanurchlorid abfiltriert. Die Paste wird nun in eine Lösung eingetragen, die bei 450 C aus 7,6 g (0,1 Mol) Thioharnstoff und 50 ml Wasser bereitet und dann durch Zugabe von 50 g Eis abgekühlt worden ist. Durch Zutropfen von 5n Natriumhydroxydlösung wird bei dieser ersten Kondensationsstufe der pH-Wert auf 6,7 bis 6,9 und durch indirekte Kühlung die   Temperatur    bei 8 bis 100 C gehalten. Nach etwa 5 Stunden und einem Verbrauch von ungefähr 3,5 Mol   Natriumhycro-    xyd bleibt der pH-Wert konstant, und im Reaktionsgemisch ist praktisch alles gelöst.

  Nun werden 10,5 g (0,1 Mol) Diäthanolamin auf einmal zugegeben, und das Reaktionsgemisch wird während weiterer Zugabe von 10   mi    5n Natronlauge (0,05   MoD    auf 55 bis 600 C erwärmt und 5 Stunden unter Rühren bei dieser   Tem-    peratur belassen.



   Die Lösung wird dann bei 600 C im Vakuum zur Trockne eingedampft. Man erhält 46 g eines blassgelben, in Wasser gut löslichen Pulvers, Kondensationsprodukt A.



   B. 18,5 g (0,1 Mol) Cyanurchlorid werden in 100 ml Alkohol suspendiert, und die Suspension wird dann   auf    eine Temperatur zwischen 5 und 100 C abgekühlt. Anschliessend gibt man 6,1 g (0,1 Mol) Monoäthanolamin auf einmal hinzu, versetzt dann während 15 Minuten tropfenweise mit 20   mi    5n Natronlauge (0,1 Mol) und rührt das Reaktionsgemisch etwa eine Stunde bei gleicher Temperatur, bis sich ein konstanter pH-Wert von etwa 2,7 eingestellt hat.



   Durch Zugabe von 7,6 g (0,1 Mol) Thioharnstoff und 30   mi    5n Natronlauge (0,15 Mol), jeweils in einer Portion, erreicht das Reaktionsgemisch vorübergehend einen pH-Wert von 11, der nach weiteren 30 Minuten Reaktionszeit, wobei die Temperatur auf 30 bis 400 C erhöht wird, auf etwa 7 zurückgeht. Dann werden weitere 20 ml 5n Natronlauge hinzugefügt und die Reaktion nach 2   1stündigem    Rühren beendet.

 

   Die so erhaltene farblose Suspension wird im Vakuum bei 400 C zur Trockne eingedampft. Man erhält 40 g eines hellgelben, in Wasser leicht löslichen Produktes. Kondensationsprodukt B.



   C.   185    g (0,1 Mol) Cyanurchlorid werden in 200   mi    eines Gemisches aus 100 ml Wasser und 100 ml Aceton suspendiert. Bei   0  C    werden dann 6,1 g (0,1 Mol) Monoäthanolamin auf einmal zugegeben.



  Durch Zutropfen von 5,3 g (0,05 Mol) wasserfreiem Natriumcarbonat in 15 ml Wasser während einer Stunde wird der pH-Wert des   Reaktionsgemisches    ungefähr bei 7 gehalten.



   Nun werden 7,6 g (0,1 Mol) Thioharnstoff und  20 ml (0,1 Mol) 5n Natronlauge hinzugefügt. Nachdem der pH-Wert auf 7 zurückgegangen ist, wird die Temperatur auf 500 C erhöht und die Reaktion dann während 90 Minuten unter Rühren zu Ende geführt, wobei nochmals 40 ml (0,2 Mol) 5n Natronlauge allmählich hinzugefügt werden. Das erhaltene Reaktionsgemisch wird im Vakuum zur Trockne eingedampft. Man erhält 40 g eines in Wasser leicht löslichen Kondensationsproduktes. Kondensatlonsprodukt C.



   D. 18,5 g (0,1 Mol) Cyanurchlorid werden in 150 ml Wasser suspendiert und bei   0  C    während 60 Minuten mit 14,35 ml (0,1 Mol) einer 39,1 % igen Lösung von Natriumhydrogensulfid versetzt.



   In die so entstandene gelbe Suspension werden bei Raumtemperatur 6,1 g (0,1 Mol) Monoäthanolalliin und anschliessend in einer Portion 20 ml (0,1 Mol) 5n Natronlauge gegeben; dann wird auf 500 C erwärmt und etwa 2 Stunden unter Rühren bei dieser Temperatur belassen. Der   pH-Wert    des Reaktionsgemisches stellt sich nach dieser Zeit auf etwa 7 ein.



   Nach erneuter Zugabe von 20 ml (0,1 Mol) 5n Natronlauge und weiteren 3 Stunden Reaktionszeit bei gleicher Temperatur wird die Reaktion beendet.   Der    pH-Wert stellt sich bei 10 ein. Das Reaktionsgemisch wird zunächst filtriert, um die unlöslichen Bestandteile abzutreffen (5,5 g gelbliche Substanz). Anschliessend wird das Filtrat bei   60     C im Vakuum zur Trockne eingedampft. Man erhält 26,5 g eines weissen Pulvers.



  Kondensationsprodukt D.



   Beispiel 1
Man bereitet unter   Verwendung    der nachstehend aufgeführten Stoffe wässerige   Foulardflotten:    a) Aminoplastvorkondensas
50   %    ige wässerige Lösung einer Mischung von Di    methyloiäthylenharnstoff    und   Methyläther    eines hochmethylolierten   lS.delamins.   



  b) Weichgriffmittel    30 ,% ige    wässerige Dispersion eines mit Stearin    säurealkanolamiden    modifizierten Methyläthers eines hochmethylolierten Melamins.



  c) Copolymerisat
27% ige wässerige Emulsion eines Copolymerisates aus 80 Teilen   Acrylsäure-n-butylester,    13 Teilen
Vinylidenchlorid, 6 Teilen   Acryls äuremethyloiamid    und 1 Teil Calciumacrylat.



  d) Netzmittel    25 teige    wässerige Lösung des Additionsproduktes aus   p-Nonylphenol    und 9 Mol Äthylenoxyd.



  e)   Aufhellmittel    der Formel
EMI4.1     
 f) eines der folgenden Kondensationsprodukte:
1.   Kondensationsprodukt    aus Cyanurchlorid, Mo    noäthanolamin    und Thioharnstoff, hergestellt nach Vorschrift B; Kondensationsprodukt   13.   



   2.   Kondensationsprodukt    aus Cyanurchlorid, Na triumhydrosulfid und Monoäthanol, hergestellt nach Vorschrift D;   Kondensationsprodukt    D.



  g) Magnesiumchlorid-hexahydrat   (MgCl2    6   H20)   
Mit   Foulardflotten,    deren Zusammensetzung aus den Tabellen   1    und   If    ersichtlich ist, wird   mercvrisierte    und   gebleicht      Baumwoll-Popeline    mit einer   Flotten-    aufnahme von 60 %, bezogen auf das Gewicht des Gewebes, imprägniert. Nach dem Trocknen bei 60 bis 800 C wird das Gewebe während   41/2    Minuten bei 1550 C einer Wärmebehandlung   unterworfen,    dann bei Siedetemperatur mit   0,2 ,y, iger      Natriumcarbonatlösung    während 5 Minuien gewaschen,   kalt    gespült und getrocknet.



   Tabelle I
0 1 2 3 4 a) Aminoplasvorkondensat Gramm/Liter - 150 150 150 150 b) Weichgriffmittel Gramm/Liter - 30 30 30 30 c) Copolymerisatemulsion Gramm/Liter - - - 40 40 d) Netzmittel   Gramm/lJiter    - 3 3 3 3 e) Aufhellmittel Gramm/Liter - 3 3 3 3 f) Kondensationsprodukt B Gramm/Liter - - 5 - 5 g)   MgCl2 6H2O    Gramm/Liter - 15 15 15 15 pH-Wert der   Foulard-Fiotte    - 5,9 5,9 5,9 5,9 Reissfestigkeit   (S)    1) 100 63 69 63 72 Scheuerfestigkeit   (%)    2) 100 19 55 39 88   Knitterwinkel:  <       a) trocken 3) 53 133 123 130 120 b) nass 4) 65 116 120 124 117  
1. Bestimmung der   Reissfestigkeit    an Proben von 25 cm   50    cm durch steigende Belastung bis zum Zerreissen (SNV 98461).

  Die hierfür erforderliche Ge   wichtsbelastung    wird beim unbehandelten Gewebe mit   100/0    angenommen. Die Zahlen der Spalten 1 bis 8 geben an, wieviel Prozent dieser Belastung bis zum Zerreissen der behandelten Gewebeproben erforderlich ist.



   2. Zur Bestimmung der Scheuerfestigkeit führt ein belastetes Scheuerelement   (BUrste    mit Nylonborsten) eine   gieichförmige    Drehbewegung auf dem sich ebenfalls gleichförmig drehenden Prüfmaterial aus. Es wird die Anzahl   Scheuerumdrehungen    (n) bis zur Lochbildung im Prüfmaterial ermittelt, nachdem beim unbehandelten Material diese Zahl (m) bestimmt worden ist.



  Daraus werden die Scheuerfestigkeiten (S) der behandelten Gewebeproben errechnet:   
100 n
S=----- m   
3., 4. Zur Bestimmung des   Knitterwinkels    werden trockene bzw. gleichmässig   benetzte,    diagonal zu den Fäden geschnittene rechteckige Gewebestücke von 16 mm   44    mm parallel zur kürzeren Seite gefaltet und zwischen Glasplatten mit 2 kg-Gewichten belastet. Nach 5 Minuten Belastung und einer Stunde Erholung werden die Proben in ein Winkelmessgerät üblicher Bauart gebracht und die Knitterwinkel gemessen.

 

   Tabelle II
0 1 2 3 4 a) Aminoplastvorkondensat Gramm/Liter - 150 150 150 150 b)   Weichgriffmittel    Gramm/Liter - 30 30 30 30 c) Copolymerisatemulsion Gramm/Liter - -   -    40 40 d) Netzmittel Gramm/Liter - 3 3 3 3 e) Aufhellmittel   Gramm/Liter    - 3 3 3 3 f) Kondensationsprodukt D Gramm/Liter - - 10 - 10 g)   MgCl2 6H.O    Gramm/Liter - 15 15 15 15 pH-Wert der Foulard-Flotte - 5,9 5,9 5,9 5,9 Reissfestigkeit   (,%)    1) 100 63 69 63 71 Scheuerfestigkeit   (S)    2) 100 19 48 39 94 Knitterwinkel:   4      a) trocken 3) 53 133 119 130 127 b) nass 4) 65 116 119 124 126
1., 2., 3., 4.: Angaben über die Bestimmung dieser Grössen finden sich anschliessend an Tabelle I. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verwendung von Kondensationsprodukten, wie sie erhalten werden, wenn man in wässerigem Medium bei Temperaturen von -10 bis + 300 C jeweils im Moleku iarverhältnis von 1: 2 bis 1: 0,5 eine farblose heterocyclische Verbindung, die mindestens 2 Stickstoffatome im Heteroring und mindestens 2 an Kohlenstoffatome des Heteroringes gebundene Halogenatome aufweist, mit a) Thioharnstoff oder einem Alkali- oder Ammo niumhydrogensulfid und b) einem Mono- oder Dialkanolamin mit höchstens 4 Kohlenstoffatomen umsetzt, dann die Reaktion bei Temperaturen zwischen 30 und 1000 C zu Ende führt und aus dem entstandenen Gemisch Wasser durch Destillation entfernt, in Kombination mit Aminoplasten zur Veredlung von Textilmaterialien, insbesondere zur Erhöhung der Formbeständigkeit, mit der Massgabe, dass Kondensationsprodukte ausgenommen sind, die man erhält,
    wenn man in wässerigem Medium bei Temperaturen von -10 bis + 250 C und bei pH-Werten von 6 bis 9 im Molekularverhältnis von 1:1,5 bis 1: 0,5 eine farblose heterocyclische Verbindung, die mindestens 2 Stickstoffatome im Heteroring und mindestens 2 an Kohlenstoffatome des Heteroringes gebundene Halogenatome aufweist, auf Thioharnstoff einwirken lässt und hierauf ohne Zwischenabscheidung pro Mol eingesetzte heterocyclische Halogenverbindung 0,5 bis 1,5 Mol eines Monoalkanoiamins zufügt, unter Einhaltung von pH-Werten von 6 bis 10 die Temperatur des Reaktionsmediums zuerst während mindestens 8 Stunden bei 30 bis 500 C und dann während mindestens 5 Stunden bei 60 bis 650 C hält.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verwendung von Kondensationsprodukten nach Patentanspruch, worin die halogenhaltige heterocyclische Verbindung Cyanurchlorid ist.
    2. Verwendung von Kondensationsprodukten nach Patentanspruch, worin als Mono- oder Dialkanolamin Mono- oder Diäthanolamin verwendet wird.
    3. Verwendung von Kondensationsprodukten nach Patentanspruch in Kombination mit Harnstoff und/oder Melaminabkömmlingen als Aminoplaste.
    4. Verwendung von Kondensationsprodukten nach Patentanspruch in Kombination mit Aminoplasten und zusätzlich einem Copolymerisat eines Erdalkalisal zes einer a: ss-äthylenisch ungesättigten Monocarbon- säure, eines N-Methylolamides oder N-Methylolamid äthers einer a : ss-ungesättigten Mono- oder Dicarbonsäure und mindestens einer anderen copolymerisierbaren Verbindung.
    Entgegengehaltene Schrift- und Bildwerke Belgische Patentschrift Nr. 562 593 Französische Patentschriften Nrn 967 251, 1 242 188 USA-Patentschrift Nr. 3 079 279
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