Verwendung von N-Hydroxyphenyl-N'-phenylharnstoffen zum antimikrobiellen
Ausrüsten bzw. Schützen von Textilmaterialien gegen Mikroorganismen
Aus der USA-Patentschrift Nr. 3 200035, der britischen Patentschrift Nr. 976 528, der französischen Patentschrift Nr. 1 326 631 und der französischen Zusatzpatentschrift Nr. 82212 sind von Hydroxylgruppen freie N,N'-Diphenylharnstoffe mit bakterizider Wirkung bekannt. Die erfindungsgemäss verwendeten Verbindungen sind wegen ihrer phenolischen Hydroxylgruppe wesentlich hydrophiler als die in den genannten Patentschriften beschriebenen Verbindungen; sie eignen sich daher besser für die textile Applikation. In der schweizerischen Patentschrift Nr. 327269 ist ein Verfahren zur Herstellung von bakteriziden Monohydroxydiphenylharnstoffen beschrieben.
Diese Harnstoffe weisen im phenolischen Rest mindestens einen Halogensubstituenten auf, während die erfindungsgemäss verwendeten Harnstoffe im phenolischen Rest nicht mit Halogen weitersubstituiert sind. Bei den erfindungsgemäss verwendeten Verbindungen allfällig als Spaltprodukte entstehende Alkylphenole sind zudem im Gegensatz zu den bei den Verbindungen der genannten Patentschrift entstehenden Halogenphenolen ungiftig.
Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von N-Hydroxyphenyl-N'-phenylharnstoffen der Formel
EMI1.1
worin X1 und X je eine Trifluormethylgruppe, ein Wasserstoff- oder Halogenatom, Y1 eine Alkyl- oder Alkoxygruppe mit höchstens 12 Kohlenstoffatomen, einen Cycloalkyl-, einen Phenyl-, einen Phenylalkyfrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylrest oder eine Trifluormethylgruppe und Y2 und Y3, sofern Y1 eine Alkylgruppe darstellt, unabhängig voneinander Wasserstoffatome oder Alkylgruppen mit höchstens 12 Kohlenstoffatomen, sofern aber Y1 für einen andern Substituenten steht, Wasserstoffatome bedeuten.
Unter den Harnstoffen der Formel (I) werden diejenigen bevorzugt, in welchen mindestens einer der Substituenten X1, X2 und Y1 eine Trifluormethylgruppe bedeutet, zum antimikrobiellen Ausrüsten bzw. Schützen von Textilmaterialien gegen Mikroorganismen.
Besonders wertvoll sind die N-Hydroxyphenyl-N'phenylharnstoffe der Formel
EMI1.2
worin X1 und X2 die angegebene Bedeutung haben, und Yl eine Alkylgruppe mit höchstens 12 Kohlenstoffatomen, eine Cycloalkyl-, eine Phenyl- oder eine Phenylalkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylrest bedeuten.
Ein ganz besonderes Interesse beanspruchen sodann die N-Hydroxyphenyl-N'-phenylharnstoffe einer der Formeln
EMI1.3
EMI2.1
worin X2 eine Trifluormethylgruppe, ein Wasserstoffoder Halogenatom X, eine Trifluormethylgruppe, ein Wasserstoff- oder Chloratom die bzw. das sich in 4oder 5-Stellung zur -NH-Brücke befindet, X4 ein Halogenatom oder eine Trifluormethylgruppe, Xg ein Wasserstoff oder eine Trifluormethylgruppe und Y5 eine Alkylgruppe mit höchstens 12 Kohlenstoffatomen, eine Cyclohexyl- oder eine Phenylgruppe, die sich in 4'- oder 5' Stellung zur -NH-Brücke befindet, und Y6 eine Alkylgruppe mit höchstens 12 Kohlenstoffatomen, eine lCyclo- hexyl-, Phenyl- oder eine Phenylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylrest bedeuten.
Unter den Verbindungen der Formeln (IV) und (V) werden solche der nachfolgenden Formeln bevorzugt:
EMI2.2
wonn Y einen Alkylrest mit höchstens 12 Kohlenstoffatomen bedeutet und X, und X5 die angegebene Bedeutung haben.
Besonders geeignete N-Hydroxyphenyl-N'-phenylharnstoffe entsprechen einer der folgenden Formeln:
EMI2.3
Die Harnstoffe der Formel (I) können zweckmässig nach an sich bekannten Methoden hergestellt werden, z. B. durch Umsetzung eines o-Hydroxyaminobenzols der Formel
EMI2.4
worin Y1, Y2 und Ys die angegebene Bedeutung haben, mit einem Phenylisocyanat der Formel
EMI2.5
worin X1 und X2 die angegebene Bedeutung haben. Man arbeitet vorteilhaft in einem inerten organischen Lösungsmittel und unter Zusatz einer Base wie z. B. Tri äthylamin.
Die N-Hydroxyphenyl-N'-phenylharnstoffe der Formeln (I) bis (XI) lassen sich zur Bekämpfung schädlicher Mikroorganismen, insbesondere Bakterien, verwenden, und mit diesen Harnstoffen können Mittel zur Bekämpfung schädlicher Mikroorganismen in üblicher, an sich bekannter Weise hergestellt und angewendet werden.
Besonders wertvoll an den neuen Mitteln ist das breite antibakterielle Wirkungsspektrum, das sich sowohl auf grampositive als auch gramnegative Bakterien erstreckt.
Hierbei ist in anwendungstechnischer Hinsicht die Geruchlosigkeit und Farblosigkeit der Harnstoff von besonderem Wert. Die Verwendung ist auf sehr breiter Basis zum Schutze von textilen Substraten gegen den Befall durch zerstörende und pathogene (auch phytopathogene) Mikroorganismen möglich. Die Verbindungen der Formel (I) eignen sich demnach sowohl als Konservierungsmittel wie auch als Desinfektionsmittel für Textilien.
Die Verbindungen der Formel (I) werden zur konservierenden und desinfizierenden Ausrüstung von Fasern und Textilien verwendet, wobei sie auf natürliche und künstliche Fasern aufgebracht werden können und dort eine dauerhafte Wirkung gegen schädliche (auch pathogene) Organismen, z. B. Pilze und vor allem Bakterien, entfalten. Der Zusatz kann dabei vor, gleichzeitig mit oder nach einer Behandlung dieser Textilien mit anderen Stoffen, z. B. Farb- oder Druckpasten, Appreturen usw. erfolgen.
Derart behandelte Textilien weisen auch einen Schutz gegen das Auftreten von Schweissgeruch, wie er durch Mikroorganismen bedingt ist, auf.
Die Verbindungen der Formel (I) können auf zu schützende Textilmaterialien in verschiedenster Weise aufgebracht werden, z. B. durch Imprägnieren oder Besprühen mit Lösungen oder Suspensionen, die die genannten Verbindungen als Wirkstoff enthalten. Der Wirkstoffgehalt kann hierbei je nach Anwendungszweck zwischen 1 und 30 g Wirksubstanz pro Liter Behandlungsflüssigkeit liegen. Meistens werden textile Materialien sowohl synthetischer als auch natürlicher Herkunft durch einen Gehalt von 0,1 bis 3 % Wirkstoff ausreichend gegen Pilz- und insbesondere Bakterienbefall geschützt. Der Wirkstoff kann zusammen mit anderen textilen Hilfsmitteln wie Appreturmitteln, Knitterfestausrüstungen usw. eingesetzt werden.
Die Anwendungsformen können den üblichen For mulierungen von Schädlingsbekämpfungsmitteln entsprechen, beispielsweise können Mittel, die eine Verbindung der Formel (I) enthalten, gegebenenfalls auch noch Zusätze wie Trägerstoffe, Lösungsmittel, Verdünnungsmittel, Dispergier-, Netz- oder Haftmittel usw. sowie andere Schädlingsbekämpfungsmittel enthalten. Schliesslich können in solchen Mitteln zur Bekämpfung schädlicher Mikroorganismen auch mehrere Verbindungen der Formeln (I) bis (XI) gleichzeitig vorhanden sein.
Die in den nachfolgenden Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile und die Prozente Gewichtsprozente, sofern nichts anderes angegeben ist. Gewichtsteile verhalten sich zu Volumteilen wie g zu ml.
Herstellungsvorschrift
9,3 Teile 3-Hydroxy-4-amino-diphenyl in 50 Volumteilen Aceton und 0,1 Volumteil Triäthylamin werden bei 200 C mit einer Lösung von 11,1 Teilen 4-Chlor3 - trifluormethylphenylisocyanat in 50 Volumteilen Aceton versetzt. Die klare Reaktionslösung wird zwei Stunden am Rückfluss gekocht. Man gibt 100 Volumteile Chlorbenzol zu und entfernt den grössten Teil des Acetons durch Destillation bei Normaldruck, worauf der Harnstoff der Formel
EMI3.1
schon in der Wärme kristallin auszufallen beginnt. Nach dem Abkühlen auf 200 C wird das Produkt abfiltriert, mit Chlorbenzol nachgewaschen und getrocknet. Die Ausbeute beträgt ungefähr 15 Teile; Schmelzpunkt 188,5 bis 1890 C.
In analoger Weise lassen sich mit ähnlichen Ausbeuten die Verbindungen Nr. 2 bis 60 der Tabelle I und II herstellen.
Tabelle l
EMI3.2
<tb> Verbindung <SEP> Substituenten <SEP> in <SEP> Formel <SEP> (I), <SEP> worin <SEP> Y <SEP> und <SEP> Y3 <SEP> = <SEP> H <SEP> Schmelzpunkt
<tb> <SEP> Nr. <SEP> X1 <SEP> (Stellung) <SEP> X2 <SEP> (Stellung) <SEP> Y1 <SEP> (Stellung) <SEP> in <SEP> 0
<tb> <SEP> 1 <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> -CF3 <SEP> (3') <SEP> - <SEP> (4) <SEP> 188,5-189
<tb> <SEP> \ <SEP> /
<tb> <SEP> 2 <SEP> H <SEP> C1 <SEP> (4') <SEP> -CH0 <SEP> (4) <SEP> 216-217
<tb> <SEP> 3 <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> Cl <SEP> (3') <SEP> -CH <SEP> (4) <SEP> 208,5-209,5
<tb> <SEP> 4 <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> C1 <SEP> (3') <SEP> -C(CH3)3 <SEP> (5) <SEP> 194-194,5
<tb> <SEP> CH3 <SEP> CH3
<tb> <SEP> 5 <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> C1 <SEP> (3w) <SEP> -C-CH-C-CH3 <SEP> (5) <SEP> 175-176
<tb> <SEP> CH3 <SEP> CH3
<tb> <SEP> 6 <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> C1 <SEP> (3') <SEP> -(CH2)CH,
<SEP> (5) <SEP> 136,5-137,5
<tb> <SEP> 7 <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> Cl <SEP> (3') <SEP> -(CH2)11-CH3 <SEP> (5) <SEP> 114,5-115,5
<tb> <SEP> 8 <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> C1 <SEP> (3') <SEP> + <SEP> zu <SEP> (5) <SEP> 197,5-198,5
<tb> <SEP> 9 <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> C1 <SEP> (3') <SEP> - <SEP> (4) <SEP> 206-207
<tb> <SEP> CH3
<tb> <SEP> 10 <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> C1 <SEP> (3') <SEP> Da <SEP> \ <SEP> (5) <SEP> 177-178
<tb> <SEP> CH3
<tb> <SEP> 11 <SEP> C1 <SEP> (4') <SEP> C1 <SEP> (3') <SEP> -CF3 <SEP> (5) <SEP> 194-195
<tb> <SEP> 12 <SEP> H <SEP> C1 <SEP> (4') <SEP> -31(CH3)3 <SEP> (5) <SEP> 178-179
<tb> <SEP> 13 <SEP> H <SEP> -CF3 <SEP> (3') <SEP> -CH, <SEP> (4) <SEP> 190-191
<tb> <SEP> 14 <SEP> H <SEP> -CF3 <SEP> (3') <SEP> -C(CH3)3 <SEP> (5) <SEP> 178-179
<tb> <SEP> CH3 <SEP> CH3
<tb> <SEP> 15 <SEP> H <SEP> -CF3 <SEP> (3') <SEP> -C-CH-CH,
<SEP> (5) <SEP> 107-108
<tb> <SEP> CH3 <SEP> CH3
<tb> Rabelle I (fortsetzung)
EMI4.1
<tb> Verbindung <SEP> Substituenten <SEP> in <SEP> Formel <SEP> (I), <SEP> worin <SEP> Y <SEP> und <SEP> Y <SEP> = <SEP> H <SEP> Schmelzpunkt
<tb> <SEP> Nr. <SEP> X1 <SEP> (Stellung) <SEP> X2 <SEP> (Stellung) <SEP> Y1 <SEP> (Stellung) <SEP> in <SEP> o <SEP> C
<tb> <SEP> 16 <SEP> H <SEP> -CFs <SEP> (3') <SEP> O1 <SEP> ¸-ÖH <SEP> (5) <SEP> 163-164
<tb> <SEP> 17 <SEP> H <SEP> -CF3 <SEP> (3') <SEP> O <SEP> (4) <SEP> 196-197
<tb> <SEP> CH3 <SEP> CII,
<tb> <SEP> 18 <SEP> H <SEP> Cl <SEP> (4 <SEP> -C-CH-C-CH3 <SEP> (5) <SEP> 184-185
<tb> <SEP> CH, <SEP> CII,
<tb> <SEP> 19 <SEP> -CF, <SEP> (5') <SEP> -CFs <SEP> (3') <SEP> -CH, <SEP> (4) <SEP> 201-202
<tb> <SEP> 20 <SEP> -CF,
<SEP> (5') <SEP> -CFs <SEP> (3') <SEP> -C(CH3)3 <SEP> (5) <SEP> 176,5-177,5
<tb> <SEP> CH3 <SEP> CII,
<tb> <SEP> 21 <SEP> -CF, <SEP> (5') <SEP> -CF3 <SEP> (3') <SEP> -C-CH,-C-CH3 <SEP> (5) <SEP> 145-146
<tb> <SEP> CH3 <SEP> CII,
<tb> <SEP> 22 <SEP> -CF3 <SEP> (5') <SEP> -CFs <SEP> (3') <SEP> < Xi > <SEP> (5) <SEP> 185-186
<tb> <SEP> 23 <SEP> -CF3 <SEP> (5') <SEP> -CF3 <SEP> (3') <SEP> 43 <SEP> (4) <SEP> 203,5-204,5
<tb> <SEP> 24 <SEP> -CF, <SEP> (5') <SEP> -CFs <SEP> (3t) <SEP> -CF3 <SEP> (5) <SEP> 195,5-196
<tb> <SEP> 25 <SEP> H <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> \/i > <SEP> (5) <SEP> 195-196
<tb> <SEP> 26 <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> -CFs <SEP> (3') <SEP> CH, <SEP> (4) <SEP> 188,5-189
<tb> <SEP> 27 <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> -CF3 <SEP> (3') <SEP> -C(CH8)3 <SEP> (5) <SEP> 181-182
<tb> <SEP> CH3 <SEP> CII,
<tb> <SEP> 28 <SEP> C1 <SEP> (4') <SEP> -CF3 <SEP> (3') <SEP> -CCHftC-CH,
<SEP> (5) <SEP> 174-175
<tb> <SEP> CH3 <SEP> CH3
<tb> <SEP> 29 <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> -CF, <SEP> (3') <SEP> < <SEP> zu <SEP> (5) <SEP> 191-192
<tb> <SEP> 30 <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> -CFs <SEP> (3') <SEP> -CF, <SEP> (5) <SEP> 188-189
<tb> <SEP> 31 <SEP> H <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> CH3 <SEP> (5) <SEP> 198-199
<tb> <SEP> 32 <SEP> Cl <SEP> (3') <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> CH, <SEP> (5) <SEP> 208-209
<tb> <SEP> 33 <SEP> H <SEP> CF3 <SEP> (3') <SEP> CH3 <SEP> (5) <SEP> 203-204
<tb> <SEP> 34 <SEP> H <SEP> CF, <SEP> (4') <SEP> CH, <SEP> (5) <SEP> 192-193
<tb> <SEP> 35 <SEP> CF, <SEP> (5') <SEP> CF, <SEP> (3') <SEP> CII, <SEP> (5) <SEP> 185-186
<tb> <SEP> 36 <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> CF, <SEP> (3') <SEP> CH,
<SEP> (5) <SEP> 193-194
<tb> <SEP> 37 <SEP> H <SEP> H <SEP> CH3 <SEP> (5) <SEP> 154-155
<tb> <SEP> 38 <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> C1 <SEP> (3 <SEP> 9 <SEP> > <SEP> (5) <SEP> 196-197
<tb> <SEP> 39 <SEP> CF, <SEP> (5') <SEP> CF, <SEP> (3') <SEP> ¯\ <SEP> zu <SEP> (5) <SEP> 177-178
<tb> <SEP> 40 <SEP> H <SEP> Br <SEP> (4') <SEP> -C(CH,), <SEP> (5) <SEP> 167-168
<tb> Tabelle I (Fortsetzung)
EMI5.1
<tb> Verbindung <SEP> Substituenten <SEP> in <SEP> Formel <SEP> (I), <SEP> worin <SEP> Y2 <SEP> und <SEP> Y3 <SEP> = <SEP> H <SEP> Schmelzpunkt
<tb> <SEP> Nr.
<SEP> X1 <SEP> (Stellung) <SEP> X2 <SEP> (Stellung) <SEP> Y1 <SEP> (Stellung) <SEP> in <SEP> 0
<tb> <SEP> 41 <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> C1 <SEP> (3 <SEP> NOCH8 <SEP> (5) <SEP> 192-193
<tb> <SEP> 42 <SEP> H <SEP> H <SEP> H3 <SEP> (4) <SEP> 187-188
<tb> <SEP> 43 <SEP> H <SEP> H <SEP> C(CH3)3 <SEP> (5) <SEP> 153-154
<tb> <SEP> 44 <SEP> H <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> \ <SEP> (4) <SEP> 214,5-215
<tb> <SEP> CH
<tb> <SEP> 45 <SEP> H <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> Ct3 <SEP> (5) <SEP> 181-182
<tb> <SEP> CH3
<tb> <SEP> 46 <SEP> H <SEP> CF3 <SEP> (4') <SEP> < <SEP> (4) <SEP> 214-215
<tb> <SEP> CHg
<tb> <SEP> 47 <SEP> H <SEP> CF8 <SEP> (3') <SEP> -CH <SEP> (5) <SEP> 144-145
<tb> <SEP> CH3
<tb> <SEP> CH3
<tb> <SEP> 48 <SEP> H <SEP> CF3 <SEP> (3E) <SEP> OffiM <SEP> (5) <SEP> 156-157
<tb> <SEP> CH3
<tb> <SEP> CHs
<tb> <SEP> 49 <SEP> CF <SEP> (5') <SEP> 0F3 <SEP> (3') <SEP> -CH <SEP> (5)
<SEP> 181-182
<tb> <SEP> CH3
<tb> <SEP> CH3
<tb> <SEP> 50 <SEP> CF3 <SEP> (5') <SEP> 0F3 <SEP> (3,) <SEP> Ct3 <SEP> (5) <SEP> 177-178
<tb> <SEP> I
<tb> <SEP> CH3
<tb> <SEP> CH3
<tb> <SEP> 51 <SEP> Cl <SEP> (4') <SEP> CF3 <SEP> (3') <SEP> offiM <SEP> (5) <SEP> 175-176
<tb> <SEP> CH3
<tb> <SEP> 52 <SEP> C1 <SEP> (3') <SEP> CFs <SEP> (4') <SEP> -C(CH3)s <SEP> (5) <SEP> 167-168
<tb>
Tabelle II Verbindung Substituenten in Formel I Schmelzpunkt
Nr.
X1 (Stellung) X2 (Stellung) Y1 (Stellung) Y2 (Stellung) Y3 (Stellung) in " C
53 Cl (4') Cl (3') -C(CH3)3 (3) -C(CH3)3 (5) -CH3 (6) 194-195
54 H Cl (4') -CH3 (4) -CH3 (5) H 207-208
55 Cl (4') Cl (3') -CH3 (4) -CH3 (5) H 214-215
56 H CFs (3') -CH3 (4) -CH3 (5) H 182-183
57 CF3 (5') CF3 (3') -CH3 (4) -CH3 (5) H 203-204
58 Cl (3') CF3 (4') -CH3 (4) -CH3 (5) H 179-180
59 H H -CH3 (4) H3 (5) H 161-162
60 H Cl (4') -C(CH3)3 (3) -CH3 (5) H 192-193 Bestünmung der minimalen Hemmkonzentration (MIC) gegen Bakterien
Die Bestimmung der MIC (minimal inhibitory concentration) erfolgt nach einer an Standard-Normen angelehnten Prüfung, die eine Annäherung an absolute minimale Hemmwerte eines Wirkstoffs erlaubt.
Mit den Wirkstoffen wurden eine 0,4 % ige und eine 0,12 % ige Lösung in Dimethylsulfoxyd hergestellt. Je 0,25 ml der Lösungen werden zu 9,75 ml steriler Brain Heart Infusion Broth gegeben. Die durch fortlaufendes Verdünnen auf das jeweils Zehnfache erhaltenen zwei Reihen werden kombiniert und dabei in folgende kontinuierliche Verdünnungsreihe übergeführt:
100, 30, 10, 3, 1.. ppm Wirksubstanz
Die Lösungen werden mit dem Bakterium Staphylococcus aureus beimpft. Anschliessend wird während 48 Stunden bei 370 C bebrütet.
Nach der genannten Zeit ergeben sich die minimalen Hemmwerte (ppm) der Tabelle III.
Tabelle III
Verbindung Hemmwerte (ppm)
Nr. gegen Staphylococcus aureus
1 0,1
4 10
5 1
6 0,3
7 10
8 10
14 1
15 0,3
16 1
18 1
19 0,3
20 0,1
21 1
22 0,3
23 0,3
24 10
25 10
26 1
27 0,3
28 1
29 0,3 30 Bestiintnung der minimalen Hemmkonzentration (MIC) gegen Bakterien und Pilze im Gradienten platten test 1, 2
Die Verbindungen der Formel (I) werden in geeigneten Formulierungen (z. B. als Lösungen in Dimethylsulfoxyd) bestimmter Konzentration mit warmem Brain Heart Infusion-Agar (Bakterien) resp. Mycophil-Agar (Pilze) vermischt. Die flüssigen Mischungen werden auf eine erstarrte, keilförmige Grundagarschicht gegossen und ebenfalls erstarren gelassen.
Mit einer Pasteurpipette trägt man nun die Testorganismen senkrecht zum Gradienten linienförmig auf.
Nach einer Bebrütung von 24 Stunden bei 370 C (Bakterien) resp. 72 Stunden bei 3.00 0 (Pilze) wird die Länge der auf dem Impfstrich gewachsenen Keime gemessen und in ppm Wirkstoff ausgedrückt.
1 W.Szybalski et al., Science 116, 26 (1952).
Nuesch und Knuesel, Sideromycins , im Buch von Gottlieb und Shaw, Antibiotics, Mechanism of Action', Vol. (1967),
Springer Verlag.
Tabelle IV minimale Hemmkonzentration (ppm)
Verbindung Staphylococcus Trichophyton Trichophyton
Nr. aureus mentagrophytes rubrum
1 0,1 1 2,5
4 0,4 10 3
5 0,2 10
6 0,15
7 1
8 2 2
9 0,4 2
10 0,1 1 10
11 2,5 2
12 2
14 1 4 10
15 0,15
16 0,35 2 3
17 0,6 1 1
18 0,2 1 1,5
19 0,2 2 3
20 0,03 4 5
21 0,15
22 0,1 10 10
23 0,1 1 10
24 1,5 2 10
26 0,15 2,5 35
27 0,15 1 10
28 0,2
29 0,1 1 3
30 1 3 6
34 3
35 0,2
36 0,1
39 1
41 3
45 0,4
46 0,3
47 2 3
48 0,35
49 0,
50 0,1
51 0,1
52 0,1 1
55 0,04
57 0,4
58 0,5
60 0,03 2,5 rest oder eine Trifluormethylgruppe und Y2 und Y3, sofern Y1 eine Alkylgruppe darstellt, unabhängig voneinander Wasserstoffatome oder Alkylgruppen mit höchstens 12 Kohlenstoffatomen, sofern aber Y1 für einen anderen Substituenten steht, Wasserstoffatome bedeuten, zum antimikrobiellen Ausrüsten bzw.
Schützen von Textilmaterialien gegen Mikroorganismen.
UNTERANSPRÜCHE
1. Verwendung von N-Hydroxyphenyl-N'-phenylharnstoffe gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Substituenten X1, X2 und Y1 eine Trifluormethylgruppe darstellt.
2. Verwendung von N-Hydroxyphenyl-N'-phenylharnstoffen der Formel
EMI7.1
worin X2 eine Trifluormethylgruppe, ein Wasserstoffoder Chloratom, die bzw. das sich in 4'- oder 5'-Stellung zur -NH-Brücke befindet, X4 ein Halogenatom oder eine Trifluormethylgruppe und Y; eine Alkylgruppe mit höchstens 12 Kohlenstoffatomen, eine Cyclohexyl-, oder eine Phenylgruppe, die sich in 4- oder 5-Stellung zur -NH-Brücke befindet, bedeuten, gemäss Patent