CH513819A - Verfahren zur Herstellung von Methylen-bis-iminodiacetonitril - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Methylen-bis-iminodiacetonitrilInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
Verfahren zur Herstellung von Methylen-bis-iminodiacetonitril Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Methylen-bis-iminodiacetonitril.
Es wurde gefunden, dass man Methylen-bis-imino- diacetonitril herstellen kann, indem man Ammoniak und Cyanwasserstoff gleichzeitig in Formaldehyd, der in flüs siger Phase vorliegt und ständig auf einem stark sauren pH-Wert gehalten wird, einleitet, wobei man die Tem peratur während des Einleitens und der anschliessend stattfindenden Reaktion unterhalb 70 C hält.
Das erfindungsgemässe Verfahren, bei welchem im mer nur kleine Mengen Cyanwasserstoff anwesend sind, gewährt eine grosse Sicherheit gegenüber diesen gefähr lichen Substanzen. Das Verfahren kann im kleinen un ter Anwendung einer kontinuierlichen Reaktionszone, wie beispielsweise ein Rohr, durchgeführt werden und ist da her in seiner Ausführung nicht an Reaktionsgefässe oder Behälter gebunden. Im weiteren kann das Verfahren in folge Abwesenheit von Nebenprodukten zweckmässig als Recyclisierungsverfahren ausgestaltet werden. Es kann flüssiger oder gasförmiger Cyanwasserstoff verwendet werden.
Bei der Durchführung des Verfahrens zur Herstellung von Methylen-bis-iminodiacetonitril wird der Formal dehyd zweckmässig in ein Reaktionsgefäss, welches mit einer Rühr- und Kühlvorrichtung versehen ist, vorgelegt. Der pH wird auf einen stark sauren Wert, d.h. vorzugs weise zwischen 2 und 0, zur Erzielung guter Ausbeuten jedoch auf 1 oder weniger eingestellt. Durch Zugabe von Schwefel- oder Salzsäure kann der gewünschte pH-Wert erreicht werden.
Die Temperatur der vorgelegten Mischung wird un ter 70 C gehalten, vorzugsweise unterhalb 40 . Cyan- wasserstoff, zweckmässig in flüssiger Form, und Ammo niak werden dann gleichzeitig zu dem sauren Formal dehyd hinzugefügt. Gute Ausbeuten werden erhalten, wenn die Temperatur des sauren Formaldehydes wäh rend der Zugabe von Cyanwasserstoff und Ammoniak bei 30 bis 35 C liegt. Tiefere Temperaturen, wie bei spielsweise 15 C können angewandt werden, wobei man jedoch niedrigere Ausbeuten erhält. Ammoniak, Cyan- wasserstoff und Formaldehyd werden vorzugsweise in stöchiometrischen Mengenverhältnissen verwendet.
Das Methylen-bis-iminodiacetonitril kann mit flüssi gem Cyanwasserstoff und Formaldehyd in Nitrilotriace- tonitril übergeführt werden. Diese kann so ausgeführt werden, dass man Formaldehyd einer flüssigen Mischung von Methylen-bis-iminodiacetonitril und flüssigem Cyan- wasserstoff hinzufügt oder dass man flüssigen Cyanwas- serstoff zu einer flüssigen Mischung von Methylen-bis- -iminoacetonitril und Formaldehyd zufügt.
In dem Fall, wo man Formaldehyd zu der Mischung von Methylen- -bis-iminodiacetonitril und Cyanwasserstoff zufügt, kann etwas Formaldehyd zu Beginn der Reaktion vorgelegt werden. Die Temperatur soll zweckmässig 50 bis 85 C betragen. Es können Temperaturen bis 95 C angewendet werden; sie ergeben jedoch ein unreines Produkt. Tem peraturen von ca. 65 bis 70 C geben das beste Produkt.
Auch hier werden vorzugsweise stöchiometrische Men gen der Rektanden angewendet, beispielsweise ergeben 1 Mol Methylen-bis-iminodiacetonitril, 1 Mol Formalde hyd und 2 Mol Cyanwasserstoff 2 Mol Nitrilotriaceto- nitril. Um Verluste zu vermeiden kann ein kleiner über- schuss Cyanwasserstoff angewendet werden. Das Ni- trilotriacetonitril bildet sich in nahezu quantitativer Aus beute und kann als Feststoff von grosser Reinheit aus der flüssigen Phase isoliert werden, z.B. durch Kühlen mit nachfolgender Filtration.
Das Nitrilotriacetonitril kann leicht in bekannter Weise durch Hydrolyse zu Nitri- lotriessigsäure oder deren Salzen hydrolysiert werden.
Der in diesem Verfahren benötigte Cyanwasserstoff kann in flüssiger Form oder in Form eines Gases einge setzt werden. Gemäss einer bevorzugten Ausführungs form verwendet man das billige Adrussow-Gas, welches durch Ammonoxydation von Methan, Ammoniak und Luft in Anwesenheit eines Katalysators hergestellt wird, und welches zusätzlich zu dem benötigten Cyanwasser- stoff grössere Mengen Ammoniak enthält. Dieses Gas besitzt normalerweise ein Mol-Verhältnis von Cyanwas- serstoff zu Ammoniak von ungefähr 1 : 4,5 und kann mit Ammoniak bis zu einem Mol-Verhältnis von 1 : 18 an gereichert werden.
<I>Beispiel d</I> Formaldehydlösung (1,26 Mol; 94,5 ml) wird in einen 200 ml Reaktionsgefäss vorgelegt und das pH durch Zu gabe von konzentrierter Schwefelsäure (21 g) auf einen Wert von 0 bis 1 eingestellt. Anschliessend werden Cyan wasserstoff (1,26 Mol; 34,02 g) und Ammoniak (0,42 Mol; 7,14 g) gleichzeitig während 113, 4 Minuten zu geführt. Die Temperatur wird während und nach der Zugabe eine Stunde lang auf 30 bis 35 C gehalten. Die Mischung wird anschliessend auf 15 C gekühlt, filtriert und getrocknet, wobei eine Mischung aus 15g Methy- len-bis-iminodiacetonitril und 4 g Nitrilotriacetonitril an fällt.
<I>Beispiel 2</I> Das Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt mit der Ausnahme, dass die Temperatur während und nach der Zugabe während einer Stunde auf 35 bis 40 C gehalten wird. Es wird eine Mischung von 17,9g Methylen-bis- -iminoacetonitril unld 7,3g Nitrilotriacetonitril erhalten. <I>Beispiel 3</I> 2,52 Mol Formaldehyd (75,6 g; 189 ml) werden in einem 500 ml Reaktionsgefäss vorgelegt, und das pH der Formaldehydlösung wird auf einen Wert zwischen 0 und 1 durch Zugabe von konzentrierter Schwefelsäure einge stellt. Dann werden 0,84 Mol Ammoniak (14,28 g; 0,187 g/ Min.) und 2,52 Mol flüssiger Cyanwasserstoff (68,04 g; 100 ml; 121 ml/Min.) innert 82 Minuten zugeführt. Wäh- rend des Einleitens wird die Temperatur auf 30 bis 35 C gehalten.
Hierbei kommt es zur Bildung eines weissen Niederschlages, Methylen-bis-iminodiacetonitril. Dieser wird filtriert und getrocknet. Man erhält 82g des Nitrils (960/t, Ausbeute basierend auf NH3).
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Methylen-bis-imino- diacetonitril, dadurch gekennzeichnet, dass man Ammo niak und Cyanwasserstoff gleichzeitig in Formaldehyd, der in flüssiger Phase vorliegt und ständig auf einem stark sauren pH-Wert gehalten wird, einleitet, wobei man die Temperatur während des Einleitens und der anschliessend stattfindenden Reaktion unterhalb 70 C hält. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man den pH-Wert unter 1 hält. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man bei Temperaturen unterhalb 40 C ar beitet. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass man bei Temperaturen von 30 bis 35 C arbeitet:
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| US70038268A | 1968-01-25 | 1968-01-25 | |
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| CH513819A true CH513819A (de) | 1971-10-15 |
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1969
- 1969-01-27 CH CH436871A patent/CH513819A/de not_active IP Right Cessation
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| PL | Patent ceased |