CH515919A - Verfahren zur Herstellung von 5-Phenyl-2,3-dihydro-5H-imidazo(2,1-a)isoindolen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 5-Phenyl-2,3-dihydro-5H-imidazo(2,1-a)isoindolenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von 5-Phenyl-2,3-dihydro-5H-imidazo[2,1-a]isoindolen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 5-Phenyl-2,3-dihydro-5H-imidazo[2,1-a]isoindolen der Formel I,
EMI0001.0008
worin R, R, und R2 jeweils für Wasserstoff, Chlor, Fluor, Trifluormethyl,
Alkyl oder Alkoxy mit je 1-4 Kohlen- stoffatomen stehen, wobei jedoch a) zwei benachbarte Substituenten von R, R1 und R2 nicht gleichzeitig Trifluormethyl bedeuten dürfen und b) falls R oder R2 für Trifluormethyl steht, R1 Wasser stoff, Chlor oder Fluor bedeuten muss, R3, R4 und R,
jeweils für Wasserstoff, Chlor oder Fluor und RE für Wasserstoff oder Fluor stehen, wobei höchstens zwei der Substituenten R3, R4, R5 und R6 und von den Substituenten R, R1, R2, R3, R4, R, und Rs höchstens drei jeweils eine andere Bedeutung als Wasser stoff besitzen dürfen, und ihrer Säureadditionssalze.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekenn zeichnet, dass man 2-(P-Aminoäthyl)-3-phthalimidine der Formel I1,
EMI0001.0049
worin R - R6 obige Bedeutung besitzen, gelöst in einem geradekettigen oder cyclischen Äther und in einer inerten Gasatmosphäre bei Temperaturen zwischen 45 und 85 C mit Lithiumaluminiumhydrid behandelt und die erhalte nen Verbindungen der Formel I gegebenenfalls in Säure additionssalze überführt.
Für die Durchführung des erfindungsgemässen Ver fahrens sind als cyclische Äther Tetrahydrofuran und als geradekettige Äther Di-n-butyläther geeignet. Als inerte Gasatmosphäre kann hierfür eine Helium-, Stickstoff- oder eine Argonatmosphäre verwendet werden. Die Be handlung mit Lithiumaluminiumhydrid wird bei Tempe raturen zwischen 45 und 85 C durchgeführt, wobei Lö sungsmittel, die in diesem Intervall sieden, beispielsweise Tetrahydrofuran, bevorzugt verwendet werden.
Nach einer Reaktionsdauer von 6 bis 96 Stunden ist die Um setzung beendet. Anschliessend wird das Reaktionsge misch zur Entfernung nicht umgesetzten Lithiumalumi- niumhydrids mit geeigneten Agenzien behandelt, beispiels weise mit einer wässrigen Natriumhydroxidlösung und Wasser. Aus dem erhaltenen Gemisch werden die gebil deten Umsetzungsprodukte auf an sich bekannte Weise isoliert, gereinigt und gegebenenfalls in Säureadditionssal- ze überführt.
Die Verbindungen der Formel I können ebenfalls in ihren tautomeren Formen auftreten, die durch die For mel Ia,
EMI0002.0010
worin R - Re obige Bedeutung besitzen, wiedergegeben werden. Der Einfachheit halber werden die Verbindungen der Formel I und Ia unter der Formel I zusammengefasst.
Die Ausgangsprodukte der Formel II können erhalten werden, indem man Verbindungen der Formel III,
EMI0002.0018
worin R - RB obige Bedeutung besitzen, in Gegenwart eines Katalysators hydriert.
Diese Hydrierung wird zweckmässigerweise in Lösung eines inerten organischen Lösungsmittels durchgeführt, vorzugsweise in einer niederen aliphatischen Carbonsäu- re, wie Essigsäure. Als Katalysator kann vorzugsweise ein Platin-Katalysator, wie Platin, Platindioxid, Platin- Kohle, Platin-Aluminiumoxid oder Platin-Asbest verwen det werden.
Die Hydrierung kann bei einer Temperatur zwischen Raumtemperatur (20-25 C) und ungefähr 75 C durchgeführt werden. Vorzugsweise wählt man jedoch ein Temperatur-Intervall zwischen 20 und 30 C. Der Was serstoffdruck soll zwischen 1,02 und 6,8 Atm. betragen.
Die Ausgangsprodukte der Formel III sind bekannt (beispielsweise aus der offengelegten holl. Patentanmel dung Nr. 6<B>501</B>647) oder können auf an sich bekannte Weise durch Umsetzung geeigneter Benzoylbenzoesäure- Derivate mit Äthylendiamin und anschliessende Wasser abspaltung hergestellt werden.
Die erfindungsgemäss erhaltenen Verbindungen der Formel I sind bei Raumtemperatur gut kristallisierende oder amorphe Basen, die durch Umsetzung mit geeigneten organischen oder anorganischen Säuren in ihre Säuread- ditionssalze übergeführt werden können.
Als organische Säuren eignen sich Bernsteinsäure, Benzoesäure, Essig säure, Maleinsäure, p-Toluolsulfonsäure und Benzolsul- fonsäure, und als anorganische Säuren Salzsäure, Brom- wasserstoffsäure, Schwefelsäure und Phosphorsäure.
Die Verbindungen der Formel I stellen Zwischenpro dukte dar und können beispielsweise zur Herstellung wertvoller Pharmazeutika verwendet werden.
<I>Beispiel 1</I> S-(4'-Chlorphenyl)-2,3-dihydro-5H-imidazo- [2,1-a]isoindol In einen mit einem Rührer, Rückflusskühler, Tropf trichter und einem Gaszuleitungsrohr versehenen Kolben werden 100 ml abs. Tetrahydrofuran und 1,3 g (0,034 Mol) Lithiumaluminiumhydrid gegeben.
Nach Ausspülen des Kolbens mit Stickstoff wird dem darin befindlichen Gemisch tropfenweise unter Rühren eine Lösung von 5 g (0,017 Mol) 2-(@-Aminoäthyl)-3-(4'-chlorphenyl)-phthal- imidin in 50 ml abs. Tetrahydrofuran zugesetzt. An- schliessend wird während 72 Stunden am Rückfluss zum Sieden erhitzt.
Dann wird der Kolbeninhalt in einem Eisbad abgekühlt und tropfenweise mit 2,6 ml einer wäss- rigen 2 N Natriumhydroxidlösung und 3,9 ml Wasser ver setzt.
Das erhaltene Gemisch wird noch während 15 Mi nuten gerührt und danach 25 g wasserfreies Natriumsul fat zugegeben. Nach Filtrieren und Eindampfen des Fil trats im Rotationsverdampfer im Vakuum erhält man das rohe 5-(4'-Chlorphenyl)-2,3-dihydro-5H-imidazo[2,1-a]- isoindol, welches aus 50 ml eines Gemisches von Metha- nol/Tetrahydrofuran (1 : 1) umkristallisiert wird. Das Hydrochlorid schmilzt bei 280 C unter Zersetzung.
<I>Beispiel 2</I> 5-(3',4'-Dichlorphanyl)-2,3-dihydro-5H-imidazo- [2,1-a]isoindol Entsprechend dem im Beispiel 1 beschriebenen Ver fahren gelangt man bei Ersatz des darin verwendeten 2- -(p-Aminoäthyl)-3-(4'-chlorphenyl)-phthalimidins durch eine äquivalente Menge von 2-(ss-Aminoäthyl)-3-(3',4'-di- chlorphenyl)-phthalimidin zum 5-(3',4'-Dichlorphenyl)- -2,3-dihydro-5H-imidazo[2,1-a]isoindol.
<I>Beispiel 3</I> 5-(3'-Fluorphenyl)-2,3dihydro-5H-imidazo[2,1-a]isoindol Entsprechend dem im Beispiel 1 beschriebenen Ver fahren gelangt man bei Ersatz des darin verwendeten 2- -(ss-Aminoäthyl)-3- (4' - chlorphenyl)-phthalimidins durch eine äquivalente Menge von 2-e-Aminoäthyl)-3-(3'-fluor- phenyl)-phthalimidin zum 5-(3'-Fluorphenyl)-2,3-dihydro- -5H-imidazo[2,1-a]isoindol. <I>Beispiel 4</I> <I>Herstellung der</I> Ausgangsprodukte <I>a)
</I> 2-(P-Aminoüthyl)-3-(4'-chlorphenyl)-phthalimidin 16,08 g (0,06 Mol) 9b-(4'-Fluorphenyl)-1,2,3,9b-tetra- hydro-5H-imidazo[2,1-a]isoindol-5-on werden, gelöst in 100 ml Essigsäure und in Gegenwart von 0,3 g Pla tindioxid, in einem Parr Hydrierungsgefäss bei Raumtem peratur und einem Wasserstoffdruck von 3,
4 Atm. wäh rend 4 Stunden hydriert. Anschliessend wird der Kataly sator abfiltriert und das Filtrat im Rotationsverdampfer im Vakuum eingeengt. Nach Umkistallisieren des Rück- standes aus Tetrahydrofuran/ Pentan (2 : 1) erhält man 2-Q-Aminoäthyl)-3-(4'-chlorphenyl)-phthalimidin.
b) Die übrigen als Ausgangsprodukte verwendeten 2- -(ss-Aminoäthyl)-3-phenyl-phthalirnidine können nach dem im Beispiel 4 beschriebenen Verfahren aus den ent sprechenden 9b-Phenyl-1, 2, 3, 9b-tetrahydro-5H-imidazo- [2,1-a]isoindol-5-onen hergestellt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 5-Phenyl-2,3-dihydro- -5H-imidazo[2,1-a]isoindolen der Formel I, EMI0003.0014 worin R, R,. und R2 jeweils für Wasserstoff, Chlor, Fluor, Trifluormethyl, Alkyl oder Alkoxy mit je 1-4 Kohlen- stoffatomen stehen, wobei jedoch a) zwei benachbarte Substituenten R, R, und R",nicht gleichzeitig Trifluormethyl bedeuten dürfen und b) falls R oder R,1 für Trifluormethyl steht, R" Wasser stoff, Chlor oder Fluor bedeuten muss, R3, R4 und R5 jeweils für Wasserstoff, Chlor oder Fluor und R6 für Wasserstoff oder Fluor stehen, wobei höchstens zwei der Substituenten R3, R4, R5 und R,;und von den Substituenten R, Ri, R2, R3, R4, R5 und R6 höch stens drei jeweils eine andere Bedeutung als Wasserstoff besitzen dürfen, und ihrer Säureadditionssalze, dadurch gekennzeichnet dass man 2-(ss-Aminoäthyl)-3-phthalimi- dine der Formel II, EMI0003.0051 worin R - R6 obige Bedeutung besitzen,gelöst in einem geradekettigen oder cyclischen Äther und in einer inerten Gasatmosphäre bei Temperaturen zwischen 45 und 85 C mit Lithiumaluminiumhydrid behandelt und die erhalte nen Verbindungen der Formel I gegebenenfalls in Säure additionssalze überführt.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US66060967A | 1967-08-15 | 1967-08-15 | |
| US72653368A | 1968-05-03 | 1968-05-03 | |
| CH1018268A CH516573A (de) | 1967-08-15 | 1968-07-08 | Verfahren zur Herstellung von 5-Hydroxy-5-phenyl-2,3-dihydro-5H-imidazo(2,1-a)isoindolen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH515919A true CH515919A (de) | 1971-11-30 |
Family
ID=27176384
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| CH1490671A CH515919A (de) | 1967-08-15 | 1968-07-08 | Verfahren zur Herstellung von 5-Phenyl-2,3-dihydro-5H-imidazo(2,1-a)isoindolen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH515919A (de) |
-
1968
- 1968-07-08 CH CH1490671A patent/CH515919A/de not_active IP Right Cessation
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