CH516822A - Farbenphotographisches Aufsichts- oder Durchsichtsbild und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Farbenphotographisches Aufsichts- oder Durchsichtsbild und Verfahren zu dessen Herstellung

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CH516822A
CH516822A CH966468A CH966468A CH516822A CH 516822 A CH516822 A CH 516822A CH 966468 A CH966468 A CH 966468A CH 966468 A CH966468 A CH 966468A CH 516822 A CH516822 A CH 516822A
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color photographic
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Schindler Wolfgang D Dipl-Chem
Herbert Dipl Chem Kreibich
Hubertus Dr Pietrzok
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Wolfen Filmfab Veb
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    • G03C1/00Photosensitive materials
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
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    • GPHYSICS
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Description


  
 



  Farbenphotographisches Aufsichts- oder Durchsichtsbild und Verfahren zu dessen Herstellung
Die Erfindung betrifft ein farbenphotographisches Aufsichts- oder Durchsichtsbild mit verbesserter Haltbarkeit gegenüber farbzerstörenden Einflüssen des Tageslichts, insbesondere des Sonnenlichts, und ein Verfahren zu dessen Herstellung.



   Der zerstörende Einfluss des Sonnenlichts, insbesondere des kurzwelligen UV-Anteiles zwischen 250 und 400 nm, ist aus der Literatur bekannt.



   So werden beispielsweise Textilfasern, Farbstoffe, Kunststoffe, Lacke, Fette und Öle durch den Einfluss von UV-Strahlung farblich oder strukturell verändert, d. h. zerstört. Der gleiche zerstörende Einfluss energiereicher Strahlung tritt ein, wenn farbenphotographische Aufsichts- und Durchsichtsbilder, z. B. Papierbilder, Grossdias oder Positivkopien, dem Tageslicht bzw. dem Licht künstlicher Lichtquellen ausgesetzt werden.



   Man stellt dann einen Rückgang sowie eine   Verfäl-    schung der Farben fest Dieser Vorgang wird allgemein als Ausbleichen der Bildfarbstoffe bezeichnet und ist von der Art der verwendeten Bildfarbstoffe sowie von der Intensität und Zeitdauer der Einwirkung der betreffenden Strahlung abhängig.



   Es sind nun Verfahren bekannt, den Einfluss der zerstörenden UV-Strahlung auf farbenphotographische Materialien zu vermeiden bzw. zu beseitigen. So kann man durch Baden des Materials in wässrigen, den UV-Absorber enthaltenden Lösungen einen gewissen Schutz der Photomaterialien erreichen. Nachteilig ist hier die Diffusion des UV-Absorbers von der Oberfläche in das Innere des Materials bzw. in die Nachbarschichten, wobei die Schutzwirkung entsprechend gering oder nicht mehr vorhanden ist.



   Weiterhin kann man eine Gelatinedeckschicht auf das zu schützende Material aufbringen, die einen geeigneten UV-Absorber enthält. Damit hergestellte Materialien besitzen den Nachteil nicht genügender Beständigkeit gegen über Feuchtigkeit. Dies führt zu Verklebungen und zur Bildung von Flecken bei der Berührung des Materials mit feuchten Fingern.



   Es sind auch Verfahren bekannt, das zu schützende photographische Material mit einer UV-absorbierenden Schutzschicht zu versehen, die aus einer polymeren hydrophoben Verbindung besteht, in die der UV-Absorber eingebettet ist. An diese, auch als Lackschicht bezeichneten, polymeren Schutzschichten werden mehrere Bedingungen gestellt, um sie für farbenphotographische Zwecke anwenden zu können. So ist z. B. von grosser Wichtigkeit, dass diese Schutzschichten auf der darunter befindlichen Emulsionsdeckschicht eine einwandfreie Haftung aufweisen und für sichtbares Licht völlig transparent sind. Die Lackschichten sollen durch Einwirkung von Strahlung selbst keinerlei Zersetzung oder Veränderung erfahren, d. h. keine nennenswerte Absorption im UV-Gebiet zeigen.



   Von besonderer Bedeutung ist eine genügend grosse Löslichkeit und Verträglichkeit des UV-Absorbers in der Lackschicht. Der UV-Absorber darf in der Lackschicht keinerlei Diffusionserscheinungen, sogenanntes Ausblühen, bei entsprechend langer Lagerung zeigen. Weiterhin muss die Lichtschutzlackschicht eine grosse Beständigkeit gegen mechanische Einflüsse aufweisen und darf darüber hinaus andere Eigenschaften des Colormaterials, z. B.



  Glanz, Brillanz und Deckkraft, nicht nachteilig beeinflussen. Auch muss der Lichtschutzlack genügende Stabilität bei der Lagerung und gute Verträglichkeit mit den in der Praxis benutzten Aerosol-Treibgasen besitzen.



   Die Erfahrung zeigt, dass von keinem der bekannt gewordenen Lichtschutzlacke diese Bedingungen sämtlich erfüllt werden. Für einige Lacke bzw. Filmbildner ist beispielsweise die Verwendung von Alkoholen als Lösungsmittel für das Polymerisat ausgeschlossen, da sonst die Haftung der Lackschicht verlorengeht Bei einem anderen Lichtschutzlack lassen sich nur maximal 22   010    des UV-Absorbers in das Polymerisat einbringen, da sonst offensichtlich ein Ausblühen des Absorbers eintritt Ausserdem enthalten diese UV-Absorber grosse sperrige Gruppen, so dass der eigentliche UV-wirksame Molekülteil bedeutend geringer ist und somit ein nur ungenügender Schutz gegen Einflüsse durch UV-Strahlung erreicht wird.



   Es ist Zweck der Erfindung, die Haltbarkeit von farbigen Aufsichts- oder Durchsichtsbildern zu verbessern.



   Es besteht daher die Aufgabe, eine geeignete Kombi  nation eines hydrophoben polymeren Filmbildners und Weichmachers sowie einer UV-absorbierenden Verbindung zu finden.



   Es würde nun gefunden und damit die in der   vorlie--    genden Erfindung gestellte Aufgabe dadurch gelöst, dass ein farbenphotographisches Aufsichts- oder Durchsichtsbild zwecks Verbesserung der Haltbarkeit mit einer einen UV-Absorber enthaltenden Schutzschicht versehen ist, wobei auf einer oder beiden Seiten des Bildes eine gegebenenfalls auf eine Folie aufgebrachte, den UV-Absorber enthaltende Schutzschicht angeordnet ist, deren Filmbildner eine Verbindung der Formel
EMI2.1     
 in der    n >     1,    R1    und R2 H, Alkyl, Aryl, substituiertes Aryl, Halogen oder COOR3, wobei   R1    und R2 gleich oder verschieden sein können, und R3   H,    Alkyl oder Aryl bedeuten, und ein Epoxid der Formel
EMI2.2     
 in der X einen aliphatischen, aliphatisch-aromatischen,

   aromatischen oder heterocyclischen Rest,
EMI2.3     
 sein muss, bedeuten, enthält.



   In diesen Verbindungen besitzen eine Vielzahl von UV-Absorbern verschiedener Klassen hervorragende Löslichkeiten. Die Lichtschutzschicht ist auf einer oder beiden Seiten von verarbeiteten photographischen Materialien angeordnet.



   Je nach Art des UV-Absorbers lassen sich bis zu 50    /0,    bezogen auf das Bindemittel, in die Lackschutzschicht einbringen, ohne Kristallisations- oder Ausblüherscheinungen hervorzurufen.



   In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass ein genügender Schutz bereits durch ca. 20   0/0      UV-Absorberanteil    erreicht wird. Eine weitere Erhöhung der UV-Absorberkonzentration bringt bei den erfindungsgemässen Schutzschichten nur noch geringe Verbesserungen. Das Aufbringen erfindungsgemässer Schutzschichten beeinflusst die Brillanz und Deckkraft von Colormaterialien nicht nachteilig. In den Fällen, in denen der Glanzeffekt der erfindungsgemäss erhaltenen Schutzschichten nicht erwünscht ist, kann durch   Zurnischung    eines gebräuchlichen Mattierungsmittels, z. B. hochdisperse Silikate oder Metallstearate, bis zu etwa 30    /0,    dieser Glanz vermindert oder in das Gegenteil gekehrt werden.



   Das erfindungsgemässe Aufsichts- oder Durchsichtsbild wird dadurch hergestellt, dass auf eine oder beide Seiten eine Schutzschicht, deren Filmbildner ein Mischpolymerisat der Formel
EMI2.4     
 und ein Epoxid der Formel
EMI2.5     
 enthält, mit einem UV-Absorber in einem Lösungsmittelgemisch gelöst und danach auf eine oder beide Seiten eines verarbeiteten farbenphotographischen Materials direkt oder auf einer transparenten Folie aufgebracht wird.



   Für besondere Zwecke hat es sich auch als vorteilhaft erwiesen, die Schutzlacklösung auf eine oder beide Seiten einer transparenten Folie aufzubringen und diese zum Schutz farbenphotographischer Materialien zu verwenden.



   Im Sinne der Erfindung besonders geeignete Copolymerisate sind beispielsweise Umsetzungsprodukte des Maleinsäureanhydrids (im folgenden MA genannt) mit Acrylsäure oder Acrylsäureestern, Methacrylsäure oder Methacrylsäureestern, Vinylchlorid oder Vinylidenchlorid, Styrol oder substituierten Styrolen und Vinylalkohol. Besonders günstig ist das Verhältnis   MA    Reaktionspartner = 1:1, obwohl es im Prinzip auch möglich ist, Copolymere mit einem anderen Umsetzungsverhältnis oder ternäre Mischungen zu verwenden.



   Diese erfindungsgemäss verwendeten Polymerisationsprodukte und Epoxidverbindungen sind in Wasser völlig unlöslich, dagegen lösen sie sich leicht in organischen Lösungsmitteln, wie Ketonen, Estern, Alkoholen, sowie in Mischungen dieser Lösungsmittel. Auf Zusatz von chlorierten Kohlenwasserstoffen werden die Lacklösungen in ihrem Aussehen nicht beeinträchtigt. Dieser besondere Vorteil kann bei der Abfüllung in Spraydosen mit Treibmitteln wahrgenommen werden. Darüber hinaus ist es selbstverständlich möglich, die Lacklösungen mittels Spritzpistole, im Tauchverfahren oder durch Pinsellackierung auf das zu schützende Material aufzubringen, wobei die Viskositäten der Lacklösungen in einem weiten Bereich eingestellt werden können.



   Die Epoxidverbindungen wirken hierbei als Haftvermittler und Weichmacher. Gleichzeitig erhöhen sie   überra    schenderweise den Glanz damit hergestellter Schutzschichten.



   Die Schutzschichten haften ausgezeichnet sowohl auf der Unterlage photographischer Materialien als auch auf gelatinehaltigen Schichten. Die Schutzschichten sind für sichtbares Licht völlig transparent und gegen UV-Licht hervorragend beständig. Gegen Feuchtigkeit und mechani  sche Einflüsse liegt ebenfalls völlige Beständigkeit vor.



   Ein weiterer Vorteil der Schutzschichtbindemittel ist deren günstiger Einfluss auf die Planlage damit behandelter photographischer Materialien.   Ausserdem    lassen sich mechanische Fehler von photographischen Materialien, z. B. Kratzer, die bei Kopierprozessen zu fehlerhaften und unbrauchbaren Kopien führen, durch Benutzung der erfindungsgemässen Lack-Kombinationen weitestgehend vermeiden bzw. beseitigen. 
Ein besonderer Vorteil der Schutzschichten ist deren gute Löslichkeit und Verträglichkeit für UV-Absorber.

  So lassen sich mit Erfolg UV-Absorber der folgenden Gruppen anwenden: Hydroxy- und Alkoxy-benzophenon-Verbindungen, Reaktionsprodukte von   methylenaktiyen    Verbindungen mit ungesättigten Aldehyden oder Ketonen, Hydrazon- und Aldazin-Verbindungen, Thiazolidon-Verbindungen, 1,2,4- und 1,3,5-Triazin-Verbindungen, 1,3,4-Oxdiazole,   1 ,3,4-Thiadiazole    und Stilbenverbindungen.



   Ein weiterer Vorteil der Lichtschutzlacke ist deren viskosimetrische Beeinflussung durch Lösungsmittelkombinationen, d. h. man kann durch Wahl einer geeigneten Lösungsmittelkombination die Viskosität der Lacklösungen in weiten Grenzen variieren.



   Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung etwas näher beschreiben, ohne sie in ihrer Anwendung zu begrenzen.



  Beispiel   1   
In einem Lösungsmittelgemisch von 70 ml Butylacetat, 15 ml n-Butanol und 15 ml Äthylglykolacetat werden gelöst: 6 g eines Mischpolymerisates, bestehend aus 50    /o    Styrol und 50   O/o    Maleinsäureanhydrid, 3 g Bisepoxid A (Umsetzungsprodukt aus 4,4'-Dihydroxy-diphenyl-dimethylmethan mit Epichlorhydrin) und 3 g 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon.



   Die Herstellung des Mischpolymerisates erfolgt nach bekannten Vorschriften, z. B. nach den von G. F. D'Alelio im Kunststoff-Praktikum, Carl Hauser Verlag, München, 1952,   5.    124 angegebenen Methoden. Das Polymerisat besitzt bei 25   0C    in einer   0,50/obigen    Dimethylformamid-Lösung eine Viskosität von 1,35 Centistoke. Man trägt nun die erhaltene Lacklösung mittels Pinsel, Spritzpistole, Handzerstäuber oder im Tauchverfahren auf ein farbenphotographisches Papierbild auf. Nach Trocknung der Lackschicht erhält man eine völlig transparente, gegen Feuchtigkeit und mechanische Einflüsse weitestgehend beständige Schutzschicht (Material A). Als Vergleich dient ein farbenphotographisches Papierbild, das unbehandelt ist, aber sonst auf gleichem Wege hergestellt wurde (Material B).



   Setzt man nun Proben der Materialien A und B dem diffusen Tageslicht oder direktem Sonnenlicht aus, stellt man fest, dass das Material A eine etwa   34fache    verbesserte Haltbarkeit aufweist. Dagegen zeigt das unbehandelte Material unter gleichen Bedingungen ein starkes Ausbleichen, besonders des gelben Bildfarbstoffes, sowie erhebliche Gelbfärbung der Bildweissen. Diese starke Gelbfärbung der Papierweissen tritt besonders bei Colormaterialien auf, die in der grünempfindlichen Schicht purpurne Azomethinfarbstoffe enthalten, die sich von Pyrazo Ionen ableiten. Das gleiche günstige Ergebnis mit Material A wird erhalten, wenn eine künstliche Bestrahlung mittels des Lichtechtheitsprüfgerätes  Xenotest  vorgenommen wird.

  Nach einer Bestrahlung mit   1,4    106 Luxstunden zeigt das Material B eine starke   Farbvèrschiebung    nach Blau durch Zerstörung des gelben Bildfarbstoffes, sowie in den unbelichteten weissen Bildteilen einen erheblichen Gelbschleier.



  Beispiel 2
Man stellt entsprechend Beispiel 1 eine Lacklösung her, die anstelle des   2-Hydroxy-4-methoxy-benzophenons    3 g 2,4-Dihydroxybenzophenon enthält und behandelt ein farbenphotographisches Bild wie im Beispiel 1 angegeben (Material C). Nach Bestrahlung mit   1,4-166    Luxstunden zeigt das Material C keine Farbverschiebungen, während Material B ein starkes Kippen nach blauen Schatten zeigt, obwohl beide Materialien auf Neutralgrau abgestimmt waren.



  Beispiel 3    1    g einer hochdispersen Kieselsäure werden in 50 ml eines Lösungsmittelgemisches, bestehend aus 35 ml Butylacetat, 7,5 ml n-Butanol und 7,5 ml Äthylglykolacetat fein verteilt, und einer Lösung von 6 g des im Beispiel   1    verwendeten Mischpolymerisates und 3 g Bis-epoxid A, gelöst in 50 ml eines Lösungsmittelgemisches aus den gleichen, für die hochdisperse Kieselsäure benutzten Anteilen der Lösungsmittel, zugefügt. Nach Auftragen der Lacklösung auf ein verarbeitetes Colorbild, erhält man nach dem Trocknen eine mattierte Schutzschicht mit ausgezeichneter Haftung und guter mechanischer Beständigkeit.



  Gleichzeitig wird das behandelte Material hervorragend gegen Feuchtigkeit geschützt.



  Beispiel 4
Man stellt entsprechend Beispiel 2 eine Lacklösung her, die anstelle von hochdisperser Kieselsäure   1    g Aluminium-stearat fein verteilt enthält und verfährt wie im Beispiel 2 angegeben. Das mit dieser Schutzschicht versehene Colormaterial ist an der Oberfläche mattiert und gleichzeitig ausgezeichnet gegen mechanische Einflüsse und Feuchtigkeit geschützt Beispiel 5
Man stellt entsprechend Beispiel 1 eine Lacklösung her und behandelt damit ein- oder beidseitig ein polymeres transparentes Material, z.

  B. eine Gelatine-,   Acetylcellu      lose-,    Polyäthylen-, Polyvinylchlorid-, Polystyrol-, Polyester-,   Polyearbonat-    oder   Polycarbonamidfolie    oder eine Folie, die aus einem Mischpolymerisat der genannten Verbindungen besteht Das so behandelte mit der Schutzschicht versehene Material kann in Form der Folien auf farbenphotographische Erzeugnisse aufgebracht, bzw. als zusätzliche UV-Sperrfilterschicht für Aufnahmen oder in Leuchtkästen für Grossdias eingesetzt werden.



   PATENTANSPRUCH   1   
Farbenphotographisches Aufsichts- oder Durchsichtsbild, das zwecks Verbesserung der Haltbarkeit mit einer einen UV-Absorber enthaltenden Schutzschicht versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer oder beiden Seiten des Bildes eine gegebenenfalls auf eine Folie aufgebrachte, den UV-Absorber enthaltende Schutzschicht angeordnet ist, deren Filmbildner eine Verbindung der Formel
EMI3.1     
 

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **. sche Einflüsse liegt ebenfalls völlige Beständigkeit vor.
    Ein weiterer Vorteil der Schutzschichtbindemittel ist deren günstiger Einfluss auf die Planlage damit behandelter photographischer Materialien. Ausserdem lassen sich mechanische Fehler von photographischen Materialien, z. B. Kratzer, die bei Kopierprozessen zu fehlerhaften und unbrauchbaren Kopien führen, durch Benutzung der erfindungsgemässen Lack-Kombinationen weitestgehend vermeiden bzw. beseitigen. Ein besonderer Vorteil der Schutzschichten ist deren gute Löslichkeit und Verträglichkeit für UV-Absorber.
    So lassen sich mit Erfolg UV-Absorber der folgenden Gruppen anwenden: Hydroxy- und Alkoxy-benzophenon-Verbindungen, Reaktionsprodukte von methylenaktiyen Verbindungen mit ungesättigten Aldehyden oder Ketonen, Hydrazon- und Aldazin-Verbindungen, Thiazolidon-Verbindungen, 1,2,4- und 1,3,5-Triazin-Verbindungen, 1,3,4-Oxdiazole, 1 ,3,4-Thiadiazole und Stilbenverbindungen.
    Ein weiterer Vorteil der Lichtschutzlacke ist deren viskosimetrische Beeinflussung durch Lösungsmittelkombinationen, d. h. man kann durch Wahl einer geeigneten Lösungsmittelkombination die Viskosität der Lacklösungen in weiten Grenzen variieren.
    Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung etwas näher beschreiben, ohne sie in ihrer Anwendung zu begrenzen.
    Beispiel 1 In einem Lösungsmittelgemisch von 70 ml Butylacetat, 15 ml n-Butanol und 15 ml Äthylglykolacetat werden gelöst: 6 g eines Mischpolymerisates, bestehend aus 50 /o Styrol und 50 O/o Maleinsäureanhydrid, 3 g Bisepoxid A (Umsetzungsprodukt aus 4,4'-Dihydroxy-diphenyl-dimethylmethan mit Epichlorhydrin) und 3 g 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon.
    Die Herstellung des Mischpolymerisates erfolgt nach bekannten Vorschriften, z. B. nach den von G. F. D'Alelio im Kunststoff-Praktikum, Carl Hauser Verlag, München, 1952, 5. 124 angegebenen Methoden. Das Polymerisat besitzt bei 25 0C in einer 0,50/obigen Dimethylformamid-Lösung eine Viskosität von 1,35 Centistoke. Man trägt nun die erhaltene Lacklösung mittels Pinsel, Spritzpistole, Handzerstäuber oder im Tauchverfahren auf ein farbenphotographisches Papierbild auf. Nach Trocknung der Lackschicht erhält man eine völlig transparente, gegen Feuchtigkeit und mechanische Einflüsse weitestgehend beständige Schutzschicht (Material A). Als Vergleich dient ein farbenphotographisches Papierbild, das unbehandelt ist, aber sonst auf gleichem Wege hergestellt wurde (Material B).
    Setzt man nun Proben der Materialien A und B dem diffusen Tageslicht oder direktem Sonnenlicht aus, stellt man fest, dass das Material A eine etwa 34fache verbesserte Haltbarkeit aufweist. Dagegen zeigt das unbehandelte Material unter gleichen Bedingungen ein starkes Ausbleichen, besonders des gelben Bildfarbstoffes, sowie erhebliche Gelbfärbung der Bildweissen. Diese starke Gelbfärbung der Papierweissen tritt besonders bei Colormaterialien auf, die in der grünempfindlichen Schicht purpurne Azomethinfarbstoffe enthalten, die sich von Pyrazo Ionen ableiten. Das gleiche günstige Ergebnis mit Material A wird erhalten, wenn eine künstliche Bestrahlung mittels des Lichtechtheitsprüfgerätes Xenotest vorgenommen wird.
    Nach einer Bestrahlung mit 1,4 106 Luxstunden zeigt das Material B eine starke Farbvèrschiebung nach Blau durch Zerstörung des gelben Bildfarbstoffes, sowie in den unbelichteten weissen Bildteilen einen erheblichen Gelbschleier.
    Beispiel 2 Man stellt entsprechend Beispiel 1 eine Lacklösung her, die anstelle des 2-Hydroxy-4-methoxy-benzophenons 3 g 2,4-Dihydroxybenzophenon enthält und behandelt ein farbenphotographisches Bild wie im Beispiel 1 angegeben (Material C). Nach Bestrahlung mit 1,4-166 Luxstunden zeigt das Material C keine Farbverschiebungen, während Material B ein starkes Kippen nach blauen Schatten zeigt, obwohl beide Materialien auf Neutralgrau abgestimmt waren.
    Beispiel 3 1 g einer hochdispersen Kieselsäure werden in 50 ml eines Lösungsmittelgemisches, bestehend aus 35 ml Butylacetat, 7,5 ml n-Butanol und 7,5 ml Äthylglykolacetat fein verteilt, und einer Lösung von 6 g des im Beispiel 1 verwendeten Mischpolymerisates und 3 g Bis-epoxid A, gelöst in 50 ml eines Lösungsmittelgemisches aus den gleichen, für die hochdisperse Kieselsäure benutzten Anteilen der Lösungsmittel, zugefügt. Nach Auftragen der Lacklösung auf ein verarbeitetes Colorbild, erhält man nach dem Trocknen eine mattierte Schutzschicht mit ausgezeichneter Haftung und guter mechanischer Beständigkeit.
    Gleichzeitig wird das behandelte Material hervorragend gegen Feuchtigkeit geschützt.
    Beispiel 4 Man stellt entsprechend Beispiel 2 eine Lacklösung her, die anstelle von hochdisperser Kieselsäure 1 g Aluminium-stearat fein verteilt enthält und verfährt wie im Beispiel 2 angegeben. Das mit dieser Schutzschicht versehene Colormaterial ist an der Oberfläche mattiert und gleichzeitig ausgezeichnet gegen mechanische Einflüsse und Feuchtigkeit geschützt Beispiel 5 Man stellt entsprechend Beispiel 1 eine Lacklösung her und behandelt damit ein- oder beidseitig ein polymeres transparentes Material, z.
    B. eine Gelatine-, Acetylcellu lose-, Polyäthylen-, Polyvinylchlorid-, Polystyrol-, Polyester-, Polyearbonat- oder Polycarbonamidfolie oder eine Folie, die aus einem Mischpolymerisat der genannten Verbindungen besteht Das so behandelte mit der Schutzschicht versehene Material kann in Form der Folien auf farbenphotographische Erzeugnisse aufgebracht, bzw. als zusätzliche UV-Sperrfilterschicht für Aufnahmen oder in Leuchtkästen für Grossdias eingesetzt werden.
    PATENTANSPRUCH 1 Farbenphotographisches Aufsichts- oder Durchsichtsbild, das zwecks Verbesserung der Haltbarkeit mit einer einen UV-Absorber enthaltenden Schutzschicht versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer oder beiden Seiten des Bildes eine gegebenenfalls auf eine Folie aufgebrachte, den UV-Absorber enthaltende Schutzschicht angeordnet ist, deren Filmbildner eine Verbindung der Formel EMI3.1 in der n > 1, R1 und R2 H, Alkyl, Aryl, substituiertes Aryl, Halogen oder COOR3, wobei R1 und R2 gleich oder verschieden sein können, und R3 H, Alkyl oder Aryl bedeuten, und ein Epoxid der Formel EMI4.1 in der X einen aliphatischen, aromatischen, aliphatisch-aroma tischen oder heterocyclischen Rest, R3, R4, R5 H, Alkyl,
    Aryl oder -O-CH2-CH - CH2, o wobei R3,R4 R5 gleich oder verschieden sein können, aber mindestens eine Gruppe -O-CH2-CH - CH2 sein muss, bedeuten, enthält. 0 PATENTANSPRUCH 11 Verfahren zur Herstellung des Aufsichts- oder Durchsichtsbildes gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Filmbildner, der ein Mischpolymerisat der Formel EMI4.2 und ein Epoxid der Formel EMI4.3 enthält, zusammen mit einem UV-Absorber in einem Lösungsmittelgemisch gelöst und eine aus dieser Lösung hergestellte Schicht danach auf eine oder beide Seiten eines verarbeiteten farbenphotographischen Materials direkt oder auf einer transparenten Folie aufgebracht wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Farbenphotographisches Aufsichts- oder Durchsichtsbild nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht bis zu 50 01o einer esterlöslichen UV-absorbierenden Verbindung enthält.
    2. Farbenphotographisches Aufsichts- oder Durch sichtsbild nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht bis zu 30 /0 eines Mattierungsmittels enthält.
    3. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ein aus gleichen Mengen Styrol und Maleinsäureanhydrid hergestelltes Mischpolymerisat verwendet wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass als Epoxid ein Umsetzungsprodukt von 4,4'-Dihydroxydiphenyl-dimethyl-methan und Epichlorhydrin verwendet wird.
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