CH517857A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fasermatten, insbesondere Glasfasermatten, mit Ausnahme nicht rein mechanischer Herstellungsverfahren innerhalb der Textilveredelungsindustrie - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fasermatten, insbesondere Glasfasermatten, mit Ausnahme nicht rein mechanischer Herstellungsverfahren innerhalb der Textilveredelungsindustrie

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CH517857A
CH517857A CH1898369A CH1898369A CH517857A CH 517857 A CH517857 A CH 517857A CH 1898369 A CH1898369 A CH 1898369A CH 1898369 A CH1898369 A CH 1898369A CH 517857 A CH517857 A CH 517857A
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Description


  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fasermatten, insbesondere Glasfasermatten, mit  Ausnahme nicht rein mechanischer Herstellungsverfahren innerhalb der Textilveredelungsindustrie    Der hier verwendete Begriff  Faser  soll im allgemeinsten  Sinne verstanden werden und alle textilen Faserstoffe erfas  sen, unabhängig davon, ob sie praktisch endlose oder längen  begrenzte Gebilde sind.  



  Der steigende Verbrauch und die erweiterte Anwendung  von Glasfasermatten machen es erforderlich, die Eigenschaf  ten solcher Glasfasermatten für bestimmte Anwendungen  genauer festzulegen und bei der Produktion einzuhalten. Bis  her hat man Glasfasermatten zur akustischen, elektrischen  und thermischen Isolierung ebenso verwendet wie zur Ver  stärkung und Filterung. Jede dieser verschiedenen Verbin  dungsarten verlangt von den Glasfasermatten bestimmte  Eigenschaften hinsichtlich Festigkeit, Porosität und Geschlos  senheit.  



  Ein Verfahren, nach dem man Glasfäden zur Herstellung  von Matten erhalten kann, besteht darin, aus einer Düse oder  einer Speisevorrichtung austretende Glasströme mechanisch  zu verstrecken. Dabei werden die Glasströme mit Hilfe von  Abzugsrollen zu feinen Fasern verstreckt, die dann unter dem  Einfluss der Atmosphäre erstarrt. Die erstarrten Fasern wer  den an einer Aufgabevorrichtung mit einer Schlichte versehen  und anschliessend zu einem Faserstrang, d. h. einem Glasfa  den, zusammengerafft und von einer Abzugsvorrichtung zur  weiteren Verwendung gefördert.  



  Gemäss einem anderen bekannten Verfahren werden Glas  fasern dadurch hergestellt, dass aus einer Speisevorrichtung  austretende Glasströme mittels eines gegen sie gerichteten  Gasstromes hoher Geschwindigkeit verstreckt werden und die  feinen Fasern in solche verschiedener Längen zerbrochen wer  den und sich auf einem Haufen ansammeln.  



  Während man bisher aus Glasfasern, die nach einem der  beiden Verfahren hergestellt worden sind, bereits Vliese und  Matten herstellte, ist es schwierig, Matten aus Fasersträngen  herzustellen, da die Faserstränge nur beschränkt in der Lage  sind, eine integrale Masse zu bilden. Genauer gesagt, die Glas  faserstränge sind schwierig zu verteilen, so dass die Formie  rung zu einer für die Mattenherstellung notwendigen integra  len Masse schwierig ist. Man muss aus diesem Grunde     Agen-          tien    zusetzen, wie beispielsweise eine Überdosis an Bindemit  teln oder zusätzlichen Glasfasern kürzerer Länge, um die    Geschlossenheit einer Matte zu erzielen. Die Verwendung  solcher Zusätze erfordert jedoch zusätzliche Verfahrens  schritte, entsprechende Einrichtungen und Kosten.

   Zur Her  stellung einer integraleren Masse lässt man die Glasfaser  stränge auf eine Umlenkfläche aufprallen, um ihnen eine flau  mige oder faserige Eigenschaft zu erteilen. Dabei hängt das  Ausmass der erzielten Faserigkeit von der Grösse der Auf  prallgeschwindigkeit ab. Nur jene Fasern werden gebrochen,  die im Faserstrang dispergiert oder abseits vom Hauptstrang  liegen, während der Hauptstrang selbst unbeschädigt bleibt.

    Zwar erbringen Matten aus solchen Fasern einen höheren  Anteil an feiner Porosität, wie er für akustisch elektrische und  thermische Isolierung notwendig ist, jedoch bewirkt die Rei  bung und die mechanische Beanspruchung des Glasfaserstran  ges beim Umlenken desselben mit hoher Geschwindigkeit an  einer Fläche, eine Reduzierung der mechanischen Festigkeit  des Glasfaserstranges und der Fäden, und es ist schwierig,  diese dann gleichmässig in einem vorbestimmten Bereich zu  legen. Dadurch wird die Gleichmässigkeit einer Matte wesent  lich geringer.  



  Überdies weisen solche Glasfasermatten den Nachteil auf,  dass ihnen eine feine Porosität in weitem Umfang fehlt, da sie  die für Isoliermaterial notwendigen kleinen Zwischenräume  nur in sehr geringem Masse aufweisen. Solche kleinen  Zwischenräume sind insbesondere in feinen oder dünnen Mat  ten notwendig, die als Verstärkungsmaterial, wie beispiels  weise für Bedachungsmaterial, Verwendung finden. Bei Dach  belägen sind solche feinen Zwischenräume notwendig, um  geschmolzenes oder plastisches Füll- oder     Imprägnierungsma-          terial    festzuhalten und ein Durchsickern der Materialien durch  die Matte zu vermeiden.

   Andererseits weisen bekannte Mat  ten, die vollständig aus     Glasfasersträngen    hergestellt worden  sind, wegen ihrer ungewöhnlich langen Zwischenräume einen  rauhen Charakter auf und besitzen nicht das Aussehen, das für  Verstärkungsmaterialien notwendig ist, die mittels Harz mit  halbtransparenten Materialien laminiert werden.  



  Es wäre insbesondere wünschenswert, durchgehende Glas  faserstränge in eine Matte einzuarbeiten, da mechanisch     ver-          streckte    Glasfasern solcher     Glasfaserstränge    wesentlich     grös-          sere    Festigkeit aufweisen als jene Glasfasern, die im Blasver-      fahren hergestellt worden sind. Durch solche Massnahmen  könnte die Anwendung von Glasfasermatten auch auf solche  Gebiete ausgedehnt werden, die den bisherigen Matten ver  schlossen sind. Sowohl die Bruch- wie auch die Reissfestigkeit  solcher Matten könnten wesentlich gesteigert werden durch  die Verwendung von Glasfasersträngen, die Glasfasern hoher  Festigkeit enthalten.  



  Zweck der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vor  richtung zur Herstellung von Fasermatten, insbesondere Glas  fasermatten, mit Ausnahme nicht rein mechanischer Herstel  lungsverfahren innerhalb der Textilveredelungsindustrie,  anzugeben, denen die obigen Nachteile nicht anhaften und die  die oben aufgestellten Forderungen erfüllen.  



  Demgemäss ist Gegenstand der Erfindung:  a) ein Verfahren zur Herstellung von Fasermatten, insbe  sondere Glasfasermatten, mit Ausnahme nicht rein mechani  scher Herstellungsverfahren innerhalb der Textilveredelungs  industrie, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man Faser  stränge auf einer Unterlage zu einem nichtgewebten flächigen  Gebilde verteilt, man das Gebilde mit einer Flüssigkeit über  flutet, um die die Fasern zusammenhaltenden Kräfte zu über  winden, man weiter das Gebilde so lange im überfluteten  Zustand hält, bis die Fasern der Stränge unter wenigstens ange  näherter Beibehaltung ihrer gegenseitigen Ausrichtung auf  der     Unterlage    zu einer Fasermatte verteilt sind, und man  schliesslich die Flüssigkeit unter wenigstens angenäherter Bei  behaltung der gegenseitigen Ausrichtung der Fasern von der  Matte abzieht;

   ferner  b) eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.  die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie eine Einrichtung zum  Verteilen von Fasersträngen in Form eines nichtgewebten flä  chigen Gebildes auf einer Unterlage aufweist, ferner eine Ein  richtung zum Überfluten des auf der Unterlage befindlichen  Gebildes mittels einer Flüssigkeit, um die die Fasern zusam  menhaltenden Kräfte zu überwinden, sowie weiter eine Ein  richtung, um die Gebilde so lange im überfluteten Zustand zu  halten, bis die Fasern der Stränge verteilt sind, und schliesslich  eine Einrichtung zum Abziehen der Flüssigkeit nach dem Ver  teilen der Fasern, wobei die Flüssigkeit quer zur Ebene durch  das Gebilde sickert.  



  Mittels des vorliegenden Verfahrens und der entsprechen  den Vorrichtung zur Durchführung desselben kann eine aus  gezeichnete Öffnung und Verteilen der Fasern eines Faser  stranges erreicht werden, ohne dessen Festigkeitseigenschaf  ten zu schwächen. Ein solches faseriges Flächengebilde  ermöglicht die Herstellung von sehr geschlossenen Matten.  Die verteilten Fasern können sich beispielsweise beim Über  lappen oder Kreuzen vermischen oder verhaken.

   Aus dem  Faserstrang kann somit eine kohäsive Masse hergestellt wer  den. Überdies kann das Vermischen und Verketten der Fasern  des Faserstranges die Bildung einer Vielzahl von kleinen Fur  chen verursachen, die man an vielen Produkten wünscht, und  es lässt sich beispielsweise eine feine äussere Aufmachung der  Fasermatte erzielen, was häufig dann erwünscht ist, wenn eine  solche Fasermatte beispielsweise als Verstärkungseinlage in  einem Harzlaminat oder in anderen Gegenständen verwendet  wird.  



  Ein wesentlicher Vorteil des vorliegenden Verfahrens liegt  beispielsweise darin, dass beim Verteilen der Fasern die ein  mal eingenommene Verteilung oder die Gleichmässigkeit der  Verteilung oder die ursprüngliche Orientierung der Faser  stränge des Gebildes nicht gestört wird. Es können somit  Matten hergestellt werden, die eine grosse Gleichmässigkeit  der Verteilung der Fasern, feinste Aufmachung, die kleinsten  Furchen und von allen bisher bekannten Matten die beste  Gleichmässigkeit aufweisen. Diese Eigenschaften sind bei  spielsweise besonders wichtig für die Herstellung von dünnen  oder feinen Matten, die sich bezüglich ihrer Gleichmässigkeit    und ihres Gewichtes pro Flächeneinheit bekanntlich sehr  schwer einstellen lassen.  



  Obwohl das vorliegende Verfahren und die vorliegende  Vorrichtung vorzugsweise der Verarbeitung von Glasfaser  strängen dienen, können sie aber auch im Zusammenhang mit  der Verarbeitung von Fasersträngen aus anderen Materialien  zur Anwendung gelangen. So kann das Verfahren beispiels  weise zum Verteilen von Fasersträngen aus Celluloseacetat,  künstlicher Seide, Baumwolle, Wolle oder     Nylon    verwendet  werden.  



  Die Verteilung der Faserstränge auf der Unterlage kann  beispielsweise nach den im Schweizer Patent Nr. 507 383  beschriebenen Verfahren und Anlagen erfolgen.  



  Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung sind  anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Dabei zeigen:  Fig. 1 eine Vorrichtung zum Verteilen von Fasersträngen  auf einer Unterlage, in Vorderansicht und in schematischer  Darstellung;  Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 in Draufsicht;  Fig. 3 eine Vorrichtung zum Dispergieren von auf einer  Unterlage angehäuften Fasersträngen, in Seitenansicht und im  Schnitt;  Fig. 4 eine Beaufschlagungsvorrichtung der Vorrichtung  nach Fig. 3, im Querschnitt und in grösserem Masstab, und  Fig. 5 die Beaufschlagungsvorrichtung nach Fig. 4 in Front  ansicht.  



  Die in den Figuren 1 und 2 dargestellte Vorrichtung weist  Düsenansätze 21,     ?\'    auf, die an nicht näher dargestellten  Glasschmelzwannen angeordnet sind. Aus den Düsen der  Düsenansätze treten kleine Glasschmelzströme aus, die zu  fortlaufenden Glasfäden<B>23</B> gezogen werden. Im vorliegenden  Beispiel werden Düsenansätze verwendet, die '00 bis     :100     Düsen aufweisen. Die Glasfäden werden auf einen durch  schnittlichen Durchmesser von 0,013 mm verzogen.  



  Die Glasfäden durchlaufen nun herkömmliche Schlichte  aufbringvorrichtungen'_S, in denen sie mittels Laufbändern  oder Zuführtüchern mit einer Schlichte oder einer Schmälze  versehen werden. Die Schlichte kann blosses Wasser sein, um  die Reibung zwischen den einzelnen Glasfäden zu reduzieren,  wenn diese anschliessend zu einem Strang zusammengebracht  werden. Falls erwünscht, kann auch eine komplexere Schlichte  oder ein Bindemittel verwendet werden, um den Zusammen  hang der Glasfäden zu fördern, sobald diese zu Strängen verei  nigt sind und um ein Anhaften des Stranges aus den Glasfäden  an die Oberflächen der Abzugsrollen zu ermöglichen.

   Soll aus  dem Glasfaserstrang eine Matte hergestellt werden und soll  diese Matte schliesslich bei ihrer späteren Verwendung mit  einem plastischen Harz kombiniert werden, so kann es unter  Umständen wünschenswert sein, dem Schlichtemittel ein  Netzmittel zuzusetzen, welches die Benetzung der Matte mit  dem Harz erleichtert.  



  Sollen die Glasfaserstränge später dispergiert oder wieder  geöffnet werden, um ihnen eine wünschenswerte, verbesserte  Porosität zu verleihen, so kann die Aufbringung eines geeigne  ten Bindemittels im Zuge der Herstellung der Glasfäden aus  reichende, aneinanderhaftende Eigenschaften geben, um die  Bindung des     Glasfaserstranges    in einer Matte zu fördern, in  die sie auf einer Unterlage geformt werden. Ein solcher Bin  der hat eine zweifache Aufgabe, und zwar dient er einerseits  dazu, die Glasfäden in den     Glasfasersträngen        zusammenzuhal.     ten und andererseits die     Glasfaserstränge    zu einem integralen  Körper zusammenzubinden.  



  Sofern die Glasmatten unmittelbar im Zusammenhang mit  der Herstellung der Glasfäden gebildet werden, kann ein sonst  üblicherweise verwendeter     Schmiermittelzusatz    zur Schlichte  weggelassen werden. Der Zusatz eines solchen Schmiermittels  ist dann notwendig, wenn die     Glasfaserstränge    nachfolgenden  Operationen, wie beispielsweise einem Fachen oder Drehen      unterworfen werden, um dabei deren Handhabung zu erleich  tern.  



  Die Glasfäden jedes Düsenansatzes werden, nachdem sie  mit der Schlichte versehen sind, zu Gruppen zusammenge  nommen, im vorliegenden Beispiel sind es 14 Glasfaser  stränge, wobei dann jeder einzelne Glasfaserstrang für sich  getrennt in einer Nut über den entsprechenden Sammelschuh  27 zum zweiten Sammelschuh 31 läuft.  



  Von den Schuhen 31 werden die zwei Gruppen aus vonein  ander getrennten Glasfasersträngen 29, 30 über Leitrollen 33  zu Abzugsrollen 35 und 36 geführt. Diese Abzugsrollen wei  sen den gleichen Aufbau auf, sind jedoch zueinander seiten  verkehrt angeordnet und liegen zu beiden Seiten der Mittelli  nie des Aufnahmeförderbandes 61.  



  Die Abzugsrollen 35, 36 werden jeweils von Motoren 37,  38 angetrieben. Die von der Abzugsrolle 35 geförderten Glas  faserstränge werden von dieser mittels fortlaufend aus der  Oberfläche der Abzugsrolle herausragenden Fingern eines  oszillierenden Speichenrades abgestossen. Auf die gleiche  Weise erfolgt auch das Abstossen der Glasfaserstränge an der  Abzugsrolle 36. Die Glasfaserstränge werden tangential von  den Abzugsrollen abgeschleudert, d. h. die mit hoher  Geschwindigkeit rotierenden Abzugsrollen 35, 36 verleihen  jedem Strangsegment bei dessen Abstossen von der Abzugs  rolle eine kinetische Energie.

   Da die Strangsegmente alle tan  gential in der gleichen Richtung von der Abzugsrolle     abgestos-          sen    werden, bewegt sich jedes Strangelement und damit der  ganze Glasfaserstrang mit einer linearen Geschwindigkeit, die  zur einheitlichen Verteilung der Glasfaserstränge ausgenutzt  wird.  



  Die Rückseite jeder Abzugsrolle ist von einer unabhängig  angeordneten, oszillierenden rückwärtigen Platte bedeckt, an  der das zugehörige Speichenrad angeordnet ist. Die rückwär  tige Platte 42 der Abzugsrolle 36 kann mittels eines Armes 43  in eine bogenförmige oszillierende Bewegung versetzt werden.  Die ganze Anordnung des Ausstossmechanismus ist auf einer  Plattform 50 angeordnet, welche auch die Abzugsrollen 35  und 36 und zugehörigen Hilfseinrichtungen trägt. Die Platt  form 50 ist an einer aus Winkeleisen gefertigten Aufhängevor  richtung 51 angeordnet. Der Arm 43 kann auf einer bogenför  migen Bahn bis in eine Lage bewegt werden, in der die tangen  tiale Ausstossbewegung des Glasfaserstranges von der  Abzugsrolle 36 beendet ist.

   Sofern, wie im vorliegenden Bei  spiel, das tangentiale Abstossen der Glasfaserstränge recht  winklig nach unten erfolgen soll, so muss der Arm 43 mittels  einer Schwinge 52 an der Aufhängevorrichtung 51 befestigt  werden, um das Abstossen des Glasfaserstranges in der  gewünschten Lage zu ermöglichen.  



  Die von den Abzugsrollen 35 und 36 abgestossenen Glasfa  serstränge werden nach ihrer Ablenkung in Form einer Matte  60 auf einer Unterlage angehäuft. Als Unterlage ist im vorlie  genden Fall ein Förderband 61 vorgesehen, das aus einem  unlegierten Stahl besteht.  



  Die sich mit vorbestimmter linearer Geschwindigkeit  abwärts bewegenden Gruppen aus Glasfasersträngen 58, 59  werden mittels Ablenkmitteln, im vorliegenden Beispiel sind  hierzu Düsen 100, 101 und 102, 103 zum Austritt eines strö  menden Mediums vorgesehen, über die Breite der Auffangflä  che 61 verteilt.  



  Aufgrund der hohen Umfangsgeschwindigkeit der Abzugs  rolle bewegen sich die Glasfaserstränge von dem Punkt an, an  dem sie mittels der Finger des Speichenrades vom Umfang der  Abzugsrolle abgestossen werden, in genau tangentialer Rich  tung. Die Glasfaserstränge bewegen sich dabei genau auf den  Bereich zu, an dem sie mit Hilfe von strömenden Medien in  eine neue Bewegungsbahn gelenkt werden, so dass sie an  einem gewünschten Punkt auf der Sammelfläche auftreffen.  



  In Fig. 3 ist eine Vorrichtung zum Dispergieren der auf der    Unterlage angehäuften Fasern dargestellt. An einer ersten  Flüssigkeits-Beaufschlagungsstation 70 wird eine Flüssigkeit  74 mit Hilfe eines Überfalls 71 gleichmässig über eine Glasfa  serstrangmatte 60 verteilt. Mittels einer Zuleitung 72 wird die  Flüssigkeit zum Überfall 71 gefördert. Ein Ventil 73 steuert  den Flüssigkeitsstrom und damit die auf die Matte aufzubrin  gende Flüssigkeitsmenge. Die von dem Überfall abströmende  Flüssigkeit 74 wird in einer Wanne 76 aufgefangen und über  flutet bei 75 die Matte 60 entweder am Beaufschlagungspunkt  oder an einer früheren oder späteren Stelle.  



  Die Auffangwanne 76 ist an einem Ende mittels einer  Wand 77 versehen, während das andere Ende als Abfluss  dient und offen ist. Die Wand 77 kann weggelassen werden,  sofern die Auffangwanne 76 leicht schräggestellt ist und das  Förderband 61 und die Matte 60 mit ausreichend grosser  Geschwindigkeit bewegt werden. Seitenwände 78 sind jedoch  in jedem Fall erforderlich, um ein Abströmen der Flüssigkeit  quer zur Bewegungsrichtung der Matte zu verhindern und den  Überflutbereich 75 zu bilden. Durch diese Ausbildung der  Auffangwanne 76 wird sichergestellt, dass der Überflutbereich  75 entsprechend der Darstellung in Fig. 3 sich nach rechts  fortsetzen wird und die Flüssigkeit schliesslich in eine Auf  fangwanne 90 abfliesst.

   Das Regulierventil 73 wird vorteilhaf  terweise so eingestellt, dass die Fliessgeschwindigkeit im Flut  bereich 75 im wesentlichen der Wandergeschwindigkeit der  Matte 60 entspricht. Durch diese Massnahmen wird eine vor  wärts- oder rückwärtsgerichtete Verschiebung der     gleichmäs-          sig    verteilten oder orientierten Glasfaserstränge der Matte 60  verhindert.  



  Das Dispergieren der Glasfäden in den Glasfasersträngen  der Matte 60 kann durch Verwendung einer zweiten     Flüssig-          keits-Beaufschlagungsstation    80 wesentlich verbessert wer  den. Die zweite Beaufschlagungsstation 80 ist von der ersten  Station 70 mit Abstand angeordnet, der von der Geschwindig  keit des Förderbandes 61 abhängt. Die zweite Beaufschla  gungsstation weist ebenfalls einen Überfall 81 mit einer Zulei  tung 82 auf, deren Zufluss von einem Ventil 83 gesteuert wird.  Das Steuerventil 83 und die Ablauffläche 85 des Überlaufes  81 wirken derart zusammen, dass man bezüglich der Matte 60  und des Überflutstromes 75 einen genau vorbestimmten Flüs  sigkeitsstrom 84 erhält.

   Zweckmässigerweise stellt man den  Flüssigkeitsstrom 84 so ein, dass seine Geschwindigkeit etwas  grösser ist als diejenige des Überflutstromes 75 und der Matte  60, um dadurch eine wirkungsvolle Dispersion zu erzielen.  



  In Fig. 4 ist die zweite Beaufschlagungsstation in grösserem  Masstab dargestellt und man erkennt, dass die Ablauffläche  85 geneigt ist, beispielsweise um 15" gegen die Horizontale, so  dass der von dem Ventil 83 gesteuerte Flüssigkeitsstrom 84 in  der durch den Pfeil 84a angedeuteten Richtung abströmt. Der  Überfall 81 ist so nahe wie möglich an der Fläche des Über  flutstromes 75 und der Matte 60 angeordnet, um die Einwir  kung der Schwerkraft auf die Richtung des Flüssigkeitsstromes  84 so weit wie möglich auszuschalten. Die Richtung und  Geschwindigkeit des Flüssigkeitsstromes 84 kann in     vektoriel-          ler    Form durch die Vektoren 84b und 84c dargestellt werden.

    Da der horizontale Vektor 84b wesentlich grösser ist als der       abwärtsgerichtete    vertikale Vektor 84c, ergibt sich ein Flüssig  keitsstrom 84, der die Matte 60 und den     Oberflutstrom    75  überflutet und die Glasfäden der     Glasfaserstränge    in der  Matte 60 wirkungsvoll     dispergiert.     



  Nach dem     Dispergieren    kann die überschüssige Flüssigkeit  auf zweierlei Arten entfernt werden. Erstens kann die Flüssig  keit durch das Förderband 61 in den Auffangbehälter 90  abfliessen, in dem sich der Flüssigkeitsstrom 91 befindet, der  sich aus dem aus der Matte austretenden Strom und einem  Teil des     Überflutstromes    75 zusammensetzt. Durch das verti  kale Ablaufen der überschüssigen Flüssigkeit kann diese in  Löcher oder Furchen, die noch in der Matte 60 vorhanden      sind und noch nicht dispergierte Glasfäden enthalten, eindrin  gen. Dadurch werden die Glasfäden weiter dispergiert, und es  wird erreicht, dass die Furchen verkleinert werden und die  Matte eine grössere Gleichmässigkeit erhält.

   Aus dem Auf  fangbecken 90 wird die Flüssigkeit 91 über eine Leitung 92  und eine Pumpe 93 abgezogen. Die Leitung 92 und die Pumpe  93 können gegebenenfalls die Flüssigkeit wieder in die Zulei  tungen 72, 82 einspeisen. Als zweite Flüssigkeitsabzugsvor  richtung kann eine Saugkammer 110 vorgesehen sein, die  unterhalb des Förderbandes 61 angeordnet ist und die über  eine Öffnung 111 mit einer nicht näher dargestellten Luftab  zugsvorrichtung verbunden ist. Da die Luft, die Matte und das  Förderband entsprechend den in der Figur 3 dargestellten Pfeilen  vertikal durchdringt, werden die Glasfäden während des weiteren  Flüssigkeitsabzuges in ihrer dispergierten Lage gehalten.  



  In Fig. 5 ist die Vorderansicht der Beaufschlagungsstation  gemäss Fig. 4 im Ausschnitt dargestellt. Diese Vorrichtung  kann auch für die erste Beaufschlagungsstation 70 verwendet  werden. An der Überfallvorrichtung 81 der Figur 6 ist eine  Zuführungsleitung 82 angeordnet, welche die Flüssigkeit am  Boden 87 der Vorrichtung zuströmen lässt. In der Überfall  vorrichtung sind eine Reihe von Schaufeln oder Leitflächen  innerhalb der Überlaufvorrichtung vorgesehen, um eine seitli  che Drift des abfliessenden Mediums und damit ein Verschie  ben der gleichmässig verteilten Glasfaserstränge durch die von  der Ablauffläche 85 ablaufende Flüssigkeit zu verhindern. Die  Leitflächen oder Schaufeln 86 sind mit Abstand vom Boden  des Überlaufbehälters angeordnet, so dass mit einer einzigen  Zuleitung 82 der ganze Boden des Behälters mit Flüssigkeit  bestrichen werden kann.

    



  Das hier beschriebene Verfahren und die entsprechenden  Vorrichtungen ermöglichen eine genauere und     gleichmässi-          gere    Verteilung eines Glasfaserstranges, als dies mit den bis  her bekannten Verfahren möglich war.  



  Die obigen Ausführungsbeispiele sind zwar im Zusammen  hang mit der Verarbeitung von Glasfasersträngen beschrie  ben, es ist aber durchaus möglich, Faserstränge aus anderen  Materialien zu verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von Fasermatten, insbesondere Glasfasermatten, mit Ausnahme nicht rein mechanischer Her stellungsverfahren innerhalb der Textilveredelungsindustrie, dadurch gekennzeichnet, dass man Faserstränge auf einer Unterlage zu einem nichtgewebten flächigen Gebilde verteilt, man das Gebilde mit einer Flüssigkeit überflutet, um die die Fasern zusammenhaltenden Kräfte zu überwinden, man wei ter das Gebilde so lange im überfluteten Zustand hält, bis die Fasern der Stränge unter wenigstens angenäherter Beibehal tung ihrer gegenseitigen Ausrichtung auf der Unterlage zu einer Fasermatte verteilt sind, und man schliesslich die Flüs sigkeit unter wenigstens angenäherter Beibehaltung der gegenseitigen Ausrichtung der Fasern von der Matte abzieht. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man das auf der Unterlage befindliche Gebilde wäh rend des Überflutens durch ein Flüssigkeitsbad bewegt. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Flüssigkeit in dem Bad mit der gleichen Geschwin digkeit und in der gleichen Richtung bewegt wie das Gebilde. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass man das Gebilde weiter verteilt, indem man es im Verlaufe des Durchganges durch das Bad zusätzlich quer zur Förderrichtung gleichmässig mit einer Flüssigkeit beauf schlagt, deren Geschwindigkeit von der des Gebildes und der der Badflüssigkeit verschieden ist. 4.
    Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass man die Geschwindigkeit der zusätzlichen Flüssig keitsbeaufschlagung grösser wählt als die des Gebildes und die der Badflüssigkeit, wobei sie insbesondere einen grösseren Geschwindigkeitsvektor im wesentlichen parallel zur Fliess- richtung der Badflüssigkeit besitzt. 5. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man zum Abziehen der Flüssigkeit diese quer zur Ebene der Matte durch diese durchsickern lässt, um mittels der ablaufenden Flüssigkeit Fasern in noch vorhandene Hohl räume in der Matte einzuschwämmen.
    PATENTANSPRUCH II Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Einrichtung (35, 36, 100, 103) zum Verteilen von Fasersträngen (29, 30) in Form eines nichtgewebten flächigen Gebildes (60) auf einer Unterlage (61) aufweist, ferner eine Einrichtung (75, 70, 80) zum Überfluten des auf der Unterlage befindlichen Gebildes mittels einer Flüssigkeit, um die die Fasern zusammenhalten den Kräfte zu überwinden, sowie weiter eine Einrichtung (76), um die Gebilde so lange im überfluteten Zustand zu halten, bis die Fasern der Stränge verteilt sind, und schliesslich eine Ein richtung (91) zum Abziehen der Flüssigkeit nach dem Vertei len der Fasern, wobei die Flüssigkeit quer zur Ebene durch das Gebilde (60) sickert. UNTERANSPRÜCHE 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Überfluteinrichtung eine weitere Einrichtung (80) zum Beaufschlagen des Gebildes mit einer Flüssigkeit aufweist. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch 11, dadurch gekenn zeichnet, dass sie eine Vorrichtung zum Transportieren des Gebildes durch die Überflutflüssigkeit aufweist. B. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekenn zeichnet, dass die Überfluteinrichtung eine Beaufschlagungs einrichtung (70) aufweist, welche die Überflutflüssigkeit in Strömung versetzt, die in Richtung der Förderung des Gebil des verläuft. 9. Vorrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekenn zeichnet, dass die Beaufschlagungseinrichtung (70) einen über dem Gebilde (60) angeordneten Überfall (71) aufweist, der die Flüssigkeit gleichmässig quer über das Gebilde aufbringt. 10.
    Vorrichtung nach den Unteransprüchen 6 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Beaufschlagungs einrichtung (80) mit Abstand von der ersten Beaufschlagungs- einrichtung (70) angeordnet ist. 11. Vorrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekenn zeichnet, dass die zweite Beaufschlagungseinrichtung (80) einen Überfall (81) aufweist, der die zusätzliche Flüssigkeit gleichmässig quer über das fortschreitende Gebilde aufbringt. 12. Vorrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch gekenn zeichnet, dass die zweite Beaufschlagungseinrichtung (80) eine Steuereinrichtung (83) zur Steuerung der Geschwindig keit und der Richtung der zusätzlichen Flüssigkeit aufweist.
CH1898369A 1966-02-28 1967-02-28 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fasermatten, insbesondere Glasfasermatten, mit Ausnahme nicht rein mechanischer Herstellungsverfahren innerhalb der Textilveredelungsindustrie CH517857A (de)

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