Bahn zusammenhängender Enveloppen
Es gibt bereits die verschiedensten Ausführungen von Bahnen zusammenhängender Enveloppen, von denen jede gewisse Nachteile aufweist. So gibt es Bahnen mit geschuppter und solche mit ungeschuppter Anordnung der Enveloppen. Solange nicht zwei Enveloppenkörper übereinander liegen, spricht man von ungeschuppten Enveloppenbahnen, auch wenn die Verschlussklappe der einen Enveloppe auf dem Körper der anderen aufliegt.
Die geschuppten Enveloppenbahnen eignen sich nicht für alle Zwecke, da sie wegen ihrer Dicke Störungen in den Transportmechanismen gewisser Maschinen verursachen.
Für solche Zwecke müssen daher ungeschuppte Enveloppenbahnen verwendet werden. Auch solche sind bereits in verschiedensten Ausführungen bekannt: Es gibt trägerfreie Bahnen zusammenhängender Enveloppen, bei denen die aufeinander folgenden Einzelenveloppen an ihren Kanten aneinander grenzen und dort durch einen Leimverbund zusammengehalten werden. Der Nachteil besteht darin, dass stets Leimresten an den Couvertkanten zurückbleiben. Bei einer anderen Bahn weisen die einzelnen Enveloppen gerade Verschlussklappen mit einem abtrennbaren Endstreifen auf, der auf die Rückseite des vorausgehenden Couverts aufgeklebt wird und beim Trennen der Couverts dort verbleibt. Ein solcher aufgeklebter Streifen weist beim Empfänger bereits auf schlechte Massenproduktion hin, ist also nicht einmal für eine gute Reklamesendung verwendbar.
Diese Nachteile weisen die auf einem Trägerband aufgebrachten Couverts nicht auf. Es gibt dabei ebenfalls solche, bei denen eine gerade Verschlussklappe mit einem abtrennbaren Streifen versehen ist, der dann auf der Trägerbahn bleibt. Beim Abtrennen kann sehr oft das Couvert beschädigt werden; abgesehen davon bleibt nach dem Abtrennen die Perforation an der Trennkante der Verschlussklappe sichtbar, was stört. Bei einer weiteren Bahn wird die Aussenseite der zugefalteten Verschlussklappe mit zwei oder drei Klebstoffpunkten versehen und das Couvert so auf die Trägerbahn aufgeklebt. Als Nachteil bleiben beim Abreissen natürlich an den Stellen der Klebstoffpunkte Beschädigungen zurück.
Die Trägerbahnen können je nach Wunsch aufgerollt oder im Zick-Zack gefaltet werden, wobei es bisher üblich war, nach jedem Couvert einen Falz anzubringen, so dass im gefalteten Zustand abwechslungsweise je zwei Couverts und dann zwei Trägerschichten aufeinander liegen, was gewisse Schwierigkeiten bei der Herstellung mit sich bringt.
Wesentlich einfacher ist nun die Bahn zusammenhängender Enveloppen nach der vorliegenden Erfindung, die ebenfalls aus einem Trägerband und darauf befestigten Enveloppen besteht, da sie dadurch gekennzeichnet ist, dass das Trägerband zick-zack-förmig gefalzt ist, wobei jeweils zwei benachbarte, durch die Falzung gebildete Bandabschnitte zusammen mindestens so lange oder länger sind als die Höhe einer Enveloppe, und dass jede Enveloppe mit offener Klappe auf dem Trägerband an mindestens zwei Punkten der Klappe derart befestigt ist, dass die Öffnung jeder Enveloppe auf dieses hingerichtet ist.
Nachfolgend wird anhand der beiliegenden Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben.
In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Ausschnitt aus einer Bahn zusammenhängender Enveloppen und
Fig. 2 in kleinerem Massstab einen Längsschnitt durch einen grösseren Ausschnitt mitgefaltetem Trägerband.
Beim Trägerband 1 handelt es sich um ein an sich bekanntes Band, z.B. aus Papier, mit einer zum Vorschub auf automatischen Adressiermaschinen bestimmten Randlochung 2, wobei die Löcher und deren Abstände den international normierten Massen entsprechen, damit das Band auf Maschinen jeder Art benützt werden kann.
Auf diesem Trägerband sind die einzelnen Enveloppen 3, 4, 5 und 6 mit offener Verschlussklappe 4a, 5a und 6a jeweils an mindestens zwei Punkten 7 befestigt und zwar derart, dass die Öffnung der Enveloppe auf das Trägerband hin gerichtet ist. Wie man sieht, ist jede Verschlussklappe fast ganz unter der vorhergehenden Enveloppe untergebracht, so dass eine nicht geschuppte Anordnung gebildet wird. Auf diese Art und Weise befinden sich die Klebepunkte an einer Stelle der Verschlussklappe, die beim geschlossenen Couvert nicht sichtbar ist und beim zugeklebten Couvert überhaupt nicht mehr gesehen werden kann. Es ist dabei besonders zweckmässig, Verschlussklappen mit einem Klebemittelstreifen zu verwenden und die Befestigungspunkte 7 auf dem Klebestreifen anzuordnen.
Wenn der Klebemittelstreifen ein Leimstreifen ist, so können einfach zwei Wasserpunkte angebracht werden, um das einzelne Couvert auf dem Trägerband festzukleben. Falls das Trägerband auf der Seite, auf der die Couverts befestigt werden, wasserabstossend ist, dann lassen sich die einzelnen Enveloppen nach dem Durchgang durch die Beschriftungsmaschine ohne besondere Vorrichtung sehr einfach wieder ablösen.
Wie man insbesondere aus der Fig. 2 ersehen kann, ist das Trägerband 1 zick-zack-förmig gefalzt. Es ist dabei die Falzung so bemessen, dass zwei benachbarte, durch die Falzkanten la, lb, ic, ld, le und if gebildete Bandabschnitte 10a, 10b, 10c, 10d und 10e zusammen mindestens so lange oder länger sind als die Höhe H einer Enveloppe. Vorteilhafterweise sind, wie das im gezeichneten Ausführungsbeispiel der Fall ist, alle Bandabschnitte gleich lang.
Die Herstellung einer solchen Bahn ist nun ausserordentlich einfach: Zuerst wird das Trägerband auf einer an sich bekannten Maschine zick-zack-förmig gefaltet.
Dann kann es abschnittweise so gefächert werden, wie das in der Fig. 2 dargestellt ist. Daraufhin können die mit den vorbereiteten Klebepunkten versehenen Couverts eingefüllt werden, die sich dann durch einen Druck fixieren lassen. Die Bahn ist nun bereits verpackungsfertig. Zum Gebrauch wird der Anfang ausgezogen, wobei sich die in der Fig. 1 dargestellte offene Bahn ergibt.
Wenn man auf grosse Präzision Wert legt und im übrigen zur einwandfreien Falzung einen Zwischenraum zwischen dem Rand der geöffneten Enveloppenklappe und dem Falz la, ic, le usw. wünscht, so kann man die betreffenden Falze mit zwei Löchern 9 versehen und das mit Enveloppen zu füllende Trägerband auf zwei in die Löcher eintretende Stäbe 8 stellen. wodurch ein Abstand zwischen der Falzkante und dem Verschlussklappenrand gewährleistet ist, der dem halben Lochdurchmesser entspricht.