CH518931A - Verfahren zur Herstellung eines neuen Guanidin-Derivates - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen Guanidin-Derivates

Info

Publication number
CH518931A
CH518931A CH1904469A CH1904469A CH518931A CH 518931 A CH518931 A CH 518931A CH 1904469 A CH1904469 A CH 1904469A CH 1904469 A CH1904469 A CH 1904469A CH 518931 A CH518931 A CH 518931A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
amino
hexahydrobenz
indole
formula
guanidino
Prior art date
Application number
CH1904469A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilkens Heinrich
Original Assignee
Sandoz Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sandoz Ag filed Critical Sandoz Ag
Priority to CH1904469A priority Critical patent/CH518931A/de
Publication of CH518931A publication Critical patent/CH518931A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D209/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D209/56Ring systems containing three or more rings
    • C07D209/80[b, c]- or [b, d]-condensed
    • C07D209/90Benzo [c, d] indoles; Hydrogenated benzo [c, d] indoles

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung eines neuen Guanidin-Derivates
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung des bisher unbekannten   1-Guanidino-1,2,6,-    7,8,8a-hexahydrobenz[cd]indols der Formel I und seiner Salze mit anorganischen und organischen Säuren.



   Erfindungsgemäss gelangt man zu dem bisher unbekannten 1 - Guanidino-   1,2,6,7,8 ,8a-hexahydrobenz[cd]-    indol und seinen Säureadditionssalzen, indem man 1   -Amino- 1 ,2,6,7,8,8a-hexahydrobenz[edindol    der Formel II mit einer Verbindung der Formel III, worin entweder A einen Rest der Formel IV, worin R1 und   R2    für Wasserstoff oder niederes Alkyl stehen, bedeutet und B für Wasserstoff steht, oder A eine (nieder)Alkylthiogruppe und B Wasserstoff bedeutet, oder A und B zusammen eine zusätzliche Bindung darstellen, umsetzt und ge   wünschtenfalls    das erhaltene Produkt mit einer anorganischen oder organischen Säure behandelt oder aus dem erhaltenen Salz die Base mittels Alkali freisetzt.



   Steht die Verbindung der Formel III für ein gege   benenfalls    im Pyrazolkern   alkylierte l-Pyrazolcalrboxami-    din oder für einen S-Alkylisothioharnstoff, so arbeitet man vorzugsweise in Gegenwart von Mineralsäure, wobei jedoch stets mindestens eine der beiden Reaktionskomponenten teilweise als freie Base vorliegen soll.



   Praktisch geht man z.B. so vor, dass man die Aminkomponente der Formel II mit einem mineral sauren Salz einer   Pyrazolcarboxamidinverbindung,    z.B. mit 1-Pyr   azolcarboxamidin-hydrochlorid,    umsetzt. Die Umsetzung erfolgt in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten organischen Lösungsmittel, z.B. einem chlorierten   Koh-    lenwasserstoff wie Chloroform,   Methylenchlorid    usw., vorzugsweise bei erhöhter Temperatur, beispielsweise bei Siedetemperatur des Reaktionsgemisches, und dauert ca.



  1-5 Stunden.



   Die Umsetzung der Verbindungen der Formel II mit einem S-Alkylisothioharnstoff kann beispielsweise in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten, polaren Lösungsmittel, wie einem Gemisch von Wasser und einem   N,N-Di(nieder)alkylsubstituierten    Amid aliphatischer Carbonsäuren, beispielsweise in einem Gemisch von Wasser und Dimethylformamid oder in einem niederen Alkanol erfolgen. Vorzugsweise setzt man den   S-    Alkylisothioharnstoff als Salz einer anorganischen Säure, vorzugsweise als Chlorid, Bromid, Jodid oder Sulfat, z.B.



  als   S-Methyl-isothioharnstoffhydrochlorid,    ein. Das Gemisch wird während ca. 1-3 Tagen bei Raumtemperatur stehen gelassen und/oder während einiger Zeit, z.B. 1-24 Stunden, zum Sieden erhitzt. Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform dieser Variante besteht darin, dass man das   1-Amino-1,2,6,7,8,8a-hexahydrobenz[cd]indol    mit einem   5 -Alkyl-isothiohamstoff-hydrochlorid    bei 150 bis 2000 in Schmelze umsetzt.



   Die Umsetzung der Verbindungen der Formel II mit Cyanamid kann z.B. so durchgeführt werden, dass man ein Säureadditionssalz, z.B. das Hydrochlorid der Aminkomponente der Formel II mit Cyanamid vermengt und das Gemisch während ca. 1/2   - 11/2    Stunden auf   140-150     erhitzt. Nach einer anderen Ausführungsart dieser Verfahrensvariante erfolgt die Umsetzung in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten organischen Lösungsmittel, z.B. einem niederen Alkanol. Hierbei setzt man die Aminokomponente in Form eines Säureadditionssalzes ein, beispielsweise als Hydrochlorid, oder man fügt dem Reaktionsgemisch eine Mineralsäure zu, z.B. Schwefelsäure; das Gemisch wird während ca. 1-24 Stunden am Rückfluss zum Sieden erhitzt.



   Die nach den vorstehend beschriebenen Verfahrensvarianten hergestellte Guanidinverbindung kann als freie Base oder in Form von Säureadditionssalzen auf übliche Weise isoliert und nach bekannten Methoden, z.B. durch Kristallisation, gereinigt werden. Durch Behandlung mit Alkali oder mit einem alkalisch vorbehandelten Anionenaustauscher lässt sich aus den Salzen die Base freisetzen, zur Herstellung von Säureadditionssalzen kann die Base mit anorganischen oder organischen Säuren umgesetzt werden, z.B. mit Chlorwasserstoff, Salpetersäure, Schwefelsäure, Methansulfonsäure,   Cyclohexylsulfaminsäure,    Maleinsäure, Weinsäure usw. Es ist aber auch möglich, in den Salzen das Anion durch doppelte Umsetzung auszutauschen.



   Die Verbindung der Formel I und ihre pharmazeutisch verträglichen Säureadditionssalze besitzen bei gering ger Toxizität interessante pharmakodynamische Eigenschaften und können daher als Heilmittel verwendet werden.  



   Sie bewirken am isolierten,   spontanschlagenden    Meerschweinchenvorhof, in   Badkonzentrationen    von ca. 0,5 bis   320 i±g/ml,    eine dosisabhängige Vergrösserung der Kontraktionsamplitude und zeigen somit eine starke kontraktionsfördernde Wirkung auf den Herzmuskel. Sie können daher zur Unterstützung der Herztätigkeit verwendet werden. Die zu verwendenden Dosen variieren naturgemäss je nach der Art der Administration und des zu behandelnden Zustandes. Im allgemeinen werden jedoch befriedigende Resultate im Tierversuch mit einer Dosis von 0,01 - 10   mg/kg    Körpergewicht erhalten; diese Dosis kann nötigenfalls in 2 bis 3 Anteilen oder auch als Retardform verabreicht werden.

  Für grössere Säugetiere liegt die Tagesdosis bei etwa 10 bis   400mg.    Für orale Applikationen enthalten die Teildosen etwa 3 bis 200 mg der Verbindungen der Formel I neben festen oder flüs   sig-n    Trägersubstanzen oder Verdünnungsmitteln.



   In der psychopharmakologischen Untersuchung zeigen sie das Wirkungsmuster eines Antidepressivums so z.B. im Reserpinantagonismus an der Maus, der DOPA Potenzierung an der Maus und der Tetrabenazinptosis an der Ratte. Die zu verwendenden Dosen variieren naturgemäss je nach der Art der Administration und des zu   b handelnden    Zustandes. Im allgemeinen werden jedoch befriedigende Resultate im Tierversuch mit einer Dosis von 0,01 - 10 mg/kg Körpergewicht erhalten; diese Dosis kann nötigenfalls in 2 bis 3 Anteilen oder auch als   Retardform    verabreicht werden. Für grössere Säugetiere liegt die Tagesdosis bei etwa 10 bis   400mg.    Für orale Applikationen enthalten die Teildosen etwa 3 bis 200 mg der Verbindungen der Formel I neben festen oder flüssigen Trägersubstanzen oder Verdünnungsmitteln.



   Sie besitzen auch eine antihypertensive Wirkung, die sich z.B. an Ratten mit experimentell erzeugtem Hochdruck (Grollmann-Ratte) zeigt. Die zu verwendenden Dosen variieren naturgemäss je nach der Art der Administration und des zu behandelnden Zustandes. Im allgemeinen   werden    jedoch befriedigende Resultate im Tierversuch mit einer Dosis von   0,01-10 mg/kg    Körpergewicht erhalten; diese Dosis kann nötigenfalls in 2 bis 3 Anteilen oder auch als   Retardform    verabreicht werden.



  Für grössere Säugetiere liegt die Tagesdosis bei etwa 10 bis 400 mg. Für orale Applikationen enthalten die Teildosen etwa 3 bis 200 mg der Verbindungen der Formel   I    neben festen oder flüssigen Trägersubstanzen oder Ver   dünnungsmftteln.   



   Zudem zeigen sie eine anorexigene Wirkung wie aus der Verminderung der Futteraufnahme bei der Ratte und beim   Kaninchen    hervorgeht. Die zu verwendenden Dosen variieren naturgemäss je nach der Art der Admi   mstrntion    und des zu behandelnden Zustandes. Im allgemeinen werden jedoch befriedigende Resultate im Tierversuch mit einer Dosis von 0,01-10 mg/kg Körpergewicht erhalten; diese Dosis kann nötigenfalls in 2 bis 3 Anteilen oder auch als Retardform verabreicht werden. Für grössere Säugetiere liegt die Tagesdosis bei etwa 10 bis   00    mg. Für orale Applikationen enthalten die Teildosen   etwa    3 bis 200 mg der   Verbindungen    der Formel I ne   bza    festen oder flüssigen Trägersubstanzen oder Verdün   nung,smitteln.   



   Als Heilmittel kann die neue Verbindung bzw. ihre physiologisch verträglichen Säureadditionssalze allein od.



  in geeigneter Arzneiform wie Tabletten, Dragees, Injektionslösungen, Suppositorien usw. enteral bzw. parenteral verabreicht werden. Ausser den üblichen anorganischen oder organischen, pharmakologisch indifferenten Hilfsstoffen wie Milchzucker, Stärke, Talk, Stearinsäure, Wasser, Alkohole, Glyzerin, natürliche oder gehärtete öle und Wachse usw. können diese Zubereitungen auch geeignete Konservierungs-,   Stabilisierungs-    oder Netzmittel, Lösungsvermittler, Süss- oder Farbstoffe, Aromantien usw. enthalten.



   Zur Herstellung des als Ausgangsprodukt benötigten, bisher unbekannten   1-Amino-1,2,6,7,8,8a-hexahydro-    benz[cd]indols kann   man 1-Nitroso-1,2,6,7,8,8a-hexahy-      drobenz[cdlindol    reduzieren, beispielsweise mittels Zink in Ameisensäure; das hierbei entstehende Rohprodukt kann z.B. dadurch gereinigt werden, dass man es durch Umsetzung mit Benzaldehyd in das bisher unbekannte   1 - Benzylidenamino - 1,2,6,7,8,8a - hexahydrobenz[cd]indol    überführt und dieses unter sauren Bedingungen hydrolysiert.



      l-Nitroso- 1,2,6,7,8,8a-hexahydrobenz[cd]indol kann    z.B. auch mittels eines komplexen Hydrids der   Alkali    metalle wie Lithiumaluminiumhydrid, Natrium-dihydro   -bis(2-methoxyäthoxy)aluminat    usw., in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten organischen Lösungsmittel, z.B. einem cyclischen oder offenkettigen Äther wie Diäthyläther, bei etwa 5 bis 350 reduziert werden. Zur Aufarbeitung wird das Reaktionsgemisch z.B. mit Wasser, einem niederen Alkanol, Essigester usw., versetzt, die organische Phase abgetrennt und der abfiltrierte Niederschlag ausgewaschen. Beim Eindampfen der vereinigten getrockneten organischen Phasen verbleibt die Verbindung der Formel II als Rückstand und kann wie oben durch Umsetzung mit   Benzaldehyd    gereinigt werden.

 

   In den nachfolgenden Beispielen, welche die Erfindung näher erläutern, ihren Umfang aber in keiner Weise einschränken sollen, erfolgen alle   Temperaturangaben    in Celsiusgraden, ohne Korrekturen.
EMI2.1     
  



   Beispiel I    I-GLlcwzicCino-I,2,6,7,8,8a-hexahydrobe indol   
20 g rohes   1-Amino-1,2,6,7,8,8a-hexahydrobenz[cd]-    indol werden in   190ml    Chloroform gelöst. In die entstandene klare Lösung werden unter Rühren rasch 16,8 g 1-Pyrazolcarboxamidin-hydrochlorid eingetragen. Die Mischung wird 3 Stunden am Rückfluss zum Sieden erhitzt, dann im Eisbad abgekühlt und filtriert. Das Filtrat wird mit   150ml    Petroläther versetzt, wobei ein Nieder- schlag ausfällt, welcher abfiltriert wird. Nach Kristallisation aus Isopropanol unter Zusatz von Aktivkohle und Trocknung am Hochvakuum zuerst bei 400 und dann bei 800 schmilzt das erhaltene Hydrochlorid der im Titel genannten Verbindung bei   235 - 2370    unter Zersetzung.



   Zur weiteren Reinigung kann das Produkt auch aus Wasser umkristallisiert werden.



   Das als Ausgangsmaterial verwendete   1 -Amino- 1,2, -    6,7,8,8a-hexahydrobenz[cd]indol kann z.B. wie folgt hergestellt werden:
Eine Mischung von 1,87 g Quecksilber-II-chlorid, 604 ml Wasser, 147 g Zink-Staub und 128 g pulverisiertem 1,2,6,7,8,8a-Hexahydro-1-nitrosobenz[cd]indol wird während 105 Minuten bei 50   - 550    gerührt. Hierauf lässt man bei   45 - 500    unter Kühlung und Rühren innerhalb von 30 Minuten 302 g   86'70ige    Ameisensäure zutropfen, rührt noch bis zum vollständigen Verschwinden der Nitrosoverbindung weiter, filtriert hierauf, bevor ein Niederschlag auszufallen beginnt, bei ca. 300 vom überschüssigen Zink ab und wäscht den Filterrückstand zuerst mit Wasser und hierauf mit wenig 2N Salzsäure nach.

  Das klare Filtrat wird unter Kühlung und unter Stickstoffatmosphäre bis zur stark alkalischen Reaktion mit Natriumhydroxid versetzt und viermal mit je 300 ml Äther extrahiert. Die organischen Phasen werden vereinigt, mit wenig Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und eingedampft, wobei rohes   1 -Amino- 1 ,2,6,7,8,8a-hexahydrobenz[cd]indol    als langsam kristallisierendes, dunkel gefärbtes Produkt zurückbleibt. Das erhaltene Rohprodukt kann direkt (wie oben beschrieben) mit   1 -Pyrazolcarboxamidin    umgesetzt oder   auch - wie folgt gereinigt werden:   
Eine siedende Lösung von 65 g des obigen Rohproduktes in 375 ml Äthanol wird unter Rühren und unter Stickstoffatmosphäre innerhalb von 35 Minuten mit einer Lösung von 39,5 g Benzaldehyd in 188 ml Äthanol versetzt.

  Die Mischung wird 1 Stunde am Rückfluss zum Sieden erhitzt und dann auf   0     abgekühlt. Die ausgefallenen Kristalle werden abfiltriert, mit eiskaltem   Alkanol    gewaschen und am Hochvakuum während 15 Stunden bei 60  getrocknet; man erhält   1 -Benzylidenamino- 1,2,-    6,7,8,8a-hexahydrobenz[cd]indol vom Smp.   100- 1020.   



      Man suspendiert 36,7 g 1 -Benzylidenamino- 1,2,6,7,8,-      8a-hexahydrobenz[cd]indol    in 1000 ml ausgekochter 15 %iger Schwefelsäure und unterwirft die Suspension einer 3 stündigen Wasserdampfdestillation. Hierauf wird die schwefelsaure Lösung unter Kühlen und unter Stickstoff durch Zugabe von 165 g Natriumhydroxyd alkalisch gestellt und dreimal mit je 300 ml Chloroform extrahiert.



  Die organischen Phasen werden vereinigt, mit wenig Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und eingedampft, wobei kristallines   l-Amino-1,2,6,-    7,8,8a-hexahydrobenz[cd]indol als Rückstand verbleibt.



  Die Verbindung zeigt einen Sdp. von 150 -   155 /12 mm    Hg und einen Smp. von   60- 620    (nach Kristallisation aus Petroläther); ihr Hydrochlorid kristallisiert aus Isopropanol unter Zusatz von ätherischer Chlorwasserstofflösung und schmilzt dann bei 1900 unter Zersetzung.



   Beispiel 2    I-Guaniaino-l ,2,6,7,8,8a-hexahycErobenz[cc indol   
Eine Lösung von 18,5 g gereinigtem   1-Amino-l,2,6,-    7,8,8a-hexahydrobenz[cd]indol in 175 ml Chloroform wird bei Raumtemperatur, unter Rühren und unter Stick   stoffatmosphäre    mit 15,5 g   1 -Pyrazoicarboxamidin-hydro-    chlorid versetzt. Man erhitzt das Gemisch während 3 Stunden am Rückfluss zum Sieden und lässt dann auf   0     abkühlen; die ausgefallenen Kristalle werden abfiltriert, mit eiskaltem Chloroform gewaschen und am Hochvakuum zuerst bei 400 und dann bei 800 während 15 Stunden getrocknet. Das erhaltene Hydrochlorid der im Titel genannten Verbindung schmilzt bei   235 - 2370    unter Zersetzung.



   Beispiel 3
1-Guarnidino-1,2,6,7,8,8a-hexahydrnbenz[cd]indol
Eine Mischung von 1,05 g 1-Amino-1,2,6,7,8,8a-hexa   hydrobenz[cd] indol-hydrochlorid    und 0,231 g Cyanamid wird unter Rühren 30 Minuten in einem Ölbad von 1400 und dann weitere 30 Minuten in einem Ölbad von 1500 erwärmt. Nach dem Abkühlen wird aus Isopropanol unter Zusatz von ätherischer Chlorwasserstofflösung und Aktivkohle kristallisiert; die Kristalle werden am Hochvakuum zuerst bei 400 und dann bei 1000 während 20 Stunden getrocknet. Das erhaltene Hydrochlorid der im Titel genannten Verbindung schmilzt bei   235 .2370    unter Zersetzung.



   Beispiel 4    1-Guanidino-1 ,2,6,7,8,8a-hexahydrobenz[cd]indol   
Eine im Mörser homogenisierte Mischung aus 1,74 g   1-Amino-1      ,2,6,7,8,8a-hexahydrobenz[cd]indol    und 1,26 g S-Methylisothioharnstoff-hydrochlorid wird in einem Kolben mit Hilfe eines   ölbades    von 1500 erwärmt, wobei sich Methylmercaptan entwickelt. Innnerhalb von 45 Minuten wird die Temperatur auf 2000 gesteigert. Durch gelegentliches Anlegen eines Vakuums kann die Mercaptanentwicklung beschleunigt werden. Nach dem Abkühlen wird der Rückstand in ca. 40 ml Isopropanol gelöst.

 

  Die durch Zugabe von ätherischer Salzsäure schwach sauer gestellte Lösung wird mit Aktivkohle aufgekocht und nach Entfernen der Kohle im Kühlschrank zur Kristallisation stehen gelassen. Die Kristalle werden abgesaugt und aus Wasser umkristallisiert; man erhält 1 -Guanidino- 1,2,6,7,8,8a-   hexahydrobenz[ed]indol - hydro-    chlorid vom Smp. 235 - 2370 Zers. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung des bisher unbekannten 1 -Guanidino-1,2,6,7,8,8a-hexahydrobenz[cd]indols der Formal I und seiner Salze, dadurch gekennzeichnet, dass man l-Amino-1 ,2,6,7,8,8a.hexahydrobenz[cdjindol der Formel II mit einer Verbindung der Formel III, worin entweder A einen Rest der Formel IV, worin R1 und R für Wasserstoff oder niederes Alkyl stehen, bedeutet und B für Wasserstoff steht, oder A eine (nieder)Alkylthiogruppe und B Wasserstoff bedeutet, oder A und B zusammen eine zusätzliche Bindung darstellen, umsetzt und gewünschtenfalls das erhaltene Produkt mit einer anorganischen oder organischen Säure behandelt oder aus dem erhaltenen Salz die Base mittels Alkali freisetzt.
CH1904469A 1969-12-23 1969-12-23 Verfahren zur Herstellung eines neuen Guanidin-Derivates CH518931A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1904469A CH518931A (de) 1969-12-23 1969-12-23 Verfahren zur Herstellung eines neuen Guanidin-Derivates

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1904469A CH518931A (de) 1969-12-23 1969-12-23 Verfahren zur Herstellung eines neuen Guanidin-Derivates

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH518931A true CH518931A (de) 1972-02-15

Family

ID=4436976

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1904469A CH518931A (de) 1969-12-23 1969-12-23 Verfahren zur Herstellung eines neuen Guanidin-Derivates

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH518931A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DD201891A5 (de) Verfahren zur herstellung von aza-biozyklo-oktan-karboxylsaeuren
DE2851028A1 (de) Neue indolo eckige klammer auf 2.3-a eckige klammer zu chinolizidine, verfahren zu ihrer herstellung und sie enthaltende pharmazeutische zubereitung
DE2015568C3 (de) S.e-Dimethoxyindazol-S-carbonsäureamide
DE2938302A1 (de) Neue derivate des 3-(aminoaethyl)- phenols und deren salze, deren herstellungsverfahren, deren verwendung als arzneimittel und die diese enthaltenden pharmazeutischen zusammensetzungen
DE2461802C2 (de) Pyrazincarboxamidderivate
CH518931A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Guanidin-Derivates
DE1445905A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Piperidin-Derivaten
DE2430510C3 (de) 16,17-Dihydroapovincaminsäureamide, Verfahren zu deren Herstellung und Arzneimittel, welche diese Verbingungen enthalten
DE1670143C3 (de)
AT250338B (de) Verfahren zur Herstellung neuer, basischer Derivate von substituierten Benzofuran-2-carbonsäuren und deren Salzen
AT229874B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen (5- oder 6)-Alkyl- und 5, 6-Dialkyl-3-alkoxy-pyrazinen
AT214928B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Camphidiniumverbindungen
DE2404924A1 (de) Ergolinderivate
DE1420086C (de) 1 Alkyl pipendyl (4) hydrazine und Verfahren zu ihrer Herstellung
CH615181A5 (en) Process for the preparation of novel ergolene derivatives
DE2166869A1 (de) Neues butyramidin-derivat
CH642082A5 (en) Ergopeptin derivatives, their preparation and use
CH529755A (de) Verfahren zur Herstellung des neuen 4-Benzoyl-4-hydroxy-3-phenylpiperidins
DE1296650B (de) N, N-disubstituierte Thienyl-(2)- bzw. Thienyl-(3)-propionsaeure- und -acrylsaeureamidine sowie Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2210121A1 (de) Indole, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel
CH602766A5 (en) 10-Alpha-methoxy-di:hydro-beta-ergosine derivs.
CH442353A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Benzothiophen-Derivaten
CH625238A5 (en) Process for the preparation of (2-imidazolin-2-ylamino)-2,1,3-benzoxadiazoles
CH624963A5 (de)
CH623591A5 (en) Process for the preparation of ergopeptide alkaloid derivatives

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased