CH520967A - Procédé de fabrication de pièces de petites dimensions pour l'horlogerie - Google Patents

Procédé de fabrication de pièces de petites dimensions pour l'horlogerie

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CH520967A
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Description


  Verfahren zum Nassbehandeln von Textilbahnen    Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zum gesteuerten Nassbehandeln, vorzugsweise  Waschen, von laufenden Textilbahnen, wobei der Ge  samtbehandlungsvorgang in mehrere Behandlungsbe  reiche unterteilt ist und die Textilbahn nach Durch  laufen der Behandlungsflotte eines jeden Behandlungs  bereiches einer Vorabquetschung der Oberflächenflüs  sigkeit und einer Hauptabquetschung der Kernflüssig  keit zur exakten Badtrennung zwischen den verschie  denen Behandlungsbereichen unterworfen wird.  



  Es ist bekannt, insbesondere     beim    Waschen, Ent  säuern und ähnlichen Nassbehandlungen, den Gesamt  behandlungsvorgang in mehrere voneinander getrennte  Behandlungsbereiche zu unterteilen und zwischen den  einzelnen Bereichen eine Zwischenabquetschung vor  zunehmen. Derartige Verfahren werden in den briti  schen Patentschriften Nrn. 982 518 und 984 851 sowie  in den französischen Patentschriften Nrn. 1349 000 und  <B>1</B>410 143 beschrieben.     E     Bei diesen Behandlungen läuft die aus der Textil  bahn herausgepresste Flotte im allgemeinen an der  Textilbahn entlang zurück in das vorangehende Be  handlungsabteil. Es hat sich nun gezeigt, dass eine der  artige Abführung der ab- und ausgequetschen Flotte  sich auf die Behandlungswirkungen der jeweiligen Nass  behandlung ausserordentlich ungünstig auswirkt.

   Um zu  optimalen Wirkungen zu kommen, ist es vielfach er  forderlich, die Behandlungsflotte und die aus der Tex  tilbahn ausgequetschte Flotte gezielt zu führen.     Dazu     ist es aber erst einmal erforderlich, diese Flotte     genau     zu erfassen. Das ist bei der bekannten Art der Zwi  schenabquetschung, bei welcher vom Quetschwerk ein  undefiniertes Gemisch von auf der Textilbahn befind  licher Flotte des vorangegangenen Behandlungsberei  ches und in der Textilbahn     befindlicher    auszuwaschen  der Flüssigkeit in das vorangehende Abteil zurückläuft,  nicht möglich.

      In der schweizerischen Patentschrift Nr.<B>113337</B>  wird ein     Verfahren    beschrieben, um die in der     Quetsch-          fuge    entstehende eigentliche Quetschflotte zunächst zu  erfassen, d. h. sie von der von der Textilbahn als  Oberflächenfilm mitgerissenen Flüssigkeit zu trennen  und sie an den dafür am besten     geeigneten    Stellen  wieder in den Behandlungsprozess einzuführen.  



  Es ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung, ein  Verfahren zu schaffen, welches die automatische  Steuerung des Behandlungsablaufes ermöglicht.  



       Erfindungsgemäss    wird dies dadurch erreicht, dass  die nach dem letzten Behandlungsbereich abgequetschte  Kernflüssigkeit zur Messung der Restkonzentration der       Behandlungsflotte    verwendet und der ermittelte Wert  zur Steuerung des     Behandlungsprozesses    benutzt wird.  



  Die Behandlungsflotte wird vorteilhaft im Gegen  strom zur Laufrichtung der Textilbahn geführt und  der Gesamtbehandlungsvorgang in 5-8 Behandlungs  bereiche mit mindestens 8 Badtrennungen aufgeteilt.  



  Theoretische Untersuchungen haben ergeben, dass  das Verhältnis der Flüssigkeit, welche die Textilbahn  jeweils durch die einzelnen Badtrennungen in Waren  laufrichtung transportiert, zu der entgegenströmenden  Behandlungsflüssigkeit,     deren    Volumen durch den spe  zifischen Flüssigkeitsverbrauch     bestimmt    wird, von  entscheidendem Einfluss auf die Behandlungsleistung  ist und so gering wie möglich sein soll, wobei der       Entwässerungsvorgang    zweckmässig mit 65-70     %        Ab-          quetscheffekt    erfolgt.

   In den von der     Textilbahn    nach  einander durchlaufenen Behandlungsbereichen soll ein       konstantes        oder    ein sich nur konstant veränderndes  Konzentrationsgefälle zwischen Textilgut und     Behand-          lungsflotte    herrschen. Die an den     Abquetschstellen    der  einzelnen Behandlungsbereiche abgeführten Flotten  mengen sollen an Stellen gleicher oder ähnlicher Kon  zentration wieder in den     Behandlungsflottenstrom    ein  geführt werden.

        Das beschriebene Verfahren ergibt eine ideale Mög  lichkeit für die automatische Steuerung des Behand  lungsprozesses, da die Konzentration der im     Haupt-          quetschwerk    anfallenden Flotte in einem direkten Zu  sammenhang mit der in der Textilbahn vorhandenen  Konzentration steht. Als Messfühler für die Steuer  apparaturen können beispielsweise Leitfähigkeitselek  troden oder Messgeräte für den pH oder für die Trü  bung der Flotte benutzt werden, wie diese allgemein  bekannt und gebräuchlich sind. Auf Grund dieser Mess  ergebnisse können vom Regler, beispielsweise in Ab  hängigkeit von der Differenz zwischen Ist- und Soll  wert, die Warengeschwindigkeit, der Frischwasserzu  lauf oder die Zugabe von Chemikalien geregelt wer  den.  



  In einer     zur    Ausführung des beschriebenen Ver  fahrens geeigneten Vorrichtung ist beispielsweise hinter  jedem Behandlungsabteil oder -bereich einer Nassbe  handlungsanlage ein zweistufiges Zwischenquetschwerk  für Vor- und Hauptabquetschung vorhanden.  



  Das Zwischenquetschwerk für die Hauptabquet  schung kann vorteilhaft als horizontales     Zweiwalzen-          quetschwerk    ausgeführt sein, dessen eine     Hauptquetsch-          walze    mit einer leichten Vorquetschwalze für die Vor  abquetschung zusammenarbeitet.  



  In einer besonderen Ausführungsform ist beispiels  weise das Quetschwerk für die Vorabquetschung vom  Quetschwerk für die Hauptabquetschung getrennt an  geordnet.  



  Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen wird das  erfindungsgemässe Verfahren nachfolgend eingehend er  läutert. Auf den Zeichnungen zeigt:  Fig. 1 ein Waschabteil mit einem Quetschwerk,  wobei das Vorquetschwerk mit dem Hauptquetschwerk  eine Einheit bildet,  Fig. 2 die getrennte Anordnung von Vor- und  Hauptquetschwerk,  Fig. 3 eine Vorrichtung zur Durchführung des be  schriebenen     Verfahrens.     



  In den Zeichnungen befindet sich beispielsweise im  Waschabteil 10 Flotte 12 zum Waschen einer Textil  bahn 19. Diese Textilbahn wird durch untere und  obere Umlenkwalzen 11 durch die Waschabteile hin  durchgeführt. Hinter jedem Waschabteil befindet sich  ein Quetschwerk, das zwei horizontal zueinander an  geordnete Walzen 13 für die Hauptabquetschung so  wie eine Vorquetschwalze 14 aufweist, die in Fig. 1  mit einer der Walzen 13 zusammenarbeitet. Zwischen  Vor- und Hauptabquetschung umläuft die Textilbahn  noch eine Umlenkwalze 15 und kann ausserdem über  einen Breithalter 16 geführt werden. Unter den Wal  zen 13 sind Führungsbleche 17 angeordnet, durch die  von den     Walzen    13 abtropfende Flotte in das Wasch  abteil 10     zurückgeführt    wird.  



  Die Anordnung nach Fig. 2 unterscheidet sich von  der in Fig. 1 und 3 gezeigten im wesentlichen da  durch, dass das Quetschwerk aus den     Walzen    18 für  die Vorabquetschung und einem davon getrennten  Quetschwerk mit den Walzen 13 für die Hauptab  quetschung besteht.  



  Die gezeigte Vorrichtung arbeitet nun beispielsweise  so, dass im Vorquetschwerk ein leichtes Vorabquet  schen um 150-200 %, insbesondere bei hohen Geschwin  digkeiten auf etwa 100-120%, Abquetscheffekt erfolgt.  Dadurch wird der von der Textilbahn mitgerissene       Flottenfilm,    der     keine    wesentlich höhere Konzentration  als die Waschflotte im vorhergehenden Abteil     aufweist,       entfernt und kann in das Waschabteil zurückgeleitet  werden. Diese Flotte kann somit die im anschliessen  den Hauptquetschwerk ausgepresste Flotte nicht mehr  verdünnen, wodurch deren     getrennte    Weiterverwen  dung auf Grund starker Konzentrationsherabsetzung  verhindert würde.

   Nach der Vorabquetschung läuft die  Textilbahn in das Hauptquetschwerk ein, in welchem  eine Abquetschung auf einen Abquetscheffekt von 80  bis<B>90%</B> und hoher Ausgleich der     Konzentration    inner  halb der Textilbahn erfolgt. Wie die Figuren zeigen,  kann dieses Quetschwerk vorzugsweise als horizonta  les Zweiwalzenquetschwerk ausgebildet sein. Durch die  Warenführung und Walzenanordnung ist eine leichte  Sammlung und Abführung der in kleinen Mengen an  fallenden konzentrierten Quetschflotte möglich. Diese  läuft nicht mehr an der Textilbahn entlang und kann  diese deshalb auch nicht verschmutzen, wie das bei  der früheren Art der Abquetschung, z. B. beim weissen  Fond von Druckwaren, häufig geschah.

   Wegen der ge  ringen anfallenden Menge von Abquetschflotte wird  deren Abführung und Wiedereinführung an der rich  tigen Stelle durch die erforderlichen kleinen Leitungs  querschnitte erleichtert.  



  Fig. 3 zeigt eine spezielle, für die Lösungswäsche,  z. B. nach Bleiche oder Merzerisation ausgelegte An  lage. Die Waschwirkung hängt hauptsächlich von der  Art der Flottenführung und der Güte der Badtrennung  ab. Die ersten vier Abteile werden beispielsweise von  Frischwasser 20. im Gegenstrom     durchflossen,    welches  über den Wärmeaustauscher 21 eingeführt und in die  sem durch das Abwasser 22 aus dem ersten Wasch  abteil vorgewärmt wird. Jedes Abteil enthält zwei  scharf getrennte Bäder. Das Abwasser 22 vom ersten  Hauptquetschwerk wird direkt in den Abfluss geleitet.  In Fig. 3 ist der Hauptflottenstrom als ausgezogene  und der Quetschflottenstrom als gestrichelte Linie dar  gestellt.

   Die Leitfähigkeitsmessung zwecks Regulierung  des Wasserverbrauchs erfolgt im Gerät 24 im     Quetsch-          flottenstrom    des letzten Hauptquetschwerks.  



  Das letzte Abteil mit ebenfalls zwei getrennten Bä  dern wird bei diesem Beispiel mit in einem     Ionenaus-          tauscher    entsalztem Wasser 23 gespeist, welches nach  dem Durchfluss durch dieses Abteil dem Frischwasser  zugemischt wird. Es wurde nämlich erkannt, dass unter  bestimmten Verhältnissen auch mit grösstem Maschi  nenaufwand die gewünschte Auswaschwirkung auf bei  spielsweise pH 8, mit dem verfügbaren Frischwasser  nicht erreicht werden kann. Mit     entsalztem    Wasser je  doch verschiebt sich z. B. bei Natronlauge das     hydro-          lytische    Gleichgewicht derart, dass noch niedrigere  Restkonzentrationen bzw.     pH-Werte    auf der Textilbahn  erreicht werden können.  



  Durch die konzentrierte, separate Erfassung der  Quetschflotte ergibt sich eine sehr gute     Möglichkeit,     die Waschwirkung über die Leitfähigkeit der Quetsch  flotte zu messen. Zwischen den Chemikalienkonzen  trationen in der Ware und in der     Quetschflotte    besteht  ein klarer Zusammenhang. Der Messwert wird benutzt,  um die Grössen, welche die Waschwirkung beeinflus  sen, zu regeln; dies sind z. B. Wasserverbrauch und       Warengeschwindigkeit.    Die     Durchflussgestaltung    bei  der     Waschanlage    nach     Fig.    3 ist so getroffen, z. B.

    durch grosse Strömungsquerschnitte, dass der erforder  liche     Waschflottengegenstrom    nur bei einem     Flotten-          niveauunterschied    von 10-12 mm zwischen den Ab  teilen erfolgt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Nassbehandeln von laufenden Tex tilbahnen, wobei der Gesamtbehandlungsvorgang in mehrere Behandlungsbereiche unterteilt ist und die Textilbahn nach Durchlaufen der Behandlungsflotte eines jeden Behandlungsbereiches einer Vorabquet schung der Oberflächenflüssigkeit und einer Hauptab- quetschung der Kernflüssigkeit zur exakten Badtren nung zwischen den verschiedenen Behandlungsberei chen unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die nach dem letzten Behandlungsbereich abgequetschte Kernflüssigkeit zur Messung der Restkonzentration der Behandlungsflotte verwendet und der ermittelte Wert zur Steuerung des Behandlungsprozesses benutzt wird.
    <I>Schweizerische Patentschrift Nr. 113 337</I> <I>Britische Patentschriften</I> Nrn. <I>982<B>518,</B> 984<B>851</B></I> <I>Französische Patentschriften</I> Nrn. <B><I>1</I></B><I>349 000,<B>1</B>410 143</I>
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