Kontrolleinrichtung für photographische Kamera
Die Erfindung betrifft eine Kontrolleinrichtung für photographische Kamera mit selbsttätiger Einstellung eines Belichtungsfaktors.
Es sind Kameras mit elektronischer Zeitbildung bekannt, bei denen zur Anzeige einer sich automatisch einstellenden Belichtungszeit von länger als 1/30 sec eine Glühlampe Anwendung findet, die durch einen transistorisierten Schmitt-Trigger gesteuert wird. Des weiteren ist es für Kameras mit elektronischer Belichtungseinstellung bekannt, ein in den Eingang eines Schmitt Triggers geschaltetes Potentiometer vor Auslöserbetätigung solange zu verstellen, bis eine Glühlampe verlöscht. An einer unter dem Potentiometerzeiger angeordneten Skala kann dann die zu erwartende Blende oder der Spannungszustand der verwendeten Batterie abgelesen werden.
Die genannten Schmitt-Trigger weisen einen ohmschen Emitter-Koppelwiderstand auf, der bewirkt, dass sich bei Abfall der Betriebsspannung und bei Temperaturschwankungen auch der Schwellwert des Triggers ändert, so dass die Schaltung für Kontrollzwecke mit exakten Messergebnissen nicht einsetzbar ist. Ausserdem ist die Handhabung der letztgenannten bekannten Einrichtung verhältnismässig umständlich.
Zweck der Erfindung ist, diese Nachteile zu beseitigen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Kontrolleinrichtung für photographische Kameras zu schaffen, der ein Schwellwert-Schalter zugrunde liegt, welcher in Verbindung mit mindestens einem Lichtindikator dem Photographierenden ohne umständliche Handhabung und trotz Batteriespannungsabfalles im zulässigen Bereich exakt anzeigt, ob bei gegebenen Lichtverhältnissen ein beliebig festgelegter bzw. kamerabe dingter Grenzwert der sich selbsttätig einstellenden Belichtungszeit oder Blende überschritten würde und ob die verwendete Batterie noch der Spannungs-Anforderung genügt bzw. ausgewechselt werden muss.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der Schwellwert-Schalter mittels eines bei unterschiedlichen Strömen einen konstanten Spannungsabfall erzeugenden Schaltelementes hinsichtlich seiner Ansprechspannung stabilisiert ist und dass bei einer wahlweisen Umschaltung von Belichtungsgrenzwert-Kontrolle auf Baiteriespannungs-Oberwachung ein aus Festwiderständen bestehender Spannungsteiler an den Eingang des Schwellwert-Schalters schaltbar ist. Vorzugsweise ist der Schwellwert-Schalter als Schmitt-Trigger ausgebildet, dessen gemeinsamer Emitter-Koppelwiderstand eine Zenerdiode ist.
Gemäss einem vorzugsweisen Ausführungsbeispiel liegt im Kollektorkreis des bei unzureichender Eingangsspannung leitenden Transistors ein farbiger Lichtindikator und mit der Umschaltung von Grenzwertkontrolle auf Batteriespannungsüberwachung wird ein anders farbiger Lichtindikator in den Kollektorkreis des bei ausreichender Batteriespannung leitenden Transistors des Schmitt-Triggers geschaltet.
Sowohl zur Grenzwert-Kontrolle als auch zur Batteriespannungsüberwachung kann jedoch auch ein beiden Funktionen gemeinsamer Lichtindikator Anwendung finden, der ständig in den Kollektorkreis des bei ausreichender Eingangsspannung leitenden Transistors des Schmitt-Triggers geschaltet ist. Um bei der Grenzwert-Kontrolle die Empfindlichkeit des eingelegten Filmes nicht unberücksichtigt zu lassen, kann dem Emitter Basis-Widerstand mindestens ein entsprechend der Filmempfindlichkeit abgestufter Korrekturwiderstand parallelschaltbar sein. Der Schwellwert-Schalter kann auch von einem Oszillator gebildet werden.
Auf diese Weise ist eine Kontrolleinrichtung geschaffen, die mit minimalem Aufwand und ohne den Photographierenden belastende Handhabung eine exakte Grenzwert-Kontrolle sowie eine Batteriespannungsüberwachung erlaubt.
Die Erfindung wird anhand dargestellter Ausführungsbeispiele nachstehend erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Kontrolleinrichtung mit zwei Signallampen, und
Fig. 2 eine Kontrolleinrichtung mit einem Lichtindikator.
Gemäss Fig. 1 ist als Schweliwert-Schalter ein Schmitt-Trigger dargestellt, wobei in den gemeinsamen Fmitterzweig der Transistoren 1 und 2 eine Zenerdiode 3, in deren Kollektorzweige eine rote Glühlampe 4 sowie eine grüne Glühlampe 5 geschaltet bzw. über einen Schalter 6 schaltbar sind. An den Eingang des Schmitt-Triggers ist über einem Schalter 7 wahlweise ein aus einem Widerstand 8 sowie einem Photowiderstand 9 bzw. ein aus Festwiderständen 10, 11 bestehender Spannungsteiler und über einen Schalter 12 ein die Filmempfindlichkeit berücksichtigender Korrektur-Widestand 13 legbar. Mit 14 ist eine Batterie und mit 15 ein Schalter bezeichnet, der ebenso wie Schalter 6, 7 und 16 über den Kameraauslöser zu betätigen ist.
Mittels des Schalters 16 ist der hinter einer Blende 17 angeordnete Photowiderstand 9 in Pfeilrichtung an eine nicht dargestellte Zeitbildungselektronik schaltbar.
Gemäss Fig. 2 ist die Kontrolleinrichtung mit einer für beide Kontrollfunktionen gemeinsamen grünen Glühlampe ausgerüstet. Weiterhin sind durch ein beispielsweise an der Filmpatrone befindliches Kontaktstück 18 mehrere Korrekturwiderstände 13 zur Berücksichtigung rnehrerer Filmempfindlichkeiten einschaltbar.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Zwecks Kontrolle, ob die sich selbsttätig einstellende Belichtungszeit bei einer vorgewählten Offnung der Blende 17 länger als zum Beispiel l/80 sek. ist, wird durch Eindrücken des Auslösers bis zu einem Druckpunkt der Schmitt-Trigger gem. Fig. 1 über den Schalter 15 an die Batterie gelegt. Bei den dargestellten Schalterstellungen und hochohmigen Photowiderstand 9 ist die über den Widerstand 8 abfallende Spannung klein.
Damit ist der Transistor 1 geschlossen und der Transistor 2 führt Strom, so dass die rote Glühlampe 4 aufleuchtet. Dadurch wird angezeigt, dass die zu erwartende Belichtungszeit länger als t/30 sek sein wird.
Durch eine andere Einstellung des Widerstandes 8 kann auch eine andere Zeit, zum Beispiel t/so sek als Grenzwert bestimmt werden. Sind die Beleuchtungsverhältnisse so, dass eine kürzere Belichtungszeit als t/80 sek zu erwarten ist, dann ist die am Widerstand 8 abfallende Spannung höher, der Transistor 1 leitend und der Transistor 2 gesperrt, so dass die rote Kontrollampe 4 nicht aufleuchtet. Der Kippvorgang des Schmitt-Triggers und damit die Exaktheit der Kontrolle ist weitgehend unabhängig vom Abfall der Batteriespannung bzw. von Tem peraturänderungen, da durch die Zenerdiode 3 im Gegensatz zu einem ohmschen Emitter-Koppelwiderstand auch bei im Emitterkreis fliessenden unterschiedlichen Strömen die Schwellspannung des Schmitt-Iriggers konstant gehalten wird.
Ob ein bestimmter Zeit-Grenzwert überschritten wird, ist auch weitgehend von der Empfindlichkeit des jeweils verwendeten Filmes abhängig. Der vorbeschriebenen Grenzwert-Kontrolle lag eine bestimmte Filmempfindlichkeit zugrunde. Für den Fall, dass ein Film anderer Empfindlichkeit verwendet wird, ist dem Widerstand 8 der Widerstand 13 parallel zu schalten.
Zwecks Überwachung, ob die Batteriespannung noch innerhalb der zulässigen Toleranz liegt, wird über den Schalter 7 der aus den Festwiderständen 10, 11 bestehende Spannungsteiler an die Basis von Transistor 1 gelegt und gleichzeitig die grüne Kontrollampe 5 über den Schalter 6 in den Kollektor-Stromkreis des Transistors 1 einbezogen. Liegt die über dem Widerstand 11 abfallende Spannung unter dem zulässigen Grenzwert, so brennt die grüne Lampe 5 nicht, sondern nur die rote Lampe 4. Dies zeigt an, dass die Batterie ausgewechselt werden muss. Ist die Batteriespannung noch höher als der vorgegebene Grenzwert, so brennt die Lampe 5.
Nach durchgeführter Grenzwert- und Batteriespannungs-Kontrolle wird beim weiteren Durchdrücken des Auslösers der Schalter 16 umgelegt und der Photowiderstand 9 an die Zeitelektronik angeschlossen.
Gemäss Fig. 2 wird bei der gezeichneten Schalterstellung und Schliessen des Schalters 15 zunächst eine Batteriespannungsüberwachung durchgeführt. Ist die Batterie noch brauchbar, so ist die über dem Widerstand 11 abfallende Spannung hoch genug, so dass die grüne Kontrollampe aufleuchtet. Leuchtet dieselbe nicht, so ist das ein Zeichen dafür, dass die Batterie ausgewechselt werden muss. Zur Durchführung der Grenzwertkontrolle wird der Schalter 7 umgelegt und der Photowiderstand 9 an die Basis des Transistors 1 geschaltet.
Bei Lichtverhältnissen, die eine Belichtungszeit bedingen, die ohne weiteres Aufnahmen aus der Hand zulassen, leuchtet infolge des hohen Spannungsabfalls über dem Widerstand 8 wiederum die grüne Kontrollampe 5 auf. Wird bei eingeschalteter Grenzwertkontrolle die grüne Lampe 5 nicht im Sucher sichtbar, so ist dies ein Zeichen dafür, dass die notwendige Belichtungszeit Aufnahmen aus der Hand nicht mehr zulässt.
Anstelle der beschriebenen Zeit-Grenzwertkontrolle könnte auch eine Blenden-Grenzwertkontrolle durchgeführt werden.