CH524679A - Verfahren zur Süssung eines sauren Kohlenwasserstoffdestillats - Google Patents

Verfahren zur Süssung eines sauren Kohlenwasserstoffdestillats

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CH524679A
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CH581468A
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Michael Brown Kenneth
Rudolf Strong James
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Universal Oil Prod Co
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Description


  
 



  Verfahren zur Süssung eines sauren   Kolnlenwasserstoffdestillats   
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Süssung eines sauren Kohlenwasserstoffdestillats, das bei Anwendung eines phthalocyaninkatalysierten Süssungsprozesses eine Farbverschlechterung um mindestens 8 Saybolt-Einheiten erleidet, wobei das erfindungsgemässe Verfahren so geführt wird, dass bei der Süssung keine wesentliche Farbverschlechterung eintritt.



   Die Grundidee der vorliegenden Erfindung ist es, dass festgestellt wurde, dass das Phenomen der Farbverschlechterung, welches normalerweise bei der phtahlocyaninkatalysierten Süssung von Kohlenwasserstoffde  Destillaten,    die saure organische Materialien enthalten, auftritt, kein wesensbedingtes Merkmal des Süssungsprozesses ist. Es hat sich herausgestellt, dass die Nebenreaktionen bei dem phthalocyaninkatalysierten Süssungsprozess, welche die unerwünschten gefärbten Nebenprodukte erzeugen, nicht simultan mit der Hauptreaktion der Oxydation der Mercaptoverbindungen fortschreiten. Unter geeigneten Bedingungen erscheinen die Reaktionen, welche zur Farbbildung führen, als Folgereaktion.

   Unter Ausnützung dieser Entdeckung führt das vorliegende erfindungsgemässe Verfahren die Verwendung einer kritischen Menge Sauerstoff ein, um mittels des phthalocyaninkatalysierten Süssungsprozesses die Mercaptoverbindungen zu oxydieren, ohne dass die unerwünschten Neben-Reaktionen, welche zu den gefärbten Produkten führen, auftreten.



   Seit der Zeit des Auftretens der Petroleumlampen, steht die Erdölindustrie dem Erfordernis der Herstellung von Destillaten gegenüber, welche bevorzugte Farbeigenschaften aufweisen. Im allgemeinen ist die Art der Farbe, welche erwünscht ist, die sogenannte  Wasserweisse , welche vielleicht am besten mittels des Vergleiches mit der Farbe reinen Wassers charakterisiert wird.



  Um Destillate dieser Farbe   herzustellen,- müssen    im Destillat jegliche gefärbte Komponenten abwesend sein.



   Dieses Erfordernis neigt dazu, insbesondere im   Verkaufsbereich,    für Mittelbereich- Kohlenwasserstoffdestillationsprodukte, wie z. B. Kerosine, Brennöle, Treibstofföle und ähnlichen, bedeutend zu sein. In der gegenwärtigen Praxis werden die Farbanforderungen an die Industrie mittels einer oder mehreren verschiedenen   Standardlnethoden    der Farbbestimmung spezifiziert, von welchen die Sayboltmethode, entsprechend der ASTM Methode des Testes D-156, dem Fachmann wohl bekannt ist Die Saybolt-Skala erstreckt sich von ungefähr  +30 (für wasserweisse Flüssigkeiten) über + 15   (für    leicht gelbliche Flüssigkeiten), bis 0 bis unterhalb -16 für deutlich gelbe bis dunkelgelbe Flüssigkeiten.

   Entsprechend diesem Bereich der Saybolt-Werte, beziehen sich die typischen Anforderungen für die Farbeigenschaften in üblicher Weise auf Spezifikationen mit Saybolt-Werten, die grösser sind als ungefährt +20, wobei eine Annäherung der Farbe an Wasser-Weiss vorgezogen wird.



   Es ist schwierig zu erklären warum derartige Farbanforderungen an die Industrie gestellt werden, weil es zweifellos feststeht, dass die Gegenwart einer leichten Färbung in einer Kohlenwasserstofffraktion, wie z. B.



  Kerosin, die Brenneigenschaften nicht verschlechtern.



  Nicktdestotrotz diktieren die Traditionen des Marktes, dass gewisse Kohlenwasserstofffraktionen, wenn sie nicht den Farbanforderungen entsprechen, d. h. wenn sie nicht annähernd die erwünschte (Wasser-Weisse) Farbe aufweisen, praktisch nicht verkäuflich sind.



   Diese Farbwerte waren schwer zu erreichen, weil häufig noch eine andere Anforderung gestellt wird, nämlich die Eliminierung von Mercaptoverbindungen (das sind Mercaptane, Thiophenole und Salze davon).



  Diese Mercaptoverbindungen beeinflussen die Verkäuflichkeit der Kohlenwasserstoffdestillate, in welchen sie enthalten sind, wesentlich, weil sie   unannehmbaren    Geruch aufweisen und weil derartige   Kohlenwasserstoffi     destillate einem willkürlichen Test, dem  Doktor-Test , entsprechen müssen, welchem nicht entsprochen werden kann, wenn mehr als eine minimale Menge von Mercaptanen anwesend ist. Ein weitverbreitetes Verfahren zur Oxydation dieser Mercaptoverbindungen zu weniger beanstandbaren Disulfiden, verwendet einen   PhthaTlo-    cyanin-Katalysator.

   Auf Grund weitestreichender Erfahrungen mit diesem Verfahren hat man bisher   angenom    men, dass es zutrifft, dass verfärbungsempfindliche Ausgangsmaterialien bei diesem Verfahren   unvermeidli    cher Weise eine Farbverschlechterung erleiden. Wie es in einem beigefügten Beispiel gezeigt werden wird, ergibt sich bei der phtahlocyanin-katalysierten Süssung von Kerosin das ursprünglich einen Saybolt-Wert von ungefähr +30 aufweist, typischer, Weise ein verdedeltes Kerosin, das einen   Saybolt-Wert    von weniger als +20 aufweist.

   Im scharfen Gegensatz zu diesen Beobachtungen, wie sie bei Verfahrensführung nach bekannter Art auftreten, hat es sich nun   herausgestellt,    dass die   phthalocyam.n4atalysierte    Süssung in der Art ausgeführt werden kann, dass keine unerwünschten farbverschlechternden   Neber reaktionen    auftreten. Weiterhin   wurde    nun festgestellt, dass der wesentlich beeinflussende Parameter, von welchem dieses   Farbver-      schlechterungsphenomen    abhängt, die während der Süssungsreaktion im System anwesende Sauerstoffmenge ist.



     Obwohl    es noch nicht vollständig aufgeklärt ist, nimmt   man    nun an, dass dieses   Farbverschlechterungs-    phenomen mit der Anwesenheit von   Farbstoffvor-    läufern, wie z. B. phenolische Komponenten, im   lKohlen-      wasserstoffdestillat    zusammenhängt. Unter phenolischen Komponenten sind hier unsubstituierte oder substituierte Kohlenwasserstoffe zu verstehen, die eine oder mehrere   Mydroxylgruppen    tragen, wie z. B.

   Phenol, die Kresole, die Aminophenole, die Oxyxylole, Nitrophenole, die   Phellolsulfonsäuren,    die halogenierten Phenole, die al  ?iyl-substituierten    Phenole und andere substituierte Phe  --ole.    Während des Ablaufes der Süssungsreaktion werden diese pholischen Komponenten   anscheinend    zu stark gefärbten Verbindungen oxydiert. Beispielsweise   nimmt    man an, dass   Polyalkylphenole    zu stark gefärbten Chinonen oxydiert werden. Überraschenderweise hat es sich nun herausgestellt, dass diese farbverschlechternden Nebenreaktionen nicht simultan mit der Oxydationsreaktion der Mercaptoverbindungen fortschreiten,   son-    dern als Folgereaktionen auftreten.

   Es ist nun festgestellt   worden,    dass die Mercaptoverbindungen die Oxydation dieser Farbstoffvorläufer unterdrücken und dass die wesentliche Farbverschlechterung lediglich dann auftritt, wenn die   Mercaptoverbindungen    bereits im wesentlichen   umgewandelt    worden sind.



   Unter Anwendung dieser Erkenntins, erfordert das vorliegende erfindungsgemässe Verfahren die Anwendung von, in das System injektierten Sauerstoffmengen für die Süssungsreaktion, welche geringer sind, als das 1,4-Fache der minimalen, stöchiometrischen notwendigen Menge, um sämtliche   MercaDtoschwefel-5lerbindun-    gen in die entsprechenden Disulfide zu oxydieren.



  Mittels dieser kritischen Einschränkung ergibt sich ein Süssungsverfahren, mittels welchem es möglich ist, im wesentlichen die Mercaptoverbindungen zu beseitigen, ohne dass gleichzeitig eine Farbverschlechterung des Destillates eintritt.



   Ziel der vorliegenden Erfindung war es ein verbes sertes Süssungsverfahren einzuführen, bei welchem keine wesentliche Veränderung der Farbcharakteristik des behandelten Destillates eintritt.



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Süssung eines   saurenlKohlenwasserstoffde-    stillats das bei Anwendung eines   phthalocyanin-kataly-    sierten Süssungsprozesses eine   Farbverschiechterung    um   mindestens    8 Saybolt-Einheiten erleidet, wobei sich das Verfahren dadurch auszeichnet, dass man eine Süssung durchführt, bei der die Farbverschlechterung weniger als 3 Saybolt-Einheiten beträgt, indem man Mercapto  schwefelverbindungen,    die in   dem    Destillat enthalten sind, in   Anwesenheit    eines alkalischen Reagenz, eines   Phthalocyanin-Kalalysators    und Sauerstoff oxydiert, wobei die Menge an Sauerstoff geringer ist als etwa 0,

  70   Atome    Sauerstoff pro Atom Mercaptoschwefel. Nach dem erfindungsgemässen Verfahren können die Mercaptoschwefelverbindungen beispielsweise in Anwesenheit von etwa 0,50 bis etwa 0,70 Atome Sauerstoff pro Atom Mercaptoschwefel oxydiert werden.



   Die Erfindung betrifft ferner einen nach dem erfindungsgemässen   Verfahren    gesüssten Treibstoff oder gesüsstes   BrennöL   
Andere Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beziehen sich auf die Behandlung verschiedener Arten von sauren,   farbverschlechterungs empfindlichen      Kohlenwasserstoffdestillaten,    auf besonders bevorzugte Phthalocyanin-Katalysatoren und Arten alkalischer Reagenzien, welche in der folgenden   Diskussion besprochen      werden   
Bevor die Einzelheiten der vorliegenden Erfindung besprochen werden, ist es zweck dienlich, die verschiedenen Fachausdrücke und-- Wendungen, die   in'dieser    Beschreibung verwendet werden, zu definieren.

   Unter der Bezeichnung  Saybolt-Farbe  wird der Wert verstanden, der unter Anwendung der   wohlbekannten    Saybolt-Skala, welche, wie bereits oben erwähnt, von ungefähr +30 für wasserweisse   Flüssigkeiten,    über ungefähr   + 15-    für leicht gelbliche   lFlüssigkeiten, bis      0      und -16    und darunter für dunkelgelbe   Flüssigkeiten    reicht, erhalten wird. Die Bezeichnung    annehnnbare    Färbung  wird verwendet, um einen   lFarbwert    zu kennzeichnen, der oberhalb von   +20    auf der   Saybolt-Sala    liegt.

   Die Bezeichnung  ohne wesentliche Farbver änderung  wird verwendet um eine Veränderung der ursprünglichen   Saybolt-lEarbe    des Destillates in einer Grössenordnung von weniger als 2 bis 3   Saybalt-      Farbeinheften    zu charakterisieren. Die Bezeichnung    FÅarbverschlechterungs    empfindliches Kohlenwasserstoffdestillat  wird verwendet, um saure Kohlenwasserstoffdestillate zu charakterisieren, welche normalerweise einer   Farbveränderung    unterliegen, die wenigstens 8 Saybolt-Einheiten beträgt, wenn das Destillat einem phthalocyaninkatalysierten   Süssungsprozess    unterworfen wird.

   D. h., dass diese Bezeichnung derartige Kohlen  wasserstoffdestiilate    charakterisiert, welche verfärbungsempfindliche Bestandteile enthalten, die unter einer wesentlichen Farbverschlechterung reagieren, wenn man sie mit einem   Überschuss    an Sauerstoff in Gegenwart eines Phthalocyanin-Katalysators behandelt. Der Fachausdruck  Kohlenwasserstoffdestillat  bezieht sich insbesondere auf einen Anteil eines Roh-Erdöles, einer Mischung von Kohlenwasserstoffen, eines Schieferöles oder eines Kohlenteerdestillates, welcher innerhalb eines bestimmten Temperaturbereiches vorzugsweise im Kerosinbereich, siedet. Die Bezeichnung  Mercapto-Schwefel  bezieht sich auf Schwefel, welcher in Form von   Mercaptoverbindungen    vorliegt.  



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist insbesondere zur Oxydationsbehandlung schwerer Kohlenwasserstoffdestillationsprodukte geeignet, die als sauer bezeichnet werden, weil sie Mercaptoverbindungen enthalten und Farbverschlechterungs empfindlich infolge der Gegenwart phenolischer Substanzen sind. Derartige Destillate schliessen insbesondere die Kerosine, Heizöle und Brennöle ein. Andere schwere Kohlenwasserstoffdestillate sind beispielsweise Lösungsmittelöle, Dieseltreibstoffe, Treibstofföle, Schmieröle und Düsentreibstoffe. Diese schwereren Kohlenwasserstoffdestillate enthalten im allgemeinen wesentliche Mengen an Mercaptanen, Thiophenolen, und phenolischen Substanzen, was bewirkt, dass sie speziell für die Verarbeitung nach dem erfindungsgemässen Verfahren geeignet sind.

   Ja noch mehr, diese Kohlenwasserstoffdestillate sind im allgemeinen nicht gut verkäuflich, wenn sie nicht frei von Farbstoffkörpern sind. Obwohl das erfindungsgemässe Verfahren speziell zur Anwendung der Oxydationsbehandlung derartiger schwererer Kohlenwasserstoffdestillate geeignet ist, ist es leicht einzusehen, dass dieses Verfahren ebenso zur Oxydationsbehandlung anderer Mercapto Verbindungen enthaltender Destillate verwendet werden kann, wobei unter diesen Destillaten folgende als Beispiele zu verstehen sind: direkt destillierte Benzine, Crackbenzine, und schwere Naphtha. Ausgezeichnete Resultate wurden bei der Süssung von sauren, Farbverschlechterungs empfindlichen Kerosinen erzielt.

   Die Destillate, welche nach   dem    erfindungsgemässen Verfahren behandelt werden sollen, können, wenn dies erwünscht ist, durch   Vorwaschung    mit verdünnter Lauge vorbehandelt werden, was zu einer Entfernung von naphthenischen Säuren und Schwefelwasserstoff führt, wobei diese Vorbehandlung deswegen durchgeführt wird, um eine Emulsionsbildung während des Süssungsprozesses zu verhindern oder wesentlich zu verzögern.



  Jedoch können in vielen Fällen gute Resultate erhalten werden, ohne dass man das Kohlenwasserstoffdestillat vorbehandelt, wie es bei den Süssungsprozessen wohl bekannt ist. Wegen der kritischen begrenzten Sauerstoff  dosierung    bei dem erfindungsgemässen Verfahren, ist es vorzuziehen, dass die Destillate unmittelbar frisch hergestellt werden. D. h., dass es vorzuziehen ist, dass sie sich noch bei erhöhter Temperatur befinden, wie sie nach Destillation oder anderen Raffinationsprozessen auftritt, welche die Erhitzung des Ausgangsmateriales erfordern.



  Diese bevorzugte Ausführungsart erleichtert die Einregelung der Menge an gelöstem und mitgerissenem Sauerstoff im Kohlenwasserstoffdestillat, wobei diese Einregelung des Sauerstoffgehaltes, wie es im folgenden deutlich wird, der entscheidende Schritt bei der Erreichung verbesserter Resultate nach dem erfindungsgemässen Verfahren ist. Wenn andererseits das Destillat, das behandelt werden soll, während einer wesentlichen Zeitspanne zwischen seiner Herstellung und seiner Süssung gelagert werden muss, ist es vorzuziehen, dieses Destillat unter einem Stickstoffschutzgas aufzubewahren oder andere geeignete Vorsorgen zu treffen. dass der Gehalt an gelöstem Sauerstoff auf einem niedrigen Niveau gehalten wird.

   Im allgemeinen enthalten die Ausgangsmaterialien, die nach dem   erfindungsaemässen    Verfahren behandelt werden sollen, Mercaptoschwefel in typischen Mengen, die im Bereich von ungefähr 25 Gewichtsteilen pro Million bis ungefähr 250 Gewichtsteilen pro Million oder mehr reichen. Wiinschenswerterweise ist der   Mercaptoschwefel geh alt    um eine oder mehrere   Grössenordnungen    vermindert.



   Wie bereits oben erwähnt, wird beim erfindungsgemässen Verfahren ein Phthalocyanin-Katalysator verwendet. Ein beliebiger Phthalocyaninkatalysator kann verwendet werden und vorzugsweise enthält er ein Metallphthalocyanin. Von den Metallphthalocyaninen sind insbesondere Cobaltphthalocyanine und Vanadiumphthalocyanine vorzuziehen. Zu anderen geeigneten Metallphthalocyaninen gehören Eisenphthalocyanine, Kupferphthalocyanine,   Nicl.elphthalocyanine    und Chromphthalocyanine. Im allgemeinen ist das Metallphthalocyanin im wässrigen Lösungsmittel nicht wesentlich löslich. Aus diesem Grund wird zur Verwendung in einer wässrigen alkalischen Lösung oder zur Erleichterung der Aufbringung auf einen festen Träger, ein Phthalocyaninderivat vorgezogen. Insbesondere werden Sulfonatderivate von Phthalocyaninen bevorzugt.

   In der gleichen Art ist ein speziell vorzuziehender Phthalocyaninkatalysator Cobaltphthalocyaninsulfonat. Ein anderer   vo-zugsweiser    Katalysator enthält Vanadiumphthalocyaninsulfonat. Diese   Verbindungen    können aus beliebigen Ausgangsmaterialien erhalten werden oder auf jede beliebige Weise hergestellt werden, wie z. B. durch Reaktion von Cobalt- oder   Vanadiutmphthalocyanin    mit 25 bis   500/0    rauchender Schwefelsäure. Obwohl das sulfonsaure Sulfonatderivat vorzuziehen ist, ist es ohne weiteres einzusehen, dass andere geeignete polare Derivate angewandt werden können.

   Andere Derivate umschliessen insbesondere die Carboxylderivate, welche beispielsweise durch Umsetzung von Trichloressigsäure mit Metallphthalocyanin hergestellt werden können oder durch Umsetzung mit Phosgen und Aluminiumchlorid.



  Im letztgenannten Fall wird das Säurechlorid hergestellt, welches in das gewünschte Carboxylderivat mittels konventioneller Hydrolyse übergeführt werden kann.



   Obwohl in manchen Fällen eine Lösung des   Phthal    ocyaninkatalysators angewandt werden kann, wird in einer bevorzugten Ausführungsart der Katalysator als festes'Bett in der Süssungsanlage verwendet. Dementsprechend wird in diesem Fall der Katalysator als Verbindung mit einem festen Trägermaterial hergestellt.



  Jedes geeignete Trägermaterial kann angewandt werden und vorzugsweise besteht es aus Aktivkohle, Koks oder anderen geeigneten Formen des Kohlenstoffs. In manchen Fällen kann der Träger   Siliziumoxyd,    Aluminiumoxyd, Magnesiumoxyd oder Mischungen davon enthalten. Der feste Katalysator kann auf irgend eine geeignete Weise hergestellt werden. Ein Herstellungsverfahren besteht darin, dass vorgebildete Partikel des festen Trägermaterials mit einer Lösung, die den Phthal  ocyaninkatalysator    enthält, getränkt werden. Danach wird der   Überschuss    an Lösung weggetrocknet und der Katalysator als solcher verwendet oder er wird einer Trocknungsbehandlung unterworfen, wie z. B. einer milden Erhitzung, Trocknung im Luft-, Wasserstoff- oder Stickstoffstrom.

   Ebenso kann der Katalysator in der Weise hergestellt werden, dass man zwei oder mehr der genannten Behandlungsschritte vor der Verwendung bei der Oxydationsbehandlung anwendet. Bei anderen Her  stellunsverfahren    fester Verbindungen kann eine Lösun des Phthalocyanin-Katalysators über die Partikel des festen Trägers gesprüht oder gegossen werden oder derartige Teilchen können in die Katalvsatorlösung eingetaucht, in ihr suspendiert, mit ihr aufgeschlemmt oder in anderer Art mit der Katalysatorlösung in Kontakt gebracht werden.

   Die Konzentration des Phtha  locvaniP-Katalvsators    in der Verbindung kann ungefähr 0,005   Gew.O/o    bis ungefähr 10   Gew.O/o    der Verbindung  betragen, wobei der bevorzugte Bereich zwischen ungefähr 0,1   Gew.O/o    bis ungefähr 1,0   Gew.O/o    reicht.



   Nach dem erfindungsgemässen Verfahren wird die Oxydationsreaktion in Gegenwart eines alkalischen Reagenz ausgeführt. Jedes geeignete alkalische Reagenz muss in ausreichender Menge angewandt werden, um mit den schwachsauren Mercaptoverbindungen zu reagieren und Mercaptationen zu bilden. Man nimmt an, dass dies ein wesentlicher Schritt in der gesamten Oxydationsreaktion ist. Ein bevorzugtes alkalisches Reagenz stellt Natriumhydroxyd, (kaustische Soda), oder Kaliumhydroxyd (kaustische Pottasche) dar. Andere alkalische Reagenzien schliessen Lithiumhydroxyd, Rubidiumhydroxyd und Cesiumhydroxyd ein, obwohl diese Hydroxyde im allgemeinen teurer sind und deshalb für kommerzielle Verwendung nicht vorzuziehen sind.

   Vorzugsweise verwendete alkalische Lösungen enthalten zwischen ungefähr   1 Gew. /o    bis ungefähr 50   Gew.O/o    und insbesondere von ungefähr 5   Gew. /o    bis ungefähr 25   Gew. /o      Natriumhydroxyd    oder Kaliumhydroxyd in Wasser. In manchen Fällen können alkoholische Alkalilösungen als alkalische Reagenzien für sehr reaktionsträge Mercaptoverbindungen in manchen Kohlenwasserstoffdestillaten verwendet werden. Des weitern können andere Substanzen zum alkalischen Reagenz zugefügt werden, um die Löslichkeit der Mercaptoverbindungen zu erhöhen, wodurch eine Beschleunigung der Mercaptationenbildung erzielt wird.

   Typische Beispiele   füI    diese Substanzen sind: Natriumisobutyrat,   Ammonium-    hydroxyd, Dimethylsulfoxyd und andere hierfür gut bekannte Substanzen.



   Je nach der Art und der Konzentration der Mercaptoverbindungen, die im sauren Destillat enthalten sind, kann das Verhältnis von Volumen des alkalischen Reagenz zum Volumen des Kohlenwasserstoffdestillats in weiten Grenzen gewählt werden. Man ist bestrebt einen innigen Kontakt zwischen den beiden Phasen herbeizuführen, um eine geeignete   Überführungsge    schwindigkeit der Mercaptoverbindungen aus der Kohlenwasserstoffphase in die Alkaliphase zu erreichen.



  Normalerweise wird ein   Volumensverhäitnis    im Bereich von ungefähr 0,0001 bis ungefähr 1,0 gute Resultate ergeben, jedoch kann, wenn dies erwünscht ist, ein höheres Verhältnis angewandt werden. Das alkalische Reagenz kann in die Süssungsanlage entweder kontinuierlich oder intermittierend eingeführt werden. Die bevorzugte Ausführungsart des vorliegenden erfindungsgemässen Verfahrens, in welchem eine Zusammensetzung aus einer Phthalocyaninverbindung und Aktivkohle als Katalysator verwendet wird, wird so durchgeführt, dass die Katalysatorverbindung zuerst mit dem alkalischen Reagenz getränkt wird, sodann in die Vorrichtung eingeführt wird und nachfolgend periodisch wieder auf ihren ursprünglichen Gehalt an alkalischem Reagenz eingestellt wird, indem man intermittierend alkalisches Reagenz zuführt.



   Wie oben erwähnt. wird die Süssung des sauren Kohlenwasserstoffdestillats durch Oxydation der Mer  captoveibindungen    zu   Disulf;den    bewirkt. Dementsprechend ist ein Oxvdationsmittel in der Reaktionsmischung anwesend. Insbesondere wird dafür Sauerstoff bevorzugt. Ein wesentliches Merkmal des erfindungsgemässen Verfahrens ist es, dass die Menge des verwendeten Sauerstoffs   sor( > fältig      einaestellt    wird. um die Menge des Sauerstoffes. der in der Süssungsanlage vorhanden ist, unterhalb des 1,4-fachen Wertes der minimalen stöchiometrischen notwendigen Menge zur Bewirkung der Oxydation von sämtlichem Mercaptoschwefel in den sauren Kohlenwasserstoffdestillat zu bewirken, gehalten wird.

   Hiebei bezieht sich der oben genannte Wert auf sämtlichen Sauerstoff, der im System anwesend ist und der von allen beliebigen Quellen   stanimen    kann. Auf Grund der Tatsache, dass 1 Atom Sauerstoff 2 Atome Mercaptoschwefel zum korrespondierenden Disulfid oxydiert, muss der Sauerstoff in der Süssungsanlage in einer Menge von weniger als 0,70 Atomen Sauerstoff pro Atom Mercaptoschwefel vorhanden sein. Abhängig von der Konzentration des   Mercaptoschwefels    in dem Kohlenwasserstoffdestillat kann entweder genügend Sauerstoff von dem Kohlenwasserstoffdestillat mitgerissen oder gelöst werden, um diese kritische Bedingung zu erfüllen. In vielen Fällen ist die Menge des gelösten oder mitgerissenen Sauerstoffes um ein Mehrfaches grösser als diese kritische Menge.

   Dementsprechend ist es notwendig, eine wesentliche Menge dieses gelösten Sauerstoffes zu entfernen. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass dies wahrscheinlich der Grund ist, warum die bisherigen Verfahren nicht die gleichen guten Resultate des erfindungsgemässen   Verfahrens    liefern konnten. Bisher war man sich der kritischen Abhängigkeit der Farbbildungsreaktionen von der in der Reaktionsumgebung vorhandenen Sauerstoffmenge nicht bewusst und es wurde sogar die Anwendung von   über-    schüssigen Mengen an Sauerstoff empfohlen. Ganz im Gegensatz dazu hat   sich    nun herausgestellt, dass in vielen Fällen der Sauerstoff aus dem Kohlenwasserstoffdestillat entfernt werden sollte, bevor dieses in die Süssungsanlage eingeführt wird.

   Die besten Ergebnisse werden erhalten, wenn der   im    Kohlenwasserstoffdestillat gelöste überschüssige Sauerstoff im wesentlichen entfernt wird, bevor man das Destillat in die Süssungszone einführt. Dies wird in üblicherweise in jeder geeigneten Ausführungsform durchgeführt, wie z. B. durch Spülen des Kohlenwasserstoffdestillates mit Stickstoff oder einem geeigneten sauerstofffreien Gas. Gleicherweise ist es wichtig, dass die Menge der   [mitgerissenen    oder gelösten Luft, die im alkalischen Reagenz enthalten ist, sorgfältig eingestellt wird, um die Gesamtmenge des in die Süssunganlage eintretenden Sauerstoffes unterhalb der kritischen Grenze zu halten.

   In Fällen, wo es notwendig ist Sauerstoff in die Süssungsanlage einzuführen, kann das dadurch geschehen, dass man Luft in den Kontaktraum einperlen lässt, und zwar in einem eingestellten Verhältnis, sodass der gewünschte Anteil von Sauerstoff erreicht wird. Vorzugsweise ist der Sauerstoff in einem Ausmass vorhanden, welches im Bereich von 1,0 bis 1,4-mal dem stöchiometrisch notwendigen Ausmass zur Oxydation allen Mercaptoschwefels zu Disulfid notwendig ist. Das entspricht ungefähr 0,50 bis ungefähr 0,70 Atomen Sauerstoff pro Atom Mercaptoschwefel.



   Die Oxydationsbedingungen, die in der Süssungsanlage angewandt werden, sind nicht   kritisch    und können innerhalb weiter Grenzen gewählt werden.   Be.spielswei-    se wird die Süssungsreaktion im allgemeinen bei einer Temperatur von ungefähr Zimmertemperatur bis ungefähr 93   "C    ausgeführt, wenn man bei atmosphärischem Druck arbeitet, oder wenn dies erwünscht ist, bei einer höheren Temperatur, welche bis ungefähr   204  C    oder mehr reichen kann, wenn bei einem Druck gearbeitet wird, der über dem   Atmosphärendruck    liegt.   Üblicher    weise wird es vorgezogen eine Temperatur anzuwenden, die im Bereich von ungefähr 10   OC    bis ungefähr 66   0C    liegt.

   Die Wahl des Druckes ist davon abhängig, welche Temperatur gewählt wird, und der Druck wird so  eingestellt, dass die Löslichkeit der kritischen Menge an Sauerstoff im Kohlenwasserstoffdestillat gewährleistet ist. Typischerweise ergeben sich dadurch Drucke von ungefähr 0,68 bis ungefähr 10,2 Atmosphären   Über-    druck, die in der Süssungsanlage angewandt werden.



   Die Kontaktzeit der Reaktanten mit dem Katalysator kann allgemein gewählt werden, um den gewünsch  ten    Süssungsgrad zu erreichen und die   Reaktionszeit    kann innerhalb weiter Grenzen variieren, abhängig von der Art und der Konzentration der Mercaptoverbindungen, der Viskosität und Temperatur des sauren Destillates und der mittleren Lebensdauer des Katalysators. Im allgemeinen ist dies kein kritischer Parameter und er kann in weiten Bereichen gewählt werden und zwar von der Grössenordnung von Minuten bis ungefähr zur Grössenordnung von 5 Stunden oder mehr.

   In einer bevorzugten Ausführungsart, in welcher ein Bett aus Phthalocyanin-Katalysator, der sich auf einem körnigen Träger befindet, angewandt wird, wird es bevorzugt, eine   Raurnstundengeschwindigkeit    der Flüssigkeit im   Bereich'von    ungefähr 0,2 bis ungefähr 15,0 anzuwenden, wobei der Bereich von ungefähr 1 bis ungefähr 10 insbesondere bevorzugt ist. Die Raumstundengeschwindigkeit wird hier ausgedrückt als Volumen des Kohlenwasserstoffes, der der Süssungsanlage pro Stunde zugeführt wird, geteilt durch das Gesamtvolumen des Katalysators, das sich in der Süssungsanlage befindet.

 

   Das erfindungsgemässe Verfahren kann auf jede geeignete Weise ausgeführt werden und zwar entweder als Ansatzverfahren oder als kontinuierliches Verfahren.



  In einem Ansatzverfahren wird das saure Kohlenwasserstoffdestillat in eine Süssungsanlage eingeführt, die den Phthalocyanin-Katalysator, ein alkalisches Reagenz und Sauerstoff in den Mengen enthält, wie sie vorangehend spezifiziert wurden. Vorzugsweise wird die Süssungsanlage mit Rühreinrichtungen oder anderen Mischungsvorrichtungen ausgerüstet, um eine innige Vermischung zu erreichen.



   Bei einem kontinuierlichen Prozess kann das saure Ko stellt. Die Raumstundengeschwindigkeit der Flüssigkeit (LHSV) wurde während des Versuches, wie er in Tabelle I dargestellt ist, variiert. Das aus der Süssungsanlage austretende Material wurde in eine Präparieranlage übergeführt, wo sich eine Laugephase von del Phase des behandelten   Kohienwasserstoffdestillates    trennte. Die Phase des behandelten Kohlenwasserstoffdestillates wurde dann aus der Separierungsanlage entfernt, mit Wasser gewaschen, um mitgerissene Lauge zu entfernen, und dann über ein Salzbett geleitet, um restliches Wasser zu entfernen. An dieser Stelle wurde dann die Saybolt-Farbe des behandelten Destillates gemessen. Danach wurde das   Zbehandelte    Destillat durch ein Bett aus Attapulguston (attapulgus clay) geleitet.



  Daraufhin wurde die Sayboltfarbe des Produktes, das aus den Tonbetten austrat, gemessen. Diese Ergebnisse dieses Experimentes sind in der folgenden Tabelle   l    angegeben.  



     Tabelle I Zeit- Geschwindigkeit der LHSV überschüssiger Mercapto- Sayboltfarbe abschnitt zuführung des Kohlen- bezogen auf Sauerstoff, *) schwefel vor Ton- nach Ton No. wasserstoffausgangs- Kohlenwasser- ppm behand- behandmaterials, cm3/Std. stoff lung lung 1 200 2,0 8,5 4-6 17-16 30-21 2 200 2,0 8,5 5-6 12 21-20 3 500 5,0 3,1 8-9 19 17-19 4 500 5,0 3,1 6-8 21-19 28-23 5 500 5,0 3,1 7-5 18 20-22 6 500 5,0 3,1 7-6 18 22-21 *) Der Wert des Sauerstoff, der in die Testanlage eingeführt wurde, dividiert durch die stöchiometrische Menge von 14 ppm.     



   Aus dieser Tabelle können   einige    bezeichnende Ergebnisse ersehen werden. Erstens ist es offensichtlich aus der Kolonne, in welcher der Mercaptoschwefel in ppm angegeben ist, ersichtlich, dass sehr wenig   Mer-    captoschwefel in dem behandelten Destillat zurückbleibt.



  Weiter ist es aus den Zahlenangaben der Sayboltfarbe, insbesondere bei der Kolonne, die sich auf Angaben vor Tonbehandlung beziehen, klar, dass die Destillate bei der Ausführung dieser Behandlungsart eine wesentliche Farbverschlechterung erlitten haben. Im einzelnen zeigten die Ergebnisse für die Zeitspanne 1, dass die Farbe um 13 bis 14 Einheiten auf der   Saybolt-Skala    absank.



  Die Daten für die Zeitspanne 2 zeigen eine stärkere Verschlechterung bis zu einer   Saybolt-Zahl    von ungefähr 12, welche ungefähr einer leicht-gelblichen   Flüssig    keit entspricht. Am Ende der Zeitspanne 2 wurde die   Raumstundengeschwindigkeit    der Flüssigkeit auf ungefähr 5 erhöht. Das führte sofort zu einer leichten Verbesserung der   Farbcharakteristika    des behandelten   Materials.    Aber die Farbe hatte sich dennoch um ungefähr 11 Saybolt-Einheiten verschlechtert. Am Ende der Zeitspanne 3 wurde die Tonbettwirksamkeit erhöht, indem man ein weiteres Tonbett zufügte. Das führte sofort zu einer Erhöhung der Saybolt-Werte bei Material, das aus dem   Tonbett Behandlungsgerät    austrat.



  Jedoch war dies ein relativ vorübergehendes   Phenolen,    wie das auf Grund der   Tatsache,    dass das aus dem Tonbett ausströmende Produkt bald wieder einen Saybolt-Farbwert von ungefähr 20 annahm, ersichtlich ist.



  Schlussendlich ist es aus Tabelle I ersichtlich, dass eine wesentliche Farbverschlechterung während des Süssungsprozesses dieses Kerosines beobachtet wurde. Es ist eine Tatsache, da die hauptsächliche Verwendung dieses Materials aus Lampenkerosin besteht, dass eine gute Farbe dieses Produktes wesentlich für die Verkäuflichkeit ist. Daher ist es ein Erfordernis, dass die Saybolt-Farbe 25 oder besser ist, nachdem die Süssungsbehandlung durchgeführt wurde, um sicher zu gehen, dass das Produkt einen   Standardfarb-Stabilitätstest    passiert.



   In Übereinstimmung mit dem vorliegenden erfindungsgemässen Verfahren wurde die Süssungsanlage, die im obigen Versuch verwendet wurde, anschliessend modifiziert, indem man eine Aufstrom-Stickstoffspülanlage an der Süssungsanlage montierte. Der   Zweck    der Stickstoffspülung war der, den gelösten Sauerstoff mittels der Spülung mit Stickstoff zu entfernen. Eine kleine Menge des ursprünglichen Kerosines wurde neben der Stickstoffspülanlage vorbeigeführt und direkt in die Süssungsanlage eingeführt. Das Verhältnis der Menge des   gesättigten    Kerosines zur Menge des stickstoffgespülten Kerosines, das in die Süssungsanlage eingeführt wurde, wurde sodann dazu verwendet, um die Menge des anwesenden Sauerstoffes   du    der Süssungsanlage zu regulieren.

   Das war die einzige Quelle für den Sauerstoff, der zur Süssungsoperation notwendig ist. Die Luftzuführung wurde bei diesem Versuch unterbrochen.



  Die Bedingungen in der Süssungsanlage während dieses Versuches waren die gleichen wie sie für den Vergleichsversuch angegeben worden sind. Ebenso war die Menge des verwendeten Katalysators und die Menge des basischen Reagenz identisch. Die Ergebnisse für diesen zweiten Versuch sind in Tabelle II dargestellt.



   Tabelle II
Zeit- Geschwindigkeit der LHSV   Uberschüssi-    Mercapto-   Saybolt-    spanne Zuführung des Kohlen- ger Sauer- schwefel farbe
No.   wasserstoffaugangs-    stoff ppm materials,   cm /Std.   



   1 531 5,3 2,3 5-8 25-30
2 511   5,1.    1,4 5-10 26-30
3 405 4,0 0,6 14-24 29-30
4 520   15,2    1,1   ,6-11    27-29
Es sei festgestellt, dass die Zahlen, die in der Kolonne  Überschüssiger Sauerstoff  erscheinen, die Menge Sauerstoff darstellen, die   du    dem Ausgangsmaterial enthalten ist, dividiert durch die stöchiometrische Menge von 14 ppm, wobei keine weitere Sauerstoffzufuhr stattfand.



   Aus Tabelle II ist es wesentlich zu bemerken, dass die Kolonne  überschüssiger Sauerstoff , lediglich sich auf den Sauerstoff bezieht, der im   Kohlenwasserstoffde-    stillat gelöst ist, welcher in diesem Fall die gesamte
Sauerstoffmenge darstellt, die der Süssungsanlage zuge führt wird, und nicht die zusätzliche Sauerstoffmenge, die zugeführt wird, wie das in Tabelle I geschieht.



  Weiters muss man beachten, dass der in Tabelle II dargestellte Versuch in einer Anlage ausgeführt wurde, in welcher der behandelte Kohlenwasserstoff aus dem Separator entfernt wurde und nicht in eine Tonbehandlungsanlage eingeführt wurde. Daher beziehen sich die Zahlen, die in der Kolonne  Saybolt-Farbe  angegeben sind, auf das Produkt an behandeltem Destillat aus der Süssungsanlage. Aus Tabelle II ist es klar ersichtlich, dass die Menge des gelösten Sauerstoffes in dem   Kohlenwasserstoffausgangsmaterialstrotm    ein kritischer Parameter ist, der bei der Durchführung dieses Verfahrens zu beachten ist.

   Beispielsweise zeigt sich bei der Periode 1, dass, wenn der Sauerstoff, der in dem   Kerosinausgangsmaterial gelöst ist, auf einen Wert von 2,3-mal dem stöchiometrisch Ausmass, das theoretisch notwendig zur Oxydation allen Mercaptoschwefels not wendig ist, die Menge des zurückbleibenden Mercapto schwefels in dem behandelten Kohlenwasserstoffdestillat im Bereich von 5 bis ungefähr 8 ppm lag, wobei eine entsprechende Saybolt-Farbe zwischen 25 bis 30 variier te. Im Zeitabschnitt 2, wobei der gelöste Sauerstoff auf einen Wert des 1,4-fachen des stöchiometrischen Ausmasses gehalten wurde, variierte der Mercaptoschwefel im behandelten Produkt zwischen 5 und 10 ppm, wobei eine leichte Abnahme der Variation der Saybolt-Farbwerte im Gegensatz zu den für die erste Periode berichteten Werten eintrat.

   In der Zeitspanne 3, wurde der im   Ausgangsmaterial    gelöste Sauerstoff bei einem Wert gehalten, der wesentlich unterhalb der stöchiometrischen Menge lag.   Folgerichtigerweise    war der verbleibende Mercaptoschwefel im behandelten Kerosin nicht so vollständig oxydiert und variierte zwischen 14 und 24 ppm., wobei eine entsprechende Variation der   5ay-    bolt-Farbwerte von 29 bis 30 auftrat. In der letzten Zeitspanne ist es ersichtlich, dass beim Einstellen des Sauerstoffwertes auf ungefähr 1,1-mal der stöchiometrischen Menge sich ein Wert des verbleibenden Mercaptoschwefels zwischen 6 und 11 ppm ergab, mit einer entsprechenden Variation in der Saybolt-Farbe von 27 bis 29.

   Aus all dem wird es ziemlich klar, dass die Menge des gelösten Sauerstoffes der wesentliche   Para-    meter in der Beherrschung der Farbverschlechterung ist.



  Wenn es erwünscht ist die Farbverschlechterung auf zwei oder drei Saybolt-Einheiten zu begrenzen, ist es notwendig, die Menge des Sauerstoffes, der in die Süssungsanlage eintritt, auf einen Wert unterhalb 1,4mal der stöchiometrischen, theoretisch notwendigen Menge zur Erzielung der Oxydation von allem Mercaptoschwefel, der im Ausgangsmaterial enthalten ist, zu halten.



   Dieses Beispiel zeigt deutlich die bestimmende Wichtigkeit der Menge des Sauerstoffes, die in die Süssungsanlage während der Reaktion eintritt und die entsprechende scharfe Abhängigkeit der Farbverschlech terung während der Behandlung bezüglich dieses Parameters.



   Beispiel 2
Ein anderes käuflich erhältliches Kerosin, das einen Siedebeginn von 188   OC    und ein Siedeende von 271   "C    zeigte, einen Mercaptoschwefelgehalt von 390 ppm pro Gewicht, 100 ppm gelösten Sauerstoff und eine Sayboltfarbe von 30 aufwies, wurde in   leinem    Süssungsprozess behandelt wobei eine Phthalocyaninverbindung verwendet wurde, die entsprechend der Herstellungsmethode, die in Beispiel 1 angegeben wurde, dargestellt wurde.



  Das Kerosin, eine gleiche Menge   Natriumhydroxydlö-    sung, die ein spezifisches Gewicht von 1,074 bei 15,6   "C    aufwies und ein   Überschuss    an Luft wurden mit dem Katalysator in einem Ansatzverfahren während 30 Minuten bei 49   OC    und 6,8 Atmosphären Überdruck behandelt.



   Das behandelte Kerosin wurde dekantiert und es enthielt   5 ppm    Mercaptoschwefel und hatte eine Saybolt-Farbe von 0.



     ,Es    wurde sodann ein zweiter Versuch durchgeführt, der dem erfindungsgemässen Verfahren entsprach.   IDie    Menge des Sauerstoffes, welche in der Süssungsanlage vorhanden war, wurde auf   Idas    1,2-fache der stöchiome  tisch    notwendigen Menge zur Oxydation des Mercaptoschwefels zu Disulfid begrenzt. Da das Kohlenwasserstoffdestillat jedoch das 1,03-fache des benötigten   tSau-    erstoffes enthält, ist es notwendig, nur eine kleine Menge Sauerstoff in die Umwandlungsanlage einzuführen. Die Süssung wurde dann bei den gleichen Bedingungen durchgeführt, wie dies zuerst für den Vergleichsversuch angewandt wurde.



   Das behandelte Destillat aus der Süssungsanlage wurde entfernt und der Analyse unterworfen, welche zeigte, dass der Mercaptoschwefelgehalt nun bei ungefähr 10 ppm liegt und die Saybolt-Farbe ungefähr 28 beträgt.



   Beispiel 3
Ein Düsentreibstoff, der einen Siedebeginn von 97   OC    und ein Siedeende von 244   OC,    einen Mercaptoschwefelgehalt von 60 ppm, eine Saybolt-Farbe von   +30    und 30 ppm phenolische Komponenten aufweist, wird auf die gleiche Art gesüsst, wie das im ersten Versuch des Beispieles 2 beschrieben. Der behandelte Treibstoff hatte nachher 9 ppm Mercaptoschwefel und eine Saybolt-Farbe von +17.



   Ein zweiter Versuch mit diesem Düsentreibstoff wurde dann so ausgeführt, dass der Sauerstoffgehalt auf das   1,1 -fache    der stöchiometrisch notwendigen Menge zur Oxydation der Mercaptoverbindungen zu Disulfiden eingestellt wurde. Diese Sauerstoffbegrenzung wurde dadurch erreicht, dass man im wesentlichen den ganzen Sauerstoff, der in dem Ausgangsmaterial enthalten war, mit Stickstoff ausspülte und dann die genaue Menge an Luft einführte, um   Iden    Sauerstoffgehalt einzustellen, der gewünscht war. Wenn nun das behandelte Destillat dieses letzteren Testes analysiert wurde, stellte sich heraus, dass es 15 ppm Mercaptanschwefel enthielt, aber eine   Sayboft-Farbe    von   +28    aufwies.



   Aus der vorangehenden Beschreibung des erfin  dungsgemässen    Verfahrens, ist es ersichtlich, dass somit ein neues und wesentlich verbessertes Verfahren zur Süssung   Farbverschlechterungsempfindlicher    Destillate zur Verfügung steht.



   PATENTANSPRUCH 1
Verfahren zur Süssung eines sauren Kohlenwasserstoffdestillats, das bei Anwendung eines   phthalocyanin    katalysierten Süssungsprozesses eine Farbverschlechterung um mindestens 8 Saybolt-Einheiten erleidet, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Süssung durchführt, bei der die Farbverschlechterung weniger als 3 Saybolt-Einheiten beträgt, indem man Mercaptoschwefelverbindungen, die in dem Destillat enthalten sind, in Anwesenheit eines alkalischen Reagenz, eines Phthalocyanin-Katalysators und Sauerstoff oxydiert, wobei die Menge an Sauerstoff geringer ist, als etwa 0,70 Atome Sauerstoff pro Atom Mercaptoschwefel.



   UNTERANSPRÜCHE
1. Verfahren nach Patentanspruch   I,    dadurch gekennzeichnet, dass die Mercaptoschwefelverbindungen in Anwesenheit von Sauerstoff oxydiert werden, der in einer Menge zwischen etwa 0,50 bis etwa 0,70 Atome Sauerstoff pro Atom Mercaptoschwefel vorliegt. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **. Kerosinausgangsmaterial gelöst ist, auf einen Wert von 2,3-mal dem stöchiometrisch Ausmass, das theoretisch notwendig zur Oxydation allen Mercaptoschwefels not wendig ist, die Menge des zurückbleibenden Mercapto schwefels in dem behandelten Kohlenwasserstoffdestillat im Bereich von 5 bis ungefähr 8 ppm lag, wobei eine entsprechende Saybolt-Farbe zwischen 25 bis 30 variier te. Im Zeitabschnitt 2, wobei der gelöste Sauerstoff auf einen Wert des 1,4-fachen des stöchiometrischen Ausmasses gehalten wurde, variierte der Mercaptoschwefel im behandelten Produkt zwischen 5 und 10 ppm, wobei eine leichte Abnahme der Variation der Saybolt-Farbwerte im Gegensatz zu den für die erste Periode berichteten Werten eintrat.
    In der Zeitspanne 3, wurde der im Ausgangsmaterial gelöste Sauerstoff bei einem Wert gehalten, der wesentlich unterhalb der stöchiometrischen Menge lag. Folgerichtigerweise war der verbleibende Mercaptoschwefel im behandelten Kerosin nicht so vollständig oxydiert und variierte zwischen 14 und 24 ppm., wobei eine entsprechende Variation der 5ay- bolt-Farbwerte von 29 bis 30 auftrat. In der letzten Zeitspanne ist es ersichtlich, dass beim Einstellen des Sauerstoffwertes auf ungefähr 1,1-mal der stöchiometrischen Menge sich ein Wert des verbleibenden Mercaptoschwefels zwischen 6 und 11 ppm ergab, mit einer entsprechenden Variation in der Saybolt-Farbe von 27 bis 29.
    Aus all dem wird es ziemlich klar, dass die Menge des gelösten Sauerstoffes der wesentliche Para- meter in der Beherrschung der Farbverschlechterung ist.
    Wenn es erwünscht ist die Farbverschlechterung auf zwei oder drei Saybolt-Einheiten zu begrenzen, ist es notwendig, die Menge des Sauerstoffes, der in die Süssungsanlage eintritt, auf einen Wert unterhalb 1,4mal der stöchiometrischen, theoretisch notwendigen Menge zur Erzielung der Oxydation von allem Mercaptoschwefel, der im Ausgangsmaterial enthalten ist, zu halten.
    Dieses Beispiel zeigt deutlich die bestimmende Wichtigkeit der Menge des Sauerstoffes, die in die Süssungsanlage während der Reaktion eintritt und die entsprechende scharfe Abhängigkeit der Farbverschlech terung während der Behandlung bezüglich dieses Parameters.
    Beispiel 2 Ein anderes käuflich erhältliches Kerosin, das einen Siedebeginn von 188 OC und ein Siedeende von 271 "C zeigte, einen Mercaptoschwefelgehalt von 390 ppm pro Gewicht, 100 ppm gelösten Sauerstoff und eine Sayboltfarbe von 30 aufwies, wurde in leinem Süssungsprozess behandelt wobei eine Phthalocyaninverbindung verwendet wurde, die entsprechend der Herstellungsmethode, die in Beispiel 1 angegeben wurde, dargestellt wurde.
    Das Kerosin, eine gleiche Menge Natriumhydroxydlö- sung, die ein spezifisches Gewicht von 1,074 bei 15,6 "C aufwies und ein Überschuss an Luft wurden mit dem Katalysator in einem Ansatzverfahren während 30 Minuten bei 49 OC und 6,8 Atmosphären Überdruck behandelt.
    Das behandelte Kerosin wurde dekantiert und es enthielt 5 ppm Mercaptoschwefel und hatte eine Saybolt-Farbe von 0.
    ,Es wurde sodann ein zweiter Versuch durchgeführt, der dem erfindungsgemässen Verfahren entsprach. IDie Menge des Sauerstoffes, welche in der Süssungsanlage vorhanden war, wurde auf Idas 1,2-fache der stöchiome tisch notwendigen Menge zur Oxydation des Mercaptoschwefels zu Disulfid begrenzt. Da das Kohlenwasserstoffdestillat jedoch das 1,03-fache des benötigten tSau- erstoffes enthält, ist es notwendig, nur eine kleine Menge Sauerstoff in die Umwandlungsanlage einzuführen. Die Süssung wurde dann bei den gleichen Bedingungen durchgeführt, wie dies zuerst für den Vergleichsversuch angewandt wurde.
    Das behandelte Destillat aus der Süssungsanlage wurde entfernt und der Analyse unterworfen, welche zeigte, dass der Mercaptoschwefelgehalt nun bei ungefähr 10 ppm liegt und die Saybolt-Farbe ungefähr 28 beträgt.
    Beispiel 3 Ein Düsentreibstoff, der einen Siedebeginn von 97 OC und ein Siedeende von 244 OC, einen Mercaptoschwefelgehalt von 60 ppm, eine Saybolt-Farbe von +30 und 30 ppm phenolische Komponenten aufweist, wird auf die gleiche Art gesüsst, wie das im ersten Versuch des Beispieles 2 beschrieben. Der behandelte Treibstoff hatte nachher 9 ppm Mercaptoschwefel und eine Saybolt-Farbe von +17.
    Ein zweiter Versuch mit diesem Düsentreibstoff wurde dann so ausgeführt, dass der Sauerstoffgehalt auf das 1,1 -fache der stöchiometrisch notwendigen Menge zur Oxydation der Mercaptoverbindungen zu Disulfiden eingestellt wurde. Diese Sauerstoffbegrenzung wurde dadurch erreicht, dass man im wesentlichen den ganzen Sauerstoff, der in dem Ausgangsmaterial enthalten war, mit Stickstoff ausspülte und dann die genaue Menge an Luft einführte, um Iden Sauerstoffgehalt einzustellen, der gewünscht war. Wenn nun das behandelte Destillat dieses letzteren Testes analysiert wurde, stellte sich heraus, dass es 15 ppm Mercaptanschwefel enthielt, aber eine Sayboft-Farbe von +28 aufwies.
    Aus der vorangehenden Beschreibung des erfin dungsgemässen Verfahrens, ist es ersichtlich, dass somit ein neues und wesentlich verbessertes Verfahren zur Süssung Farbverschlechterungsempfindlicher Destillate zur Verfügung steht.
    PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Süssung eines sauren Kohlenwasserstoffdestillats, das bei Anwendung eines phthalocyanin katalysierten Süssungsprozesses eine Farbverschlechterung um mindestens 8 Saybolt-Einheiten erleidet, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Süssung durchführt, bei der die Farbverschlechterung weniger als 3 Saybolt-Einheiten beträgt, indem man Mercaptoschwefelverbindungen, die in dem Destillat enthalten sind, in Anwesenheit eines alkalischen Reagenz, eines Phthalocyanin-Katalysators und Sauerstoff oxydiert, wobei die Menge an Sauerstoff geringer ist, als etwa 0,70 Atome Sauerstoff pro Atom Mercaptoschwefel.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Mercaptoschwefelverbindungen in Anwesenheit von Sauerstoff oxydiert werden, der in einer Menge zwischen etwa 0,50 bis etwa 0,70 Atome Sauerstoff pro Atom Mercaptoschwefel vorliegt.
    2. Verfahren rracld Patentanspruch I, dadurch ge
    kennzeichnet, dass das Kohlenwasserstoffdestillat ein Anteil eines Roh-Erdöls, einer Mischung von Kohlenwasserstoffen, eines Schieferöles oder eines Kohlenteerdestillates ist und vorzugsweise ein im Kerosinsiedebereich siedendes Destillat darstellt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Phthalocyanin-Katalysator ein sulfoniertes Metallphthalocyanin enthält.
    4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das im Katalysator enthaltene sulfonierte Metallphthalocyanin ein sulfoniertes Cobalt Phthalocyanin und/oder ein sulfoniertes Vanadin-Phthalocyanin ist.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1 bis d, dadurch gekennzeichnet, dass der Phthalocyanin-Katalysator sich auf einem Träger material befindet.
    6. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermaterial Kohle, insbesondere Aktivkohle, enthält.
    7. Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1 bis 4, dadurch igekennzeichnet, dass das alkalische Reagenz eine wässrige Lösung eines Alkalimetallhydroxyds enthält.
    8. Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Alkalimetallhydroxyd Natriumhydroxyd und/oder Kaliumhydroxyd ist.
    9. Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge an Sauerstoff, die in dem Kohlenwasserstoff- destillat enthalten ist, vor dem Süssungsverfahren vermindert wird, indem man das Destillat mit einem Gas behandelt, das im wesentlichen frei von Sauerstoff ist.
    10. Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die einzige Sauerstoffquelle der Sauerstoff ist, der in dem Kohlenwasserstoffdestillat und in dem alkalischen Reagenz gelöst ist.
    11. Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Süssungsverfahren bei einer Temperatur im Bereich von etwa 10 C bis etwa 66 "C und bei einem Druck im Bereich von etwa 0,68 atü bis etwa 10,2 atü durchgeführt wird.
    PATENTANSPRUCH II Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch 1 gesüsster Treibstoff oder gesüsstes Brennöl.
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