Verfahren und Einrichtung zum Garnanstücken und Verknoten zum
Zeitpunkt eines Garnbruchs beim Spinnen mit offenem Ende
Diese Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Garnanstücken und Verknoten zum Zeitpunkt eines Garnbruchs beim Spinnen mit offenem Ende, bei welchem Spinnen abgespaltene Fasern in einen mit hoher Geschwindigkeit rotierenden Spinnrotor geführt werden, so dass die abgespaltenen Fasern ununterbrochen an einer Fasersammelfläche des Spinnrotors abgeschieden werden und ein Faserbündel von der Fasersammelfläche kontinuierlich abgenommen und bei hoher Rotationsgeschwindigkeit des Spinnrotors verdrillt wird, wobei kontinuierlich ein verdrilltes Garn aus einer Abfuhröffnung des Spinnrotors abgeführt und aus diesem schliesslich eine Garnpackung gebildet wird.
Beim Spinnen mit der Spinnmaschine mit offenem Ende wurde allgemein das Garnanstücken und die dazu erforderliche Einrichtung als wichtiger Faktor betrachtet, um die günstigsten Ergebnisse in der Praxis zu erzielen.
Während des Spinnens mit offenem Ende bricht nämlich ein vom Spinnrotor kommendes Garn manchmal. In einem solchen Falle wird das äusserste Ende eines Garns aus einer Packung in den Spinnrotor zurückgeführt, so dass es das Ende der oben erwähnten Faseransammlung im Rotor berührt, um das Garnanstücken ausführen zu können. Es sind verschiedene Rückführmethoden älterer Veröffentlichungen beschrieben worden. Ferner muss zum Zeitpunkt des Anfahrens des Spinnens mit der oben erwähnten Spinnmaschine mit offenem Ende das oben er wähnte Zurückführen des Garns in den Spinnrotor praktisch durchgeführt werden können.
Beim Anstücken ist es erforderlich, das Garnende zu der Faseransammlung mit der korrekten Länge und im richtigen Augenblick und mit der richtigen Geschwindigkeit zurückzuführen, so dass das Anstücken erfolgreich an der Oberfläche der Faseransammlung vonstatten geht. Durch dieses Anstükken werden jedoch häufig Garnfehler erzeugt; daher wird bei der praktischen Garnerzeugung mit der Spinnmaschine mit offenem Ende das Zurückspulen zur Entfernung dieser Garndefekte immer verwendet.
Der Erfindung liegt das Bestreben zu Grunde, die oben erwähnten Nachteile beim Spinnen mit offenem Ende zu vermeiden und eine praktisch brauchbare Methode und eine Einrichtung zum Anstücken und Verknoten für eine Spinnmaschine mit offenem Ende zu schaffen.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass es folgende Schritte aufweist: - Zuführen eines Garns zur Abfuhröffnung, bis ein Ende des Garns eine wirksame Zone der Zentrifugalkraft erreicht, die durch die Hochgeschwindigkeitsrotation des Spinnrotors erzeugt wird, so dass das Gamende mit dem Faserbündel angestückt wird, - Aufnehmen eines verdrillten Garns von der Abfuhröffnung des Spinnrotors, so dass ein Oberstromgarn gebildet wird, - Wiederaufnehmen eines abgebrochenen Endes des Garns von der Garnpackung und Aufwinden einer bestimmten Garnlänge der Garnpackung,
so dass ein Unterstromgarn gebildet wird, - Einführen des Unterstromgarns und des Oberstromgarns längs eines vorbestimmten Durchlasses in dichter Parallelstellung zueinander, - Verknoten beider Garne an einer Stelle des vorbestimmten Durchlasses und - Abschneiden der überschüssigen Länge des Oberstromgarns, welche einen vom Garnanstücken stammenden Abschnitt sowie einen Überschussabschnitt des Unterstromgarns aufweist, worauf das verknotete Garn an einem normalen Spinngarndurchlass so angeordnet wird, dass der normale Spinnprozess kontinuierlich durchgeführt werden kann.
Die erfindungsgemässe Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie folgende Bestandteile aufweist: - Eine Vorrichtung zum Einführen eines Garnendes in die Abfuhröffnung des Spinnrotors im Falle eines Garnbruchs, bis das Ende eine wirksame Zone der Zentrifugalkraft erreicht, die durch Hochgeschwindigkeitsrotation des Spinnrotors erzeugt wird, so dass ein Garnanstücken durchgeführt werden kann, - eine Vorrichtung zur Wiederaufnahme eines gebrochenen Garnendes von der Packung und Abwickeln von der Packung, - eine Vorrichtung zur Einführung eines Oberstromgarns, das kontinuierlich von der Abfuhröffnung abgenommen wird, sowie eines Unterstromgarnes, das von der Garnpackung längs eines vorbestimmten Durchlasses abgewickelt worden ist, - eine Verknotungsvorrichtung zum Verknoten beider Garne an einer Stelle des vorbestimmten Durchlasses,
wobei das Oberstromgarn, das einen vom Garnanstücken stammenden Abschnitt aufweist und ein überschuss-Un- terstromgarn nach der Beendigung des Verknotens abgeschnitten wird und wobei die verknoteten Garne in ihren ursprünglichen Spinndurchlass zurückgeführt werden, so dass ein normaler Spinnprozess kontinuierlich durchgeführt werden kann.
Im folgenden wird der Erfindungsgegenstand anhand der Zeichnungen rein beispielsweise näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in schaubildlicher Darstellung eine Ausführungsform der Einrichtung, die aus Darstellungsgründen teilweise aufgeschnitten ist,
Fig. 2 ausschnittweise eine Seitenansicht einer Spinnmaschine mit offenem Ende, an der sich eine Ausführungsform gemäss Fig. 1 befindet,
Fig. 3 in derselben Darstellung wie Fig. 2 eine Seitenansicht, die einen anderen Arbeitsschritt der beschriebenen Ausführungsform zeigt,
Fig. 4 in schaubildlicher Darstellung ausschnittsweise eine Vorrichtung zur Zuführung eines zusätzlichen Garns in einen Spinnrotor im Falle eines Garnbruchs,
Fig. 5 eine Draufsicht auf die Vorrichtung der Fig. 4, wobei einige Teile zur Verdeutlichung entfernt worden sind,
Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie VI-VI der Fig. 5,
Fig.
7 eine Draufsicht auf eine Vorrichtung zum Halten eines zusätzlichen Garns,
Fig. 8 einen Schnitt längs der Linie VIII-VIII der Fig. 7,
Fig. 9 in schaubildlicher Darstellung ausschnittweise eine Ansicht der Garnansaugvorrichtung und Schneidvorrichtung der Ausführungsform der Fig. 1,
Fig. 10 und 11 ausschnittweise schaubildliche Darstellungen von Teilen zum selbsttätigen Einfädeln der Ausführungsform der Fig. 1,
Fig. 12 und 13 ausschnittweise und in schaubildlicher Darstellung Vorrichtungen zum Führen des Garns und zum Verknoten desselben, die zur Ausführungsform der Fig. 1 gehören,
Fig. 14 ausschnittweise in Seitenansicht verschiedene Arbeitsschritte der beschriebenen Ausführungsform,
Fig. 15 Arbeitsdiagramme, die die Arbeitsweise der Ausführungsform der Fig. 1 und das Zusammenwirken der einzelnen Bauteile erläutern,
Fig.
16 in ähnlicher Darstellung, wie in den Fig. 2 und 3, eine Seitenansicht, wobei jedoch das zusätzliche Garn für das Anstücken fortgelassen worden ist,
Fig. 17 in schaubildlicher Darstellung ausschnittweise eine Überführungsvorrichtung für die Einrichtung der Fig. 16,
Fig. 18 eine Seitenansicht einer Gamhaltevorrichtung der Einrichtung der Fig. 16,
Fig. 19 einen Schnitt längs der Linie XVII-XVII der Fig. 18 und
Fig. 20 in schaubildlicher Darstellung ein Bauteil der in Fig. 16 gezeigten Einrichtung, der dem Bauteil der Fig. 4 entspricht.
Wie bereits erwähnt, kann die beschriebene Ausführungsform vorzugsweise zur Durchführung des Garnanstückens auf zwei verschiedene Arten benutzt werden; das Garnanstücken unter Benutzung eines zusätzlichen Garns und das bekannte Garnanstücken beim Spinnsystem mit offenem Ende. Daher wird die Wirkungsweise der Einrichtung im folgenden mit zwei Ausführungsformen beschrieben, die den beiden oben erwähnten verschiedenen Arten des Garnanstückens entsprechen.
Die Fig. 1-15 zeigen eine Ausführungsform unter Verwendung eines zusätzlichen Garns beim Garnanstücken und werden im folgenden näher erläutert. Bei dieser Ausführungsform wird der Hauptteil der Einrichtung gemäss der ersten Ausführungsform durch folgende Bestandteile gebildet: - Eine Vorrichtung zum Anstücken eines zusätzlichen Garns mit einem Faserbündel, das an einer Sammelfläche des Spinnrotors gebildet wird, - einen Mechanismus zur Wiederaufwicklung einer bestimmten Länge von Garn von einer Packung einer Spinneinheit, - eine Vorrichtung zur Verknotung eines normalen, vom Spinnrotor unmittelbar nach dem oben erwähnten Anstücken abgenommenen Garnabschnitts mit dem Garnabschnitt, der von der Packung abgewickelt worden ist.
Es sind ferner verschiedene zusätzliche Vorrichtungen vorgesehen, wie z.B. eine Vorrichtung zur Feststellung eines Garnbruchs, ein Mechanismus zum Anhalten der Einrichtung an der genauen Arbeitsstellung vor der Spinneinheit, ein Mechanismus zur Bestätigung der Beendigung des Verknotens usw. Die oben erwähnten zusätzlichen Vorrichtungen sind in den folgenden Patentschriften derselben Anmelderin beschrieben, werden aber im folgenden nicht in allen Einzelheiten behandelt:
U.S.-Patent 3540200,
Schweiz. Patent 482850,
Britisches Patent 1186946,
Französisches Patent 1576278 und
Deutsches Patent P 1760259,4.
Zum leichten Verständnis der Wirkungsweise der ersten Ausführungsform wird der Aufbau dieser Ausführungsform und das Zusammenwirken der einzelnen Teile im folgenden näher erläutert.
Wenn in einer Spinneinheit einer Spinnmaschine 200 mit offenem Ende ein Garnbruch auftritt, so wird die Zufuhr des Garns von der Garnzufuhröffnung 204 eines Spinnrotors 203 unterbrochen; auf diese Weise kann ein Paar Aufnahmewalzen 206, 207 ein Garn ohne Durchhängen vom Spinnrotor 203 abnehmen. Unter diesen Umständen befindet sich ein Fühler 209, der an jeder Spinneinheit befestigt ist, in Arbeitsstellung, so dass eine nicht dargestellte Betätigungsvorrichtung in Betrieb gesetzt wird. Wenn diese Betätigungsvorrichtung in Betrieb gesetzt wird, werden die Zufuhr der abgespaltenen Fasern zum Spinnrotor und die Aufwickelbewegung zur Herstellung einer Garnpackung unterbrochen.
Eine Fördervorrichtung 160 der Einrichtung zum Garnanstücken und Verknoten wird an einer nicht dargestellten Führungsschiene befestigt, die an der Spinnmaschine mit offenem Ende so angeordnet ist, dass die Führungsvorrichtung 160 in Längsrichtung der Spinnmaschine 200 verschoben werden kann, und zwar dicht bei, vor und jeder Spinnmaschine direkt gegenüberliegend. Eine Vielzahl von Klammern zur Abstützung von Bauteilvorrichtungen der Einrichtung ist mit der Rückwand 161, und den Seitenwänden 162, 163 der Förderrichtung 160 verbunden. Die Fördervorrichtung 160 ist mit einer Vorrichtung zur Feststellung des Garnbruchs bei allen Spinneinheiten der Spinnmaschine mit offenem Ende versehen.
Die Fördervorrichtung 160 ist auch mit einem automatischen Positioniermechanismus versehen, der durch ein Ausgangssignal der oben erwähnten Detektorvorrichtung betätigt wird. Die Detektorvorrichtung und die Positio niervorrichtung sind in den oben genannten Patentschriften näher erläutert, so dass auf sie nicht näher eingegangen werden muss.
Wenn die nicht dargestellte Detektorvorrichtung an der Fördervorrichtung 160 während der Bewegung der Fördervorrichtung 160 in Längsrichtung der Spinnmaschine mit offenem Ende einen Garnbruch feststellt, so wird die nicht dargestellte Positioniervorrichtung betätigt, so dass die Fördervorrichtung 160 in ihrer Arbeitsstellung angehalten wird.
Wenn die Fördervorrichtung 160 in ihrer genauen Arbeitsstellung angeordnet ist, dann hält eine Haltevorrichtung ein zusätzliches Garn, und zwar so, dass sich das Ende des Garns direkt unterhalb des Spinnrotors befindet, wo ein Ansaugluftstrom in die Zufuhröffnung einströmt.
Wenn das Halten des Garnendes durch die Haltevorrichtung freigegeben wird, dann wird das oben erwähnte Garnende in die Zufuhröffnung des Spinnrotors durch den oben erwähnten Saugluftstrom eingesogen. Zwischen der Haltevorrichtung und der Vorrichtung zur Zuführung des zusätzlichen Garns ist eine Vorrichtung zur Schaffung einer Garnreserve angeordnet.
Bevor das Garnende in die Zufuhröffnung des Spinnrotors eingeführt wird, wird eine bestimmte Länge des zusätzlichen Garns in der Vorrichtung zur Schaffung einer Garnreserve in Bereitschaft gehalten; auf diese Weise wird jeder Widerstand gegen das oben erwähnte Zuführen des Endes des zusätzlichen Garns in den Spinnrotor beseitigt und es wird auf diese Weise bewirkt, dass das Zuführen des oben erwähnten Garnendes möglich ist bis das Garnende eine wirksame Zone der Zentrifugalkraft erreicht, die durch die Hochgeschwindigkeitsrotation des Spinnrotors erzeugt wird.
Als nächstes wird die Zufuhr der abgespaltenen Fasern in den Spinnrotor und die Bewegung der Aufnahmerollen von neuem begonnen, und zwar gleichzeitig, um das Anstücken des Endes des zusätzlichen Garns mit einem Faserbündel zu vervollständigen, das an der Sammelfläche des Spinnrotors aufgesammelt worden ist. Wenn die Bewegung der Aufnahmewalze beginnt, wird das zusätzliche Garn in der oben erwähnten Vorrichtung zur Schaffung einer Garnreserve durchgeschnitten; eines der durchgeschnittenen Enden wird einer ersten Ansaugvorrichtung zugeführt, um das von den Aufnahmewalzen zugeführte Garn aufzunehmen. Das durch die erste Ansaugvorrichtung aufgenommene Garn wird im folgenden als Oberstromgarn bezeichnet.
Zur gleichen Zeit mit der oben erwähnten Operation wird eine Garnpackung durch einen Aufwickelmechanismus wieder aufgewickelt, so dass ein gebrochenes Garnende durch eine zweite Ansaugvorrichtung wieder aufgenommen wird, die an der Fördervorrichtung 160 befestigt ist. Als nächstes wird das wiederaufgenommene Garnende in eine Stellung gebracht, um das Verknoten durchzuführen. Das von der Packung wieder aufgewickelte und in die Stellung für das Verknoten gebrachte Garn wird im folgenden als Unterstromgarn bezeichnet.
Wenn das Oberstromgarn und das Unterstromgarn in die Stellung zum Verknoten gebracht werden, wird die auf der Fördervorrichtung 160 befestigte Verknotungsvorrichtung betätigt, so dass das Verknoten ausgeführt wird; dabei werden überschüssige Abschnitte von Oberstromgarn und Unterstromgarn abgeschnitten und entfernt; dann wird der verknotete Garnabschnitt von der Verknotungsvorrichtung befreit, so dass der normale Spinnprozess fortgesetzt werden kann. Bei den oben erwähnten Arbeitsschritten werden die Bewegungen der einzelnen Bestandteile selbsttätig durch einen Nocken Programmiermechanismus gesteuert, der durch einen Motor angetrieben wird. Der genannte Mechanismus wird so ausgelegt, dass er die oben erwähnten Arbeitsschritte bei einer Umdrehung der Motorwelle beendet.
Vorrichtung zum Anstücken eines zusätzlichen Garns
Bei der beschriebenen Ausführungsform weist die Vorrichtung zum Anstücken eines zusätzlichen Garns mit einem Faserbündel, das auf der Sammelfläche des Spinnrotors 203 abgeschieden worden ist, folgende Bestandteile auf: - Einen Zuführmechanismus 1 zum Zuführen eines zusätzlichen Garns, - eine Haltevorrichtung 21 zum Halten eines Endes des zusätzlichen Garns und zum Einführen des Endes des Garns in eine Stellung dicht unterhalb des Spinnrotors 203, - eine Fühler-Steuervorrichtung 50, - eine erste Ansaugvorrichtung Sl zur Aufnahme des Oberstromgarns, - einen Abwickelmechanismus zur Aufnahme einer bestimmten Länge des Garns von einer Garnpackung einschliesslich einer Vorrichtung zur Abstützung eines Fusshebels und einer Vorrichtung zum Drehen der Garnpackung in die Abwickelrichtung, - eine zweite
Ansaugvorrichtung, um das Garnende darin aufzunehmen.
In den beiliegenden Zeichnungen sind die oben erwähnten Bauteile durch die Bezugszeichen 141, 123 und S gekennzeichnet. Eine Verknotungsvorrichtung, die auf der Fördervorrichtung 160 befestigt ist, weist ein Paar von Führungsdrähten 106, 108 sowie eine Verknotungsvorrichtung 75 auf.
Wie insbesondere die Fig. 2 zeigt, ist die Haltevorrichtung 21 dicht an den Zuführmechanismus 1 in Wartestel- lung angeordnet; auf diese Weise läuft das zusätzliche Garn 401 von einer Gamrolle 400 durch die Haltevorrichtung 21 und die Zuführvorrichtung 1, wogegen ein oberes Ende des Garns 402 unter der oberen Oberfläche der Haltevorrichtung 21 herausragt.
Die Zuführvorrichtung 1 ist mit einer Zuführwalze 2 und einer Antriebswalze 3 versehen, wobei die Zuführwalze 2 durch einen Motor M5 unmittelbar angetrieben wird. Die angetriebene Walze 3 ist drehbeweglich durch eine Walzengabel 5 so abgestützt, dass im Falle einer gewünschten Zufuhr des zusätzlichen Garns die Walze 3 durch Reibeingriff mit der Zuführwalze 2 angetrieben wird und umgekehrt. Die Walzengabel 5 ist durch eine Welle 6 abgestützt und mit einem Gabelarm 7 versehen.
Wenn der Spitzenabschnitt des Gabelarms 7 in der Rich tung Wn gemäss Fig. 6 gezogen wird, dann wird der Ein griff der Walze 3 mit der Zuführwalze 2 aufgehoben. Infolgedessen kann eine übermässige Zufuhr von zusätzli chem Garn vermieden werden, und zwar selbst wenn die Zuführwalze 2 durch die Trägheit des Motors M5 in Drehbewegung versetzt wird.
Der Zuführmechanismus 1 ist mit einem Fadendurch lass 9 versehen, um das zusätzliche Garn in eine Stellung dicht oberhalb eines Walzenspalts zwischen Zufuhrwalze
2 und der angetriebenen Walze 3 zu führen. Der Zuführmechanismus 1 ist auch mit einem konischen Schlitz versehen, der einen Kanal 11, der mit einem Vorratsbehälter mit Pressluft verbunden ist, mit dem Durchlass 9 verbindet, so dass ein starker Luftstrom nach oben strömt.
Ein hakenförmiger Draht 15 ist am Zuführmechanismus 1 seitlich des Fadendurchlasses 9 befestigt. Der Draht 15 dient dazu, um das zusätzliche Garn zur Verknotungsvor richtung 75 zu überführen, nachdem das zusätzliche Garn in die erste Ansaugvorrichtung 1 eingesogen worden ist; darauf kann das Garnanstücken des zusätzlichen Garns mit dem Faserbündel beendet werden, das auf der Fasersammelfläche des Spinnrotors abgeschieden worden ist.
Der oben erwähnte Zuführmechanismus 1 wird durch einen Führungsstab 12 abgestützt und kann in eine geneigte untere Stellung mittels einer Stativstange 13 verschoben werden.
Wie die Fig. 8 zeigt, ist die Haltevorrichtung 21 mit einem Schlitz 22 versehen, der einen C-förmigen seitlichen Querschnitt hat. Der Schlitz 22 ist mit einer in Längsrichtung gespaltenen Nut 25 versehen. Ein Nippel wird ununterbrochen gegen die Warzenoberfläche 27 des Fadendurchlasses 23 mittels einer Feder 29 gedrängt. Mit einem Stabe 30 des Nippels 28 ist ein L-förmiger Hebel 31 verbunden, so dass der Eingriff des Nippels 28 mit der Warzenoberfläche 27 durch Auswärtsziehen des Stabes 30 aufgehoben wird. Diese Bewegung des Stabes 30 wird dadurch erzeugt, dass man den L-förmigen Hebel 31 in der Richtung W1 gemäss Fig. 7 zieht.
Dicht am Schlitz 22 ist ein konischer Schlitz 24 ausgebildet, so dass der Kanal 26 mit dem Schlitz 22 verbunden wird und dass ein Luftstrom in Aufwärtsrichtung im Schlitz 22 dadurch erzeugt werden kann, dass man Pressluft durch den Kanal 26 zuführt. Daher kann das zusätzliche Garn in Aufwärtsrichtung durch den Schlitz 22 verlaufen. Die Haltevorrichtung 21 steht in Gleiteingriff mit einer Schwalbenschwanz Nut 39 im Stützteil 35 und wird vorwärts oder rückwärts durch das Stativ 37 verschoben. Eine Blattfeder 38 ist auf der Haltevorrichtung 21 befestigt, um eine Federkraft auf den Stützteil 35 auszuüben.
Infolgedessen wird die Haltevorrichtung 21 immer so beeinflusst, dass sie gegen die Richtung der rechten Hand in Fig. 7 innerhalb der Schwalbenschwanz-Nut 39 gleitet, da die Haltevorrichtung 21 durch den Stützteil 35 abgestützt wird, wie es oben bereits erwähnt worden ist, so berührt eine Seite der Haltevorrichtung 21 einen Anschlag 211, wenn die Haltevorrichtung 21 nach vorwärts verschoben wird; die Haltevorrichtung 21 ist in Fig. 7 unterbrochen dargestellt und auf der Spinneinheit befestigt; auf diese Weise wird die Haltevorrichtung 21 in der genauen Arbeitsstellung angehalten, wo die Zuführöffnung 204 des Spinnrotors 203 oberhalb des Fadendurchlasses 23 der Haltevorrichtung 21 liegt.
Wie die Fig. 1-3 zeigen, sind die Führungsstäbe 12, 36 und die Stative 37, 13 gleitbeweglich durch eine Klammer 45 abgestützt; diese ist mit der Rückwand der Fördervorrichtung 160 verbunden, so dass die Haltevorrichtung
21 und der Zuführmechanismus 1 gleitbeweglich längs von zwei Durchlässen bewegt werden können, die symmetrisch gegen den Durchlass des Spinngarns geneigt sind.
Ferner ist ein Paar von Zapfen 40, 14 an einer Welle befestigt, die drehbeweglich an der Gabel 45 befestigt ist, so dass diese Zapfen mit dem Stativ 37 bzw. 13 in Eingriff kommen. Der Zapfen 40 steht in Eingriff mit einem Rad 42 eines reversiblen Motors M3, und zwar mittels eines Zwischenrades 41. Der reversible Motor M2 ist mit der Fördervorrichtung 160 mittels einer Gabel 46 verbunden.
Daher können die Haltevorrichtung 21 und die Zufuhr vorrichtung 1 vorwärts und rückwärts verschoben werden.
Wie bereits erläutert worden ist, wird bei der beschriebenen Ausführungsform das Ende des zusätzlichen Garns in die Zufuhröffnung 204 des Spinnrotors 203 eingeführt, so dass es mit einem Faserbündel verbunden wird, das auf der Fasersammelfläche des Spinnrotors 203 abgeschieden worden ist. Es ist wichtig, dass eine Länge des zusätzlichen Garns genügend gross ist, dass sie mit ihrem Ende in eine aktive Zone der Zentrifugalkraft reichen kann, was unbedingt zur Durchführung der erwünschten Anstückoperation erforderlich ist. Um das zu erzielen, sind auf der Fördervorrichtung 160 eine Vorrichtung 150 zur Schaffung einer Garnreserve und ein Fühleranschlag 50 vorgesehen, um einen nicht dargestellten Endschalter zu betätigen.
Die Vorrichtung 150 dient dazu, um eine bestimmte Länge des zusätzlichen Garns in Bereitschaft zu halten und die oben beschriebene ausreichende Länge des zusätzlichen Garns in den Spinnrotor 203 einzuführen.
Die Vorrichtung 150 zur Schaffung einer Garnreserve ist schwenkbeweglich an der Fördervorrichtung 160 abgestützt und ist mit einem Hebel 151 ausgerüstet, der mit einem Vorsprung 51 eines Fühleranschlags 50 in Eingriff kommt; die Vorrichtung 150 ist auch mit einem Stab 152 ausgerüstet, um das zusätzliche Garn festzuhalten und freizugeben. Der Hebel und der Stab können sich im Gegenuhrzeigersinn gemäss den Fig. 10 und 11 mittels der Schraubenfeder 153 drehen. Wie die Fig. 1 zeigt, ist an einem Schlitten 52 eine Fühlersteuervorrichtung befestigt Ein Befestigungshebel 53 befestigt einen Hebel 54, der mit der Welle eines Motors M4 verbunden ist, mit einem Gleitstück 52; letzteres ist gleitbeweglich an einem Führungsstab 56 befestigt, der durch eine Gabel 57 abgestützt ist; letztere ist mit einer Fördervorrichtung 160 verbunden.
Daher ist das Gleitstück 52 in der Lage, nach links oder rechts in der Darstellungsweise der Fig. 1 zu gleiten.
An der Fühlersteuervorrichtung ist ein L-förmiger Haken 51 befestigt. Wenn daher der Haken 51 mit der Vorrichtung 150 zur Schaffung einer Gamreserve in Eingriff kommt und die Fühlersteuervorrichtung nach vom verschoben wird, dann wird die Haltung des zusätzlichen Garns freigegeben und es wird gleichzeitig ein Fühler 208 gehalten, so dass der Endschalter betätigt wird. Ferner ist an der Spitze des Hebels 54 ein nicht dargestellter Magnetschalter so befestigt, dass, wenn das Gleitstück 52 nach hinten verschoben wird, es mit diesem in Berührung kommt; auf diese Weise wird die Drehbewegung des Motors M4 bei jeder einzelnen Umdrehung desselben unterbrochen.
Wie die Fig. 1-3 und Fig. 9 zeigen, weist eine Oberstromgarn-Aufnahmevorrichtung eine erste Ansaugvorrichtung S1 auf, um das zusätzliche Garn nach der Beendigung des Garnanstückens anzusaugen. Ferner ist ein Paar von Scheren 63 vorgesehen. Diese Vorrichtung ist an einem Stativ 60 befestigt, das mittels eines Rades 69 eines Motors M5 mit einem Zapfen 68 in Eingriff kommt. Diese Vorrichtung gleitet entweder nach links oder nach rechts, gemäss der Darstellungsweise der Fig. 1, und zwar nach Massgabe der Bewegung des Motors M5. Diese Gleitbewegung wird durch einen Führungsstab 65 geführt, der mit einer Gabel 66 verbunden ist; letztere ist ihrerseits an der Fördervorrichtung 160 befestigt.
Die oben erwähnten Vorrichtungen zum Anstücken des zusätzlichen Garns mit einem Faserbündel, das an der Fasersammelfläche des Spinnrotors 203 abgeschieden worden ist, arbeiten folgendermassen:
Wenn die Fördervorrichtung 160 gemäss den Fig. 14 und 15 in ihrer Arbeitsstellung direkt gegenüber einer Spinneinheit angeordnet worden ist, bei der ein Garnbruch erfolgt ist, wird der Motor Mo gleichzeitig in seiner normalen Richtung gedreht; auf diese Weise wird der Eingriff der Walzen 2,3 des Zuführmechanismus 1 freigegeben und die Haltevorrichtung 21 wird vorwärts verschoben, während ein Ende des zusätzlichen Garns 401 v.
einem zusätzlichen Kegel 400 gehalten wird. Dieser Zu stand ist in Fig. 14 I dargestellt und in Fig. 15 durch das Zeichen I gekennzeichnet.
Mit der oben erwähnten Vorwärtsbewegung der Haltevorrichtung 21 wird das zusätzliche Garn mittels eines Stabs 152 der Vorrichtung 150 zur Schaffung einer Garnreserve eingehakt, wie es die Fig. 14 II zeigt; dabei wird eine bestimmte Länge des zusätzlichen Garns auf einem vorgespannten Garnwege in Bereitschaft gehalten. Wenn die Haltevorrichtung 21 den auf der Spinneinheit befestigten Anschlag 211 berührt, dann kommt der Fadendurchlass 23 der Haltevorrichtung 21 in eine Stellung dicht unterhalb der Zufuhröffnung 204 des Spinnrotors 203; das ist in Fig. 14 II dargestellt und in Fig. 15 durch den Arbeitsschritt II gekennzeichnet.
Wenn der Luftstrom vom Kanal 26 zugeführt wird, dann wird das Ende des zusätzlichen Garns, das durch den Nippel 28 gehalten und auf die obere Oberfläche der Ral- tevorrichtung 21 gelegt worden ist, durch den Luftstrom nach oben mitgerissen. Dieses Garnende ist mit Bezugszeichen 402 versehen. Darauf wird der Nippel 28 so verschoben, dass er das zusätzliche Garn aus seiner Haltestellung freigibt; dabei werden die Walzen 2,3 leicht so gedreht, dass sie das Ende des zusätzlichen Garns zur Zuführöffnung 204 des Spinnrotors 203 transportieren.
Infolgedessen wird das Ende des zusätzlichen Garns in eine Stellung gebracht, wo der Saugluftstrom des Spinnrotors 203 seine Wirkung ausübt. Dann wird die Zufuhr des zusätzlichen Garns und die Strömung des Luftstroms unterbrochen. In diesem Zustande wird der Endabschnitt des zusätzlichen Garns durch den Saugluftstrom des Spinnrotors 203 mitgerissen.
Wie oben bereits erwähnt worden ist, wird ein starker Luftstrom dazu benutzt, um den Endabschnitt 402 des zusätzlichen Garns in die Zufuhröffnung 204 des Spinnrotors 203 einzuführen; auf diese Weise gibt es keine Störung beim Einsetzen des zusätzlichen Garns in die Zuführöffnung 204.
Als nächstes wird der Motor M4 so angetrieben, dass der Fühleranschlag 50 nach vorn geschoben wird; folglich wird dabei der Stab 152 der Vorrichtung zur Schaffung einer Garnreserve, der durch die Federwirkung der Schraubenfeder 153 mit dem zusätzlichen Garn in Eingriff steht, von diesem Garn weggezogen. Die oben erwähnten Bedingungen sind in der Fig. 14 III sowie durch die Fig. 14 II bzw. die Fig. 10 und Fig. 11 dargestellt.
Daher wird das zusätzliche Garn 404 von dem vorgespannten Durchlass freigegeben und mittels einer Garnführung 208 geführt, so dass die in Bereitschaft gehaltene Länge des zusätzlichen Garns in eine innere Stellung des Spinnrotors 203 gebracht wird, wo die Zentrifugalkraft ihre Wirkung ausübt. Gleichzeitig drückt der Fühleranschlag 50 den Fühler 209, wodurch ein nicht dargestellter Magnetschalter betätigt wird; auf diese Weise wird die Zufuhr der abgespaltenen Fasern in den Spinnrotor 203 und die normale Drehbewegung der Walzen 206, 207 in Gang gebracht, wodurch das Oberstromgarn 404 aufgenommen wird.
Es ist möglich, den oben erwähnten Fühlerhalter ohne irgendwelche Störungen bei der Durchführung der oben erwähnten Operation wegzulassen; es ist jedoch vorzuziehen, den Fühlerhalter zur Erhöhung der Zuverlässigkeit der Operation zu benutzen. Der oben erwähnte Zu stand ist in den Fig. 14 III dargestellt und in Fig. 15 durch den Arbeitsschritt III gekennzeichnet. Bei dieser Betätigung setzt der Motor M; seine Drehbewegung fort, nachdem die Fühlervorrichtung den Fühler 209 hält und nach der Rückkehr in ihre ursprüngliche Stellung anhält.
Der Motor M5 beginnt gleichzeitig zu laufen, wenn sich der Motor MX bewegt; die erste Ansaugvorrichtung S wird in eine Stellung oberhalb der Zuführvorrichtung 1 verschoben, wie es die Fig. 14 III zeigt. Wenn das zu sätzliche Garn 404 von der Zuführöffnung 204 des Spinnrotors 203 nach der Beendigung des Anstückens aufgenommen wird, werden die Scheren 363 betätigt, um das zusätzliche Garn 404 abzuschneiden; folglich wird das Oberstromgarn, das von der Zuführöffnung 204 des
Spinnrotors 203 geliefert wird, in die erste Ansaugvorrichtung S1 eingesogen.
Durch Drehung des Motors M5 in umgekehrter Richtung bewegt sich auch die erste Ansaugvorrichtung St nach hinten; dabei wird das Oberstromgarn 405 längs eines vorbestimmten Garnwegs mitgeführt, der durch den Haken 15 der Zuführvorrichtung 1 und den Durchlass der ersten Ansaugvorrichtung S1 definiert ist.
Dieses Oberstromgarn 405 ist dann mit dem Unter stromgarn verknotet worden, das von der Packung mittels der Verknotungsvorrichtung 75 aufgewickelt worden ist.
Nach der Beendigung des Verknotens wird der Motor M in umgekehrter Richtung in Drehbewegung versetzt, so dass die Zuführvorrichtung 1 und die Haltevorrichtung 21 in ihre ursprünglichen Wartestellungen verschoben werden. Wenn die Zuführvorrichtung 1 in ihre ursprüngliche Wartestellung verschoben worden ist, wird das zu sätzliche Garn durch die Walzen 2,3 gehalten; der Motor M5 wird dabei so gedreht, dass er eine vorbestimmte Länge des zusätzlichen Garns zur Haltevorrichtung 21 bewegt, und zwar durch Benutzung eines Düsenluftstroms; dabei wird das zusätzliche Garn durch den Nippel 28 ge halten, wie es die Fig. 14 VII zeigt und wie es in Fig. 15 durch das Bezugszeichen VII gekennzeichnet ist.
Wie es schon bei der vorliegenden Ausführungsform erläutert worden ist, ist es erforderlich, ein Stück Garn von einer Packung abzuwickeln, wenn die Verknotung durchgeführt wird. Bei dieser Ausführungsform stellt ein nicht dargestellter Detektor, der auf der Einrichtung befestigt ist, einen Garnbruch bei einer bestimmten Spinn einheit fest. Dabei wird die Berührung der Packung 302 mit der Antriebstrommel 300 freigegeben; als nächstes wird eine gesonderte Antriebsvorrichtung 122 in Berüh rung mit der Packung gebracht, so dass Garn von dieser abgewickelt wird; gleichzeitig wird eine zweite Ansaug vorrichtung in Berührung mit der Packung gebracht, so dass das gebrochene Ende des Niederstromgarns wieder aufgenommen wird.
Nach der Beendigung des Verknotens des Niederstromgarns mit dem Oberstromgarn wird die Packung 302 wieder in Berührung mit der Antriebstrommel 300 gebracht, so dass das normale Aufwickeln wieder fortgesetzt wird.
Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, ist eine Packungsspule 302 drehbeweglich mittels eines Paars von Gabelarmen 304 abgestützt; letztere sind drehbeweglich durch eine Gabelwelle 305 befestigt, die ihrerseits auf der Spinneinheit so befestigt ist, dass die Gabelwelle 305 parallel zur Trommelwelle 301 verläuft, die positiv durch einen nicht dargestellten Antriebsmechanismus angetrieben wird. Der Gabelarm 304 ist mit einem Fusshebel 306 mittels eines Verbindungsarms 306b verbunden; er wird immer so in Betrieb gesetzt, dass er sich nach oben um eine Welle 305 dreht. Folglich wird die Packungsspule 302 immer gegen die Antriebstrommel 300 gedrängt.
Wenn die Fördervorrichtung 160 der beschriebenen Ausführungsform an ihren genauen Arbeitsstellungen angehalten wird, dann betätigt ein Luftzylinder C1, der auf der Fördervorrichtung 160 befestigt ist und durch ein Ausgangssignal des Detektors betätigt wird, eine Kolbenstange 140; auf diese Weise wird der unterhalb der Spitze der Kolbenstange 140 angeordnete Fusshebeldrücker 141 nach unten gedrückt; auf diese Weise wird der Stützzapfen 307 des Fusshebels 306 nach unten gedrückt.
Als Folge dessen wird die Packung 302 ausser Berührung mit der Antriebstrommel 300 gebracht. Wie die Fig. 3 zeigt, die die Freigabestellung darstellt, ist die Packung 302, die positiv mittels der Antriebstrommel 300 angetrieben wird, in der Lage, sich frei zu drehen. Eine drehbewegliche Betätigungsvorrichtung A1 ist auf einer Gabel 126 befestigt; letztere ist mit der Fördervorrichtung 160 befestigt; an deren Welle ist ein drehbeweglicher Arm 123 befestigt. An der Spitze des Arms 123 ist ein reversibler Motor M7 mit veränderlicher Geschwindigkeit befestigt; an dem Arm 123 ist ferner eine drehbewegliche reversierbare Walze 121 gleichachsig so befestigt, dass die Walze 121 so mit der Packung 302 in Berührung steht dass sie sich in Abwickelrichtung dreht.
Darauf wird die Wirkung der Betätigungsvorrichtung Al unterbro- chen, und zwar mittels der Berührung der Walze 121 mit der Packung 302. Der Arm 123 ist mit einer besonders ausgebildeten Nockenoberfläche 124 versehen; mit deren Hilfe wird die Öffnung der zweiten Ansaugvorrichtung SO in einem vorbestimmten Abstand von der Packung 302 gehalten, und zwar für jede Grösse der Packung 302, wenn die Walze 121 die Packung 302 berührt.
Die zweite Ansaugvorrichtung SO ist drehbeweglich durch eine drehbewegliche Betätigungsvorrichtung A2 abgestützt, die ihrerseits mit der Seitenwand 162 der Fördervorrichtung 160 befestigt ist. In Fig. 1 ist eine Ansaugröhre F dargestellt, die mit einer nicht dargestellten An saug zelle und auch mit der zweiten Ansaugvorrichtung SO verbunden ist. Letztere ist mit einem nicht dargestellten Schlitz versehen, der an ihrer Spitze ausgebildet ist. Die Breite des Schlitzes erstreckt sich längs der ganzen Breite der Packung 302. An einer Zwischenseite der Ansaugvorrichtung SO ist ein Vorsprung 132 so ausgebildet, dass die überschüssige Drehung der Ansaugvorrichtung SO dadurch begrenzt ist, dass sie mit der Nockenoberfläche 124 in Berührung kommt, die an der oberen Oberfläche des Walzenarms 123 ausgebildet ist.
Infolgedessen kann der Schlitz der Ansaugvorrichtung SO an die Aufwickeloberfläche der Packung 302 gebracht werden, und zwar in einem vorgewählten Abstand, ohne Rücksicht auf die Änderung der Packungsgrösse.
Wenn die Fördervorrichtung 160 in der genauen Arbeitsstellung direkt gegenüber einer Spinneinheit mit
Garnbruch anhält, dann wird der Luftzylinder C3 nach vorn verschoben, so dass der Fusshebel 306 nach unten gedrückt wird; infolgedessen wird die Garnpackung 302 von der Antriebstrommel 300 abgetrennt. Als nächstes wird die drehbewegliche Befestigungsvorrichtung Al be- tätigt, so dass der Arm 123 im Uhrzeigersinn gedreht wird wobei die Walze 121 mit der Packung 302 in Berührung kommt. Als nächstes wird die drehbewegliche Betätigungsvorrichtung A2 so betätigt, dass die Ansaugvorrichtung SO im Gegenuhrzeigersinn gedreht wird.
Zu diesem Zeitpunkt berührt der Vorsprung 132 die Nockenoberfläche 124 des Arms 123, so dass die Drehbewegung der
Ansaugvorrichtung SO begrenzt wird. Die oben erwähnten Zustände sind in den Fig. 14 I und 14 II dargestellt
In dem in Fig. 14 II dargestellten Zustande wird die Walze 121 in der Abwickelrichtung gedreht und die zweite Ansaugvorrichtung S2 wird gleichzeitig betätigt; dabei wird die Garnpackung 302 abgewickelt, so dass das wie der aufgenommene Garn in die Ansaugvorrichtung SO eingesogen wird.
Darauf wird die drehbewegliche Betätigungsvorrich tung A2 so betätigt, dass sie in umgekehrter Richtung sich dreht, so dass die zweite Ansaugvorrichtung S7 in ihre ursprüngliche Wartestellung zurückversetzt wird. Infolgedessen erstreckt sich das Garn von der Garnpackung
302, d.h. das Unterstromgarn zwischen der Garnpackung
302 und der zweiten Ansaugvorrichtung SO. Wenn eine vorgewählte Länge des Unterstromgarns in die zweite Ansaugvorrichtung SO eingesogen wird, dann wird die Drehbewegung der Walze 121 unterbrochen. Wie oben bereits erwähnt worden ist, kann der Schlitz der zweiten
Ansaugvorrichtung SO in einem vorgewählten Abstand von der Aufwickeloberfläche der Packung 302 angeordnet werden, wenn ein gebrochenes Garnende v. der Aufwickeloberfläche der Packung 302 wieder aufgenommen wird.
Daher können die oben erwähnten Wiederaufnahme- bewegungen und die Abwickelbewegung in vollkommener Weise durchgeführt werden. Nach der Beendigung der Abwickelbewegung des Unterstromgarns 310 werden das Oberstromgarn 405 und das Unterstromgarn 310 miteinander mittels der Verknotungsvorrichtung 75 verknotet.
Bevor das Verknoten durchgeführt wird, ist es erforderlich, das Unterstromgarn, das sich zwischen der Garnpackung 302 und der zweiten Ansaugvorrichtung SO erstreckt, in eine geeignete Stellung zu bringen, um das Verknoten durchzuführen. Um das Unterstromgarn 310 in dieser Weise zu führen, sind zwei Führungsdrähte 106,
108 starr an einer Welle 105 in einem vorgewählten Ab stand voneinander angebracht; die Welle 105 ist schwenk beweglich an einer Gabel 102 befestigt, die mit der Rück wand 161 der Fördervorrichtung 160 verbunden ist. Wie die Fig. 12 und 13 zeigen, sind die Führungsdrähte 106,
108 mit Ausnehmungen 107 bzw. 109 versehen. Diese Ausnehmungen 107, 109 sind unterhalb des Unterstromgarns 310 angeordnet. An einem Endabschnitt der Welle
105 ist ein Nockenarm 104 starr befestigt und mit einer Nockenwalze 103 an seiner Spitze ausgebildet.
Die Füh rungsdrähte 106, 108, die Welle 105 und der Nockenarm
104 bilden eine Führungsvorrichtung zur Zuführung des Unterstromgarns 310.
Wenn die Verknotungsvorrichtung 75 nach vorn verschoben wird, d.h. in den Fig. 12 und 13 nach links, dann wird das vordere Ende einer Nockenplatte 98, die starr durch die Verknotungsvorrichtung 75 abgestützt wird, in Berührung mit der Nockenwalze 103 gebracht und drängt die Walze 103 derart, dass die Welle 105 im Uhrzeiger sinn gedreht wird. Bei dieser Drehbewegung der Welle 105 werden die Führungsdrähte 106, 108 im Uhrzeigersinn gedreht, während sie das Unterstromgarn 310 abstützen, wie es die Fig. 13 zeigt; wenn die Nockenwalze 103 auf der oberen Oberfläche 99 der Nockenplatte 98 reitet, dann wird die Drehbewegung der Führungsdrähte 106, 108 beendet.
Wie die Fig. 14 IV zeigt, wird daher das Unterstromgain 310 teilweise zwischen der zweiten Ansaugvorrichtung S2 und dem Führungsdraht 106 teilweise zwischen den Führungsdrähten 106, 108 angeordnet, ferner teilweise zwischen dem Führungsdraht 108 und der Packung 302. Das Unterstromgarn zwischen den Führungsdrähten 106, 108 ist durch das Bezugszeichen 311 dargestellt. Wie es die Fig. 13 zeigt, ist das Unterstromgarn 311 dicht am Oberstromgarn 405 und parallel zu diesem angeordnet; folglich ist damit die Vorbereitung für die Durchführung des Verknotens vollständig abgeschlossen.
Im folgenden werden der Aufbau und die Wirkungsweise der Verknotung 75 näher erläutert. Wie die Fig. 1 zeigt, ist die Verknotungsvorrichtung 75 mit einer Antriebsvorrichtung einschliesslich eines Motors MG und eines Getriebes versehen; letzteres ist aus den Zahnrädern 81-87 zusammengesetzt. Mit dem Zahnrad 87 ist ein Arm 88 so verbunden, dass er zusammen mit dem Zahnrad 87 gedreht wird. Am einen Ende des Arms 88 ist mittels eines Zapfens 89 ein Stab 90 drehbeweglich abgestützt; sein anderes Ende ist in einer Gabel 91 schwenkbeweglich gelagert, die mit der Seitenwand 163 verbunden ist; folglich wird auf diese Weise ein Kurbelmechanismus durch den Stab 90 und den Arm 88 gebildet. Das Zahnrad 84 betätigt die Verknotungsvorrichtung mittels des Zahnrades 83.
Durch die Wirkung einer Feder 96 an der Verknotungsvorrichtung 74 wird jedoch ein Anschlag 95 im Gegenuhrzeigersinn gedrängt, so dass das Zahnrad 84 in Ruhe gehalten wird; mit anderen Worten befindet sich die Verknotungsvorrichtung 75 in diesem Zustand in Ruhe. An dem Gestell 76 der Verknotungsvorrichtung 75 ist ein L-förmiger Abstreif-Freigabeteil 93 befestigt; wenn die Verknotungsvorrichtung 75 nach vorn in ihre Arbeitsstellung verschoben wird, dann wirkt ein Freigabezapfen 92 am Zahnrad 95 so auf den Freigabeteil 93 ein, dass der Anschlag 95 freigegeben wird, um die Tätigkeit der Verknotungsvorrichtung 75 durchzuführen.
Die Verknotungsvorrichtung 75 wird nach vorn oder nach hinten längs eines vorbestimmten Weges verschoben, der durch den Führungsstab 78 begrenzt ist; letzterer ist mit dem Führungsschenkel 79 verbunden und mit der Seitenwand 163 verbunden, um das Verknoten durchzuführen.
Eine dritte Ansaugvorrichtung SO ist auf einer Spitze der Kolbenstange eines Luftzylinders C2 angeordnet; der Luftzylinder C2 ist an der Seitenwand 162 befestigt. In einer Ansaugöffnung der dritten Ansaugvorrichtung SO ist ein Drahtnetz 72 angeordnet; folglich können die Überschussabschnitte des Oberstromgarns 405 und des Unterstromgarns 311 nach der Beendigung des Verknotens auf dem Drahtnetz 72 in Bereitschaft gehalten werden, und zwar durch die Ansaugkraft einer Röhre 33.
Daher befinden sich die Gamabschnitte dicht an der Verknotungsvorrichtung 75 unter Spannung.
Um die oben erwähnten Arbeitsweisen der Verknotungsvorrichtung 75 und der zugehörigen Teile zu erläutern, werden die Bewegungen dieser Teile und ihr Zusammenwirken im folgenden kurz erläutert.
Nach der Beendigung des Garnanstückens wird das Oberstromgarn 405 in die erste Ansaugvorrichtung S1 eingesogen, wogegen das Unterstromgarn 310 wieder aufgenommen und von der Garnpackung 302 abgewickelt wird, und zwar mittels der zweiten Ansaugvorrichtung S2, wie es die Fig. 14 IV zeigt; dabei wird der Motor MG so betätigt, dass das Zahnrad 87 mittels der Zahnräder 81, 82, 85 und 86 in Drehbewegung versetzt wird. Da der Arm 88 mit dem Stab 90 verbunden ist, wird die Verknotungsvorrichtung 75 nach vorn verschoben, wenn der Motor Mc betätigt wird, und zwar längs eines vorbestimmten Weges, der durch den Führungsstab 78 und den Führungsschenkel 79 definiert ist.
Die Nockenplatte 98 wird auch nach vorn geschoben, und zwar nach Massgabe der Vorwärtsbewegung der Verknotungsvorrichtung 75, so dass die Nockenplatte 98 mit der Nockenwalze 103 in Eingriff kommt. Durch diesen Eingriff werden die Führungsdrähte 106, 108 um etwa 180 nach oben gedreht; auf diese Weise wird ein Abschnitt 311 des Unterstromgarns 310 in eine Stellung dicht am oben erwähnten Oberstromgarn 405 und parallel zu diesem verschoben, wie es die Fig. 13 und 14 IV zeigen.
Wenn die Verknotungsvorrichtung 75 die Endstellung ihrer Vorwärtsbewegung erreicht, so dreht der Zapfen 92 am Zahnrad 85 den Abstreifer-Freigabeteil 93 so, dass der Anschlag 95 gedrückt wird, wogegen die Feder 96 zusammengedrückt wird. Folglich wird die Bremse zwischen der Verknotungsvorrichtung 75 und ihrem Antriebmechanismus, der aus dem oben erwähnten Getriebe besteht, freigegeben; die Verknotungsvorrichtung 75 wird auf diese Weise so betätigt, dass sie das Verknoten ausführen kann; schliesslich werden die Überschussabschnitte des Oberstromgarns 405 und des Unterstromgarns 311 abgeschnitten.
Nach der Beendigung des oben erwähnten Verknotens wird die Verknotungsvorrichtung 75 nach hinten in ihre ursprüngliche Wartestellung verschoben. Durch diese Rückwärtsbewegung der Verknotungsvorrichtung 75 werden die Führungsdrähte 106, 108 in ihre ursprünglichen Wartestellungen gedreht, wie es die Fig. 12 zeigt. Wenn die Verknotungsvorrichtung 75 in ihrer ursprünglichen Wartestellung eingetroffen ist, dann wird die Drehbewegung des Motors M, unterbrochen. Wie es oben erwähnt worden ist, wird das Verknoten in einer Stellung durchgeführt, die gegen den normalen Garndurchgang vorgespannt ist, um den Spinnprozess auszuführen.
Da das Unterstromgarn 405 kontinuierlich vom Spinnrotor 203 geliefert wird, ist es während des Verknotens notwendig, eine Lockerung des Oberstromgarns 405 zu vermeiden. Daher wird der Luftzylinder C2 der dritten Ansaugvorrichtung nach vorn verschoben, und zwar nach Massgabe der Vorwärtsbewegung der Verknotungsvorrichtung 75; auf diese Weise wird der Überschussabsehnitt des Oberstromgarns 405 zu dem Zeitpunkt angesaugt, zu dem das Verknoten abgeschlossen ist; gleichzeitig wird der Motor M7 so gedreht, dass das oben erwähnte reservierte Garn auf die Garnpackung 302 wieder aufgewickelt wird (siehe Fig. 14 VI).
Um einen Garnbruch während des Aufwickelns durch den Motor M zu vermeiden, wird der Motor M kurz vor der Erschöpfung des bereitgehaltenen Garns angehalten; darauf wird die drehbewegliche Betätigungsvorrichtung A1 in umgekehrter Richtung, d.h. im Gegenuhrzeigersinn, gedreht zu dem Zeitpunkt, wenn der Motor M7 angehalten worden ist. Daher wird der Zylinder C1 so zurückgesetzt, dass er die Garnpackung 302 mit der Antriebstrommel 300 berührt. Nach der Beendigung dieser Operatio nen wird der Luftzylinder CO zurückgesetzt; auf diese Weise ist ein Arbeitsgang des Anstückens und Verknotens abgeschlossen (siehe Fig. 14 VII).
In der Zeichnung der Fig. 15 ist die Relativbewegung zwischen den einzelnen Bauteilen der Einrichtung unter Bezugnahme auf die Figurenanzahl der Fig. 14 zu verstehen.
Beim Durchführen des Verknotens nach dem An stücken können alle beim Garnanstücken entstandenen Fehler vollständig von der Garnpackung entfernt werden.
Im folgenden wird der Aufbau und die Wirkungsweise der zweiten Ausführungsform anhand der Fig. 16-20 näher erläutert.
Bei der zweiten Ausführungsform kann das übliche Anstücken durchgeführt werden, wie bereits erwähnt worden ist. Daher werden der Aufwickelmechanismus u. seine Wirkungsweise nur in einigen Einzelheiten erläutert werden. Zum leichtem Verständnis sind die Bauteile, die dieselbe Wirkung wie bei der ersten Ausführungsform haben, auch mit denselben Bezugszeichen versehen worden.
Bei dieser zweiten Ausführungsform führt der Garn überführmechanismus 500 das Unterstromgarn zum Zuführmechanismus la. Letzterer überführt ein Ende des Unterstromgarns in eine Stellung direkt unterhalb der Haltevorrichtung 21. Ein Schwenkarm 503 ist auf einer Welle 502 einer drehbeweglichen Betätigungsvorrichtung Ao befestigt, die ihrerseits starr an der Rückwand 161 der Einrichtung angebracht ist. Bei der Garnüberführungsvorrichtung ist ein Führungsbarren 504 mit einem V-förmigen Führungsabschnitt 505 vorgesehen und an der Spit ze des Schwenkarms 503 befestigt; dagegen ist eine drehbewegliche Hiifsbetätigungsvorrichtung A5 am mittleren Abschnitt des Schwenkarms 503 befestigt und ein zweiter Schwenkarm 506 ist mit der drehbeweglichen Hilfsbetäti gungsvorrichtung A5 verbunden.
Der zweite Schwenkarm 506 ist auch mit einem Führungsbarren 508 versehen, der einen V-förmigen Führungsabschnitt 507 hat.
Die Haltevorrichtung 21 ist mit einem Schlitz 25 versehen, der mit einem Fadendurchlass 23 in Verbindung steht; eine Führung 509 mit V-förmigem Querschnitt ist an der Vorderseite des Schlitzes 25 ausgebildet, so dass das Unterstromgarn leicht in den Schlitz 25 eingeführt werden kann. Ein ortsfestes Messer 510 ist starr an der oberen Oberfläche der Haltevorrichtung 21 befestigt; eine Schere 512 ist drehbeweglich durch einen Zapfen 511 abgestützt, der seinerseits am Messer 510 so befestigt ist, dass die Schere 512 normalerweise gegen das Messer 510 geöffnet ist, und zwar durch die Kraft einer Schraubenfeder 513, wie es die Fig. 18 zeigt. Mit einem Ende der Schere 512 ist ein Stab verbunden, der durch die Feder 513 hindurch verläuft, wie es die Fig. 18 zeigt.
Wenn daher der Stab in Richtung W"4 gestossen wird, wird die Schere 512 um den Zapfen 511 gedreht, so dass die öffnung zwischen dem Messer 510 und der Schere 512 geschlossen wird; auf diese Weise wird das Unterstromgarn oberhalb des Fadendurchlasses 23 abgeschnitten.
Der Zuführmechanismus la ist mit einer Führungsnut 515 versehen, die ihrerseits mit einer Führungsnut 514 mit V-förmigem Querschnitt in Verbindung steht. Diese Nuten 514, 515 sind so ausgebildet, dass sie das Unterstromgarn in die Zuführvorrichtung la einführen. Die Walzen 2,3 sind so befestigt, dass der Walzenspalt dieser Walzen 2,3 parallel zu den Führungsnuten 515 verläuft, der sich bis zu diesen Walzen 2,3 erstreckt. Daher zeigt die oben erwähnte Anordnung eine Phasendifferenz von 900 gegenüber der ersten Ausführungsform der Fig. 4.
Da es nicht erforderlich ist, das Unterstromgarn von der Zuführvorrichtung la zur Haltevorrichtung 21 überzuführen, können die Vorrichtungen zur Erzeugung eines Luftstroms fortgelassen werden.
Da ferner das Unterstromgarn zur Durchführung des Garnanstückens benutzt werden kann, ist die Schere 63, 64 zum Abschneiden des zusätzlichen Garns. und ebenso die Garnführungsdrähte 106, 108 fortgelassen worden.
Bei der zweiten Ausführungsform können jedoch auch andere Bauteile des Zuführmechanismus la und der Haltevorrichtung 21 der ersten Ausführungsformen in ähnlicher Weise verwendet werden.
Wie die Fig. 16 zeigt, ist der Garnüberführungsme- chanismus 500 mit der drehbeweglichen Betätigungsvorrichtung As versehen, die sich nach links dreht, wogegen sich die drehbewegliche Hilfsbetätigungsvorrichtung As nach rechts dreht; die Schwenkarme 503, 506 sind vor der Spinneinheit mit Garnbruch angeordnet, und zwar in Form eines offenen Y. In ähnlicher Weise wie bei der ersten Ausführungsform wird die zweite Ansaugvornch- tung SO so betätigt, dass sie das gebrochene Ende des Garns von der Packung 302 wieder aufnimmt; das wieder aufgenommene Garn wird in die zweite Ansaugvorrichtung SO eingesogen. Das Unterstromgarn 310, das sich von der Packung 302 bis zur zweiten Ansaugvorrichtung SO erstreckt, ist oberhalb des Führungsabschnittes 505 des Schwenl:arms 503 angeordnet.
Wenn die drehbewegliche Betätigungsvorrichtung As so betätigt wird, dass sie sich nach rechts dreht (Fig. 16), wird das Unterstromgarn von der zweiten Ansaugvorrichtung SO aufgenommen und durch den Führungsabschnitt 505 geführt; folglich wird das Unterstromgarn 310 zum Ende seiner Schwenkbewegung in Richtung auf die rechte Seite in Fig. 16 geführt, während es über die Haltevorrichtung 21 und die Zuführvorrichtung 1a läuft. Wenn sich ferner die Betätigungsvorrichtung As nach links dreht, dann hängt das Unterstromgarn 110 an dem Führungsabschnitt 507 des Führungsbarrens 508; folglich wird das Unterstromgarn 310 in den Fadendurchlass 523 der Haltevorrichtung 21 und die Führungsnute 515 des Zuführmechanismus la geführt.
Wenn sich die Betätigungsvorrichtung A5 nach links dreht, dann wird ein Magnet, der den Stab in Richtung W1 schiebt, ausser Betrieb gesetzt, und zwar gleichzeitig mit der Beendigung der oben erwähnten Drehbewegung der Betätigungsvorrichtung A5; auf diese Weise wird das Unterstromgarn durch die Haltevorrichtung 21 gehalten.
Darauf wird die Schere 512 dadurch betätigt. dass der Stab in Richtung W4 gezogen wird (Fig. 18); auf diese Weise wird das Unterstromgarn 310 abgeschnitten. Das ausgeschnittene Garnstück wird in die zweite Ansaugvorrichtung SO eingesogen, wogegen das Ende des Unterstromgarns durch die Haltevorrichtung 21 und den Zuführmechanismus la gehalten wird. Dieser Zustand entspricht dem Zustand der Fig. 14 I, wobei das zusätzliche Garn 401 gehalten wird. Wenn das Ende des Unterstromgarns durch die Haltevorrichtung 21 gehalten wird, dann dreht sich die drehbewegliche Betätigungsvorrichtung As im Uhrzeigersinn, so dass der Schwenkarm 506 in seine ursprüngliche Wartestellung zurückversetzt wird.
Das Ende des Unterstromgams, das durch die Haltevorrichtung 21 gehalten wird, wird in die Zufuhröffnung 204 des Spinnrotors 203 auf ähnliche Weise, wie bei der ersten Ausführungsform, eingeführt; nach der Beendigung des Anstückens im Spinnrotor 203 wird das Unterstromgam 203 in die erste Ansaugvorrichtung SO eingesogen.
Durch Anwenden der oben erwähnten Ansaugoperation wird das Oberstromgarn, das von der Zufuhröffnung 204 des Spinnrotors 203 kommt, auch in die Ansaugvorrichtung SO angesogen. Wenn daher die erste Ansaugvorrichtung nach hinten durch die Drehbewegung des Motors M5 in umgekehrter Richtung verschoben wird, dann wird das Oberstromgarn an der Führungsnute 515 aufgehängt, wie es die Fig. 14 IV zeigt.
Das Unterstromgam 310 ist auch an der Führungsnute 515 aufgehängt, so dass das Oberstromgarn u. das Unterstromgarn 310 sich längs eines vorgewählten Weges parallel zueinander erstrecken. Daher kann die Verknotung dieser beiden Garne durch die Verknotungsvorrichtung 75 auf ähnliche Weise ausgeübt werden, wie bei der ersten Ausführungsform (Fig. 14 V). Nach der Beendigung des oben erwähnten Verknotens werden die überschüssigen Garnabscbnitte in die Ansaugvorrichtung SO angesogen.
Die Betätigungsvorrichtung As wird in umgekehrter Richtung gedreht, so dass der Garnüberführungsmechanismus 500 in seine ursprüngliche Wartestellung verschoben wird.
Ein Vorteil der beschriebenen Ausführungsformen besteht darin, dass zuerst das Garnanstücken durchgeführt wird und dass danach der dem Garnanstücken entsprechende Garnabschnitt positiv durch Anwendung des Verknotens des Garns abgenommen wird.
Grundsätzlich bestehen zwei Möglichkeiten, das beschriebene Verfahren durchzuführen. Die eine Möglichkeit besteht darin, dass zuerst die zweite Operation zur Entfernung der Garnfehler unmittelbar nach der Beendigung des üblichen Garnanstückens durchgeführt wird; die andere Möglichkeit ist die, dass die zweite Operation zur Entfernung der Garnfehler unmittelbar nach der Beendigung des Garnanstückens unter Benutzung eines zusätzlichen Garns durchgeführt wird, um das Garnanstücken durchzuführen.
In beiden Fällen wird die Einrichtung zum Garnanstücken und Verknoten am Maschinengestell in beweglichem Zustande angeordnet, und zwar in Längsrichtung der Spinnmaschine mit offenem Ende; wenn ein Garnbruch bei einer bestimmten Spinneinheit festgestellt worden ist. dann wird die Einrichtung zum Garnanstücken und Verknoten in eine Arbeitsstellung dicht an der Spinneinheit bewegt, so dass das Garnanstücken und Verknoten durchgeführt werden kann.
Einer der hervortechendsten Vorteile der beschriebenen Ausführungsformen ist die positive Entfernung der Garnfehler, u. zwar unmittelbar nach der Beendigung des Garnanstückens, so dass die Zuführung der durch das Garnanstücken entstandenen Garnfehler in die Garnpackung der offenen Spinnmaschine wirksam verhindert werden kann. Zum leichtern Verständnis sind die Bauteile und deren Wirkungsweise oben näher erläutert worden.
1. Wenn ein Garnbruch bei einer bestimmten Spinneinheit festgestellt worden ist, nimmt die beschriebene Ausführungsform der Einrichtung ihre Arbeitsstellung ein, um das Garnanstücken und Verknoten durchzuführen.
2. Wie bereits erwähnt worden ist, gibt es zwei Möglichkeiten, um das Garnanstücken durchzuführen: die eine bekannte Möglichkeit besteht darin, dass die Vorrichtungen zur Zuführung des Garns vom Spinnrotor und die Vorrichtungen zur Aufwicklung des Garns zur Bildung einer Garnspule angehalten werden: dann wird eine bestimmte Garnlänge von der Packung aufgewickelt, so dass das äusserste Ende des Garns in die Fasersammelfläche des Spinnrotors zurückgeführt wird, während die abgespaltenen Fasern in den Spinnrotor eingeführt werden.
Um diese Rückführung des äussersten Endes des Garns in den Spinnrotor durchzuführen, sind schon verschiedene Rückführsysteme entwickelt worden, beispielsweise ein Reserversystem für Garn in einem Gamwege zwischen Spinnrotor und dem Aufwickelmechanismus.
Bei jedem Rückführsystem besteht sehr oft die Möglichkeit zur Bildung von Gamfehlern, die dann von der Garnpackung während des darauf folgenden Aufwickelns entfernt werden müssen. Bei der beschriebenen Ausführungsform wird der die vom Garn an stücken stammenden Fehler enthaltende Garnabschnitt positiv im Gamwege zwischen Spinnrotor und Aufwickelmechanismus entfernt. Um das zu erzielen, wird eine zusätzliche Vorrichtung, wie z.B. eine Garnverknotungsvorrichtung benutzt.
Nach der Beendigung des oben erwähnten Anstückens und vor dem Beginn des Aufwickelns des vom Spinnrotor gelieferten Garns wird daher der Abschnitt vom Garnanstücken positiv zur Garnverknotungsvorrichtung geführt; normale Garnabschnitte, die mit der Garnpackung und dem vom Spinnrotor gelieferten Garn verbunden sind, werden auf diese Weise verknotet; der Gamabschnitt, der vom Anstücken stammt, wird positiv abgeschnitten. Danach wird das verknotete Garn von der Verknotungsvorrichtung freigegeben, worauf die normale Aufwicklung gleichzeitig wieder fortgesetzt werden kann.
3. Bei einer anderen Methode zur Ausführung des Garnanstückens wird eine Spule zur Lieferung eines zusätzlichen Garns benutzt. Wenn bei diesem Betrieb ein Garnbruch festgestellt worden ist, so werden die Vorrichtungen zur Aufnahme des Garns vom SPinnrotor und die Aufwickelvorrichtungen angehalten; ein zusätzliches Garn von einer bestimmten Länge wird gleichzeitig in den Spinnrotor eingeführt, so dass es mit den dort angesammelten Fasern im Spinnrotor in Berührung kommt, während die abgespaltenen Fasern weiterhin dem Spinnrotor zugeführt werden; nach Beendigung des Garnanstückens wird das zusätzliche Garn, das in Verbindung mit einem normalen Garn vom Spinnrotor steht, einer Garnverknotungsvorrichtung zugeführt, die auf der Einrichtung dicht am Garnweg zwischen Spinnrotor und der Aufnahmewalze angeordnet ist;
gleichzeitig wird eine bestimmte Länge des Garns von der Garnpackung abgewickelt, um sie der Garnverknotungsvorrichtung zuzuführen; infolgedessen werden beide der Verknotungsvorrichtung zugeführten Garne verknotet und ein vom Garnanstücken stammender Garnabschnitt wird positiv herausgeschnitten. Danach wird das verknotete Garn von der Verknotungsvorrichtung freigegeben, worauf das normale Aufwickeln wieder begonnen werden kann. Um diese Operation zufriedenstellend auszuführen, wird eine Ansaugvorrichtung zum Halten des vom Garnanstücken stammenden Garnabschnittes während des Verknotens in wirkungsvoller Weise verwendet.
PATENTANSPRUCH I
Verfahren zum Garnanstücken und Verknoten zum Zeitpunkt eines Garnbruchs beim Spinnen mit offenem Ende, bei welchem Spinnen abgespaltene Fasern in einen mit hoher Geschwindigkeit rotierenden Spinnrotor geführt werden, so dass die abgespaltenen Fasern ununterbrochen an einer Fasersammelfläche des Spinnrotors abgeschieden werden und ein Faserbündel von der Fasersammelfläche kontinuierlich abgenommen und bei hoher Rotationsgeschwindigkeit des Spinnrotors verdrillt wird, wobei kontinuierlich ein verdrilltes Garn aus einer Abfuhröffnung des Spinnrotors abgeführt u. aus diesem schliesslich eine Garnpackung gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass es folgende Schritte aufweist:
**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.