Möbeleinrichtung mit Liege- und Abstellmöbel
Es ist bei Möbeleinrichtungen mit Liege- und Kastenmöbeln üblich, das Liegemöbel mit wenigstens einer Seite gegen eine Raumwand zu stellen und das bzw. die Abstellbzw. Kastenmöbel, wie Kästchen, Tablargestelle oder aus solchen kombinierte Möbel usw. an vom Liegemöbel nicht belegten Wandpartien anzuordnen. Der Platzbedarf solcher Einrichtungen ist relativ gross; anderseits ist auch die Stellmöglichkeit insbesondere des (bzw. der) Liegemöbels beschränkt, und zwar insbesondere wenn z.B. das Liegemöbel umgestellt oder mit einem zweiten Liegemöbel in Paralleloder Winkelanordnung kombiniert werden soll.
Um Platz zu sparen, hat man für sogenannte Studioeinrichtungen auch schon vorgeschlagen, eine Gestellwand mit einem unteren, durchgehenden Tablar zu versehen, das über die Wandelemente (Fächer, Schubladen, Kästchen usw.) vorstehtunddem Kopfteil des Bettgestells als Auflage und Befestigungselement dient. Wenn die unmittelbar über dem Bettauflagetablar eingesetzten Schubladen oder Kastenteile wegnehmbar montiert werden, lässt sich das Bett an verschiedenen Stellen dieses Tablars anordnen; dies setzt allerdings, wie gesagt, einen Umbau der seitlich des Bettes vorgesehenen Einbauelemente der Gestellwand voraus. Alle diese Nachteile sind bei der erfindungsgemässen Möbeleinrichtung vermieden.
Sie ist zu diesem Zweck dadurch gekennzeichnet, dass das längs einer Raumwand aufstellbare Abstellmöbel ein über seine ganze Länge die untere Begrenzung einer Nische bildendes Tablar aufweist, dessen Höhenlage geringer ist als jene der Unterseite des Liegemöbelgestells, dessen Füsse an wenigstens einer Schmal- und einer Längsseite so zurückgesetzt sind, dass es bei aufliegender Matratze mit der genannten Schmal- oder Längsseite an beliebiger Längsstelle des Abstellmöbels allseitig frei in die genannte Nische ragen kann.
Da das Tablar keine Abstütz- oder Befestigungsfunktion für das Liegemöbel besitzen muss, lässt sich, wenn die Nische durchgehend frei von Einbaumöbelteilen bleibt, das Liegemöbel längs des Abstellmöbels in eine beliebige Lage verschieben, und zwar sowohl längs als auch quer zu diesem Abstellmöbel, wobei das Tablar dank der freien Nische seitlich des Liegemöbels stets über seine ganze Tiefe als Abstellfläche zur Verfügung steht.
Beim Verändern der Lage des Liegemöbels sind keinerlei Demontage- bzw. Montagearbeiten durchzuführen.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Möbeleinrichtung ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt; es zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht der Möbeleinrichtung mit zwei Betten,
Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch das Abstellmöbel der Einrichtung mit in die Nische ragendem Bett, und
Fig. 3 schaubildlich einen Teil der Einrichtung nach Fig. 1.
In der Zeichnung ist 1 ein im Grundriss rechtwinkliges Wand-Abstellmöbel, das ein durchgehendes Abstelltablar 2 aufweist, welches die untere Begrenzung einer durchgehenden Nische 3 bildet. Der vom Tablar 2 abgedeckte Unterbau des Möbels 1 kann als sogenannter Bettzeugkasten ausgebildet sein, während der über der Nische 3 gebildete, gegenüber dem Tablar 2 zurückgesetzte Oberbau des Möbels 1 mit Kästchen, Abstellfächern, Schubladen usw. versehen ist.
Ober- und Unterbau sind durch eine gemeinsame Rückwand miteinander verbunden. Zur gezeichneten Einrichtung gehören ferner zwei unter sich gleiche Liegemöbel 4, deren flaches (keine Kopf- bzw. Fussleiste aufweisendes) Gestell 4a die Matratze 5 trägt und mit allseitig zurückgesetzten Füssen 4b versehen ist. Die lichte Höhe des Bettgestells 4a ist etwas grösser als die Oberkanthöhe des Tablars 2, während die lichte Höhe der Nische 3 grösser ist als die Totalhöhe des Gestells 4a mit Matratze 5. Demzufolge ragt die Zustellseite der Liegemöbel 4 frei über das Tablar 2 in die Nische 3.
Da das Tablar 2 bzw. die Nische 3 durchgehend frei von Möbeleinbauten ist, lassen sich die Liegemöbel 4 aus der in Fig. 1 mit ausgezogenen Linien gezeichneten Lage beliebig parallel verschieben (z.B. wie mit langen gestrichelten Linien angedeutet) oder auch um 90" gedreht aufstellen (wie mit kurzen gestrichelten Linien angedeutet), ohne dass irgendwelche Umbauarbeiten vorgenommen werden müssen; stets bleibt auch das Tablar 2 seitlich des Liegemöbels als Abstellfläche erhalten. Damit ist die denkbar grösste Freizügigkeit in der Stellmöglichkeit des oder der Liegemöbel 4 gewährleistet. Da eine Fixierung des Liegemöbels am Tablar 2 nicht erforderlich ist, lässt sich die Tiefe des Übergriffs des Liegemöbels über das Tablar innerhalb der durch die Zurücksetzung der Füsse 4b gegebenen Grenzen beliebig wählen; auch ein freies Aufstellen des Liegemöbels ist möglich.
Selbstverständlich könnte das Abstellmöbel 1 auch ohne abgewinkelten Teil, also nur längs einer geraden Wand aufstellbar ausgebildet sein; anderseits können dem mit Tablar 2 und Nische 3 versehenen Abstellmöbel 1 auch weitere Möbelstücke, wie z.B. Wandtische und dergleichen, beigeordnet sein, unter welchen zweckmässig frontseitig so viel freier Raum belassen ist, dass sie ein seitliches Überstehen des Bettgestells über das anliegende Tablar 2 nicht behindern.