CH526112A - Elektronischer Messwertwandler, insbesondere für Widerstandsgeber - Google Patents

Elektronischer Messwertwandler, insbesondere für Widerstandsgeber

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CH526112A
CH526112A CH1039071A CH1039071A CH526112A CH 526112 A CH526112 A CH 526112A CH 1039071 A CH1039071 A CH 1039071A CH 1039071 A CH1039071 A CH 1039071A CH 526112 A CH526112 A CH 526112A
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CH1039071A
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Loesch Horst
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Gossen Gmbh
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Description


  Elektronischer Messwertwandler, insbesondere für Widerstandsgeber    Die Erfindung betrifft einen elektronischen     Mess-          wertwandler,    insbesondere für Widerstandsgeber.  



  Als Messwertwandler wurden bisher, beispielsweise  bei Temperaturmessungen mit Widerstandsgebern, in  überwiegendem Umfang Kreuzspulmessgeräte einge  setzt. Durch die Verwendung eines Kreuzspulinstrumen  tes und einer entsprechenden Schaltungsanordnung lässt  sich eine Quotientenmessung durchführen, wodurch der  Einfluss der sich ändernden Speisespannung auf den  angezeigten Messwert ausgeschaltet wird. Die Herstel  lung eines Kreuzspulmessgerätes ist jedoch kompliziert  und mit grossem zeitlichen und kostenmässigen Auf  wand verbunden.  



  In den meisten Fällen, in denen     Kreuzspulmessgerä-          te    verwendet werden, wäre eine Quotientenmessung  mittels Kreuzspule gar nicht erforderlich, wenn es  gelänge, die Speisespannung vollkommen konstant zu  halten. Hält man die Speisespannung konstant, so wird  die Messung zweier veränderlicher Grössen auf die  Messung einer veränderlichen Grösse zurückgeführt,  nämlich auf die des sich ändernden Widerstandes des  Gebers.  



  Ist die Forderung nach einer Quotientenmessung  weggefallen, so kann das Kreuzspulinstrument durch  eine Messschaltung ersetzt werden, die nur noch ein  normales Drehspulinstrument zur Anzeige benötigt.  Eine bekannte Messschaltung ohne ein derartiges Kreuz  spulinstrument ist die sogenannte Spannungsbrücke.  



  Hierbei handelt es sich um eine Wheatstone-Brücke,  die in einem ihrer Zweige einen Widerstandsgeber  enthält. Mittels eines Drehspulmesswerkes wird der  durch die Brückendiagonale fliessende Strom gemessen,  der ein Mass für den jeweiligen Widerstandswert des  Widerstandsgebers darstellt. Da die Anzeige ausserdem  der Speisespannung proportional ist, wird zur Speisung    der Brücke eine Konstantspannungs- oder eine Kon  stantstromquelle verwendet.  



  Bei der Spannungsbrücke wird aber durch die  Verwendung von Konstantspannungs- bzw. Konstant  stromquellen keine Linearität zwischen der Widerstands  änderung des Gäebers und ihrer proportionalen Anzeige  am Messinstrument erreicht. Die Ursache dieser     Nichtli-          nearität    ist in dem Schaltungsaufbau einer     Wheatstone-          Brücke    zu finden.  



  Wird beispielsweise eine Konstantstromquelle ver  wendet, so liegt in dem mit ihr gebildeten Stromkreis  eine Parallelschaltung, die aus den zwei Zweigen der  Wheatstone-Brücke besteht, wobei jeder Zweig aus zwei  in Serie geschalteten Widerständen zusammengesetzt ist.  Ändert sich nun der Widerstandswert des Widerstands  gebers in einem Zweig der Brücke, beispielsweise infolge  einer Temperaturänderung, so bleibt zwar die Summe  der Ströme aus den beiden parallelgeschalteten Zweigen  und damit der Gesamtstrom durch die Konstantstrom  quelle gleich. Es ändert sich aber jeder der Teilströme in  den beiden Zweigen der Brücke aufgrund ihrer Parallel  schaltung, obwohl sich nur in einem Zweig der Wider  standswert geändert hat. Eine Nichtlinearität und somit  eine Verfälschung der Messung bzw.

   Anzeige der Wider  standsänderung des Widerstandsgebers ist deshalb bei  der Spannungsbrücke nicht zu vermeiden. Dieser Fehler  wird um so gravierender, je grösser der     Temperatur-          messbereich    des Widerstandsgebers ist. Wird in der  Spannungsbrücke eine Konstantspannungsquelle ver  wendet, so folgt die Anzeige noch weniger linear .der  Widerstandsänderung als bei Verwendung einer     Kon-          stantstromquelle.     



  Die     Anzeige    bei einer Spannungsbrücke wird zusätz  lich auch noch durch die     Zuleitungswiderstände    vom  Widerstandsgeber zum Messgerät nicht linear     beein-          flusst,    so dass diese berücksichtigt, bzw.     jedesmal    abge-      glichen werden müssen. Weiterhin wird das     Messergeb-          nis    durch den Schleiferübergangswiderstand bei Verwen  dung von niederohmigen Potentiometer- und Stufenstel  lungsgebern verfälscht. Für kleine und grosse Tempera  turänderungsbereiche sind mehrere verschieden ausge  legte Drehspulinstrumente erforderlich, um eindeutig  ablesbare Anzeigeergebnisse zu erzielen.  



  Um die vorstehend geschilderten Nachteile der  Spannungsbrücke zu vermeiden, bestand daher die  Aufgabe, einen Messwertwandler zu schaffen, der ohne  Verwendung eines Kreuzspulinstrumentes eine lineare  Anzeige der Widerstandswertänderung eines Gebers  ermöglicht, der dabei von den Widerständen der Zulei  tungen und von weiteren Fehlerfaktoren nicht     beein-          flusst    wird und nur ein Anzeigeinstrument für den  grösstmöglichen Widerstandsänderungsbereich benö  tigt.  



  Zur Lösung dieser Aufgabe ist der Messwertwandler  erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass in zwei  parallelgeschalteten Zweigen je eine Konstantstromquel  le liegt, die einem jeweils mit ihr in Serie geschalteten  Widerstand je einen gleichen, konstanten Strom ein  prägt, wobei die an den Verbindungspunkten der Kon  stantstromquellen mit den zugehörigen Widerständen  liegende Spannung über einen Impedanzwandler dem  Messinstrument zugeführt wird.  



  Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen  insbesondere darin, dass aufgrund der eingeprägten  konstanten Ströme in den beiden parallelen Zweigen der  Schaltung eine lineare Anzeige der Widerstandswertän  Äderung des Gebers ermöglicht wird. Dadurch wird auch  ein erheblicher Schwankungsbereich für die ohmschen  Widerstandswerte der Zuleitungen vom Messgerät zum  Widerstandsgeber gewonnen. Das bedeutet, dass ohne  das Messergebnis zu verfälschen, je nach Einsatzfall  verschieden lange Zuleitungen und damit entsprechend  unterschiedliche Widerstandswerte der Zuleitungen bei  Anwendung einer Dreileiterschaltung zulässig sind, ohne  dass nachgeeicht werden muss.

   Ebenso geht der Schlei  ferübergangswiderstand bei Verwendung von     niederoh-          migen    Potentiometer- und Stufenstellungsgebern in Drei  leiterschaltung bis zu einem in der Praxis ausreichenden  Wert überhaupt nicht in die Messung ein. Bei Anwen  dung einer Zweileiterschaltung reduzieren sich die erfor  derlichen Abgleichvorgänge gegenüber einer Spannungs  brücke um zwei Drittel.    Anhand der Zeichnung werden nachstehend das  Prinzip und ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsge  genstandes beschrieben. Es zeigen:  Fig. 1 ein Prinzipschaltbild des     Messwertwand-          lers,     Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel des     Messwertwand-          lers.     



  Anhand von Figur 1 soll vorerst das Messprinzip  erläutert werden. Um die Schaltung des elektronischen  Messwertwandlers zu veranschaulichen, kann man sich  die Schaltung in gedanklicher Hilfsvorstellung als eine  Brücke vorstellen, in deren beiden parallelen Zweigen 1  und 2, die zur Kennzeichnung in stärkeren Strichen  gezeichnet sind, anstelle eines Widerstandes je eine  Konstantstromquelle 3 bzw. 4 eingesetzt ist. Jede dieser  -beiden Konstantstromquellen erzeugt einen konstanten,  gleich grossen Strom. Dieser Strom wird dem mit der    Stromquelle 3 in Serie geschalteten Widerstandsgeber 5  bzw. dem mit der Konstantstromquelle 4 in Serie  geschalteten Kompensationswiderstand 6 eingeprägt.  Für den Messbereichsanfang als gemeinsamen Bezugs  punkt hat der Widerstandsgeber 5 den gleichen Wider  standswert wie der Kompensationswiderstand 6.

   Die  beiden gleich grossen Ströme der beiden Stromquellen 3  und 4 erzeugen deshalb an den gleich grossen Wider  ständen 5 und 6 gleich grosse Spannungsabfälle, so dass  zwischen den Punkten 7 und 8 keine Spannungsdiffe  renz entsteht.  



  Ändert sich nun der Widerstandswert des Gebers 5,  so ergibt sich am Punkt 7 des Zweiges 1 ein anderes  Potential, als am Punkt 8 des Zweiges 2 der Anordnung.  Die entstandene Spannungsdifferenz wird über den  hochohmigen Impedanzwandler 9 praktisch leistungslos  abgegriffen und mit dem Drehspulinstrument 10 ange  zeigt. Obwohl die Zweige 1 und 2 parallel liegen und  sich der Widerstandswert des Gebers 5 geändert hat,  ändert sich das Potential im Punkt 8 nicht, da der von  der Konstantstromquelle 4 dem Kompensationswider  stand 6 aufgeprägte Strom konstant bleibt. Daher kann  kein Linearitätsfehler und somit auch keine     Messwert-          verfälschung    auftreten.  



  Die den beiden parallelen Zweigen eingeprägten  konstanten Ströme ermöglichen es auch unter entspre  chender Dimensionierung der Gesamtanordnung, die  unterschiedlichen Widerstandswerte bzw. die gebräuchli  chen Längen von Zuleitungen zwischen Geber und  Messgerät anzuschliessen, ohne die Klassengenauigkeit  zu beeinträchtigen und ohne dass bei Anwendung der  Dreileiterschaltung eine Nacheichung erforderlich ist  bzw. mit um zwei Drittel verringertem Abgleichaufwand  bei Anwendung der Zweileiterschaltung. Dies stellt  einen erheblichen Vorteil gegenüber der jetzigen Praxis  mit Spannungsbrücken dar, bei denen in jedem Einsatz  fall neu geeicht werden muss.  



  Der durch die Konstantstromquelle 3 dem Wider  standsgeber 5 eingeprägte Strom ruft aufgrund seiner  konstanten Grösse am Widerstandsgeber stets einen  maximal erzielbaren Spannungsabfall hervor. Die     Grös-          se    dieses Spannungsabfalls erlaubt es für den gesamten  Widerstandsänderungsbereich des Gebers, also auch  wenn der Geberwiderstandswert relativ klein ist, nur ein  einziges Anzeigeinstrument zu verwenden und doch  eindeutig ablesbare Anzeigeergebnisse zu erhalten.  



  Figur 2 zeigt ein Schaltungsbeispiel der Erfindung,  das in Dreileiterschaltung ausgeführt ist. Die in Figur 1  erwähnte Konstantstromquelle 3 besteht aus dem Tran  sistor 11, den Widerständen 12, 13, 14 und der  Zenerdiode 15. Die in Figur 1 mit 4 bezeichnete  Konstantstromquelle besteht aus dem Transistor 16, den  Widerständen 17 und 18, sowie ebenfalls aus dem  Widerstand 14 und der Zenerdiode 15. Jede der beiden  Konstantstromquellen ist gleich aufgebaut und arbeitet  nach dem Prinzip, mittels der Zenerdiode 15 die  Spannung an dem Widerstand 12 bzw. 17 plus der  Spannung zwischen Emitter und Basis des Transistors  11 bzw. 16 konstant zu halten.

   Durch diese     Spannungs-          konstandthaltung    wird ein genügend konstanter     Emitter-          strom    des Transistors 11 -bzw. 16 erzeugt. Gleichzeitig       damit    bleibt auch der fast gleich grosse     Kollektorstrom     des Transistors 11 bzw.

   16 konstant, der sich vom       Emitterstrom    nur durch den     vernachlässigbar        kleinen     Basisstrom     unterscheidet.    Die Konstanz des Kollektor  stromes bleibt     für    einen veränderlichen Widerstandswert  des Gebers 5 stets erhalten, wenn der Spannungsabfall      an dem Widerstandsgeber nicht grösser wird als die  Differenz zwischen der Betriebsspannung und der Zen  erspannung der Zenerdiode 15. Die erforderliche Be  triebsspannung liegt an den Klemmen 19 und 20. Durch  entsprechende Dimensionierung kann man mit dem  Widerstand 13 bzw. 18 den Stabilisierungsfaktor der  Konstantstromquelle für einen günstigen Arbeitspunkt  auf den Wert unendlich einstellen.

   Die Kollektorströme  der Transistoren 11 und 16 fliessen über den Wider  standsgeber 5 und den Kompensationswiderstand 6 und  dann zurück über den Kollektorwiderstand 21, der  beiden Transistoren gemeinsam ist. Der Transistor 11  bzw. 16 dient in dem beschriebenen Regelkreis sowohl  als Differenzverstärker, als auch als Stellglied. Die beiden  Konstantstromquellen sind zueinander in Differenz ge  schaltet, wodurch das Konstanthaltungsvermögen erheb  lich verbessert ist.  



  Die zwischen den Punkten 7 und 8 anliegende zu  messende Spannung wird hochohmig abgegriffen, um  eine lineare und praktisch leistungslose Messung vorneh  men zu können. Diese erforderliche Hochohmigkeit wird  durch eine Impedanzwandlerstufe in Brückenschaltung  erreicht. Diese Brückenschaltung besteht aus den in  Differenz geschalteten Transistoren 22 und 23, sowie  den Widerständen 24 und 25. Die Transistoren 22 und  23 der Impedanzwandlerstufe sind als Emitterfolger  geschaltet. Das bedeutet für die Arbeitsweise dieser  Stufe, dass das Basispotential das Emitterpotential der  Transistoren mitzieht. Die Basispotentiale unterscheiden  sich von den Emitterpotentialen der Transistoren 22 und  23 nur durch den Spannungsabfall an den     Basis-          Emitter-Strecken.     



  In Serie zu dem Messinstrument 10 liegt der  Widerstand 26. Dieser Widerstand ist ebenso wie der  Kompensationswiderstand 6 einstellbar ausgeführt. Mit  diesen beiden einstellbaren Widerständen wird die    Anordnung an die verschiedenen im Handel erhältlichen  Widerstandsgeber bzw. deren unterschiedliche     Messbe-          reiche    und Widerstandswerte angepasst.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Elektronischer Messwertwandler, insbesondere für Widerstandsgeber, dadurch gekennzeichnet, dass in zwei parallelgeschalteten Zweigen (1, 2) je eine Kon stantstromquelle (3, 4) liegt, die einem jeweils mit ihr in Serie geschalteten Widerstand (5, 6) je einen gleichen, konstanten Strom einprägt, wobei die an den Verbin dungspunkten (7, 8) der Konstantstromquellen mit den zugehörigen Widerständen liegende Spannung über einen Impedanzwandler (9) dem Messinstrument (10) zugeführt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Messwertwandler nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Konstantstromquellen (3, 4) untereinander in Differenz geschaltet sind. 2.
    Messwertwandler nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Ab greifen der Messgrösse an die genannten Verbindungs punkte (7, 8) eine Differenzimpedanzwandlerstufe (22, 23, 24, 25) in Brückenschaltung angeschlossen ist.
CH1039071A 1971-05-12 1971-07-14 Elektronischer Messwertwandler, insbesondere für Widerstandsgeber CH526112A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19738050A1 (de) * 1997-09-01 1999-03-04 Itt Mfg Enterprises Inc Schaltungsanordnung zum Erzeugen und Auswerten des Meßsignals eines Positionssensors

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DE19738050A1 (de) * 1997-09-01 1999-03-04 Itt Mfg Enterprises Inc Schaltungsanordnung zum Erzeugen und Auswerten des Meßsignals eines Positionssensors

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