Webblattanordnung an einer Webmaschine
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Webblattanordnung an einer Webmaschine, welche einen schwenkbaren Träger umfasst, an welchem das Webblatt befestigt ist.
Beim Betrieb von Webmaschinen kann der Fall eintreten, dass der zum Eintragen des Schussfadens verwendete Schützen nicht ordnungsgemäss in den Schützenkasten einläuft, sondern im Webfach stecken bleibt. Eine solche fehlerhafte Arbeitsweise ereignet sich selten, aber wenn sie vorkommt, so ist der dabei entstehende Schaden gross. Ein genügend rasches Abstellen der Webmaschine ist in einem solchen Fall mit mechanischen Einrichtungen nicht mehr möglich und entsprechende, der Überwachung dienende elektrische Einrichtungen sind im allgemeinen noch nicht genügend zuverlässig. Daher hilft man diesem Übelstand dadurch ab, dass man z. B. ein ausschwenkbares Webblatt vorsieht. Ein im Webfach stecken gebliebener Schützen drückt das schwenkbare Webblatt weg, wodurch Zerstörungen vermieden werden.
Da sich der Schützen längs des unteren Teils des Webbiattes bewegt, muss dieses um seine obere Längsseite schwenkbar sein. Dies wiederum bedingt das Vorsehen eines relativ schweren Ladedeckels, was vor allem für mit hohen Tourenzahlen laufende Webmaschinen unvorteilhaft ist.
Wenn der Schützen an einem Ende des Webfaches eingeklemmt bleibt, so wird das Webblatt an diesem Ende ausgedrückt, wobei es aber längs seiner ganzen Länge aus seiner Normalstellung wegbewegt werden muss. Die auf diese Weise am einen Ende des Webblattes auftretenden Kräfte bewirken eine schädliche Verdrehung desselben, was insbesondere bei Maschinen mit grosser Webbreite von merklichem Nachteil ist.
Bei Frottierwebmaschinen werden die einzelnen Schussfäden um verschiedene Beträge angeschlagen. Beispielsweise werden zwei aufeinanderfolgende Schussfäden vorerst nur bis zu einer gewissen Distanz gegen den Gewebeanschlag angeschoben. Nach dem Eintragen des dritten Schusses werden dann alle drei Schussfäden vollständig an den Gewebeanschlag angeschlagen. Um diesen Vorgang durchzuführen, ist ein relativ grosser Aufwand an Teilen nicht zu vermeiden, mittels welchen dem Webblatt die verschiedenen Anschlagwege vermittelt werden.
Die erwähnten Nachteile sollen gemäss vorliegender Erfindung vermieden werden. Ausserdem soll durch diese eine mechanisch einfache Bauweise erzielt werden. Insbesondere soll sich durch die Erfindung auch das Vorsehen eines Ladedeckels erübrigen.
Das Weglassen des Ladedeckels bedingt, dass das Webblatt nur längs seiner untern Längsseite befestigt ist. Diese Befestigung muss daher von besonders solider Art sein. Daher betrifft eine besondere Ausführungsform der Erfindung eine bei fehlendem Ladedeckel vorteilhafte Webblattbefestigung.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Träger auf einer Wellenanordnung rotierbar gelagert ist, welche von Ladestützen getragen und mittels derselben hin und her bewegbar ist, und dass das Webblatt durch Rotation des Trägers auf der Wellenanordnung aus einer vorgegebenen Schussfadenanschlagstellung weg rotiert werden kann.
Zum besseren Verständnis sei die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen und den Fig. 1, 2 und 3 der Zeichnung, welche von der Seite gesehene Querschnitte zeigen, näher erläutert. In den drei Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche Teile.
Gemäss dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel trägt die Ladestütze 11 eine Welle 12, auf welcher der hohlzylinderförmige Träger 13 rotierbar gelagert ist. Es kann entweder eine einzige Welle 12 vorgesehen sein, welche sich über die Breite der Webmaschine von einer Ladestütze zur andern erstreckt, oder es kann an jeder Ladestütze ein Wellenstück befestigt sein, welches nur um einen gewissen Betrag ins Innere des Trägers 13 hineinricht. Der Träger kann beispielsweise mittels eines Zylinderlagers auf der Welle 12 oder den Wellenstücken rotierbar gelagert sein. Am Träger 13 ist eine Weblade 14 befestigt. Diese wiederum trägt das Webblatt 15. Über der Lade 14 ist ein Schützen 16 hin und her bewegbar. Zwischen jeder Ladestütze 11 und einem schematisch gezeichneten Kurbelantrieb 17 ist eine Plenelstange 18 vorgesehen. Der Antrieb 17 schwenkt die Ladestützen 11 hin und her.
Durch die Litzen 19 werden die Kettfäden 20 einer Fachbewegung unterworfen. Der gewobene Stoff ist mit 21 bezeichnet.
Wie bereits erwähnt, ist der hohlzylinderförmige Träger 13 auf einer durchgehenden Welle 12 oder an jedem seiner Enden auf je einem Wellenstück rotierbar gelagert. Die Druckfeder 22 erteilt ihm eine dauernde Vorspannung, durch welche er am mit der Ladestütze 11 festen Anschlag 24 anliegt. In dieser Stellung befindet sich das Webblatt 15 in seiner für das Anschlagen des Schussfadens vorgesehenen Anschlagstellung.
Wenn durch das Schwingen der Ladestützen 11 der Träger 13, die Lade 14 und das Blatt 15 in ihrer für das Anschlagen des Schussfadens vorgesehenen Stellung hin und her geschwenkt werden, so läuft die Rolle 25, welche über den Arm 26 am Träger 13 befestigt ist, im hintern Bereich der Schwenkung auf einer Laufkurve 27, welche federnd gelagert ist und kommt auf dieser zur Abstützung. Im vordersten Bereich der Schwenkung der Ladestützen 11 läuft die Rolle 25 auf die Auflage 29 der Stütze 28 auf und ist auf dieser abgestützt. Die Stütze 28 ist um die Achse 30 drehbar und mittels der Feder 31 im Uhrzeigersinn gegen den Anschlag 32 hin vorgespannt. Die Lage der Rolle 25 bei in ihre rückwärtige Stellung geschwenkter Lade 14 ist mit 25' bezeichnet.
Schliesslich ist noch ein Abstellhebel 33 vorhanden, welcher um die Achse 34 drehbar ist. Bei vom Anschlag 24 weggeschwenktem Träger 13 wird der Hebel 33 durch das am Träger 13 befestigte Glied 35 in seine strichliert gezeichnete Lage 33' bewegt. In dieser Lage bewirkt er ein Stillsetzen der Webmaschine. Die mit 14 strichliert gezeichnete Lage der Lade 14, die mit 15 strichliert gezeichnete Lage des Webblattes 15 und die mit 35 gezeichnete Lage des Gliedes 35 entsprechen den bei dieser Schwenkung des Trägers 13 von diesen Teilen eingenommenen Lagen. Mit 13 ist die Lage des Trägers 13 in der hintersten Position der Schwingung der Ladestützen 11 strichliert eingezeichnet.
Im Betrieb der Webmaschine wird durch die Bewegung der Ladestützen 11 der Träger 13 und mit diesem das.Webblatt 15 dauernd hin und her geschwenkt. Bei ordnungsgemässer Arbeitsweise bleibt.dabei der Arm 26-als Folge der durch die Feder 22 gelieferten Vorspannung dauernd am Anschlag 24 angedrückt. Um beim in der hintern Ladestellung erfolgenden Richtungswechsel der Gefahr einer durch die auftretende, starke Beschleunigung bedingten Verdrehung des Trägers: 13 gegen die Vorspannung der Feder 22 zu begegnen, ist das Stützglied 27 vorgesehen, auf welchem die Rolle 25, wie durch 25 angedeutet, läuft, wodurch dem Verschwenken des Trägers 13 in ungefähr der hinteren Hälfte der Hin- und Herbewegung der Ladestützen il entgegengewirkt wird.
Wenn andernteils das Webblatt 15 den Schussfaden anschlägt so wird dieses mit grosser Kraft gegen den Gewebeanschlag gedrückt. Damit auch in diesem Falle ein Ausweichen durch.Rotation des Trägers 13 gegen die Spannung der Feder 22 nicht möglich ist, ist die Stütze 28 in der Weise angebracht, dass-sich die Rolle 25 in der vordersten Lage der Bewegung der Ladestützen - 11 über diesem befindet und auf diese Weise das Webblatt fest in seiner vorgegebenen Schussfadenanschlagstellung verriegelt ist.
Wenn es vorkommt, dass der Schützen 16 aus irgend einem Grunde im Webfach stecken bleibt und ein Abstellen der Webmaschine nicht mehr rechtzeitig möglich ist, so.:wird der Schützen 16 durch das Webblatt 15 gegen den Gewebean- schlag gedrückt. Ohne spezielle Vorkehrungen werden dabei im allgemeinen eine- grosse Zahl von Kettfäden 20 zerrissen, da der Schütze 16 gegen diese gedrückt wird. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel entsteht durch den Druck auf die kettfäden 20 ein Gegendruck auf das Webblatt 15. Dieser Gegen druck entsteht während sich die Ladestützen 11 gegen ihre vorderste Lage bewegen. Dadurch werden der Träger 13 und die an ihm befestigten Teile in bezug auf die Welle 12 im Uhrzeigersinn rotiert.
Die Rolle 25 befindet sich in dieser Arbeitsphase zwischen den Stützgliedern 27 und 28, so dass dieses einer solchen Drehung nicht hindernd im Wege stehen.
Dadurch gelangen die Weblade 14, das Webblatt-15, der Arm 26 und das Glied 35 in die beziehungsweise mit 14' 15' 26' und 35' bezeichneten Lagen. Wie an Hand der gestrichelt gezeichneten Schützenposition 16' ersichtlich ist, wird dabei das Webblatt 15 so weit zurückgeschwenkt, dass der Schützen
16 zwischen diesem und der Anschlagkante Platz hat, ohne dass Kettfäden zerrissen werden. Bei der Rotation des Trägers
13 wird auch das Glied 35 mitgenommen. Falls der Abstellhe bel 33 fest auf der Webmaschine befestigt ist, stösst das Glied
35 in der vordern Schwenklage der Lade 14 gegen diesen
Hebel 33. Eine etwas frühere Betätigung des Hebels 33 wird erhalten, wenn dieser von einer der Ladestützen 11 getragen und mit dieser mitbewegt wird. Die Betätigung des Hebels 33 kann zum Abstellen der Webmaschine und auch zum Erzeugen eines Alarmsignales benützt werden.
Durch das Ausschwenken des Webblattes 15 und damit des
Armes 26 gelangt die Rolle 25 nicht mehr auf die Auflage 29 des Stützgliedes 28, sondern bewegt sich unter der Auflage 29 und neben der Stütze 28 vorbei. Damit dies möglich ist, ist die
Anordnung so getroffen, dass die Auflage 29 die Stütze 28 auf der Seite der Rolle 25 etwas überragt. Die
Anordnung kann aber auch so getroffen sein, dass der Hebel
26 und die Rolle 25 das Stützglied 28 gegen die Wirkung der
Feder 31 verschwenken.
Der gemäss vorliegender Erfindung schwenkbar angeord nete Träger 13 ist aber auch für die Verwendung auf Frottier maschinen von Vorteil. Zu diesem Zweck ist eine Halteanord nung vorgesehen, welche auf jeder Seite- der Webmaschine einen symbolisch gezeichneten Greifer oder Haken 40 und einen als Stange 41 ausgebildeten Halteteil 41 umfasst. Die
Haken 40 können wahlweise, z. B. durch eine Schaftmaschine gesteuert; in Eingriff mit der Stange 41 gebracht werden.
Wenn dies der Fall ist, so wird über die um die Achse 42 drehbaren Arme 43, welche miteinander fest verbunden sind, auf jeder Seite der Webmaschine eine Stosstange 44 betätigt.
Dadurch wiederum wird über die Arme 26 der Träger 13 relativ zur Welle 12- um einen kleinen Betrag im Uhrzeigersinn gedreht, so dass das Blatt 15 nicht ganz bis zur Anschlagkante des Gewebes bewegt wird Beim Frottierweben werden bekanntlich im allgemeinen zwei aufeinanderfolgende Schuss fäden nicht vollständig und anschliessend der darauffolgende, dritte Schussfaden zusammen mit-den beiden vorhergehenden
Schussfäden vollständig an die Gewebekante angeschlagen. Mit der im vorhergehenden beschriebenen Anordnung zum Frot tierweben lässt sich eine solche Arbeitsweise ohne weiteres durchführen, indem ein Steuermittel (z. B. die Schaftmaschine) den Haken .zweimal nacheinander in Eingriff und das dritte -Mal ausser Eingriff mit dem Halteglied 41 bringt.
Es müssen natürlich Vorkehrungen getroffen sein, durch welche bei betä tigtemHaken 40, d. h. bei- um einen kleinen Betrag rotiertem
Träger 13, das Stützglied 28 im Gegenuhrzeigersinn wegge dreht wird, damit die Rolle.25 nicht auf die Platte 29 aufläuft.
Diese Frottieranordnung zeichnet sich durch ihren einfachen
Aufbau aüs.-
In Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt. Auf einer Welle 12 ist wiederum ein Träger 13 schwenkbar oder rotierbar gelagert. An dem Träger 13 ist wiederum eine Lade
14 befestigt, längs welcher der Schützen 16 hin und-her geschossen wird. Ausserdem ist das Webblatt 15 fest milder
Lade 14 und damit mit dem Träger 13 verbunden.
Einmit dem Träger 1.3.fester Arm-50 befindet-sich auf jeder Seite-der tebmaschine am Orte jedes der Schützenka stein, Jeder der Arme 50 weist eine Drehachse 51 auf, auf welcher ein Doppelhebel mit den Armen -52 und 53 drehbar gelagert ist. Die Drehachse 51 ist den Armen 50 gemeinsam und erstreckt sich über die ganze Breite der Webmaschine, so dass-die-beidseitigvorhandenen Arme 52, 53 starr miteinander verbunden sind und sich miteinander bewegen. Der Teil 54 eines Kniegelenkes ist ebenfalls drehbar um die Achse 51 gelagert. Der andere Teil 55 des Kniegelenkes ist an den Ach sen 56 und 57 angelenkt.
Die Achse 57 ist fest an einem nicht gezeichneten Teil der Ladestütze befestigt. Das Halteglied 58 ist fest an der Maschinenwand eingebaut. Ein zweiter zweiarmiger Hebel mit den Schenkeln 60 und 61 ist ebenfalls um die Achse 56 drehbar. Er ist durch eine Feder um durch den Pfeil 64 gegebenen Drehsinn vorgespannt. Eine durch den Pfeil 65 symbolisch angedeutete Feder am Orte der Achse 57 ist bestrebt, das Kniegelenk 54, 55 gegen den Anschlag 62 zu drücken. Die im Drehsinn 64 wirkende Feder am Orte der Achse 56 übt über den Schenkel 60 eine solche Kraft auf den Hebel 52, 53 aus, dass das freie Ende des Armes 52 gegen die Kastenzunge 63 des Schützenkastens gedrückt ist.
Im Betrieb der Webmaschine werden durch die Ladestützen
11, welche die Welle 12 tragen, der Träger 13 und die von diesem getragenen Teile hin und her bewegt. Auch die Teile 52-57 und der Anschlag 62 werden dabei mit den Ladestützen mitbewegt. Nur das Halteglied 58 befindet sich in Ruhe, da es an einem feststehenden Teil der Webmaschine befestigt ist.
Bei normaler Arbeitsweise läuft der Schützen 16 in einen der Schützenkästen ein, während sich die Lade in ihrer Vorwärtsbewegung befindet, d. h. in bezug auf Fig. 2 nach links bewegt. Bei ordnungsgemässer Lage des Schützens 16 im Schützenkasten drückt dieser die Kastenzunge 63 so weit gegen den Hebelarm 52, dass dieser über die Hebelarme 53 und 60 den Hebelarm 61 so weit anhebt, dass dieser vom Halteglied 58 nicht erfasst wird. Wenn sich anschliessend die Lade 14 wieder nach hinten bewegt, so bewegt sich der Hebelarm 61 am Halteglied 58 vorbei, bevor der Schützen 16 den Schützenkasten verlässt, so dass er mit dem Glied 58 nicht zusammenstösst. Nachdem der Schützen 16 den Schützenkasten verlassen hat, gibt die Bremszunge 63 nach.
Damit drehen sich die Hebelarme 52, 53 im Gegenuhrzeigersinn, da sie von den im Uhrzeigersinn (Pfeil 64) vorgespannten Hebelarmen 60, 61 einem dauernden Drehmoment ausgesetzt sind. Damit gelangt der Haken des Hebelarms 61 in eine tiefere Lage.
Es kann nun der Fall eintreten, dass der Schützen 16 nicht im richtigen Zeitpunkt im Schützenkasten eingetroffen ist, d. h.
sich bei einer bestimmten Position der Weblade noch nicht in diesem befindet. Dies ist z. B. der Fall, wenn er im Webfach stecken bleibt. In einem solchen Fall wird die Schützenkastenzunge 63 nicht nach aussen, d. h. in Fig. 2 nicht nach rechts gedrückt. Der Haken 61 bildet wiederum einen Teil und das Halteglied 58 wiederum den andern Teil einer Halteanordnung. Wenn die Kastenzunge 63 nicht nach aussen gedrückt wird, so erfolgt kein Anheben des Hebelarms, 61 so dass dieser beim nach vorn Schwingen der Lade 14 vom Halteglied 58 gehalten wird. Als Folge davon gelangen die Teile 54 und 55 in die strichliert gezeichnete, und mit 54 und 55 bezeichnete Lage. Zudem wird auch der mit dem Träger 13 feste Arm 50 in die mit 50 bezeichnete Lage bewegt; d. h. der Träger 13 erfährt eine Rotation im Uhrzeigersinn um die Welle 12.
Bei dieser Rotation wird das Webblatt 15 mitgedreht, so dass dieses sich nicht bis zum Gewebeanschlag bewegt. Falls der Schützen 16 im Webfach stecken geblieben ist, so wird gemäss diesem Ausführungsbeispiel der Träger 13 nicht als Folge des Drucks des Schützens auf das Webblatt, welcher durch den Gegendruck der Kettfäden auf den Schützen 16 gebildet wird, gedreht. Die Drehung des Trägers 13 erfolgt in diesem Fall vielmehr über das in Fig. 2 gezeigte Hebelsystem, wodurch die Kettfäden geschont werden.
Wie in der Einleitung zur Beschreibung erwähnt wurde, erübrigt sich bei der erfindungsgemässen Anordnung das Vorsehen eines Ladedeckels zum Befestigen des Webblattes. Bei der bekanntem Anordnung mit um den Ladedeckel schwenkbarem Webblatt war es möglich, das Webblatt über seine ganze Länge gleichmässig gestützt zu halten. Dies ist wichtig, damit sich keine Vorspannungen der Blattzähne ergeben. Wenn an gewissen Stellen des Webblattes, z. B. an den Orten von der Befestigung des Blattes dienenden Schrauben, ein stärkerer Druck ausgeübt ist als an anderen Stellen des Webblattes vorhanden ist, so verstellen sich gewisse der Webblattzähne.
Dies hat auf die Kettfäden eine schadhafte Wirkung und dadurch vermindert sich die Gewebequalität. Es ist deshalb von Wichtigkeit, dass bei fehlendem Ladedeckel die Befestigung des Webblattes so ausgeführt ist, dass über die ganze Länge des Webblattes ein gleichmässig verteilter Druck vorhanden ist. Eine solche Befestigung ist aus Fig. 2 ersichtlich.
Die Weblade 14 weist eine in ihrer Längsrichtung verlaufende Rille 70 auf, deren Seitenwände sich nach aussen keilartig erweitern. Gegen die eine der Seitenwände wird der untere Blattrahmen 71 angelegt. Zwischen dem letzteren und der anderen Seitenwand des Schlitzes 70 wird eine Schiene 72 eingelegt, welcher ebenfalls zwei keilartig zueinander verlaufende, gegenüberliegende Seitenflächen aufweist. Der durch diese Seitenflächen bestimmte Winkel ist gleich dem Winkel, den die Seiten der Rille 70 miteinander bilden. Die Schiene 72 wird durch über ihre Länge in Abständen eingesetzte Schrauben 73 mit der Lade 14 verschraubt. Auf diese Weise wird auf den Rahmen 71 des Webblattes 15 ein gleichmässiger Druck ausgeübt und gleichzeitig eine zuverlässige Halterung des Webblattes 15 erhalten.
Gemäss der in Fig. 3 gezeigten, noch weiteren Ausführungsform ist ein hohler Profilbalken 80 vorgesehen, welcher sich in der Breite der Webmaschine von einer Ladestütze 11 zur andern erstreckt und an seinen Enden fest mit je einer Ladestütze 11 verbunden ist. Auf dem Profilbalken 80 ist an jedem Ende eine Stütze 81 befestigt, und jede Stütze 81 trägt ein Wellenstück 12. Auf den Wellenstücken 12 ist in der bereits beschriebenen Weise der Träger 13 mit der Lade 14 rotierbar gelagert.
Reed arrangement on a loom
The present invention relates to a reed arrangement on a weaving machine, which comprises a pivotable carrier to which the reed is attached.
When operating looms, the case may arise that the shuttle used to insert the weft thread does not enter the shuttle box properly, but gets stuck in the shed. Such a malfunction rarely occurs, but when it does, the damage it causes is great. In such a case, it is no longer possible to shut down the loom quickly enough with mechanical devices, and corresponding electrical devices used for monitoring are generally not yet sufficiently reliable. Therefore one helps this evil by the fact that one z. B. provides a swiveling reed. A shuttle stuck in the shed pushes the pivoting reed away, thereby avoiding damage.
Since the shooter moves along the lower part of the web sheet, it must be pivotable about its upper longitudinal side. This in turn necessitates the provision of a relatively heavy loading cover, which is particularly disadvantageous for looms running at high speeds.
If the shuttle remains clamped at one end of the shed, the reed is squeezed out at this end, but it must be moved away from its normal position along its entire length. The forces occurring in this way at one end of the reed cause a damaging twisting of the reed, which is a noticeable disadvantage especially in machines with a large weaving width.
In terry looms, the individual weft threads are cast on by different amounts. For example, two successive weft threads are initially pushed against the fabric stop only up to a certain distance. After inserting the third weft, all three weft threads are then completely beaten up against the fabric stop. In order to carry out this process, a relatively large expenditure of parts cannot be avoided, by means of which the various attachment paths are conveyed to the reed.
The disadvantages mentioned are to be avoided according to the present invention. In addition, a mechanically simple construction should be achieved by this. In particular, the invention should also make the provision of a loading lid superfluous.
The omission of the loading lid means that the reed is only attached along its lower longitudinal side. This attachment must therefore be of a particularly solid type. Therefore, a particular embodiment of the invention relates to a reed fastening which is advantageous in the absence of a loading lid.
The invention is characterized in that the carrier is rotatably mounted on a shaft arrangement which is carried by loading supports and can be moved back and forth by means of the same, and in that the reed can be rotated away from a predetermined weft threading position by rotating the carrier on the shaft arrangement.
For a better understanding, the invention is explained in more detail with reference to exemplary embodiments and FIGS. 1, 2 and 3 of the drawing, which show cross sections seen from the side. In the three figures, the same reference symbols designate the same parts.
According to the embodiment shown in Fig. 1, the loading support 11 carries a shaft 12 on which the hollow cylindrical carrier 13 is rotatably mounted. Either a single shaft 12 can be provided, which extends across the width of the loom from one loading support to the other, or a shaft piece can be attached to each loading support, which extends only a certain amount into the interior of the carrier 13. The carrier can be rotatably mounted on the shaft 12 or the shaft pieces, for example by means of a cylinder bearing. A sley 14 is attached to the carrier 13. This in turn carries the reed 15. A shuttle 16 can be moved back and forth above the drawer 14. A plenum rod 18 is provided between each loading support 11 and a schematically drawn crank drive 17. The drive 17 pivots the loading supports 11 back and forth.
The warp threads 20 are subjected to a shedding movement through the strands 19. The woven fabric is indicated at 21.
As already mentioned, the hollow cylindrical carrier 13 is rotatably mounted on a continuous shaft 12 or at each of its ends on a shaft piece. The compression spring 22 gives it a permanent bias, by means of which it rests against the stop 24 fixed to the loading support 11. In this position the reed 15 is in its stop position provided for beating up the weft thread.
When the swinging of the loading supports 11 causes the carrier 13, the drawer 14 and the sheet 15 to be swiveled back and forth in their position intended for hitting the weft thread, the roller 25, which is attached to the carrier 13 via the arm 26, runs, in the rear area of the pivoting on a cam 27, which is resiliently mounted and comes to support on this. In the foremost region of the pivoting of the loading supports 11, the roller 25 runs onto the support 29 of the support 28 and is supported thereon. The support 28 is rotatable about the axis 30 and is biased clockwise against the stop 32 by means of the spring 31. The position of the roller 25 when the tray 14 is pivoted into its rearward position is denoted by 25 '.
Finally, there is also a parking lever 33 which can be rotated about the axis 34. When the carrier 13 is pivoted away from the stop 24, the lever 33 is moved into its position 33 ', shown in broken lines, by the member 35 attached to the carrier 13. In this position it causes the loom to stop. The position of the drawer 14 shown in dashed lines, the position of the reed 15 shown in broken lines and the position of the member 35 shown with 35 correspond to the positions occupied by these parts during this pivoting of the carrier 13. With 13 the position of the carrier 13 in the rearmost position of the oscillation of the loading supports 11 is shown in dashed lines.
When the loom is in operation, the movement of the loading supports 11 causes the carrier 13, and with it das.Webblatt 15, to pivot continuously back and forth. In the case of proper operation, the arm 26 remains constantly pressed against the stop 24 as a result of the prestress provided by the spring 22. In order to counter the risk of twisting of the carrier 13 against the bias of the spring 22 when changing direction in the rear loading position, the support member 27 is provided on which the roller 25 runs, as indicated by 25 , whereby the pivoting of the carrier 13 is counteracted in approximately the rear half of the reciprocating movement of the loading supports il.
If, on the other hand, the reed 15 hits the weft thread, this is pressed with great force against the fabric stop. So that in this case, too, an evasion by rotation of the carrier 13 against the tension of the spring 22 is not possible, the support 28 is attached in such a way that the roller 25 is in the foremost position of the movement of the loading supports 11 above it is located and in this way the reed is firmly locked in its predetermined weft beating position.
If it happens that the shuttle 16 for whatever reason gets stuck in the shed and it is no longer possible to turn off the loom in time, the shuttle 16 is pressed by the reed 15 against the fabric stop. Without special precautions, a large number of warp threads 20 are generally torn because the shooter 16 is pressed against them. In the present embodiment, the pressure on the warp threads 20 creates a counterpressure on the reed 15. This counterpressure arises while the loading supports 11 move towards their foremost position. As a result, the carrier 13 and the parts attached to it are rotated with respect to the shaft 12 in a clockwise direction.
In this working phase, the roller 25 is located between the support members 27 and 28, so that they do not stand in the way of such a rotation.
As a result, the sley 14, the reed 15, the arm 26 and the link 35 move into the positions designated 14 ', 15', 26 'and 35'. As can be seen from the shuttle position 16 'shown in dashed lines, the reed 15 is pivoted back so far that the shuttle
16 has space between this and the stop edge without the warp threads being torn. When rotating the carrier
13 the link 35 is also taken. If the Abstellhe bel 33 is firmly attached to the loom, the link abuts
35 in the front pivot position of the drawer 14 against this
Lever 33. The lever 33 is actuated somewhat earlier if it is carried by one of the loading supports 11 and is moved along with it. The actuation of the lever 33 can be used to switch off the loom and also to generate an alarm signal.
By pivoting the reed 15 and thus the
Arm 26, the roller 25 no longer reaches the support 29 of the support member 28, but moves under the support 29 and next to the support 28. For this to be possible, the
Arrangement made so that the support 29 protrudes slightly beyond the support 28 on the side of the roller 25. The
However, the arrangement can also be made so that the lever
26 and the roller 25, the support member 28 against the action of
Pivot spring 31.
The pivotably angeord designated carrier 13 according to the present invention is also advantageous for use on terry toweling machines. For this purpose, a holding arrangement is provided which comprises a symbolically drawn gripper or hook 40 and a holding part 41 designed as a rod 41 on each side of the loom. The
Hook 40 can optionally, for. B. controlled by a dobby; be brought into engagement with the rod 41.
If this is the case, a push rod 44 is actuated on each side of the loom via the arms 43 which are rotatable about the axis 42 and which are firmly connected to one another.
This in turn rotates the carrier 13 relative to the shaft 12 by a small amount clockwise via the arms 26, so that the sheet 15 is not moved all the way to the stop edge of the fabric then the following, third weft thread together with the two previous ones
Weft threads are completely struck to the fabric edge. With the above-described arrangement for terry animal weaving, such a method of operation can be carried out without further ado, in that a control means (e.g. the dobby) engages the hook twice in succession and disengages the holding member 41 the third time.
Of course, precautions must be taken to ensure that when the hook 40 is actuated, i. H. rotated by a small amount
Carrier 13, the support member 28 is rotated counterclockwise wegge so that the roller.25 does not run onto the plate 29.
This terry arrangement is characterized by its simple
Structure outside
Another embodiment is shown in FIG. A carrier 13 is in turn mounted pivotably or rotatably on a shaft 12. On the carrier 13 is again a drawer
14 attached, along which the shooter 16 is shot back and forth. In addition, the reed 15 is firmly milder
Drawer 14 and thus connected to the carrier 13.
An arm 50 fixed to the carrier 1.3 is located on each side of the weaving machine at the location of each of the contactors' boxes. Each of the arms 50 has a pivot 51 on which a double lever with arms 52 and 53 is rotatably mounted. The axis of rotation 51 is common to the arms 50 and extends over the entire width of the loom so that the arms 52, 53, which are present on both sides, are rigidly connected to one another and move with one another. The part 54 of a knee joint is also rotatably mounted about the axis 51. The other part 55 of the knee joint is hinged to the 56 and 57 Sen Ax.
The axis 57 is firmly attached to a part of the loading support, not shown. The holding member 58 is permanently installed on the machine wall. A second two-armed lever with the legs 60 and 61 is also rotatable about the axis 56. It is pretensioned by a spring in the direction of rotation indicated by arrow 64. A spring, symbolically indicated by the arrow 65, at the location of the axis 57 tries to press the knee joint 54, 55 against the stop 62. The spring acting in the direction of rotation 64 at the location of the axis 56 exerts such a force on the lever 52, 53 via the leg 60 that the free end of the arm 52 is pressed against the box tongue 63 of the contactor box.
When the loom is in operation, the loading supports
11, which carry the shaft 12, the carrier 13 and the parts carried by this move to and fro. The parts 52-57 and the stop 62 are also moved along with the loading supports. Only the holding member 58 is at rest because it is attached to a fixed part of the loom.
In normal operation, the shooter 16 enters one of the shooter boxes while the drawer is in its forward movement, i. H. moved to the left with respect to FIG. When the shooter 16 is in the correct position in the contactor box, the latter presses the box tongue 63 against the lever arm 52 so far that the latter lifts the lever arm 61 via the lever arms 53 and 60 so that it is not grasped by the holding member 58. When the drawer 14 subsequently moves backwards again, the lever arm 61 moves past the holding member 58 before the shooter 16 leaves the contactor box, so that it does not collide with the member 58. After the shooter 16 has left the contactor box, the brake tongue 63 gives way.
The lever arms 52, 53 thus rotate in the counterclockwise direction, since they are exposed to a permanent torque by the lever arms 60, 61 which are prestressed in the clockwise direction (arrow 64). The hook of the lever arm 61 thus moves into a lower position.
It can now happen that the shooter 16 has not arrived in the contactor box at the right time, i.e. H.
is not yet in a certain position of the sley. This is e.g. B. the case if it gets stuck in the shed. In such a case, the contactor box tongue 63 is not outwardly, i. H. not pushed to the right in Fig. 2. The hook 61 in turn forms one part and the holding member 58 in turn the other part of a holding arrangement. If the box tongue 63 is not pressed outward, the lever arm 61 is not lifted, so that it is held by the holding member 58 when the drawer 14 swings forwards. As a result, the parts 54 and 55 move into the position shown in dashed lines and denoted by 54 and 55. In addition, the arm 50 fixed to the carrier 13 is also moved into the position indicated by 50; d. H. the carrier 13 experiences a clockwise rotation about the shaft 12.
During this rotation, the reed 15 is rotated with it, so that it does not move as far as the fabric stop. If the shuttle 16 is stuck in the shed, the carrier 13 is not rotated according to this embodiment as a result of the pressure of the shuttle on the reed, which is formed by the counter pressure of the warp threads on the shuttle 16. In this case, the rotation of the carrier 13 takes place rather via the lever system shown in FIG. 2, whereby the warp threads are protected.
As mentioned in the introduction to the description, the arrangement according to the invention does not require the provision of a loading cover for attaching the reed. With the known arrangement with the reed pivotable around the loading cover, it was possible to keep the reed evenly supported over its entire length. This is important so that there is no pretensioning of the blade teeth. If at certain points of the reed, e.g. B. at the places of the fastening of the reed serving screws, a stronger pressure is exerted than is present at other points of the reed, so adjust certain of the reed teeth.
This has a damaging effect on the warp threads and the quality of the fabric is reduced as a result. It is therefore important that, if the loading cover is missing, the fastening of the reed is carried out in such a way that there is an evenly distributed pressure over the entire length of the reed. Such a fastening can be seen from FIG.
The sley 14 has a groove 70 running in its longitudinal direction, the side walls of which widen outward in the manner of a wedge. The lower sheet frame 71 is placed against one of the side walls. A rail 72 is inserted between the latter and the other side wall of the slot 70, which rail likewise has two opposite side surfaces which run in a wedge-like manner to one another. The angle determined by these side surfaces is equal to the angle which the sides of the groove 70 form with one another. The rail 72 is screwed to the drawer 14 by screws 73 inserted at intervals along its length. In this way, even pressure is exerted on the frame 71 of the reed 15 and, at the same time, a reliable holding of the reed 15 is obtained.
According to the still further embodiment shown in FIG. 3, a hollow profile beam 80 is provided which extends across the width of the weaving machine from one loading support 11 to the other and is firmly connected at each of its ends to a loading support 11. A support 81 is fastened to the profile beam 80 at each end, and each support 81 carries a shaft piece 12. The support 13 with the drawer 14 is rotatably mounted on the shaft pieces 12 in the manner already described.